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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 14, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Kröncke 2011
Seite(n): 5, 6, Zeilen: 5: 26ff; 6: 1ff
[Letztendlich sind allgemeine hygienische Maßnahmen einzuhalten, wie z.B. das] regelmäßige Wechseln von Textilien und Hygieneartikeln (z.B. Handtücher und Zahnbürste) [47].

Bei einer MRSA-Infektion wird mit systemischen Antibiotika gearbeitet. Aufgrund der Resistenz aller MRSA gegen Betalaktamantibiotika und der zusätzlichen Resistenzen der HA-MRSA gegen einer Reihe weiterer Antibiotikagruppen müssen Resereveantibiotika zum Einsatz kommen, wie die Glykopeptide Teicoplanin und Vancomycin. Diese Antibiotika müssen angesichts ihrer geringen Bioverfügbarkeit intravenös verabreicht werden. Bedauerlicherweise zeigen schon einige kürzlich entdeckte MRSA-Stämme, die vor allem in den USA anzutreffen sind, Resistenzen gegen Glykopeptiden [48, 49]. Es sind die sogenannten Vancomycin-resistente Staphylocoocus aureus -Stämme (VRSA). Aus diesem Grund entsteht die Notwendigkeit bei Infektionen mit Glykopeptid-intermediären S. aureus Stämmen (GISA) andere Antibiotika wie Linezolid, Quinupristin/Dalfopristin, Daptomycin, oder Tigecyclin anzuwenden. Allerdings sind Linezolid-Resistenzen ebenfalls beschrieben worden [50].

Ein interessantes Therapiemuster ist die Anwendung von Maden an Ulzera zur MRSA-Bekämpfung. Bowling et al. haben im Rahmen einer Studie mit 13 MRSA besiedelten Ulzera durch Madentherapie 12 von denen dekolonisiert [51]. Angesichts der zum Teil gravierenden Krankheitsbilder und den immer mehr beschränkten Therapieoptionen, besteht akuter Handlungsbedarf, im Rahmen von Screeningverfahren, das konsequente Einhalten von Hygienemaßnahmen durch das Personal im Krankenhaus, Kontaktisolierungsmaßnahmen von MRSA-Trägern und deren Dekolonisierung.

1.4. Pathogenitätsfaktoren

Eine ganze Reihe von strukturellen und sezernierten Virulenzfaktoren spielen bei der Pathogenese von MRSA-Infektionen eine Rolle. Eine Funktion kann durch mehrere Faktoren ausgelöst werden und vice versa kann ein Faktor mehrere Pathogenitätsfunktionen aufweisen. Durch verschiedene Toxine und Oberflächenproteine wird die Virulenz des Erregers determiniert. Verschiedene MRSA-Stämme enthalten andere Toxine und Adhäsionsproteine, somit können sie sich in der Fähigkeit zur Biofilmbildung und Phagozytose differenzieren.


47. Kipp F, Friedrich AW, Becker K, von Eiff C. Bedrohliche Zunahme Methicillin-resistenter Staphylococcus-aureus-Stämme. Dtsch Ärztebl 2004; 101:A 2045-2050

48. Chang S, Sievert SM, Hageman JC, Boulton ML, Tenover FC, Downes FP et al. Infection with Vancomycin-resistant Staphylococcus aureus containing the vanA resistance Gene. N Engl J Med 2003; 348:1342-1347

49. Courvalin P. Vancomycin resistance in gram-positive cocci. Clin Infect Dis 2006; 42(suppl1):25-34

50. Tsiodras S, Gold HS, Sakoulas G, Eliopoulos GM, Wennersten C, Venkataraman L, Moellering RC, Ferraro MJ. Linezolid resistance in a clinical isolate of Staphylococcus aureus. Lancet 2001; 358(9277):207-208

51. Bowling FL, Salgami ES, Boulton AJM. Larval Therapy: A Novel Treatment in Eliminating Methicillin-Resistant Staphylococcus aureus From Diabetic Foot Ulcers. Diabetes Care 2007; 30:370-371

Dazu gehört das regelmäßige Wechseln von Textilien und Hygieneartikeln (z.B. Handtücher und Zahnbürste) [55].

Bei einer MRSA-Infektion wird mit systemischer Antibiotikagabe verfahren. Alle MRSA haben eine Resistenz gegen Betalaktamantibiotika, allerdings können vor allem HA-MRSA noch eine Reihe weiterer Resistenzen entwickeln. Aus diesem Grund müssen Reserveantibiotika verwendet werden wie die Glykopeptide Vancomycin und Teicoplanin, die wegen ihrer geringen Bioverfügbarkeit intravenös verabreicht werden müssen. Allerdings zeigen einige MRSA-Stämme auch schon Resistenzen gegenüber den Glykopeptiden [13, 16]. Sie werden Vancomycin-resistente S. aureus (VRSA) genannt. Daraus ergibt sich die

[Seite 6]

Notwendigkeit bei Infektionen mit Glykopeptid-intermediären S. aureus (GISA) Antibiotika wie Linezolid, Tigecyclin, Quinupristin/ Dalfopristin oder Daptomycin zu verwenden, wobei auch schon Linezolid-Resistenzen bekannt sind [113].

Ein ganz anderer Therapieansatz ist der Einsatz von Maden zur MRSA-Beseitigung. In einer Studie von Bowling et al. wurden von 13 mit MRSA besiedelten Ulzera 12 durch die Anwendung von Maden dekolonisiert [2].

Aufgrund der zum Teil schweren Krankheitsbilder und den eingeschränkten Therapieoptionen, ergibt sich die Notwendigkeit von Screeningverfahren, das strikte Einhalten von Hygienemaßnahmen durch das Personal im Krankenhaus, Kontaktisolierungsmaßnahmen von MRSA-Trägern und deren Dekolonisierung.

1.4 Pathogenitätsfaktoren

Bei der Pathogenese von MRSA-Infektionen spielen eine ganze Reihe von strukturellen und sezernierten Virulenzfaktoren eine Rolle, wobei ein Faktor mehrere Pathogenitätsfunktionen aufweisen kann und umgekehrt eine Funktion durch mehrere Faktoren ausgelöst werden kann. Die Virulenz des Erregers stellt sich durch verschiedene Oberflächenproteine und Toxine dar, wobei unterschiedliche MRSA-Stämme differente Adhäsionsproteine und Toxine aufweisen können und sich die Fähigkeit zur Biofilmbildung und Phagozytose unterscheiden kann.


[2] Armstrong DG, Mossel J, Short B, Nixon BP, Knowles EA, Boulton AJ. Maggot debridement therapy: a primer. J Am Podiatr Med Assoc 2002; 92:398–401 52

[13] Chang S, Sievert SM, Hageman JC, Boulton ML, Tenover FC, Downes FP et al. Infection with Vancomycin-resistant Staphylococcus aureus containing the vanA resistance Gene. N Engl J Med 2003; 348:1342-1347

[16] Courvalin P. Vancomycin resistance in gram-positive cocci. Clin Infect Dis 2006; 42(suppl1):25-34

[55] Kipp F, Friedrich AW, Becker K, von Eiff C. Bedrohliche Zunahme Methicillin-resistenter Staphylococcus-aureus-Stämme.Dtsch [sic] Arztebl 2004; 101:A 2045-2050

[113] Tsiodras S, Gold HS, Sakoulas G, Eliopoulos GM, Wennersten C, Venkataraman L, Moellering RC, Ferraro MJ. Linezolid resistance in a clinical isolate of Staphylococcus aureus. Lancet 2001; 358(9277):207-208

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt trotz inhaltlicher Übereinstimmung und vier identischer Literaturverweise.

Sichter
(Hindemith) Singulus

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