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Analyse:Aw/Fragment 019 24

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hood
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 19, Zeilen: 24-40
Quelle: Jokschies 2005
Seite(n): 54,55, Zeilen: S. 54: 31; S. 55: 01-20, 24-31
Inkohärente Aussagen in AAIs von Müttern weisen auf schwach strukturierte Modelle von eigenen Bindungsbeziehungen dieser Mütter hin und sind Ursache unsicherer Bindungsmuster beim Kind. Mütter, die nicht in der Lage sind, über die unmittelbare Erfahrungsrealität hinaus zu denken und den Unterschied zwischen unmittelbarer Erfahrung und dem zugrunde liegenden Befinden zu begreifen, neigen eher zu inkonsistentem Verhalten gegenüber ihren eigenen Kindern. Durch das Manual zur reflexiven Kompetenz wurde diese Fähigkeit operationalisiert (Fonagy, Target, Steele & Steele, 2000). Die Fähigkeit der Bezugspersonen, über das konkret beobachtbare Verhalten einer Situation hinauszugehen und das dem Verhalten zugrunde liegende innere Geschehen beim Kind erfassen zu können, gilt als zentraler Faktor für die Bindungssicherheit des Kindes. Elterliche Feinfühligkeit, gepaart mit hohen metakognitiven Kompetenzen der Bindungsperson, ermöglichen klare Prognosen einer Bindungssicherheit beim Kind im entsprechenden Alter. Es ist nur im Kontext einer sicheren Bindungsbeziehung möglich zu erkennen, dass man selbst, und auch andere, durch innere mentale Befindlichkeiten motiviert ist. (Fonagy, 1998). Das psychische Selbst entwickelt sich durch die Wahrnehmung der eigenen Person im Geist eines anderen Menschen. Dies ist auch in psychoanalytischen Theorien, wie von Bion, Winnicott oder Kohut, so Fonagy (Fonagy, 2006), erst dann möglich, wenn die Mutter fähig [ist, das Kind als ein potentiell eigenständiges Wesen mit eigenen Wünschen, Vorstellungen und Gefühlen anzuerkennen, die mentale Verfassung des Kindes zu verstehen und einen Container zu bieten.] [Seite 54]

Inkohärente Aussagen in den Erwachsenen-

[Seite 55]

Bindungsinterviews von Müttern weisen demnach auf schwach strukturierte Modelle von eigenen Bindungsbeziehungen dieser Mütter hin und sind für Main die wichtigste Ursache unsicherer Bindungsmuster beim Kind. Main konnte zeigen, dass Mütter, die nicht in der Lage sind, über die unmittelbare Erfahrungsrealität (ihre eigene in Beziehung zu ihren Eltern oder die ihres eigenen Kindes) hinaus zu denken und den Unterschied zwischen unmittelbarer Erfahrung und dem zugrunde liegenden mentalen Befinden zu begreifen, eher zu inkonsistentem Verhalten gegenüber ihren eigenen Kindern neigen (Fonagy, 1998a). Operationalisiert wurden diese Kompetenzen durch das Manual zur Reflexiven Kompetenz (Fonagy & Target, 1998) in Anwendung auf das Erwachsenen-Bindungsinterview (AAI). Die Fähigkeit der Bezugspersonen, über das konkret beobachtbare Verhalten einer Situation hinauszugehen und das dem Verhalten zugrunde liegende innere Geschehen beim Kind erfassen zu können, ist als zentraler Faktor für die Bindungssicherheit des Kindes anzusehen. Hohe metakognitive Kompetenzen der Bindungspersonen, gepaart mit der bereits diskutierten elterlichen Feinfühligkeit ermöglichen klare Prognosen einer Bindungssicherheit beim Kind. Die Erkenntnis, dass man selbst und dass auch andere durch innere mentale Befindlichkeiten motiviert sind, ist eine Entwicklungsleistung, die nur im Kontext einer sicheren Bindungsbeziehung umfassend möglich wird.

[...]

Psychoanalytische Überlegungen zur Bedeutung metakognitiver Fähigkeiten der Mutter in Bindungsbeziehungen sind ähnlich gelagert: Sie betonen die Fähigkeit der Mutter, das Kind als ein potentiell eigenständiges Wesen mit eigenen Wünschen, Vorstellungen und Gefühlen anzuerkennen, die mentale Verfassung des Kindes zu verstehen und einen Container zu bieten (Bion, 1962; Fairbairn, 1952; Kohut, 1977; Winnicott, 1965). Demnach entwickelt sich das psychische Selbst, der Mensch mit Absichten, Zielen, Gedanken und Wünschen durch die Wahrnehmung der eigenen Person im Geist eines anderen Menschen.

Anmerkungen

Fortsetzung auf der Folgeseite, siehe Aw/Fragment 020 01.

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