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Analyse:Aw

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Fragmente (Plagiat, gesichtet)

11 Fragmente

[1.] Analyse:Aw/Fragment 011 20 - Diskussion
Bearbeitet: 14. December 2012, 20:41 Agrippina1
Erstellt: 14. December 2012, 19:53 (Graf Isolan)
Aw, Fragment, Gesichtet, Hellwich 2008, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 11, Zeilen: 20-31, 33-40
Quelle: Hellwich 2008
Seite(n): 21-22, Zeilen: S.21,11-16.24-32 - S.22,1-2.6-8
Es können also unterschiedliche Bindungsstile zu unterschiedlichen Menschen aufgebaut werden. Patienten, die sich in Therapie begeben, bringen ihren individuellen Bindungsstil, ihre bindungsbezogenen Antizipationen und Befürchtungen mit in die Therapie. Auch der Therapeut weist eine Bindungsgeschichte und einen daraus resultierenden Bindungsstil auf, welchen er mit in die therapeutische Beziehung bringt (Brisch, 1999b). Studien zur Bindungssicherheit von Therapeuten sind rar. Es ist jedoch zu vermuten, so Fürstenau (Fürstenau, 2007), dass unsicher gebundene Therapeuten einen Risikofaktor für die Therapie darstellen. Dozier et al. (Dozier, Cue & Barnett, 1994) erfassten sowohl den Bindungsstil des Therapeuten als auch sein Vermögen, therapeutisch wirksam auf psychiatrisch beeinträchtigte Patienten einzugehen. Sicher gebundene Therapeuten entschieden sich für andere Interventionen als unsicher gebundene. Unsicher gebundene Therapeuten wählten Strategien, die den Bindungsstil ihres Patienten bestätigten. [...] So stellen sicher gebundene Therapeuten die dem Patienten vertrauten Verhaltensmuster auf die Probe und konfrontierten ihn mit unbekannten Strategien. Die Patienten der sicher gebundenen Therapeuten bekammen [sic!] auf dieser [sic!] Weise die Möglichkeit, korrektive Bindungserfahrungen zu machen und daraufhin ihre interpersonellen Strategien zu verändern.

In einer anderen Untersuchung konnten Rubino et al. (Rubino, Barker, Roth & Fearson, 2000) nachweisen, dass unsicher gebundene Therapeuten auf ihre Patienten weniger empathisch reagierten.


Brisch, K. (1999b). Die Bindungstheorie und ihre Konzepte. In K. Brisch (Hrsg.), Die Bindungsstörungen: von der Bindungstheorie zur Therapie (S. 29–73). Stuttgart: Klett–Cotta.

Dozier, M., Cue, K. & Barnett, L. (1994). Clinicians as caregivers: Role of attachment organisation in treatment. Journal of Counseling and Clinical Psychology, 62 (4), 793–800.

Fürstenau, P. (2007). Psychoanalytisch verstehen - Systemisch denken - Suggestiv intervenieren. Stuttgart: Klett–Cotta.

Rubino, G., Barker, C., Roth, T. & Fearson, P. (2000). Therapist empathy and depth of interpretation in response to potential alliance ruptures. Psychotherapy Research, 10 , 408–420.

[Seite 21]

Wie aus den bisherigen Ausführungen ersichtlich wird, können unterschiedliche Bindungsstile zu unterschiedlichen Menschen aufgebaut werden. Patienten, die sich in Therapie begeben, bringen ihren individuellen Bindungsstil und bindungsbezogene Antizipationen und Befürchtungen mit in die Therapie. Auch der Therapeut weist eine Bindungsgeschichte und einen daraus resultierenden Bindungsstil auf, welche er mit in den therapeutischen Kontext bringt. [...]

Studien zur Bindungssicherheit von Psychotherapeuten sind rar. Es liegt jedoch nahe zu vermuten, dass unsicher gebundene Therapeuten einen Risikofaktor für die Therapie darstellen (Fürstenau, 2007). Dozier, Cue und Barnett (1994) erfassten sowohl den Bindungsstil des Therapeuten als auch sein Vermögen, therapeutisch wirksam auf psychiatrisch schwer beeinträchtigte Patienten einzugehen. Sicher gebundene Therapeuten entscheiden sich für andere Interventionen als unsicher gebundene. So wählen die unsicher gebundenen Therapeuten Strategien, die wiederum den Bindungsstil ihres Patienten bestätigen, während sicher gebundene die dem Patienten vertrauten Verhaltensmuster auf die Probe stellen und ihn mit unbekannten Strategien konfrontieren. Die Patienten der unsicher

[Seite 22]

gebundenen Therapeuten bekommen auf diese Weise nicht die Möglichkeit, korrektive Bindungserfahrungen zu machen und daraufhin ihre interpersonellen Strategien zu verändern. [...] Unsicher gebundene Therapeuten reagieren auf ihre Patienten weniger empathisch (Rubino, Barker, Roth & Fearson, 2000)

Anmerkungen

Trotz weitgehend wörtlicher Übereinstimmung erfolgt kein Hinweis auf eine Übernahme. Die beiden Schreib- oder Grammatikfehler finden sich nicht in der Quelle.

Sichter
(Graf Isolan) Agrippina1

[2.] Analyse:Aw/Fragment 016 01 - Diskussion
Bearbeitet: 15. December 2012, 20:18 Agrippina1
Erstellt: 14. December 2012, 15:36 (Klgn)
Aw, Fragment, Gesichtet, Hellwich 2008, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 16, Zeilen: 1-7
Quelle: Hellwich 2008
Seite(n): 23, Zeilen: 1-6
Dozier (Dozier, 1990) stellte fest, dass sicher gebundene Patienten besser mit ihrem Therapeuten kooperieren und Patienten, die als vermeidend eingestuft werden, sich weniger gut ihrem Therapeuten anvertrauen können oder den Therapeuten sogar ablehnen. Dieser Effekt der therapeutischen Beziehung schlägt sich entsprechend im Therapieergebnis nieder. Entgegen der [sic!] Ergebnisse von Dozier konnten Reis et al. (Reis & Grenyer, 2004) in ihrer Studie den Moderatoreffekt der therapeutischen Beziehung nicht nachweisen. Dozier (1990) stellte fest, dass sicher gebundene Patienten besser mit ihrem Therapeuten kooperieren und Patienten, die als vermeidend eingestuft werden, sich weniger gut ihrem Therapeuten anvertrauen können oder den Therapeuten sogar ablehnen. Dieser Effekt der therapeutischen Beziehung schlägt sich entsprechend im Therapieergebnis nieder. Reis und Grenyer (2004) konnten in ihrer Studie mit depressiven Patienten den Moderatoreffekt der therapeutischen Beziehung jedoch nicht nachweisen.
Anmerkungen

Die ersten beiden Sätze wurden wörtlich übernommen, der dritte sinngemäß, aber zusätzlich mit einem Grammatikfehler versehen.

Sichter
Agrippina1

[3.] Analyse:Aw/Fragment 022 19 - Diskussion
Bearbeitet: 14. December 2012, 20:16 Agrippina1
Erstellt: 14. December 2012, 20:07 (Plagin Hood)
Aw, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Lackinger 2008, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 22, Zeilen: 19-22
Quelle: Lackinger 2008
Seite(n): 16, Zeilen: linke Spalte, 3-10
Die reflexive Funktion (Fonagy, 2003b) ist die Operationalisierung des Konzeptes der Mentalisierung und bezeichnet die Fähigkeit, subjektive Zustände bei sich selbst und anderen wahrzunehmen, als Ursachen von Handlungen zu erkennen, über sie nachzudenken und in die Planung der eigenen Handlungen mit einzubeziehen Die reflexive Funktion ist die Operationalisierung des Konzeptes der Mentalisierung (Fonagy 1995) und bezeichnet die Fähigkeit, subjektive Zustände bei sich selbst und anderen wahrzunehmen, als Ursachen von Handlungen zu erkennen, über sie nachzudenken und in die Planung der eigenen Handlungen mit einzubeziehen.
Anmerkungen

...

Sichter
Agrippina1

[4.] Analyse:Aw/Fragment 023 17 - Diskussion
Bearbeitet: 15. December 2012, 20:08 Agrippina1
Erstellt: 14. December 2012, 21:02 (Graf Isolan)
Aw, Fragment, Gesichtet, Ruppel 2003, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 23, Zeilen: 17-24
Quelle: Ruppel 2003
Seite(n): 18, Zeilen: 17-25
Das Londoner Eltern-Kind-Projekt, eine Prospektivstudie, wurde von Fonagy durchgeführt, um nachzuweisen, dass die Qualität der kindlichen Bindung davon abhängig ist, inwieweit sich Eltern in die mentalen Zustände des Kindes hineinversetzen und diese durch ihr Verhalten spiegeln können (Fonagy, Steele & Steele, 1991). Es wurden 100 Mütter und ihre Partner im letzten Drittel der Schwangerschaft anhand des AAIs befragt. Die Kinder wurden dann während der ersten 18 Lebensmonate mit dem Fremde–Situation–Test untersucht. Sicher gebundene Mütter erreichten auf der RF-Skala höheren Werte als vermeidend gebundene. Die Prognoseeignung für die Bindungsqualität des Kindes erwies [sich in etwa als so groß wie die Skalen des AAIs.]

Fonagy, P., Steele, H. & Steele, M. (1991). Maternal representation of attachment during pregnancy predict the organization of infant-mother attachment at one year of age. Child Development, 62 , 891–905.

Das Londoner Eltern-Kind-Pojekt, eine Prospektivstudie, wurde von Fonagy et al durchgeführt, um nachzuweisen, dass die Qualität der kindlichen Bindung abhängig davon ist, inwieweit Eltern bzw. eine Bezugsperson sich in die mentalen Zustände des Kindes hineinversetzen kann [sic!] und diese durch ihr Verhalten spiegeln können. Es wurden 100 Mütter und ihre Partner im letzten Drittel der Schwangerschaft anhand des Adult Attachment Interview befragt, die Kinder wurden dann während der ersten 18 Lebensmonate mit dem FST untersucht.

Sichere Mütter erreichten erwartungsgemäß hohe Werte auf der RSFS, vermeidende eher niedrige. Die Prognoseeignung für die Bindungsqualität des Kindes erwies sich in etwa so groß wie die Skalen des AAI.

Anmerkungen

Trotz weitgehend wörtlicher Übereinstimmungen erfolgt kein Hinweis auf eine Übernahme. Der sprachliche Lapsus der Quelle wurde korrigiert.

Sichter
(Graf Isolan) Agrippina1

[5.] Analyse:Aw/Fragment 024 01 - Diskussion
Bearbeitet: 15. December 2012, 19:22 Agrippina1
Erstellt: 14. December 2012, 21:30 (Graf Isolan)
Aw, Fragment, Gesichtet, Ruppel 2003, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 24, Zeilen: 1-15
Quelle: Ruppel 2003
Seite(n): 18, Zeilen: 25-38
Für sichere Mütter, die im Erwachsenen–Bindungsinterview von vielen schlechten Kindheitserlebnissen berichteten, jedoch aufgrund ihrer kohärenten Darstellungsweise, als sicher gebunden eingestuft wurden, war die Aussagekraft der RF-Skala besonders hoch. Diese Mütter hatten alle sicher gebundene Kinder. Mütter, die positive Kindheitserfahrungen berichteten und sicher gebunden eingestuft waren, hatten zu 79% sicher gebundene Kinder und unsicher gebundene Mütter nur zu 28% sicher gebundene Kinder. Belastete, deprivierte Mütter mit niedriger Fähigkeit zur reflexiven Funktion hatten nur zu 6% sicher gebundene Kinder. Diese Ergebnisse zeigen, dass sicher gebundene Mütter mit negativen Kindheitserfahrungen, wie beispielsweise psychiatrische Erkrankungen der Eltern, Tod oder Deprivation, durch ihre metakognitiven Fähigkeiten dazu in der Lage waren, als Schutzfaktor für das Kind zu dienen. Die Fähigkeit zur Mentalisierung wird in diesem Zusammenhang als Puffer bzw. Neutralisierungsmöglichkeit verstanden, die hilft, unerwünschte Einflüsse zu minimieren und dadurch Interaktionen mit dem Kind abzufedern. Bei Müttern mit positiven Kindheitserfahrungen erscheint diese Fähigkeit nicht vergleichbar relevant, die Skala verliert bei ihnen an Bedeutung. Besonders aussagekräftig war die Skala für sichere Mütter, die im Erwachsenen-Bindungs-Interview von vielen schlechten Kindheitserlebnissen berichtete [sic!], jedoch wegen der kohärenten Art und Weise, wie sie darüber sprachen, als sicher eingestuft wurden: von ihnen hatte 100 Prozent sicher gebundene Kinder.

Bei Müttern mit positiven Bindungserfahrungen und sicheren Bindungsrepräsentanzen hatte 79 Prozent sicher gebundene Kinder – im Gegensatz zu nur 28 Prozent der unsicheren Mütter. Bei den belasteten, deprivierten Müttern mit niedriger Fähigkeit zur Reflexiven Funktion hatten nur sechs Prozent sicher gebundene Kinder.

Dies zeigt, dass sichere Mütter mit negativen Kindheitserfahrungen wie Deprivation, psychiatrische Erkrankung der Elter [sic!], Tod etc. durch die metakognitiven Fähigkeiten dazu in der Lage sind, als Schutzfaktor für das Kind zu dienen. Die Fähigkeit zur Mentalisierung wird als eine Art Puffer bzw. Neutralisierungsmöglichkeit verstanden, die hilft, Interaktionen mit dem Kind abzufedern und unerwünschte Einflüsse zu minimieren. Bei Müttern mit positiven Kindheitserfahrungen ist diese Fähigkeit nicht notwendig.

Anmerkungen

Trotz inhaltlich völliger Übereinstimmung und einer Reihe identischer Formulierungen erfolgt kein Hinweis auf eine Übernahme. Die Grammatikfehler der Quelle wurden von der Verfasserin korrigiert.

Sichter
(Graf Isolan) Agrippina1

[6.] Analyse:Aw/Fragment 024 22 - Diskussion
Bearbeitet: 15. December 2012, 18:44 Agrippina1
Erstellt: 14. December 2012, 21:44 (Graf Isolan)
Aw, Fragment, Gesichtet, Ruppel 2003, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 24, Zeilen: 22-42
Quelle: Ruppel 2003
Seite(n): 19, 20, Zeilen: S.19,1-10.14-23 und S.20,1.4-8
Die Arbeitsgruppe um Fonagy ging davon aus, dass Vorhandensein bzw. Fehlen von reflexiven Fähigkeiten eng verbunden ist mit der Entwicklung des Selbst und seinen Störungen. Also auch mit der Entwicklung von psychischen Störungen, vor allem von Persönlichkeitsstörungen. Anhand der Cassel Hospital Studie (Fonagy et al., 1996) konnten die Autoren nachweisen, dass schwer traumatisierte Personen nur dann eine Borderline–Persönlichkeitsstörung entwickeln, wenn zusätzlich auch die reflexive Funktion beeinträchtigt ist. Es wird durch die daraus folgende mangelnde Integrationsfähigkeit eine Disposition für Persönlichkeitsstörungen geschaffen. In dieser Studie wurden 85 nichtpsychotische stationäre Psychiatriepatienten untersucht und mit einer parallelisierten, nichtpsychiatrischen Kontrollgruppe verglichen. Patienten ohne eine Achse-II-Diagnose hatten signifikant höhere RF-Werte als die mit einer diagnostizierten Persönlichkeitsstörung. Dieses Ergebnis konnte insbesondere auf die niedrigen RF-Werte der Patienten mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung zurückgeführt werden. In einer Pfadanalyse wurden körperlicher bzw. sexueller Missbrauch, RF-Wert und Borderline–Diagnose in Zusammenhang gesetzt. Die Prävalenz der Borderline-Störung ohne Missbrauchserfahrung war gleich hoch für Patienten mit hohen und mit niedrigen RF-Werten. So wurde nur bei 17 % der Patienten mit einer Missbrauchserfahrung und hohem RF-Wert eine Borderline-Persönlichkeitsstörung diagnostiziert, demgegenüber aber bei 97 % mit niedrigem RF-Wert. Diese Ergebnisse konnten von Daudert (Daudert, 2002) in einer Kieler Studie mit stationären Gruppenpsychotherapiepatienten bestätigt werden. In dieser Studie konnte ferner ein schädigender Einfluss von Kindheitstraumata auf das Reflexionsvermögen nachgewiesen werden. So hatten [Patienten ohne traumatische Erfahrung vor dem zwölften Lebensjahr signifikant höhere metakognitive Fähigkeiten als Patienten mit entsprechenden traumatischen Erfahrungen.]

Daudert, E. (2002). Die Reflective Self Functioning Scale. In B. Strauß, A. Buchheim & H. Kächele (Hrsg.), Klinische Bindungsforschung (S. 54–67). Stuttgart: Schattauer GmbH.

Fonagy, P., Leigh, T., Steele, M., Steele, H., Kennedy, R. & Mattoon, G. (1996). The relation of attachment status, psychiatric classification and response to psychotherapy. Journal of Consulting and Clinical Psychology, 64, 22–31.

[Seite 19]

4.2 Die Cassel-Hospital-Studie (Fonagy et al. 1996):

Die Arbeitsgruppe um Fonagy ging davon aus, dass Vorhandensein bzw. Fehlen von reflexiven Fähigkeiten eng verbunden ist mit der Entwicklung des Selbst und seinen Störungen und somit auch der Entwicklung von psychischen Störungen, vor allem von (schweren) Persönlichkeitsstörungen. Anhand der Cassel-Hospital-Studie konnte sie nachweisen, dass schwer traumatisierte Personen nur dann eine Borderline-Störung entwickelten, wenn zusätzlich die Reflexive Funktion eingeschränkt ist. Durch die daraus resultierende mangelnde Integrationsfähigkeit wird eine Disposition für Persönlichkeitsstörungen geschaffen.

Untersucht wurden 85 nicht-psychotische stationäre Psychiatriepatienten, die verglichen wurden mit einer parallelisierten nicht-psychiatrischen Kontrollgruppe. [...] Patienten ohne eine Achse-II-Diagnose hatten signifikant höhere RF-Werte als die mit einer diagnostizierten Persönlichkeitsstörung (p ≤ 0,05). Dieses Ergebnis konnte insbesondere auf die niedrigen RF-Resultate der Patienten mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPD) zurückgeführt werden (p ≤ 0,001).

In einer pfadanalytischen statistischen Auswertung wurden die Zusammenhänge zwischen körperlichem bzw. sexuellem Missbrauch, RF-Werten und einer Borderline-Diagnose untersucht. In der Gruppe ohne Missbrauchserfahrung war die Prävalenz der Borderline-Störung gleich hoch für Patienten mit hohen und niedrigen RF-Werten (Median = 3 als Cut-off-Wert). So wurde nur bei 17 Prozent der Patienten mit einer Missbrauchserfahrung und hohen RF-Werten eine Borderline-Persönlichkeitsstörung diagnostiziert, demgegenüber aber bei 97 Prozent mit niedrigem RF-Wert. [...]

[Seite 20]

Die Daten aus einer Kieler Stichprobe (Daudert 2001) bestätigen diese Ergebnisse. [...] Ferner konnte ein schädigender Einfluss von Kindheitstraumata auf das Reflexionsvermögen nachgewiesen werden. So hatten vor dem zwölften Lebensjahr traumatisierte Patienten mit einem mittleren Wert von RF = 3,46 (sd = 1,91) signifikant geringere metakognitive Fähigkeiten als Patienten ohne die entsprechenden Trauma-Erfahrungen (RF = 4,71, sd = 2,43).


Daudert, E.: Die Self Reflective Functioning Scale. In: Strauss B., Buchheim A., Kächele H. (Hrsg.): Klinische Bindungsforschung. Theorien – Methoden – Ergebnisse. Stuttgart. Schattauer. 2002

Anmerkungen

Trotz inhaltlich völliger Übereinstimmung und einer Reihe identischer Formulierungen erfolgt kein Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan) Agrippina1

[7.] Analyse:Aw/Fragment 025 13 - Diskussion
Bearbeitet: 15. December 2012, 19:53 Agrippina1
Erstellt: 14. December 2012, 22:34 (Graf Isolan)
Aw, Fragment, Gesichtet, Ruppel 2003, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 25, Zeilen: 13-16
Quelle: Ruppel 2003
Seite(n): 21, Zeilen: 1-5
Eine Unfähigkeit zur Imagination ist demnach vermutlich ein zentraler Bestandteil von Gewaltausübung gegen Personen. Eine Gewalttat gegenüber Personen kann nur dann verübt werden, wenn die Einfühlung in das seelische Befinden des anderen beim Täter nicht deutlich genug repräsentiert ist. Fonagy et al schlossen daraus, dass die Abwehr der Fähigkeit bzw. das [sic!] daraus resultierende Unfähigkeit zur Imagination aktueller oder zeitüberdauernden innerer Zustände, vermutlich ein zentraler Bestandteil von Gewalt gegen Personen ist. Somit kann jemand nur dann Gewalttaten gegenüber anderen Personen ausüben, wenn die Einfühlung in das seelische Befinden des anderen beim Täter nicht deutlich genug repräsentiert ist.
Anmerkungen

Trotz inhaltlich völliger Übereinstimmung und einer Reihe identischer Formulierungen erfolgt kein Hinweis auf eine Übernahme. Der Grammatikfehler der Quelle wurde nicht übernommen.

Sichter
(Graf Isolan) Agrippina1

[8.] Analyse:Aw/Fragment 042 14 - Diskussion
Bearbeitet: 15. December 2012, 19:48 Agrippina1
Erstellt: 14. December 2012, 15:49 (Klgn)
Aw, Fragment, Gesichtet, Hellwich 2008, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 42, Zeilen: 14-25
Quelle: Hellwich 2008
Seite(n): 24, Zeilen: 15-28
Bowlby (Bowlby, 1988) beschäftigte sich in seinen Forschungsbemühungen auch mit der Veränderbarkeit von Bindungsstilen und mit bindungsbezogenen Aspekten in der Psychotherapie. Er kommt zu dem Schluss, dass dem Patienten innerhalb der therapeutischen Beziehung eine verlässliche, sichere Basis in der Person des Therapeuten geboten werden sollte, von der aus er seine mentale Bindungsrepräsentation explorieren und verändern kann. Die Bindungstheorie postuliert, dass das Bindungssystem immer dann aktiviert wird, wenn sich das Individuum gestresst, krank oder ängstlich fühlt. Patienten, die sich in Therapie begeben, weisen in der Regel Leidensdruck auf und fühlen sich gestresst oder krank und betrachten ihren Therapeuten als weiser oder stärker als sich selbst, sodass sich mit der Zeit das Bindungsverhalten des Patienten auf seinen Therapeuten richtet und sich eine Patient-Therapeut-Bindung etabliert (siehe (Dozier & Bates, 2004), (Strauß, 2006) und (Höger, 2005)) [sic] In den letzten zehn Jahren seiner Tätigkeit richtete Bowlby seine Forschungsbemühungen auf die mögliche Veränderbarkeit von Bindungsstilen und auf bindungsbezogene Aspekte in der Psychotherapie. Bowlby (1988) kommt zu dem Schluss, dass dem Patienten innerhalb der therapeutischen Beziehung eine verlässliche, sichere Basis in der Person des Therapeuten geboten werden sollte, von der aus er seine mentale Bindungsrepräsentation explorieren und verändern könne. Die Bindungstheorie postuliert, dass das Bindungssystem immer dann aktiviert wird, wenn sich das Individuum gestresst, krank oder ängstlich fühlt. Die Aktivierung hat die Erreichung von physischer oder emotionaler Nähe zu einer vom Individuum als stärker oder weiser wahrgenommenen Bindungsperson zum Ziel. Patienten, die sich in Therapie begeben, weisen in der Regel Leidensdruck auf und fühlen sich gestresst oder krank und betrachten ihren Therapeuten als weiser oder stärker als sich selbst, sodass sich mit der Zeit das Bindungsverhalten des Patienten an seinen Therapeuten richtet und sich eine Patient-Therapeut-Bindung etabliert (Dozier & Bates, 2004; Borelli & David, 2004; Strauß, 2006; Höger, 2005; Liotti, 1995; Farber, Lippert & Nevas, 1995).
Anmerkungen

Der erste Satz leicht verändert, 1 Satz ausgelassen, sonst fast wortwörtlich wie in der Quelle.

Sichter
Agrippina1

[9.] Analyse:Aw/Fragment 140 15 - Diskussion
Bearbeitet: 15. December 2012, 19:32 Agrippina1
Erstellt: 14. December 2012, 16:28 (Graf Isolan)
Aw, Fragment, Gesichtet, Hellwich 2008, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 140, Zeilen: 15-19
Quelle: Hellwich 2008
Seite(n): 25, Zeilen: 5-9
Der Therapeut verkörpert in der therapeutischen Beziehung demnach eine sichere Explorationsbasis von der aus der Patient eine Korrektur seiner Bindungserfahrungen vornehmen kann. Innerhalb der sicheren Patient-Therapeut Bindung fühlt der Patient sich ermutigt, während der Therapiesitzungen problematische und angsterzeugende Ereignisse zu explorieren (((Mallinckrodt, Porter & Kivlighan, 2005),(Dozier & Tyrrell, 1998) und (Tyrrell, Dozier, Teague & Fallot, 1999)).

Mallinckrodt, B., Porter, M. & Kivlighan, D. (2005). Client attachment to therapist, depth of in-session exploration and object relations in brief psychotherapy. Psychotherapy: Theory, Research, Practice, Training, 42, 85–100.

Dozier, M. & Tyrrell, C. (1998). The role of attachment in therapeutic relationship. In J. Simpson & W. Rholes (Hrsg.), Attachment Theory and close relationships (S. 221–248). New York: Guilford Press.

Tyrrell, C., Dozier, M., Teague, G. & Fallot, R. (1999). Effective treatment relationships for persons with serious psychiatric disorders: The importance of attachment states of mind. Journal of Consulting and Clinical Psychology, 65 , 725–733.

Der Therapeut verkörpert in dieser Beziehung eine sichere Explorationsbasis, von der aus der Patient eine Korrektur seiner Bindungserfahrungen vornehmen kann. Innerhalb einer sicheren Patient-Therapeut-Bindung fühlt der Patient sich aktiv ermutigt, während der Therapiesitzungen problematische und angsterzeugende Ereignisse zu explorieren (Mallinckrodt, Porter & Kivlighan, 2005).

Mallinckrodt, B., Porter, M. J. & Kivlighan, D. M. (2005). Client attachment to therapist, depth of in-session exploration and object relations in brief psychotherapy. Psychotherapy: Theory, Research, Practice, Training, 42, 85-100.

Anmerkungen

Trotz deutlicher Textübereinstimmung erfolgt kein Hinweis auf eine Textübernahme (aus einem deutschsprachigen Werk).

Sichter
(Graf Isolan) Agrippina1

[10.] Analyse:Aw/Fragment 141 26 - Diskussion
Bearbeitet: 15. December 2012, 19:38 Agrippina1
Erstellt: 14. December 2012, 15:16 (Klgn)
Aw, Fragment, Gesichtet, Hellwich 2008, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 141, Zeilen: 26-33
Quelle: Hellwich 2008
Seite(n): 34, Zeilen: 24-31
Caspar (Caspar, 2003) beschreibt die therapeutische Vorgehensweise als Balanceakt zwischen Sicherheit und Herausforderung. Der Therapeut sieht sich im Therapieprozess mehr oder weniger häufig vor die Entscheidung gestellt, ob er seinem Patienten Sicherheit bieten oder ihn fordern soll. Die Herstellung einer guten Balance in diesem Spannungsfeld ermöglicht dem Patienten laut Caspar Veränderungsschritte, welche durch die ausreichende Vermittlung eines Gefühls von Sicherheit gegangen werden können. Dieses Modell erinnert an das Bild der Bindungsperson, das Bowlby (Bowlby, 1988) benutzt: die sichere Basis, von der aus der Patient seine Umwelt explorieren kann. Caspar (2003) beschreibt die psychotherapeutische Vorgehensweise als Balanceakt zwischen Sicherheit und Herausforderung (Abbildung 1). Der Therapeut sieht sich im Therapieprozess mehr oder weniger häufig vor die Entscheidung gestellt, ob er seinem Patienten Sicherheit bieten oder ihn fordern soll. Die Herstellung einer guten Balance in diesem Spannungsfeld ermöglicht dem Patienten laut Caspar Veränderungsschritte, welche durch die ausreichende Vermittlung eines Gefühles von Sicherheit gegangen werden können. Caspars Modell erinnert stark an das Bild, das Bowlby zur Beschreibung der Bindungsperson benutzt: die sichere Basis, von der aus der Patient seine Umwelt explorieren kann.
Anmerkungen
Sichter
Agrippina1

[11.] Analyse:Aw/Fragment 146 09 - Diskussion
Bearbeitet: 14. December 2012, 16:42 Graf Isolan
Erstellt: 14. December 2012, 16:27 (Klgn)
Aw, Fragment, Gesichtet, Hellwich 2008, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 146, Zeilen: 9-14
Quelle: Hellwich 2008
Seite(n): 25, Zeilen: 24-29
Auch Tyrell et al. (Tyrrell et al., 1999) stellten fest, dass komplementäre bindungsmäßige Gegensätze zwischen Patient und Therapeut sich als ideales Mittel erweisen, um bei dem Patienten neue Möglichkeiten der Emotionsverarbeitung und der Gestaltung von interpersonellen Beziehungen anzustoßen. Auf diese Weise lassen sich laut den [sic!] Autoren sowohl die Qualität der Beziehung als auch das Therapieergebnis günstig beeinflussen.

Tyrrell, C., Dozier, M., Teague, G. & Fallot, R. (1999). Effective treatment relationships for persons with serious psychiatric disorders: The importance of attachment states of mind. Journal of Consulting and Clinical Psychology, 65, 725–733.

Tyrrell, Dozier, Teague und Fallot (1999) stellten fest, dass komplementäre bindungsmäßige Gegensätze zwischen Patient und Therapeut sich als ideales Mittel erweisen, um bei dem Patienten neue Möglichkeiten der Emotionsverarbeitung und der Gestaltung von interpersonellen Beziehungen anzustoßen. Auf diese Weise lassen sich laut der Autoren sowohl die Qualität der Beziehung als auch das Therapieergebnis günstig beeinflussen.

Tyrrell, C. L., Dozier, M., Teague, G. B. & Fallot, R. D. (1999). Effective treatment relationships for persons with serious psychiatric disorders: The importance of attachment states of mind. Journal of Consulting and Clinical Psychology, 65, 725-733.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die fast vollständige textliche Übereinstimmung mit einem anderen deutschsprachigen Werk.

Sichter
Graf Isolan


Fragmente (Plagiat, ungesichtet)

22 Fragmente

[1.] Analyse:Aw/Fragment 003 02 - Diskussion
Bearbeitet: 29. December 2012, 00:22 Plagin Hood
Erstellt: 29. December 2012, 00:19 (Plagin Hood)
Aw, Dorber 2007, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 3, Zeilen: 2-15
Quelle: Dorber 2007
Seite(n): 7, Zeilen: 2 ff.
Neben der Frage nach der Effektivität von Psychotherapie wurde und wird die Frage immer präsenter, wie Therapie überhaupt wirkt. In den vergangenen Jahrzehnten versuchte die psychoanalytische Forschung mit einer reichhaltigen und kreativen Methodenvielfalt den psychotherapeutischen Prozess zu ergründen. Hierbei wird nicht nur die Perspektive des Therapeuten und des Patienten, sondern auch deren Beziehung zueinander mit einbezogen. Die vorliegende Arbeit hat das ‘Wie’ der Interaktion in der Psychotherapie, durch die das Geschehen zwischen Patient und Therapeut hervorgebracht und abgewickelt wird, in den Mittelpunkt der Untersuchung gestellt. Hierfür wurden audiografierte und transkribierte Therapiesitzungen, die im Rahmen der Münchener bindungs- und traumorientierten Psychoanalysestudie unter der Leitung von Prof. Mertens am Department für Psychologie der Ludwig-Maximilians–Universität München und in Zusammenarbeit mit der Akademie für Psychoanalyse und Psychotherapie München e.V. bei sechs Patienten zu jeweils fünf Messzeitpunkten aufgezeichnet wurden, mit der Methode des Psychotherapie Prozess Q-Sort Verfahrens untersucht. Angesichts immer lauter werdender Kritik an randomisiert-kontrollierten Studien zur Effektivität unterschiedlicher Therapieverfahren, die an der Realität von Patienten und therapeutischer Praxis vorbeigehen, hat sich die psychoanalytische empirische Forschung in den letzten Jahren vermehrt eines Designs bedient, das sich nicht mehr allein auf Endergebnisse von Untersuchungen fixiert, sondern mit einer reichhaltigen Methodenvielfalt den psychotherapeutischen Prozeß zu ergründen versucht. Hierbei werden sowohl die Perspektive des Patienten als auch die des Therapeuten und die durch beide Persönlichkeiten gestaltete Beziehung in die Analyse des Geschehens einbezogen. In der vorliegenden Arbeit sollen ein mikro- und ein makroanalytisches Verfahren gemeinsam zum Einsatz kommen: Die aus der „Control Mastery Theory“ (CMT) von Josef

Weiss entstandene Methode der Plananalyse und die von Enrico E. Jones entwickelte Methode des „Psychotherapie-Prozeß Q-Sort“ (PQS).

[...]

In diesem Sinne soll hier anhand von audiografierten und transkribierten Therapiesitzungen, die im Rahmen der „Münchener bindungs- und traumorientierten Psychoanalysestudie“ unter Leitung von Professor Dr. Wolfgang Mertens am Department für Psychologie der Ludwig-Maximilians-Universität München und in Zusammenarbeit mit der Akademie für Psychoanalyse und Psychotherapie München e.V. bei zwanzig Patienten zu jeweils fünf Meßzeitpunkten aufgezeichnet wurden, untersucht werden,

Anmerkungen

Teils nur geringfügig angelehnt mit eigenständigen Abschnitten, teils auch wörtlich übereinstimmend.

Sichter

[2.] Analyse:Aw/Fragment 017 33 - Diskussion
Bearbeitet: 14. December 2012, 01:02 Plagin Hood
Erstellt: 14. December 2012, 00:57 (Plagin Hood)
Aw, Fragment, Hellwich 2008, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 17, Zeilen: 33-40
Quelle: Hellwich 2008
Seite(n): 26, 27, Zeilen: 0
Ein unsicherer Bindungstil (d.h. eine Wahrnehmung des Selbst als nicht liebenswert und eine Wahrnehmung der Anderen als zurückweisend) führt zu dysfunktionalem Verhalten im Sinne einer Distanzierung von engen zwischenmenschlichen Beziehungen, obwohl Nähesuchen eine adäquate Strategie zur Emotionsregulation oder Stressbewältigung wäre. In Übereinstimmung damit kann konstatiert werden, dass eine defizitäre therapeutische Beziehung und ein schlechtes Behandlungsergebnis zumindest teilweise durch einen unsicheren Bindungsstil des Patienten bzw. einen unsicheren Bindungsstil des Therapeuten determiniert sind (Strauß, 2006). [Seite 26]

Der Tenor all dieser Forschungsbemühungen ist, dass ein unsicherer Bindungsstil (d. h. eine Wahrnehmung des Selbst als nicht liebenswert bzw. eine Wahrnehmung der Anderen als

[Seite 27]

zurückweisend) zu dysfunktionalem Verhalten im Sinne einer Distanzierung von engen zwischenmenschlichen Beziehungen führt, obwohl Nähesuchen eine adäquatere Strategie zur Emotionsregulation oder Stressbewältigung wäre. In Übereinstimmung damit kann konstatiert werden, dass eine defizitäre therapeutische Beziehung und ein schlechteres Behandlungsergebnis zumindest teilweise durch einen unsicheren Bindungsstil des Patienten bzw. einen unsicheren Bindungsstil des Therapeuten determiniert sind (z. B. Strauß, Lobo-Drost & Pilkonis, 1999; Meyer & Pilkonis, 2002; Meyer et al., 2003; Mosheim et al., 2000; Strauß et al, 2006).

Anmerkungen

Eventuell auch andere Quelle. Denkbar wäre "(Strauß, 2006)", dann wäre die Textübernahme als "Bauernopfer" einzustufen.

Sichter

[3.] Analyse:Aw/Fragment 018 26 - Diskussion
Bearbeitet: 29. December 2012, 22:19 Plagin Hood
Erstellt: 29. December 2012, 22:19 (Plagin Hood)
Aw, BauernOpfer, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Strauß Bade 2002, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 18, Zeilen: 26-31, 32-36
Quelle: Strauß Bade 2002
Seite(n): 54, 55, Zeilen: 0
Das Konzept der reflexiven Kompetenz, des Denkens über das Denken, ist nicht neu. Es steht nicht erst heute im Mittelpunkt philosophischer und kognitionspsychologischer Diskussionen (Fonagy et al., 2008). Das Konstrukt ‘reflektive–Funktion’ bezieht sich auf die Fähigkeit, sowohl die eigene Person als auch die andere in Begriffen von Intentionalität bzw. mentalem Befinden wahrzunehmen und zu verstehen und über das Verhalten entsprechend nachzudenken (Daudert, 2002). [...] Sie beinhaltet auch die Fähigkeit, Sinn und Bedeutung herzustellen und auf diese Weise Verhalten zu regulieren. Im Verlauf der Entwicklung lernt das Kind im Kontext einer nahen Bindungsbeziehung, emotionale Zustände bei sich und anderen zu identifizieren, ihnen Bedeutung zuzumessen und der eigenen inneren Befindlichkeit Ausdruck zu verleihen. [Seite 54]

Bei dem Reflective-Functioning-Konstrukt handelt es sich um ein Konzept, das sowohl in der psychoanalytischen als auch in der kognitionspsychologischen Literatur beschrieben wird. Es bezieht sich auf die Fähigkeit, sowohl die eigene Person als auch die der anderen in Begriffen von Intentionalität bzw. mentalem (d. h. geistig-seelischen) Befinden wahrzunehmen und zu verstehen (Gedanken, Meinungen, Absichten, Wünsche) und über das Verhalten entsprechend nachzudenken (Reflexivität).

[...]

Sie beinhalten (im Gegensatz zur Introspektion) auch die Fähigkeit, Sinn und Bedeutung herzustellen und auf diese Weise Verhalten zu regulieren (prozedurales Wissen über die Natur von Geis und Seele vs. Deklarative Selbserkenntnis).

[Seite 55]

Im Verlauf der Entwicklung lernt das Kind im Kontext einer nahen Bindungsbeziehung, emotionale Zustände bei sich und anderen zu identifizieren, ihnen Bedeutung zuzumessen und dem eigenen inneren Befinden Ausdruck zu verleihen.

Anmerkungen

Die Quelle ist angegeben "(Daudert, 2002)", der Umfang und der wörtliche Übernahmecharakter ist jedoch nicht kenntlich gemacht. Nach der Quellenangabe wird weiter übernommen.

Sichter

[4.] Analyse:Aw/Fragment 019 01 - Diskussion
Bearbeitet: 23. December 2012, 23:34 Plagin Hood
Erstellt: 23. December 2012, 23:34 (Plagin Hood)
Aw, Fragment, Lackinger 2008, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 10, Zeilen: 1-9
Quelle: Lackinger 2008
Seite(n): 16, Zeilen: 0
Fonagy et al. (Fonagy et al., 2008) geht davon aus, dass das Kleinkind nicht automatisch lernt, eigene psychische Zustände wahrzunehmen und die eigenen psychischen Zustände] für seine Handlungen als kausal zu erkennen oder gar psychische Zustände als Ursache der Handlungen anderer zu begreifen. Durch die Spiegelungsaktivität der primären Bezugspersonen entsteht erst diese sogenannte Mentalisierungsfähigkeit. Dabei geht es darum, dass nicht nur der jeweilige affektive Zustand des Kindes von dem Gegenüber aufgegriffen und gespiegelt wird, sondern dass dem Kind durch markierte Spiegelung vermittelt wird, dass es sich hierbei nicht um den Gefühlszustand des Erwachsenen handelt, sondern um seinen eigenen. So entsteht im Kind die erste Repräsentation der eigenen Gefühle, welche wiederum der Beginn der Fähigkeit ist, das Psychische als eigene Realität zu erkennen und darüber nachzudenken. Peter Fonagy (1998; 2004) hat seine Theorie der Mentalisierung auch auf die Frage der Delinquenz angewendet. Er geht davon aus, dass das Kleinkind keineswegs automatisch lernt, eigne Psychische Zustände wahrzunehmen und die eigenen psychischen Zustände als kausal für seine Handlungen zu erkennen oder gar psychische Zustände als Ursachen der Handlungen anderer zu begreifen. Diese sogenannte Mentalisierungsfähigkeit entsteht vielmehr durch die Spiegelungsaktivität der primären Bezugsperson des Kindes. Dabei geht es darum, dass nicht nur der jeweilige affektive Zustand des Kindes von dem Gegenüber aufgegriffen und gespiegelt wird, sondern dass dem Kind zugleich vermittelt wird, dass es sich hierbei nicht um den Gefühlszustand des Erwachsenen handelt, sondern um seinen eigenen. Dieser Vorgang wird »markierte Spiegelung« genannt. Dadurch entstehe im Kind die erste Repräsentation der eigenen Gefühle, und dies sei der Beginn der Fähigkeit, das Psychische als eigene Realität zu erkennen und darüber nachzudenken.
Anmerkungen

Fortgesetzt von S. 18.

Sichter

[5.] Analyse:Aw/Fragment 019 09 - Diskussion
Bearbeitet: 26. December 2012, 11:01 Plagin Hood
Erstellt: 24. December 2012, 00:06 (Plagin Hood)
Aw, BauernOpfer, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Strauß Bade 2002, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 19, Zeilen: 9-15
Quelle: Strauß Bade 2002
Seite(n): 55, 56, Zeilen: 0
Erst mit Hilfe dieser mentalen Repräsentation emotionaler und kognitiver Erfahrungen kann das Kind die Affekte anderer [sic!] verstehen, ohne von ihnen überwältigt zu werden. Eine zuverlässige und sichere Objektbeziehung erlaubt dem Kind die Manifestation von Gefühlen und deren Spannweite bei anderen zu erfahren. Sie macht dadurch die Entstehung einer ‘theory of mind’ möglich. Die Grundlagen dafür werden im ersten Lebensjahr entwickelt, vor dem Hintergrund einer affektiven Resonanz (Daudert, 2002). [Seite 55]

Erst die Zuverlässigkeit und Sicherheit einer Objektbeziehung erlauben dem Kind, die Manifestation von Gefühlen und deren Spannweite bei andern zu erfahren; sie machen damit die Entstehung einer „theory of mind“ erst möglich.

[...]

Erst mithilfe der Fähigkeit zur mentalen Repräsentation kognitiver und emotionaler Erfahrungen kann es die Affekte anderer [sic!] verstehen, ohne von ihnen gleichsam

[Seite 56]

angesteckt oder überwältigt zu werden.

[...]

Das Verstehen von Gefühlszuständen wiederum entwickelt sich von dem Hintergrund einer „affektiven Resonanz“ („affect attunement“, Stern 1985) im ersten Lebensjahr und bildet die Grundlage des Begreifens von komplexen Gefühlszuständen.

Anmerkungen

Die Quelle "(Daudert, 2002)" [= Strauß Bade 2002] wird genannt, die weitgehend wörtlichen Übereinstimmungen sind aber nicht in ihrem Umfang kenntlich gemacht.

Sichter

[6.] Analyse:Aw/Fragment 019 24 - Diskussion
Bearbeitet: 13. December 2012, 17:47 Plagin Hood
Erstellt: 13. December 2012, 17:09 (Plagin Hood)
Aw, Fragment, Jokschies 2005, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 19, Zeilen: 24-40
Quelle: Jokschies 2005
Seite(n): 54,55, Zeilen: S. 54: 31; S. 55: 01-20, 24-31
Inkohärente Aussagen in AAIs von Müttern weisen auf schwach strukturierte Modelle von eigenen Bindungsbeziehungen dieser Mütter hin und sind Ursache unsicherer Bindungsmuster beim Kind. Mütter, die nicht in der Lage sind, über die unmittelbare Erfahrungsrealität hinaus zu denken und den Unterschied zwischen unmittelbarer Erfahrung und dem zugrunde liegenden Befinden zu begreifen, neigen eher zu inkonsistentem Verhalten gegenüber ihren eigenen Kindern. Durch das Manual zur reflexiven Kompetenz wurde diese Fähigkeit operationalisiert (Fonagy, Target, Steele & Steele, 2000). Die Fähigkeit der Bezugspersonen, über das konkret beobachtbare Verhalten einer Situation hinauszugehen und das dem Verhalten zugrunde liegende innere Geschehen beim Kind erfassen zu können, gilt als zentraler Faktor für die Bindungssicherheit des Kindes. Elterliche Feinfühligkeit, gepaart mit hohen metakognitiven Kompetenzen der Bindungsperson, ermöglichen klare Prognosen einer Bindungssicherheit beim Kind im entsprechenden Alter. Es ist nur im Kontext einer sicheren Bindungsbeziehung möglich zu erkennen, dass man selbst, und auch andere, durch innere mentale Befindlichkeiten motiviert ist. (Fonagy, 1998). Das psychische Selbst entwickelt sich durch die Wahrnehmung der eigenen Person im Geist eines anderen Menschen. Dies ist auch in psychoanalytischen Theorien, wie von Bion, Winnicott oder Kohut, so Fonagy (Fonagy, 2006), erst dann möglich, wenn die Mutter fähig [ist, das Kind als ein potentiell eigenständiges Wesen mit eigenen Wünschen, Vorstellungen und Gefühlen anzuerkennen, die mentale Verfassung des Kindes zu verstehen und einen Container zu bieten.] [Seite 54]

Inkohärente Aussagen in den Erwachsenen-

[Seite 55]

Bindungsinterviews von Müttern weisen demnach auf schwach strukturierte Modelle von eigenen Bindungsbeziehungen dieser Mütter hin und sind für Main die wichtigste Ursache unsicherer Bindungsmuster beim Kind. Main konnte zeigen, dass Mütter, die nicht in der Lage sind, über die unmittelbare Erfahrungsrealität (ihre eigene in Beziehung zu ihren Eltern oder die ihres eigenen Kindes) hinaus zu denken und den Unterschied zwischen unmittelbarer Erfahrung und dem zugrunde liegenden mentalen Befinden zu begreifen, eher zu inkonsistentem Verhalten gegenüber ihren eigenen Kindern neigen (Fonagy, 1998a). Operationalisiert wurden diese Kompetenzen durch das Manual zur Reflexiven Kompetenz (Fonagy & Target, 1998) in Anwendung auf das Erwachsenen-Bindungsinterview (AAI). Die Fähigkeit der Bezugspersonen, über das konkret beobachtbare Verhalten einer Situation hinauszugehen und das dem Verhalten zugrunde liegende innere Geschehen beim Kind erfassen zu können, ist als zentraler Faktor für die Bindungssicherheit des Kindes anzusehen. Hohe metakognitive Kompetenzen der Bindungspersonen, gepaart mit der bereits diskutierten elterlichen Feinfühligkeit ermöglichen klare Prognosen einer Bindungssicherheit beim Kind. Die Erkenntnis, dass man selbst und dass auch andere durch innere mentale Befindlichkeiten motiviert sind, ist eine Entwicklungsleistung, die nur im Kontext einer sicheren Bindungsbeziehung umfassend möglich wird.

[...]

Psychoanalytische Überlegungen zur Bedeutung metakognitiver Fähigkeiten der Mutter in Bindungsbeziehungen sind ähnlich gelagert: Sie betonen die Fähigkeit der Mutter, das Kind als ein potentiell eigenständiges Wesen mit eigenen Wünschen, Vorstellungen und Gefühlen anzuerkennen, die mentale Verfassung des Kindes zu verstehen und einen Container zu bieten (Bion, 1962; Fairbairn, 1952; Kohut, 1977; Winnicott, 1965). Demnach entwickelt sich das psychische Selbst, der Mensch mit Absichten, Zielen, Gedanken und Wünschen durch die Wahrnehmung der eigenen Person im Geist eines anderen Menschen.

Anmerkungen

Fortsetzung auf der Folgeseite, siehe Aw/Fragment 020 01.

Sichter

[7.] Analyse:Aw/Fragment 020 01 - Diskussion
Bearbeitet: 13. December 2012, 18:42 Agrippina1
Erstellt: 13. December 2012, 17:44 (Plagin Hood)
Aw, Fragment, Jokschies 2005, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 20, Zeilen: 1-25
Quelle: Jokschies 2005
Seite(n): 55, 58-59, Zeilen: 55: 23-30; 58: 25-33 ; 59: 1ff.
[Das psychische Selbst entwickelt sich durch die Wahrnehmung der eigenen Person im Geist eines anderen Menschen. Dies ist auch in psychoanalytischen Theorien, wie von Bion, Winnicott oder Kohut, so Fonagy (Fonagy, 2006), erst dann möglich, wenn die Mutter fähig] ist, das Kind als ein potentiell eigenständiges Wesen mit eigenen Wünschen, Vorstellungen und Gefühlen anzuerkennen, die mentale Verfassung des Kindes zu verstehen und einen Container zu bieten. Innerhalb des Konstrukts der reflexiven Kompetenz verschiebt sich der traditionelle psychoanalytische Schwerpunkt, so Fonagy (Fonagy, Target & Steele, 1998). Denn psychoanalytische Theorien gingen davon aus, dass das Kind das Bild der Mutter internalisiert, die zum Halten der emotionalen Zustände ihres Kindes fähig ist. Dadurch erwirbt das Kind eine Selbststruktur, die es ihm ermöglicht, Konflikte und Verstörungen in sich zu halten. Fonagy expliziert diesen Zusammenhang detaillierter:

Das Kind nimmt im Verhalten der Mutter nicht nur deren Reflexivität wahr, auf die es schließt, um ihr Verhalten begründen zu können, sondern es nimmt zuvor in der Haltung der Mutter ein Bild seiner selbst als mentalisierendes, wünschendes und glaubendes Selbst war [sic!]. Das Kind sieht, dass die Mutter es als intentionales Wesen repräsentiert. Es ist diese Repräsentanz, die internalisiert wird und das Selbst bildet. ‘Ich denke, also bin ich’ reicht also als psychodynamisches Modell für die Geburt des Selbst nicht aus; ‘Sie denkt mich als denkend und also existiere ich als denkendes Wesen’ kommt der Wahrheit möglicherweise näher. S.366 (Fonagy, 1998)

Das Kind kann sich als intentionales psychisches Wesen im Anderen wieder finden, wenn die reflexive Mutter die intentionale Haltung des Kindes wahrnimmt. Besitzt die Mutter diese Fähigkeit nicht, wird sich das Kind gegenüber der Mutter unsicher verhalten. Wenn die Beziehung zur Mutter feindselig oder missbräuchlich ist, wird sich das Kind von der Mutter abwenden, da die feindlichen Absichten das kindliche Selbst überwältigen. Dies kann sich bis zum Vermeiden mentalen Befindens steigern und das Kind kann sich nicht mit einem verständnisvollen Objekt identifizieren und bedeutungsvolle intime Beziehungen mit ihm aufbauen (Fonagy, Moran & Target, 1998).

[Seite 55]

Psychoanalytische Überlegungen zur Bedeutung metakognitiver Fähigkeiten der Mutter in Bindungsbeziehungen sind ähnlich gelagert: Sie betonen die Fähigkeit der Mutter, das Kind als ein potentiell eigenständiges Wesen mit eigenen Wünschen, Vorstellungen und Gefühlen anzuerkennen, die mentale Verfassung des Kindes zu verstehen und einen Container zu bieten (Bion, 1962; Fairbairn, 1952; Kohut, 1977; Winnicott, 1965). Demnach entwickelt sich das psychische Selbst, der Mensch mit Absichten, Zielen, Gedanken und Wünschen durch die Wahrnehmung der eigenen Person im Geist eines anderen Menschen.

[...]

[S. 58]

Fonagy (1998) betont, dass sich innerhalb des Konstrukts der Reflexiven Kompetenz auch der traditionelle psychoanalytische Schwerpunkt verschiebt. Psychoanalytische Theorien gingen davon aus, dass das Kind das Bild der Mutter internalisiert, die zum Halten emotionaler Zustände des Kindes fähig ist. Dadurch erwirbt das Kind eine Selbststruktur, die es dem Kind ermöglicht, Konflikte und Verstörungen in sich zu halten. Die Sicht des Autors unterscheidet sich von diesem Schwerpunkt:

„Das Kind nimmt im Verhalten der Mutter nicht nur deren Reflexivität wahr, auf die es schließt, um ihr Verhalten begründen zu können, sondern es nimmt zuvor in der

[Seite 59]

Haltung der Mutter ein Bild seiner selbst als mentalisierendes, wünschendes und glaubendes Selbst wahr. Das Kind sieht, dass die Mutter es als intentionales Wesen repräsentiert. Es ist diese Repräsentanz, die internalisiert wird und das Selbst bildet. ‚Ich denke, also bin ich’ reicht also als psychodynamisches Modell für die Geburt des Selbst nicht aus; ‚Sie denkt mich als denkend, und also existiere ich als denkendes Wesen’ kommt der Wahrheit möglicherweise näher.“ (Fonagy, 1998a: 366)

Durch ihre reflexive Kompetenz kann die Mutter die intentionale Haltung des Kindes abbilden und das Kind kann sich als intentionales psychisches Wesen im anderen wieder finden. Besitzt die Mutter diese Fähigkeit nicht und hat das Kind auch keinen anderen zwischenmenschlichen Bereich, in dem es als mentales Wesen begriffen wird, dann wird sich das Kind gegenüber der Mutter unsicher verhalten. Wenn die Beziehung zur Mutter feindselig, missbräuchlich oder gar völlig leer ist, wird sich das Kind aller Voraussicht nach abwenden, weil die feindlichen Absichten das kindliche Selbst überwältigen. Wenn dies zu einer Vermeidung mentalen Befindens führt, wird wiederum die Chance verringert, sich mit einem verständnisvollen Objekt zu identifizieren und bedeutungsvolle intime Beziehungen mit ihm aufzubauen (Fonagy, a.a.O.)37.

Anmerkungen

Fortgesetzt von Aw/Fragment 019 24.

Sichter

[8.] Analyse:Aw/Fragment 021 11 - Diskussion
Bearbeitet: 29. December 2012, 14:17 Plagin Hood
Erstellt: 25. December 2012, 21:48 (Plagin Hood)
Aw, BauernOpfer, Fonagy und Target 2006, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 21, Zeilen: 11-32
Quelle: Fonagy und Target 2006
Seite(n): 365, 366, 368, Zeilen: 0
Durch primäre Objektbeziehungen beginnt das Kind mit der Entdeckung von Affekten, das ist das sogenannte Konzept der Affektregulierung, welche von den Autoren (Fonagy & Target, 2007) als Vorstufe zur Mentalisierung verstanden wird. Eine reife Fähigkeit der Affektregulierung (mentalisierte Affektivität) spielt sich in der psychoanalytischen Behandlung ab. Sie bezeichnet das Vermögen, die subjektiven Bedeutungen der eigenen Gefühle zu entdecken.

Fonagy (Fonagy & Target, 2007) vertritt im Zusammenhang mit der kindlichen Entwicklung die Ansicht:


. . . dass eine Evolutionsfunktion früher Objektbeziehungen darin besteht, für das Kind eine Umwelt zu gewährleisten, in der sich das Verstehen eigener mentaler Zustände sowie der inneren Verfassung anderer Menschen gefahrlos und uneingeschränkt entfalten kann. (S.366)

Dies geschieht, indem in der Psyche des Babys sein willkürlicher Emotionsausdruck und die mimischen und vokalen emotionalen Äußerungen, mit denen die Mutter darauf reagiert, durch einen Kontingenzentdeckungsmechanismus miteinander verbunden werden. Diesen Mechanismus nennen Fonagy und Target (Fonagy & Target, 2007) die Theorie des sozialen Biofeedback durch mütterliche Affektspiegelung. Die Mutter gibt durch ‘markierte Spiegelung’ dem Kind zu erkennen, dass ihr Ausdruck nicht ihren Affekt zeigt. Damit schafft die Mutter, dass ihre Affektspiegelung die Grundlage eines repräsentationalen Bezugrahmens bildet.

So schreibt die Bezugsperson unbewusst und konsequent dem Kind durch ihr Verhalten einen mentalen Zustand zu und behandelt es als mentalen Akteur. Dies nimmt das Kind wahr und benutzt es, um mentale Kausalitätsmodelle auszuarbeiten.

[Seite 365]

Wir verstehen die Mentalisierung nicht als ausschließlich kognitiven Prozeß; sie beginnt vielmehr mit der »Entdeckung« von Affekten durch das Medium der primären Objektbeziehungen.

[...]

Jurists Konzept der »mentalisierten Affektivität« (Fonagy et al., 2002) bezieht sich auf eine reife Fähigkeit zur Affektregulierung und bezeichnet das Vermögen die subjektiven Bedeutungen der eigenen Gefühle zu entdecken.

[...]

[Seite 366]


Wir haben die Ansicht vertreten, daß eine Evolutionsfunktion früherer Objektbeziehungen darin besteht, für das Kleinkind eine Umwelt zu gewährleisten, in der sich das Verstehen eigener mentaler Zustände sowie der inneren Verfassung anderer Menschen gefahrlos und uneingeschränkt entfalten kann. Wir haben zwei eng miteinander zusammenhängende Theorien formuliert, die beide in der Entwicklungspsychologie wurzeln und die Beziehung zwischen dem Erwerb eines Verstehens des repräsentationalen Charakters der menschlichen Psyche einerseits und die Affektregulierung andererseits betreffen. Die »Theorie des sozialen Biofeedback durch mütterliche Affektspiegelung«, die von Gergely uns Watson (1996) eingeführt und empirisch getestet wurde, untersucht, wie der unwillkürliche Emotionsausdruck des Säuglings und die mimische und vokale emotionale Äußerung, mit der die Mutter darauf reagiert, in der Psyche des Babys durch einen Kontingenzentdeckungsmechanismus miteinander verbunden werden, den Hohn Watson und seine Mitarbeiter identifiziert haben (Watson, 1972, 1994; Bahrick und Watson, 1985).

[...]

Damit die Affektspiegelung als Grundlage der Entwicklung eines repräsentationalen Bezugsrahmens dienen kann, muß die Mutter zu erkennen geben, daß ihr Ausdruck nicht ihren eigentlichen Affekt zeigt, also nicht anzeigt, wie sie sich selbst fühlt.

[...]

[Seite 368]

Unbewußt und konsequent schreibt die Mutter dem Kind durch ihr Verhalten einen mentalen Zustand zu und behandelt es als mentalen Akteur. Dies nimmt das Kind schließlich wahr und benutzt es, um mentale Kausalitätsmodelle auszuarbeiten.

Anmerkungen

Die Quelle wird mehrfach genannt und ein Teil des Texts ist durch Einrückung als wörtliches Zitat ausgewiesen. Der Umfang der sinngemäßen und wörtlichen Übernahmen ist jedoch nicht kenntlich gemacht. So entsteht der Eindruck einer tieferen Auseinanderstzung bzw. Diskussion, obwohl sich der Text auf die Wiedergabe beschränkt.

Sichter

[9.] Analyse:Aw/Fragment 021 33 - Diskussion
Bearbeitet: 25. December 2012, 21:21 Plagin Hood
Erstellt: 25. December 2012, 21:21 (Plagin Hood)
Aw, Fragment, Lackinger 2008, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 21, Zeilen: 33-39
Quelle: Lackinger 2008
Seite(n): 345, Zeilen: 0
Fonagy et al. (Fonagy et al., 2008) sind der Ansicht, dass Kinder während der ersten drei Lebensjahre im ‘psychischen Äquivalenzmodus’ sind. Das heißt, dass mentale Ereignisse mit physikalischen Ereignissen gleichgesetzt werden. Da es bedrohlich sein kann, Gedanken und Gefühle als unmittelbar und real zu erleben, entwickelt das Kind den ‘Als–ob–Modus’. In diesem Modus empfindet es Gefühle und Vorstellungen als imaginär. Zunächst bildet sein Spiel keine Brücke zwischen innerer und äußerer Realität. Die sichere und aufmerksame Nähe einer Bezugsperson, die die Als–ob–Perspektive und die äquivalenten Perspektiven [des Kindes zusammenhalten kann, erlaubt es, dass aus der Integration dieser beiden Modi eine psychische Realität entstehen kann (ca. mit vier Jahren).] Wie wir an anderer Stelle ausführen (Fonagy u. Target 1996), erlebt das 2 oder 3 Jahre alte Kind seine Psyche sehr wahrscheinlich als genaue Entsprechung von inneren Zuständen und äußerer Realität. Mary Target und ich bezeichnen diesen Modus als »psychische Äquivalenz«, um zu unterstreichen, dass für das kleine Kind mentale Ereignisse in ihrer Kraft, Kausalität und Implikation Ereignissen in der materiellen Welt entsprechen.

[...]

Da es erschreckend sein kann, Gedanken und Gefühle als tatsächlich »real« zu erleben, entwickelt das kleine Kind einen alternativen Modus, mentale Zustände zu konstruieren. Im »Als-ob-Modus« erlebt das Kind Gefühle und Vorstellungen als völlig repräsentational oder symbolisch, ohne Implikation für die äußere Welt. Sein Spiel bildet keine Brücke zwischen innerer und äußerer Realität. Erst allmählich, durch die sichere und aufmerksame Nähe einer anderen Psyche, die die die Als-ob-Perspektiven und die realen Perspektiven des Kindes zusammenhalten kann, ebnet die Integration dieser beiden Modi den Weg für eine psychische Realität, in der Gefühle und Vorstellungen als innere Zustände erkannt werden, die jedoch an das, was sich in der äußeren Welt befindet, gebunden sind (Dunn 1996)

Anmerkungen

Fortsetzung auf der Folgeseite.

Sichter

[10.] Analyse:Aw/Fragment 022 01 - Diskussion
Bearbeitet: 25. December 2012, 21:10 Plagin Hood
Erstellt: 25. December 2012, 21:01 (Plagin Hood)
Aw, Fragment, Lackinger 2008, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 22, Zeilen: 1-4
Quelle: Lackinger 2008
Seite(n): 345, Zeilen: 0
[Die sichere und aufmerksame Nähe einer Bezugsperson, die die Als–ob–Perspektive und die äquivalenten Perspektiven] des Kindes zusammenhalten kann, erlaubt es, dass aus der Integration dieser beiden Modi eine psychische Realität entstehen kann (ca. mit vier Jahren). In dieser psychischen Realität können Gefühle und Vorstellungen als innere, jedoch als bezogen auf die äußere Realität, erkannt werden (eine mentale Als–ob–Erfahrung durch das Spiel ‘nur so tun als ob’). Erst allmählich, durch die sichere und aufmerksame Nähe einer anderen Psyche, die die die Als-ob-Perspektiven und die realen Perspektiven des Kindes zusammenhalten kann, ebnet die Integration dieser beiden Modi den Weg für eine psychische Realität, in der Gefühle und Vorstellungen als innere Zustände erkannt werden, die jedoch an das, was sich in der äußeren Welt befindet, gebunden sind (Dunn 1996).
Anmerkungen

Fortgesetzt von vorangehnder Seite.

Sichter

[11.] Analyse:Aw/Fragment 022 06 - Diskussion
Bearbeitet: 25. December 2012, 20:47 Plagin Hood
Erstellt: 25. December 2012, 20:24 (Plagin Hood)
Aw, Fonagy 2004, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 22, Zeilen: 6-11
Quelle: Fonagy 2004
Seite(n): 20, Zeilen: 0
Obwohl der defensive Gebrauch des fremden Selbstanteils ursprünglich der Anpassung diente, ist es später höchst pathologisch. Denn er geht mit einer fortgesetzten Ablehnung der Mentalisierung einher, zumindest in Bindungsbeziehungen. Das psychische Selbst wird von einem quälenden Anderen im Selbst massiv beeinträchtigt. Die Person ist absolut abhängig von der körperlichen Gegenwart eines Anderen, in der der externalisierte Anteil untergebracht werden muss. Der defensiver Gebrauch des fremden Selbstanteils ist zutiefst pathogen, obwohl er ursprünglich der Anpassung diente. Nach unserer Ansicht kennzeichnet er die Entwicklung gravierender Persönlichkeitsprobleme, die mit drei wichtigen Veränderungen enhergeht: (a) mit einer fortgesetzten Ablehnung der Mentalisierung, zumindest in Bindungskontexten, (b) mit der massiven Beeinträchtigung des psychischen Selbst durch das Auftauchen eines quälenden Anderen im Selbst und (c) mit einer absoluten Abhängigkeit von der physischen Gegenwart des Anderen, in dem der externalisierte Anteil untergebracht werden muß.
Anmerkungen

Ein Quellenverweis unterbleibt. Durch das Fehlen des Zusatzes "Nach unserer Ansicht" (siehe Quelle) entsteht zudem der Eindruck einer generalisierten Gültigkeit der Aussagen. (Der Autor Fonagy wird zuvor erwähnt, allerdings für ein anders Werk und im Zusammenhang mit dem voranstehenden Text, welcher sich dort ähnlich wiederfindet.)

Sichter

[12.] Analyse:Aw/Fragment 022 23 - Diskussion
Bearbeitet: 15. April 2013, 17:56 Guckar
Erstellt: 14. December 2012, 20:18 (Plagin Hood)
Aw, Fragment, Jokschies 2005, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 22, Zeilen: 23-32
Quelle: Jokschies 2005
Seite(n): 151, Zeilen: 1-11
Anhand der Transkriptionen der AAIs erfasst die RF-Skala, ob der interviewten Person ein stabiles psychologisches Modell zur Beschreibung eigener und fremder Gefühle und Gedanken zur Verfügung steht, welches Konzept von inneren mentalen Zuständen sie hat und inwiefern es ihr möglich ist, bei der Beurteilung der inneren Zustände und des Verhaltens anderer vom eigenen Erleben zu abstrahieren (Daudert, 2002). Die Skala gibt auch Auskunft darüber, ob und in welchem Ausmaß eine Person sich und ihre Bezugspersonen als mentale Wesen mit differenzierten Gedanken, Gefühlen, Wünschen und Intentionen wahrnehmen kann. Im Manual (Daudert, 2002) sind die inhaltlichen Reflexivitätskriterien anhand von typischen Aussagen im AAI illustriert und in einer Skala von -1 bis 9 bewertet (in der Tabelle 1.1 siehe eine Zusammenfassung des Reflexivitätsgrades).

Daudert, E. (2002). Die Reflective Self Functioning Scale. In B. Strauß, A. Buchheim & H. Kächele (Hrsg.), Klinische Bindungsforschung (S. 54–67). Stuttgart: Schattauer GmbH.

Anhand der Transkriptionen des AAI erfasst das RF-Manual, ob der interviewten Person ein stabiles psychologisches Modell zur Beschreibung eigener und fremder Gefühle und Gedanken zur Verfügung steht und welches Konzept von inneren mentalen Zuständen sie hat und inwiefern es ihr möglich ist, bei der Beurteilung innerer Zustände und des Verhaltens anderer vom eigenen Erleben zu abstrahieren. Das RF-Manual gibt auch Auskunft darüber, ob und in welchem Ausmaß ein Mensch sich und seine Bezugspersonen als mentale Wesen mit differenzierten Gefühlen, Gedanken, Wünschen und Absichten wahrnehmen kann. Im Auswertungsmanual (siehe Anhang) sind die inhaltlichen Reflexivitätskriterien anhand von typischen Aussagen im AAI illustriert. Diese werden dann in einer Skala von -1 bis 9 bewertet.
Anmerkungen

Der Text findet sich ähnlich tatsächlich auch in der vom Verfasser angegebenen Quelle "(Daudert, 2002)", wenn auch nicht auf einer der im Literaturverzeichnis genannten Seiten (S. 54–67), sondern auf S. 88-89, vgl. Aw/Dublette/Fragment 022 23. Die Textnähe zu Jokschies (2005) ist jedoch deutlich höher.

Sichter

[13.] Analyse:Aw/Fragment 022 33 - Diskussion
Bearbeitet: 14. December 2012, 21:31 Plagin Hood
Erstellt: 14. December 2012, 20:57 (Plagin Hood)
Aw, BauernOpfer, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Strauß Bade 2002, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 22, Zeilen: 33-38
Quelle: Strauß Bade 2002
Seite(n): 60, Zeilen: 0
Die einzelnen Abschnitte der Interviews werden anhand des Manuals geratet, am Ende wird aus den Einzelscores ein Gesamtscore ermittelt. In den Interviews, deren RF-Werte in den Scores 0 bis 3 liegen, werden weder das Selbst noch die Anderen als intentional repräsentiert (Daudert, 2002). In der Gruppe mit einer mittleren reflexiven Funktion (Score 4 bis 6) gibt es zwar tendenziell gewisse psychologische Zuschreibungen, allerdings ohne Spezifität. In den Interviews mit Werten im oberen Drittel (Score 7 bis 9) finden sich zahlreiche [Beispiele für die Reflexion von Handlungen, unter dem Aspekt geistig–seelischer Befindlichkeit, Annahmen über die Auswirkungen psychischer Konflikte sowie das Wissen, dass das Bewusstsein nicht alle Aspekte mentaler Aktivitäten steuern kann.]

Daudert, E. (2002). Die Reflective Self Functioning Scale. In B. Strauß, A. Buchheim & H. Kächele (Hrsg.), Klinische Bindungsforschung (S. 54–67). Stuttgart: Schattauer GmbH.

Aus den Einzelratings der entsprechenden Narrative wird aufgrund von im Manual explizierten Urteilsheuristiken der Gesamtscore ermittelt.

[...]

In den Interview, deren Werte im unteren Drittel (0-3) der Skala liegen, werden weder das Selbst noch die anderen intentional, d. h. von Wünschen und Überzeugungen motiviert, repräsentiert.

[...]


In der Gruppe mit einer mittleren reflexiven Funktion (4-6) gibt es zwar tendenziell gewisse psychologische Zuschreibungen, allerdings ohne Spezifität.

[...]


In den Interviews mit Werten im oberen Drittel (7.9) finden sich zahlreiche Beispiele für die Reflexion von Handlungen unter dem Aspekt geistig-seelicher Befindlichkeit und Annahmen über die Auswirkungen psychischer Konflikte sowie das Wissen, dass das Bewusstsein nicht alle Aspekte mentaler Aktivität steuern kann (vgl. Fonagy 1998)

Anmerkungen

Die Quelle wird zwar genannt, die weitgehend wörtlichen Übernahmen sind aber nicht in ihrem Umfang kenntlich gemacht.

Fortsetzung auf der Folgeseite, siehe Aw/Fragment 023 01.

Sichter

[14.] Analyse:Aw/Fragment 023 01 - Diskussion
Bearbeitet: 14. December 2012, 21:31 Plagin Hood
Erstellt: 14. December 2012, 21:30 (Plagin Hood)
Aw, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Strauß Bade 2002, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 23, Zeilen: 1-3
Quelle: Strauß Bade 2002
Seite(n): 59, 60, Zeilen: 0
[Tabelle 1.1]

[In den Interviews mit Werten im oberen Drittel (Score 7 bis 9) finden sich zahlreiche] Beispiele für die Reflexion von Handlungen, unter dem Aspekt geistig–seelischer Befindlichkeit, Annahmen über die Auswirkungen psychischer Konflikte sowie das Wissen, dass das Bewusstsein nicht alle Aspekte mentaler Aktivitäten steuern kann.

[Seite 59]

[Tabelle 2.2-1]

[Seite 60]

In den Interviews mit Werten im oberen Drittel (7.9) finden sich zahlreiche Beispiele für die Reflexion von Handlungen unter dem Aspekt geistig-seelicher Befindlichkeit und Annahmen über die Auswirkungen psychischer Konflikte sowie das Wissen, dass das Bewusstsein nicht alle Aspekte mentaler Aktivität steuern kann (vgl. Fonagy 1998)

Anmerkungen

Fortgesetzt von Aw/Fragment 022 33. Auch der Tabelleninhalt findet sich in der Quelle.

(Eventuell auch als "Bauernopfer" zu werten, die Quellenangabe erfolgt auf der Seite zuvor.)

Sichter

[15.] Analyse:Aw/Fragment 025 01 - Diskussion
Bearbeitet: 14. December 2012, 22:27 Graf Isolan
Erstellt: 14. December 2012, 22:19 (Graf Isolan)
Aw, Fragment, Ruppel 2003, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 25, Zeilen: 1-9
Quelle: Ruppel 2003
Seite(n): 20, Zeilen: 1, 4-8, 10-14, 18, 24-26
[So hatten] Patienten ohne traumatische Erfahrung vor dem zwölften Lebensjahr signifikant höhere metakognitive Fähigkeiten als Patienten mit entsprechenden traumatischen Erfahrungen.

Fonagy und seine Mitarbeiter gehen davon aus, dass eine Bindung an Bezugspersonen oder Institutionen das Risiko verringern, straffällig zu werden und dass soziale Anpassungsprozesse durch Missbrauchserfahrung in der Kindheit stark beeinträchtigt werden (Fonagy, Moran & Target, 1998). Daher untersuchte er die Verarbeitung aggressiver Affekte im Zusammenhang mit Gewaltbereitschaft bei Jugendlichen (Daudert, 2002). Die Stichprobe bestand aus 22 Häftlingen und einer Kontrollgruppe aus stationär behandelten, psychiatrischen Patienten.


Daudert, E. (2002). Die Reflective Self Functioning Scale. In B. Strauß, A. Buchheim & H. Kächele (Hrsg.), Klinische Bindungsforschung (S. 54–67). Stuttgart: Schattauer GmbH.

Fonagy, P., Moran, G. & Target, M. (1998). Aggression und das psychische Selbst. Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie, 47 , 125–143.

Die Daten aus einer Kieler Stichprobe (Daudert 2001) bestätigen diese Ergebnisse. [...] Ferner konnte ein schädigender Einfluss von Kindheitstraumata auf das Reflexionsvermögen nachgewiesen werden. So hatten vor dem zwölften Lebensjahr traumatisierte Patienten mit einem mittleren Wert von RF = 3,46 (sd = 1,91) signifikant geringere metakognitive Fähigkeiten als Patienten ohne die entsprechenden Trauma-Erfahrungen (RF = 4,71, sd = 2,43).

[...]

Schließlich widmete sich Fonagy der Untersuchung der Verarbeitung aggressiver Affekte in Zusammenhang mit Gewaltbereitschaft bei Jugendlichen. Aufgrund seiner bisherigen Ergebnisse ging es davon aus, dass Bindungen an Personen oder soziale Institutionen das Risiko straffällig zu werden, entscheidend verringern und dass soziale Anpassungsprozesse durch Misshandlungen in der Kindheit stark beeinträchtig werden können. [...]

Untersucht wurden 22 Häftlinge, [...] Die Kontrollgruppen waren zum einen stationär behandelte psychiatrische Patienten und zum anderen eine allgemeinbehandelte ambulante Patientengruppe.


Daudert, E.: Die Self Reflective Functioning Scale. In: Strauss B., Buchheim A., Kächele H. (Hrsg.): Klinische Bindungsforschung. Theorien – Methoden – Ergebnisse. Stuttgart. Schattauer. 2002

Anmerkungen

Trotz inhaltlich völliger Übereinstimmung und einer Reihe identischer Formulierungen erfolgt kein Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan)

[16.] Analyse:Aw/Fragment 030 11 - Diskussion
Bearbeitet: 29. December 2012, 00:56 Plagin Hood
Erstellt: 29. December 2012, 00:38 (Plagin Hood)
Aw, Dorber 2007, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 30, Zeilen: 11-38
Quelle: Dorber 2007
Seite(n): 18, 19, 20, Zeilen: 0
Bucci (Bucci, 2005) unterteilt in Anlehnung an Wallerstein in ihrer Überblicksarbeit die Prozessforschung in vier Generationen. Der ersten Generation war es ein Anliegen, anhand von transkribierten Einzelfällen objektive Erhebungsmethoden zu entwickeln, um Psychotherapieprozesse zu beleuchten. Das Interesse galt der allgemeinen psychischen Verfassung des Patienten, seiner Beziehungsmuster und unbewussten Erwartungen, der Interpretation seiner Wahrnehmungen und der psychischen Struktur des Patienten. So wurden beispielsweise Methoden entwickelt, die sich auf spezielle Themen bezogen, und diese operationalisiert zu erfassen versuchten. Auch neue Wege wurden gesucht, um die therapeutischen Interaktionsmuster näher zu beschreiben. So entwickelte Jones das Psychotherapie Prozess Q-Sort Verfahren (Jones, 2000) (siehe auch Abschnitt 1.5.4). Die zweite Generation zeichnet sich durch eine konsequente Kombination verschiedener, bereits validierter und als reliabel deklarierter Erhebungsmethoden der Vorgängergeneration aus (Bucci, 2005). Auch über die Zusammenhänge zwischen Verlauf und Ergebnis wurden erste Studien durchgeführt und die Konstruktvalidität der Methoden überprüft. Diese Forschergeneration konnte die Einflüsse bewusster und unbewusster mentaler Prozesse auf die Gestaltung und den Verlauf der therapeutischen Interaktionen untersuchen, da ein operationalisierter Übertragungsbegriff bereits zur Verfügung stand. Auch hier hat sich als schwierig erwiesen, die Ergebnisse in einem einheitlich strukturierten Schema darzustellen. Durch die Schlussfolgerungen aus den inneren Arbeitsmodellen des Patienten, welche mit Hilfe unterschiedlicher Methoden aus der narrativen Repräsentanz von unbewussten Erfahrungen, Erwartungen und Beziehungsmustern herausgefiltert wurden, konnte man auch strukturelle Veränderungen im Verlauf der Therapie fassbar machen. Die dritte Forschungsgeneration rückt zunehmend die Persönlichkeit des Analytikers mit seiner subjektiven Erfahrungswelt ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Auch die Integration von Forschung und klinischer Arbeit wird erneut versucht, wie es Freud bereits praktiziert hat. Durch Heranziehen des Analytikers als teilnehmenden Forscher wird das Spektrum der Faktoren erweitert, die Veränderungen hervorrufen und etablieren. So wird im Rahmen der ‘Münchener bindungs- und traumorientierten Psychoanalysestudie’ (Mertens, [2004a) die Perspektive des Patienten, des Analytikers und des Forscherteams unter mehreren Aspekten betrachtet.] [Seite 18]

In ihrer Überblicksarbeit zur Prozeßforschung zitiert Bucci (2005, S. 321ff.) unter anderem Wallerstein und seine Unterteilung der Prozeßforschung in vier Generationen. Unter Verwendung von zumeist transkribiertem Stundenmaterial war es das Anliegen der ersten Generation, anhand von Einzelfällen geeignete, d.h. objektive Erhebungsmethoden zur Beleuchtung des Psychotherapieprozesses zu entwickeln. Der Fokus auf bestimmte Aspekte innerhalb des therapeutischen Geschehens war dabei für die Validierung und Reliabilität dieser Erhebungsmethoden unerläßlich. Das Interesse galt hier weniger dem Verhalten bzw. den Symptomen der Patienten als vielmehr ihrer allgemeinen psychischen Verfassung, ihren Beziehungsmustern, ihren (unbewußten) Erwartungen und der Interpretation ihrer Wahrnehmungen – kurz ihrer psychischen Struktur. Um diese einschätzen und damit eine geeignete Therapieform für den Patienten finden zu können, wurden zum einen Methoden entwickelt, die sich auf spezielle (problematische) Themen bezogen und diese operationalisiert zu erfassen suchten (z.B. das „Zentrale Beziehungskonflikt-Thema – ZBKT“ von Luborsky 1977 oder die Methode der Plananalyse von Weiss et al. 1986), zum anderen wurde nach neuen Wegen und Möglichkeiten gesucht, um die therapeutische Dyade mit ihren Interaktionsmustern näher zu beleuchten (z.B. das „Psychotherapie- Prozeß Q-Sort“ von Jones 2000).

[...]

[Seite 19]

Die zweite Generation der Prozeßforschung zeichnete sich nach Bucci (2005) durch eine konsequente Kombination verschiedener, auf ihre Validität und Reliabilität hin bereits genügend geprüfter Erhebungsmethoden der ersten Generation aus. In Ansätzen wurden hier auch erste Untersuchungen über die Zusammenhänge zwischen Prozeß und Outcome durchgeführt. In mehreren großen Studien wurde die Konstruktvalidität dieser Methoden untersucht.

[...]

Da die Methoden der ersten Generation eine weitgehende Operationalisierung des Übertragungsbegriffs ermöglicht hatten, konnten nun die Einflüsse bewußter und unbewußter mentaler (Übertragungs-)Prozesse auf Gestaltung und Verlauf der therapeutischen Interaktionen untersucht werden.

[...]

Wie auch in der vorliegenden Arbeit bestand die Schwierigkeit vor allem darin, die Ergebnisse der heterogenen Herangehensweisen mit ihren unterschiedlichen Foki in Bezug auf das zu untersuchende Stundenmaterial und der daraus resultierenden Fülle an Informationen miteinander zu vergleichen und in einem einheitlich strukturierten Schema darzustellen. Eine systematische Kreuzvalidierung war also zunächst nicht möglich. Die Lösung dieses Problems erschloß sich aus dem Rating von vorwiegend jenen Therapiesequenzen, die Berichte über Interaktionen mit anderen Menschen zum Inhalt hatten. Im analytischen Verständnis beinhalten solche Narrative Repräsentanzen von unbewußten Erfahrungen bzw. Erwartungen und Beziehungsmustern, die so mit Hilfe unterschiedlicher Methoden herausgefiltert, analysiert und aus denen Schlußfolgerungen über die inneren Arbeitsmodelle des Patienten hergeleitet werden können. Auf diese Weise wurden auch strukturelle Veränderungen im Verlauf einer Therapie faß- und meßbar. In aktuellen Studiendesigns der dritten Forschungsgeneration rückt nach Bucci (2005) nun zunehmend auch die Persönlichkeit des Psychoanalytikers mit seiner subjektiven

[Seite 20]

Erfahrungswelt ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Außerdem ist eine partielle Rückkehr zur Freudschen Junktimforderung zu beobachten, die Forschung und klinische Arbeit verstärkt zu integrieren versucht. Hatte die zweite Generation ihr Interesse noch ausschließlich auf „objektive“, d.h. meßbare Indikatoren des therapeutischen Geschehens gelenkt, so wird durch die Hinzuziehung der Analytiker als teilhabender Forscher das Spektrum derjenigen Faktoren, die Veränderungen hervorrufen und etablieren, um einen wesentlichen erweitert. Die „Münchner bindungs- und traumorientierte Psychoanalysestudie“ ist in ihrem Design im großen und ganzen an diesen elementaren Überlegungen ausgerichtet und hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Übergang in eine vierte Generation von Psychotherapieprozeßforschung zu bereiten und Erkenntnisse über das Wie von Veränderungen durch therapeutische Interventionen innerhalb der Beziehung zu erbringen.

Anmerkungen

Der Inhalt der Quelle ist stark komprimiert mit Umformulierungen wiedergegeben.

Fortsetzung auf der Folgeseite

Sichter

[17.] Analyse:Aw/Fragment 033 24 - Diskussion
Bearbeitet: 29. December 2012, 01:35 Plagin Hood
Erstellt: 29. December 2012, 01:35 (Plagin Hood)
Aw, Dorber 2007, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 33, Zeilen: 24-26
Quelle: Dorber 2007
Seite(n): 34, Zeilen: 19 ff.
Diese Art der Aufteilung der hundert Items zwingt den Rater zu einer genauen Abwägung und Analyse des therapeutischen Prozesses. Jones et al. (Jones, 2000) empfehlen die Itemkärtchen vorab in drei Stapel aufzuteilen: uncharakteristisch, neutral und charakteristisch. [Erst im Anschluss an diese Aufteilung sollte der Rater die exakte Beurteilung des Materials vornehmen.] Die festgelegte Anzahl von Items pro Kategorie zwingt den Rater zu einer genauen Abwägung und Analyse des therapeutischen Prozesses. Jones et al. (2000) haben deshalb empfohlen, die Itemkärtchen vorab nur grob auf drei Kategorien (uncharakteristisch, neutral und charakteristisch) aufzuteilen und erst anschließend das exakte Rating vorzunehmen.
Anmerkungen

Fortsetzung auf der Folgeseite

Sichter

[18.] Analyse:Aw/Fragment 041 03 - Diskussion
Bearbeitet: 25. December 2012, 23:19 Plagin Hood
Erstellt: 25. December 2012, 23:19 (Plagin Hood)
Albani et al 2000, Aw, BauernOpfer, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 41, Zeilen: 3-7
Quelle: Albani et al 2000
Seite(n): 0, Zeilen: 0
In der aktuellen Psychotherapieforschung stellt sich die Frage nach dem Zusammenhang zwischen Ereignissen in der Therapiestunde und den Veränderungen des Patienten. Es steht nicht nur die Frage nach therapeutischen Wirkfaktoren im Vordergrund, sondern die Forscher suchen vor allem auch nach der Art und der Auswirkung der Interaktion zwischen Patient und Therapeut (Albani et al., 2000). Eine der größten aktuellen Herausforderungen in der Psychotherapieforschung stellt die Frage nach dem Zusammenhang zwischen dem, was im psychotherapeutischen Prozess geschieht und den Veränderungen des Patienten dar. Damit ist nicht nur die Frage nach therapeutischen Wirkfaktoren, sondern vor allem auch nach dem Einfluss und der Art der Interaktion zwischen Patient und Therapeut und deren Wechselwirkung mit den Wirkfaktoren angesprochen.
Anmerkungen

Buchklappentext, siehe http://www.bod.de/index.php?id=296&objk_id=160682&allPress=1&allReviews=1&print=1&type=97

Sichter

[19.] Analyse:Aw/Fragment 049 27 - Diskussion
Bearbeitet: 3. February 2013, 00:00 WiseWoman
Erstellt: 2. February 2013, 23:58 (WiseWoman)
Aw, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Strauß Bade 2002, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
WiseWoman
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 49, Zeilen: 27-31
Quelle: Strauß Bade 2002
Seite(n): 57, Zeilen: 25-36
3.4.2 Auswertung der RF-Skala

Die Reflective Self Functioning Scale (Fonagy, Target & Steele, 1998) wurde mit der Intention konzipiert, individuelle Unterschiede der metakognitiven Kapazitäten Erwachsener zu operationalisieren. Die Ausgangsüberlegungen lassen sich wie folgt zusammenfassen: Erstens wird die Mentalisierung für die seelische Entwicklung als bedeutsam angesehen, weil [Verhalten dadurch vorhersehbar wird.]

[...] die sog. "Reflective Self Functioning Scale (Fonagy et al. 1998) - mit der Intention, individuelle Unterschiede der metakognitiven Kapazitäten bei Erwachsenen zu operationalisieren.

Ausgangsüberlegungen bei der Entwicklung der "Reflective Self Functioning Scale" (RF-Skala) waren folgende Annahmen:

  • Die Mentalisierung (bzw. RF) ist für die seelische Entwicklung bedeutsam, weil Verhalten dadurch vorhersehbar (und damit bedeutungsvoll) wird.
Anmerkungen

Leicht umformuliert

Sichter

[20.] Analyse:Aw/Fragment 050 01 - Diskussion
Bearbeitet: 3. February 2013, 00:01 WiseWoman
Erstellt: 23. December 2012, 22:38 (Plagin Hood)
Aw, BauernOpfer, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Strauß Bade 2002, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hood, WiseWoman
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 50, Zeilen: 1-32
Quelle: Strauß Bade 2002
Seite(n): 57-59, 88, 89, Zeilen: 0
Verhalten dadurch vorhersehbar wird. Zweitens spielt die Reflective Self Functioning der Eltern eine wesentliche Rolle für die Entstehung und Aufrechterhaltung von Bindungsicherheit, wie Untersuchungen belegen (Fonagy et al., 2000). Drittens erleichtert die Fähigkeit des Reflective Self Functioning die Unterscheidung zwischen inneren Repräsentanzen und äußerer Realität. Und viertens fördert die Reflective Self Functioning die Kommunikation und ermöglicht das Herstellen wichtiger Bezüge zwischen innerer und äußerer Welt. Die RF-Skala erfasst aus den transkribierten Narrativen der AAIs, ob der befragten Person ein stabiles, psychologisches Modell zur Beschreibung eigener und fremder Gefühle und Gedanken zur Verfügung steht, bzw. welche Konzeption von mentalen Vorgängen und Zuständen sie hat und wieweit sie in der Lage ist, bei der Beurteilung der inneren Prozesse oder des Verhaltens anderer von eigenem Erleben zu abstrahieren (Daudert, 2002). Folgende Beobachtungskategorien werden in der RF erhoben (Daudert, 2002):

_ Spezielle Erwähnung mentalen Befindens

_ Einfühlungsvermögen in die Charakteristika mentalen Befindens

_ Einfühlungsvermögen in die Komplexität, Unterschiedlichkeit und Vielfalt mentalen Befindens

_ Spezielle Bemühungen, beobachtbares Verhalten mit mentalen Zuständen zu verknüpfen

_ Anerkennung der Veränderungsmöglichkeit mentaler Zustände und damit implizit auch des entsprechenden Verhaltens

Die Antworten auf die Reflexivität explizit abfordernden ‘Demand Fragen’ sind die Basis der Auswertung (Fonagy, Target & Steele, 1998):

1. Warum verhielten sich ihre Eltern während ihrer Kindheit in dieser Art?

2. Denken Sie, dass ihre Kindheitserfahrungen einen Einfluss darauf gehabt haben, wie Sie heute sind?

3. Gibt es dadurch irgendwelche Einschränkungen?

4. Fühlten Sie sich als Kind jemals zurückgewiesen?

5. Wie fühlten Sie sich damals, und wie haben sich ihre Gefühle im Laufe der Zeit verändert?

6. Gab es irgendwelche Veränderungen in Ihrer Beziehung zu Ihren Eltern seit ihrer [sic!] Kindheit?

7. Jede Frage vom ‘Demand Typ’, die vom Interviewer hinzugefügt wird.

[Seite 57]

Ausgangsüberlegungen bei der Entwicklung der "Reflective Self Functioning Scale" (RF-Skala) waren folgende Annahmen: [...]

• Sie spielt eine wesentliche Rolle für die Entstehung und Aufrechterhaltung von Bindungsicherheit [...]

• Sie erleichtert die Unterscheidung zwischen inneren Repräsentanzen (bzw. Phantasien) und außerer Realität [...]

[Seite 58]

• Sie fördert die Kommunikation und ermöglicht das Herstellen bedeutungsvoller Bezüge zwischen innerer und äußerer Welt.


[Seite 88]

Anhand der transkribierten Berichte zum AAI erfasst die RSF-Skala, ob der befragten Person ein stabiles psychologisches Modell zur Beschreibung eigener und fremder Gedanken und Gefühle zur Verfügung steht bzw. welche Konzeption von mentalen Vorgängen und Zuständen sie hat und inwieweit sie in der Lage ist, bei der Beurteilung der inneren Prozesse oder des Verhaltens anderer vom eigenen Erleben zu abstrahieren (Reife des Einfühlungsvermögens bzw. Empathie). Sie gibt an, in welchem Ausmaß Personen fähig sind, sich und ihre Bezugspersonen als geistig-seelische („mentale“) Wesen vorzustellen mit mehr oder weniger differenzierten Gefühlen, Gedanken, Überzeugungen und Wünschen.

[...]

In einem sehr umfangreichen und elaborierten Auswertungsmanual (Fonagy et al. 1998) werden die inhaltlichen Reflexivitätskriterien anhand von typischen Aussageformen illustriert. Die Skalierung auf einer 9-stufigen Skala erfolgt aufgrund der Häufigkeiten von Be-

[Seite 89]

schreibungen zu den einzelnen, sich nicht ausschließenden Kategorien von Reflective-Functioning (s. Tab. 2.2-1, S. 59)

[Seite 58]

...

[Seite 59]

• Spezielle Bemühungen, beobachtbares Verhalten mit mentalen Zuständen zu verknüpfen

[...]

• Anerkennung der Veränderungsmöglichkeit mentaler Zustände und damit implizit auch des entsprechenden Verhaltens

[...]

Basis der Auswertungen sind die Antworten auf folgende "Demand-Fragen", die Reflexivität explizit abfordern.

• Warum verhielten sich Ihre Eltern während Ihrer Kindheit in der Art, wie sie es taten?

• Denken Sie, dass Ihre Kindheitserfahrungen einen Einfluss darauf gehabt haben, wie sie heute sind?

• Gibt es irgendwelche Einschränkungen? (als ein Beispiel für Einflüsse aus Kindheitserlebnissen)

• Fühlten Sie sich als Kind jemals zurückgewiesen?

• Wie fühlten Sie sich damals und wie haben sich Ihre Gefühle im Laufe der Zeit verändert?

[...]

• Gab es irgendwelche Veränderungen in Ihrer Beziehung zu Ihren Eltern seit Ihrer Kindheit?

• Jede Frage vom „Demand Typ“, die vom Interviewer hinzugefügt wird.

Anmerkungen

Auch wenn die Quelle angegeben ist, der Umfang der Übernahme wird nicht klargestellt.

Sichter

[21.] Analyse:Aw/Fragment 145 08 - Diskussion
Bearbeitet: 14. December 2012, 16:39 Klgn
Erstellt: 14. December 2012, 16:39 (Klgn)
Aw, Fragment, Hellwich 2008, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 145, Zeilen: 8-11
Quelle: Hellwich 2008
Seite(n): 29, Zeilen: 10-12
Das Konzept der therapeutischen Allianz stammt ursprünglich von Freud (Freud, 1912), der feststellte, dass die erste Aufgabe des Therapeuten im therapeutischen Prozess darin bestehe, ein gutes Verhältnis zu seinem Patienten zu etablieren. Das Konzept der therapeutischen Allianz stammt ursprünglich von Freud (1912), der feststellte, dass die erste Aufgabe des Therapeuten im therapeutischen Prozess sei, ein gutes Verhältnis zu seinem Patienten zu etablieren.
Anmerkungen

_

Sichter

[22.] Analyse:Aw/Fragment 153 03 - Diskussion
Bearbeitet: 25. December 2012, 23:42 Plagin Hood
Erstellt: 25. December 2012, 23:42 (Plagin Hood)
Aw, Dorber 2007, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 153, Zeilen: 3-16
Quelle: Dorber 2007
Seite(n): 98-99, Zeilen: 17-29, 1-7
In den letzten Jahrzehnten hat die analytische Psychotherapieforschung eine große Bandbreite an empirisch belegten, höchst relevanten Erkenntnissen über psychische Prozesse gewonnen. Gegenstand der Forschungsarbeiten von Jones, Fonagy, Kächele, um nur einige wenige Namen zu nennen, war und ist das Verstehen intersubjektiver Prozesse in psychoanalytischen Therapien anhand von unterschiedlichen Methoden und Ansätzen. Auch die Münchener bindungs- und traumorientierte Psychoanalysestudie von Prof. Mertens, deren Teil die vorliegende Arbeit auch ist, bemüht sich um die Erforschung analytischer Prozesse und nicht nur um die Validierung analytischer Behandlungstechniken. Trotz kleiner Stichprobe bringen die Beiträge aufgrund der qualitativ ausgewerteten großen Datenfülle wesentliche Erkenntnisse im Zusammenhang mit analytischen Psychotherapieprozessen. Die Kapazität der vorliegenden Arbeit war, wegen der Verwendung der arbeitsintensiven Methode des Psychotherapie-Prozess Q-Sort, auf sechs Patienten beschränkt. Ungeachtet dessen können die Ergebnisse einen wichtigen Beitrag zum Verständnis analytischer Prozesse leisten: [Seite 98]

Die analytische Psychotherapieforschung hat in den letzten 15-20 Jahren eine anregende Bandbreite an empirisch belegten und metapsychologisch relevanten Erkenntnissen über psychische Prozesse in Interaktionssituationen gewonnen. Gegenstand der Forschungsarbeiten von Fonagy, Stern, Jones, Kächele, Leuzinger-Bohleber, Sandell, um nur einige wenige Namen zu nennen, war und ist die geistige Werdung des Menschen. Mit unterschiedlichen Ansätzen und Methoden ging es in diesen Arbeiten letztendlich vor allem um das Verstehen intersubjektiver Prozesse im (psychoanalytischen) therapeutischen Setting. Auch die aktuelle Münchner Psychoanalyse-Studie von Mertens, in die die vorliegende Arbeit eingebettet ist, ist nicht nur um eine Validierung psychoanalytischer Behandlungstechniken und deren zugrundeliegender Metapsychologie bemüht, sondern sieht sich auch gegenüber der Prozeßforschung in der Pflicht. Auch wenn sich die einzelnen Beiträge aufgrund der großen Datenfülle, die die Auswertung mit qualitativen Methoden mit sich bringt, auf kleine Stichproben beschränken müssen, so sind sie,

[Seite 99]

dank der komplexen Qualität des gewonnenen Materials, dennoch in der Lage, wesentliche Entwicklungen im Prozeß analytischer Psychotherapien tendenziell zu erfassen. So war die Kapazität der vorliegenden Arbeit von vorneherein durch die Verwendung zweier so unterschiedlicher Methoden wie der Plananalyse und des „Psychotherapie- Prozeß Q-Sort“ auf die Untersuchung des Materials von nur vier Psychotherapien begrenzt. Ungeachtet dessen könnten die Ergebnisse einen wichtigen Beitrag zum Verständnis therapeutischer Prozesse leisten:

Anmerkungen

...

Sichter


Fragmente (Verdächtig / Keine Wertung)

2 Fragmente

[1.] Analyse:Aw/Fragment 045 02 - Diskussion
Bearbeitet: 29. December 2012, 02:39 Plagin Hood
Erstellt: 29. December 2012, 02:02 (Plagin Hood)
Aw, Dorber 2007, Fragment, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 24, Zeilen: 2-23
Quelle: Dorber 2007
Seite(n): 27, 28, Zeilen: 27: 3 ff.; 28: 3 ff.
3.1 Beschreibung Münchener bindungs- und traumorientierte Psychoanalysestudie

Die Münchener bindungs- und traumorientierte Psychoanalysestudie wurde als prozessund strukturorientierte Psychotherapieforschung von Prof. Mertens am Department für Psychologie an der Ludwig-Maximilians–Universität München in Zusammenarbeit mit der Akademie für Psychoanalyse und Psychotherapie München e.V. konzipiert. Die Bearbeitung der gesammelten Daten erfolgte unter der Mitarbeit zahlreicher Diplomanden und Doktoranden im Fach Klinische Psychologie. Im Rahmen dieser Studie wurde mit prospektivem und quasiexperimentellem Design das Material von zwanzig über vier bis fünf Messzeitpunkte hinweg audiografierten und transkribierten analytischen Psychotherapien untersucht. Es wurden die ersten fünf Erstgespräche und weitere fünf aufeinander folgende Stunden zu verschiedenen Zeitpunkten aufgenommen (um die achtzigste, hundertsechzigste, zweihundert vierzigste und um die dreihundertste Stunde). Diese Datenbasis kann als hinreichend gesättigt betrachtet werden, da Abstand und Anzahl zwischen den Messzeitpunkten und die Anzahl der eingesetzten Messinstrumente als groß betrachtet werden können. Zur Diagnostik wurden die Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik und unter anderem folgende Messinstrumente eingesetzt:

  • die ‘Heidelberger Umstrukturierungsskala (HUSS)’ von Rudolf, Grande und Oberbracht
  • das ‘Zentrale Beziehungskonfliktthema (ZBKT)’ von L. Luborsky
  • das ‘Adult Attachment Interview (AAI)’ von M. Main
[Seite 27]

3.1 Die Münchener bindungs- und traumorientierte Psychoanalysestudie

Im Rahmen prozeß- und strukturorientierter Psychotherapieforschung wurde die „Münchener bindungs- und traumorientierte Psychoanalysestudie“ von Mertens vom Department für Psychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München in Zusammenarbeit mit der Akademie für Psychoanalyse und Psychotherapie München e.V. konzipiert und unter Mitarbeit zahlreicher versierter Diplomanden und Doktoranden im Fach Klinische Psychologie bearbeitet.

Mit ihrem prospektiven und quasiexperimentellen Design untersucht die Studie das Material von zwanzig über mehrere Meßzeitpunkte hinweg audiografierten und anschließend transkribierten analytischen Psychotherapien. Ein weiterer katamnestischer Meßzeitpunkt zwei Jahre nach Therapieende ist geplant. Erfaßt wurden in der Regel die fünf Erstgespräche und anschließend im Abstand von ca. 75 bis 80 Therapiestunden jeweils weitere fünf Sitzungen bis zum Abschluß der analytischen Psychotherapien. Da Anzahl und Abstand zwischen den Meßzeitpunkten und die Vielfalt der eingesetzten qualitativen und quantitativen Meßinstrumente mit ihren unterschiedlichen Schwerpunkten relativ groß sind, konnte die Datenbasis als hinreichend gesättigt betrachtet und damit auf eine größere Stichprobe verzichtet werden.

[...]

[Seite 28]

Zur Erstdiagnostik wurde die „Operationalisierte Psychodynamische Diagnostik“ (OPD) als Schwerpunktverfahren eingesetzt. Weitere Meßinstrumente sind

  • die „Heidelberger Umstrukturierungsskala – HUSS“ von Rudolf, Grande & Oberbracht

[...]


  • das „Zentrale Beziehungskonflikt-Thema - ZBKT“ von L. Luborsky
  • das „Adult Attachment Interview – AAI“ von Mary Main
Anmerkungen

Fortsetzung auf der Folgeseite.

Sichter

[2.] Analyse:Aw/Fragment 046 01 - Diskussion
Bearbeitet: 29. December 2012, 02:36 Plagin Hood
Erstellt: 29. December 2012, 02:24 (Plagin Hood)
Aw, Dorber 2007, Fragment, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 46, Zeilen: 1-23
Quelle: Dorber 2007
Seite(n): 9. 27, 28, Zeilen: 0
...
  • das ‘Adult Attachment Projektive (AAP)’ von C. George
  • die ‘Selbstreflexionsskala (RF)’ von P. Fonagy
  • die ‘Strukturale Analyse Sozialen Verhaltens (SASB)’ von L.S. Benjamin.

Um die Erfassung unterschiedlicher Perspektiven (Patienten, Therapeut und Forscher) des psychotherapeutischen Prozesses zu ermöglichen, wurde eine Vielzahl von Methoden eingesetzt, wie die Methode der Plananalyse von J. Weiss oder das Psychotherapie Prozess Q-Sort-Verfahren von E. Jones. Die Therapeuten wurden in eine Bindungs- und Traumgruppe eingeteilt. Die Therapeuten der Bindungsgruppe wurden zum Thema Bindungsstatus der jeweiligen Patienten sehr ausführlich informiert und erhielten vorab umfangreiche Informationen zu Ergebnissen der aktuellen Bindungsforschung. In der Traumgruppe wurde der Initialtraum der jeweiligen Patienten von einem unabhängigen Rater strukturell eingeschätzt und von den behandelnden Therapeuten und einer Supervisionsgruppe eingehend diskutiert.

3.2 Beschreibung der Stichprobe

Für diese Arbeit wurden sechs Patienten aus dem Pool der Münchener bindungs- und traumorientierten Psychoanalysestudie entnommen. Die Auswahl wurde von der leitenden Assistentin des Forschungsprojekts, Dr. Susanne Hörz, vorgenommen und erfolgte zufällig.

3.3 Methodisches Vorgehen

Für die vorliegende Arbeit wurden sechs Patienten zufällig aus dem Datenpool der Münchener bindungs- und traumorientierten Psychoanalysestudie ausgewählt. Aus Datenschutzgründen wird im Weiteren das Geschlecht von Therapeuten und Patienten vereinheitlicht (männliche Form) und die Patientencodes durch eine Nummerierung ersetzt.

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  • das „Adult Attachment Projektive - AAP“ von Carol George
  • die „Selbstreflexionsskala –SRF“ von Peter Fonagy
  • das „Psychotherapie-Prozeß Q-Sort - PQS“ von Enrico E. Jones
  • die „Strukturale Analyse Sozialen Verhaltens – SASB“ von Lorna S. Benjamin.

Die Vielzahl der Methoden soll die Erfassung unterschiedlicher Perspektiven des psychotherapeutischen Prozesses ermöglichen.

[Seite 27]

Die Therapeuten der untersuchten Stichprobe wurden in eine sogenannte Bindungs- und eine Traumgruppe unterteilt. Die Psychoanalytiker der Bindungsgruppe erhielten vorab umfangreiche Informationen zur aktuellen Bindungsforschung und wurden speziell zum Thema Bindungsstatus geschult. In der Kontrollgruppe wurde der Initialtraum der jeweiligen Patienten off- und online, d.h. von einem unabhängigen Rater, der anhand des Traummaterials eine Einschätzung struktureller Dispositionen vornahm, von den behandelnden Therapeuten und einer Supervisionsgruppe diskutiert.

[Seite 28]

3.2.1 Verwendete Stichprobe

Für diese Arbeit konnten aufgrund der Datenfülle, die die Verwendung zweier Untersuchungsmethoden hervorbrachte, nur vier Patienten aus dem Pool der „Münchener bindungs- und traumorientierten Psychoanalysestudie“ entnommen werden. Die Auswahl erfolgte zufällig und wurde vom leitenden Assistenten des Forschungsprojektes vorgenommen.

[Seite 9]

Die in Kapitel 4 diskutierten Untersuchungsergebnisse wurden deswegen nochmals anonymisiert; dazu wurden u. a. das Geschlecht von Therapeuten und Patienten vereinheitlicht (männliche Fassung), die Patientencodes weggelassen und durch eine schlichte Numerierung (eins bis vier) ersetzt.

Anmerkungen

Fortgesetzt von vorheriger Seite.

Der Text beinhaltet Methodenbeschreibungen, die sich ggf. teils nur schwer ohne Überschneidungen mit der Quelle wiedergeben lassen. Teils erscheinen die Formulierungen auch eher trivial (geringe Schöpfungshöhe).

Sichter


Fragmente (Kein Plagiat)

Kein Fragment



Fragmente (Verwaist)

1 Fragment

[1.] Analyse:Aw/Fragment 014 27 - Diskussion
Bearbeitet: 14. December 2012, 01:15 Plagin Hood
Erstellt: 14. December 2012, 01:15 (Plagin Hood)
Aw, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Strauß Bade 2002, Unfertig, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 14, Zeilen: 27-29
Quelle: Strauß Bade 2002
Seite(n): 150, Zeilen: 0
Die Bindungstheorie beschäftigt sich, wie oben schon erwähnt, mit dem Einfluss von Beziehungserfahrungen auf die Anpassungsfähigkeit und somit auf die Entwicklung seelischer Gesundheit bzw. Krankheiten im Laufe des Lebens. Die Bindungstheorie beschäftigt sich mit dem Einfluss von Beziehungserfahrungen im Lebenslauf auf die Anpassungsfähigkeit und somit auf die Entwicklung seelischer Gesundheit bzw. Krankheit (Bowlby 1980; Grossmann u. Grossmann 1995; Spangler u. Zimmermann 1999a; 1999b).
Anmerkungen

Auch andere Quelle möglich (häufig verwendeter Text).

Sichter


Quellen

Quelle Autor Titel Verlag Jahr Lit.-V. FN
Aw/Dorber 2007 Katrin Dorber Psychoanalytische (Einzelfall)-Psychotherapieprozeßforschung mit den Methoden der Plananalyse und des "Psychotherapie-Prozeß Q-Sort" 2007 nein nein
Aw/Fonagy 2004 Peter Fonagy Affektregulierung, Mentalisierung und die Entwicklung des Selbst Klett-Cotta 2004 ja nein
Aw/Fonagy und Target 2006 Peter Fonagy, Mary Target Psychoanalyse und die Psychopathologie der Entwicklung Klett-Cotta 2006 ja nein
Aw/Hellwich 2008 Ann Katrin Hellwich Patient-Therapeut-Bindung bei Drogenabhängigen: Instrumentenvalidierung und Therapieevaluation 2008 nein nein
Aw/Jokschies 2005 Grit Jokschies Bindungsrepräsentationen und Metakognitive Fähigkeiten bei jugendlichen und heranwachsenden Gewalttätern 2005 nein nein
Aw/Lackinger 2008 Fritz Lackinger et al. Psychodynamische Psychotherapie bei Delinquenz : Praxis der übertragungsfokussierten Psychotherapie Schattauer 2008 nein nein
Aw/Ruppel 2003 Beate Ruppel Die Reflective Self Functioning Scale (Skala des Reflexiven Selbst) nach Peter Fonagy. Anwendung und Ergebnisse 2003 nein nein
Aw/Strauß Bade 2002 Klinische Bindungsforschung: Theorien - Methoden - Ergebnisse Schattauer 2002 ja


Übersicht

Typus Gesichtet ZuSichten Unfertig Σ
KP1001
VS1016127
ÜP0000
BO0707
KW0202
KeinP0000
Σ1125137

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Kategorie:Aw




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