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Analyse:As/Notizen/Finde das Plagiat!

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Nachdem schon Stadter 1970 als in der Arbeit von AS nicht genannte Quelle gefunden wurde, liegt der Verdacht nahe, dass es noch weitere gibt. Verdächtig scheint mir z.B. auch diese Passage auf S. 264f.:

Kants Aufforderung, den Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit hinauszuführen, ist längst zum Programm geworden. In der Konzeption der Neuzeit erscheint der Mensch als das "aus den mittelalterlichen Bindungen gelöste"[FN 1] autonome Subjekt, das sich seine Freiheiten erkämpft hat. War die ständische Gesellschaft des Mittelalters bestimmt durch ein festes, von allen akzeptiertes Wertesystem und überlieferte Lebensordnungen, so stehen in der neuzeitlichen, offenen, pluralistischen Gesellschaft mehrere Werte- und Normenhierarchien nebeneinander, haben sich die Menschen von traditionellen Lebensordnungen gelöst und tritt an die Stelle der Sitte eine Vielzahl von Informationen.

Die vor allem aus aktuell-zeitgeschichtlicher Situation heraus immer dringender werdende Notwendigkeit zu gewissenhaftem Entscheiden und Handeln und das Konzept vom Menschen als dem informierten, mündigen Bürger scheinen sich zu entsprechen.

Kaum ist man sich aber der erreichten Freiheiten bewußt, da wird auch deutlich, daß sich der Mensch bei allem Streben nach Emanzipation in einer paradoxen Situation befindet: je mehr er sich von allen möglichen bisherigen Traditionen, Institutionen und sonstigen Bindungen befreien will, umso mehr spürt er neue Reglementierungen.

Die Fülle an Informationen erweist sich als kaum noch zu bewältigen. Normative Aussenlenkung erfolgt nicht mehr durch Sitte, sondern durch Mode, bei der lediglich die Tatsache ihrer Neuheit Grund zur Orientierung liefert.[FN 2]

[FN 1] Guardini, Romano: Das Ende der Neuzeit. Basel 1950. S. 72.

[FN 2] Die Begriffe "Sitte" und "Mode" werden hier im Sinne Max Webers gebraucht. Er bezeichnet dasjenige als "Brauch", was die "tatsächlich bestehende Chance einer Regelmäßigkeit der Einstellung sozialen Handelns" hat, wobei die Chance ihres Bestehens innerhalb eines Kreises von Menschen lediglich durch tatsächliche Übung gegeben ist. Zwei Arten von "Brauch" sind die "Sitte" und die "Mode". Sie unterscheiden sich in der Ursache ihrer Geltung: während die Sitte aufgrund "langer Eingelebtheit" Geltung hat, ist bei der Mode die "Tatsache der Neuheit" Grund zur Durchsetzung (vgl.: Weber, Max: Gesammelte Aufsätze zur Wissenschaftstheorie. Hrsg. Johannes Winckelmann. Tübingen 41973. S. 570f).

Insbesondere machen mich hier die plötzlich auftauchenden fundierten Max-Weber-Kenntnisse bei AS stutzig (die Quellenangabe ist auch korrekt), da sie ihn sonst kein einziges Mal in der Arbeit erwähnt und das auch nicht unbedingt ihre Welt ist: Die Passage ist höchstwahrscheinlich (teilweise) übernommen.

Über Hinweise freue ich mich. Hotznplotz 17:48, 24. Mär. 2012 (UTC)

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