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1. Wurden eigentlich die Verlage, in denen die Werke von Saß bzw. Koch-Mehrin publiziert wurden, auch bereits darüber informiert, wie ihre Autoren mit dem geistigem Eigentum anderer umgingen?

2. Ist bekannt, wie die Arbeiten von Saß und Pröfrock (und Liebing) bewertet wurden - und könnte man das transparenterweise auch noch mit angeben?

3. Wäre es zum besseren Allgemeinverständnis nicht sinnvoll, auf einer Unterseite noch zu erläutern, welche Bewertungen es überhaupt gibt und welches wissenschaftliche Leistungsniveau dafür (jedenfalls auf dem Papier) jeweils erwartet wird?

4. Es wäre gut, auch noch jeweils den genauen Wortlaut anzugeben, mit denen die Verfasser (ehrenwörtlich?/eidesstattlich?) versichern mussten, wissenschaftlich sauber gearbeitet zu haben. So würde der Widerspruch zur tatsächlich erbrachten Leistung noch deutlicher.

5. Informativ wäre auch eine kleine Fallsammlung, die frühere Plagiatsfälle in Kurzfassung auflistet - sowie die Folgen, die das dann jeweils hatte (oder auch nicht hatte). Daraus könnte man dann vielleicht auch entnehmen, wie man damit bisher umgegangen ist und auch, wie man das mit den "Bagatellgrenzen" (Volker Sellin) gesehen hat oder noch immer sieht.

6. Um weitere Mitarbeiter für laufende oder zukünftige Plagiatsuntersuchungen zu gewinnen, könnte es vielleicht auch etwas bringen, sich einmal ganz gezielt an den Kreis der Wikipedianer zu wenden. Das könnte für manchen interessant sein, denn die Wirkung dieser investigativen Arbeit hier sieht man recht deutlich - und sei es nur an der beredten Sprachlosigkeit der Ertappten ...

7. Manche haben es wahrscheinlich auch schon gelesen: In Stefan Webers Blog findet sich - http://plagiatsgutachten.de/blog.php/plagiierende-und-plagiate-verharmlosende-professoren-als-teile-des-systemproblems/ - der Hinweis auf eine Rezension bei hsozkult über das Buch "Zur Geschichte des Promotionswesens" (2001, 176 S.) des Dresdner Philosophiehistorikers Siegfried Wollgast, das demnach stark plagiatsdurchsetzt ist! Angesichts des fast schon aberwitzig anmutenden Zusammentreffens von a) Themenbezug, b) anzunehmendem Plagiatsgehalt, c) Status des Verfassers ("Prof. Dr. phil. habil.", wenn auch emeritiert) und d) der aktuellen Sensibiliät für das Thema in Teilen der Öffentlichkeit: Wäre diese Arbeit nicht geradezu prädestiniert und würde sich 'gut machen', auch einmal gründlich auf Vroniplag untersucht zu werden, auch wenn es keine Qualifikationsarbeit ist?

Zudem scheint man mit ihm "endlich" mal jemanden zu haben, der nicht direkt dem "schwarzgelben Spektrum" zugeordnet werden kann. Wenn die Vorwürfe in der Rezension zutreffen sollten, fragt man sich schon, was da womöglich sonst noch alles von ihm mit Fragezeichen versehen werden sollte ... Hier jedenfalls der Link: http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/id=776


Hallo,

na das nenne ich mal fundiert, freundlich und ausgewogen argumentiert, sehr gut! Ich hoffe, Ihre guten Vorschläge werden zügig übernommen und Ihre Fragen beantwortet. Beginnen Sie einfach eine Seite zu der Diss. von Herrn Wollgast, der Rest der Community wird Sie sicherlich dann aufnehmen. Allerdings sollte sich die Community nicht in zu vielen Dissertationen verzetteln, da die Bearbeitung von zu vielen Projekten dann einen zu langsamen Vorgang bewirken würde.

Druidicar 09:05, 19. Apr. 2011 (UTC)


Kann mich Dr. ui. Dicar nur anschließen. Vor allem die Vorschläge, zusätzliche Hintergrundinformation bereitzustellen, sind genau nach meinem Geschmack. Im Sinne von "Taten statt Warten" habe ich direkt Punkt (6) aufgegriffen und bei den Bibliotheks-Rechercheuren angefragt, wie die Stimmungslage ist. siehe [1] Mal sehen ob sich daraus was entwickelt. -- Dr. erb. Senzahl 16:18, 19. Apr. 2011 (UTC)


Ich habe bisher zum Wiki nichts beigetragen, insofern ist meine Meinung sicher nicht sehr relevant. Ich habe allerdings die Arbeit im Wiki als Außenstehender mit großem Interesse verfolgt und war eigentlich immer sehr froh, dass der Fokus im Sinne des wissenschaftlichen Diskurses streng auf der kritischen Auseinandersetzung mit der veröffentlichten wissenschaftlichen Arbeit lag.

Die hier gemachten Vorschläge legen -- obwohl sie sicherlich interessant und in gewissen Sinne auch relevant sind -- den Fokus mehr auf den Autor der Arbeit, die Bewertung etc. Das fände ich eigentlich schade, zum einen weil es noch mehr Angriffsfläche für Denunziationsvorwürfe bietet, zum anderen weil es den Grundprinzipien wissenschaftlicher Arbeit widerspricht.

Es würden nicht mehr Plagiate "gejagt", sondern Plagiatoren. Ein kleiner, aber aus meiner Sicht sehr entscheidender Unterschied.

Ich denke die hier veröffentlichten Beobachtungen sprechen für sich. Die Seite liegt im Fokus der Presse; alles was hier geschrieben wird ist kurze Zeit später in irgendeiner Zeitung zu lesen. Ich glaube nicht, dass es nötig ist, Verlage etc. auf irgendwas aufmerksam zu machen.

87.161.216.47 06:39, 20. Apr. 2011 (UTC)