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Analyse:Bs/Fragment 040 01

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Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 40, Zeilen: 1-38
Quelle: Schlag et al 1986
Seite(n): 17, Zeilen: -
3.2.1 Sozio-ökonomische Situation und Gefahrenexposition

Daß eine häufigere Gefahrenexposition, unter sonst gleichen Bedingungen, mit einer höheren statistischen Unfallwahrscheinlichkeit einhergeht, erscheint plausibel. So konnten auch Schuman et al. (1967) sowie Harano etal.(1975) feststellen, daß verunfallte junge Fahrer mehr fuhren und insbesondere mehr zum Spaß und als Freizeitvergnügen unterwegs waren. Zugleich zeigte sich ein ungünstiges sozio-ökonomisches Cluster gehäuft bei verunglückten jungen männlichen Fahrern: niedrigere formale Schulbildung und geringere Zukunftsaussichten sowie weniger eigene "Zukunftsorientierung", häufiger Arbeiter ("working dass") und gleichzeitig häufiger im Besitz eines eigenen Autos (Schuman et al, 1967; Harrington, 1971).

Im Zusammenspiel mit einem solchen sozio-ökonomischen Hintergrund werden Gründe für die höhere Gefahrenexposition, abseits eines unter Umständen dadurch auch veränderten Fahrverhaltens, meist in der höheren Bedeutung der genannten Extra-Motive und in einem stärkeren Mangel an alternativen Möglichkeiten zur Befriedigung solcher Bedürfnisse und Ansprüche bei dieser Gruppe junger Fahrer gesehen.

3.2.2 Das Fahrzeug

Fahrzeugwahl und Umgang mit dem Fahrzeug scheinen in starkem Maße altersabhängig zu sein. Während bei der Fahrzeugwahl meist die (auch altersabhängige) sozio-ökonomische Situation ausschlaggebend sein wird, spielen beim Umgang mit dem Pkw die diesem zugesprochenen persönlichen Funktionen und Bedeutungen eine verstärkte Rolle.

Parallel zu den oben beschriebenen Extra-Motiven, die mit dem Fahren verknüpft werden, lassen sich "Extra-Funktionen" des Kraftfahrzeugs beschreiben, die unterschiedliche Fahrzeuge unterschiedlich gut erfüllen können. Gerade für jüngere Fahrer hat der Pkw einen erhöhten Statussymbolgehalt (z.B. Winkler, 1966; Höfner, 1974). Anerkennung wird häufig mittels des Kraftfahrzeugs gesucht: "Das Automobil macht ... den Jugendlichen erwachsen ... formulierte Mikorey bereits 1960, und auch heute noch wird Anerkennung und persönliches Wachstum häufig mittels des Kraftfahrzeugs gesucht.

Biographische Situation und Gefahrenexposition

Daß eine häufigere Gefahrenexposition, unter sonst gleichen Bedingungen, mit einer höheren statistischen Unfallwahrscheinlichkeit einhergeht, erscheint plausibel. Dementsprechend stellten SCHUMAN et al. (1967) sowie HARANO et al. (1975) fest, daß verunfallte junge Fahrer mehr fuhren.

Gleichzeitig ermittelten die Autoren, daß die betroffenen jungen Fahrer häufiger zum Spaß und Freizeitvergnügen unterwegs waren. Zugleich zeigte sich gehäuft ein ungünstiges sozio-ökonomisches Cluster bei verunglückten jungen männlichen Fahrern: niedrigere formale Schulbildung und geringere Zukunftsaussichten sowie weniger eigene »Zukunftsorientierung«, häufiger Arbeiter (»working dass«) und gleichzeitig häufiger im Besitz eines eigenen Autos (SCHUMAN et al., 1967; HARRINGTON, 1971).

Im Zusammenspiel mit derartigen sozio-ökonomischen Hintergründen werden für die höhere Gefahrenexposition meist die höhere Bedeutung der oben bereits beschriebenen Extra-Motive genannt sowie auf den stärkeren Mangel an alternativen Möglichkeiten zur Befriedigung derartiger Bedürfnisse und Ansprüche bei dieser Gruppe junger Fahrer verwiesen.

Das Fahrzeug

Fahrzeugwahl und Umgang mit dem Fahrzeug scheinen in starkem Maße altersabhängig zu sein. Während bei der Fahrzeugwahl meist die (auch altersabhängige) sozio-öko- nomische Situation ausschlaggebend ist, spielen beim Umgang mit dem Pkw die diesem zugesprochenen persönlichen Funktionen und Bedeutungen eine verstärkte Rolle.

Parallel zu den oben beschriebenen Extra-Motiven, die mit dem Fahren verknüpft werden, lassen sich »Extra-Funktio- nen« des Kraftfahrzeugs beschreiben, die unterschiedliche Fahrzeuge unterschiedlich gut erfüllen können. Gerade für jüngere Fahrer hat der Pkw einen erhöhten Statussymbolge- halt (z. B. WINKLER, 1966; HÖFNER, 1974). Anerkennung wird häufig mittels des Kraftfahrzeugs gesucht: »Das Automobil macht . . . den Jugendlichen erwachsen . . .« (MIKO- REY, 1960).

Anmerkungen

Weitgehend wörtliche Übernahme ohne Quellenverweis. Am Ende des Fragments gibt es einen Halbsatz, der sich nicht in der Quelle finden laesst, auch wurde geringfuegig umgeschrieben. Es fehlen Abfuehrungszeichen in der Habilitationsschrift. Zur Einordnung des hier dokumentierten Fragments ziehe man auch die unter Befunde zu findenden Beobachtungen heran.

Sichter
(Hindemith)

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