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Analyse:Aw/Fragment 024 22

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 24, Zeilen: 22-42
Quelle: Ruppel 2003
Seite(n): 19, 20, Zeilen: S.19,1-10.14-23 und S.20,1.4-8
Die Arbeitsgruppe um Fonagy ging davon aus, dass Vorhandensein bzw. Fehlen von reflexiven Fähigkeiten eng verbunden ist mit der Entwicklung des Selbst und seinen Störungen. Also auch mit der Entwicklung von psychischen Störungen, vor allem von Persönlichkeitsstörungen. Anhand der Cassel Hospital Studie (Fonagy et al., 1996) konnten die Autoren nachweisen, dass schwer traumatisierte Personen nur dann eine Borderline–Persönlichkeitsstörung entwickeln, wenn zusätzlich auch die reflexive Funktion beeinträchtigt ist. Es wird durch die daraus folgende mangelnde Integrationsfähigkeit eine Disposition für Persönlichkeitsstörungen geschaffen. In dieser Studie wurden 85 nichtpsychotische stationäre Psychiatriepatienten untersucht und mit einer parallelisierten, nichtpsychiatrischen Kontrollgruppe verglichen. Patienten ohne eine Achse-II-Diagnose hatten signifikant höhere RF-Werte als die mit einer diagnostizierten Persönlichkeitsstörung. Dieses Ergebnis konnte insbesondere auf die niedrigen RF-Werte der Patienten mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung zurückgeführt werden. In einer Pfadanalyse wurden körperlicher bzw. sexueller Missbrauch, RF-Wert und Borderline–Diagnose in Zusammenhang gesetzt. Die Prävalenz der Borderline-Störung ohne Missbrauchserfahrung war gleich hoch für Patienten mit hohen und mit niedrigen RF-Werten. So wurde nur bei 17 % der Patienten mit einer Missbrauchserfahrung und hohem RF-Wert eine Borderline-Persönlichkeitsstörung diagnostiziert, demgegenüber aber bei 97 % mit niedrigem RF-Wert. Diese Ergebnisse konnten von Daudert (Daudert, 2002) in einer Kieler Studie mit stationären Gruppenpsychotherapiepatienten bestätigt werden. In dieser Studie konnte ferner ein schädigender Einfluss von Kindheitstraumata auf das Reflexionsvermögen nachgewiesen werden. So hatten [Patienten ohne traumatische Erfahrung vor dem zwölften Lebensjahr signifikant höhere metakognitive Fähigkeiten als Patienten mit entsprechenden traumatischen Erfahrungen.]

Daudert, E. (2002). Die Reflective Self Functioning Scale. In B. Strauß, A. Buchheim & H. Kächele (Hrsg.), Klinische Bindungsforschung (S. 54–67). Stuttgart: Schattauer GmbH.

Fonagy, P., Leigh, T., Steele, M., Steele, H., Kennedy, R. & Mattoon, G. (1996). The relation of attachment status, psychiatric classification and response to psychotherapy. Journal of Consulting and Clinical Psychology, 64, 22–31.

[Seite 19]

4.2 Die Cassel-Hospital-Studie (Fonagy et al. 1996):

Die Arbeitsgruppe um Fonagy ging davon aus, dass Vorhandensein bzw. Fehlen von reflexiven Fähigkeiten eng verbunden ist mit der Entwicklung des Selbst und seinen Störungen und somit auch der Entwicklung von psychischen Störungen, vor allem von (schweren) Persönlichkeitsstörungen. Anhand der Cassel-Hospital-Studie konnte sie nachweisen, dass schwer traumatisierte Personen nur dann eine Borderline-Störung entwickelten, wenn zusätzlich die Reflexive Funktion eingeschränkt ist. Durch die daraus resultierende mangelnde Integrationsfähigkeit wird eine Disposition für Persönlichkeitsstörungen geschaffen.

Untersucht wurden 85 nicht-psychotische stationäre Psychiatriepatienten, die verglichen wurden mit einer parallelisierten nicht-psychiatrischen Kontrollgruppe. [...] Patienten ohne eine Achse-II-Diagnose hatten signifikant höhere RF-Werte als die mit einer diagnostizierten Persönlichkeitsstörung (p ≤ 0,05). Dieses Ergebnis konnte insbesondere auf die niedrigen RF-Resultate der Patienten mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPD) zurückgeführt werden (p ≤ 0,001).

In einer pfadanalytischen statistischen Auswertung wurden die Zusammenhänge zwischen körperlichem bzw. sexuellem Missbrauch, RF-Werten und einer Borderline-Diagnose untersucht. In der Gruppe ohne Missbrauchserfahrung war die Prävalenz der Borderline-Störung gleich hoch für Patienten mit hohen und niedrigen RF-Werten (Median = 3 als Cut-off-Wert). So wurde nur bei 17 Prozent der Patienten mit einer Missbrauchserfahrung und hohen RF-Werten eine Borderline-Persönlichkeitsstörung diagnostiziert, demgegenüber aber bei 97 Prozent mit niedrigem RF-Wert. [...]

[Seite 20]

Die Daten aus einer Kieler Stichprobe (Daudert 2001) bestätigen diese Ergebnisse. [...] Ferner konnte ein schädigender Einfluss von Kindheitstraumata auf das Reflexionsvermögen nachgewiesen werden. So hatten vor dem zwölften Lebensjahr traumatisierte Patienten mit einem mittleren Wert von RF = 3,46 (sd = 1,91) signifikant geringere metakognitive Fähigkeiten als Patienten ohne die entsprechenden Trauma-Erfahrungen (RF = 4,71, sd = 2,43).


Daudert, E.: Die Self Reflective Functioning Scale. In: Strauss B., Buchheim A., Kächele H. (Hrsg.): Klinische Bindungsforschung. Theorien – Methoden – Ergebnisse. Stuttgart. Schattauer. 2002

Anmerkungen

Trotz inhaltlich völliger Übereinstimmung und einer Reihe identischer Formulierungen erfolgt kein Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan) Agrippina1

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