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Analyseübersicht

Fragmente (Plagiat, gesichtet)

37 Fragmente

[1.] Analyse:As/Fragment 045 05 - Diskussion
Bearbeitet: 14. April 2012, 17:13 Hotznplotz
Erstellt: 31. December 2011, 15:50 (Hotznplotz)
As, BauernOpfer, Fend 1976, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hotznplotz, Hindemith, PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 045, Zeilen: 05-18, 20-22
Quelle: Fend 1976
Seite(n): 028; 029; 030, Zeilen: 25-26; 03-08, 12-17, 27-31; 01-02
Nach Durkheim lebt der Mensch durch Triebe ständig bedrängt von Natur aus in einem instabilen Zustand. Erst durch soziale Normen und Werte erfährt sein Streben Begrenzung und Zielsetzung und werden die Triebe und Wünsche der Mitglieder einer Gesellschaft in realisierbare Bahnen gelenkt. Die Reichweite möglicher Verhaltensweisen wird durch die moralische Ordnung als dem umfassenden System von Verboten und Geboten bestimmt. Die Gesamtheit der moralischen Regeln bildet eine Mauer, "an die viele Leidenschaften, Triebe und Bedürfnisse branden" [FN 2] und absterben. Bedürfnisbefriedigung wird dadurch nicht verhindert, sondern erfährt nach Durkheim erst in der Begrenzung des Strebens die Bedingung für die Möglichkeit der Befriedigung. Das zentrale Wertsystem [...] muß von den Gesellschaftsmitgliedern erlernt werden. Als "kollektives Gewissen" reguliert es dann das Verhalten des einzelnen.

[ [FN 2] Fend, Helmut: a.a.O., S. 29]

Der Mensch lebt nach Durkheim von Natur aus in einem unstabilen Zustand, in dem er von Trieben bedrängt wird. [...] [Seite 29]

Eine Begrenzung und Zielsetzung erfolgt aber durch soziale Normen und Werte. Durch sie werden die Triebe und Wünsche der Mitglieder einer Gesellschaft in realisierbare Bahnen gelenkt.

Eine moralische Ordnung ist für Durkheim ein umfassendes System von Verboten und Geboten. Ihr Ziel ist es, die Reichweite der möglichen Verhaltensweisen zu begrenzen. [...] Die Gesamtheit der moralischen Regeln bildet eine Mauer, an die viele Leidenschaften, Triebe und Bedürfnisse branden. An der Mauer sterben diese jedoch ab[FN 26]. Eine Befriedigung von Bedürfnissen und Wünschen wird dadurch aber nicht verhindert. Im Gegenteil: die Begrenzung des Strebens ist die Bedingung für die Möglichkeit der Befriedigung. [...]

Das zentrale Wertsystem einer Gesellschaft muß von ihren Mitgliedern gelernt werden. [...] Die Umwandlung des Individuums [...] erfolgt also nach Durk- [Seite 30] heim dadurch, daß ein Wertsystem gelernt wird, das in der Form eines "kollektiven Gewissens" das Verhalten der Einzelnen reguliert.

[ [FN 25] Vgl. u. a. Emile Durkheim: Moral Education. Translated by Everett K. Wilson and Herman Schnurer. Glencoe (Illinois) 1961, S. 42.

[FN 26] Vgl. ebenda, S. 42.]

Anmerkungen

Die Ausführungen zu Durkheim in diesem Fragment stammen fast vollständig aus Fend, obwohl nur ein Halbsatz als Zitat gekennzeichnet ist.

Sichter
Hindemith, PlagProf:-)

[2.] Analyse:As/Fragment 047 05 - Diskussion
Bearbeitet: 14. April 2012, 17:18 Hotznplotz
Erstellt: 31. December 2011, 18:14 (Hotznplotz)
As, BauernOpfer, Fend 1976, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hotznplotz, Hindemith, PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 047, Zeilen: 01-25
Quelle: Fend 1976
Seite(n): 030; 031; 032, Zeilen: 26-29; 01-20, 27-29; 01-04, 10-11
George Herbert Mead [FN 1] hat in seiner kognitiven Theorie [...] im Zusammenhang mit dem Werden des Menschen im sozialen Kontext die Frage nach der Entstehung von Selbstbewußtsein gestellt. Wesentliches Element menschlicher Sozialwerdung ist für ihn das Erlernen der Sprache, durch die Menschen in Interaktion treten können. Beim Sprechen sendet der Mensch Botschaften, die für Sender und Empfänger gleiche Bedeutung haben. Dadurch kann der Einzelne auf Aussagen anderer wie auf eigene gleichermaßen reagieren. Er kann sowohl Subjekt als auch Objekt von Aussagen sein. Diese Fähigkeit zur Reflexion ist nach Mead das kennzeichnende Merkmal des menschlichen "Selbst". Zu diesem Selbst gehört weiterhin ein "kognitives System von Regeln und Normen über erwünschte Verhaltensweisen in einer Gruppe" [FN 2], das zu erlernen ist. Bei diesem Lernprozeß spielt der "generalized other" eine entscheidende Rolle: Mead meint damit das System von Regeln und Normen, das das organisierte soziale Leben reguliert, den verallgemeinerten Standpunkt der Gruppe, von dem aus jedes Gruppenmitglied sich selbst und die Erwartungen der anderen sehen muß. Sozialisation wäre nach Meads Theorie also die Übernahme der im "generalized other" verankerten Erwartungen, wodurch das Selbst als Grundlage zur Beurteilung seines Verhaltens ein kognitives System von Verhaltensstandards erlernt. [FN 3]

[ [FN 1] Mead,George Herbert: Geist,Identität und Gesellschaft. Zürich und Stuttgart 21971.

[FN 2] Fend,Helmut: a.a.O. S. 31.

[FN 3] Als Forschungsgebiet taucht der Begriff Sozialisation fast gleichzeitig in Soziologie, Anthropologie und Psychologie auf. Vgl. dazu u.a.:
Danziger,Kurt: Sozialisation. Düsseldorf 1974.
Nunner-Winkler,Gertrud und Rolff,HansG.: Theorie der Sozialisation. In: Erziehungswissenschaftliches Handbuch. 3.Band. Teil 2. Hrsg.: Th. Ellwein und H.-H. Groothoff u.a. Berlin 1971. S. 177-201.
Walter,Hein (Hrsg): Sozialisationsforschung. 3 Bände. Stuttgart 1973-1975.
Wurzbacher,Gerhard (Hrsg.): Sozialisation und Personalisation. Stuttgart 31974.

Eine Einführung neueren Datums ist zu finden bei:
Helbig,Ludwig: Sozialisation. Frankfurt,Berlin,München 1979.]

G. H. Mead [...] hat [Seite 31] eine kognitive Theorie über das Werden des Menschen im sozialen Kontext aufgestellt. Er will die Frage beantworten, wie Selbstbewußtsein [...] entsteht.

Der Mensch wird zum sozialen Wesen durch das Lernen einer Sprache und eine Sprache lernt der Mensch in Interaktion mit anderen Menschen. Wenn der Mensch spricht, sendet er Botschaften aus, die für den Empfänger die gleiche Bedeutung haben wie für den Sender. Dadurch kann der Mensch auf die eigenen Aussagen auf die gleiche Weise reagieren, wie auf Aussagen anderer Menschen. [...] er kann sowohl Subjekt als auch Objekt von Aussagen sein. Diese Reflexivität ist das kennzeichnende Merkmal des menschlichen "Selbst". [...] Diese Selbst enthält unter anderem ein kognitives System von Regeln und Normen über erwünschte Verhaltensweisen in einer Gruppe.

Ein zentraler Begriff in der Theorie der Entstehung des Selbst ist der "generalized other". Mit diesem Ausdruck wird das System von Regeln und Normen bezeichnet, welches das organisierte soziale Leben reguliert. [...] Er muß sich selber vom verallgemeinerten Standpunkt der Gruppe aus sehen, er muß die Erwartungen aller Spieler kennen. [...]

[Seite 32] Hat sich dieser Prozeß vollzogen, dann enthält das Selbst ein kognitives System von Verhaltensstandards, das die Grundlage für die Beurteilung des eigenen Verhaltens bildet. [...] Die Übernahme des "generalized other" könnte als Prozeß der Sozialisierung bezeichnet werden.

Anmerkungen

Die Ausführungen über Mead werden fast vollständig aus Fend übernommen, obwohl nur eine einzelne Wortgruppe als Zitat kenntlich gemacht ist. Der Wortlaut ist oft identisch. Wo er abweicht, lässt er keine eigenständige Rezeption von Mead erkennen.

Sichter
Hindemith, PlagProf:-)

[3.] Analyse:As/Fragment 056 19 - Diskussion
Bearbeitet: 2. May 2012, 11:10 Bummelchen
Erstellt: 29. February 2012, 17:48 (Hotznplotz)
As, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel, Tröger 1974

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hotznplotz, Fiesh
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 056, Zeilen: 19-24, 112-113
Quelle: Tröger 1974
Seite(n): 094, Zeilen: 23-27
Samit rückt es in die Nähe der von Karl Jaspers als "Grundwissen" bezeichneten rationalen Grundpositionen der Person, ihrer Stellung zur Welt und zu sich selbst. Entscheidend für den einzelnen ist hierbei "nicht das Wissen, sondern was ihm dieses bedeutet, d.h. die Weise der Aneignung und damit der Wirkung des Wissens". [FN 3]

[FN 3] Jaspers,Karl: Allgemeine Psychopathologie. Berlin, Heidelberg 1948. S. 275.

Damit kommt das Gewissen in die Nähe dessen, was Karl Jaspers das "Grundwissen" eines Menschen nennt. Er meint damit die rationalen Grundpositionen der Person, ihre Stellung zur Welt und zu sich selbst. Entscheidend für den einzelnen ist hier "nicht das Wissen, sondern was ihm dieses bedeutet, d. h. die Weise der Aneignung, und damit der Wirkung des Wissens" (1948, S. 275).
Anmerkungen

Im dem Fragment vorangehenden Satz referenziert die Verfasserin Tröger (1974), S. 93. Dass sie danach noch von S. 94 von diesem übernimmt, macht sie jedoch nicht kenntlich. Bei Jaspers selbst finden sich die Ausdrücke "rationale Grundpositionen" und "Stellung zur Welt" der Person nicht.

Sichter
fiesh, Bummelchen

[4.] Analyse:As/Fragment 075 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 08:54 Kybot
Erstellt: 21. March 2012, 23:33 (Hotznplotz)
As, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel, Stadter 1970, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Hindemith, PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 075, Zeilen: 01-04, 101-106
Quelle: Stadter 1970
Seite(n): 048; 049, Zeilen: 24-29, 33-36; 01-03
Indem Eros und Thanatos in enger Verbindung existieren, gelingt es Eros, den aggressiven Triebanteil zu binden und durch Neutralisierung ihn an der Auswirkung seiner destruktiven Tendenz zumindest partiell zu hindern. [FN 1]

[FN 1] Katastrophale Folgen entstehen, wenn die Legierung der beiden Triebanteile zerfällt und die positive Kraft die negative nicht mehr binden kann. Dieser Sachverhalt wird am Beispiel des Triebmörders deutlich: Die seelischen Komponenten fallen auseinander, Liebesgenuß und Mordimpuls treten gleichermaßen, aber getrennt voneinander auf.

[Seite 48, Z. 24-29]

Die beiden gegeneinander verlaufenden Triebe – Liebe und Aggression – sind normalerweise 'legiert'. Sie existieren in enger Verbindung miteinander. So gelingt es dem Eros, den aggressiven Triebanteil zu 'binden', zu 'neutralisieren' und damit an der Auswirkung seiner negativen Tendenz wenigstens partiell zu hindern.

[Seite 48, Z. 33-36 u. Seite 49, Z. 1-3]

Katastrophale Folgen entstehen, wenn die Legierung der beiden Triebanteile zerfällt, wenn sie sich 'entmischen' und die positive Kraft die negative nicht mehr zu 'binden' vermag. Diesen Sachverhalt demonstriert der Triebmörder. Die seeli- [Seite 49] schen Komponenten fallen auseinander, so daß Liebesgenuß und Mordimpuls gleichermaßen, aber isoliert zum Zuge kommen.

Anmerkungen

Ein Teil der Übernahme wird in [FN 1] ausgegliedert. Die Verfasserin übernimmt von Stadter dessen erläuternde Zusammenfassung einer Lehre von Freud, ohne Stadter in der Arbeit zu erwähnen.

Sichter
Hindemith PlagProf:-)

[5.] Analyse:As/Fragment 075 07 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 08:54 Kybot
Erstellt: 21. March 2012, 22:56 (Hotznplotz)
As, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel, Stadter 1970, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Hindemith, PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 075, Zeilen: 06-18
Quelle: Stadter 1970
Seite(n): 049, Zeilen: 09-22
[... der Aggressionstrieb.] Da Freuds Gewissenslehre damit zusammenhängt, bedarf er kurzer Erläuterung: Die Grundthematik des Lebens impliziert den Antagonismus von Schaffen und Zerstören. An sich würde danach menschliches Leben so ablaufen, daß die lebendige Substanz einerseits aufbaut und Bestand haben will, andererseits rückläufig der Auflösung und Selbstzerstörung zustrebt.

Nun wendet der Organismus im Interesse der Selbsterhaltung den schädlichen Trieb nach außen ab, der dann als auf die Mitwelt gerichtete Destruktionsneigung erscheint. Da aber die Welt darauf wiederum mit Rache und Aggression antwortet, ist das Individuum erneut gefährdet und richtet den Triebimpuls wieder nach innen.

Freuds Theorie des Aggressionstriebs bedarf näherer Erläuterung, da seine Gewissenslehre mit ihr verquickt ist. Die Grundthematik des Lebens impliziert den Antagonismus von Schaffen und Zerstören. An sich würde die Bewegung so verlaufen: Die lebendige Substanz baut sich einerseits auf und will Bestand haben, anderseits strebt sie rückläufig der Auflösung und Selbstzerstörung zu. Im Interesse der Selbsterhaltung wendet jedoch der Organismus den schädlichen Trieb nach außen ab. Und so erscheint er [...] als auf die Mitwelt gerichtete Destruktionsneigung. Aber auch diese Manipulation gefährdet das Individuum, denn die Welt reagiert ihrerseits mit Rache und Aggression. Daher bleibt nichts anderes übrig, als den Triebimpuls wieder nach innen zu richten.
Anmerkungen

Die Quelle wird in der ganzen Arbeit nicht erwähnt. Stadters Interpretation von Freud erscheint so als eigene Interpreation der Verfasserin. Auch vom Wortlaut wird viel übernommen.

Sichter
Hindemith PlagProf:-)

[6.] Analyse:As/Fragment 079 05 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 08:54 Kybot
Erstellt: 8. January 2012, 17:37 (Hotznplotz)
As, Fragment, Gesichtet, Oser 1976, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Graf Isolan, Fiesh
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 79, Zeilen: 4-8, 11-14
Quelle: Oser 1976
Seite(n): 262, Zeilen: 7-10, 12-14
Am Ich hängt das Bewußtsein, es steuert die Zugänge zur Motilität, es gewährleistet die Verbindung von Sach- und Wortvorstellungen. Das Verhältnis von Es und Ich beschreibt Freud mit dem Bild vom Ross und dem Reiter: [...] Oft müsse der Reiter das Ross dorthin führen, wohin es wolle, "so pflegt auch das Ich den Willen des Es in Handlung umzusetzen, als ob es der eigene wäre"[FN 1]

[FN 1]: ders.: Ges. Werke. Bd. XIII. S. 253.

Folgende Komponenten sind dem Ich ferner hinzuzuschreiben: Das Bewusstsein hängt daran, es steuert die Zugänge zur Motilität, die Verbindung von Sach- und Wortvorstellung ist durch das Ich gewährleistet [...].

Freud vergleicht das Ich mit dem Reiter eines Pferdes, das im Idealfall das Ross dahin führen müsse, wohin es selbst gehen wolle,[FN 2] oder mit anderen Worten, das Ich müsse das Wollen des Es in Handlung umsetzen.

[FN 2] S. Freud: a.a.O., S.253.

Anmerkungen

Die Auslassung bei As betrifft einen Satz von Freud, der korrekt zitiert wird und das von Oser (1976) angedeutete Zitat ergänzt. Kein Hinweis auf die Quelle Oser (1976), obwohl die Argumentations- und Zitationsstruktur deutlich der oserschen nachgebildet ist.

Sichter
(Graf Isolan) fiesh

[7.] Analyse:As/Fragment 082 110 - Diskussion
Bearbeitet: 14. April 2012, 17:22 Hotznplotz
Erstellt: 24. February 2012, 10:14 (Hotznplotz)
As, Fragment, Gesichtet, Häfner 1959, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Hindemith, Fiesh
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 082, Zeilen: 110-128
Quelle: Häfner 1959
Seite(n): 701; 702, Zeilen: 37-47; 01-06
[FN 2] Neben der beschriebenen ontogenetischen Gewissenstheorie gibt Freud auch eine phylogenetische Begründung des Gewissens, die allerdings nur historischen Wert hat. Dazu konstruiert er die Geschichte vom Mord am Vater der Urhorde: Der Vater soll ursprünglich den Besitz aller Frauen beansprucht haben. Aus Haß, der durch dauernden Triebverzicht immer wieder neu verstärkt wurde, töteten die Söhne den Vater. Diese Tat hatte nicht den unbewußt erwarteten Erfolg, weil keiner sich an die Stelle des Vaters setzen konnte.

Freud meint nun, nach der Verwirklichung der Haßbestrebungen sei es zum Wiederauftauchen der unbefriedigten Zärtlichkeitsregungen gegenüber dem ermordeten Vater gekommen. Trauer, Reue und Sehnsucht hatten Schuldgefühle als Urform der Gewissensregung zur Folge. So soll aus dem Ambivalenzkonflikt der Söhne das erste sittliche Gebot "Du sollst nicht töten" entstanden sein. Die Entwicklung weiterer Gebote ist nach Freud auf den fortschreitenden Verzicht der Triebbefriedigung unter dem Druck der Realität zu verstehen [(vgl. dazu: Totem und Tabu. In: Ges. Werke. Band IX. London 41968. S. 171ff)].

Von dieser ontogenetischen Gewissenstheorie ausgehend, gab FREUD auch eine phylogenetische Begründung für das Auftreten der Sittlichkeit beim Menschen. Aus einer Ära aktiver ethnologischer Forschung heraus [...] konstruierte FREUD die Geschichte vom Mord am Vater der Urhorde. Ursprünglich soll der Vater den Besitz aller Frauen beansprucht haben. Die Söhne schritten aus ihrem vom Triebverzicht gespeisten Haß zum Vatermord. Doch hatte diese Tat nicht den unbewußt erwarteten Erfolg, denn keiner konnte sich an die Stelle des Vaters setzen. [...] FREUD meint, nach der Verwirklichung der Haßstrebungen sei es zum Wiederauftauchen der unbefriedigten Zärtlichkeitsregungen gegenüber dem ermordeten [Seite 702] Vater gekommen, was Trauer und Reue zur Folge gehabt habe. So soll aus dem Ambivalenzkonflikt der Söhne [...] das erste sittliche Gebot "Du sollst nicht töten" hervorgegangen sein. Die weitere Entwicklung der Sittlichkeit stellt sich FREUD als einen fortschreitenden Verzicht auf Triebbefriedigung unter dem Druck der Realität vor. In der gegenwärtigen Psychoanalyse spielt diese phylogenetische Hypothese eine untergeordnete Rolle [...].
Anmerkungen

Die Verfasserin gibt Freuds berühmte Schrift Totem und Tabu zum Vergleich an. Tatsächlich übernimmt sie den Text aber mit leichten Anpassungen aus Häfner (1959) und ergänzt lediglich die Quelle. Der letzte Satz aus der Quelle wird hierbei sinngemäß im ersten Satz von [FN 2] verwendet. Bei Freud selbst finden sich die zusammenfassenden, kompakten Ausführungen Häfners in dieser Form nicht.

Sichter
Hindemith fiesh

[8.] Analyse:As/Fragment 083 04 - Diskussion
Bearbeitet: 9. April 2012, 20:58 Kybot
Erstellt: 24. February 2012, 10:55 (Hotznplotz)
As, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Häfner 1959, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hotznplotz, Hindemith, Fiesh
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 083, Zeilen: 04-28
Quelle: Häfner 1959
Seite(n): 702, Zeilen: 28-41; 45-47
In jeder Erziehung enstehen nach Freud durch die Versagung von Bedürfnisbefriedigungen ursprünglich gegen die Eltern gerichtete,aggressive Impulse. Durch die Introjektion des Elternimago kommt es zu einer Rückwendung der Aggressionen gegen das eigene Ich. Immer gilt das Prinzip, daß Triebe, denen eine äußere Befriedigung versagt ist, sich innerhalb des

Organismus auswirken.

Wie stark sich nun die Aggression gegen das eigene Ich auswirkt, wie hart und unerbittlich das Über-Ich wird, hängt einmal ab von der Moralität der introjizierten Elterninstanz und zum anderen von der Strenge der äußeren Autorität und der Stärke der libidinösen Objektbeziehung in der Ödipussituation. Je intensiver die libidinöse Bindung war und je schneller sie unter dem Einfluß der elterlichen Autorität verdrängt wird, umso strenger wird das Über-Ich über das Ich walten.

Ein besonders strenges Über-Ich kann nach Freud auch dann entstehen, wenn zwar die Erziehung relativ mild verläuft, die Eltern selbst aber ein übermäßig hartes, unduldsames Über-Ich haben, das vom Kind introjiziert wird.

Ein überstrenges Über-Ich führt zu "einer starren, anpassungsbehinderten Haltung gegenüber der Außenwelt, zu Triebhemmungen, Triebangst, ständigen Schuldgefühlen und zu einer fortwährenden Unterdrückung und Entmutigung des Ich" [FN 1].

[ [FN 1] Häfner,Heinz: Das Gewissen in der Neurose. In: Handbuch der Neurosenlehre und Psychotherapie. Hrsg.: Viktor E. Frankl u.a. Bd. II. München 1959. S. 692 - 726. hier: S. 702.]

In jeder Erziehung entstehen durch die Versagung primitiver Bedürfnisse

ursprünglich gegen die Eltern gerichtete, aggressive Impulse. Mit der Introjektion der Elternimago kommt es aber zu einer Rückwendung der Aggressivität gegen das Ich, denn auch hier gilt das Prinzip, daß Triebe, denen eine äußere Befriedigung versagt ist, sich innerhalb des Organismus auswirken. Verbunden mit der Moralität der introjizierten Elterninstanz tragen sie zur Entstehung eines harten, grausamen Über-Ich bei. Vor allem aber ist die Härte des Über-Ich auf die Strenge der äußeren Autorität und die Stärke der libidinösen Objektbeziehung in der Ödipussituation zurückzuführen [...]. Je intensiver die libidinöse Bindung an die Eltern war und je schneller unter dem Einfluß der elterlichen Autorität ihre Verdrängung erfolgte, um so strenger wird das Über-Ich als Gewissen über das Ich herrschen. Doch kann nach der Meinung FREUDs auch ein strenges Über-Ich zustande kommen, wenn die Erziehung relativ mild verlief, dann nämlich, wenn die Eltern selbst ein übermäßig hartes, unduldsames Über-Ich hatten, das vom Kinde introjiziert wurde.

[...] Grundsätzlich führt ein überstrenges Über-Ich zu einer starren, anpassungsbehinderten Haltung gegenüber der Außenwelt, zu Triebhemmungen, Triebangst, ständigen Schuldgefühlen und zu einer fortwährenden Unterdrückung und Entmutigung des Ich.

Anmerkungen

Die Verfasserin verweist lediglich für ein wörtliches Zitat am Ende der Seite auf Häfner. Tatsächlich übernimmt sie aber an dieser Stelle ihre gesamten Ausführungen von diesem. Insbesondere suggeriert auch die zweimalige Verwendung des Ausdrucks "nach Freud", es habe hier eine eigene Rezeption von Freud stattgefunden.

Sichter
Hindemith fiesh

[9.] Analyse:As/Fragment 091 16 - Diskussion
Bearbeitet: 9. April 2012, 20:58 Kybot
Erstellt: 10. January 2012, 13:19 (Hotznplotz)
As, Baumhauer 1970, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Klicken, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 091, Zeilen: 15-30
Quelle: Baumhauer 1970
Seite(n): 078; 079, Zeilen: 39-40; 01-02, 23-36
Die Gemeinschaft kommt nach Adler dem, was man eine absolute Wahrheit nennt am nächsten. Sie ist der Maßstab, an dem der einzelne sich messen lassen muß. "Ein Idealbild, nach dem wir den Einzelnen messen, kommt nur unter Berücksichtigung seines Wertes, seines Nutzens für die Allgemeinheit zustande. Womit wir den einzelnen vergleichen, ist das Idealbild eines Gemeinschaftsmenschen ... eines Menschen, der das Gemeinschaftsgefühl so weit in sich entwickelt hat, daß er ... die Spielregeln der menschlichen Gemeinschaft befolgt" [FN 3].

So steht der Mensch immer schon in einem Spannungsverhältnis zwischen Minderwertigkeits- und Gemeinschaftsgefühl: das Gefühl der Schwäche und Minderwertigkeit läßt ihn auf die Gemeinschaft angewiesen sein; gleichzeitig treibt es ihn aber auch durch das entstehende Überlegenheitsstreben wieder aus der Gemeinschaft heraus.

[ [FN 1] Adler,Alfred: Menschenkenntnis. S. 21.

[...]

[FN 3] Adler,Alfred: a.a.O. S. 23/24.]

"Es gibt keine absolute Wahrheit, was aber einer solchen noch am nächsten kommt, ist die Gemeinschaft." [Seite 79] Die Gemeinschaft ist also der Maßstab, mit dem — nach Adler — sich der einzelne messen lassen muß: "[...] Ein Idealbild, nach dem wir den einzelnen messen, kommt nur unter Berücksichtigung seines Wertes, seines Nutzens für die Allgemeinheit zustande. Womit wir den einzelnen vergleichen, ist das Idealbild eines Gemeinschaftsmenschen, [...] eines Menschen, der das Gemeinschaftsgefühl so weit in sich entwickelt hat, daß er ... 'die Spielregeln der menschlichen Gesellschaft befolgt'."

So steht der Mensch von Anfang an im Spannungsverhältnis zwischen Minderwertigkeitsgefühl und Gemeinschaftsgefühl: das Minderwertigkeitsgefühl, das den Menschen zur Gemeinschaft zwingt, treibt ihn zugleich aus der Gemeinschaft hinaus, indem es ihn zum Verlangen nach Überlegenheit reizt.

Anmerkungen

Die Verf. ergänzt lediglich die Seitenzahl bei dem Zitat. Auf S. 78 oben gibt Baumhauer an, dass er im Folgenden aus Adlers "Menschenkenntnis" zitiert. Nach dem durch Anführungszeichen gekennzeichneten Zitat folgen umformuliert die gleichen Ausführungen, wie in der Quelle.

Sichter
Klicken (PlagKat) Hindemith

[10.] Analyse:As/Fragment 092 07 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 08:55 Kybot
Erstellt: 15. January 2012, 14:51 (Hotznplotz)
As, Fragment, Gesichtet, Nowak 1978, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, 213.102.93.254, Hindemith, Fiesh
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 092, Zeilen: 07-13, 101-108
Quelle: Nowak 1978
Seite(n): 031; 032, Zeilen: 30-33; 01-10, 101
Bestimmend für die Genese eines Menschen sind nach Adler nicht Erbanalgen [sic], sondern Milieufaktoren. Aus den Erfahrungen persönlicher Erlebnisse nimmt das Geltungsstreben eine persönliche Fassung an, die als individueller Lebensstil bezeichnet wird. Er umfaßt neben dem Lebensziel auch die Meinung des Individuums über sich und die Welt und seinen persönlichen Weg, in seiner besonderen Situation zu seinem Ziel zu streben. [FN 1]

[FN 1] "Der Lebensstil wird verschiedentlich gleichgesetzt mit dem Ich, der einem Menschen eigenen Persönlichkeit, der Einheit der Persönlichkeit, der individuellen Form der schöpferischen Aktivität, der Methode, Problemen ins Auge zu sehen, der Meinung von sich selbst und den Lebensproblemen, der ganzen Einstellung zum Leben und anderen" (Ansbacher,Heinz L. (Hrsg.): Alfred Adlers Individualpsychologie. München 1972. S.175)

Die wichtigsten Faktoren, die die Geschichte eines Menschen realisieren, liegen nicht in der Erbanlage, sondern sind die Milieufaktoren [...]. Im Rahmen der persönlichen Erlebnisse nimmt das Geltungsstreben eine strenge persönliche Fassung an. [Seite 32] Sie besteht im individuellen [...] Lebensstil. Der Lebensstil umfaßt außer dem Ziel auch die Meinung des Individuums von sich und der Welt, wie auch seinen einzigartigen Weg, in seiner besonderen Situation nach seinem Ziel zu streben. [...] "Der Lebensstil wird verschiedentlich gleichgesetzt mit dem Ich, der einem Menschen eigenen Persönlichkeit, der Einheit der Persönlichkeit, der individuellen Form der schöpferischen Aktivität, der Methode, Problemen ins Auge zu sehen, der Meinung von sich selbst und den Lebensproblemen, der ganzen Einstellung zum Leben, und anderen"[FN 52].

[FN 52] H. L. u. R. R. Ansbacher, Alfred Adlers Individualpsychologie, München 1972, S. 175.

Anmerkungen

Bei Ansbacher finden sich hinter den Elementen der Aufzählung noch Literaturreferenzen in Klammern (sodass es bei ihm z.B. heißt: der einem Menschen eigenen Persönlichkeit (1931a, S. 200)), die sowohl bei Nowak als auch bei der Verfasserin ohne Kenntlichmachung ausgelassen werden. Der vor [FN 1] stehende Fließtext findet sich zudem bei Ansbacher in keiner Weise.

Sichter
Hindemith fiesh

[11.] Analyse:As/Fragment 095 102 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 08:55 Kybot
Erstellt: 20. March 2012, 07:47 (Hotznplotz)
As, BauernOpfer, Fragment, Fromm 1978, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hotznplotz, Hindemith, Fiesh
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 095, Zeilen: 102-113
Quelle: Fromm 1978
Seite(n): 021; 022; 023, Zeilen: 25-27; 01-02; 11-23
[FN 3] In der autoritären Ethik stellt eine Autorität Gebote und Normen der Lebensführung auf und bestimmt, was gut und böse ist. In der humanistischen Ethik dagegen ist der Mensch zugleich Normgeber und Adressat der Normen. Autoritäre und humanistische Ethik unterscheiden sich durch ein formales und ein materiales Kriterium: Formal streitet die autoritäre Ethik dem Menschen die Fähigkeit zur Unterscheidung von gut und böse ab. Normgeber ist immer eine Autorität, die das Individuum transzendiert. Inhaltlich wird in der autoritären Ethik die Frage nach gut und böse vom Standpunkt des Nutzens für die Autorität beantwortet [(vgl. dazu: ebd. S. 21-27)]. [Seite 21, Z. 25-27 u. Seite 22, Z. 1-2]

In der autoritären Ethik bestimmt eine Autorität, was für den Menschen gut ist. Sie stellt die Gebote und Normen der Lebensführung auf. In der humanistischen Ethik dagegen [Seite 22] ist der Mensch zugleich Normgeber und Gegenstand der Normen [...].

[Seite 23, Z. 11-23]

Autoritäre Ethik unterscheidet sich von humanistischer Ethik durch zwei Kriterien, ein formales und ein materiales. Formal streitet die autoritäre Ethik dem Menschen die Fähigkeit ab, zu wissen, was gut und was böse ist. Der Normgeber ist stets eine Autorität, die das Individuum transzendiert. [...] Materialiter (oder inhaltlich) beantwortet die autoritäre Ethik die Frage nach Gut und Böse primär vom Standpunkt des Nutzens für die Autorität [...].

Anmerkungen

Die Verfasserin gibt hier zum Vergleich ein Unterkapitel von Fromms Psychoanalyse und Ethik an, übernimmt aber mit nur leichten Veränderungen einige Sätze aus diesem, ohne selbst den Inhalt wiederzugeben. Der Leser muss in diesem Kontext davon ausgehen, dass es sich um eigene Worte handelt.

Sichter
Hindemith fiesh

[12.] Analyse:As/Fragment 106 02 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 20:19 Kybot
Erstellt: 10. January 2012, 00:22 (Graf Isolan)
As, Fragment, Gesichtet, Oser 1976, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Hotznplotz, Fiesh
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 106, Zeilen: 02-07
Quelle: Oser 1976
Seite(n): 281; 282, Zeilen: 32-33; 01-05
Jung nennt diese Archetypen von jeher vorhandene "pattern of behavior". Er meint damit Motive, die in Mythen und Märchen, Träumen und Delirien mit besonders bildhaftem Gefühlston immer wieder erscheinen. Es sind schwer interpretierbare Zeichen, die die Herkunft und psychische Mächtigkeit des kollektiven Unbewußten manifestieren. Was aber bedeutet nun Archetypus in diesem Zusammenhang? Jung bezeichnet ihn als ein von jeher vorhandenes "pattern of behaviour" [...] [Seite 282] [...]. Es sind Motive gemeint, die in Mythen und Märchen, Träumen und Delirien mit besonders bildhaftem Gefühlston immer wieder aufscheinen. [...] Sie sind schwer interpretierbare Zeichen, welche die Herkunft und psychische Mächtigkeit des kollektiven Unbewussten manifestieren.
Anmerkungen

Die Verfasserin gibt hier keine Quelle an. Wenn man allerdings Oser (1976) kennt, weiß man auch, warum sie den ersten Satz derart eigentümlich formuliert.

Sichter
Hotznplotz fiesh

[13.] Analyse:As/Fragment 107 08 - Diskussion
Bearbeitet: 14. April 2012, 17:32 Hotznplotz
Erstellt: 16. January 2012, 07:57 (Hotznplotz)
As, Fragment, Gesichtet, Nowak 1978, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Hindemith, Fiesh
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 107, Zeilen: 07-15
Quelle: Nowak 1978
Seite(n): 039, Zeilen: 17-23
Von daher unterscheidet Jung das moralische vom ethischen Gewissen. Während im moralischen Gewissen Forderungen des Sittenkodex' zum Ausdruck kommen, er somit dem Freudschen Über-Ich enspricht, bezeichnet das ethische Gewissen eine unmittelbare Funktion des Selbst. Darin wird der Mensch gegenüber archetypischen Konstellationen aufgefordert, aus freier Entscheidung Stellung zu nehmen und so seine Individuation zu vollziehen, bzw. seiner unvertretbaren Bestimmung zu entsprechen. Jung unterscheidet zwischen einer "moralischen" und "ethischen" Form des Gewissens. Erstere entspricht dem Freudschen Über-Ich, es ist ein "moralischer" Gewissensspruch. Die "ethische" Form des Gewissens ist eine unmittelbare Funktion des Selbst, das den Menschen gegenüber bestimmten archetypischen Konstellationen auffordert, aus freier Entscheidung Stellung zu nehmen und so seine Individuation zu vollziehen, seiner unvertretbaren Bestimmung zu entsprechen[FN 88].

[ [FN 88] Vgl. R. Bock, Individuation als Integration des Bösen (Eine Untersuchung in der Sicht der Grundhypothesen von C. G. Jungs Komplexer Psychologie), Dissertation Salzburg 1970, S. 123—124 (hektographiert).]

Anmerkungen

Keine Quellenangabe – trotzdem werden Inhalt und einige Formulierungen übernommen.

Sichter
Hindemith, fiesh

[14.] Analyse:As/Fragment 113 10 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 08:55 Kybot
Erstellt: 15. January 2012, 15:48 (Hotznplotz)
As, Fragment, Gesichtet, Nowak 1978, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 113, Zeilen: 09-30, 102-109
Quelle: Nowak 1978
Seite(n): 047; 048, Zeilen: 19-20, 119-120; 03-19, 101-104
Entwicklung meint, "durch Widerspruch und unzählige Versuche überzugehen zu höheren, differenzierteren Formen."[FN 2] Der ontogenetische Prozeß der Personalisation zielt darauf, daß die Person im Laufe ihrer Entwicklung weniger determiniert und weniger heteronom wird. Man muß den Menschen auf jeder Stufe der Entwicklung als Person verstehen, gleichzeitig besteht aber die Aufgabe des Menschen darin, immer mehr Person zu werden, denn "die Person ist nicht die Summe eines abstrakten Individuums und einer ebenso abstrakten statischen Umwelt, sondern die Person ist ein sich wahrscheinlich quantenhaft ausdehnendes einheitliches Wirkfeld." [FN 3]

Caruso bezeichnet die Person schließlich als "ein inkommunikables Gestaltungsprinzip, das sowohl ein Optimum an Individuation innerhalb der Spezies als auch an Beziehungen zum Du, zu sich selbst, zur Welt darstellt." [FN 4] Ein stets Bewußtwerden der Entfremdung von Natur und Welt bildet den Weg der Befreiung, der Personalisation.

Insofern ist dieser Prozeß ein dialektischer: "Die Person steht im Brennpunkt dieser zwei Polarisierungen, die Gleichgewicht suchen, indem sie sich widersprechen und dadurch die Dialektik der Personalisation ermöglichen." [FN 5]

[FN 2] Caruso,Igor A.: Der Vorstoß ins Weltall als psycholo­gisches Problem. In: Der Psychologe. 11 (1960). Heft 12. S. 466.

[FN 3] ders.: Person und Symbol. In: Jahrbuch für Psychologie und Psychotherapie. 2/3 (1955). S. 124.

[FN 4] ders.(und Mitarbeiter): Bios,Psyche und Person. S. 420.

[FN 5] ders.: Soziale Aspekte der Psychoanalyse. Stuttgart 1962. S. 56.

Die Entwicklung bedeutet "durch Widerspruch und unzäh­lige Versuche überzugehen zu höheren, differenzierteren Formen"[FN 129]. [...] [Seite 48] [...]

Der ontogenetische Prozeß beruht darauf, daß die Person mit der Zeit weniger determiniert und weniger heteronom ist. Den Menschen muß man auf jeder Stufe der Evo­lution als Person verstehen, aber seine Aufgabe ist, immer mehr Person zu werden, denn "die Person ist nicht die Summe eines abstrakten Indi­viduums und einer ebenso abstrakten statischen Umwelt, sondern die Person ist ein sich wahrscheinlich quantenhaft ausdehnendes einheitliches Wirkfeld"[FN 131]. Schließlich bezeichnet Caruso die Person als "ein inkommunikables Gestaltungsprinzip, das sowohl ein Optimum an Individuation innerhalb der Spezies als auch an Beziehungen zum Du, zu sich selbst, zur Welt darstellt"[FN 132]. Der Mensch [...] ist von der Natur und von der Welt [...] ent­fremdet; er hat ein stetes Bewußtwerden der Entfremdung, die zugleich ein Weg der Befreiung, der Personalisation, ist. "Die Person steht im Brennpunkt dieser zwei Polarisierungen, die Gleichgewicht suchen, indem sie sich widersprechen und dadurch die Dialektik der Personalisation ermöglichen"[FN 133].

[FN 129] I. A. Caruso, Der Vorstoß ins Weltall als psychologisches Problem, in: "Der Psycho­loge" 12, 11 (1960), S. 466. [...]

[FN 131] I. A. Caruso, Person und Symbol, in: "Jahrbuch für Psychologie und Psychothera­pie", 2/3 (1955), S. 124.

[FN 132] I. A. Caruso, Bios, Psyche, Person. S. 420.

[FN 133] I. A. Caruso, Soziale Aspekte der Psychoanalyse, S. 56. [...]

Anmerkungen

Die Verfasserin übernimmt gut zwei Drittel der Seite mitsamt vier Literaturreferenzen.

Sichter
Hotznplotz Hindemith

[15.] Analyse:As/Fragment 115 18 - Diskussion
Bearbeitet: 14. April 2012, 17:38 Hotznplotz
Erstellt: 14. January 2012, 19:41 (Bummelchen)
As, Fragment, Gesichtet, Nowak 1978, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen, Hotznplotz, Hindemith, Fiesh
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 115, Zeilen: 08-23, 105-108
Quelle: Nowak 1978
Seite(n): 051; 069; 070, Zeilen: 39-42; 33-37, 103; 12-13, 16-21
Ihr Ziel ist es, das Über-Ich zu überwinden und zur Selbstbestimmung zu finden. Der existenzielle Drang des Menschen zu Freiheit und Selbstbestimmung zu kommen und über das eigene Leben und seine Gestaltung bestimmen zu können, entspricht einer Stufe zum personalen Gewissen. "Eine normale, gesunde Persönlichkeitsentwicklung ist dadurch gekennzeichnet, daß allmählich an die Stelle des in der Kindheit anerzogenen Über-Ichs das tritt, was wir mit Caruso als "personales Gewissen" bezeichnen. [FN 2]

Dieses personale Gewissen ist nicht statisch, sondern dynamisch in der Weise, als es ermöglicht, gegebene Möglichkeiten zu prüfen, sich auseinanderzusetzen, ohne Zwang und Ängstlichkeit Verantwortung auf sich zu nehmen, "denn Moral im Werden ist doppeldeutig, ambivalent; verwirklichte Moral ist höchste Ordnung in Freiheit." [FN 3]

[ [FN 2] Nowak,Antoni J.: a.a.O. S. 51.]

[FN 3] Caruso,Igor A.: Schema,Gewissen und Neurose. In: Frankl,Viktor u.a. (Hrsg.): Handbuch der Neurosen­lehre und Psychotherapie. München 1959. Band II. S. 727-732. hier: S. 730.

[Seite 70, Z. 12-13]

In der Entwicklungsphase der Jugend versucht der Mensch das Über-Ich zu überwinden, seine Selbstbestimmung zu finden.

[Seite 70, Z. 16-21]

Es ist doch ein existentieller Wunsch des Menschen, frei zu sein [...] und [...] über das eigene Leben und seine Gestaltung bestimmen zu können. Dast [sic] ist der existentielle Drang zur Selbstbestimmung, die zugleich eine Stufe zum personalen Gewissen darstellt.

[Seite 51, Z. 39-42]

Eine normale, gesunde Persönlichkeitsentwicklung ist dadurch gekennzeichnet, daß allmählich an die Stelle des in der Kindheit anerzogenen Über-Ichs das tritt, was wir mit Caruso als "personales Gewissen" bezeichnen.

[Seite 69, Z. 33-37]

Das personale Gewissen ist nicht starr, es ist elastisch im Sinne einer gegebenen Möglichkeit, zu prüfen, sich auseinanderzusetzen, hat nichts mit einem Zwang zu tun, ist nicht ängstlich, ist reif geworden, die Ver­antwortung auf sich zu nehmen, denn "Moral im Werden ist doppeldeu­tig, ambivalent, verwirklichte Moral ist höchste Ordnung in Freiheit"[FN 55].

[Seite 69, Z. 103]

[ [FN 53] I. A. Caruso, Schema Gewissen und Neurose, a. a. O., S. 727.
[...]]
[FN 55] A. a. O., S. 730.

Anmerkungen

Die Verfasserin übernimmt vor dem Zitat auf S. 51 ebenfalls von S. 70 und danach von S. 69 – mitsamt einer Referenz auf Caruso – von Nowak, ohne dies kenntlich zu machen. Die dem wörtlichen Caruso-Zitat vorangehende Einleitung kommt bei diesem selbst nicht vor, was die Übernahme manifest macht. Außerdem findet sich das "denn" am Anfang des Caruso-Zitats nur bei Nowak (dort allerdings nicht als Teil des Zitats), nicht aber bei Caruso selbst.

Sichter
Hindemith, fiesh

[16.] Analyse:As/Fragment 116 02 - Diskussion
Bearbeitet: 14. April 2012, 17:43 Hotznplotz
Erstellt: 14. January 2012, 19:53 (Bummelchen)
As, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Nowak 1978, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Bummelchen, Hotznplotz, Graf Isolan, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 116, Zeilen: 02-11, 101-105
Quelle: Nowak 1978
Seite(n): 12, Zeilen: 09-13, 14-17, 103-105
Der Name "Tiefenpsychologie" wurde von Freud geschaffen [FN 1], um den Unterschied zwischen der damals herrschenden akademischen Bewußtseinspsychologie und seiner Psychologie herauszustellen. Während Freud diesen Begriff als Synonym für "Psychoanalyse" benutzt, wird im allgemeinen Sprach­gebrauch – ausgehend von der Begriffsverwendung der Bewußtseinspsychologen – unter "Tiefenpsychologie" das Gesamt aller psychologischen Schulen inklusive der Psycho­analyse verstanden, die mit dem Begriff des Unbewußten [FN 2] operieren.

[FN 1] vgl. dazu: Freud,Sigmund: Das Interesse an der Psycho­analyse. G.W. VIII. S. 398: "Man darf es wohl aussprechen, daß das psychoanalytische Studium der Träume den ersten Einblick in eine bisher nicht geahnte Tiefenpsycholo­gie eröffnet hat."

[ [FN 2] Den Unterschied zwischen Psychoanalyse und Tiefenpsycho­logie beschreibt Nowak wie folgt: Mit Psychoanalyse sei "in erster Linie eine Methode der seelischen Heilbe­handlung dargestellt, eine Analyse der Tiefenseele nach verdrängten unbewußten Inhalten, die das bewußte Denken und Handeln stören. ... Das Wort 'Tiefenpsychologie' unterstreicht mehr den allgemein theoretischen und systematischen Aspekt der Disziplin" (Nowak,Antoni J.: a.a.O. S. 14).]

Der Name "Tiefenpsychologie" wurde zuerst von Freud geschaffen[FN 3], um den Unterschied zwischen seiner Psychologie und der herrschenden akademischen Bewußtseinspsychologie zu begründen. Er gebrauchte das Wort strikt als Synonym von "Psychoanalyse"[FN 4].

Im Sprachgebrauch der Bewußtseinspsychologen [...] be­deutet das Wort "Tiefenpsychologie" das Gesamt aller psychologischen Schulen, inklusive der Psychoanalyse, die mit dem Begriff des Unbe­wußten operiert.

[FN 3] "Man darf es wohl aussprechen, daß das psychoanalytische Studium der Träume den ersten Einblick in eine bisher nicht geahnte Tiefenpsychologie eröffnet hat", S. Freud, Das Interesse an der Psychoanalyse, G. W. VIII, S. 398.

Anmerkungen

Die Verfasserin verweist für ein Zitat in [FN 2] auf S. 14 bei Nowak, übernimmt aber ebenfalls Text (inklusive eines Freud-Zitats) von S. 12 von diesem, ohne dies kenntlich zu machen.

Sichter
Hotznplotz, Graf Isolan, Hindemith (PlagKat)

[17.] Analyse:As/Fragment 135 08 - Diskussion
Bearbeitet: 13. April 2012, 18:48 Hotznplotz
Erstellt: 14. February 2012, 12:20 (Hotznplotz)
As, Baldwin 1974, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hotznplotz, Hindemith, Fiesh
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 135, Zeilen: 08-27
Quelle: Baldwin 1974
Seite(n): 211, Zeilen: 19-30, 35-39
Piaget überträgt Eigenarten der biologischen Evolution auf die Entwicklung des Individuums:

- die beständige Anpassung alter Strukturen an neue Funktionen und die Entwicklung neuer Strukturen in alten Funktionen unter veränderten Umständen.
- Während neue Strukturveränderungen eintreten zur Entwicklung neuer Forderungen, bleibt die Kontinuität mit der Vergangenheit gewahrt.
- Die Entwicklung der einzelnen Anpassungsmeachanismen erfolgt nicht in Isolation, sondern ergibt ein kohärentes Muster. "Wenn auch jede Art an ihre Umgebung angepaßt ist, so ist doch die spezifische Natur der Anpassung nicht eine Funktion der Natur allein, sondern des gesamten Systems." [FN 2] Somit bleibt die Totalität des biologischen Lebens an seine Umgebung angepaßt.

Auf menschliches Verhalten angewandt, versucht Piaget die Strukturen jedes Altersniveaus zu identifizieren, um zu zeigen, wie sie sich an Erfordernisse der Umwelt anpassen und aneinander, und wie sie sich den Umweltanforderungen entsprechend verändern.

[ [FN 2] Baldwin,Alfred L.: Theorien primärer Sozialisationsprozesse. Weinheim und Basel 1974. Band 1. S. 211.]

Piaget überträgt drei Eigenarten der biologischen Evolution auf seine Theorie der Entwicklung des Individuums. Das eine ist die beständige Anpassung alter Strukturen an neue Funktionen und die Entwicklung neuer Strukturen in alten Funktionen unter veränderten Umständen. Die Entwicklung wird fest auf dem aufgebaut, was bereits existiert, und zeigt eine Kontinuität mit der Vergangenheit; zur selben Zeit verändern sich die Strukturen, um neue Forderungen zu erfüllen. Zweitens entwickeln sich diese Anpassungsmechanismen nicht in der Isolation. Alle formen ein kohärentes Muster, so daß die Totalität des biologischen Lebens an seine Umgebung angepaßt bleibt. Wenn auch jede Art an ihre Umgebung angepaßt ist, so ist doch die spezifische Natur der Anpassung nicht eine Funktion der Natur allein, sondern des gesamten Systems. [...]

Piaget wendet diesen biologischen Gesichtspunkt auf seine Theorie des menschlichen Verhaltens an. Er versucht, die Strukturen jedes Altersniveaus zu identifizieren, um zu zeigen, wie sie sich an Erfordernisse der Umwelt anpassen und aneinander, und wie sie wiederum verändern, was die Umwelt verlangt.

Anmerkungen

Die Verfasserin übernimmt die gesamte Passage aus Baldwin (1974), verweist aber lediglich für ein wörtliches Zitat auf diesen. Insbesondere wird nach dem Verweis noch weiter übernommen.

Sichter
Hindemith fiesh

[18.] Analyse:As/Fragment 139 01 - Diskussion
Bearbeitet: 9. April 2012, 20:59 Kybot
Erstellt: 7. January 2012, 19:55 (Graf Isolan)
As, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Oser 1976, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Bummelchen, Hotznplotz, Fiesh
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 139, Zeilen: 01-05
Quelle: Oser 1976
Seite(n): 319, Zeilen: 35-38, 42-43
["Die Regel ist wie geheiligt, als ob eine göttliche Autorität dahinterstünde." [FN 1]] Das Regelbewußtsein des Kindes ist heteronom, es denkt in dieser Phase synkretisch und ist ganz auf sich bezogen.

3. Die rationale Regel, die von autonomem Regelbewußtsein zeugt.

[ [FN 1] Oser,Fritz: a.a.O. S. 319.]

[Die Regel ist wie geheiligt, als ob eine göttliche Autorität dahinterstünde.] Das Regelbewusstsein ist deshalb heteronom. Das Kind denkt synkretisch und ist [...] absolut auf sich bezogen.

- Die rationale Regel: [...] Das Regelbewusstsein ist autonom geworden.

Anmerkungen

Nach dem Zitat geht es ohne Kennzeichnung weiter wie im Originaltext.

Sichter
Bummelchen (Text) Hotznplotz fiesh

[19.] Analyse:As/Fragment 141 01 - Diskussion
Bearbeitet: 9. April 2012, 20:28 Hindemith
Erstellt: 6. January 2012, 20:50 (Hotznplotz)
As, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Oser 1976, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hotznplotz, Bummelchen, Graf Isolan, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 141, Zeilen: 01-32, 101-102
Quelle: Oser 1976
Seite(n): 323, Zeilen: 05-32, 102
1. Der moralische Realismus entsteht aus dem Zusammentreffen des Zwangs der Eltern mit dem intellektuellen Egozentrismus des kindlichen Denkens. Dieser äußert sich in der Schwierigkeit, die Wahrheit zu sagen; das Kind verändert die Wahrheit aufgrund seiner Bedürfnisse. Das realistische Denken des Kindes hat zur Folge, daß es auf moralischem Gebiet weniger die verborgene Absicht, denn das äußerliche und sichtbare Element einer Handlung betont. Die Verdinglichung abstrakter Gesetzmäßigkeiten führt zudem zu einer einseitig materiellen Sichtweise.

2. Der Egozentrismus des Kindes und damit auch die objektive Verantwortung werden verstärkt durch eine betont autoritär ausgerichtete Erziehung. In ihr kann das Kind keine innere Beziehung zur Regel ausbilden, da sie immer als äußerer Zwang und darin meist unverständlich auftritt.

3. Aus der Erkenntnis, "daß die Wahrhaftigkeit für die Beziehungen gegenseitiger Sympathie und Achtung notwendig ist" [FN 1], erwirbt das Kind mit zunehmendem Alter ein autonomes Regelverhalten. "Wenn das Bewußtsein ein Ideal als notwendig erachtet, das von jedem äußeren Druck unabhängig ist" [FN 2], dann scheint nach Piaget eine moralische Autonomie erreicht zu sein.

4. Die subjektive Verantwortung ist das Ergebnis einer Erziehung, in der Regeln dem Kind nicht kategorisch aufgezwungen werden, sondern im Sinne von Zusammenarbeit und gegenseitiger Achtung erklärt werden. [FN 3]

Von diesen Untersuchungen her unterscheidet Piaget eine zweifache Moral, die er auf zwei Bildungsprozesse zurückführt: "Der erste dieser Prozesse ist der moralische Zwang des Erwachsenen, welcher zur Heteronomie und folglich zum moralischen Realismus führt. Der zweite ist [die Zusammenarbeit, welche zur Autonomie führt." [FN 1]]

[ [FN 4, Seite 140] vgl. zu den Geschichten: Piaget,Jean: a.a.O. S. 134/135.]

[FN 1] ebd. S. 222.

[FN 2] ebd. S. 222.

[ [FN 3] vgl. zum Vorangegangenen: Oser,Fritz: a.a.O. S. 323.

[FN 1, Seite 142] ebd. S. 220/221.]

[Seite 323]

‒ Der "Moralische Realismus" entstehe aus dem Zusammentreffen des Zwangs der Eltern mit dem intellektuellen Egozentrismus des kindlichen Denkens. Dieser Egozentrismus äussere sich in der Schwierigkeit, die Wahrheit zu sagen (Pseudolüge: das Kind verändert die Wahrheit aufgrund seiner Bedürfnisse). Da das Kind auf allen Gebieten sehr realistisch denke, sei es natürlich, dass es auch auf moralischem Gebiet mehr das äusserliche und sichtbare Element als die verborgene Absicht betone. Zudem neige es zur Verdinglichung abstrakter Gesetzmässigkeiten, also auch der moralischen Gesetze, woraus eine einseitig materielle Sichtweise resultiere.

‒ Eine betont zwangs- und autoritär-ausgerichtete Erziehung verstärke den Egozentrismus des Kindes und damit die objektive Verantwortung, da die Regel dem Kind so immer unverständlich und äusserlich bleiben müsse, d.h. es könne sich keine innere Beziehung zu ihr herausbilden.

‒ Mit dem zunehmenden Alter erwerbe sich das Kind ein autonomes Regelverhalten, das in der Entdeckung gründe, "dass die Wahrhaftigkeit für die Beziehungen gegenseitiger Sympathie und Achtung notwendig ist". Eine moralische Autonomie scheine dann erreicht zu sein, "wenn das Bewusstsein ein Ideal als notwendig erachtet, das von jedem äusseren Druck unabhängig ist".[FN 2]

‒ Die subjektive Verantwortung sei das direkte Ergebnis einer aufgeklärten Erziehung, die dem Kind die Regeln nicht in kategorischer Weise aufzwingen wolle, sondern sie im Sinne der Zusammenarbeit und gegenseitiger Achtung zu erklären [...] suche.

Es gibt also grundsätzlich eine zweifache Moral, welche nach Piaget auf zwei Bildungsprozesse zurückgeht [...]. "Der erste dieser Prozesse ist der moralische Zwang des Erwachsenen, welcher zur Heteronomie und folglich zum moralischen Realismus führt. Der zweite ist die Zusammenarbeit, welche zur Autonomie führt. [...]

[Seite 324]

[...]"[FN 1]

[ [FN 1] J. Piaget: a.a.O., S.134/135.]

[FN 2] ebd. S.222.

[ [FN 1] J. Piaget: a.a.O., S.283.]

Anmerkungen

Die Verfasserin verweist in [FN 3] zwar auf Oser, aber neben der Gliederung stammt auch der ‒ mit nur leichten Umformulierungen ‒ sukzessiv übernommene paraphrasierende Text mitsamt Piaget-Zitaten vollständig von diesem. Insbesondere wird auch nach dem Verweis noch weiter übernommen. Fortsetzung in Fragment 142 01.

Sichter
Bummelchen (Text) Graf Isolan Hindemith (PlagKat)

[20.] Analyse:As/Fragment 142 07 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 08:56 Kybot
Erstellt: 6. January 2012, 21:27 (Hotznplotz)
As, Fragment, Gesichtet, Oser 1976, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Bummelchen, Graf Isolan, Fiesh
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 142, Zeilen: 7-10
Quelle: Oser 1976
Seite(n): 324, Zeilen: 1-4
Die Autonomie des Gewissens ist solange nicht erreicht, wie eine Regel besteht, die sich von aussen aufzwingt, ohne "notwendiges Ergebnis des Bewußtseins selbst" zu sein.

4.4. Untersuchungen zum Gerechtigkeitsbegriff

Solange noch eine Regel besteht, die sich von aussen aufzwingt ohne "notwendiges Ergebnis des Bewusstseins selbst", ist die Autonomie des Gewissens nicht erreicht.

<u>d) Untersuchungen zum Gerechtigkeitsbegriff</u>

Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Bummelchen(Text) Graf Isolan fiesh

[21.] Analyse:As/Fragment 143 03 - Diskussion
Bearbeitet: 20. February 2013, 09:35 Sotho Tal Ker
Erstellt: 6. January 2012, 23:30 (Hotznplotz)
As, Fragment, Gesichtet, Oser 1976, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Bummelchen, Hindemith, Fiesh
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 143, Zeilen: 03-20
Quelle: Oser 1976
Seite(n): 324, Zeilen: 07-22
Zur vergeltenden Gerechtigkeit lassen sich zwei Typen von Strafen unterscheiden:

‒ Bei auf Zwang beruhenden Beziehungen im Rahmen einer heteronomen Moral und reinen Pflicht entscheiden sich die Kinder für Sühne-Strafen. Zwischen dem Inhalt der Strafe und der bestraften Handlung selbst gibt es keine Beziehung. Die Sühne wird als moralisch notwendig und als pädagogisch nützliche Vorbeugungsmaßnahme gegen Rückfälle angesehen. Einfluß auf die Verteidigung der Sühne-Strafen nehmen dabei vor allem das individuelle Rachebedürfnis und die einseitige Achtung vor der Autorität der Erwachsenen.

‒ Auf Gegenseitigkeit beruhende Strafen entsprechen der Moral der Autonomie und Zusammenarbeit. Sie erscheinen insofern als begründet, als zwischen dem jeweiligen Schweregrad von Vergehen und Strafe eine inhaltliche Beziehung besteht. Solche Strafformen entstehen als Folge der Anerkennung der Gleichheits- und Gerechtigkeitsbeziehungen der Kinder untereinander.

Er unterscheidet zwischen zwei Typen von vergeltender Gerechtigkeit:

‒ Die Sühne-Strafen entsprächen den auf Zwang beruhenden Beziehungen, der Heteronomie-Moral und reinen Pflicht. Es bestehe keine Beziehung zwischen dem Inhalt der Strafe und der Natur der bestraften Handlung. Die Sühne wird als moralisch absolut notwendig und als pädagogisch nützliche Vorbeugungsmassnahme gegen Rückfälle angesehen. Der Begriff der Sühne ergebe sich aus der Verbindung zweier Einflüsse: dem individuellen Rachebedürfnis und der einseitigen Achtung vor der Autorität der Erwachsenen.

‒ Die auf Gegenseitigkeit beruhenden Strafen entsprächen der Moral der Autonomie und Zusammenarbeit. Sie erscheinen "begründet", d.h. es bestehe ausser dem Verhältnis zwischen dem jeweiligen Schweregrad von Vergehen und Strafe noch eine inhaltliche Beziehung. Diese Strafformen entständen als Folge des [...] Zurücktretens der einseitigen Achtung vor dem Erwachsenen zugunsten der Gleichheits- und Gegenseitigkeitsbeziehungen der Kinder untereinander.

Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Bummelchen(Text) Hindemith fiesh

[22.] Analyse:As/Fragment 165 08 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 20:20 Kybot
Erstellt: 13. January 2012, 00:05 (Graf Isolan)
As, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel, Schwartländer 1968, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Bummelchen, Hotznplotz, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 165, Zeilen: 08-12
Quelle: Schwartländer 1968
Seite(n): 122, Zeilen: 04-08
Die natürliche Lebenserfahrung führt an Grenzen, die deutlich machen, daß die eigentliche Bestimmung des Menschen nicht in seinem natürlichen Dasein und dessen Zielen liegen kann. Die überall sich meldende Frage: Was soll ich tun? gründet in der Würde des Menschen. Die nur natürliche Lebenserfahrung führt an Grenzen, die deutlich machen, daß die eigentliche Bestimmung des Menschen nicht in seinem natürlichen Dasein und dessen Zielsetzungen allein liegen kann. Die sich in allem natürlichen Verhalten meldende Frage: was soll ich tun? gründet in einem tieferen Wesen des Menschen.
Anmerkungen

keine Kennzeichnung als Zitat – kein Hinweis auf die Quelle

Sichter
Hotznplotz Hindemith

[23.] Analyse:As/Fragment 215 09 - Diskussion
Bearbeitet: 9. April 2012, 16:45 Hotznplotz
Erstellt: 20. January 2012, 14:31 (Hotznplotz)
As, BauernOpfer, Böckle 1977b, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hotznplotz, Hindemith, Fiesh
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 215, Zeilen: 09-27
Quelle: Böckle 1977b
Seite(n): 067; 068, Zeilen: 30-32; 01-05, 08-17
Ein Blick auf die Heilige Schrift zeigt, daß im Alten Testament und in den Evangelien -obgleich dort kein terminus technicus dafür vorhanden ist- häufig Gewissenserlebnisse dargestellt werden: das schlechte Gewissen der Stammeltern nach dem Sündenfall (Gen 3,7ff), Kains böses Gewissen (Gen 4,13), Beltschazzar gewahrt die schreibende Hand (Dan 5,6), der Prophet Nathan weckt das Gewissen Davids (2 Sam 12), die Verzweiflung des Verräters (Mt 27,3), die Verleugnung des Petrus (Mk 14,66ff).

In den Briefen des Apostels Paulus wird der stoische Begriff Syneidesis mehrfach verwendet. Das damit gemeinte Gewissen bindet die Heiden an das Gesetz Gottes, indem es sie anklagt, wenn sie gegen die Vernunft handeln (Röm 2,14). Für den Gläubigen bedeutet nach dem Gewissen zu handeln, dem Glauben gemäß zu handeln (Röm 14,23). Der Glaube erleuchtet das Gewissen, und das gute Gewissen schützt den Glauben (1 Tim 3,9). Schließlich erscheint bei 2 Kor 1,12 und 1 Tim 1,5 das vollkommene Gewissen als das vom Glauben erleuchtete und von der Liebe beseelte Gewissen. [FN 1]

[ [FN 1] vgl. dazu:
Böckle,Franz: Grundbegriffe der Moral. Aschaffenburg 81977. S. 68.
Stelzenberger,Johannes: Lehrbuch der Moraltheologie. Paderborn 1953. S. 90f.]

Wenn wir zunächst die Hl. Schrift über das Gewissen befragen, so finden wir im Alten Testament und in den Evangelien zwar keinen eigenen Ausdruck dafür, Gewissenserlebnisse aber werden häufig dar- [Seite 68] gestellt: das schlechte Gewissen der Stammeltern nach dem Sündenfall (Gen 3,7 ff); Kains böses Gewissen (Gen 4,10); Beltschazzar gewahrt die schreibende Hand (Dan 5,6); Nathan und David (2 Sam 12); Verzweiflung des Verräters (Mt 27,3); Verleugnung des Petrus (Mk 14,66ff). [...]

In den Apostelbriefen [...] erscheint der stoische Fachausdruck "Syneidesis". Das Gewissen ist der Lehrmeister der Heiden, indem es sie an Gottes Gesetz bindet, wie es in der Schöpfung sichtbar wird, indem es sie anklagt, wenn sie gegen die Vernunft handeln (Röm 2,14). Für den Gläubigen aber heißt nach dem Gewissen gleich viel wie aus dem Glauben handeln (Röm 14,23). Der Glaube erleuchtet das Gewissen, und das gute Gewissen schützt den Glauben (1 Tim 3,9). Das vollkommene Gewissen ist das vom Glauben erleuchtete und von der Liebe beseelte Gewissen (2 Kor 1,12; 1 Tim 1,5).

Anmerkungen

Die Verfasserin verweist in [FN 1] lediglich zum Vergleich auf Böckle (1977) und Stelzenberger (1953). Tatsächlich übernimmt sie aber den gesamten Text sukzessive von Ersterem, ohne dass ein substanzieller eigener Beitrag erkennbar wäre; allein die nicht ganz präzise Quellenangabe Gen 4,10 wird korrigiert. Teilweise sind die Übernahmen auch wörtlich. Der einleitende Satz beginnt zudem bei Böckle (1977) bereits auf S. 67, sodass dieser auch durch dessen spätere Referenzierung nicht abgedeckt würde.

Sichter
Hindemith fiesh

[24.] Analyse:As/Fragment 216 05 - Diskussion
Bearbeitet: 14. April 2012, 18:01 Hotznplotz
Erstellt: 2. February 2012, 10:09 (Hotznplotz)
As, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mokrosch 1979, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hotznplotz, Hindemith, Fiesh
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 216, Zeilen: 05-23
Quelle: Mokrosch 1979
Seite(n): 015, Zeilen: 01-27
Für diese Unterscheidung sind zwei Wendepunkte im mittelalterlichen Gewissensverständnis entscheidend: die vor der offiziellen Ketzerverfolgung von P.Abälard verfaßte Gewissenskonzeption und das nach dem Auftrag der Ketzerinquisition konzipierte Gewissensverständnis Alexander von Hales.

Die erste Wende bahnt sich in der Frühscholastik, d.h. im späten 11. und 12. Jahrhundert an. Während die Theologen seit der Karolingerzeit das Gewissen als objektive, gesetzgebende Normeninstanz verstanden hatten und es in der Konsequenz zur Erstellung von Bußbüchern und Beichtspiegeln kam, interpretiert der Pariser Frühscholastiker P. Abälard (1079-1142) das Gewissen als subjektive Gesinnung und persönliche Überzeugung. Er nimmt an, daß das "natürliche Gesetz", worunter er das Gebot der Gottes- und Nächstenliebe versteht, als objektives, allgemeinverpflichtendes im Gewissen eines jeden Menschen individuell spreche. Damit verlagert er die objektiven Normen und Gesetze, die bisher außerhalb des Menschen von einem überindividuellen Gewissen diktiert worden waren, in das individuelle Gewissen jedes Menschen.

Zwei Wendepunkte im mittelalterlichen Gewissensverständnis sind dafür verantwortlich zu machen: die noch vor der offiziellen Ketzerverfolgung verfaßte Gewissenskonzeption P. Abälards und das nach dem Auftrag zur Ketzerinquisition konzipierte Gewissensverständnis Alexander von Hales. [...]

Der erste bahnte sich in der Frühscholastik, d. h. im späten 11. und im 12. Jahrhundert an: Hatten die Theologen seit der Karolingerzeit [...] das Gewissen als objektive, gesetzgebende Normeninstanz verstanden und für die Erstellung von Bußbüchern und Beichtspiegeln gleichermaßen wie für deren Einhaltung in Anspruch genommen,[EN 5] so erinnerten sich die Frühscholastiker jetzt ihres augustinischen Erbes [...].

Vorreiter dieser Entdeckung war der [...] Pariser Frühscholastiker P. Abälard (1079-1142). Er interpretierte bzw. beschrieb das Gewissen als subjektive Gesinnung und persönliche Überzeugung.[EN 6] [...] Vielmehr meinte er, daß das "natürliche Gesetz" (Gebot der Gottes- und Nächstenliebe),[EN 7] welches [...] objektiv und allgemein-verpflichtend sei, im Gewissen jedes einzelnen Menschen individuell [...] spreche. Er verlegte also die objektiven Normen und Gesetze, die bisher außerhalb des Menschen von einem überindividuellen Gewissen diktiert worden waren, in den Menschen und dessen je individuelles Gewissen.

Anmerkungen

Teils wörtliche Übereinstimmungen – z.B. werden im letzten Satz 18 aufeinanderfolgende Wörter ohne Kenntlichmachung übernommen. Ein Verweis auf Mokrosch (1979), S. 15, erfolgt erst am Ende des an das Fragment anschließenden Absatzes für ein wörtliches Zitat. Dem Leser wird mithin nicht ersichtlich, dass die vorliegenden Ausführungen ebenfalls in leicht veränderter Form von Mokrosch stammen.

Sichter
Hindemith fiesh

[25.] Analyse:As/Fragment 217 18 - Diskussion
Bearbeitet: 14. April 2012, 18:04 Hotznplotz
Erstellt: 1. February 2012, 20:48 (Hotznplotz)
As, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mokrosch 1979, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hotznplotz, Hindemith, Fiesh
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 217, Zeilen: 18-28
Quelle: Mokrosch 1979
Seite(n): 016; 017, Zeilen: 40-43; 01-14
Die IV. Lateransynode von 1215 demonstriert die kirchliche Gewissensautorität, indem sie genaue Beichtregeln; alphabetisch geordnete Gewissenslexika, umfangreiche Fegfeuerstrafregister und Eheprüfungsspiegel erläßt als Auflagen zur jährlichen Beichtpflicht, zum regelmäßigen Ablaß und zur kirchlichen Eheschließung. In den seit 1232 von der Kurie vorgenommenen inquisitorischen Maßnahmen gegen Gewissenabtrünnige beansprucht die katholische Kirche einerseits das Weisungsmonopol auf Wahrheit und gesteht den Gläubigen andererseits ein unfehlbares Gewissen zu, an das sie mit einer Fülle von Maßnahmen zur Gewissensselbstprüfung und Gewissenspflege appelliert. Die IV. Lateransynode von 1215 demonstrierte ihre Macht mit ihren Auflagen zur jährlichen Beichtpflicht, zum regelmäßigen Ablaß und zur kirchlichen Eheschließung nach genauesten Beichtregeln, alphabetisch ge- [Seite 16] ordneten Gewissenslexika, umfangreichen Fegfeuerstrafregistern und Eheprüfungsspiegeln. Den überall aufkeimenden asketischen Sektenbewegungen [...] begegnete die Kurie ab 1232 mit der Inquisition. [...] In allen Fällen reagierte die Kirche auf die Gewissensabtrünnigen mit einer Art Doppelstrategie: Einerseits beanspruchte sie das Gewissensmonopol auf Wahrheit. Andererseits gestand sie jedem Gläubigen ein unfehlbares Gewissen zu, an das sie mit einem reichhaltigen Angebot an Gewissensselbstprüfung und Gewissenspflege appellieren konnte.[EN 9]
Anmerkungen

Die Verfasserin verweist vor dem Fragment und auf der folgenden Seite jeweils für wörtliche Zitate auf Mokrosch, aber dass diese Passage ebenfalls sinngemäß übernommen wird, wird nicht kenntlich gemacht.

Sichter
Hindemith, fiesh

[26.] Analyse:As/Fragment 231 08 - Diskussion
Bearbeitet: 13. April 2012, 19:16 Hotznplotz
Erstellt: 19. February 2012, 13:50 (Hotznplotz)
As, Auer 1971, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Hindemith, Fiesh
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 231, Zeilen: 01-14
Quelle: Auer 1971
Seite(n): 172; 173, Zeilen: 18-24; 02-07
1O. Christos,Kyrios und Logos - dies sind die drei Würdenamen, mit denen sich das christliche Proprium umschreiben läßt. Die Welt - und dazu gehört auch das Sittliche als freie Schöpfung des menschlichen Geistes - steht in sich selbst. Dieses In-sich-selbst-stehen ist aber nur möglich, wenn sie in Relation zum Christos, dem Kyrios und Logos - und damit zum göttlichen Urgrund aller Wirklichkeit - steht

Die Vertreter einer autonomen Moral im christlichen Kontext bejahen also die Autonomie des Sittlichen, weil sie in der Autonomie der Wirklichkeit impliziert ist. Sie lehnen eine absolute Autonomie ab, weil sie ihren Ermöglichungsgrund in bestimmten transzendentalen Relationen hat, die aber der Eigenwertigkeit und Eigengesetzlichkeit der Welt nicht abträglich sind.

[Seite 172, Z. 18-24]

Wir sehen also, daß sich das christliche Proprium mit den drei Würdenamen Christos, Kyrios und Logos umschreiben läßt. Die Welt — zur Welt gehört auch das Sittliche als eine freie Schöpfung des menschlichen Geistes — steht in sich selbst, aber dieses In-sich-selbst-Stehen der Welt ist nur möglich, weil sie in Relation zum Christos, zum Kyrios und zum Logos und damit zum göttlichen Urgrund aller Wirklichkeit steht.

[Seite 173, Z. 2-7]

Wir bejahen die Autonomie des Sittlichen, weil sie in der Autonomie der Wirklichkeit impliziert ist. Wir bestreiten eine absolute Autonomie der Welt und des Sittlichen, weil diese Autonomie ihren Ermöglichungsgrund in bestimmten transzendenten Relationen hat, die freilich der Eigenwertigkeit und Eigengesetzlichkeit der Welt [...] nicht abträglich sind.

Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Hindemith fiesh

[27.] Analyse:As/Fragment 241 13 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 08:57 Kybot
Erstellt: 28. January 2012, 21:34 (Hotznplotz)
As, Fragment, Gesichtet, Korff 1979, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Hindemith, Fiesh
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 241, Zeilen: 13-20, 104-106
Quelle: Korff 1979
Seite(n): 019; 098, Zeilen: 09-18; 34-35
Die Bedingtheit jeglicher Güter wiederum hat zur Folge, daß sie sich unter bestimmten Umständen einander ausschließen und dann in einer konkreten Situation dem jeweils ethisch geboteneren die Verwirklichungspriorität zu geben ist, entsprechend der allgemeinen Vorzugsregel: "Vor zwei miteinander konkurrierende, einander ausschließende Werte gestellt, hat der Mensch zu prüfen, welcher von beiden den Vorzug verdient und den handelnd zu verwirklichen." [FN 3]

[FN 3] Schüller,Bruno: Zur Problematik allgemein verbindlicher ethischer Grundsätze. In: Theologie und Philosophie. 45 (1970). S. 1-23. hier: S. 4.

[Seite 19, Z. 9-18]

Gerade weil nun aber diese "bona" [...] bedingte Güter sind, kommt es immer wieder dazu, daß sie unter bestimmten gegebenen Umständen einander ausschließen, so daß sie sich nicht gleichzeitig verwirklichen lassen. Die Lösung liegt dann darin, daß dem unter diesen Umständen jeweils ethisch geboteneren der Vorzug zu geben und Handlungspriorität einzuräumen ist: "Vor zwei miteinander konkurrierende, einander ausschließende Werte gestellt, hat der Mensch zu prüfen, welcher von beiden den Vorzug verdient und den handelnd zu verwirklichen."[EN 7]

[Seite 98, Z. 34-35]

[EN 7] B.Schüller, Zur Problematik allgemein verbindlicher ethischer Grundsätze, in: Theologie und Philosophie 45 (1970) 1-23, 4

Anmerkungen

Übernahme mitsamt Zitat und Quellenreferenz. Hervorzuheben ist hierbei, dass sich das Zitat bei Schüller nicht auf S. 4, sondern auf S. 3 findet.

Sichter
Hindemith fiesh

[28.] Analyse:As/Fragment 252 120 - Diskussion
Bearbeitet: 14. April 2012, 18:11 Hotznplotz
Erstellt: 21. January 2012, 17:21 (Hotznplotz)
As, BauernOpfer, Böckle 1977a, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hotznplotz, Hindemith, Fiesh
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 252, Zeilen: 120-123
Quelle: Böckle 1977a
Seite(n): 329, Zeilen: 15-18
Nach der übereinstimmenden Auffassung beider vatikanischer Konzilien bezieht sich die spezifische Lehrkompetenz der Kirche im Bereich der Moral auf die Anwendung des Glaubens auf das sittliche Leben. Nach der übereinstimmenden Lehre beider vatikanischen Konzilien[FN 19] bezieht sich die spezifische Lehrkompetenz der Kirche im Bereich der Moral auf die Anwendung des Glaubens auf das sittliche Leben.
Anmerkungen

Im nächsten Satz folgt ein wörtliches Zitat aus Böckle, S. 329, das korrekt referenziert wird. Hier hätten die 21 aufeinanderfolgenden übernommenen Wörter jedoch ebenfalls kenntlich gemacht werden müssen; dem Leser ist nicht ersichtlich, dass dieser Satz nicht von der Verfasserin stammt.

Sichter
Hindemith, fiesh

[29.] Analyse:As/Fragment 259 11 - Diskussion
Bearbeitet: 14. April 2012, 18:14 Hotznplotz
Erstellt: 2. February 2012, 18:32 (Hotznplotz)
As, Fragment, Gesichtet, Nosbüsch 1965, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Hindemith, Fiesh
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 259, Zeilen: 10-22, 106-110
Quelle: Nosbüsch 1965
Seite(n): 083; 084, Zeilen: 13-24, 106, 110, 112; 01-03, 101
Der Mensch kann der Welt gegenübertreten; dann erscheint sie ihm als das Objekt, von dem er sich als Subjekt des Erfahrens und Gebrauchens unterscheidet. [FN 2] Er ist dann ein Einzelwesen, das das Grundwort Ich-Es spricht. Diese geläufige Haltung ist aber nach Buber nicht die wesenhaft menschliche. Sie kommt erst da zum Ausdruck, wo er das Grundwort Ich-Du ausspricht, jenes Grundwort, das die Welt der Beziehung stiftet. [FN 3] Im Ereignis der Begegnung, in der "Gegenseitigkeit" [FN 4], im Dialog erscheint des Menschen Menschlichkeit. Buber setzt diese Menschlichkeit gleich mit Personalität: "Das Ich des Grundwortes Ich-Du erscheint als Person. ... Person erscheint, indem sie zu anderen in Beziehung tritt." [FN 5]

[FN 2] Buber,Martin: Ich und Du. In: ders.: Das dialogische Prinzip. Heidelberg 31973. S. 7-136. hier: S. 65.

[FN 3] ebd. S. 1O.

[FN 4] ebd. S. 19.

[FN 5] ebd. S. 65.

Der Mensch kann sich der Welt gegenüberstellen, dann hat er sie als Objekt, von dem er selbst als Subjekt "des Erfahrens und Gebrauchens" [FN 261] geschieden ist. Er erscheint der Welt gegenüber als "monologisches Eigenwesen"[FN 262], welches das "Grundwort ... Ich-Es"[FN 263] spricht. Aber so geläufig dem Menschen diese Haltung ist und so häufig er sie einnehmen mag, sie ist nicht die wesenhaft menschliche Haltung. Diese tritt erst dann zutage, wenn er das "Grundwort ... Ich-Du"[FN 264] spricht, jenes Grundwort, das die "Welt der Beziehung stiftet"[FN 265]. Der Mensch ist menschlich erst im "Begegnungsereignis"[FN 266], in der "Gegenseitigkeit"[FN 267], im "Dialog", welche Menschlichkeit dann auch von BUBER ausdrücklich mit der Personalität des [Seite 84] Menschen ineinsgesetzt wird: "Das Ich des Grundwortes Ich-Du erscheint als Person ... Person erscheint, indem sie zu anderen Personen in Beziehung tritt"[FN 268].

[ [FN 260] Martin Buber: Ich und Du, um ein Nachwort erweiterte Neuausgabe, Heidelberg 1958, S. 9.]

[FN 261] Ebd. S. 57.

[ [FN 262] Ebd.

[FN 263] Ebd. S. 9.

[FN 264] Ebd.]

[FN 265] Ebd. S. 11.

[ [FN 266] Ebd. S. 50, 51.]

[FN 267] Ebd. S. 19.

[FN 268] Ebd. S. 57.

Anmerkungen

Die Verfasserin übernimmt die von Nosbüsch kompilierten Ausführungen zu Bubers Aufsatz "Ich und Du" und passt lediglich die Seitenzahlen der Referenzen an, da sie eine später erschienene Monografie verwendet. Allein der Ausdruck "monologisches Eigenwesen" wird durch "Einzelwesen" ersetzt.

Sichter
Hindemith, fiesh

[30.] Analyse:As/Fragment 280 25 - Diskussion
Bearbeitet: 14. April 2012, 18:21 Hotznplotz
Erstellt: 5. February 2012, 15:21 (Hotznplotz)
As, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel, Šiškin 1976

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hotznplotz, PlagProf:-), Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 280, Zeilen: 07-25
Quelle: Šiškin 1976
Seite(n): 346, Zeilen: 06-35, 101-102
[Die im täglichen Leben gemachte Erfahrung, daß sich ein schlechtes Gewissen stärker und über längere Zeiträume hinweg bemerkbar macht als ein gutes] und Gewissensqualen das Leben eines Menschen entscheidend prägen können, hat in Gestalten wie der Lady Macbeth bei Shakespeare, Boris Gudonows bei Puschkin und Raskolnikoffs bei Dostojewski Eingang in die Weltliteratur gefunden. Die tragische Titelfigur aus "Schuld und Sühne" erträgt nach dem Mord an der alten Wucherin seine Gewissensqualen nicht und bekennt seine Schuld. Raskolnikoff versucht, das Verbrechen durch schwierige Umstände in seinem Leben oder im Leben seiner Angehörigen, durch die Theorie, daß der Starke das Recht auf Verbrechen hat und durch Überlegungen von der niedrigen und schädlichen Tätigkeit der Alten zu rechtfertigen. [...] Schon sein Nachdenken über das "Recht", einen Anschlag auf das Leben eines Menschen zu machen, sein ständiges Schwanken, zeugen von dem qualvollen Kampf mit dem eigenen Gewissen [...]. Ausdruck schwerster Gewissensqualen ist auch der Monolog Boris Godunows. [FN 2]

[ [FN 2] "Ich fühl es, ach: nichts mag beruhigen uns
Inmitten vieler Kümmernis der Erde;
Nichts, gar nichts ... wenn nicht einzig das Gewissen —
Denn ist es rein, so wird es triumphieren.
Ob auch Verleumdung oder Bosheit drohe;
Doch wenn auf ihm auch nur ein Flecken ist.
Ein einziger, und sei es rein zufällig.
Dann steht es schlimm: wie eine Pestilenz
Verzehrt's die Seele, Gift durchströmt den Busen,
Der Vorwurf pocht im Ohr mit Hammerschlägen,
Ein Übelsein bedrängt, im Kopfe schwindelt's
Und vor den Augen Knaben blutbeströmt ...
Man möchte fliehn ... weiß nicht wohin ... entsetzlich!...
Unselig ist, wen das Gewissen quält."
(Puschkin,Alexander: Boris Godunow. In: Ausgewählte Werke Bd. 3. S. 30/31. zitiert nach: Schischkin,A.F.: Das Gewissen. In: Blühdorn,Jürgen(Hrsg.): Das Gewissen in der Diskussion. S. 343-352. hier: S. 346.]

Die Weltliteratur spiegelte solche Gewissensqualen in der Gestalt der Lady Macbeth (Shakespeare), [...] Boris Godunows (Puschkin) und Raskolnikows (Dostojewski) wider. So konnte der Held aus "Schuld und Sühne" nach dem Mord an der alten Wucherin seine Gewissensqualen nicht ertragen und bekannte seine Schuld. Er konnte sein Verbrechen weder durch schwierige Umstände in seinem Leben oder im Leben seiner Angehörigen noch durch die Theorie, daß der Starke das Recht auf Verbrechen habe, oder durch Überlegungen von der niedrigen und schädlichen Tätigkeit der Alten rechtfertigen. Alle Überlegungen Raskolnikows über das "Recht", einen Anschlag auf das Leben eines Menschen zu machen, sein Schwanken, zeugen von dem qualvollen Kampf mit dem eigenen Gewissen [...].

Sehr stark ist der Ausdruck der Gewissenqualen im Monolog Boris Godunows:

"Ich fühl es, ach: nichts mag beruhigen uns
Inmitten vieler Kümmernis der Erde;
Nichts, gar nichts...wenn nicht einzig das Gewissen —
Denn ist es rein, so wird es triumphieren,
Ob auch Verleumdung oder Bosheit drohe;
Doch wenn auf ihm auch nur ein Flecken ist,
Ein einziger, und sei es rein zufällig,
Dann steht es schlimm: wie eine Pestilenz
Verzehrt's die Seele, Gift durchströmt den Busen,
Der Vorwurf pocht im Ohr mit Hammerschlägen,
Ein Übelsein bedrängt, im Kopfe schwindelt's
Und vor den Augen Knaben blutbeströmt...
Man möchte fliehn...weiß nicht wohin...entsetzlich!...
Unselig ist, wen das Gewissen quält."[FN 5]

[FN 5] Alexander Puschkin, Boris Godunow, in: Ausgewählte Werke, Bd. 4, S. 30/31.

Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 280 05 (der erste Satz wird möglicherweise aus Bruchstücken zweier Quellen zusammengesetzt). Ein typisches Bauernopfer: Die Verfasserin verweist lediglich für die Wiedergabe des Zitats aus Boris Godunow auf Šiškin (wobei sie die Bandangabe falsch überträgt), übernimmt aber gleichzeitig dessen Ausführungen fast vollständig – ohne dies kenntlich zu machen. Auch wenn sich in dieser Passage einzelne gedankliche Einsprengsel der Autorin finden, so wird doch der Diskurs größtenteils aus Šiškin (1976) paraphrasiert.

Sichter
PlagProf:-), Hindemith

[31.] Analyse:As/Fragment 296 32 - Diskussion
Bearbeitet: 14. April 2012, 18:23 Hotznplotz
Erstellt: 20. January 2012, 17:21 (Hotznplotz)
As, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel, Stachel Mieth 1978, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, PlagProf:-), Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 296, Zeilen: 31-33
Quelle: Stachel Mieth 1978
Seite(n): 200, Zeilen: 14-15
Johannes Schwartländer nennt fünf Grundbereiche, auf die sich die erklärten Menschenrechte zurückbinden lassen: J. Schwartländer nennt fünf Grundbereiche, auf die sich die erklärten Menschenrechte zurückbinden lassen [...]:
Anmerkungen

zu bewerten in Zusammenhang mit der Fortsetzung in Fragment 297 01 (siehe Anm. dort)

Sichter
PlagProf:-), Hindemith

[32.] Analyse:As/Fragment 297 01 - Diskussion
Bearbeitet: 14. April 2012, 18:26 Hotznplotz
Erstellt: 20. January 2012, 17:40 (Hotznplotz)
As, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel, Stachel Mieth 1978, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, PlagProf:-), Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 297, Zeilen: 01-16, 101-105
Quelle: Stachel Mieth 1978
Seite(n): 199; 200, Zeilen: 106-108; 16-26, 102
- den Bereich der Lebenserhaltung, eingeschlossen das Grundverhältnis des Menschen zur Natur, in den Rechten auf Leben, Selbstverwirklichung, eigene Arbeit, soziale Sicherheit, Erholung u.s.w.;

- den Bereich der Kultur und Zivilisation in den Rechten auf Bildung, Hygiene, Lebensqualität, soziale Anerkennung, eigene Sprache u.s.w.;
- den Bereich der eigentlich politischen Menschenrechte in den Rechten auf freie Meinungsäußerung, Versammlungsfreiheit, Diskriminierungsverbot u.s.w.;
- den Bereich der personalen Lebensgemeinschaften Ehe und Familie im Elternrecht, Kindesrecht, Altersrecht, Krankenrecht;
- schließlich den Bereich des Glaubens und der Weltanschauung in den Rechten auf Glaubensfreiheit, Bekenntnisfreiheit, Religionsausübung und religiöser Unterweisung. [FN 1]

[FN 1] Schwartländer,Johannes: Die Menschenrechte und die Notwendigkeit einer praktischen Weltorientierung. In: Kohlenberger,H./Lütterfels,W. (Hrsg.): Von der Notwendigkeit der Philosophie in der Gegenwart. München 1976. S. 166-189. S. 182ff.

[Seite 200, Z. 16-26]

den Bereich der Lebenserhaltung, eingeschlossen das Grundverhältnis des Menschen zur Natur, z.B.: Recht auf Leben, Selbstverwirklichung, eigene Arbeit, soziale Sicherheit, Erholung usw.; den Bereich der Kultur und Zivilisation, z. B. Recht auf Bildung, Hygiene, Lebensqualität, soziale Anerkennung, eigene Sprache usw.; den Bereich der eigentlich politischen Mitwirkungsrechte, z.B. freie Meinungsäußerung, Versammlungsfreiheit, Diskriminierungsverbot usw.; den Bereich der personalen Lebensgemeinschaften: vor allem Ehe und Familie,z.B. Elternrecht, Kindesrecht, Altersrecht, Krankenrecht usw.; den Bereich des Glaubens und der Weltanschauung, z. B. das Recht auf Glaubensfreiheit, Bekenntnisfreiheit, Religionsausübung, religiöse Unterweisung usw..[FN 23]

[Seite 199, Z. 106-108]

[FN 21] J. Schwartländer, Die Menschenrechte und die Notwendigkeit einer praktischen Weltorientierung, in: Von der Notwendigkeit der Philosophie in der Gegenwart (Festschrift K. Ulmer), hg.v. H. Kohlenberger und W. Lütterfelds, München 1976, 166-189 [...]

[Seite 200, Z. 102]

[FN 23] Vgl. a.a.O. 182ff.

Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 296 32. Die Begriffe Selbstverwirklichung, Hygiene, Lebensqualität, Elternrecht, Kindesrecht, Altersrecht und Krankenrecht kommen nur bei Stachel/Mieth vor, nicht jedoch bei Schwartländer auf S. 182 ff.

Sichter
PlagProf:-), Hindemith

[33.] Analyse:As/Fragment 308 19 - Diskussion
Bearbeitet: 14. April 2012, 18:28 Hotznplotz
Erstellt: 15. January 2012, 15:40 (Hotznplotz)
As, Fragment, Gesichtet, Nowak 1978, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 308, Zeilen: 18-26
Quelle: Nowak 1978
Seite(n): 057, Zeilen: 08-18
Die Mutter wird so zur ersten "personal-ethischen Norm" für das Kind. In seiner physiologisch bedingten Schwäche empfindet es die Mutter als das schlechthin Gute. Es wird innerlich unsicher, wenn es etwas tut, womit es eine Störung der Harmonie hervorruft.

Griesl spricht von einem vormoralischen Prinzip, an das sich das Kind unbewußt hält. Danach ist böse das, was die Mutter dem Kind abgeneigt erscheinen läßt, gut ist, was sie zugeneigt werden läßt.

In seiner physiologisch bedingten Schwäche empfindet das kleine Kind die Mutter in seiner Phantasie als die beste. [...] Die Mutter ist hier schlechthin die erste "personal-ethische" Norm. Tut das Kind nun irgendetwas, mit dem es eine Störung der Har­monie mit der Mutter verbindet, so wird es dabei innerlich unsicher. [...] G. Griesl spricht hier von einem vormoralischen Prinzip, an das sich das Kind unbewußt hält: "Böse ist, was die Mutter böse (= feindlich) macht; gut ist, was sie gütig (= ge­neigt) macht"[FN 20].

[ [FN 20] G. Griesl, Gewissen, Ursprung — Entfaltung — Bildung, Augsburg 1970, S. 85.]

Anmerkungen

keine Quellenangabe – trotz Übernahme des Gedankens und einiger Formulierungen

Sichter
Hotznplotz, Hindemith

[34.] Analyse:As/Fragment 312 01 - Diskussion
Bearbeitet: 8. May 2012, 09:34 Hindemith
Erstellt: 1. January 2012, 13:41 (Hotznplotz)
As, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Hupperschwiller 1970, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hotznplotz, Bummelchen, Hindemith, Fiesh
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 312, Zeilen: 01-25, 101-107, 109-117
Quelle: Hupperschwiller 1970
Seite(n): 054; 055, Zeilen: 09-42; 01-03
[Sie besagt in diesem Zusammenhang, daß die Verlegung äußerer elterlicher Kontrolle in das Über-Ich eine Identifizierung bedeutet, d.h. "eine Angleichung eines Ichs an ein fremdes, in deren Folge dies] erste Ich sich in bestimmten Hinsichten so benimmt wie das andere, es nachahmt, gewissermaßen in sich aufnimmt." [FN 1] Für diesen Identifizierungsvorgang, der als wesentlichster Mechanismus der Übernahme von Werten, Normen und

Orientierungsweisen im Laufe der Entwicklung gesehen werden kann, gibt es unterschiedliche Motive. Nach Freud gehört dazu, daß das Kind bei Überwindung des Ödipus-Komplexes aus Angst vor drohendem Liebesentzug durch den Vater oder die Mutter deren drohende und verbietende Stimme als Über-Ich introjiziert. [FN 2]

Losgelöst vom Ödipuskomplex kann man generell davon ausgehen,daß es zu angstmotivierter Identifikation dann kommt, wenn die Erzieher autoritär in die Persönlichkeit eingreifen. [FN 3]

Neben der Normenintrojektion aus Angst vor den Erziehern ist eine andere Motivgruppe feststellbar, "deren Häufigkeit soweit ersichtlich umgekehrt proportional zu autoritären Erziehungsformen steht" [FN 4]. Gemeint ist die Vielzahl der Fälle, in denen das Kind die Werte und Normen seiner Eltern verinnerlicht, weil es mit ihnen gefühlsmäßig in positiver Weise verbunden ist und den Wunsch hat, in Harmonie mit ihnen zu leben. [FN 5]

Die Eltern sind dem Kind Vorbild und lassen in ihm den Wunsch aufkommen, das zu können und zu dürfen, was sie tun [FN 6], bzw. so zu sein, wie die Eltern. [FN 7]

[FN 1] Freud,Sigmund: Neue Folge der Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse. In: Ges.W. Band XV. London 1949. S. 69.

[FN 2] ders.: Das Ich und das Es. In: Ges.W. Band XIII. London 51967. S. 235-289. hier: S. 260ff.

[FN 3] Freud,Anna: Das Ich und die Abwehrmechanismen. London 1946. S. 125ff.

[ [FN 4] Hupperschwiller,Lutz: a.a.O. S. 54.]

[FN 5] Roth,Heinrich: Zur pädagogischen Psychologie des Gewissens und der Gewissensbildung. S. 291.

Zulliger,Hans: Gespräche über Erziehung. Bern/Stuttgart 1960. S. 72.

Hapke,Eduard: Über die Natur des Gewissens. In Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie. 11 (1962). S. 115.

[FN 6] Caruso,Igor A.: Bios,Psyche,Person. S. 321.

[FN 7] Zulliger,Hans: a.a.O. S. 67.

[...] die Grundlage der Umwandlung der Elternbeziehung in das Über-Ich [...] ist eine Identifizierung, d. h. "eine Angleichung eines Ichs an ein fremdes, in deren Folge dies erste Ich sich in bestimmten Hinsichten so benimmt wie das andere, es nachahmt, gewissermaßen in sich aufnimmt" (Freud 1949, XV; 69). [...] Da die Angleichung eine möglichst vollständige ist, [...] haben wir in dieser [...] den wesentlichsten Mechanismus der Internalisierung, der Übernahme von Werten, Normen und Orientierungsweisen zu sehen [...].

Wie wir heute feststellen können, erfolgt diese Identifizierung aus den unterschiedlichsten Motiven, von denen eines das von Freud genannte ist: bei der Überwindung des Ödipus-Komplexes wird aus Angst vor dem drohenden Liebesentzug durch Vater und Mutter deren drohende und verbietende Stimme vom Kind als Über-Ich introjiziert (1955, XIII; 260 ff.). Diese Identifizierung aus Angst finden wir aber auch später noch, unabhängig vom Ödipus-Komplex [...], so etwa als Abwehrmechanismus bei der angstmotivierten Identifizierung mit einem autoritär in die Persönlichkeit eingreifenden Erzieher [...] (vgl. A. Freud 1946, 125ff.).

Identifizierung aus Angst repräsentiert jedoch nur die eine Motivgruppe. Daneben steht eine mit ihren Motiven konträr ausgerichtete Gruppe: in einer Vielzahl von Fällen, deren Häufigkeit soweit ersichtlich umgekehrt proportional zu autoritären Erziehungsformen steht, introzipiert das Kind die Normen und Werte der Eltern [...] aus dem positiven angstfreien Antrieb heraus, in Übereinstimmung mit ihnen zu leben

[Seite 55]

(Roth 1957, 241; Zulliger 1960, 72; Hapke 1962, 115f.), um so zu sein wie sie (Zulliger 1960, 67), um all das zu können und zu dürfen, was diese tun (vgl. auch Caruso 1957, 321).

Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 311 25. Übernahme der gesamten Seite von Hupperschwiller mitsamt acht Literaturreferenzen. Die Seitenangabe bei Roth wird von der Verfasserin fehlerhaft übertragen (der Aufsatz endet auf S. 248). Der Verweis auf Hupperschwiller in FN 4 bezieht sich nur auf einen (korrekt) als wörtliches Zitat gekennzeichneten Halbsatz.

Sichter
Bummelchen (Text), Hindemith (PlagKat), fiesh

[35.] Analyse:As/Fragment 315 29 - Diskussion
Bearbeitet: 14. April 2012, 18:33 Hotznplotz
Erstellt: 1. January 2012, 00:55 (Hotznplotz)
As, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Hupperschwiller 1970, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hotznplotz, Bummelchen, Hindemith, Fiesh
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 315, Zeilen: 28-29
Quelle: Hupperschwiller 1970
Seite(n): 060, Zeilen: 15-17
Es stellt fest, daß die Eltern und sonstigen Erzieher nicht so vollkommen und allmächtig [sind, wie bisher angenommen.] [...] die Feststellung, daß die Eltern wie auch andere Autoritätspersonen nicht so vollkommen und allmächtig sind, wie sie das Kind sich vorstellte [...].
Anmerkungen

in Zusammenhang mit der Fortsetzung in Fragment 316 12 zu sehen

Sichter
Bummelchen (Text), Hindemith, fiesh

[36.] Analyse:As/Fragment 316 12 - Diskussion
Bearbeitet: 9. April 2012, 21:02 Kybot
Erstellt: 1. January 2012, 00:35 (Hotznplotz)
As, BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Hupperschwiller 1970, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hotznplotz, Bummelchen, 213.102.93.254, Hindemith, Fiesh
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 316, Zeilen: 01-16, 101-102
Quelle: Hupperschwiller 1970
Seite(n): 060, Zeilen: 04-25
[Es stellt fest, daß die Eltern und sonstigen Erzieher nicht so vollkommen und allmächtig] sind, wie bisher angenommen. "Das Kind erfährt nun, daß sie die Forderungen, die sie stellen, selbst nicht durchweg erfüllen, dies oft nicht einmal versuchen und daß ihre Forderungen zudem oft widersprüchlich sind." [FN 1] Mit zunehmender Selbständigkeit und Sicherheit bewegt es sich ausserhalb der Familie. "Seine Orinetierungsfunktionen [sic] sind so gereift, daß es vom konkreten zum abstrakten Denken gelangt, fähig wird, logische Schlüsse zu ziehen, Situationen damit unter neuen Aspekten erfaßt und anstelle des mechanischen ein sinnvoll-logisches Gedächtnis entwickelt." [FN 2]

Das kindliche, rein heteronome Norm- und Wertverständnis wird erschüttert durch die Erkenntnis, daß die als eindeutig und allgemeingültig betrachteten Normen und erworbenen Wertungen nicht immer die Differenziertheit einer Einzelsituation erfassen.

[FN 1] Roth,Heinrich: Zur pädagogischen Psychologie des Gewissens und der Gewissensbildung. S. 244.

[ [FN 2] Hupperschwiller,Lutz: a.a.O. S. 60.]

Das Kind [...] beginnt sich mehr und mehr auch außerhalb der Familie zu bewegen und infolge zunehmender Selbständigkeit und Sicherheit aus ihr herauszuwachsen. Seine Orientierungsfunktionen sind so gereift, daß es vom konkreten zum abstrakten Denken gelangt, fähig wird, logische Schlüsse zu ziehen, Situationen damit unter neuen Aspekten erfaßt und anstelle des mechanischen ein sinnvoll-logisches Gedächtnis entwickelt. [...] die Feststellung, daß die Eltern wie auch andere Autoritätspersonen nicht so vollkommen und allmächtig sind, wie sie das Kind sich vorstellte [...]. Das Kind erfaßt nun, daß sie die Forderungen, die sie stellen, selbst nicht durchweg erfüllen, dies oft nicht einmal versuchen und daß ihre Forderungen zudem oft widersprüchlich sind (vgl. Roth 1957, 244). Es erkennt, daß das Leben selbst differenzierter [...] ist, als es zunächst angenommen hat, daß es von den erworbenen Wertungen her nicht immer eindeutig erfaßt werden kann [...]. Das kindliche, noch rein heteronome Norm- und Wertgefüge wird dadurch nicht unerheblich erschüttert.
Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 315 29. Übernahme mit Umstellungen in der Reihenfolge der Aussagen. Das wörtliche Zitat, das die Verfasserin Roth zuschreibt, findet sich bei diesem selbst in keiner Weise und ist anscheinend von Hupperschwiller entlehnt, der Roth lediglich zusammenfasst. Bei Roth steht auf Seite 244 zum Thema: "In der Regel scheinen zwei Ereignisse dem jungen Menschen in der Richtung auf ein selbständiges Gewissen zum Durchbruch zu verhelfen, [...]: das eine hat die Erkenntnis und Erfahrung zum Inhalt, daß bei den Autoritäten, denen man seither folgte, Forderungen und Taten einander nicht so entsprechen, wie sie es selbst fordern; das andere ist die Begegnung mit neuen Autoritäten, [...]"

Sichter
Bummelchen (Text) Hindemith fiesh

[37.] Analyse:As/Fragment 322 10 - Diskussion
Bearbeitet: 7. May 2012, 09:27 Hindemith
Erstellt: 2. January 2012, 11:03 (Hotznplotz)
As, Fragment, Gesichtet, Hupperschwiller 1970, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Bummelchen, Fiesh
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 322, Zeilen: 10-17
Quelle: Hupperschwiller 1970
Seite(n): 064, Zeilen: 09-13
Zusammenfassend kann man feststellen, daß in dem Maß, in dem im Jugendalter neben die heteronomen Normen selbstüberprüfte Normen treten, bzw. erstere nach kritischer persönlicher Überprüfung ersetzt oder aber gutgeheißen und als autonome Normen zur Grundlage des Entscheidens und Handelns werden, man von einem autonomen, bzw. personalen Gewissen sprechen kann und damit von einer geglückten Personalisation. In dem Maß, in dem neben die heteronomen Normen selbstüberprüfte Normen treten, erstere ersetzt bzw. [...] nach kritischer persönlicher Überprüfung gutgeheißen und damit nun als autonome Normen beibehalten werden, sprechen wir von einem autonomen Gewissen, einer geglückten Personalisation.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Bummelchen (Text), fiesh, Hindemith


Fragmente (Plagiat, ungesichtet)

47 Fragmente

[1.] Analyse:As/Fragment 076 02 - Diskussion
Bearbeitet: 13. April 2012, 11:47 Hotznplotz
Erstellt: 22. March 2012, 00:48 (Hotznplotz)
As, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Stadter 1970, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 076, Zeilen: 02-12, 101-103
Quelle: Stadter 1970
Seite(n): 053; 102, Zeilen: 04-05, 09-12, 15-17, 20-22, 24-28; 24-25
Diesem Streben setzt die Realität spürbare Grenzen. Steht dem Menschen rein theoretisch der Weg offen, ohne Rücksicht auf die Umwelt die egoistische Befriedigung aller seiner Wünsche zu suchen, so ist dies praktisch aufgrund zu erwartender harter Sanktionen durch die Gesellschaft unmöglich. Weil der Mensch die Geborgenheit im Raum der Gruppe braucht, für ihn der Boykott der Mitwelt zu den unlustvollsten Erlebnissen gehört, verzichtet er auf die unmittelbare Erfüllung von Wünschen und respektiert die Spielregeln des Zusammenlebens, um so doch noch zu einem relativ großen Quantum an Lust zu kommen. [FN 1]

[FN 1] vgl. zur Entwicklung des Kulturmenschen vor allem die Schrift: Das Unbehagen in der Kultur. In: Ges. Werke. Bd. XIV. London 41968. S. 419 - 506.

[Seite 53, Z. 4-5]

Die Realität setzt dem Glücksstreben spürbare Grenzen.

[Seite 53, Z. 9-12]

Zwar steht ihm rein theoretisch der Ausweg offen, seinen Bedürfnissen nachzugeben und ohne Rücksicht auf die Umwelt die egoistische Befriedigung sämtlicher Wünsche zu suchen.

[Seite 53, Z. 15-17]

[...] insofern die Interessen aller durch die Rücksichtslosigkeit eines einzelnen geschädigt werden, reagiert die Gesellschaft mit harten Sanktionen [...].

[Seite 53, Z. 20-22]

Nun braucht der Mensch nichts dringender als die Geborgenheit im Raum der Gruppe, und kein Erlebnis ist 'unlustvoller' als der Boykott durch die Mitwelt [...].

[Seite 53, Z. 24-28]

Der 'Wilde' zieht es vor, Spielregeln des Zusammenlebens zu respektieren. Er verzichtet auf die unmittelbare Erfüllung von Wünschen, um so doch zu einem relativ optimalen Quantum an Lust zu kommen.

[Seite 53, Z. 38]

[...][EN 32]

[Seite 102, Z. 24-25]

[EN 32] Die Gedanken Freuds sind hier frei wiedergegeben. Vgl. dazu Das Unbehagen in der Kultur (XIV 419-506) [und Die Zukunft einer Illusion (XIV 323-380)].

Anmerkungen

Die Verfasserin bestreitet ihren Diskurs aus Ausführungen Stadters (1970), ohne diesen als Quelle zu benennen. In Freuds Das Unbehagen in der Kultur findet sich der Inhalt weder in den Formulierungen Stadters (was dieser durch den ersten Satz in [EN 32] deutlich macht) noch im diesen ähnelnden Wortlaut der Verfasserin.

Sichter
PlagProf:-)

[2.] Analyse:As/Fragment 078 25 - Diskussion
Bearbeitet: 13. April 2012, 12:24 Hotznplotz
Erstellt: 31. March 2012, 22:32 (Hotznplotz)
As, Bally 1961, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 078, Zeilen: 25-27
Quelle: Bally 1961
Seite(n): 094, Zeilen: 19-21
Das Bewußtwerden der Es-Inhalte geschieht nach Freud, indem sie "mit Wortresten verknüpft" und dadurch sprachlich artikulierbar werden. Diese Bewußtwerdung geschieht nach Freud aber dadurch, daß die unbewußten Es-Inhalte 'mit Wortresten verknüpft' und damit sprachlich artikulierbar gemacht werden.
Anmerkungen

Die Quelle Bally (1961) wird hier nicht genannt. Bei Freud selbst findet man zwar gelegentlich "Wortreste", aber nicht den Ausdruck "mit Wortresten verknüpft". As übernimmt hier ungeprüft ein kurzes, aber unzutreffendes Zitat.

Sichter
PlagProf:-)

[3.] Analyse:As/Fragment 084 03 - Diskussion
Bearbeitet: 13. April 2012, 12:07 Hotznplotz
Erstellt: 11. February 2012, 08:19 (Hotznplotz)
As, Fragment, Klier 1978, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 084, Zeilen: 03-12
Quelle: Klier 1978
Seite(n): 068, Zeilen: 11-18
Freuds Anwendung physikalischer Erkenntnisse der damaligen Zeit auf die Psychologie bezeichnet Erikson zwar als bedeutsame Leistung, die daraus entwickelte Theorie, "daß die Triebenergie analog zur Erhaltung der Energie in der Physik übertragen, verschoben und umgewandelt wird" [FN 1] als Erklärung der psychologischen Beobachtungen aber hält er für unzureichend.

Das für die Person fundamentale Gefühl der persönlichen Identität läßt sich nach Erikson nicht durch eine rein energetische Triebtheorie erklären.

[ [FN 1] Erikson,Erik H.: Identität und Lebenszyklus. Frankfurt 41977. S. 18]

Erikson[FN 298] weist darauf hin, daß die Anwendung der physikalischen Erkenntnisse der damaligen Zeit auf die Psychologie eine bedeutsame Leistung Freuds war. Es reiche aber als Erklärung der psychologischen Beobachtungen nicht aus, daß "Triebenergie analog zur Erhaltung der Energie in der Physik übertragen, verschoben und umgewandelt wird"[FN 299]. Insbesondere könne eine so verstandene rein energetische Triebtheorie das für die Person fundamentale Gefühl der persönlichen Identität nicht erklären.

[ [FN 298] 1973, 18.

[FN 299] Ebd.]

Anmerkungen

Keine Nennung der eigentlichen Quelle. Der Ausdruck "bedeutsame Leistung" und der letzte Satz finden sich bei Erikson selbst im Wortlaut nicht. Auch der auf das Fragment folgende Satz verrät sein Herkunft aus Klier (1978), wird aber nicht als Plagiat gewertet, da er einen Eigenanteil enthält. Eine weitere Übernahme von derselben Seite aus derselben Quelle ist Fragment 084 23.

Sichter
PlagProf:-)

[4.] Analyse:As/Fragment 084 23 - Diskussion
Bearbeitet: 13. April 2012, 12:09 Hotznplotz
Erstellt: 11. February 2012, 08:25 (Hotznplotz)
As, Fragment, Klier 1978, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 084, Zeilen: 23-25
Quelle: Klier 1978
Seite(n): 068, Zeilen: 31-32
Erikson nimmt - ähnlich wie Piaget - an, daß die Entwicklung des Kindes in kontinuierlich ineinander übergehenden Phasen verläuft. Erikson nimmt ähnlich wie Piaget an, daß die Entwicklung des Kindes in kontinuierlich ineinander übergehenden Stadien verlaufe.
Anmerkungen

Keine Quellenangabe. Eine weitere Übernahme aus derselben Quelle ist Fragment 084 03.

Sichter
PlagProf:-)

[5.] Analyse:As/Fragment 090 19 - Diskussion
Bearbeitet: 13. April 2012, 18:00 Hotznplotz
Erstellt: 14. January 2012, 20:34 (Hotznplotz)
As, Fragment, Nowak 1978, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 090, Zeilen: 19-24
Quelle: Nowak 1978
Seite(n): 031, Zeilen: 08-13, 20-21
Zur Kompensation des Minderwertigkeitsgefühls und als Ausstrahlung einer seelischen Urenergie, die nach Selbstverwirklichung tendiert, entwickelt das Individuum Geltungsstreben. Solches Streben nach Selbsterhaltung und Persönlichkeitsbehauptung wird in der Individualpsychologie als Grundtrieb gesehen. Es ist einmal seelische Reaktion auf ein Minderwertigkeitsgefühl, eine Kompensation; andererseits zeigt sich, daß hinter dem Geltungsstreben eine seelische Urkraft steht. Die Kompensation im Adlerschen Sinne ist [...] auch als Ausstrahlung einer seelischen Urenergie aufzufassen, die nach [...] Selbstverwirklichung tendiert[FN 49]. [...]

Dieser Drang des Selbsterhaltungstriebes zur Persönlichkeitsbehauptung ist der Grundtrieb in der Individualpsychologie.

[ [FN 49] Vgl. A. Adler, Über den nervösen Charakter, Darmstadt 1969, S. 35 und 46.]

Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter

[6.] Analyse:As/Fragment 092 23 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 08:55 Kybot
Erstellt: 9. January 2012, 17:40 (Hotznplotz)
As, Baumhauer 1970, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Fiesh
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 092, Zeilen: 20-23, 110-112
Quelle: Baumhauer 1970
Seite(n): 081, Zeilen: 32-37
"Das Gewissen baut sich unter dem Druck der Sicherungstendenz aus den einfacheren Formen des Voraussehens und der Selbsteinschätzung auf, wird mit den Zeichen der Macht ausgestattet und zur Gottheit erhoben." [FN 3]

[FN 3] Adler,Alfred: Grausamkeit – Gewissen – Perversion und Neurose. In: Petrilowitsch,Nikolaus (Hrsg.): Das Gewissen als Problem. Darmstadt 1966. S. 59-64. hier: S.63.

"Das Gewissen baut sich unter dem Druck der Sicherungstendenz aus den einfacheren Formen des Voraussehens und der Selbsteinschätzung auf, wird mit den Zeichen der Macht ausgestattet und zur Gottheit erhoben." So Adler in dem Aufsatz Grausamkeit — Gewissen — Perversion und Neurose [...].
Anmerkungen

Fortsetzung in Fragment 093 01 (siehe Anmerkung dort)

Sichter
fiesh

[7.] Analyse:As/Fragment 093 01 - Diskussion
Bearbeitet: 9. April 2012, 20:58 Kybot
Erstellt: 9. January 2012, 16:38 (Hotznplotz)
As, Baumhauer 1970, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Fiesh
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 093, Zeilen: 01-08; 12-25, 102-105
Quelle: Baumhauer 1970
Seite(n): 081; 082, Zeilen: 39-40; 01-25
So verstanden gibt das Gewissen dem Menschen das Gefühl, in Einklang mit bzw. in Gegensatz zu seinem Lebensstil zu stehen. Es baut sich auf, "damit der Mensch Richtungslinien scheinbar in Einklang mit dem Gewissensgefühl verfolgen kann". Es gibt ihm Orientierung, "damit er sich leichter

zurechtfindet in der Unsicherheit des Geschehens" und ermöglicht den Zweifel "unter den Griffen und Kampfesweisen, zu denen ihn sein Wille zur Macht leitet". [FN 1] [...]

Nach Adlers Auffassung bleibt das Gewissen offenbar immer eine "fiktive Instanz", die er besonders im Zusammenhang mit zwei Fehlentwicklungen sieht:

Zum einen beim Psychopathen mit habsüchtigen, brutalen, gewalttätigen Zügen, der nach der Niederlage, die er mit seinem aggressiven Verhalten erlitten hat, durch die Errichtung dieser fiktiven Instanz "besser oder sogar allzu aufdringlich an die allgemeinen Leitbilder der Moral herangebracht werden" kann. [FN 2]

Zum anderen beim Nervösen, den "die Unfruchtbarkeit der Gewissensbisse, der Reue, der Trauer (lockt), weil ihr trügerischer Schein ihn hebt und zu veredeln und verschönern trachtet; gleichzeitig enthebt er ihn der Lösung der wirklichen Lebensprobleme". [FN 3]

[ [FN 3] Adler,Alfred: Grausamkeit — Gewissen — Perversion und Neurose. In: Petrilowitsch,Nikolaus (Hrsg.): Das Gewissen als Problem. Darmstadt 1966. S. 59-64. hier: S.63.

[FN 1] ebd. S. 63.]

[FN 2] "Durch die Imagination eines übertriebenen Gewissens und übertriebener Schuldgefühle wird der männliche Protest von der geradlinigen Aggression abgedrängt und auf konstruierte Bahnen der Weichherzigkeit gelenkt" [(ebd. S. 62).

[FN 3] ebd. S. 63.]

So gesehen ist das Gewissen ein Gefühl, das den Menschen in der Verfolgung seiner Leitlinie, seines Lebensplans bestätigt, [Seite 82] oder wie Adler formuliert: Das Gewissen baut sich auf, "damit der Mensch Richtungslinien scheinbar im Einklang mit dem Gewissensgefühl verfolgen kann." Auf diese Weise wird das Gewissen einmal zur Orientierungshilfe, es baut sich auf, damit der Mensch "sich leichter zurechtfindet in der Unsicherheit des Geschehens", zum anderen macht das Gewissen erst den Zweifel möglich — der Zweifel: einer "unter den Griffen und Kampfweisen, zu denen ihn (den Menschen) sein Wille zur Macht leitet".

Immer aber ist dieses Gewissen nach Adlers Auffassung offenbar eine "fiktive Instanz", die er besonders im Zusammenhang mit zwei Formen der Fehlentwicklung sieht. Zum einen beim Psychopathen mit habsüchtigen, brutalen, gewalttätigen Zügen, der aus der Niederlage heraus, die er mit seinem aggressiven Verhalten erlitten hat, durch die Errichtung dieser fiktiven Instanz besser "an die allgemeinen Leitbilder der Moral herangebracht werden" kann: "Durch die Imagination eines übertriebenen Gewissens und übertriebener Schuldgefühle wird der männliche Protest von der geradlinigen Aggression abgedrängt und auf konstruierte Bahnen der Weichherzigkeit gelenkt." Zum ändern beim Nervösen: ihn lockt immer "die Unfruchtbarkeit der Gewissensbisse, der Reue, der Trauer, weil ihr trügerischer Schein ihn hebt und zu veredeln und zu verschönern trachtet; gleichzeitig enthebt er ihn der Lösung der wirklichen Lebens-Probleme".

Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 092 23. Fast die gesamte Seite wird von Baumhauer übernommen. Die Verfasserin ergänzt lediglich bei den meisten Zitaten die Seitenzahlen der Arbeit Adlers. Der Begriff "Fehlentwicklung" findet sich bei Adler selbst nicht.

Sichter
fiesh

[8.] Analyse:As/Fragment 093 26 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 20:18 Kybot
Erstellt: 15. January 2012, 21:02 (Hotznplotz)
As, Fragment, Nowak 1978, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Fiesh
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 093, Zeilen: 26-28
Quelle: Nowak 1978
Seite(n): 034, Zeilen: 08-10
Die wichtigsten Aspekte des Adlerschen Gewissensbegriffs sind somit: fiktive Instanz zur Sicherung der menschlichen Existenz, Orientierungshilfe in der Unsicherheit der [Geschehnisse und Voraussetzung des Zweifels.] [...] die wichtigen Aspekte des Gewissens sind: Sicherungstendenz der menschlichen Existenz, Orientierungshilfe in der Unsicherheit des Geschehens und Voraussetzung des Zweifels.
Anmerkungen

Keine Quellenangabe. Fortsetzung in Fragment 094 01.

Sichter
fiesh

[9.] Analyse:As/Fragment 094 01 - Diskussion
Bearbeitet: 24. April 2012, 20:00 Fiesh
Erstellt: 9. January 2012, 17:08 (Hotznplotz)
As, Fragment, Nowak 1978, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Fiesh
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 094, Zeilen: 01-05
Quelle: Nowak 1978
Seite(n): 034, Zeilen: 08-13
[Die wichtigsten Aspekte des Adlerschen Gewissensbegriffs sind somit: fiktive Instanz zur Sicherung der menschlichen Existenz, Orientierungshilfe in der Unsicherheit der] Geschehnisse und Voraussetzung des Zweifels.

Weil der Mensch ein Gemeinschaftswesen ist, wird dabei das als gut bestimmt, was menschliches Leben in der Gemeinschaft ermöglicht und erleichtert, als böse gilt bei Adler, was das Leben in der Gemeinschaft unmöglich macht [...].

[...] die wichtigen Aspekte des Gewissens sind: Sicherungstendenz der menschlichen Existenz, Orientierungshilfe in der Unsicherheit des Geschehens und Voraussetzung des Zweifels. Weil der Mensch ein Gemeinschaftswesen ist, ist gut, was menschliches Leben in der Gemeinschaft ermöglicht und erleichtert; böse, was das Leben in der Gemeinschaft unmöglich macht.
Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 093 26

Sichter
fiesh

[10.] Analyse:As/Fragment 102 08 - Diskussion
Bearbeitet: 16. April 2012, 04:25 Hotznplotz
Erstellt: 14. January 2012, 12:32 (Hotznplotz)
As, BauernOpfer, Fragment, Jacobi 1971, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hotznplotz, Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 102, Zeilen: 08-21
Quelle: Jacobi 1971
Seite(n): 042; 048; 049, Zeilen: 19-21; 38-39; 01-02, 09-16, 23-26
[... [FN 1] ...] In der Begegnung mit der Umwelt muß das Ich zu einem festen Kern zusammenwachsen. Entscheidend ist dabei jener Ausschnitt des Ich, den Jung die Persona nennt und deren Aufgabe darin besteht, eine relativ gleichmäßige, den jeweiligen Ansprüchen der Zivilisation angepaßte Fassade zu bilden. Die Persona entsteht aus einer "erfolgreichen Verbindung des Ichideals, d.h. dessen, was man sich als Ideal vorstellt, mit dem, was als Ideal der jeweiligen Umgebung gilt und von einem erwartet wird." [FN 3]

Jung meint mit Persona also nicht das, was jemand eigentlich ist, sondern wofür er sich hält und wofür andere ihn halten. Ohne ausgebildete Persona wirkt der Mensch unsicher und ist mit seinen Launen und Stimmungen der Umwelt preisgegeben.


[ [FN 1] Jacobi,Jolande: a.a.O. S. 34.

[FN 3] ebd. S. 49.]

[Seite 42, Z. 19-21]

[...] muß das Ich in seiner Begegnung mit der Umwelt zuerst zu einem festen Kern zusammenwachsen[FN 31].

[Seite 48, Z. 38-39]

Unter Persona versteht Jung jenen Ausschnitt des Ich, dem die Beziehung mit der Umwelt obliegt. Ihre Aufgabe ist es, eine relativ

[Seite 49, Z. 1-2]

gleichmäßige, den Ansprüchen der jeweiligen Zivilisation angepaßte Fassade zu bilden.

[Seite 49, Z. 23-26]

Sie entsteht aus einer erfolgreichen Verbindung des Ichideals, d.h. dessen, was man sich als Ideal vorstellt, mit dem, was als Ideal der jeweiligen Umgebung gilt und von einem erwartet wird.

[Seite 49, Z. 11-14]

Jung schreibt [...]: Die Persona sei das, was einer eigentlich nicht ist, sondern wofür er sich hält und wofür die anderen Leute ihn halten.

[Seite 49, Z. 9-10]

Besitzt man aber keine rechte Persona, so wirkt man [...] unsicher [...].

[Seite 49, Z. 14-16]

Fehlt also die Persona, so trägt man kein schützendes "Gesicht", sondern ist mit all seinen Launen und Stimmungen der Umwelt preisgegeben [...].

Anmerkungen

Die Verfasserin führt Jacobi mit einem wörtlichen Zitat an, übernimmt aber auch davor und danach sinngemäß Text von ihr, ohne dies kenntlich zu machen.

Sichter

[11.] Analyse:As/Fragment 102 25 - Diskussion
Bearbeitet: 14. April 2012, 07:12 Hotznplotz
Erstellt: 14. January 2012, 14:16 (Hotznplotz)
As, BauernOpfer, Fragment, Jacobi 1971, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 102, Zeilen: 29-30
Quelle: Jacobi 1971
Seite(n): 050, Zeilen: 09-14
Dieser Schatten wächst gleichsam als der Spiegel des Ich und setzt sich aus verdrängten, wenig oder [gar nicht gelebten psychischen Zügen des Menschen zusammen, die aus moralischen, sozialen, erzieherischen oder sonstigen Gründen aus dem Leben ausgeschlossen wurden.] Der Schatten wächst parallel mit dem Ich, gleichsam als dessen "Spiegelbild", und setzt sich zusammen aus den teils verdrängten, teils wenig oder gar nicht gelebten psychischen Zügen des Menschen, die von Anfang an aus moralischen, sozialen, erzieherischen oder sonstigen Gründen weitgehend vom Mitleben ausgeschlossen wurden [...].
Anmerkungen

Im dem Fragment vorausgehenden Satz zitiert die Verfasserin Jacobi wörtlich, übernimmt aber dann noch weiter von ihr, ohne dies kenntlich zu machen. Fortsetzung in Fragment 103 02.

Sichter

[12.] Analyse:As/Fragment 103 02 - Diskussion
Bearbeitet: 14. April 2012, 07:16 Hotznplotz
Erstellt: 14. January 2012, 14:32 (Hotznplotz)
As, BauernOpfer, Fragment, Jacobi 1971, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 103, Zeilen: 01-07
Quelle: Jacobi 1971
Seite(n): 050, Zeilen: 09-22
[Dieser Schatten wächst gleichsam als der Spiegel des Ich und setzt sich aus verdrängten, wenig oder] gar nicht gelebten psychischen Zügen des Menschen zusammen, die aus moralischen, sozialen, erzieherischen oder sonstigen Gründen aus dem Leben ausgeschlossen wurden. Neben diesem "persönlichen Schatten" gibt es nach Jung auch einen "kollektiven Schatten", in dem das allgemeine Böse, d.h. das im scharfen Gegensatz zum Zeitgeist stehende enthalten ist. Der Schatten wächst parallel mit dem Ich, gleichsam als dessen "Spiegelbild", und setzt sich zusammen aus den teils verdrängten, teils wenig oder gar nicht gelebten psychischen Zügen des Menschen, die von Anfang an aus moralischen, sozialen, erzieherischen oder sonstigen Gründen weitgehend vom Mitleben ausgeschlossen wurden [...]

Außer einem "persönlichen Schatten" gibt es nach Jung auch einen "kollektiven Schatten", in dem das allgemein Böse enthalten ist [...]. Darin finden [...] Inhalte ihren Ausdruck, [...] die [...] den scharfen Gegensatz zum Zeitgeist darstellen [...].

Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 102 25. 15 aufeinanderfolgende Wörter werden ohne Kenntlichmachung übernommen.

Sichter

[13.] Analyse:As/Fragment 104 02 - Diskussion
Bearbeitet: 29. September 2015, 18:03 Klgn
Erstellt: 14. January 2012, 15:22 (Hotznplotz)
As, BauernOpfer, Fragment, Jacobi 1971, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 104, Zeilen: 01-11
Quelle: Jacobi 1971
Seite(n): 062; 125, Zeilen: 02-03; 02-18
Aus dem Ergebnis des Individuationsprozesses – einer Synthese aller Teilaspekte der bewußten und unbewußten Psyche – geht das Wissen des Menschen um sein Ausgeliefertsein an eine irrationale Macht hervor. Nach christlichem Verständnis ist damit Gott als Person von transzendenter und metaphysischer Natur gemeint. Einem "autochthonen religiösen Urdrang" entspricht das Glaubenkönnen des Menschen als Urfunktion von Geburt an. Sie stellt nach Jung eine angeborene Notwendigkeit der menschlichen Seele dar, die nicht ohne schwere Schädigung der psychischen Gesundheit übergangen werden kann. [Seite 62, Z. 2-3]

Der Individuationsprozeß erstrebt die Erreichung einer Synthese aller Teilaspekte der bewußten und unbewußten Psyche.

[Seite 125, Z. 2-18]

Als Ergebnis eines Individuationsprozesses, dem sich der Mensch [...] unterzogen hat, geht eine Haltung hervor, die man [...] als "religiös" [...] bezeichnen darf. Denn dieser "Prozeß" führt ihn zu einem Wissen um sein Ausgeliefertsein an eine irrationale Macht [...] Er stellt sich diesen "Gott" als Person von transzendenter und metaphysischer Natur vor. [...]

Glaubenkönnen ist als Urfunktion dem Menschen von Geburt her mitgegeben [FN 2]. Sein spezielles Ausgerichtetsein auf Gott entspricht für Jung einem autochthonen religiösen Urdrang, einer angeborenen Notwendigkeit der Seele, die nicht ohne schwere Schädigung der psychischen Gesundheit übergangen [...] werden kann.

Anmerkungen

Die Verfasserin verweist erst am Ende des folgenden Absatzes auf S. 125 bei Jacobi. Dies ist als Kenntlichmachung nicht hinreichend.

Sichter

[14.] Analyse:As/Fragment 105 19 - Diskussion
Bearbeitet: 9. April 2012, 20:58 Kybot
Erstellt: 11. January 2012, 20:13 (Hotznplotz)
As, BauernOpfer, Baumhauer 1970, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 105, Zeilen: 18-21
Quelle: Baumhauer 1970
Seite(n): 050, Zeilen: 04-08
[Zu ersterem zählt Jung vor allem die "sogenannten gefühlsbetonten Komplexe, die die persönliche Intimität des seelischen Lebens ausmachen" [FN 1],] also all das Verdrängte, Vergessene, unterschwellig Wahrgenommene, Gedachte und Gefühlte, das in enger Beziehung zu den Erlebnissen des Individuums steht. [FN 2]

[ [FN 1] Baumhauer,Otto: Das Vor-Urteil des Gewissens. Limburg 1970. S. 49/50.

[FN 2] Jung,Carl Gustav: Psychologische Typen. Zürich 1960. S. 690.]

[Die Inhalte des persönlichen Unbewußten sind in der Hauptsache die sogenannten gefühlsbetonten Komplexe, welche die persönliche Intimität des seelischen Lebens ausmachen. ...]

Das persönliche Unbewußte enthält also — nach der Zusammenstellung von Harsch — "Vergessenes, Verdrängtes, auch unterschwellig Wahrgenommenes, Gedachtes und Gefühltes aller Art, das in enger Beziehung zu den Erlebnissen dieses Individuums steht".

Anmerkungen

Die Quellenangabe ist falsch: In Jung 1960, der lediglich 678 S. umfasst, heißt es auf S. 527: "Wir können ein persönliches U. unterscheiden, welches alle Acquisitionen der persönlichen Existenz umfaßt, also Vergessenes, Verdrängtes, unterschwellig Wahrgenommenes, Gedachtes und Gefühltes." Von einer engen Beziehung zu den Erlebnissen eines Individuums ist dort nicht die Rede. Die Verfasserin zitiert hier also nicht Jung selbst, wie sie angibt, sondern übernimmt von Baumhauer.

Sichter

[15.] Analyse:As/Fragment 106 10 - Diskussion
Bearbeitet: 13. April 2012, 18:33 Hotznplotz
Erstellt: 6. January 2012, 19:00 (Hotznplotz)
As, Fragment, Oser 1976, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Bummelchen, 213.102.93.254, Fiesh
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 106, Zeilen: 09-11, 102-103
Quelle: Oser 1976
Seite(n): 282, Zeilen: 31-33, 102
Der Mensch wird von ihnen nicht überfallen, sondern vollzieht selbst das archetypische Geschehen als sein je eigenes. [FN 2]

[FN 2] Spengler,Ernst: Das Gewissen bei Freud und Jung. Zürich 1964. S. 42f.

[Spengler[FN 2] weist darauf hin, dass ...]

Dabei ist wichtig, dass der Archetypus nicht den Menschen wehrlos überfällt, sondern dass das archetypische Geschehen vom Menschen selbst vollzogen wird, als je sein eigenes.

[FN 2] Vgl. E. Spengler: Das Gewissen bei Freud und Jung. Zürich 1964, S. 42.

Anmerkungen

Oser fasst an dieser Stelle Ausführungen Spenglers zusammen. Der Wortlaut findet sich in keiner Weise bei Spengler selbst, weshalb hier ganz offenbar eine Übernahme von Oser vorliegt.

Sichter
Bummelchen (Text), fiesh

[16.] Analyse:As/Fragment 110 23 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 20:19 Kybot
Erstellt: 15. January 2012, 18:48 (Hotznplotz)
As, Fragment, Nowak 1978, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 110, Zeilen: 23-26
Quelle: Nowak 1978
Seite(n): 045, Zeilen: 28-31
Das Gewissen in der Existenzanalyse Frankls hat nichts zu tun mit dem Uber-Ich Freuds. So wie sich Liebe genetisch nicht aus dem Es ableiten läßt, so kann nach Frankl das Gewissen nicht auf das Über-Ich reduziert werden. Das Gewissen ist also in der Existenzanalyse ein ganz spezifisch menschliches Phänomen, das nichts mit Freuds Über-Ich zu tun hat. In der Auffassung Frankls läßt sich das Gewissen auf das Über-Ich ebensowenig reduzieren, wie sich die Liebe genetisch vom Es ableiten läßt.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter

[17.] Analyse:As/Fragment 111 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 08:55 Kybot
Erstellt: 16. January 2012, 19:19 (Hotznplotz)
As, Fragment, Nowak 1978, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Fiesh
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 111, Zeilen: 01-05, 101-104
Quelle: Nowak 1978
Seite(n): 045; 046, Zeilen: 31-33; 01-02, 101-102
Liebe und Gewissen sind spezifisch humane Prinzipien in der Weise, "daß das Gewissen eine Manifestation der menschlichen Fähigkeit zu Selbstdistanzierung ist, während sich durch die Liebe menschliche Fähigkeit zur Selbsttranszendenz

manifestiert." [FN 1]

[FN 1] Frankl,Viktor E.: Der Pluralismus der Wissenschaften und die Einheit des Menschen. In: Petrilowitsch, Nikolaus (Hrs.): Die Sinnfrage in der Psychotherapie. Darmstadt 1972. S. 494.

Liebe und Gewissen sind ebenfalls spezifisch humane Phänomene, und zwar so, "daß das Gewissen eine Manifestation der menschlichen Fähigkeit zur [Seite 46] Selbstdistanzierung ist, während sich durch die Liebe menschliche Fähigkeit zur Selbsttranszendenz manifestiert"[FN 121].

[FN 121] V. E. Frankl, Der Pluralismus der Wissenschaften und die Einheit des Menschen, in: Die Sinnfrage in der Psychotherapie (Hrsg. N. Petrilowitsch), Darmstadt 1972, S. 494.

Anmerkungen

Im originalen Aufsatz von Frankl heißt es (grammatisch richtig): "[...] während sich durch die Liebe die menschliche Fähigkeit zur Selbsttranszendenz manifestiert". Da sich bei Nowak genau derselbe Zitationsfehler findet, wird der Satz offenbar mitsamt Literaturangabe von der Verfasserin übernommen.

Sichter
fiesh

[18.] Analyse:As/Fragment 129 18 - Diskussion
Bearbeitet: 16. April 2012, 12:37 Hotznplotz
Erstellt: 9. January 2012, 19:45 (Hotznplotz)
As, BauernOpfer, Baumhauer 1970, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 129, Zeilen: 17-23
Quelle: Baumhauer 1970
Seite(n): 083, Zeilen: 16-22
Zu seiner Entfaltung muß nach Adler in der Erziehung vor allem Wert darauf gelegt werden, für die Kinder keinen Reiz zu schaffen, mehr sein zu wollen als andere. Privilegien und Sonderstellungen innerhalb der Familie, sowie vor allem von Familien oftmals geförderter Gruppenegoismus, müssen vermieden werden. Adler zieht daraus eine ganze Reihe von Folgerungen für die Erziehung, die zum einen darauf hinaus laufen, auf Privilegien und Sonderstellung — besonders in der Familie — zu verzichten, um für die Kinder keinen Reiz zu schaffen, mehr sein zu wollen als andere; und jenen Gruppenegoismus abzubauen — er wird in vielen Familien geradezu gezüchtet —, der dem Kind die Meinung einimpft, man sei besser als andere, sei etwas Besonderes.
Anmerkungen

Eine Quellenangabe erfolgt erst am Ende des nächsten Absatzes auf S. 130, welche diese Übernahme nicht abdeckt. Insbesondere hätten die 13 aufeinanderfolgenden identischen Wörter kenntlich gemacht werden müssen.

Sichter

[19.] Analyse:As/Fragment 138 17 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 08:56 Kybot
Erstellt: 7. January 2012, 19:36 (Graf Isolan)
As, BauernOpfer, Fragment, Oser 1976, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 138, Zeilen: 17-26, 101
Quelle: Oser 1976
Seite(n): 319, Zeilen: 27-35
Von daher unterscheidet Piaget drei Typen von Regeln:

1. Die motorische Regel, die der vorsprachlichen motorischen Intelligenz entspricht und von jeder sozialen Beziehung unabhängig ist. Anfangs fällt sie mit der Gewohnheit zusammen, d.h. "sie ergibt sich aus einem Gefühl der Wiederholung, das mit der Ritualisierung der motorischen Anpassungs-Schemata entsteht." [FN 1]

2. Die zwingende Regel, die dem präsozialen bzw. parasozialen Stadium entspricht und als unumstößlich gilt. "Die Regel ist wie geheiligt, als ob eine göttliche Autorität [dahinterstünde." [FN 1]


[FN 1] Oser,Fritz: Das Gewissen lernen. S.319. [...]


S. 319


[FN 1] Oser,Fritz: a.a.O. S. 319.

Er umschreibt in der Folge drei Typen von Regeln:

" Die motorische Regel: Sie entspricht der vorsprachlichen motorischen Intelligenz, ist von jeder sozialen Beziehung relativ unabhängig. In ihren Anfängen fällt sie mit der Gewohnheit zusammen, d.h. sie ergibt sich aus einem Gefühl der Wiederholung, das mit der Ritualisierung der motorischen Anpassungs-Schemata entsteht.

- Die zwingende Regel: Sie entspricht dem sogenannten präsozialen bzw. parasozialen Stadium. Die Regel ist wie geheiligt, als ob eine göttliche Autorität dahinterstünde.

Anmerkungen

Hier stammt offensichtlich der gesamte Text von Oser. Klassisch: As zitiert jeweils den letzten Satz der Beschreibungen korrekt, lässt aber die Herkunft der anderen Sätze (die derselben Quelle entstammen) im Dunkeln. Warum?

Sichter
Bummelchen(Text)

[20.] Analyse:As/Fragment 142 01 - Diskussion
Bearbeitet: 9. April 2012, 20:59 Kybot
Erstellt: 6. January 2012, 21:16 (Hotznplotz)
As, BauernOpfer, Fragment, Oser 1976, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hotznplotz, Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 142, Zeilen: 01
Quelle: Oser 1976
Seite(n): 323,324, Zeilen: 31-32,101
[Der zweite ist] die Zusammenarbeit, welche zur Autonomie führt." [FN 1]

[ [FN 1] ebd. S. 220/221.]

S. 323


"Der zweite ist die Zusammenarbeit, welche zur Autonomie führt. [...] [[...]"[FN 1]]

S. 324

[FN 1] J. Plaget: a.a.O., S.283.

Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 141 01. Die Verfasserin korrigiert die falsch angegebene Seitenzahl Osers.

Sichter
Bummelchen(Text)

[21.] Analyse:As/Fragment 143 24 - Diskussion
Bearbeitet: 16. April 2012, 08:16 Hindemith
Erstellt: 6. January 2012, 23:41 (Hotznplotz)
As, Fragment, Oser 1976, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Bummelchen, Fiesh, Hindemith
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 143, Zeilen: 24-29
Quelle: Oser 1976
Seite(n): 324, Zeilen: 29-32
Ausserdem setzt das jüngere Kind voraus, daß ein beliebiger Fehler automatisch eine Strafe nach sich zieht. Es glaubt an eine den Dingen immanente Gerechtigkeit, die "von der Übertragung der unter dem Einfluß des Zwangs der Erwachsenen erworbenen Gefühle auf die Dinge" herrührt. [FN 1]

[ [FN 1] ebd. S. 295.]

Auch erscheine es dem jüngeren Kind ganz natürlich, dass ein beliebiger Fehler automatisch seine Strafe nach sich zieht. Der Glaube an die den Dingen immanente Gerechtigkeit rühre "von einer Uebertragung der unter dem Einfluss des Zwanges der Erwachsenen erworbenen Gefühle auf die Dinge her",[FN 3] [...].

[ [FN 1] J. Piaget: a.a.O., S.283.

[FN 3] ebd. S.295]

Anmerkungen

Die Fußnoten beziehen sich auf Piaget. Bei diesem findet sich der erste Satz jedoch auch in keiner ähnlichen Form, weshalb hier offenbar eine Übernahme vorliegt.

Bei Piaget steht: "Der Glaube an die immanente Gerechtigkeit rührt also von einer Übertragung der unter dem Einfluß des Zwanges der Erwachsenen erworbenen Gefühle auf die Dinge her."

Sichter
Bummelchen (Text), fiesh

[22.] Analyse:As/Fragment 145 28 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 08:56 Kybot
Erstellt: 8. January 2012, 00:14 (Graf Isolan)
As, Fragment, Oser 1976, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 145, Zeilen: 28-29
Quelle: Oser 1976
Seite(n): 326, Zeilen: 1-2
H.J.Huijts [FN 3] wirft Piaget vor, die emotionalen Komponenten im Lernprozeß zu unterschätzen.

[FN 3: Huijts,Joseph Hubertus: Gewissensbildung. Köln 1969.]

J.H.Huijts [FN 1] wirft Piaget vor, er unterschätze die emotionalen Komponenten im

Lehrprozess.

[FN 1: J.H. Huijts: Gewissensbildung. Köln 1969, S.158ff.]

Anmerkungen

Der Satz an und für sich ist unbedeutend, aber er steht sowohl bei As als auch bei Oser (1976) am Beginn einer langen die Aussagen Huijts referierenden Passage, die bis auf Verschleierung übereinstimmt, ohne dass die Quelle Oser (1976) hier oder im folgenden genannt wird (siehe die nachstehenden Fragmente). Die Einstufung dieses Fragments als "Verschleierung" erfolgt im Hinblick auf das Folgende.

Sichter

[23.] Analyse:As/Fragment 146 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 08:56 Kybot
Erstellt: 9. January 2012, 23:44 (Graf Isolan)
As, Fragment, Oser 1976, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Fiesh
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 146, Zeilen: 1-25
Quelle: Oser 1976
Seite(n): 326, Zeilen: 2-17
[In seiner Psychologie sei] die höchste Stufe des Murmelspiels das Stadium der Kodifizierung der Regeln. "Das Kind ist dann auf einer Ebene gelandet, auf der es wegen der Regeln spielt, die Regeln machen aber nie das Spiel aus. Sie begleiten es höchstens und sind Aktualisierungen des Spiels."

Huijts meint, das Kind spiele bereits, bevor es Spielregeln kenne: "Zuerst ahmt es das Spiel nach, dann sind die Regeln heilig. Später entwirft es bewußt Regeln, oder es übernimmt sie. Dann tritt die Intellektualisierung des Spiels ein." Solche Intellektualisierung sei aber nie erschöpfend, wenn das Spiel noch Spiel bleiben soll. "Die Regelabsprache bleibt [sic!] in die emotionale Verbundenheit eingebettet. Beim Murmelspiel geht es ganz sicher um die Murmeln, die man gewinnen oder verlieren kann, und nur in zweiter Linie um die Regeln." In analoger Weise kritisiert Huijts auch Piagets Moralverständnis, dessen "höchste Stufe die intellektuelle Anerkennung der Normen auf Grund wechselseitiger Verabredung" ist.

Piaget übersehe, daß das sittliche Urteil stark von persönlichen Bindungen, von historischen und individuellen Wachstumschancen und moralischen Empfindungen abhängig sei. "Natürlich findet das Kind moralische Regeln vor, aber deren Einverleibung ist nicht nur eine Frage des logischen Denkstils unter Vermeidung von Zweifel, Konflikt und Verschiebung in moralischen Auffassungen." [FN 1]

[FN 1: sämtliche Zitate: ebd. S. 159.]

Das könne sehr schön am Beispiel des Regelspiels gezeigt werden. Für Ihn sei die Kodifizierung der Regel wichtig, die Regeln machten aber nie das Spiel aus, sie seien höchstens Aktualisierungen des Spiels. Er sagt: "Das Kind spielt bereits, bevor es Spielregeln kennt. Zuerst ahmt es das Spiel nach, dann sind die Regeln heilig. Später entwirft es bewusst Regeln, oder es übernimmt sie. Dann tritt die Intellektualisierung des Spiels ein. Aber dies ist nie erschöpfend, wenn das Spiel noch Spiel bleiben soll. Mit anderen Worten: Die Regelsprache ist in die emotionale Verbundenheit eingebettet. Beim Murmelspiel geht es ganz sicher um die Murmeln, die man gewinnen oder verlieren kann, und nur in zweiter Linie um die Regeln." [FN 2]

Dasselbe meint Huijts auch 1n Bezug auf die Moralität im Sinne der intellektuellen "Anerkennung der Normen auf Grund wechselseitiger Verabredung“. Das sittliche Urteil hänge in weit grösserem Masse von Bindungen ab, von Motivationen, von der emotionalen Sozialität. Die Frage der Einverleibung der moralischen Regeln sei nicht nur "eine Frage des logischen Denkstils unter Vermeidung von Zweifel, Konflikt und Verschiebung in moralischen Auffassungen."

[FN 2: ebd. S.159.]

Anmerkungen

Bei As erfolgt hier keinerlei Hinweis auf Oser. Oser (1976) zitiert korrekt, As an einer Stelle nicht. Warum die beiden Referate ansonsten inklusive des einleitenden Satzes auf der vorangegangenen Seite bis ins Detail übereinstimmen und sich nur darin unterscheiden, ob Huijts passagenweise in direkter oder indirekter Rede wiedergegeben wird, bleibt rätselhaft.

Sichter
fiesh

[24.] Analyse:As/Fragment 162 06 - Diskussion
Bearbeitet: 14. April 2012, 07:24 Hotznplotz
Erstellt: 21. January 2012, 14:38 (Hotznplotz)
As, Böckle 1977a, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Fiesh
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 162, Zeilen: 06-08, 103-104, 117-129
Quelle: Böckle 1977a
Seite(n): 051, Zeilen: 21-25, 101-113
Indem er sich von der Autonomie der Natur [FN 2] abkehrt hin zur Autonomie des Subjekts [FN 3], vollzieht er die "anthropologische Wende".

[FN 2] Beim Kant der 50er Jahre dominiert noch der Objektivismus der Aufklärung: ["..." (Forschner,Maximilian: Gesetz und Freiheit. Zum Problem der Autonomie bei I.Kant. München 1974. S. 33).]

[FN 3] Die Schriften der frühen 60er Jahre ("Der einzig mögliche Beweisgrund..."1762 und "Untersuchung über die Deutlichkeit der Grundsätze..."1762/63) zeigen bereits Kants Wandel: "Entscheidend ist zunächst der Wandel des Begriffs der Vollkommenheit und im Gefolge davon eine Neuformulierung des Gedankens der Verbindlichkeit wie des notwendigen Zweckes, demzufolge eine Handlung als sittlich gut qualifiziert werden kann. Die Wandlung Kants läßt sich als anthropologische Wende oder besser als Wende zur Subjektivität bezeichnen, da nunmehr Vollkommenheit, Ordnung, Verbindlichkeit, das Gute etc. wesentlich vom Erkennen und Willen eines Subjektes her konzipiert werden" (ebd. S. 64).

Er selbst hat die "anthropologische Wende" vollzogen, indem er sich von der "Autonomie der Natur" [...] abgekehrt und immer mehr der Autonomie des Subjekts zugewandt hat[FN 4].

[FN 4] Vgl. M. Forschner, Gesetz und Freiheit. Zum Problem der Autonomie bei I. Kant, Epimeleia, Beiträge zur Philosophie, Bd. 24, München 1974. Während beim Kant der 50er Jahre der Objektivismus der Aufklärung dominiert, zeigen bereits die Schriften der frühen 60er Jahre ("Der einzig mögliche Beweisgrund..." 1762 sowie "Untersuchung über die Deutlichkeit der Grundsätze..." 1762/63) einen tiefgreifenden Einschnitt im moralphilosophischen Denken Kants. "Entscheidend ist zunächst der Wandel des Begriffs der Vollkommenheit und im Gefolge davon eine Neuformulierung des Gedankens der Verbindlichkeit wie des notwendigen Zweckes, demzufolge eine Handlung als sittlich gut qualifiziert werden kann. Diese Wandlung Kants läßt sich als anthropologische Wende oder besser als Wende zur Subjektivität bezeichnen, da nunmehr Vollkommenheit, Ordnung, Verbindlichkeit, das Gute etc. wesentlich vom Erkennen und Willen eines Subjektes her konzipiert werden" (ebd. 64).

Anmerkungen

Die Verfasserin zitiert hier großteils nicht ursprünglich Forschner, sondern übernimmt von Böckle. Insbesondere findet sich der erste Satz des Fragments nicht bei Forschner. Das in [FN 2] enthaltene, hier nicht wiedergegebene Forschner-Zitat ist hingegen nicht von Böckle übernommen.

Sichter
fiesh

[25.] Analyse:As/Fragment 163 03 - Diskussion
Bearbeitet: 16. April 2012, 11:21 Hindemith
Erstellt: 17. January 2012, 12:46 (Hotznplotz)
As, BauernOpfer, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Schwartländer 1968, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 163, Zeilen: 03-07
Quelle: Schwartländer 1968
Seite(n): 014, Zeilen: 10-13
Das gegenüber dem bisherigen Denken der Aufklärung Neue besteht bei Kant darin, daß der Mensch selbst Grund seines Fragens wird, er sich im ursprünglichen Sinn als frag-würdig betrachtet und die Möglichkeit der Beantwortung allein im Menschen gesehen wird. ["..." [FN 2]

[FN 2] Schwartländer,Johannes: a.a.O. S. 15.]

Das Neue der Frage liegt darin, daß einmal der Mensch selbst jetzt Grund des Fragens wird, daß der Mensch sich selbst im ursprünglichen Sinn fragwürdig geworden ist. Und daß zum andern die Möglichkeit der Beantwortung allein im Menschen gesehen wird.
Anmerkungen

Die Verfasserin führt am Ende des folgenden Satzes zwar Schwartländer an, jedoch mit einem wörtlichen Zitat und S. 15. Dieses sinngemäße Zitat von S. 14 wird hierdurch also nicht abgedeckt. Der Leser muss davon ausgehen, dass der hier dokumentierte Gedanke von As stammt.

Sichter
Hindemith (text)

[26.] Analyse:As/Fragment 164 13 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 20:20 Kybot
Erstellt: 21. January 2012, 21:45 (Hotznplotz)
As, Böckle 1977a, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 164, Zeilen: 13-15
Quelle: Böckle 1977a
Seite(n): 052, Zeilen: 04-06
Bei Beantwortung genannter Frage erhält für Kant die Unterscheidung von Natur und Vernunft, bzw. empirischem und intelligiblem Subjekt Schlüsselfunktion. Dazu gewinnt für Kant die Unterscheidung von Natur und Vernunft[FN 5], von empirischem und intelligiblem Subjekt tragende Bedeutung.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter

[27.] Analyse:As/Fragment 165 18 - Diskussion
Bearbeitet: 16. April 2012, 10:33 Hindemith
Erstellt: 18. January 2012, 11:09 (Hotznplotz)
As, BauernOpfer, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Schwartländer 1968, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hotznplotz, Hindemith
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 165, Zeilen: 18-22
Quelle: Schwartländer 1968
Seite(n): 123; 124, Zeilen: 34-36; 01-05
Der Vernunft des Menschen wird die Forderung zu unbedingtem Gutsein gegeben. Darin vermittelt sie dem Menschen die Unbedingtheit seines Daseins,nicht im Sinne einer nur vorgefundenen Gegebenheit, sondern als Notwendigkeit einer absoluten Selbstverwirklichung. ["..." [FN 4]

[FN 4] Schwartländer,Johannes: a.a.O. S. 124.]

Hier wird der Vernunft [...] etwas gegeben, und zwar die Forderung zu unbedingtem Gutsein[FN 68]. [...] [Seite 124] Es ist das Ereignis, durch das der Mensch der Unbedingtheit seines Daseins inne wird; dies nicht im Sinne einer nur vorgefundenen Gegebenheit [...], sondern als die Notwendigkeit einer absoluten Selbstverwirklichung.
Anmerkungen

Die Verfasserin verweist für das der Übernahme folgende wörtliche Zitat auf Schwartländer, S. 124. Die beiden dem Zitat vorausgehenden Sätze werden aber ebenfalls sinngemäß übernommen, ohne dass dies kenntlich gemacht wird. Insbesondere wird der erste, auf S. 123 zu findende Satz nicht durch den Verweis abgedeckt.

Sichter
Hindemith (text)

[28.] Analyse:As/Fragment 166 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 08:56 Kybot
Erstellt: 21. January 2012, 08:50 (Hotznplotz)
As, Böckle 1977a, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 166, Zeilen: 01-04
Quelle: Böckle 1977a
Seite(n): 052; 053, Zeilen: 18-21; 01-03
Die eigentliche Würde des Vernunftwesens liegt also nicht schon begründet in der praktischen Freiheit, sondern darin, daß er das einzige Wesen ist, das als Zweck an sich selbst verstanden wird. Diese Art Freiheit — Kant nennt sie [...] auch "praktische Freiheit" — erschließt sich unserer täglichen Erfahrung[FN 8]. Sie begründet aber nicht die eigentliche Würde des [Seite 53] Menschen als eines Vernunftwesens. [...] Als Vernunftwesen muß der Mensch als Zweck an sich verstanden werden.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter

[29.] Analyse:As/Fragment 166 08 - Diskussion
Bearbeitet: 9. April 2012, 21:00 Kybot
Erstellt: 21. January 2012, 09:46 (Hotznplotz)
As, BauernOpfer, Böckle 1977a, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hotznplotz, Hindemith
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 166, Zeilen: 08-13, 106-117
Quelle: Böckle 1977a
Seite(n): 053, Zeilen: 03-22, 105
Menschliches Wollen, Streben und Handeln ist dann allein von der Vernunft bestimmbar, "wenn der Wille in Identität mit der Vernunft sich selbst unabhängig von allen Gegenständen des Wollens das Gesetz gibt." [FN 2] Die sittliche Autonomie des intelligiblen Subjekts liegt in der Selbstbindung an das eigene Gesetz der Vernunft. [FN 3]

[ [FN 2] Böckle,Franz: a.a.O. S. 53.]

[FN 3] "Das kantische Problem der Autonomie als Gesetzgebung der Vernunft bezüglich des Begehrens betrifft also nicht die Wahlmöglichkeit des Menschen bezüglich verschiedener Begehrungsobjekte, betrifft auch nicht die vernunftgeleitete Ablehnung bzw. Bevorzugung bestimmter Handlungsziele mit Rücksicht auf ihre Durchführbarkeit, Nützlichkeit und Schädlichkeit... betrifft schließlich nicht 'praktische' Handlungsanweisungen zur Realisierung eines Ziels..., das kantische Problem der Autonomie im praktischen Sinn betrifft lediglich die Möglichkeit eines Willens, bzw. einer reinen praktischen Vernunft" (Forschner,Maximilian: a.a.O. S. 195).

Darum erhebt sich die Frage, ob und wie menschliches Wollen, Streben und Handeln allein durch Vernunft bestimmbar sei. Dies ist nach Kants Überzeugung nur möglich, wenn der Wille in Identität mit der Vernunft sich selbst unabhängig von allen Gegenständen des Wollens das Gesetz gibt. In dieser [...] Selbstbestimmung [...] sieht Kant die sittliche Autonomie. Autonomie besagt [...] die Selbstbindung an das eigene Gesetz der Vernunft. "Das kantische Problem der Autonomie als Gesetzgebung der Vernunft bezüglich des Begehrens betrifft also nicht die Wahlmöglichkeit des Menschen bezüglich verschiedener Begehrungsobjekte, betrifft auch nicht die vernunftgeleitete Ablehnung bzw. Bevorzugung bestimmter Handlungsziele mit Rücksicht auf ihre Durchführbarkeit, Nützlichkeit, Schädlichkeit..., betrifft schließlich nicht 'praktische' Handlungsanweisungen zur Realisierung eines Ziels..., das kantische Problem der Autonomie im praktischen Sinn betrifft lediglich die Möglichkeit eines Willens, bzw. einer reinen praktischen Vernunft."[FN 9]

[FN 9] M. Forschner, a. a. O. 195. [...]

Anmerkungen

Die gesamten Ausführungen werden von Böckle übernommen, obwohl nur ein Halbsatz als Zitat kenntlich gemacht wird. Insbesondere wird das Forschner-Zitat mit genau denselben Auslassungen in [FN 3] reproduziert. Allerdings fügt die Verfasserin ein "und" in das Zitat ein, das bei Forschner nicht steht.

Sichter

[30.] Analyse:As/Fragment 221 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 08:57 Kybot
Erstellt: 16. February 2012, 18:45 (Hotznplotz)
As, BauernOpfer, Bujo 1979, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 221, Zeilen: 01-04, 101-102
Quelle: Bujo 1979
Seite(n): 199, Zeilen: 01-02, 11-13, 107
Pfürtner [FN 1] hat in seinem umfangreichen Werk über die Trieblehre des Thomas dargelegt, daß auch die menschliche Triebsphäre Berührungspunkte mit dem Göttlichen haben kann, daß sie zur Vergöttlichung" fähig sei.

[FN 1] Pfürtner,Stephan H.: Triebleben und sittliche Vollendung nach Thomas von Aquin. Freiburg/Schw. 1958.

In seinem umfangreichen Werk über die Trieblehre des Thomas hat S. Pfürtner aufgezeigt [...][FN 22]. [...]

Man kann daraus schließen, daß die Triebsphäre die Berührungspunkte mit dem Göttlichen haben kann, ja, daß sie überhaupt zur Vergöttlichung fähig ist [...].

[FN 22] Triebleben und sittliche Vollendung.

Anmerkungen

Die Verfasserin übernimmt die Bewertung Bujos bzgl. des Werkes Pfürtners. Im folgenden Satz verweist sie dann für ein wörtliches Zitat auf Bujo.

Sichter

[31.] Analyse:As/Fragment 221 11 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 08:57 Kybot
Erstellt: 16. February 2012, 19:07 (Hotznplotz)
As, BauernOpfer, Bujo 1979, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 221, Zeilen: 11-13, 104-114
Quelle: Bujo 1979
Seite(n): 199; 200, Zeilen: 25; 01-02, 05-14, 101, 108
Thomas betont, daß der Mensch als Leib und Seele ein "ens naturale" [FN 3] bildet, das Triebleben im Dienst des Sittlichen steht und die Spontaneität der sinnlichen Antriebskräfte Grundvoraussetzung sittlicher Reife bilden. [FN 4]

[FN 3] STh 1 q. 17a. 4.

[FN 4] "Sie sind nicht nur die Werkzeuge des Willens, sondern sind von sich aus Handlungsprinzipien für die sittliche Leistung. Reduziert man ihren Beitrag auf eine einfache Gefügigkeit gegenüber dem Willen, beraubt man sie ihrer wertvollsten Möglichkeiten. Nicht antriebslose Sinnlichkeit, die bis zur Langeweile und Verödung ihrer eigenen Vitalität einexerziert ist, bildet das Ziel sittlicher Reife. Vielmehr geht es um einen echten Beitrag des gemüthaften Untergrundes bei voller Gegenwärtigkeit des sittlichen Bewußtseins 'von oben' " (Pfürtner,Stephan H.: a.a.O. S. 255-256).

[...] denn, wie er betont, erst der Mensch als Leib und Seele bildet [Seite 200] ein "ens naturale"[FN 27]. So nimmt es auch nicht wunder, daß das Triebleben im Dienst am Sittlichen steht. [...] Mit S. Pfürtner darf man also sagen, daß die sinnlichen Antriebskräfte in thomanischer Sicht durch ihre Spontaneität die Grundvoraussetzung sittlicher Reife bilden. "Sie sind nicht nur Werkzeuge des Willens, sondern sind von sich aus Handlungsprinzipien für die sittliche Leistung. Reduziert man ihren Beitrag auf eine einfache Gefügigkeit gegenüber dem Willen, beraubt man sie ihrer wertvollsten Möglichkeiten. Nicht antriebslose Sinnlichkeit, die bis zur Langeweile und Verödung ihrer eigenen Vitalität einexerziert ist, bildet das Ziel sittlicher Reife. Vielmehr geht es um einen echten Beitrag des gemüthaften Untergrundes bei voller Gegenwärtigkeit des sittlichen Bewußtseins 'von oben' "[FN 29].

[FN 27] STh 1 II q. 17 a. 4.

[FN 29] A.a.O. 255—256; [...]

Anmerkungen

Die Verfasserin übernimmt außer der Darstellung Bujos die Zitate von Thomas von Aquin und Pfürtner mitsamt Quellenangaben (wobei diejenige für Thomas fehlerhaft übertragen wird), ohne ihre eigentliche Quelle kenntlich zu machen. Im folgenden Satz verweist sie dann für eine andere Aussage auf Bujo.

Sichter

[32.] Analyse:As/Fragment 222 21 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 08:57 Kybot
Erstellt: 25. February 2012, 16:10 (Hotznplotz)
As, Fragment, Reiner 1974, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 222, Zeilen: 20-23, 110
Quelle: Reiner 1974
Seite(n): Spalte 582; 583, Zeilen: 41-44; 34
Die conscientia ist die "applicatio scientiae ad actum" (Anwendung des Wissens auf den Akt) und so "quodammodo dictamen rationis" (gewissermaßen eine Vorschrift der Vernunft). [FN 4]

[FN 4] STh I/II 19,5.

[Spalte 582, Z. 41-44]

Sie ist "applicatio scientiae ad actum" (Anwendung des Wissens auf den Akt) und so "quodammodo dictamen rationis" (gewissermaßen eine Vorschrift der Vernunft)[EN 16].

[Spalte 583, Z. 34]

[[EN 13] THOMAS VON AQUIN, S. theol. I, 79, 12 c. [...]] [EN 16] a. a. O. I/II, 19, 5; [...]

Anmerkungen

Die Verfasserin gibt an, direkt aus der Summa theologica von Thomas von Aquin zu zitieren. Tatsächlich übernimmt sie den Satz aber bis auf den Anfang wörtlich aus einem Artikel des Historischen Wörterbuchs der Philosophie.

Sichter

[33.] Analyse:As/Fragment 227 09 - Diskussion
Bearbeitet: 13. April 2012, 19:10 Hotznplotz
Erstellt: 19. February 2012, 16:19 (Hotznplotz)
As, Auer 1971, BauernOpfer, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hotznplotz, Hindemith
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 227, Zeilen: 09-16
Quelle: Auer 1971
Seite(n): 029, Zeilen: 03-08, 16-18
Aus der Vernunftnatur des Menschen resultiert die Möglichkeit der rationalen Erkenntnis des Sittlichen. Der Mensch muß über sein In-der-Welt-sein nachdenken und seine eigenen guten und schlechten Erfahrungen, sowie Wege zu einer sinnvollen und fruchtbaren Existenz, die im Laufe der Geschichte gewonnen bzw. verfehlt wurden, überdenken und auswerten, wenn er zu einem sinnvollen Entwurf seines Daseins und seines Handelns kommen will. Der Mensch muß über sein In-der-Welt-sein nachdenken und seine guten und schlechten Erfahrungen in gründlicher Reflexion bedenken, wenn er zu einem sinnvollen Entwurf seines Daseins und seines Handelns kommen will. Aus der Vernunftnatur des Menschen resultiert die Rationalität des Sittlichen. [...] Die Geschichte macht offenbar, auf welchen Wegen eine sinnvolle und fruchtbare menschliche Existenz gewonnen und auf welchen sie verfehlt wird.
Anmerkungen

Übernahme mit leichten Modifikationen und Umstellungen. Am Ende des auf das Fragment folgenden Absatzes verweist die Verfasserin auf Auer (1971), S. 30. Dadurch kann diese Übernahme jedoch nicht abgedeckt werden.

Sichter
Hindemith (Text)

[34.] Analyse:As/Fragment 227 23 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 08:57 Kybot
Erstellt: 19. February 2012, 15:08 (Hotznplotz)
As, Auer 1971, BauernOpfer, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 227, Zeilen: 23-32
Quelle: Auer 1971
Seite(n): 030; 031, Zeilen: 09-13, 16-23; 10-12
Nach theologischer Lehre kann der Mensch den Vollsinn seiner Existenz in der Welt und damit auch den Kern des Sittlichen zwar nicht ohne die wirksame Hilfe Gottes, wohl aber ohne die ausdrückliche Erkenntnis Gottes erkennen.

Schließlich zeichnet sich das Sittliche durch Realistik aus. Die konkrete geschichtliche Erfahrung zeigt, daß dort, wo ethische Vorstellungen gegen das eigentlich Menschliche verstoßen, Verwirrung und Zerstörung die Folge sind. Das Funktionieren von Normen ist unabdingbare Voraussetzung für das Gelingen menschlichen Zusammenlebens.

[Seite 30, Z. 9-13]

Nach theologischer Lehre kann der Mensch zwar nicht ohne die wirksame Hilfe Gottes, aber sehr wohl ohne die ausdrückliche Erkenntnis Gottes den Vollsinn seiner Existenz in der Welt und damit auch den entscheidenden Kern des Sittlichen verstehen. [...]

[Seite 30, Z. 16-23]

c) Realistik des Sittlichen

Schließlich ist darauf hinzuweisen, daß die konkrete geschichtliche Erfahrung die ständige Gegenprobe zu den sittlichen Entscheidungen des Menschen ausfertigt. Wenn die ethischen Vorstellungen und Verhaltensweisen gegen das eigentlich Menschliche [...] verstoßen, verfehlt er den Sinn seines Daseins und frustriert sich selbst. Alle sittlichen Verfehlungen haben Verwirrung oder gar Zerstörung zur Folge. [...]

[Seite 31, Z. 10-12]

Die Funktionalität der Normen ist unentbehrliche Voraussetzung für das Gelingen menschlichen Zusammenlebens [...].

Anmerkungen

Für ein wörtliches Zitat im dem Fragment vorangehenden Satz referenziert die Verfasserin Auer (1971). Dass sie die folgenden Sätze sinngemäß aus derselben Quelle übernimmt, macht sie jedoch nicht kenntlich.

Sichter

[35.] Analyse:As/Fragment 228 26 - Diskussion
Bearbeitet: 13. April 2012, 19:14 Hotznplotz
Erstellt: 19. February 2012, 18:58 (Hotznplotz)
As, Auer 1971, BauernOpfer, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 228, Zeilen: 26-30
Quelle: Auer 1971
Seite(n): 165, Zeilen: 09-17
1. Durch seine Selbstvergegenwärtigung und rückhaltlose Solidarisierung mit den Menschen und ihrer Welt hat Gott in Jesus Christus Menschheit und Welt endgültig in Liebe angenommen. Durch Menschwerdung, Tod und Auferstehung Jesu Christi läßt Gott den Menschen teilhaben an seiner heilvollen Gemeinschaft und [verleiht ihm dadurch eine neue Seinswürde.] Gott hat in Jesus Christus Menschheit und Welt endgültig in Liebe angenommen. Die Annahme geschah [...] durch die Selbstvergegenwärtigung Gottes [...] und seine rückhaltlose Solidarisierung mit den Menschen und ihrer Welt. [...] Durch Menschwerdung, Tod und Auferstehung hat Gott den Menschen der heilvollen Gemeinschaft mit sich teilhaft gemacht und ihm dadurch eine neue Seinswürde geschenkt.
Anmerkungen

Keine Quellenangabe. Da die Verfasserin bei den folgenden, durch Nummerierung klar abgegrenzten Punkten 2-5 jeweils Auer (1971) referenziert, bei Punkt 1 jedoch nicht, muss der Leser davon ausgehen, dass dieser von ihr stammt – was nicht der Fall ist.

Sichter

[36.] Analyse:As/Fragment 229 01 - Diskussion
Bearbeitet: 14. April 2012, 07:30 Hotznplotz
Erstellt: 19. February 2012, 19:12 (Hotznplotz)
As, Auer 1971, BauernOpfer, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 229, Zeilen: 01
Quelle: Auer 1971
Seite(n): 165, Zeilen: 14-17
[Durch Menschwerdung, Tod und Auferstehung Jesu Christi läßt Gott den Menschen teilhaben an seiner heilvollen Gemeinschaft und] verleiht ihm dadurch eine neue Seinswürde. Durch Menschwerdung, Tod und Auferstehung hat Gott den Menschen der heilvollen Gemeinschaft mit sich teilhaft gemacht und ihm dadurch eine neue Seinswürde geschenkt.
Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 228 26

Sichter

[37.] Analyse:As/Fragment 231 27 - Diskussion
Bearbeitet: 13. April 2012, 19:18 Hotznplotz
Erstellt: 19. February 2012, 14:20 (Hotznplotz)
As, Auer 1971, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Fiesh
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 231, Zeilen: 27-32
Quelle: Auer 1971
Seite(n): 173; 174, Zeilen: 24-27; 01-03
Christliche Offenbarung verweist den Menschen auf das, was von Anfang der Welt an verborgen ist, die geschichtliche Gegenwärtigkeit Gottes in jedem Menschen. Die spezifische Form der Gegenwart Gottes in der Welt ist die Tatsache, daß menschliches Handeln intersubjektiv ist. Darum ist jedes intersubjektiv-menschliche Handeln Gottesgemeinschaft. Christliche Verkündigung hat die Funktion der Interpretation, insofern sie lediglich enthüllt, was "von Anfang an" Wirklichkeit ist, nämlich die geschichtliche Gegenwärtigkeit Gottes in jedem einzelnen Menschen. Menschliches Handeln ist wesentlich intersubjektiv, Inter- [Seite 174] Subjektivität ist aber die spezifische Form der Gegenwart Gottes in der Welt, darum ist jedes intersubjektiv-menschliche Handeln Gottesgemeinschaft.
Anmerkungen

Keine Quellenangabe. Der erste Teil des ersten Satzes wird etwas modifiziert, der letzte Satz wörtlich übernommen.

Sichter
fiesh

[38.] Analyse:As/Fragment 236 07 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 08:57 Kybot
Erstellt: 21. January 2012, 17:00 (Hotznplotz)
As, Böckle 1976, Fragment, KomplettPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 236, Zeilen: 07-08
Quelle: Böckle 1976
Seite(n): 642, Zeilen: li. Sp., 45-46
Ein sittlicher Akt muß als solcher grundsätzlich einsehbar und verstehbar sein. Ein sittlicher Akt muß als solcher grundsätzlich einsehbar und verstehbar sein.
Anmerkungen

Am Ende des Absatzes wird auf die Quelle verwiesen. Diese wörtliche Übernahme wird jedoch nicht kenntlich gemacht.

Sichter

[39.] Analyse:As/Fragment 251 28 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 08:57 Kybot
Erstellt: 20. January 2012, 18:21 (Hotznplotz)
As, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Stachel Mieth 1978, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 251, Zeilen: 26-31
Quelle: Stachel Mieth 1978
Seite(n): 013; 019, Zeilen: 25-26; 23-26
Die Autorität ist aus der Interaktion in der Erziehung kaum wegzudenken. Sie befindet sich nicht im Gegensatz zur Autonomie. Vielmehr stehen beide gemeinsam in einer Interaktion, die aus sich ethischen Charakter hat, weil sie zu den Bedingungen der Möglichkeit sittlichen Gelingens gehört. [Seite 13, Z. 25-26]

Da Autorität aus der Interaktion in der Erziehung kaum wegzudenken ist [...]

[Seite 19, Z. 23-26]

Autorität und Autonomie befinden sich nicht nur nicht im Gegensatz, sondern sie markieren gemeinsam eine Interaktion, die bereits an sich ethischen Charakter hat, weil sie eine der Bedingungen der Möglichkeit sittlichen Gelingens darstellt.

Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter

[40.] Analyse:As/Fragment 263 09 - Diskussion
Bearbeitet: 14. April 2012, 07:50 Hotznplotz
Erstellt: 28. January 2012, 20:24 (Hotznplotz)
As, BauernOpfer, Fragment, Korff 1979, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 263, Zeilen: 09-15
Quelle: Korff 1979
Seite(n): 012; 013, Zeilen: 11-17, 30-33; 01-02
Von daher formuliert Thomas von Aquin den allgemeinsten Grundsatz der handlungsbezogenen praktischen Vernunft: das Gute ist zu tun, das Böse ist zu meiden. Bei Bestimmung dessen, was als gut und was als böse anzusehen ist, zeigen sich dann aber erhebliche Schwierigkeiten: Der Mensch steht im Widerstreit der Interessen, Bedürfnisse und Güter. Er muß abwägen [...]. Das erste und allgemeinste Prinzip der handlungsbezogenen praktischen Vernunft, nämlich: das Gute ist zu tun und anzustreben, das Böse ist zu meiden [...]. Eine Einsicht von fundamentaler Bedeutung, wie sie in dieser Klarheit erstmals von Thomas von Aquin herausgestellt wurde.[EN 1]

Nun zeigt sich freilich sogleich, daß es mit der konkreten Bestimmung dessen, was jeweils als gut bzw. als böse anzusehen ist, sehr viel schwieriger bestellt ist [...]. Der Mensch steht im Widerstreit von Interes- [Seite 13] sen und Gütern. Er hat tausend Gründe. Er muß zwischen ihnen abwägen [...].

Anmerkungen

Im dem Fragment vorausgehenden Satz verweist die Verfasserin zum Vergleich auf Korff (1979), übernimmt aber dann von diesem, ohne dies kenntlich zu machen.

Sichter

[41.] Analyse:As/Fragment 280 05 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 20:21 Kybot
Erstellt: 23. February 2012, 19:26 (Hotznplotz)
As, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Stelzenberger 1961, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 280, Zeilen: 05-07
Quelle: Stelzenberger 1961
Seite(n): 042, Zeilen: 10-12
Die im täglichen Leben gemachte Erfahrung, daß sich ein schlechtes Gewissen stärker und über längere Zeiträume hinweg bemerkbar macht als ein gutes [und Gewissensqualen das Leben eines Menschen entscheidend prägen können, hat in Gestalten wie der Lady Macbeth bei Shakespeare, Boris Gudonows bei Puschkin und Raskolnikoffs bei Dostojewski Eingang in die Weltliteratur gefunden.] Auch aus unseren Lebenserfahrungen wissen wir, daß sich das Schuldgefühl meist stärker [...] und über längere Zeiträume hinweg bemerkbar macht als das gute Gewissen.
Anmerkungen

Die Verfasserin setzt den Satz aus Bruchstücken zweier Quellen zusammen: den ersten Teil aus Stelzenberger (1961), den zweiten aus Šiškin (1976). Fortsetzung in Fragment 280 25.

Sichter

[42.] Analyse:As/Fragment 304 04 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 08:57 Kybot
Erstellt: 5. March 2012, 22:40 (Hotznplotz)
As, Fragment, Korff 1979, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 304, Zeilen: 04-06
Quelle: Korff 1979
Seite(n): 024, Zeilen: 34-36
Darin wird deutlich, daß der Mensch in seinem Gewissen nicht nur vor der Gehorsamsverantwortung vor Normen, sondern auch vor der Gestaltungsverantwortung für Normen steht. Entsprechend sieht sich der Mensch nunmehr auch in eine doppelte

Verantwortung gerufen, in eine Gehorsamsverantwortung vor Normen und in eine Gestaltungsverantwortung für sie.

Anmerkungen

Eine kurze Übernahme eines Gedankens aus Korff (1979), bei der dieser nicht als Quelle benannt wird.

Sichter

[43.] Analyse:As/Fragment 311 13 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 08:58 Kybot
Erstellt: 12. January 2012, 19:14 (Klicken)
As, BauernOpfer, Fragment, Hupperschwiller 1970, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Klicken
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 311, Zeilen: 13-24
Quelle: Hupperschwiller 1970
Seite(n): 53, Zeilen: 16-23
Etwa im dritten Lebensjahr tritt die Gewissensbildung insofern in eine neue Phase, als das Kind nun die Sein-Sollen-Differenz auch in Abwesenheit der Mutter, bzw. der Erzieher erlebt. [1]

Die Gewissensregungen sind nicht mehr allein begründet durch die Gewöhnung der Affekte an die wohlwollenden oder mißbilligenden Äußerungen der anwesenden Mutter, sondern durch das Wissen um die von der Mutter [2] vorgebene und vorgelebte Norm. Das so entstehende Normwissen beschränkt sich auf dieser Stufe immer noch auf solche von außen herangetragene Normen. Indem aber solche Gebote und Verbote vom Kind verinnerlicht werden und in der Entscheidungssituation auch ohne Anwesenheit der Erzieher vom kindlichen Gewissen bewußt gemacht werden, so sind dem Kind mittels dieser Normen erste eigene Wertungen möglich.

[FN 1] Hupperschwiller,Lutz: a.a.O. S. 53. [FN 2] Hollenbach,Johannes M.: Der Mensch als Entwurf. S. 83.

Es bildet sich ein Normwissen, das die bloße Gewöhnung der Affekte an die wohlwollenden oder mißbilligenden Äußerungen der anwesenden Mutter überlagert. Dieses Normwissen beschränkt sich auf dieser Stufe zwar noch auf Normen, die dem Kind von außen angeboten, d. h. zunächst von den Eltern, später aber auch von anderen Autoritätspersonen vorgelebt bzw. gefordert werden. Das Kind gelangt mittels dieser Normen nun jedoch zu ersten eigenen Wertungen (vgl. u. a. Zulliger1954, 1956; Scholl 1956).
Anmerkungen

Zunächst erscheint beim Begriff "Sein-Sollen-Differenz" in der Fußnote 1 ein Verweis auf die Quelle. Direkt darauf beginnt erst die Übernahme. Der mit Fußnote 2 versehene Zusammenhang im Teilsatz erscheint eingeschoben. Es folgt die nicht kenntlich gemachte Übernahme der Ausführungen der Quelle Hupperschwiller. Zwar wird die Quelle beim Begriff der "Sein-Sollen-Differenz" in der Fußnote mit Seitenangabe erwähnt. Auf die weitere inhaltliche und wörtliche Übernahme, wie sie nun im Text folgt, erlaubt diese Fußnote aber keinen Schluss. Es muss der Eindruck entstehen, diese Gedanken und Ausführungen seien der Verfasserin zuzuordnen.

Sichter
Klicken (angelegt)

[44.] Analyse:As/Fragment 311 25 - Diskussion
Bearbeitet: 8. May 2012, 09:33 Hindemith
Erstellt: 1. January 2012, 12:48 (Hotznplotz)
As, BauernOpfer, Fragment, Hupperschwiller 1970, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hotznplotz, Bummelchen, Fiesh
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 311, Zeilen: 25-30
Quelle: Hupperschwiller 1970
Seite(n): 054, Zeilen: 03-04, 09-15
Die in ihrem Kern heute noch gültige und grundlegende Deutung der Normenverinnerlichung beim Kind ist die Über-Ich Theorie Freuds. Sie besagt in diesem Zusammenhang, daß die Verlegung äußerer elterlicher Kontrolle in das Über-Ich eine Identifizierung bedeutet, d.h. "eine Angleichung eines Ichs an ein fremdes, in deren Folge dies [erste Ich sich in bestimmten Hinsichten so benimmt wie das andere, es nachahmt, gewissermaßen in sich aufnimmt." [FN 1]]

[FN 1] Freud,Sigmund: Neue Folge der Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse. In: Ges.W. Band XV. London 1949. S. 69.

[...] wie kommt es zur Übernahme angebotener Normen und Werte?

Die grundlegendste, in ihrem Kern auch heute noch durchaus gültige Deutung finden wir bei Freud in dessen schon skizzierten Über-Ich-Theorie [...] die Grundlage der Umwandlung der Elternbeziehung in das Über-Ich [...] ist eine Identifizierung, d. h. "eine Angleichung eines Ichs an ein fremdes, in deren Folge dies erste Ich sich in bestimmten Hinsichten so benimmt wie das andere, es nachahmt, gewissermaßen in sich aufnimmt" (Freud 1949, XV; 69).

Anmerkungen

Fortsetzung in Fragment 312 01

Sichter
Bummelchen (Text), fiesh

[45.] Analyse:As/Fragment 313 16 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 08:58 Kybot
Erstellt: 25. February 2012, 19:14 (Hotznplotz)
As, Fragment, Maas 1967, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 313, Zeilen: 15-22
Quelle: Maas 1967
Seite(n): 057; 058, Zeilen: 33-34; 01-04, 07-09
Dies sind bis zum Schuleintritt vor allem die Eltern, so daß man davon ausgehen kann, daß das Kind in Konfliktsituationen die Stimme des Gewissens zunächst als die Stimme der Eltern, evtl. auch als die der Erzieher im Kindergarten erlebt.

Das Kind anerkennt auf dieser Entwicklungsstufe noch vorbehaltlos und unkritisch die erzieherische und sittliche Autorität der Menschen, die es liebt.

Meist sind für das Kind die Personen von Mutter und Vater auf dieser Stufe der Gewissensentwicklung be- [Seite 58] stimmend. Das Kind erfährt daher auch in Konfliktsituationen die Stimme des Gewissens zunächst noch als die Stimme von Vater und Mutter oder anderer entsprechender Erziehungsautoritäten. [...] Es anerkennt noch vorbehaltlos und unkritisch die erzieherische und sittliche Autorität des Menschen, den es liebt [...].
Anmerkungen

Auch wenn die Ausführungen hier keine große Tiefe erreichen, wäre eine Quellenangabe erforderlich gewesen.

Sichter

[46.] Analyse:As/Fragment 316 19 - Diskussion
Bearbeitet: 13. April 2012, 19:39 Hotznplotz
Erstellt: 1. January 2012, 01:21 (Hotznplotz)
As, BauernOpfer, Fragment, Hupperschwiller 1970, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hotznplotz, Bummelchen, Fiesh
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 316, Zeilen: 19-28
Quelle: Hupperschwiller 1970
Seite(n): 060; 061, Zeilen: 30-42; 01-03
Dies entspricht einem beginnenden Streben des Heranwachsenden nach Unabhängigkeit von den Erziehern, das im Laufe der Zeit noch unterstützt wird durch das Einsetzen neuer Strebungen, insbesondere des Geschlechtstriebes, "der gerade bei männlichen Jugendlichen eine Durchbrechung heteronomer Normen vielfach gebieterischer verlangt als das bisherige kindliche Begehren." [FN 3] Die Suche des Jugendlichen nach neuen Wegen und Normen zur Bewältigung seines Lebens ist zunächst noch nicht auf abstrakte Werte gerichtet, sondern weiterhin auf Personen.

[ [FN 2] Hupperschwiller,Lutz: a.a.O. S. 60.]

[FN 3] ebd. S. 60.]

Verbunden hiermit [...] findet sich ein immer stärker werdendes Unabhängigkeitsstreben, [...] das die beginnende Loslösung von den Eltern weiter vorantreibt. [...] Sie wird noch begünstigt [...] durch das Einsetzen neuer Strebungen, insbesondere des Geschlechtstriebes, der gerade beim männlichen Jugendlichen eine Durchbrechung heteronomer Normen vielfach gebieterischer verlangt als das bisherige kindliche Begehren. [...]

Auf der Suche nach neuen Werten, nach Normen, die das zukünftige

[Seite 61]

Leben beherrschen [...] helfen sollen, hält sich der Jugendliche [...] zunächst noch nicht an abstrakte Werte, sondern weiterhin an Personen [...].

Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 316 12. Beinahe die gesamte Seite 316 wird aus Hupperschwiller übernommen. Es werden jedoch lediglich zwei Zitate kenntlich gemacht.

Sichter
Bummelchen (Text), fiesh

[47.] Analyse:As/Fragment 317 04 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 08:58 Kybot
Erstellt: 1. January 2012, 01:47 (Hotznplotz)
As, BauernOpfer, Fragment, Hupperschwiller 1970, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hotznplotz, Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 317, Zeilen: 04-10, 102-103, 107
Quelle: Hupperschwiller 1970
Seite(n): 061, Zeilen: 15-21
Sobald es ihm gelingt, die eigene Person aus ihrer Mittelpunktstellung herauszurücken, wird er fähig zu ersten autonomen und und [sic] – im Vergleich zu bisherigen – abstrakterem Norm- und Werteverständnis.

Man spricht in dieser Phase vom "Kulturgewissen" [FN 2] [...] oder vom "selbstkritischen Verantwortungsgewissen" [FN 4] [...].

[FN 2] Pongratz,Ludwig: Psychologie menschlicher Konflikte. Phänomenologie und Theorie. Göttingen 1961. S. 181.

[FN 4] Hollenbach,Johannes M.: Der Mensch als Entwurf. S. 196.

[...] vermag der Jugendliche [...], sobald er fähig wird, die eigene Person aus ihrer Mittelpunktstellung herauszurücken, ein erstes autonomes, nun abstrakteres Norm- und Wertsystem zu errichten. Pongratz (1961, 181) spricht nun von einem [...] 'Kulturgewissen', Hollenbach (1957, 196) [...] von einem 'selbstkritischen' [...] Verantwortungsgewissen.
Anmerkungen

Übernahme mitsamt zweier Literaturreferenzen, wobei der erste Satz der Verfasserin grammatikalisch verunglückt ist. Der dem Fragment vorangehende Satz ist ein wörtliches Zitat Hupperschwillers mit Quellenangabe; dass danach noch weiter von diesem übernommen wird, ist hingegen nicht kenntlich gemacht.

Sichter
Bummelchen(Text)


Fragmente (Verdächtig / Keine Wertung)

11 Fragmente

[1.] Analyse:As/Fragment 059 08 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 08:54 Kybot
Erstellt: 13. January 2012, 21:00 (Bummelchen)
As, Baumhauer 1970, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 59, Zeilen: 8-14
Quelle: Baumhauer 1970
Seite(n): 89,94, Zeilen:
Der Annahme liegt zugrunde eine biologische Betrachtung des menschlichen Lebens als "Wanderung des Riesenproto­plasmas Mensch" von einer endlosen ihm wenig bekannten Vergangenheit in eine endlose unsichere Zukunft mit dem Ziel möglichster Sicherung, Anpassung, Perfektion und größtmöglichem Genuß.

Die biologisch treibende Kraft des Lebens ist die "Horme".

S. 89

Von Monakow geht davon aus, der Mensch könne betrachtet werden »als eine nach möglichster Sicherung, Genuß, Anpassung und Perfektion strebende Wanderung des Riesenprotoplasmas Mensch, von einer endlosen, ihm wenig bekannten Vergangen­heit in eine endlose, unsichere. .. Zukunft«.


S. 94

Mit anderen Worten: Die Horme, die biologisch treibende Kraft des Lebens, weist nicht nur über das Individuum hinaus auf die Kollektivität der Menschen, sondern weiter auf Transzendenz ins Unendliche.

Anmerkungen
Sichter

[2.] Analyse:As/Fragment 082 07 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 20:18 Kybot
Erstellt: 10. January 2012, 14:02 (Hotznplotz)
As, Baumhauer 1970, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Hotznplotz, Klicken
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 082, Zeilen: 07-11
Quelle: Baumhauer 1970
Seite(n): 022, Zeilen: 13-17
Das Gewissen hat innerhalb dieser Instanz die Funktion einer inneren Wahrnehmung von Wunschregungen, die zu verurteilen sind. Für diese Verwerfung bedarf es keiner Begründung, weil sich das Gewissen bei seiner Verurteilung ganz "gewiß" ist. Gewissen ist die innere Wahrnehmung, daß bestimmte Wunschregungen verurteilt werden, ohne daß für diese Verurteilung nach einer Begründung gesucht würde, weil sich das Gewissen bei seiner Verurteilung [...] völlig "gewiß" ist.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter

[3.] Analyse:As/Fragment 101 07 - Diskussion
Bearbeitet: 9. April 2012, 20:58 Kybot
Erstellt: 14. January 2012, 13:08 (Bummelchen)
As, Fragment, Nowak 1978, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen, Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 101, Zeilen: 07-12, 17-19, 102-103
Quelle: Nowak 1978
Seite(n): 038, Zeilen: 05-15, 126-127
Die Reifung des Menschen erfolgt nach Jung im Rahmen der Individuation, worunter "allgemein der Vorgang der Bildung und Besonderung von Einzelwesen, speziell die Entwicklung des psychologischen Individuums als eines vom Allgemeinen, von der Kollektivpsychologie unterschiedenen Wesens" verstanden wird. [FN 1] [...]

Sein Ziel ist die individuierte Persönlichkeit, die ihren Mittelpunkt erreicht hat, den Jung als den Archetypus des "Selbst" bezeichnet. [FN 3]

[Dieses Selbst betrachtet Jung dialektisch: es versucht in jeder Beziehung "die Thesis der reinen, unbewußten Natur und die Antithesis des Ichs in der Synthesis bewußter Natur zu vereinigen." [FN 4]

[Seite 100] [FN 3] Jacobi,Jolande: Der Weg zur Individuation. Zürich,Stuttgart 1965. S. 131.

[Seite 101] [FN 1] ebd. S. 41. [...]]

[FN 3] Jung,Carl Gustav: Die Beziehungen zwischen dem Ich und dem Unbewußten. Zürich <sup>4</sup>1945. S. 175 und 203.

[ [FN 4] Adler,Alfred: Zur analytischen Psychologie. Zürich 1952. S. 147.]

Jung gebraucht für den ganzen Reifungsweg des Menschen den Begriff Individuation. [...] "Die Individuation ist allgemein der Vorgang der Bildung und Besonderung von Einzelwe­sen, speziell die Entwicklung des psychologischen Individuums als eines vom Allgemeinen, von der Kollektivpsychologie unterschiedenen Wesens. [...]"[FN 82]. Die Individuation ist [...] ein Reifungsprozeß, durch den der Mensch den Mittelpunkt seiner Persönlichkeit erreicht, den Jung als Archetypus des "Selbst" bezeichnet[FN 83].

[ [FN 82] C. G. Jung, Psychologische Typen, Olten - Freiburg 1971, S. 477.]

[FN 83] Vgl. C. G. Jung, Die Beziehung zwischen Ich und dem Unbewußten, Zürich 1945, S. 175 und 203.

Anmerkungen

Die Verfasserin zitiert genau dieselben Stellen bei Jung wie Nowak – bei der unteren Fußnote gibt sie sogar zwei identische Seitenzahlen an. Der Verweis auf Jacobi, S. 41, führt ins Leere. Das Zitat mit [FN 4], für das es keine Entsprechung gibt, wird fälschlicherweise Alfred statt Gerhard Adler zugeschrieben.

Sichter
Hotznplotz (V)

[4.] Analyse:As/Fragment 103 20 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 08:55 Kybot
Erstellt: 14. January 2012, 14:20 (Bummelchen)
As, Fragment, Jacobi 1971, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 103, Zeilen: 20-33
Quelle: Jacobi 1971
Seite(n): 54, Zeilen: 15
Der zweite Abschnitt des Individuationsprozesses setzt da an, wo das gefestigte Ich in einer Rückwendung auf seinen Ursprung und Schöpfer neue Lebenskraft gewinnt. "Nachdem es sich vom unbewußten Bereich des Selbst weit wegent­wickelt hat, muß das Ich die Beziehung zu ihm wiederhersteilen, sich neu mit ihm verbinden,damit es nicht [Fn 3] wurzellos bleibt und unlebendig wird."So kann man diesen Teil des Individuationsprozesses auchals "das Herauswachsen des Ich aus .dem Selbst und als eine [Fn 4] neue Verwurzelung in ihm" ansehen.Die Wende vom ersten zum zweiten Abschnitt des Individuations­prozesses variiert von Individuum zu Individuum und läßt sich somit nicht auf eine bestimmte Zeitspanne festlegen.


[Fn 3] ebd. S. 54. [Fn 4] ebd. S. 54.

Hier setzt der zweite Abschnitt des Individuationsprozesses ein, indem sich das im ersten Abschnitt gefestigte Ich gleichsam zurück­wendet, um aus der Berührung mit seinem Ursprung, dem schöpferi­schen seelischen Hintergrund, neue Lebenskraft zu gewinnen und sich diesmal wissend in ihm zu verankern. Nachdem es sich vom unbewuß­ten Bereich des Selbst weit wegentwickelt hat, muß das Ich die Bezie­hung zu ihm wieder herstellen, sich neu mit ihm verbinden, damit es nicht wurzellos bleibt und unlebendig wird. Denn «das Ziel der psy­chischen Entwicklung ist das Selbst. Es gibt keine lineare Entwicklung, es gibt nur eine Zircumambulation des Selbst. Eine einsinnige Ent­wicklung gibt es höchstens am Anfang; später ist alles Hinweis auf die Mitte5.» In diesem Sinne kann man den Individuationsprozeß auch als ein Herauswachsen des Ich aus dem Selbst und als eine neue Verwur­zelung in ihm betrachten.Diese entscheidende Wendung, die normalerweise mit dem Über­gang von der ersten zur zweiten Lebenshälfte beginnt, läßt sich nicht auf ein bestimmtes Jahr oder eine bestimmte Zeitspanne festlegen, son­dern variiert von Individuum zu Individuum.
Anmerkungen

Auch hier wird wieder nur einen Teil der Textübername gekennzeichnet. Allerdings muss noch geklärt werden, ob es sich um ein "Bauernopfer" handelt.

Sichter

[5.] Analyse:As/Fragment 106 30 - Diskussion
Bearbeitet: 5. May 2012, 21:22 KayH
Erstellt: 18. January 2012, 20:10 (Hotznplotz)
As, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Spengler 1964, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 106, Zeilen: 27-31
Quelle: Spengler 1964
Seite(n): 031, Zeilen: 10-13, 18-21
Somit gehören dazu gewissermaßen zwei Stockwerke: das psychische Geschehen als Grundlage und das annehmende bzw. verwerfende Urteil des Subjekts. Die moralische Bewertung des Handelns ist dabei nicht immer eine Sache der Conscientia, sondern kann auch ohne das Bewußtsein [Seite 107] funktionieren, z.B. in einem nachfolgenden Traum. [FN 1]

[FN 1] vgl. dazu das geschilderte Beispiel bei Jung,Carl Gustav: a.a.O. S. 39.]

Man kann also gewissermaßen zwei "Stockwerke" des Gewissens unterscheiden: das eine als Grundlage enthält ein "gewisses psychisches Geschehen", während das andere eine Art Überbau darstellt, "nämlich das annehmende oder verwerfende Urteil des Subjektes"[FN 3]. [...]

Die moralische Bewertung des Handelns ist aber nicht immer eine Angelegenheit des Bewußtseins, der conscientia. Sie kann auch über vorerst unbewußte Vorgänge zum Ausdruck kommen. Jung erläutert das am Beispiel des Traumes eines Geschäftsmannes [... [Seite 32] ... [FN 5]]

[ [FN 3] Jung, op. cit., S. 185 f.

[FN 5] Jung, op. cit., S. 186]]

Anmerkungen

Keine Quellenangabe. Der erste Satz findet sich sinngemäß auch im von der Verfasserin angegebenen Titel Jungs auf S. 38 ("Das komplexe Phänomen des Gewissens besteht also gewissermaßen aus zwei Stockwerken, von denen das eine als Grundlage ein gewisses psychisches Geschehen enthält, das andere aber eine Art von Überbau darstellt, nämlich das annehmende oder verwerfende Urteil des Subjektes."). Der zweite Satz wird in jedem Fall von Spengler übernommen. Als Quelle bei Jung referenzieren sowohl die Verfasserin als auch Spengler Jungs Vortrag "Das Gewissen in psychologischer Sicht", der an verschiedenen Stellen publiziert worden ist.

Sichter

[6.] Analyse:As/Fragment 120 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 08:56 Kybot
Erstellt: 7. January 2012, 21:29 (Graf Isolan)
As, Fragment, Oser 1976, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Graf Isolan, Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 120, Zeilen: 01-14, 101-102
Quelle: Oser 1976
Seite(n): 268; 269, Zeilen: 22-32; 01-03, 101
[Das wird deutlich an den von Behncke zusammengefaßten Warnungen einer — in seinem Fall — von der Psychoanalyse] getragenen Erziehungslehre: " a) Eine zu strenge Erziehung ist für das Kind gefährlich, weil sie die Angst des Kindes weckt und sein Über-Ich zu stark werden läßt. b) Werden die Triebe des Kindes durch Verführung gereizt, so besteht ebenfalls die Gefahr einer ungünstigen Entwicklung. Neurosen können auf diese Weise entstehen. c) Werden dem Kind notwendige Versagungen vorenthalten, verwöhnt man es, wird es 'laisser faire' erzogen, so wird es mit seinem Triebleben allein gelassen. Es steht in Gefahr, ein sehr schwaches oder ungebührlich starkes Über-Ich, sowie ein nicht widerstandsfähiges Ich zu entwickeln. Später wird es mit den Versagungen in der Schule und im Beruf nicht fertig, wird ängstlich oder aggressiv und hat Schwierigkeiten, sich durchzusetzen." [FN 1]

[FN 1] Behncke,Burghard: Psychoanalyse in der Erziehung. München 1972. S. 79/80.

So fasst B. Behncke die aus psychoanalytischer Erziehungslehre ausgesprochenen Warnungen etwa so zusammen:

"a) Eine zu strenge Erziehung ist für das Kind gefährlich, weil sie die Angst des Kindes weckt und sein Ueber-Ich zu stark werden lässt. <br> b) Werden die Triebe des Kindes durch Verführung gereizt, so besteht ebenfalls die Gefahr einer ungünstigen Entwicklung. Neurosen können auf diese Weise entstehen. <br> c) Werden dem Kind notwendige Versagungen vorenthalten, verwöhnt man es, wird es 'laisser faire' erzogen, so wird es mit seinem Triebleben allein gelassen. Es steht in Gefahr, ein sehr schwaches oder ungebührlich starkes Ueber-Ich sowie ein nicht widerstandsfähiges Ich zu ent- [Seite 269] wickeln. Später wird es mit den Versagungen in der Schule und im Beruf nicht fertig, wird ängstlich oder aggressiv und hat Schwierigkeiten, sich durchzusetzen."[FN 1]

[FN 1] B. Behncke: Psychoanalyse in der Erziehung. München 1972, S.79/70.

Anmerkungen

Die Verfasserin und Oser (1976) zitieren dieselbe Passage aus Behncke (1972) mit fast identischen einleitenden Worten.

Sichter
Hotznplotz (V)

[7.] Analyse:As/Fragment 163 15 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 08:56 Kybot
Erstellt: 14. January 2012, 21:09 (Bummelchen)
As, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Schwartländer 1968, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen, Graf Isolan, Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 163, Zeilen: 15-20
Quelle: Schwartländer 1968
Seite(n): 016, Zeilen: 09-12
Die Fragen des Menschen nach sich selbst faßt Kant in die berühmten drei Grundfragen, die der kritischen Philosophie zu Hauptaufgaben werden: "Alles Interesse meiner Vernunft (das spekulative sowohl, als das praktische) vereinigt sich in folgenden Fragen: 1. Was kann ich wissen? 2. Was soll ich tun? 3. Was darf ich hoffen?" [FN 3]

[FN 3] Kant, Immanuel: Kritik der reinen Vernunft. Hamburg <sup>2</sup>1976. S. 728.

Die Hauptaufgaben der kritischen Philosophie hat Kant in den bekannten drei Grundfragen zusammengefaßt: »Alles Interesse meiner Vernunft (das speku­lative sowohl, als das praktische) vereinigt sich in folgenden drei Fragen? 1. Was kann ich wissen? 2. Was soll ich tun? 3. Was darf ich hoffen?« (Kr, III, 540).
Anmerkungen

Nachdem mit Fn 2 die Autorin bereits aus dieser Quelle zitiert hat, scheint auch diese Passage aus dieser Quelle zu stammen: markant ist die Kombination von "Hauptaufgaben", "Grundfragen" und "kritischer Philosophie". Das Kantzitat wird übrigens bei der Verfasserin nicht korrekt wiedergegeben.

Sichter
Graf Isolan

[8.] Analyse:As/Fragment 164 08 - Diskussion
Bearbeitet: 9. April 2012, 21:00 Kybot
Erstellt: 18. January 2012, 12:54 (Hotznplotz)
As, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Schwartländer 1968, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 164, Zeilen: 08-12
Quelle: Schwartländer 1968
Seite(n): 017, Zeilen: 31-36, 40-43
Alle drei Fragen bleiben letztlich rückbezogen auf die eine Frage: Was ist der Mensch? Sie ist nicht die Frage des Menschen nach dem Menschen als einem Seienden überhaupt, "sondern es geht um den Menschen in seiner Selbstbetroffenheit." [FN 2]

[ [FN 1] Schwartländer,Johannes: a.a.O. S. 16/17.

[FN 2] "Die Frage: Was ist der Mensch? hat immer auch die Bedeutung: Wer ist der Mensch? Ja: Was und wer bin ich?" (ebd. S. 18).]

Das Feld der Philosophie [...] läßt sich auf die schon genannten drei Grundfragen bringen, doch fügt Kant ausdrücklich als vierte Frage hinzu: Was ist der Mensch? Diese Frage, meint er, beantworte die Anthropologie, doch "im Grunde könnte man ... alles dieses zur Anthropologie rechnen, weil sich die drei ersten Fragen auf die letzte beziehen" (VIII, 344). [...] In all diesen Fragen ist also nicht die Rede von dem Menschen als einem Seienden überhaupt, [...] sondern es geht um den Menschen in seiner jeweiligen Selbstbetroffenheit.
Anmerkungen

Für den der Übernahme vorangehenden Satz wird auf Schwartländer verwiesen. Das von der Verfasserin in Anführungsstriche gesetzte Zitat wird nicht korrekt wiedergegeben und nicht referenziert. Für diese Stelle hätte insgesamt ein Verweis auf S. 17 erfolgen müssen.

Sichter

[9.] Analyse:As/Fragment 164 22 - Diskussion
Bearbeitet: 9. April 2012, 21:00 Kybot
Erstellt: 17. January 2012, 13:48 (Hotznplotz)
As, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Schwartländer 1968, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 164, Zeilen: 22-27, 105-106
Quelle: Schwartländer 1968
Seite(n): 025, Zeilen: 17-23
Die Glückseligkeit ist eine "Absicht, die man sicher und a priori bei jedem Menschen voraussetzen kann, weil sie zu seinem Wesen gehört. [FN 3] Jedes vernünftige, aber endliche Wesen verlangt danach, glücklich zu sein, womit dieses Verlangen nach Kant zu einem unvermeidlichen Bestimmungsgrund des Begehrungsvermögens wird. [FN 4]

[FN 3] Kant,Immanuel: Grundlegung zur Metaphysik der Sitten. Hamburg <sup>3</sup>1965. S. 36.

[ [FN 4] Glück und Glückseligkeit stehen bei Kant im Gegensatz zur autonomen Sittlichkeit: Alles, was mit Glück und Wohlbefinden zusammenhängt, liegt nur beschränkt in der Macht des Menschen. Hier muß er erfahren, daß er in dem Bereich, in dem er am unabhängigsten sein möchte, er am meisten dem Zufall und Abhängigkeiten ausgeliefert ist (Schwartländer,Johannes: a.a.O. S. 27).]

Die Glückseligkeit [...] ist eine "Absicht, die man sicher und a priori bei jedem Menschen voraussetzen kann, weil sie zu seinem Wesen gehört" (GM IV, 273); kurz: "Glücklich zu sein, ist notwendig das Verlangen jedes vernünftigen, aber endlichen Wesens und also ein unvermeidlicher Bestimmungsgrund seines Begehrungsvermögens" (Kp V, 28).
Anmerkungen

Die Verfasserin übernimmt das erste Kant-Zitat aus der "Grundlegung zur Metaphysik der Sitten" wörtlich (und passt die bibliografischen Angaben an – setzt aber keine Abführungsstriche) und paraphrasiert das zweite aus der "Kritik der praktischen Vernunft". Der offenbar tatsächliche Fundort dieser Aussagen wird aber nicht erwähnt.

Sichter

[10.] Analyse:As/Fragment 282 19 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 08:57 Kybot
Erstellt: 21. January 2012, 18:00 (Hotznplotz)
As, Böckle 1977a, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 282, Zeilen: 19-24
Quelle: Böckle 1977a
Seite(n): 031, Zeilen: 28-34
Der Mensch als sich selbst überantwortetes Wesen ist nicht durch Instinkte festgelegt. Er muß sein Leben führen meint, er muß zu sich selbst Stellung nehmen und sein Leben gestalten. Sein Handeln steht nicht nur unter der Differenz von Gut und Böse, sondern bewegt sich auch immer im Spielraum von Möglichkeit und Wirklichkeit. Die philosophische Anthropologie sieht die Grundlage für dieses Bedürfnis zum einen in der Tatsache, daß der Mensch ein zur "Lebensführung" genötigtes

Wesen ist, d. h., er muß zu sich selbst Stellung nehmen und sein Leben gestalten[FN 4]. Er ist durch seine Instinkte nicht festgelegt, sondern bewegt sich mit seinem Handeln in einem Spielraum von Möglichkeit und Wirklichkeit.

Anmerkungen

teilweise wörtliche Übernahmen

Sichter

[11.] Analyse:As/Fragment 320 08 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 08:58 Kybot
Erstellt: 27. February 2012, 19:01 (Hotznplotz)
As, Fragment, Nickel 1975, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 320, Zeilen: 08-10, 102-103
Quelle: Nickel 1975
Seite(n): 319, Zeilen: 01-02
Er anerkennt die Tatsache, daß sich der Jugendliche in einer Situation des Umbruchs befindet, die von Hetzer [FN 2] bildhaft als "Zwischenlandsituation" beschrieben wird.

[FN 2] Hetzer,Hildegard: Kind und Jugendlicher in der Entwicklung. Hannover <sup>12</sup>1970.

[Seite 319, Z. 1-2]

Diesen besonderen psycho-sozialen Status des Jugendlichen hat Hetzer (1970) bildhaft als "Zwischenlandsituation" beschrieben: [...].

[Seite 479 (Literaturverzeichnis), Z. 36-37]

HETZER, H.: Kind und Jugendlicher in der Entwicklung. Schroedel, Hannover, 12. Aufl., 1970.

Anmerkungen

Die Verfasserin bezieht sich auf Hetzer (1970). Tatsächlich übernimmt sie das Zitat aber aus Nickel (1975), den sie kurz darauf referenziert, und nennt wie dieser keine Seitenzahl.

Sichter


Fragmente (Kein Plagiat)

23 Fragmente

[1.] Analyse:As/Fragment 032 07 - Diskussion
Bearbeitet: 4. April 2013, 23:56 Sotho Tal Ker
Erstellt: 13. January 2012, 17:14 (Bummelchen)
As, Fragment, Hollenbach 1954, KeinPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel, Unfertig

Typus
KeinPlagiat
Bearbeiter
Bummelchen, Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 32, Zeilen: 7-
Quelle: Hollenbach 1954
Seite(n): 20,123, Zeilen: -
Das Seiende, das als Dasein bezeichnet wird, drückt alsonicht sein Was, sondern das Sein dieses Seienden aus.Die Möglichkeit seiner selbst, "es selbst oder nicht es selbst zu sein" [Fn 2] [...]

Existenz als die Möglichkeit des Daseins, es selbst oder nicht es selbst zu sein, kann auf verschiedene Weise begründet werden: "Diese Möglichkeit hat das Dasein ent­weder selbst gewählt, oder es ist in sie hineingeboren oder je schon darin aufgewachsen. Die Existenz wird in der Weise des Ergreifens oder Versäumens nur vom jeweiligen Dasein selbst entschieden." [Fn 4]

[Fn 1] Heidegger,Martin: Sein und Zeit. Tübingen 1976. S.42.

[Fn 2] ebd. S. 12.

[Fn 3] Heidegger weist darauf hin, daß der Terminus 'Existenz' nicht gleichzusetzen ist mit der ontologischen Bedeutung des überlieferten Begriffes 'existentia', der soviel bedeutet wie Vorhandensein. Vorhandensein ist nach Heidegger eine Seinsart, die dem Seienden vom Charakter des Daseins wesensmäßig nicht zukommt. Daher benutzt er zur Klarstellung für den Titel 'existentia' nur den Begriff Vorhandensein.

[Fn 4] ebd. S. 12. 5 ) Biemel,Walter: a.a.O. S.45.

S. 20

Dieses Sein, zu dem sich das Dasein (Mensch) immer irgendwie verhält und aus dem es sich selbst immer versteht, ist eine »Möglichkeit seiner selbst, es selbst oder nicht es selbst zu sein.« [Fn 30] Heidegger nennt es darum die Exi­stenz. Die Existenz als Möglichkeit seiner selbst hat das Dasein »entweder selbst gewählt oder es ist in sie hineingeraten oder je schon darin auf­gewachsen.« [Fn 31]

S. 123

Dieses »durch« ist nicht dasselbe, wodurch etwas ein Seiendes ist, also das Sein dieses Seienden, sondern das Durch-sich-sein dieses Seienden als verantwortlicher »Träger« des jeweilig Zuverant­wortenden.


[Fn 30]. SZ 12 [Fn 31]. SZ 12

Anmerkungen

-

Sichter
Hotznplotz (KP)

[2.] Analyse:As/Fragment 033 08 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 08:54 Kybot
Erstellt: 13. January 2012, 20:07 (Bummelchen)
As, Fragment, Hollenbach 1954, KeinPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel, Unfertig

Typus
KeinPlagiat
Bearbeiter
Bummelchen, Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 33, Zeilen: 8-11
Quelle: Hollenbach 1954
Seite(n): 19, Zeilen:
Solches Vorhandensein, "ineinem Vorhandenen, das Mitvorhandensein mit etwas vonderselben Seinsart im Sinne eines bestimmten Ortsverhältnissessind ontologische Charaktere, die wir kategoriale nennen". [Fn 1]

...


[Fn 1] Heidegger,Martin: Sein und Zeit. S. 54.

Das Vorhandensein ,in‘ einem Vorhandenen, das Mitvor­handensein mit etwas von derselben Seinsart im Sinne eines bestimmten Ortsverhältnisses sind ontologische Charaktere, die wir kategoriale nennen, solche, die zu Seiendem von nicht-daseinsmäßiger Seinsart gehören.« [Fn 23]


...

[Fn 23] SZ 54

Anmerkungen
Sichter
Hotznplotz (KP)

[3.] Analyse:As/Fragment 044 17 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 08:54 Kybot
Erstellt: 13. January 2012, 20:26 (Bummelchen)
As, Fend 1976, Fragment, KeinPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel, Unfertig

Typus
KeinPlagiat
Bearbeiter
Bummelchen, Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 44, Zeilen: 17-21
Quelle: Fend 1976
Seite(n): 20, Zeilen: 1-
Neben der behavioristischen Psychologie, wonach unter "Sozialisierung" jenes Muster von Belohnung und Strafe verstanden wird, das sich z.B. im Verhalten der Mutter gegenüber dem Kind manifestiert, jene "child-rearing- practices", ... Unter „Sozialisierung“ wird hier nichts anderes als jenes Muster von Belohnung und Strafe verstanden, das sich z. B. im Verhalten der Mutter gegenüber dem Kind manifestiert. Mit „Sozialisierung“ sind „child-rearing practices“ gemeint, besonders jene, die während der frühenen Kinheit in der Familie verwendet werden.


[...]


Den nachhaltigsten Einfluß auf Theorie und Forschung über die So­zialisierung hat vermutlich Sigmund Freud ausgeübt. Seine Aussagen über die „Natur“ und das Werden der Persönlichkeit sind neben der behavioristischen Psychologie zum zweiten allgemeinen theoreti­schen Bezugsrahmen geworden, in dem Sozialisierung bisher unter­sucht wurde.

Anmerkungen
Sichter
Hotznplotz (KP)

[4.] Analyse:As/Fragment 048 23 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 08:54 Kybot
Erstellt: 13. January 2012, 20:36 (Bummelchen)
As, Fragment, Hupperschwiller 1970, KeinPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel, Unfertig

Typus
KeinPlagiat
Bearbeiter
Bummelchen, Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 48, Zeilen: 23-29
Quelle: Hupperschwiller 1970
Seite(n): 48, Zeilen:
Enkulturation meint "eine gruppen- und personspezifische Aneignung und Verinnerlichung von Erfahrungen, Gütern, Maßstäben und Symbolen der Kultur" . Die Auseinandersetzung zwischen Person und Kultur dient der "Erhaltung,Entfaltung und Sinndeutung der eigenen wie der Gruppen­existenz". [Fn 6]

..

[Fn 1] Wurzbacher,Gerhard: Sozialisation - Enkulturation - Personalisation. In: ders.: Sozialisation und Persona­lisation. S. 1-36.

[Fn 6] ebd. S. 14.

Enkul­turation bedeutet nach Wurzbacher (1963 b, 14), dem wir uns hier an­schließen, »eine gruppen- wie personenspezifische Aneignung und Ver­innerlichung von Erfahrungen, >Gütern<, Maßstäben und Symbolen der Kultur zur Erhaltung, Entfaltung und Sinndeutung der eigenen wie der Gruppenexistenz« (vgl. auch Heintz 1958, 220).
Anmerkungen
Sichter
Hotznplotz (KP)

[5.] Analyse:As/Fragment 059 024 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 08:54 Kybot
Erstellt: 13. January 2012, 21:20 (Bummelchen)
As, Fragment, KeinPlagiat, Oser 1976, SMWFragment, Schutzlevel, Unfertig

Typus
KeinPlagiat
Bearbeiter
Bummelchen, Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 59, Zeilen: 24-32
Quelle: Oser 1976
Seite(n): 284, Zeilen:
Dieses"Richteramt”, die optimale Funktions- und Lebensauf­gabenordnung sieht Monakow vom biologischen Standpunkt aus, d.h. vom organisierten lebenden, das vitale Programm erfüllenden Protoplasma aus und nennt es "syneidesis", das biologische Gewissen. Es stellt einen auf vitale Leistungen und Ziele eingestellten "Kompaß" dar, der unter besonderer Berücksichtigung der generellen Lebensziele bei jeder latenten und manifesten Kollision in der Instinktwelt "den Ausschlag und Anstoß zur[Verwirklichung des besonders für das persönliche Gedeihen im erlebten Moment optimalen physiologischen und biologischen Akte gibt"[Fn 1.] ]

S. 59


[Fn 1] Monakow,Constantin von: Gehirn und Gewissen. Zürich 1950.

S. 60


[Fn 1] ebd. S. 243.

[Fn 2] Vgl. C. von Monakow: Die Syneidesis, das biologische Gewissen. In:

. Petrilowitsch (Hrg.): Das Gewissen als Problem. Darmstadt 1966, S. lff. Ein Vergleich der ersten Art der Individuation mit dem Syneidesisbegriff Monakows drängt sich auf. Er spricht von der Syneidesis als einem psychi­schen, auf vitale Leistungen und Ziele ausgerichteten im Organismus unter­gebrachten Kompass, "welcher unter Berücksichtigung und temporärer Betonung der generellen Ziele des Lebens (Sicherung, Mehrung, Plastizität, Perfek­tion des Geschlechtes usw.) bei jeder latenten oder manifesten Kollision zwischen den Hormeterien und Noohormeterien resp. Impulsen und Gefühlen den Ausschlag und Anstoss zur Verwirklichung der besonders für das persönliche Gedeihen im erlebten Moment optimalen physiologischen resp. biologischen Akte gibt." (S. 10) "...

Anmerkungen
Sichter
Hotznplotz (KP)

[6.] Analyse:As/Fragment 060 10 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 08:54 Kybot
Erstellt: 13. January 2012, 21:40 (Bummelchen)
As, Baumhauer 1970, Fragment, KeinPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel, Unfertig

Typus
KeinPlagiat
Bearbeiter
Bummelchen, Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 60, Zeilen: 10-20
Quelle: Baumhauer 1970
Seite(n): 92,93, Zeilen:
In ihrer Urform wirkt die Syneidesis also als unpersön­liche, naturrichterliche, die Instinktwelt des Menschen regulierende Instanz. Im Falle ihres Versagens kommt es zum Überwinden eines Instinktes und in der Folge zu Perversionen, Kriminalität, Psychosen und Neurosen.Aus der Urform der Syneidesis, also aus dem biologischen Gewissen, baut sich nach Monakow auf der Basis von Erlebnissen, Milieu, Erfahrungen, Erziehung und Kulturver­hältnissen und deren Einfluß auf das affektive Seelen­leben das eigentlich menschliche, das persönliche und ins Bewußtsein tretende Gewissen auf. S. 92

Treten nun Triebkollisionen auf, Kollisionen zwischen den verschiedenen Instinktregungen und Gefühlen, wird also die Harmonie der Lebensinteressen gestört, dann wirkt als Richter die Syneidesis, das biologische Gewissen, und zwar zunächst unbewußt automatisch, physiologisch.

[...]

»Mutter der Instinktwelt« wie der Syneidesis, die Urkraft, welche »die eigentliche Einheitsorganisation des Individuums« darstellt, ist die individuelle Horme, organisiert von der »Mne- me«, der Erinnerung.

[...]


Jetzt wird »die organisierte Form des bewußten menschlichen Gewissens« zum »inneren Wegweiser für die Handlungen«, eben mit dem Ziel, durch die Harmonie der vitalen Lebensinteressen Lebensfreude zu schaffen. Die Syneidesis in ihrer Urform als biologisches Gewissen bleibt

S. 93


zwar größtenteils erhalten, doch baut sich die Syneidesis — auf der Grundlage von Erlebnissen, Milieu, Erfahrungen, Erziehung, Kulturverhältnissen und unter deren Einfluß auf das affektive Seelenleben, auf das Gemüt also — zu einem »kausal durchge­arbeiteten Gebilde« aus.

Anmerkungen
Sichter
Hotznplotz (KP)

[7.] Analyse:As/Fragment 075 33 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 20:18 Kybot
Erstellt: 22. March 2012, 00:09 (Hotznplotz)
As, Fragment, Gesichtet, KeinPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel, Stadter 1970

Typus
KeinPlagiat
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 075, Zeilen: 33
Quelle: Stadter 1970
Seite(n): 052, Zeilen: 06-08
Von Geburt an strebt das Individuum nach Freud bei [allem, was es tut, nach Gewinnung von Lust und Vermeidung von Unlust.] Jedes Individuum strebt im Grund bei allem, was es tut, nach Gewinnung von Lust und Vermeidung von Unlust.
Anmerkungen

Keine Nennung der eigentlichen Quelle. Fortsetzung in Fragment 076 01.

Sichter

[8.] Analyse:As/Fragment 080 12 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 08:54 Kybot
Erstellt: 12. January 2012, 18:21 (Bummelchen)
As, Baumhauer 1970, Fragment, KeinPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel, Unfertig

Typus
KeinPlagiat
Bearbeiter
Bummelchen, Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 80, Zeilen: 12-26
Quelle: Baumhauer 1970
Seite(n): 25, Zeilen: 1-
Für die Entstehung des Über-Ich und damit auch der Gewissensfunktion nimmt Freud zwei Phasen an:

Die erste Phase resultiert aus der Abhängigkeit des Kindes von der elterlichen Autorität. Zugrunde liegt die Annahme, daß der Mensch kein natürliches Unterscheidungsvermögen für Gut und Böse - hat.Oft sei das Böse überhaupt nicht das für das Ich Schädlicheoder Gefährliche, "im Gegenteil auch etwas, was ihm erwünschtist, ihm Vergnügen bereitet" .

Es ist also fremder Einfluß,im Fall des Kindes primär von den Eltern kommend, derbestimmt, was gut und böse ist. Da eigenes Empfinden das Kind nicht zur gleichen Bestimmung führt, muß es ein Motivhaben, sich dem fremden Einfluß zu unterwerfen. "Es ist inseiner Hilflosigkeit und Abhängigkeit von anderen leicht zuentdecken, kann am besten als Angst vor Liebesverlust [Fn 2] bezeichnet werden"Das Kind meidet also das Böse - auch dann, wenn es ihm eigentlich Vergnügen bereiten würde - aus Angst davor, die Liebe der Eltern zu verlieren. Mit diesem Liebesverlust büßt es "auch den Schutz vor mancherlei Gefahren ein, setzt sich vor allem der Gefahr aus', daß dieser Übermächtige ihm in der Form der Bestrafung seine Überlegenheit erweist" .

S. 78

[Fn 1] Freud übernimmt den Begriff "Es" von Georg Groddeck, der "wohl dem Beispiel Nietzsches gefolgt (ist), bei dem dieser grammatikalische Ausdruck für das Unpersönliche und sozusagen Naturnotwendige in unserem Wesen durchaus gebräuch­lich ist" (ebd. S. 251).

S. 80

[Fn 1] ders.: Ges. Werke. Bd. XIV. S. 483.

[Fn 2] ebd. S. 483.

[Die Frage stellt sich Freud deshalb, weil für ihn feststeht: »Ein ursprüngliches, sozu-] sagen natürliches Unterscheidungsvermögen für Gut und

Böse darf man ablehnen. Das Böse ist oft gar nicht das dem Ich Schädliche oder Gefährliche, im Gegenteil auch etwas, was ihm erwünscht ist, ihm Vergnügen bereitet.« 

Aus dieser Feststellung, die sich aus seiner Gesamtkonzeption ergibt, zieht Freud zwei Folgerungen:

Erstens. »Darin zeigt sich also fremder Einfluß; dieser bestimmt, was Gut und Böse heißen soll.« 

Zweitens. »Da eigene Empfindung den Menschen nicht auf denselben Weg geführt hätte, muß er ein Motiv haben, sich diesem fremden Einfluß zu unterwerfen.«Dieses Motiv nun, meint Freud, ist in des Menschen »Hilflosigkeit und Abhängigkeit von anderen leicht zu entdecken, kann am besten als Angst vor dem Liebesverlust bezeichnet werden. Verliert er die Liebe des anderen, von dem er abhängig ist, so büßt er auch den Schutz vor mancherlei Gefahren ein, setzt sich vor allem der Gefahr aus, daß dieser Übermächtige ihm in der Form der Bestrafung seine Überlegenheit beweist. [...]"

Anmerkungen
Sichter
Hotznplotz (KP)

[9.] Analyse:As/Fragment 089 19 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 08:55 Kybot
Erstellt: 13. January 2012, 22:10 (Bummelchen)
As, Fragment, KeinPlagiat, Nowak 1978, SMWFragment, Schutzlevel, Unfertig

Typus
KeinPlagiat
Bearbeiter
Bummelchen, Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 89, Zeilen: 15-21
Quelle: Nowak 1978
Seite(n): 29, Zeilen:
Alfred Adler ist der erste Schüler Freuds, der sich von ihm trennt (1911) und eine individualpsychologische Theorie entwickelt.In deren Mittelpunkt steht "das Konzept eines einheitlichen, schöpferischen Individuums, welches im geordneten Zustand in einer positiven, konstruktiven ethischen Beziehung zu seinen Mitmenschen steht" [Fn 3].

[Fn 3] Nowak,Antoni J.: Gewissen und Gewissensbildung heute in tiefenpsychologischer und theologischer Sicht.Wien 1978. S. 29f.

Alfred Adler war der erste Schüler Freuds, der sich von ihm trennte (1911) und die sogenannte Individualpsychologie gründete.

[...]

Der Kern von Adlers Persönlichkeitstheorie ist das Konzept eines ein­heitlichen, schöpferischen Individuums, welches im geordneten Zustand [ n einer positiven, konstruktiven ethischen Beziehung zu seinen Mitmen­schen steht. Adler entwickelte eine humanistische Theorie der mensch­lichen Persönlichkeit, die eine Antithese zur Freudschen Konzeption war [Fn 41]

[Fn 41] Vgl. C. S. Hall/G. Lindzey, Theories of Personality, New York 1957, S. 125.

]

Anmerkungen

Das sich der Inhalt des ersten Satzes auch in der Quelle befindet, verschweigt die Autorin.

Sichter
Hotznplotz (KP)

[10.] Analyse:As/Fragment 091 01 - Diskussion
Bearbeitet: 5. May 2012, 21:13 WiseWoman
Erstellt: 25. January 2012, 21:15 (Hotznplotz)
As, Fragment, KeinPlagiat, Nowak 1978, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ZuSichten

Typus
KeinPlagiat
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 091, Zeilen: 01, 101
Quelle: Nowak 1978
Seite(n): 031, Zeilen: 23-28, 112
[Das Gefühl der Minderwertigkeit erscheint hier "als ein fortwährender Reiz, einen Weg ausfindig zu machen, um die Anpassung an dieses Leben zu bewerkstelligen, vorzusorgen, sich Situationen zu schaffen, wo die Nachteile der menschlichen Stellung in der Natur] ausgeglichen erscheinen" [FN 1].

[FN 1] Adler,Alfred: Menschenkenntnis. S. 21.

"Aber diese Minderwertigkeit [...] wirkt als ein fortwährender Reiz, einen Weg ausfindig zu machen, um die Anpassung an dieses Leben zu bewerkstelligen, vorzusorgen, sich Situationen zu schaffen, wo die Nachteile der menschlichen Stellung in der Natur ausgeglichen erscheinen"[FN 51].

[FN 51] A. Adler, Menschenkenntnis, Leipzig 1929, S. 21.

Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 090 19

Sichter

[11.] Analyse:As/Fragment 105 12 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 08:55 Kybot
Erstellt: 10. January 2012, 14:38 (Hotznplotz)
As, Baumhauer 1970, Fragment, KeinPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel, Unfertig

Typus
KeinPlagiat
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 105, Zeilen: 04-14
Quelle: Baumhauer 1970
Seite(n): 048; 049, Zeilen: 25-30; 03-08
Wie Freud, so versucht auch Jung sie in einem Modell zu verdeutlichen[,

das kurz dargestellt werden soll]:

Jung unterteilt die Psyche [als Gesamtheit aller psychischen Vorgänge] in Bewußtsein und Unbewußtes.

Mit Bewußtsein meint er die der Aussenwelt zugewandte Seite der Psyche[, d.h. Funktionen und Tätigkeiten, die die Beziehung psychischer Inhalte zum Ich unterhalten]. Zu diesen Funktionen zählen die reflektierend-urteilenden des Denkens und Fühlens und die stärker irrational wertenden Funktionen des Empfindens und Intuierens.

Wie Freud versuchte auch Jung die Gliederung des psychischen Kosmos in einem Modell [...] anschaulich zu machen. So unterscheidet er zunächst einmal zwischen Bewußtsein und Unbewußtem.

Das Bewußtsein bildet für Jung die der Außenwelt zugewandte Seite der Psyche. [...] [Seite 49] Diesem Ich stehen [...] Funktionen zur Verfügung [...]: Die "reflektierend"-urteilenden Funktionen des Denkens und Fühlens [...] wie die stärker irrationalen, wertenden Funktionen des Empfindens und Intuierens.

Anmerkungen

Keine Quellenangabe. Die Verf. ergänzt die Ausführungen in der Quelle an einigen Stellen durch eher banale Zusätze. Kurz darauf folgt ein wörtliches Zitat Baumhauers mit Referenz, die diese Übernahme jedoch nicht abdeckt.

Sichter
Hotznplotz (KP)

[12.] Analyse:As/Fragment 110 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 08:55 Kybot
Erstellt: 14. January 2012, 16:41 (Bummelchen)
As, Baumhauer 1970, Fragment, KeinPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel, Unfertig

Typus
KeinPlagiat
Bearbeiter
Bummelchen, Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 110, Zeilen: 01-10
Quelle: Baumhauer 1970
Seite(n): 095; 097, Zeilen: 05-08, 13-17, 21-24; 07-09
Frankl definiert es "als die intuitive Fähigkeit, den einmaligen und einzigartigen Sinn, der in jeder Situation verborgen ist, aufzuspüren." [FN 1]

Das Gewissen reicht in eine unbewußte Tiefe, wurzelt in einem unbewußten Grund. Es ist praelogisch im Sinne eines praemoralischen Wertverständnisses, das aller expliziten Moral vorausgeht. Frankl nennt es auch irrational, weil es in seiner unmittelbaren Vollzugswirklichkeit nie restlos rationalisierbar ist, sondern sich erst in einer sekundären Rationalisierung erschließt. [FN 2]

[FN 1] Frankl,Viktor E.: Ärztliche Seelsorge. Wien 1966. S. 56.

[FN 2] ders.: Der Mensch vor der Frage nach dem Sinn. S. 66.

[Seite 95, Z. 5-8]

Nicht anders beschreibt Viktor E. Frankl das Gewissen, wenn er in seinem Buch Der Unbewußte Gott davon ausgeht, "daß das, was man Gewissen nennt, in eine unbewußte Tiefe hinabreicht, in einem unbewußten Grunde wurzelt:[...]".

[Seite 95, Z. 13-17]

Frankl bezeichnet das Gewissen aber nicht nur als unbewußt, sondern auch als irrational, "weil es, zumindest in seiner un­mittelbaren Vollzugswirklichkeit, niemals restlos rationalisierbar ist; immer ist es nur nachträglich, immer nur einer sekundären Rationalisierung erschließbar: [...]".

[Seite 95, Z. 21-24]

Irrational — im Sinne von praelogisch — ist nach Auffassung Frankls das Gewissen auch deshalb, weil es ein "praemoralisches Wertverständnis" darstellt, "das aller expliziten Moral wesent­lich vorgängig ist".

[Seite 97, Z. 7-9]

Dieses Gewissen bezeichnet Frankl [...] "als die intuitive Fähigkeit, den einmaligen und einzig­artigen Sinn, der in jeder Situation verborgen ist, aufzuspüren".

Anmerkungen

Die Autorin gibt in Auszügen und zusammenfassend einzelne Inhalte dieser Quelle wieder. Aufgrund des Gesamtkontextes kann darauf geschlossen werden, dass auch die gekennzeichneten Zitate aus dieser Quelle stammen. Vorerst verdächtig.

Sichter
Hotznplotz (KP)

[13.] Analyse:As/Fragment 114 06 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 08:56 Kybot
Erstellt: 14. January 2012, 19:21 (Bummelchen)
As, Fragment, KeinPlagiat, Nowak 1978, SMWFragment, Schutzlevel, Unfertig

Typus
KeinPlagiat
Bearbeiter
Bummelchen, Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 114, Zeilen: 6-13
Quelle: Nowak 1978
Seite(n): 51, Zeilen: 1-6
Es ist ein auf Weltoffenheit hin rezeptorisch angelegtes angeborenes Schema. In der symbolischen Gestalt des Über-Ich wird die Gewissensfunktion geprägt und eingelebt, d.h. das Über-Ich scheint für Caruso "Verteidigungsmechanis­mus auf dem Wege zum Gewissen, ist "die provisorische faktische Repräsentanz des Gewissens, das in derprogressiven Personalisation dialektisch überwunden werden2)muß". [Fn 2]

...

2) Nowak,Antoni J.: a.a.O. S. 50/51.

In der Auffassung Carusos ist das Gewissen ein auf die Weltoffenheit hin rezeptorisch angelegtes angeborenes Schema. Die Gewissensfunktion wird in der symbolischen Gestalt des Über-Ich geprägt und eingelernt. Schließlich ist das Über-Ich die provisorische faktische Repräsentanz des Gewissens, das in der progressiven Personalisation dialektisch überwun­den werden muß.
Anmerkungen

Es könnte eine Mischung von Verschleierung und Bauernopfer sein. Die Autorin gibt nur für das Zitat die Quelle an.

Sichter
Hotznplotz (KP)

[14.] Analyse:As/Fragment 118 12 - Diskussion
Bearbeitet: 9. April 2012, 20:59 Kybot
Erstellt: 14. January 2012, 20:37 (Bummelchen)
As, Fragment, Jacobi 1971, KeinPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel, Unfertig

Typus
KeinPlagiat
Bearbeiter
Bummelchen, Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 124, Zeilen: 12-23
Quelle: Jacobi 1971
Seite(n): 146, Zeilen:
Gut und Böse verlieren also ihren absoluten Charakter. Sie stellen Urteile dar. "Die Unvollkommenheit alles menschlichen Urteilens legt uns jedoch Zweifel nahe, ob unsere Meinung jeweils das Richtige trifft. Wir können auch einem Fehlurteil unterliegen." [Fn 3] Will der Mensch ohne Selbstlüge und Selbsttäuschung leben, dann muß er das Böse als Faktum seines Lebens anerkennen. Der Mensch "muß ohne Schonung wissen, wieviel des Guten er vermag und welcher Schand­taten er fähig ist, und er muß sich hüten, das eine für wirklich und das andere für Illusion zu halten. Es ist beides wahr als Möglichkeit, und er wird weder dem einen[noch dem anderen ganz entgehen." [Fn 1]]


[Fn 3] Jung,Carl Gustav: Erinnerungen, Träume, Gedanken. Aufgezeichnet und herausgegeben von A. Jaffé.Zürich 1962. S. 332.

[ [FN 1] ebd. S. 333.]

[Er sagt: «Das Böse ....abzusehen [Fn 23]....]

[....]Praktisch heißt das, daß Gut-Böse ihren absoluten Charakter verlieren und wir gezwungen sind, uns darauf zu besin­nen, daß sie Urteile darstellen. .. Die Unvollkommenheit alles menschlichen Urteilens legt uns jedoch den Zweifel nahe, ob unsere Meinung jeweils das Richtige trifft. Wir können auch einem Fehlurteil unterliegen. Davon wird das ethische Problem nur insoferne betroffen, als wir uns in bezug auf die moralische Bewertung unsicher fühlen. Trotzdem müssen wir uns ethisch entscheiden [Fn 24]. [...]

Die Ethik, d. h. die Entscheidung zwischen Gut und Böse, ist davon nicht tangiert, sie ist nur erschwert. Nichts kann uns die Qual der ethischen Entscheidung ersparen [Fn 26].» Der Mensch «muß ohne Schonung wissen, wieviel des Guten er vermag und welcher Schand­taten er fähig ist, und er muß sich hüten, das eine für wirklich und das andere für Illusion zu halten. Es ist beides wahr als Möglichkeit, und er wird weder dem einen noch dem anderen ganz entgehen, wenn er — wie es eigentlich von Hause aus sein müßte - ohne Selbstbelü- gung und Selbsttäuschung leben will [Fn 27].»

[ [FN 23] Erinnerungen, Träume, Gedanken von C. G. Jung, S. 331 f. — Als dieses Buch I960 geschrieben wurde, war Jung noch zutiefst erschüttert vom Bösen, das im Zweiten Weltkrieg nie geahnte Formen und Äußerungen angenommen hatte und das wir als eine Wirklichkeit erleben mußten, die sich mitten unter uns ausbreitete.]

[Fn 24] Von mir hervorgehoben.

[Fn 26] Op. cit., S. 332.

[Fn 27] Op. cit., S. 333.

Anmerkungen
Sichter
Hotznplotz (KP)

[15.] Analyse:As/Fragment 136 24 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 08:56 Kybot
Erstellt: 7. January 2012, 15:31 (Graf Isolan)
As, Fragment, KeinPlagiat, Oser 1976, SMWFragment, Schutzlevel, Unfertig

Typus
KeinPlagiat
Bearbeiter
Graf Isolan, Bummelchen, Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 136, Zeilen: 24-30
Quelle: Oser 1976
Seite(n): 318, Zeilen: 27-33
In seine Untersuchung nimmt Piaget zwei Gruppen von Erscheinungen auf:

<br>- die Praxis der Regeln, d.h. die Art und Weise, wie das [FN 3] Kind mit den Regeln tatsächlich umgeht und <br>- das Bewußtsein der Regeln, d.h. die Art und Weise der Verpflichtung der Regeln bzw. Entscheidungen im Sinne von Heteronomie und Autonomie.

[FN 3 Zu den möglichen Variationen der Regeln beim Murmelspiel vgl.: ebd. S. 10 - 18.]

Bei der Durchführung dieses Interviews stiess Piaget auf zwei Gruppen von Erscheinungen,

<br>aa) auf die Praxis der Regeln bzw. auf die Art und Weise, wie die Kinder mit den Regeln tatsächlich umgehen, <br>bb) auf das Bewusstsein der Regeln, d.h. auf die Art, wie verpflichtend die Regel ist bzw. der Entscheidung unterworfen ist, also auf die Heteronomie bzw. Autonomie der Anwendung.

Anmerkungen

Die Originalformulierung bei J. Piaget, DAS MORALISCHE URTEIL BEIM KINDE, Rascher Verlag, Zürich 1954, S.8f. lautet: "Vor allem ist es leicht, beim Studium der Spielregeln zwei Gruppen von Erscheinungen gleichzeitig zu beobachten: 1. Die PRAXIS der Regeln, d. h. die Art, wie die Kinder verschiedenen Alters die Regeln tatsächlich in Anwendung bringen. 2. Das BEWUSSTSEIN der Regel, d. h. die Art, wie die Kinder verschiedenen Alters sich den verpflichtenden heiligen oder der eigenen Entscheidung unterworfenen Charakter, die Heteronomie oder die Autonomie, der Spielregeln vorstellen." Bei der Paraphrasierung des ersten Punktes benutzen sowohl Oser (1976) als auch As das Verb "umgehen"; bei beiden wird im 2. Punkt aus dem "Bewusstsein der Regel" das "Bewusstsein der Regeln". Andererseits verweist As weiter oben auf der Seite (im Zusammenhang mit der Begründung, warum Piaget gerade das Murmelspiel wählt) in einer Fußnote auf die angegebene S.8 in der 2. Auflage von Piaget (1976).

Sichter
Bummelchen (Text) Hotznplotz (KP)

[16.] Analyse:As/Fragment 137 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 08:56 Kybot
Erstellt: 7. January 2012, 16:00 (Graf Isolan)
As, Fragment, KeinPlagiat, Oser 1976, SMWFragment, Schutzlevel, Unfertig

Typus
KeinPlagiat
Bearbeiter
Graf Isolan, Bummelchen, Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 137, Zeilen: 1-9, 14-15, 22-23
Quelle: Oser 1976
Seite(n): 319, Zeilen: 2-6, 10, 14
Seine Beobachtungen und Interviews zur Praxis der Regeln führen zur Unterscheidung von vier Stadien:

1. Das motorische oder individuelle Stadium, in dem das Kind nach seinen individuellen Wünschen und motorischen Gewohnheiten mit den Murmeln - verallgemeinert: mit dem Spielmaterial - umgeht.

2. Das egozentrische Stadium, das mit der Entwicklung der Sprache beginnt und zwischen dem zweiten und fünften Lebensjahr anzusetzen ist. [...]

3. Das Stadium beginnender Zusammenarbeit zwischen dem siebten und achten Lebensjahr: [...]

4. Das Stadium der "Kodifizierung der Regeln" zwischen dem elften und zwölften Lebensjahr: [...]

Zur <u>Praxis</u> der Regeln unterscheidet Piaget vier Stadien:

I. Motorisches oder individuelles Stadium: Das Kind geht nach seinen eigenen Wünschen und motorischen Gewohnheiten mit dem Spielmaterial um.

II. Egozentrisches Stadium (zw. 2-5 Jahren): [...]

III. Stadium beginnender Zusammenarbeit (zw. 7-8 Jahren): [...]

IV. Viertes Stadium: Kodifizierung der Regeln: [...]

Anmerkungen

As übernimmt die Bezeichnung der vier Stadien wortwörtlich und die Beschreibung des ersten Stadiums weitgehend von Oser (1976), ohne diesen als Quelle anzugeben. In der Beschreibung der Stadien 2. - 4. bleibt sie dichter und detaillierter bei den Ausführungen Piagets. Die hier gewählten Bezeichnungen der Stadien finden sich in dieser Form <b>nicht</b> bei Piaget. Dort heißt es (S.49): "Als Schlußfolgerung stellen wir also fest, daß Aneignung und Praxis der Spielregeln sehr einfachen und natürlichen Gesetzen gehorchen, deren Etappen sich folgendermaßen aufzählen lassen: 1. Einfache individuelle Regelmäßigkeiten. 2. Nachahmung der Großen und Egozentrismus. 3. Zusammenarbeit. 4. Interesse für die Regel als solche."

Sichter
Bummelchen (Text) Hotznplotz (KP)

[17.] Analyse:As/Fragment 138 02 - Diskussion
Bearbeitet: 20. February 2013, 09:35 Sotho Tal Ker
Erstellt: 7. January 2012, 19:25 (Graf Isolan)
As, Fragment, KeinPlagiat, Oser 1976, SMWFragment, Schutzlevel, Unfertig

Typus
KeinPlagiat
Bearbeiter
Graf Isolan, Bummelchen, Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 138, Zeilen: 2-16
Quelle: Oser 1976
Seite(n): 319, Zeilen: 18-26
Hierbei lassen sich nach Piagets Untersuchungen drei Stadien unterscheiden:

1. In der Zeit der motorischen Periode und im Anfangsstadium des Egozentrismus haben die Regeln noch keinen verpflichtenden Charakter. Sie werden unbewußt aufgenommen.

2. Im Höhepunkt des Egozentrismus und in der ersten Hälfte des Stadiums der Zusammenarbeit werden die Regeln als "heilig" und unantastbar angesehen. Sie kommen vom Erwachsenen, haben "ewigen" Bestand und lassen in den Augen des Kindes keine Änderungen zu.

3. Im Stadium der Zusammenarbeit gilt die Regel als auf gegenseitigem Übereinkommen beruhendes Gesetz mit bindend-verpflichtendem Charakter. Sie kann bei allgemeiner Übereinkunft und Abstimmung verändert werden.

Zum <u>Bewusstsein</u> der Regeln unterscheidet Piaget drei Entwicklungsstadien:

- (entspricht I oben) Die Regel ist noch nicht zwingend, entweder weil sie rein motorisch ist oder unbewusst aufgenommen wird.

- (II bis III) Die Regel wird als heilig und unantastbar angesehen. Sie kommt vom Erwachsenen und hat ewigen Bestand.

- (ab Mitte III bis IV) Die Regel wird als ein auf gegenseitigem Uebereinkommen beruhendes Gesetz betrachtet, zu dessen Beachtung man verpflichtet ist, wenn man ehrlich sein will, das man jedoch umgestalten darf, wenn das allgemeine Einverständnis da ist.

Anmerkungen

As setzt ihre Übernahmen aus Oser (1976) fort, wobei sie im wesentlichen nur die Kürzel für die Phasen I - IV "auflöst". Wo auf den vorangegangenen Seiten in Anlehnung an Piaget noch größere Eigenanteile von As sichtbar sind, verzichtet As jetzt, auch wenn sie paraphrasiert, auf größere Abweichungen von der Vorlage. Ein Hinweis auf Oser unterbleibt hier vollständig.

Sichter
Bummelchen (Text) Hotznplotz (KP)

[18.] Analyse:As/Fragment 169 17 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 20:20 Kybot
Erstellt: 14. January 2012, 22:22 (Bummelchen)
As, Fragment, KeinPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel, Schwartländer 1968, Unfertig

Typus
KeinPlagiat
Bearbeiter
Bummelchen, Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 169, Zeilen: 17-28
Quelle: Schwartländer 1968
Seite(n): 163, Zeilen:
Alle praktischen Prinzipien haben ihren Bestimmungsgrund im Begehren eines Objekts, sie sind somit an Materie und damit an Bedingtes gebundene Regeln. Somit finden sie auch immer nur bedingt Geltung und eignen sich nicht zur Bestimmung eines freien, d.h. vom Anspruch des Unbedingten bestimmten Willens. Die einzige praktische Regel, durch die der Wille schlechterdings und unmittelbar objektiv bestimmt wird, eine solche also, die unabhängig von empirischen Bedingungen, als reiner Wille, durch die bloße Form des Gesetzes als bestimmt gedacht werden kann und als Bestimmungsgrund der obersten Bedingung aller Maximen gelten kann, ist nach Kant... Blicken wir noch einmal zurück auf den Gang der Analyse des moralischen Prinzips, und zwar wie er vor allem in der Kritik der praktischen Vernunft vorliegt. Die Analyse setzt ein bei den praktischen Grundsätzen, denn die Sitt­lichkeit hat es zu tun allein mit dem Guten, das_Gute kann aber nach Kant nur gesucht werden im Willen, und zwar sofern dieser durch Vernunft bestimmt wird. Doch können niStf die subjektiven, sondern nur die objektiven Grund­sätze das moralische Prinzip abgeben, denn diese allein sagen, was allgemein und notwendig geschehen soll, erfüllen also den Sinn des gebotenen Sollens. Alle materialen Prinzipien scheiden damit, als Bestimmungsgründe des nur sub­jektiven Wollens, von der moralischen Bestimmung aus; sie gehören der Selbst­liebe an. Der moralische Bestimmungsgrund kann allein in die Form der objek­tiven Grundsätze gesetzt werden, d. h. als moralisch kann ein Wille nur gedacht werden, sofern er, unabhängig von subjektiven und immer empirischen Be­dingungen, durch die bloße Form des Gesetzes bestimmt wird.
Anmerkungen
Sichter
Hotznplotz (KP)

[19.] Analyse:As/Fragment 207 06 - Diskussion
Bearbeitet: 9. April 2012, 21:00 Kybot
Erstellt: 29. January 2012, 10:40 (Hotznplotz)
As, Fragment, KeinPlagiat, Merkert Simon 1979, SMWFragment, Schutzlevel, Unfertig

Typus
KeinPlagiat
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 207, Zeilen: 06-12
Quelle: Merkert Simon 1979
Seite(n): 077, Zeilen: 04-13
Das Prinzip, in dem solche Erfahrungen organisiert sind, ist die Bildungskategorie. Dies bedeutet am Beispiel der Gerechtigkeit:

Sie ist weder eine objektive Qualität des positiven Rechts noch Anlage menschlichen Charakters, aber Bedingung für beides: für gerechtes Recht und gerechte Gesinnung, d.h. Gerechtigkeit ist die organisierende Kategorie aller Rechtserfahrung, Rechtserziehung und politischen Bildung.

Das organisierende Prinzip der [...] Erfahrung aber sind die Bildungskategorien. [...] So ist etwa die Kategorie der Gerechtigkeit weder

eine objektive Qualität des positiven Rechts noch eine Anlage des menschlichen Charakters, und doch ist sie die Bedingung der Möglichkeit für beides: für ein gerechtes Recht und für eine gerechte Gesinnung. "So verstanden ist sie die organisierende Kategorie aller Rechtserfahrung, Rechtserziehung und politischer Bildung [...]" [...][FN 25]

[ [FN 23] Josef Derbolav, Systematische Perspektiven der Pädagogik, S. 112. <br> [...] <br> [FN 25] Ebd., S. 113f.]

Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Hotznplotz (KP)

[20.] Analyse:As/Fragment 225 13 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 08:57 Kybot
Erstellt: 14. January 2012, 22:48 (Bummelchen)
As, Fragment, KeinPlagiat, Nowak 1978, SMWFragment, Schutzlevel, Unfertig

Typus
KeinPlagiat
Bearbeiter
Bummelchen, Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 225, Zeilen: 13-21
Quelle: Nowak 1978
Seite(n): 127, Zeilen:
Ein Beispiel für die Argumentation der Glaubensethiker ist die folgende Aussage von Hans Urs von Balthasar: "Die konkrete Existenz Christi - sein Leben, Leiden, Sterben und endgültig leiblich Auferstehen - hebt alle übrigen Systeme ethischer Normierung in sich auf; sittliches Handeln von Christen hat sich im letzten nur vor dieser Norm zu verantworten. Die in der Person Christi vollbrachte Synthese des gesamten Willens des Vaters ist eschatologisch und unüberbietbar, deshalb a priori universal normativ."[Fn 3]

[Fn 3] Balthasar,Hans Urs von: Neun Sätze zur christlichen Ethik.In: Ratzinger,Josef (Hrsg.): a.a.O. S. 67-93. hier: S.74.

[Fn 115] „Die konkrete Existenz Christi — sein Leben, Leiden und Sterben und endgültiges bibliches Auferstehen — hebt alle übrigen Systeme ethischer Normierung in sich auf, sittliches Handeln von Christen hat sich im letzten nur vor dieser Norm zu verantworten, die selbst das Urbild des vollkommenen Gehorsams an Gott Vater darbietet, Christi Existenz hebt die Differenzen zwischen .Gesetzlichen' (Juden) und .Gesetzlosen' (Heiden), (1. Kor. 9, 20 f.) zwischen Knecht und Herrn, Mann und Weib (Gal. 3, 28) usf. auf; in Christus sind alle mit der gleichen Kindesfreiheit begabt und streben dem gleichen Ziel zu. Das .neue' Gebot Jesu (Joh. 13, 34) (das als christologisch verwirklichtes auch mehr ist als das Hauptgebot des Alten Bundes, Dt., 6, 4 ff.) ist mehr als die Summe aller Einzelgebote der .Zehn Worte’ und all ihrer Anwendung. Die in der Person Christi vollbrachte Synthese des gesamten Willens des Vaters ist eschatologisch und unüber­bietbar, deshalb a priori universal normativ*. H. U. v. Balthasar, Neun Sätze zur christ­lichen Ethik, in: „Prinzipien christlicher Moral* (Hrsg. J. Ratzinger, H. U. v. Balthasar), Einsiedeln 1975, S. 74.
Anmerkungen
Sichter

[21.] Analyse:As/Fragment 265 06 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 08:57 Kybot
Erstellt: 18. February 2012, 08:16 (Hotznplotz)
As, Böckle 1978, Fragment, KeinPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
KeinPlagiat
Bearbeiter
Hotznplotz, Fiesh
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 265, Zeilen: 06-07, 109-110
Quelle: Böckle 1978
Seite(n): 080; 081, Zeilen: 40-41; 01-06
Reglementierende Eingriffe im Mesobereich [FN 2] grenzen die Freiheit des einzelnen immer mehr ein.

[FN 2] Gemeint ist der gesamte Bereich der Infrastruktur wie z.B. Bildungs-,Verkehrs-, Bau- und Gesundheitswesen.

In der hochentwickelten Industriegesellschaft scheint die Freiheit des

einzelnen durch reglementierende Eingriffe immer mehr eingegrenzt. [...] [Seite 81] [...] es geht nicht ohne vielfältige reglementierende Eingriffe im Bildungssektor, im Verkehr, im Bauwesen [...], im gesamten Gesundheitswesen [...]. Diese weitgehend unvermeidliche Institutionalisierung immer weiterer Bereiche des gesellschaftlichen Lebens, in dem, was der Ethiker den Mesobereich nennt [...].

Anmerkungen

Keine Quellenangabe. Kurze, aber durch die spezifische Wortwahl eindeutige Übernahme eines fremden Gedankens. Böckle (1978) wird weder im Fußnotenapparat noch im Literaturverzeichnis erwähnt.

Sichter
fiesh

[22.] Analyse:As/Fragment 311 18 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 20:21 Kybot
Erstellt: 1. January 2012, 12:03 (Hotznplotz)
As, Fragment, Hupperschwiller 1970, KeinPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel, Unfertig

Typus
KeinPlagiat
Bearbeiter
Hotznplotz, Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 311, Zeilen: 18-19, 23-24
Quelle: Hupperschwiller 1970
Seite(n): 053, Zeilen: 18-22
Das so entstehende Normwissen beschränkt sich auf dieser Stufe immer noch auf solche von außen herangetragene Normen. [Indem aber solche Gebote und Verbote vom Kind verinnerlicht werden und in der Entscheidungssituation auch ohne Anwesenheit der Erzieher vom kindlichen Gewissen bewußt gemacht werden,] so sind dem Kind mittels dieser Normen erste eigene Wertungen möglich. Dieses Normwissen beschränkt sich auf dieser Stufe zwar noch auf Normen, die dem Kind von außen angeboten [...] werden. Das Kind gelangt mittels dieser Normen nun jedoch zu ersten eigenen Wertungen [...].
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter
Bummelchen (Text) Hotznplotz (KP)

[23.] Analyse:As/Fragment 314 17 - Diskussion
Bearbeitet: 20. February 2013, 12:36 Senzahl
Erstellt: 2. January 2012, 00:11 (Hotznplotz)
As, Fragment, Hupperschwiller 1970, KeinPlagiat, SMWFragment, Schutzlevel, Unfertig

Typus
KeinPlagiat
Bearbeiter
Hotznplotz, Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 314, Zeilen: 11-28
Quelle: Hupperschwiller 1970
Seite(n): 055; 056, Zeilen: 19-30, 41-42; 02-06, 15-16
Das Motiv entscheidet jedoch darüber, ob sich beim Kind eine auf rein äußerliche Anpassung ausgerichtete innere Haltung bildet, zum Zwecke der Übernahme sozialer und kultureller Regeln oder ob, bedingt durch die Freiwilligkeit, der eigene Wunsch nach positiver Bejahung der Normen vorliegt. Im letzteren Fall übernimmt das Kind die Norm der Mutter, des Vaters oder anderer ihm vertrauenswürdiger Erzieherpersönlichkeiten aus eigenem Antrieb, "nicht die Gesellschaft, vertreten durch die Eltern, handelt, sondern der einzelne, unterstützt durch seine, die Gesellschaft

vertretenden Eltern." [FN 1]

Die unterschiedlichen Motive haben schließlich auch bei der Reaktion des Kinde auf selbst verschuldete Störungen der Harmonie verschiedene Folgen: im Fall eines autoritären heteronomen Gewissens treten Angstgefühle auf, die Reaktion des Kindes wird überwiegend bestimmt durch Zweckmäßigkeitserwägungen egoistischer Art [...].

[ [FN 1] Hupperschwiller,Lutz: a.a.O. S. 55.]

[...] es handelt sich um einen typischen Fall von lediglich auf äußere Anpassung, nicht auf innere Haltung ausgerichteter Sozialisation und Enkulturation. Im zweiten Fall finden wir demgegenüber, bedingt durch die Freiwilligkeit, bereits eine positive Bejahung der Normen, mag diese im Unterschied zu dem noch zu erörternden autonomen Gewissen, der nächsten und letzten Stufe, auch nur deshalb erfolgen, weil es eine Norm der Mutter, des Vaters oder im späteren Entwicklungsstadium die Norm einer anderen 'vorbildlichen' Erzieherpersönlichkeit ist. [...] nicht die Gesellschaft, vertreten durch die Eltern, handelt, sondern der einzelne, unterstützt durch seine, die Gesellschaft vertretenden Eltern. Für die beiden Formen des heteronomen Gewissens ergibt sich hierbei die Besonderheit,

[Seite 56]

[...] daß [...] bei verschuldeter Harmoniestörung verschiedene Gefühle ausgelöst werden: bei dem rein autoritären Gewissen die geschilderten Furcht- bzw. Angstgefühle [...] Sind es im ersten Fall überwiegend Zweckmäßigkeitserwägungen egoistischer Natur [...].

Anmerkungen
Sichter
Bummelchen (Text)


Fragmente (Verwaist)

Kein Fragment



Quellen

Quelle Autor Titel Verlag Jahr Lit.-V. FN
As/Auer 1971 Alfons Auer Autonome Moral und christlicher Glaube Patmos 1971 ja ja
As/Baldwin 1974 Alfred L. Baldwin Theorien primärer Sozialisationsprozesse. Bd. 1 Beltz 1974 ja ja
As/Bally 1961 Gustav Bally Einführung in die Psychoanalyse Sigmund Freuds. Mit Originaltexten Freuds Rowohlt 1961 ja nein
As/Baumhauer 1970 Otto Baumhauer Das Vor-Urteil des Gewissens Lahn-Verlag 1970 ja ja
As/Bujo 1979 Bénézet Bujo Moralaulonomie und Normenfindung bei Thomas von Aquin. Unter Einbeziehung der neutestamentlichen Kommentare Schöningh 1979 ja ja
As/Böckle 1976 Franz Böckle Glaube und Handeln Matthias Grünewald 1976 ja ja
As/Böckle 1977a Franz Böckle Fundamentalmoral Kösel 1977 ja ja
As/Böckle 1977b Franz Böckle Grundbegriffe der Moral. Gewissen und Gewissensbildung Pattloch 1977 ja ja
As/Böckle 1978 Franz Böckle Ethische Aspekte der Bevölkerungspolitik Olzog 1978 nein nein
As/Fend 1976 Helmut Fend Sozialisierung und Erziehung. Eine Einführung in die Sozialisierungsforschung Beltz 1976 ja ja
As/Fromm 1978 Erich Fromm Psychoanalyse und Ethik Ullstein 1978 ja ja
As/Hupperschwiller 1970 Lutz Hupperschwiller Gewissen und Gewissensbildung in jugendkriminologischer Sicht Ferdinand Enke 1970 ja ja
As/Häfner 1959 Heinz Häfner Das Gewissen in der Neurose Urban & Schwarzenberg 1959 ja ja
As/Jacobi 1971 Jolande Jacobi Der Weg zur Individuation Walter 1971 ja (in der Ausgabe von 1965) ja (in der Ausgabe von 1965)
As/Klafki et al 1977 Wolfgang Klafki et al. Erziehungswissenschaft 1 ; eine Einführung Fischer Taschenbuch 1977 nein ja
As/Klier 1978 Gerhard Klier Gewissensfreiheit und Psychologie. Der Beitrag der Psychologie zur Normbereichsanalyse des Grundrechts der Gewissensfreiheit Duncker & Humblot 1978 ja ja
As/Korff 1979 Wilhelm Korff Kernenergie und Moraltheologie. Der Beitrag der theologischen Ethik zur Frage allgemeiner Kriterien ethischer Entscheidungsprozesse Suhrkamp 1979 ja ja
As/Maas 1967 Alfons Maas Gewissen und Schuld in psychologischer Sicht Fredebeul & Koenen 1967 ja ja
As/Merkert Simon 1979 Rainald Merkert / Werner Simon Didaktik und Fachdidaktik Religion. Didaktische Grundpositionen und ihre Rezeption durch die Religionspädagogik Benziger 1979 ja ja
As/Mokrosch 1979 Reinhold Mokrosch Das religiöse Gewissen. Historische und sozialempirische Untersuchungen zum Problem einer (nach)reformatorischen, religiösen Gewissensbildung bei 15- bis 19-Jährigen W. Kohlhammer 1979 ja ja
As/Nickel 1975 Horst Nickel Entwicklungspsychologie des Kindes- und Jugendalters. Band II: Schulkind und Jugendlicher Hans Huber 1975 ja ja
As/Nosbüsch 1965 Johannes Nosbüsch Das Personproblem in der gegenwärtigen Philosophie Wissenschaftliche Buchgesellschaft 1965 ja ja
As/Nowak 1978 Antoni J. Nowak Gewissen und Gewissensbildung heute : in tiefenpsychologischer und theologischer Sicht Herder 1978 ja ja
As/Oser 1976 Fritz Oser Das Gewissen lernen. Probleme intentionaler Lernkonzepte im Bereich der moralischen Erziehung Walter 1976 ja ja
As/Reiner 1974 Hans Reiner Artikel "Gewissen" Wissenschaftliche Buchgesellschaft 1974 ja ja
As/Schwartländer 1968 Johannes Schwartländer Der Mensch ist Person. Kants Lehre vom Menschen W. Kohlhammer 1968 ja ja
As/Spengler 1964 Ernst Spengler Das Gewissen bei Freud und Jung. Mit einer philosophisch-anthropologischen Grundlegung Juris 1964 ja ja
As/Stachel Mieth 1978 Günter Stachel / Dietmar Mieth ethisch handeln lernen : Zu Konzeption und Inhalt ethischer Erziehung Benziger 1978 ja ja
As/Stadter 1970 Ernst Stadter Psychoanalyse und Gewissen. Von der "Stimme Gottes" zum "Über-Ich" W. Kohlhammer 1970 nein nein
As/Stelzenberger 1961 Johannes Stelzenberger Das Gewissen. Besinnliches zur Klarstellung eines Begriffes Ferdinand Schöningh 1961 ja ja
As/Tröger 1974 Walter Tröger Erziehungsziele Franz Ehrenwirth 1974 ja ja


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