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Unternehmensführung und Unternehmenskontrolle unter besonderer Berücksichtigung der Gesamtverantwortung des Vorstands

von Arne Heller

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[1.] Ah/Fragment 150 05 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:05:28 Kybot
Ah, Fragment, Gesichtet, Martens 1991, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith, Goalgetter, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 150, Zeilen: 5-11
Quelle: Martens 1991
Seite(n): 526, Zeilen: 9-17
Darüber hinaus könnte vermutet werden, daß wesentliche Entscheidungen aus dem Bereich der Tochtergesellschaften im Einzelfall gegen den Widerspruch der geschäftsführenden Vorstandsmitglieder im Konzernvorstand entgegen ihrer ursprünglich vertretenen Ansicht im Aufsichtsrat der Tochtergesellschaft umgesetzt werden müssen. Somit könnte sich der Vorstand der Tochtergesellschaft des Konzernvorstands bedienen, um wesentlichen Einfluß auf den eigenen Aufsichtsrat auszuüben [FN 693].

[FN 693 Bernhardt, in: Handelsblatt vom 22.07.1986, S. 8; Hoffmann-Becking, ZHR 150 (1986), 570, 573; v. Werder, DBW 49 (1989), 37, 39]

Ebenso kritisch könnte vermutet werden, daß wesentliche Entscheidungen aus dem Bereich der Tochtergesellschaften im Einzelfall gegen den Widerspruch der geschäftsführenden Vorstandsmitglieder im Konzernvorstand vorentschieden werden und sodann von diesen Vorstandsmitgliedern entgegen ihrer ursprünglich vertretenen Ansicht im Aufsichtsrat der Tochtergesellschaft umgesetzt werden müssen. Auf diese Weise könnte sich der Vorstand der Tochtergesellschaft des Konzernvorstands bedienen, um wesentlichen Einfluß auf den eigenen Aufsichtsrat auszuüben.
Anmerkungen

Wörtliche Übernahme mit minimalen Anpassungen. Keine Kennzeichnung als Zitat und kein Quellenverweis auf Martens (1991). Bernhardt (1986) wurde noch nicht geprüft, so dass es vorstellbar ist, dass die Stelle wörtlich dort zu finden ist. Dann wäre dieses Fragment als Bauernopfer zu klassifizieren und es würde bedeuten, dass Martens (1991) von Bernhardt (1986) ohne Kennzeichnung übernommen hat.

Sichter
Goalgetter

[2.] Ah/Fragment 150 12 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:05:30 Kybot
Ah, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Martens 1995, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith, Goalgetter, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 150, Zeilen: 12-27
Quelle: Martens 1995
Seite(n): 574, Zeilen: 24-31, 33-40
Die damit beschworene Gefahr einer unzulässigen Vermengung der unterschiedlichen Organbefugnisse von Vorstand und Aufsichtsrat ist allenfalls von theoretischer Bedeutung, in der Praxis jedoch ernsthaft nicht zu befürchten. Dies ergibt sich schon aus den ganz unterschiedlichen Interessenlagen, die die verschiedenen Tochtergesellschaften angesichts des ganz unterschiedlichen Wirtschaftspotentials aufweisen. Zudem bilden die verschiedenen im Konzernvorstand versammelten Stammesfürsten wegen der disparaten Interessenlagen kein "Kartell", das sich gegen die geschäftsführenden, d.h. hauptamtlichen Vorstandsmitglieder richtet [FN 694]. Außerdem ist auch das persönliche Profil dieser Stammesfürsten zu berücksichtigen, die jeweils mit der Leitung eigener, großer Konzernbereiche betraut sind. Deshalb ist vom Vorsitzenden des Konzernvorstands ein hohes Maß an Integrationskraft, aber auch Durchsetzungsvermögen zu verlangen; ansonsten ist eine gedeihliche und für den Konzern insgesamt erfolgreiche Zusammenarbeit kaum möglich [FN 695]. Folglich kann von einer Abhängigkeit des Vorstandsvorsitzenden gegenüber einzelnen Stammesfürsten also nicht die Rede sein.

[FN 694: Martens, ZHR 159 (1995), 567, 574; Streyl, Zur konzernrechtlichen Problematik von Vorstands-Doppelmandaten, S. 76 ff.]

[FN 695: Martens, ZHR 159 (1995), 567, 574; ders., in: Festschrift für Heinsius, S. 523, 540]

Die von den Kritikern dieses Doppelmandats-Modells immer wieder beschworene Gefahr einer unzulässigen Vermengung der unterschiedlichen Organbefugnisse von Vorstand und Aufsichtsrat [FN 13] ist allenfalls von theoretischer Bedeutung, in der Praxis jedoch ernsthaft nicht zu befürchten. Dazu ist schon auf die disparaten Interessenlagen der verschiedenen im Konzernvorstand versammelten Stammesfürsten hingewiesen worden. Diese bilden kein "Kartell", das sich gegen die geschäftsführenden, d.h. hauptamtlichen Vorstandsmitglieder richtet. [...] Zudem ist auch das persönliche Profil dieser Stammesfürsten zu berücksichtigen, die jeweils mit der Leitung eigener, großer Konzernbereiche betraut sind. Vom Vorsitzenden des Konzernvorstands wird deshalb ein hohes Maß an Integrationskraft, aber auch Durchsetzungsvermögen verlangt, andernfalls eine gedeihliche und für den Konzern ingesamt erfolgreiche Zusammenarbeit kaum möglich ist. Von einer Abhängigkeit des Vorstandsvorsitzenden gegenüber einzelnen Stammesfürsten kann also nicht die Rede sein.

[FN 13: Bernhardt, Handelsblatt v. 22.7.1986, S. 8; Hoffmann-Becking, ZHR 150 (1986), 570,573; v. Werder, DBW 49 (1989), 37, 39.]

Anmerkungen

Wörtliche Übernahme mit leichten Anpassungen, ohne Kenntlichmachung als Zitat. Quellenverweise sind vorhanden, aber sie machen für den Leser nicht deutlich, dass der gesamte Paragraph wörtlich von Martens (1995) übernommen wurde. Die zwei Fußnoten mit Quellenverweisen scheinen willkürlich positioniert zu sein. Tippfehler bei Martens: "ingesamt", bei Ah korrekt: "insgesamt".

Sichter
Goalgetter


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