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Ah/154

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Unternehmensführung und Unternehmenskontrolle unter besonderer Berücksichtigung der Gesamtverantwortung des Vorstands

von Arne Heller

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[1.] Ah/Fragment 154 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:05:48 Kybot
Ah, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Martens 1995, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith, Frangge, Goalgetter
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 154, Zeilen: 1-21
Quelle: Martens 1995
Seite(n): 571-572, Zeilen: 18-21, 24-36, 1-11
[In der Praxis trifft dies vor allem auf Finanzierungsgesellschaften zu, die die gesamten] Finanzierungsanlagen des Konzerns betreiben, und auf ausländische Gesellschaften, in denen sich die dortigen Aktivitäten des Konzerns bündeln [FN 712].

Der institutionelle Rahmen der Konzernkontrolle erschöpft sich allerdings nicht in der Wahrnehmung von Aufsichtsratsmandaten in den wichtigsten Tochtergesellschaften durch den Konzernvorstand. Eine effiziente Konzernkontrolle erfordert zusätzlich, daß die Vorstandsvorsitzenden der Töchtervorstände zugleich Mitglieder des Konzernvorstands sind. Durch diese Doppelmandate wird die Konzernkontrolle wesentlich erleichtert, weil die Vorstände der Tochtergesellschaften im Konzernvorstand in aller Offenheit und ohne jede Einschränkung über alle Angelegenheiten der von ihnen geleiteten Konzernbereiche zu berichten haben [FN 713]. Mit diesem „inquisitorischen" Kontrollverfahren wird nicht nur das Bewußtsein der gemeinsamen Konzernverantwortung, sondern werden auch die in den einzelnen Konzernunternehmen vorhandenen Egoismen gesteuert. Es ist zu bedenken, daß jeder wirtschaftliche Mißerfolg in einem einzelnen Konzernunternehmen nicht nur das Konzernstanding, sondern vor allem auch die von den übrigen Konzernunternehmen erwirtschaftete Verteilungsmasse schmälert. Ein Konzernunternehmen, das Kostgänger anderer Konzernunternehmen ist oder gar an deren Tropf hängt, ist nicht wohlgesonnen. Deshalb ist der Aufklärungsbedarf über die konkrete Wirtschaftssituation, ihre Ursachen sowie die erforderliche Therapie um so dringlicher [FN 714].


[FN 712: Martens, ZHR 159 (1995), 567, 570 f.]

[FN 713: Martens, ZHR 159 (1995), 567, 571 f.; Semler, in: Festschrift für Stiefel, S. 719, 724; Scheffler, Konzernmanagement, S. 27.]

[FN 714: Martens, ZHR 159 (1995), 567,572.]

Dazu sei beispielhaft auf Finanzierungsgesellschaften hingewiesen, die die gesamten Finanzierungsanlagen des Konzerns betreiben. Ebenso kontrollrelevant sind ausländische Gesellschaften, in denen sich die dortigen Aktivitäten des Konzerns bündeln.

[...]

Den institutionellen Rahmen der Konzernkontrolle bilden aber nicht nur die Aufsichtsräte der konzernabhängigen Gesellschaften, sondern auch und vor allem der Konzernvorstand selbst. [...] In den schon genannten Großkonzernen sind die Vorstandsvorsitzenden der Töchtervorstände zugleich Mitglieder des Konzernvorstands. [...] Zum anderen wird durch derartige Doppelmandate die Konzernkontrolle wesentlich erleichtert. Die Vorstände der Tochtergesellschaften haben im Konzernvorstand in aller Offenheit und ohne jede Einschränkung über alle Angelegenheiten der von ihnen geleiteten Konzernbereiche zu berichten. Das wesentliche Steuerungsmotiv eines solchen gleichsam inquisitorischen Kontrollverfahrens ist nicht nur das Bewußtsein der gemeinsamen Konzernverantwortung, sondern sind auch die in den einzelnen Konzernbereichen vorhandenen Egoismen. Jeder wirtschaftliche Mißerfolg in einem einzelnen Konzernbereich schmälert nicht nur das Konzernstanding, sondern vor allem die von den übrigen Konzernbereichen erwirtschaftete Verteilungsmasse. Ein Konzernbereich, der Kostgänger anderer Konzernbereiche ist oder gar an deren Tropf hängt, ist nicht wohlgelitten. Um so größer ist der Aufklärungsbedarf über die konkrete Wirtschaftssituation, ihre Ursachen sowie die erforderliche Therapie.

Anmerkungen

Wörtliche Übernahmen mit z.T. größeren Anpassungen. Ohne Kenntlichmachung der Zitate. Quellenverweise sind vorhanden, jedoch nicht ausreichend, so dass der Leser nicht darüber im Klaren ist, dass er hier Martens liest und nicht Ah.

Sichter
Goalgetter

[1.] Ah/Fragment 154 107
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 09:05:50 Kybot
Ah, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Martens 1991, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 154, Zeilen: 107-111
Quelle: Martens 1991
Seite(n): 532, Zeilen: 32
[FN 717] Besteht zwischen der Konzernholding und den konzernabhängigen Tochtergesellschaften nur ein faktisches Abhängigkeitsverhältnis, so haben sie in ihrer Rolle als Vorstandsvorsitzende der Tochtergesellschaft vordergründig deren Interessen zu berücksichtigen, die übergeordneten Konzerninteressen nur unter den Voraussetzungen der §§ 311 ff. AktG. Dazu vgl. Martens, in Festschrift für Heinsius, S. 523, 532 und Decher, Personelle Verflechtungen im Aktienkonzern, S. 127 ff. Besteht zwischen der Konzernholding und den konzernabhängigen Tochtergesellschaften [...] nur ein faktisches Abhängigkeitsverhältnis, so haben sie in ihrer Rolle als Vorstandsvorsitzende der Tochtergesellschaft primär deren Interesse zu berücksichtigen, die übergeordneten Konzerninteressen nur unter den Voraussetzungen der §§ 311 ff AktG [FN 16].

[FN 16: Zu diesem Interessenkonflikt ausführlich Decher (Fn. 5), S. 127 ff.]

Anmerkungen

Wörtliche Übernahme aus der Quelle ohne Kennzeichnung als Zitat – kleine Anpassungen und Kürzungen. Der Quellenverweis schließt eine wörtliche Übernahme aus ("Dazu vgl. Martens") und ist daher irreführend. Der zweite Quellenverweis auf Decher ist auch aus der Quelle übernommen.

Sichter
Frangge


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