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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 12, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Kröncke 2011
Seite(n): 3, 4, Zeilen: 3: letzte Zeilen; 4: 1ff
[Passieren allerdings die Bakterien die Haut- und Schleimhautbarriere und gelangen somit in die Blutbahn,] oder haben Zugang zum angrenzenden Gewebe, kann dies schwerwiegende Folgen mit sich tragen. Die Virulenzfaktoren des MRSA sowie die Abwehrkräfte des Trägers entscheiden ob es zu einer Infektion kommt oder nicht. Es wurde gezeigt dass bei einer MRSA-Besiedlung das Risiko an eine MRSA-Infektion zu erkranken viermal höher ist als ohne eine MRSA-Kolonisation [34]. Aus diesem Grunde, wird bei jedem MRSA-Träger eine Dekolonisation vorgenommen.

Die Erkrankungen die durch Staphylokokken verursacht werden, werden in toxinbedingte und invasive Prozesse gegliedert. In der Gruppe der Toxin-vermittelten Erkrankungen spielt ein Toxin eine wesentliche Rolle bei der Schädigung. Als Krankheitsbilder die zu dieser Gruppe gehören sind zu benennen die Staphylokokken-Enteritis und die Staphylokokken-Enterokolitis. Die invasiven Erkrankungen, bei der die Schädigung durch den charakteristischen S. aureus-Stamm und die Summe seiner Virulenzfaktoren geschaffen wird, sind lokale Infektionen der Haut und Schleimhaut, wie Furunkel und Mastitis puerperalis, ausserdem sind zu benennen Infektionen innerer Organe, wie Endokarditis, Osteomyelitis sowie Fremdkörperinfektionen. Eine Zwischenform zwischen toxinbedingt und invasiv hervorgerufene Krankheitsbilder stellen das Toxic Schock Syndrom und das staphylokokkenbedingte Lyell-Syndrom dar [35, 36, 37]. Jegliches oberflächliche oder tiefe Einrücken des MRSA kann zu einer Bakteriämie führen und so eine Endokarditis oder Sepsis hervorrufen. In einer Zeitspanne von 1995-2002 wurden in den USA im Rahmen einer Studie über 24.000 Patienten mit nosokomialer Bakteriämie untersucht. Die Studie zeigte einen Anstieg der Bakteriämien die durch MRSA verursacht wurden von 22% im Jahr 1995 auf 57% im Jahr 2001 [38]. Man vermutet dass eine MRSA-Bakteriämie häufiger zum Tode führt als eine MSSA-Bakteriämie [39].

Die Bakteriämie kann zu einer infektiösen Endokarditis führen. Sie wird in einem akuten oder subakuten Verlauf eingeteilt. Risikofaktoren die diese Infektion begünstigen liegen vor bei älteren Menschen, Personen die intravenöse Drogen applizieren, stationären Patienten sowie Personen mit prothetischen Herzklappen. Bei der akuten Form treten Symptome auf wie allgemeines Krankheitsgefühl, Fieber, Schüttelfrost, BSG-Erhöhung und Milzvergrößerung. Die subakute Endokarditis ist charakterisiert durch eine schleichende Entwicklung über Wochen und Monate mit einen starken Appetit- und Gewichtsverlust, einer Anämie und Hämaturie, sowie Gelenkschmerzen und Trommelschlegelfinger. Diagnostiziert wird sie durch das klinische Bild, Laborparameter und den Erregernachweis in Blutkulturen. Die Mortalität bei einer durch MRSA [verursachten Endokarditis ist deutlich höher als die durch MSSA [40].]


34. Safdar N, Bradley EA. The risk of infection after nasal colonization with Staphylococcus aureus. Am J Med 2008; 121(4):310-215

35. Köhler, Eggers, Fleischer, Marre, Pfister, Pulverer. Medizinische Mikrobiologie. München 2001, ISBN 3437416405, S. 250-257.

36. Hof H, Dörries R. Medizinische Mikrobiologie. Stuttgart 2005, ISBN 3131253134, S. 297-305

37. Lowy FD. Staphylococcus aureus Infections. N Engl J Med 1998 ; 339 :520-532

38. Wisplinghoff H, Bischoff T, Tallent SM, et al. Nosocomial bloodstream infections in US hospitals: analysis of 24719 cases from a prospective nationwide surveillance study. Clin Infect Dis 2004; 39:309

39. Selvey LA, Whitby M, Johnson B. Nosocomial methicillin-resistant Staphyloccocus [sic] aureus bacteremia: is it any worse than nosocomial methicillin-sensitive Staphylococcus aureus bacteremia? Infect Control Hosp Epidemiol 2000; 21(10):645-648

40. Hill EE, Peetermans WE, Vanderschueren S, Claus P, Herregods MC, Herijgers P. Methicillin-resistant versus methicillin-sensitive Staphylococcus aureus infective endocarditis. Eur J Microbiol Infect Dis 2008; (Epub ahead of print)

Anders ist dies bei der MRSA-Infektion, bei der die Bakterien die Haut- oder Schleimhautbarriere überwunden haben und

[Seite 4]

somit Zugang zum angrenzenden Gewebe oder zur Blutbahn haben. Ob es zu einer Infektion kommt, ist abhängig von den Virulenzfaktoren des MRSA und den Abwehrkräften des Trägers. Das Risiko, an einer MRSA-Infektion zu erkranken, ist bei einer Kolonisation mit diesem Erreger um das Vierfache erhöht [103]. Dies ist der Grund dafür, dass bei MRSA-Trägern eine Dekolonisation vorgenommen wird.

Die durch Staphylokokken bedingten Erkrankungen lassen sich in invasive und toxinbedingte Prozesse einteilen. Zu den invasiven Erkrankungen, bei der die Schädigung durch den spezifischen S. aureus-Stamm und die Gesamtheit seiner Virulenzfaktoren hervorgerufen wird, zählen lokale Infektionen der Haut und Schleimhaut, wie Mastitis puerperalis und Furunkel, darüber hinaus auch Infektionen innerer Organe, wie Osteomyelitis, Fremdkörperinfektionen oder Endokarditis. Bei den Toxin-vermittelten Erkrankungen ist ein bestimmtes Toxin für die Schädigung verantwortlich. Zu diesen Krankheitsbildern zählen die Staphylokokken-Enterokolitis und die Staphylokokken-Enteritis. Des Weiteren gibt es Krankheitsbilder wie das staphylokokkenbedingte Lyell-Syndrom und das Toxic Shock Syndrome, die eine Übergangsform zwischen invasiv und toxinbedingt darstellen [65, 40, 72]. Jedes oberflächliche oder tiefe Eindringen des MRSA kann zu einer Bakteriämie führen und so eine Endokarditis oder Sepsis verursachen. In einer Studie in den USA wurden in einem Zeitraum von 1995-2002 über 24.000 Patienten mit nosokomialer Bakteriämie untersucht. Dabei stieg der Anteil der durch MRSA verursachten Bakteriämien von 22% im Jahr 1995 auf 57% im Jahr 2001 [124]. In der Literatur besteht ein allgemeiner Konsensus darüber, dass die MRSA-Bakteriämie häufiger zum Tod führt als die MSSA-Bakteriämie [105].

Durch die Bakteriämie kann es zu einer infektiösen Endokarditis kommen, die akut oder subakut verlaufen kann. Ein erhöhtes Risiko, an dieser Infektion zu erkranken, haben Personen, die sich intravenöse Drogen applizieren, ältere Menschen, Personen mit prothetischen Herzklappen, sowie stationäre Patienten. Die akute Form ist durch hohes Fieber, Schüttelfrost, allgemeines Krankheitsgefühl, BSG-Erhöhung und Milzvergrößerung gekennzeichnet. Die subakute Endokarditis entwickelt ist schleichend über Wochen und Monate und zeigt eine Anämie und Hämaturie, einen starken Appetit- und Gewichtsverlust, sowie Gelenkschmerzen und Trommelschlegelfinger. Die Diagnose wird durch das klinische Bild, Laborparameter und den Erregernachweis in Blutkulturen gestellt. Auch hier ist die Mortalität der durch MRSA verursachten Endokarditis höher, als die der durch MSSA verursachten [39].


[39] Hill EE, Peetermans WE, Vanderschueren S, Claus P, Herregods MC, Herijgers P. Methicillin-resistant versus methicillin-sensitive Staphylococcus aureus infective endocarditis. Eur J Microbiol Infect Dis 2008; (Epub ahead of print)

[40] Hof H, Dörries R. Medizinische Mikrobiologie. Stuttgart 2005, ISBN 3131253134, S. 297-305

[65] Köhler, Eggers, Fleischer, Marre, Pfister, Pulverer. Medizinische Mikrobiologie. München 2001, ISBN 3437416405, S. 250-257

[72] Lowy FD. Staphylococcus aureus infections. N Engl J Med 1998; 339:520-532

[103] Safdar N, Bradley EA. The risk of infection after nasal colonization with Staphylococcus aureus. Am J Med 2008; 121(4):310-315

[105] Selvey LA, Whitby M, Johnson B. Nosocomial methicillin-resistant Staphylococcus aureus becteremia [sic]: is it any worse than nosocomial methicillin-sensitive Staphylococcus aureus bacteremia? Infect Control Hosp Epidemiol 2000; 21(10):645-648

[124] Wisplinghoff H, Bischoff T, Tallent SM, et al. Nosocomial bloodstream infections in US hospitals: analysis of 24719 cases from a prospective nationwide surveillance study. Clin Infect Dis 2004; 39:309

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt trotz inhaltlicher Übereinstimmung und sieben identischer Literaturverweise.

Sichter
(Hindemith) Singulus

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