Fandom

VroniPlag Wiki

Analyse:As/Fragment 080 12

31.377Seiten in
diesem Wiki
Seite hinzufügen
Diskussion1

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.


Typus
KeinPlagiat
Bearbeiter
Bummelchen, Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 80, Zeilen: 12-26
Quelle: Baumhauer 1970
Seite(n): 25, Zeilen: 1-
Für die Entstehung des Über-Ich und damit auch der Gewissensfunktion nimmt Freud zwei Phasen an:

Die erste Phase resultiert aus der Abhängigkeit des Kindes von der elterlichen Autorität. Zugrunde liegt die Annahme, daß der Mensch kein natürliches Unterscheidungsvermögen für Gut und Böse - hat.Oft sei das Böse überhaupt nicht das für das Ich Schädlicheoder Gefährliche, "im Gegenteil auch etwas, was ihm erwünschtist, ihm Vergnügen bereitet" .

Es ist also fremder Einfluß,im Fall des Kindes primär von den Eltern kommend, derbestimmt, was gut und böse ist. Da eigenes Empfinden das Kind nicht zur gleichen Bestimmung führt, muß es ein Motivhaben, sich dem fremden Einfluß zu unterwerfen. "Es ist inseiner Hilflosigkeit und Abhängigkeit von anderen leicht zuentdecken, kann am besten als Angst vor Liebesverlust [Fn 2] bezeichnet werden"Das Kind meidet also das Böse - auch dann, wenn es ihm eigentlich Vergnügen bereiten würde - aus Angst davor, die Liebe der Eltern zu verlieren. Mit diesem Liebesverlust büßt es "auch den Schutz vor mancherlei Gefahren ein, setzt sich vor allem der Gefahr aus', daß dieser Übermächtige ihm in der Form der Bestrafung seine Überlegenheit erweist" .

S. 78

[Fn 1] Freud übernimmt den Begriff "Es" von Georg Groddeck, der "wohl dem Beispiel Nietzsches gefolgt (ist), bei dem dieser grammatikalische Ausdruck für das Unpersönliche und sozusagen Naturnotwendige in unserem Wesen durchaus gebräuch­lich ist" (ebd. S. 251).

S. 80

[Fn 1] ders.: Ges. Werke. Bd. XIV. S. 483.

[Fn 2] ebd. S. 483.

[Die Frage stellt sich Freud deshalb, weil für ihn feststeht: »Ein ursprüngliches, sozu-] sagen natürliches Unterscheidungsvermögen für Gut und

Böse darf man ablehnen. Das Böse ist oft gar nicht das dem Ich Schädliche oder Gefährliche, im Gegenteil auch etwas, was ihm erwünscht ist, ihm Vergnügen bereitet.« 

Aus dieser Feststellung, die sich aus seiner Gesamtkonzeption ergibt, zieht Freud zwei Folgerungen:

Erstens. »Darin zeigt sich also fremder Einfluß; dieser bestimmt, was Gut und Böse heißen soll.« 

Zweitens. »Da eigene Empfindung den Menschen nicht auf denselben Weg geführt hätte, muß er ein Motiv haben, sich diesem fremden Einfluß zu unterwerfen.«Dieses Motiv nun, meint Freud, ist in des Menschen »Hilflosigkeit und Abhängigkeit von anderen leicht zu entdecken, kann am besten als Angst vor dem Liebesverlust bezeichnet werden. Verliert er die Liebe des anderen, von dem er abhängig ist, so büßt er auch den Schutz vor mancherlei Gefahren ein, setzt sich vor allem der Gefahr aus, daß dieser Übermächtige ihm in der Form der Bestrafung seine Überlegenheit beweist. [...]"

Anmerkungen
Sichter
Hotznplotz (KP)

Auch bei Fandom

Zufälliges Wiki