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Analyse:As/Fragment 280 25

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hotznplotz, PlagProf:-), Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 280, Zeilen: 07-25
Quelle: Šiškin 1976
Seite(n): 346, Zeilen: 06-35, 101-102
[Die im täglichen Leben gemachte Erfahrung, daß sich ein schlechtes Gewissen stärker und über längere Zeiträume hinweg bemerkbar macht als ein gutes] und Gewissensqualen das Leben eines Menschen entscheidend prägen können, hat in Gestalten wie der Lady Macbeth bei Shakespeare, Boris Gudonows bei Puschkin und Raskolnikoffs bei Dostojewski Eingang in die Weltliteratur gefunden. Die tragische Titelfigur aus "Schuld und Sühne" erträgt nach dem Mord an der alten Wucherin seine Gewissensqualen nicht und bekennt seine Schuld. Raskolnikoff versucht, das Verbrechen durch schwierige Umstände in seinem Leben oder im Leben seiner Angehörigen, durch die Theorie, daß der Starke das Recht auf Verbrechen hat und durch Überlegungen von der niedrigen und schädlichen Tätigkeit der Alten zu rechtfertigen. [...] Schon sein Nachdenken über das "Recht", einen Anschlag auf das Leben eines Menschen zu machen, sein ständiges Schwanken, zeugen von dem qualvollen Kampf mit dem eigenen Gewissen [...]. Ausdruck schwerster Gewissensqualen ist auch der Monolog Boris Godunows. [FN 2]

[ [FN 2] "Ich fühl es, ach: nichts mag beruhigen uns
Inmitten vieler Kümmernis der Erde;
Nichts, gar nichts ... wenn nicht einzig das Gewissen —
Denn ist es rein, so wird es triumphieren.
Ob auch Verleumdung oder Bosheit drohe;
Doch wenn auf ihm auch nur ein Flecken ist.
Ein einziger, und sei es rein zufällig.
Dann steht es schlimm: wie eine Pestilenz
Verzehrt's die Seele, Gift durchströmt den Busen,
Der Vorwurf pocht im Ohr mit Hammerschlägen,
Ein Übelsein bedrängt, im Kopfe schwindelt's
Und vor den Augen Knaben blutbeströmt ...
Man möchte fliehn ... weiß nicht wohin ... entsetzlich!...
Unselig ist, wen das Gewissen quält."
(Puschkin,Alexander: Boris Godunow. In: Ausgewählte Werke Bd. 3. S. 30/31. zitiert nach: Schischkin,A.F.: Das Gewissen. In: Blühdorn,Jürgen(Hrsg.): Das Gewissen in der Diskussion. S. 343-352. hier: S. 346.]

Die Weltliteratur spiegelte solche Gewissensqualen in der Gestalt der Lady Macbeth (Shakespeare), [...] Boris Godunows (Puschkin) und Raskolnikows (Dostojewski) wider. So konnte der Held aus "Schuld und Sühne" nach dem Mord an der alten Wucherin seine Gewissensqualen nicht ertragen und bekannte seine Schuld. Er konnte sein Verbrechen weder durch schwierige Umstände in seinem Leben oder im Leben seiner Angehörigen noch durch die Theorie, daß der Starke das Recht auf Verbrechen habe, oder durch Überlegungen von der niedrigen und schädlichen Tätigkeit der Alten rechtfertigen. Alle Überlegungen Raskolnikows über das "Recht", einen Anschlag auf das Leben eines Menschen zu machen, sein Schwanken, zeugen von dem qualvollen Kampf mit dem eigenen Gewissen [...].

Sehr stark ist der Ausdruck der Gewissenqualen im Monolog Boris Godunows:

"Ich fühl es, ach: nichts mag beruhigen uns
Inmitten vieler Kümmernis der Erde;
Nichts, gar nichts...wenn nicht einzig das Gewissen —
Denn ist es rein, so wird es triumphieren,
Ob auch Verleumdung oder Bosheit drohe;
Doch wenn auf ihm auch nur ein Flecken ist,
Ein einziger, und sei es rein zufällig,
Dann steht es schlimm: wie eine Pestilenz
Verzehrt's die Seele, Gift durchströmt den Busen,
Der Vorwurf pocht im Ohr mit Hammerschlägen,
Ein Übelsein bedrängt, im Kopfe schwindelt's
Und vor den Augen Knaben blutbeströmt...
Man möchte fliehn...weiß nicht wohin...entsetzlich!...
Unselig ist, wen das Gewissen quält."[FN 5]

[FN 5] Alexander Puschkin, Boris Godunow, in: Ausgewählte Werke, Bd. 4, S. 30/31.

Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 280 05 (der erste Satz wird möglicherweise aus Bruchstücken zweier Quellen zusammengesetzt). Ein typisches Bauernopfer: Die Verfasserin verweist lediglich für die Wiedergabe des Zitats aus Boris Godunow auf Šiškin (wobei sie die Bandangabe falsch überträgt), übernimmt aber gleichzeitig dessen Ausführungen fast vollständig – ohne dies kenntlich zu machen. Auch wenn sich in dieser Passage einzelne gedankliche Einsprengsel der Autorin finden, so wird doch der Diskurs größtenteils aus Šiškin (1976) paraphrasiert.

Sichter
PlagProf:-), Hindemith

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