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Analyse:Cc/Fragment 062 01

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 62, Zeilen: 1-17
Quelle: Schwabe 1997
Seite(n): online, Zeilen: -
[Der Konflikt zwischen der ideologischen und der pragmatischen Denkrichtung endete am 23. März 1945 mit einem Kompro-]miss in Form der Besatzungsdirektive JSC 1067, welche militärische, besatzungstechnische sowie pragmatische Bedürfnisse berücksichtigte. Am 7. Mai 1945 erhielt der Chef der amerikanischen Besatzungsverwaltung im Obersten Alliierten Hauptquartier ein Schreiben von Robert Murphy, dem politischen Berater Eisenhowers, welches erstmals eine politisch-inhaltliche Orientierung der amerikanischen Besatzungsbehörden darstellte. „Es ist […] unsere neue Politik, zwischen aktiven und nominellen Mitgliedern der NSDAP zu unterscheiden und damit die vorliegende Entnazifizierungsdirektive abzumildern (‚liberalize’) […]. Dies ist immer noch […] ein im wesentlichen negatives Vorgehen. Es gibt bisher keine positive Anweisung […], wie demokratische Kräfte (in Deutschland) ermutigt werden können […]. Unser Ziel ist es aber, nicht nur juristisch, negativ den Nationalsozialismus zu zerstören, sondern positiv auch die Elemente zu bestärken, die im wahren Sinne demokratisch gesonnen sind oder sein können […].“190

190 Henke, Klaus-Dietmar: Die amerikanische Besatzung [sic] Deutschlands, a. a. O., S. 292. (Künftig zitiert: Henke: Amerikanische Besatzung, a. a. O., S.):

Der Konflikt zwischen den Ideologen und den Pragmatikern in Washington tobte ein halbes Jahr lang. Er endete am 23. März 1945 mit einem von Roosevelt gebilligten Kompromiss - die Grundlage der amerikanischen Besatzungsdirektive JSC 1067 -, der militärisch-besatzungtechnisch-pragmatische Bedürfnisse mitberücksichtigte.

[...] Unter ausdrücklicher Bezugnahme auf den eben erwähnten Washingtoner Kompromiss vom 23. März 1945 richtete Murphy am 7. Mai 1945 ein Schreiben an den Chef der amerikanischen Besatzungsverwaltung im Obersten Alliierten Hauptquartier, das man als ein Schlüsseldokument der frühen amerikanischen Besatzungspolitik in Deutschland bezeichnen muss, weil es zum ersten mal eine politisch-inhaltliche Orientierung für die amerikanischen Besatzungsbehörden vermittelte. Wir lesen dort:

Es ist...unsere neue Politik, zwischen aktiven und nominellen Mitgliedern der NSDAP zu unterscheiden und damit die vorliegende Entnazifizierungsdirektive abzumildern ["liberalize"]... Dies ist immer noch... ein im wesentlichen negatives Vorgehen. Es gibt bisher keine positive Anweisung, ...wie demokratische Kräfte [in Deutsch­land] ermutigt werden können... Unser Ziel ist es aber, nicht nur, negativ, den Nationalsozialismus zu zerstören, sondern, positiv, auch die Elemente zu bestärken, die im wahren Sinne demokratisch gesonnen sind oder sein können.

[...] [Anm. 16]


16. Murphy am 4.5.1945 [sic], NA; wiedergegeben bei Henke, S. 292 f.

Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 061 09.

Bemerkenswert erscheint dabei, dass bei Henke auf S. 292 (unten) zwar auf Murphys Bericht vom 7.5.1945 verwiesen wird, das Zitat sich dort jedoch nicht findet; ebensowenig findet es sich aber auch auf S. 293, auf der es um Murphys Ausführungen zur Rolle der beiden Kirchen geht. Und auch auf S. 294 findet sich der Wortlaut des Zitats nicht.

Dieser Umstand sowie der inhaltlich wie textstrukturell gleiche Vorspann, die gleiche Abgrenzung sowie die exakt gleichen Auslassungen nähren der Verdacht einer ungeprüften Übernahme auch dieses (Phantom?)Zitats, weshalb dessen Mitberücksichtigung bei der Zeilenzählung in diesem Fall gerechtfertigt erscheint.

Sichter
(Schumann)

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