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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klicken, Hindemith, MeisterEde, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 119, Zeilen: 26-36
Quelle: Hoffmann-Becking 1995
Seite(n): 336, Zeilen:
Das ist im Ergebnis richtig und hat - im Gegensatz zu der von Lutter entwickelten doppelspurigen Berichtspflicht - den Vorteil einer einheitlichen Berichterstattung. Dazu bedarf es aber keiner Analogie zu § 90 Abs. 1 S. 1 AktG. Schon in unmittelbarer Anwendung des § 90 Abs. 1 S. 1 AktG läßt sich nämlich ein sachgerechtes System der Konzernberichterstattung durch den Vorstand der Obergesellschaft entwickeln: Die nachgeordneten Konzerngesellschaften gehören zum Vermögen der Gesellschaft, für das der Vorstand Sorge zu tragen hat. Inwieweit der Vorstand in seinen regelmäßigen Berichten nach § 90 Abs. 1 S. 1 AktG auf die Situation der einzelnen nachgeordneten Konzerngesellschaften eingeht, hängt ausschließlich von der wirtschaftlichen Bedeutung dieser Gesellschaften für die Lage der Konzernobergesellschaft ab [556].

[556] Dazu Hoffmann-Becking, ZHR 159 (1995), 325, 334 ff.; Mertens, in: Kölner Kommentar zum AktG, § 90 Rdnr. 18; Wiesner, in: Münchener Handbuch des Gesellschaftsrechts, Bd. 4, Aktiengesellschaft, § 25 Rdnr. 14.

Das ist im Ergebnis richtig und hat - im Gegensatz zu der von Lutter entwickelten doppelspurigen Berichtspflicht

- den Vorteil einer einheitlichen Berichterstattung, aber dazu bedarf es keiner Analogie zu § 90 Abs. 1Satz 1AktG. Schon in unmittelbarer Anwendung des § 90 Abs. 1 Satz 1 AktG läßt sich ein sachgerechtes System der Konzernberichterstattung durch den Vorstand der Obergesellschaft entwickeln: Der Vorstand hat über das gesamte Unternehmen der Gesellschaft zu berichten. Er hat damit auch über nachgeordnete Konzerngesellschaften zu berichten, wenn und soweit deren Lage und Entwicklung von Belang ist, um ein wirtschaftlich zutreffendes Bild von der Lage der Konzernobergesellschaft zeichnen zu können.

Anmerkungen

Verschleierung mit abschließender Fußnote mit Erwähnung der Quelle, allerdings mit der der Bezeichnung der Quelle vorangestellten Bemerkung "Dazu:" (was auf weiterführende Ausführungen zum Thema und gerade nicht auf die Quelle eines wörtlichen Zitats schließen lässt), darüber hinaus mit falscher Seitenangabe und suggerierend (325, 334 ff.), dass hier ein längerer Abschnitt der Quelle genutzt und nicht ein Absatz auf Seite 336 direkt kopiert wurde. Auch verschleiernd, da ein Absatz von Hoffmann-Becking direkt übernommen wurde, Mertens und Wiesner aber zusätzlich in der Fußnote mit angegeben wurden. Hier eignet sich der Autor wieder eine Bewertung, eine gedankliche Auseinandersetzung der Quelle mit dem Stoff an.

Sichter
MeisterEde

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