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Analyse:As/Fragment 146 01

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Fiesh
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 146, Zeilen: 1-25
Quelle: Oser 1976
Seite(n): 326, Zeilen: 2-17
[In seiner Psychologie sei] die höchste Stufe des Murmelspiels das Stadium der Kodifizierung der Regeln. "Das Kind ist dann auf einer Ebene gelandet, auf der es wegen der Regeln spielt, die Regeln machen aber nie das Spiel aus. Sie begleiten es höchstens und sind Aktualisierungen des Spiels."

Huijts meint, das Kind spiele bereits, bevor es Spielregeln kenne: "Zuerst ahmt es das Spiel nach, dann sind die Regeln heilig. Später entwirft es bewußt Regeln, oder es übernimmt sie. Dann tritt die Intellektualisierung des Spiels ein." Solche Intellektualisierung sei aber nie erschöpfend, wenn das Spiel noch Spiel bleiben soll. "Die Regelabsprache bleibt [sic!] in die emotionale Verbundenheit eingebettet. Beim Murmelspiel geht es ganz sicher um die Murmeln, die man gewinnen oder verlieren kann, und nur in zweiter Linie um die Regeln." In analoger Weise kritisiert Huijts auch Piagets Moralverständnis, dessen "höchste Stufe die intellektuelle Anerkennung der Normen auf Grund wechselseitiger Verabredung" ist.

Piaget übersehe, daß das sittliche Urteil stark von persönlichen Bindungen, von historischen und individuellen Wachstumschancen und moralischen Empfindungen abhängig sei. "Natürlich findet das Kind moralische Regeln vor, aber deren Einverleibung ist nicht nur eine Frage des logischen Denkstils unter Vermeidung von Zweifel, Konflikt und Verschiebung in moralischen Auffassungen." [FN 1]

[FN 1: sämtliche Zitate: ebd. S. 159.]

Das könne sehr schön am Beispiel des Regelspiels gezeigt werden. Für Ihn sei die Kodifizierung der Regel wichtig, die Regeln machten aber nie das Spiel aus, sie seien höchstens Aktualisierungen des Spiels. Er sagt: "Das Kind spielt bereits, bevor es Spielregeln kennt. Zuerst ahmt es das Spiel nach, dann sind die Regeln heilig. Später entwirft es bewusst Regeln, oder es übernimmt sie. Dann tritt die Intellektualisierung des Spiels ein. Aber dies ist nie erschöpfend, wenn das Spiel noch Spiel bleiben soll. Mit anderen Worten: Die Regelsprache ist in die emotionale Verbundenheit eingebettet. Beim Murmelspiel geht es ganz sicher um die Murmeln, die man gewinnen oder verlieren kann, und nur in zweiter Linie um die Regeln." [FN 2]

Dasselbe meint Huijts auch 1n Bezug auf die Moralität im Sinne der intellektuellen "Anerkennung der Normen auf Grund wechselseitiger Verabredung“. Das sittliche Urteil hänge in weit grösserem Masse von Bindungen ab, von Motivationen, von der emotionalen Sozialität. Die Frage der Einverleibung der moralischen Regeln sei nicht nur "eine Frage des logischen Denkstils unter Vermeidung von Zweifel, Konflikt und Verschiebung in moralischen Auffassungen."

[FN 2: ebd. S.159.]

Anmerkungen

Bei As erfolgt hier keinerlei Hinweis auf Oser. Oser (1976) zitiert korrekt, As an einer Stelle nicht. Warum die beiden Referate ansonsten inklusive des einleitenden Satzes auf der vorangegangenen Seite bis ins Detail übereinstimmen und sich nur darin unterscheiden, ob Huijts passagenweise in direkter oder indirekter Rede wiedergegeben wird, bleibt rätselhaft.

Sichter
fiesh

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