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VroniPlag Wiki

Analyse:Bs/Fragment 060 01

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Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 60, Zeilen: 1-36
Quelle: Schlag et al 1986
Seite(n): 22-23, Zeilen: -
[Eine solche] Bestimmung von Risiko als Unsicherheitsanteil bei der Einschätzung von Situationen oder bei Entscheidungen hebt sehr stark auf

kognitive Momente ab. Risiken bestehen dann in dem Moment, in dem der Ausgang eines Ereignisses oder einer Handlung nicht mehr deterministisch festliegt, indem vielmehr Unsicherheiten gegeben sind und mit Wahrscheinlichkeiten umzugehen ist. Hier knüpfen Erwartungs- x Wert-Modelle an (Atkinson, 1957; Vroom, 1964), die zunächst auf rationalem Niveau ein Abwägen postulieren zwischen Wert und Eintrittswahrscheinlichkeit vorteilhafter einerseits und nachteiliger Konsequenzen andererseits. Rowe (1977, 24) definiert dabei Risiko als das Potential für die Realisation unerwünschter, negativer Konsequenzen eines Ereignisses. Eine solche persönliche Gewinn- und Verlust-Rechnung ist konsequent jedoch erst dann möglich, wenn man es mit Entscheidungen zu tun hat, die (wie in vielen Spielen) zwar Risiken einschließen, bei denen jedoch die Wahrscheinlichkeiten aller Alternativen bekannt und gegeben sind. Im Straßenverkehr wird man es hingegen - entscheidungstheoretisch - eher mit Entscheidungen bei Ungewißheit zu tun haben, bei denen also die Eintrittwahrscheinlichkeiten unbekannt sind oder bei denen gar tatsächliche Eintrittswahrscheinlichkeiten subjektiv gezielt verändert oder verdrängt werden. Genau diese Tendenz ist jedoch anzunehmen: Kontrolle - und sei es nur vermeintliche - ist uns lieber als Unsicherheit. Bewußt macht man sich die Risiken selten, quantifiziert wird das Risiko vielleicht in einigen klassischen Spielen, im Geschäftsleben, in Versicherungs- oder manchen politischen Entscheidungen. Selbst wenn man sich das (statistische) Risiko jedoch klarmacht, hofft man selbst, auf der günstigen Seite zu stehen. So haben auch viele "Techniken" zum Umgang mit Risiken mehr religiösen Charakter: Talismane oder Amulette helfen beim Umgang mit Unsicherheiten. So ist das subjektive Risiko nicht allein determiniert durch das Ausmaß der tatsächlichen Gefahr und durch die Einschätzung der eigenen Fähigkeit, diese zu bewältigen, sondern in unterschiedlichem Maße noch durch viele andere Person- und Situationsvariablen.

Eine solche Bestimmung von Risiko als Unsicherheitsanteil bei der Einschätzung von Situationen oder bei Entscheidungen hebt sehr stark auf kognitive Momente ab. Risiken bestehen dann in dem Moment, in dem der Ausgang eines Ereignisses oder einer Handlung nicht mehr deterministisch festliegt, sondern Unsicherheiten gegeben sind und mit Wahrscheinlichkeiten umzugehen ist. Hier knüpfen Erwartung x Wert-Modelle an (ATKINSON, 1957; VROOM, 1964), die zunächst auf rationalem Niveau ein Abwägen postulieren zwischen Wert und Eintrittswahrscheinlichkeit vorteilhafter einerseits und nachteiliger Konsequenzen andererseits. ROWE (1977, 24) definiert dabei Risiko als das Potential für die Realisation unerwünschter, negativer Konsequenzen ei- [Seite 23] nes Ereignisses. Eine solche persönliche Gewinn- und Verlust-Rechnung ist konsequent jedoch erst dann möglich, wenn man es mit Entscheidungen zu tun hat, die (wie in vielen Spielen) zwar Risiken einschließen, bei denen jedoch die Wahrscheinlichkeiten aller Alternativen bekannt und gegeben sind. Im Straßenverkehr wird man es hingegen - entscheidungstheoretisch-eher mit Entscheidungen bei Ungewißheit zu tun haben, bei denen also die Eintrittswahrscheinlichkeiten unbekannt sind oder bei denen gar tatsächliche Eintrittswahrscheinlichkeiten subjektiv gezielt verändert oder verdrängt werden. Genau diese Tendenz ist jedoch anzunehmen: Kontrolle - und sei es nur vermeintliche - ist uns lieber als Unsicherheit. Bewußt macht man sich die Risiken selten, quantifiziert wird das Risiko vielleicht in einigen klassischen Spielen, im Geschäftsleben, in Versicherungs- oder manchen politischen Entscheidungen. Selbst wenn man sich das (statistische) Risiko jedoch klarmacht, hofft man selbst, auf der günstigen Seite zu stehen. So haben auch viele »Techniken« zum Umgang mit Risiken mehr religiösen Charakter: Talismane oder Amulette helfen beim Umgang mit Unsicherheiten. So ist das subjektive Risiko nicht allein determiniert durch das Ausmaß der tatsächlichen Gefahr und durch die Einschätzung der eigenen Fähigkeit, diese zu bewältigen, sondern in unterschiedlichem Maße noch durch viele andere Person- und Situationsvariablen.
Anmerkungen

Weitgehend wörtliche Übernahme ohne Quellenverweis. Zur Einordnung des hier dokumentierten Fragments ziehe man auch die unter Befunde zu findenden Beobachtungen heran.

Sichter
(Hindemith)

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