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VroniPlag Wiki

Analyse:Cc/Fragment 266 14

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 266, Zeilen: 14-37
Quelle: Wielenga 2000
Seite(n): 23, 24, Zeilen: 23: 22 f.; 24: 1, 7 ff.
Hierbei wurde betont, dass man die Fehler von 1918 nicht wiederholen dürfe, sondern eine Aufnahme Deutschlands in die normalen Beziehungen der internationalen Gemeinschaft und nach einer Übergangszeit auch die Zuerkennung einer gleichberechtigten deutschen Stellung anstreben müsse. Man war sich bewusst, dass es innerhalb der niederländischen Bevölkerung eine antideutsche Stimmung geben werde, die jedoch nicht in Rachemaßnahmen gegen das deutsche Volk als Ganzes sowie in Vorstellungen einer Kollektivschuld münden dürfe. Dennoch war die Stimmung am Ende des Krieges und nach der Befreiung der Niederlande im Mai 1945 nach fünfjähriger Besatzung, Erniedrigung und Terror, ungefähr 250.000 Toten und einem geschätzten finanziellen Schaden von 25,75 Milliarden Gulden beinahe einstimmig „antideutsch“. Die Bestrafung Deutschlands und der Deutschen, große Schadensersatzforderungen, Annektierung deutscher Gebiete, Ausweisung aller Deutschen aus den Niederlanden und die Abschaffung des Deutschunterrichts waren die Forderungen der Niederländer und entsprachen dem allgemeinen Klima der ersten Nachkriegsjahre. Gleichzeitig war sich die niederländische Führung darüber im Klaren, dass eine schwere wirtschaftliche Bestrafung Deutschlands nicht im niederländischen Interesse lag und dass die Wiederherstellung der Handelsbeziehungen der Vorkriegszeit unver-[zichtbar für den niederländischen Wiederaufbau sei.779]

779 Vgl. hierzu: Schwarz, Siegfried: Wechselvolles deutsch-niederländisches Verhältnis, in: Deutschland Archiv. Zeitschrift für das vereinigte Deutschland, 4/2001, S. 906-907, hier: S. 906.

[Seite 23]

Gleichzeitig dürften die alliierten Sieger aber nicht denselben Fehler wie nach dem Ersten Weltkrieg machen, und dies bedeute: keine astronomisch hohen Reparationsverpflichtungen, keine umfänglichen territorialen Veränderungen, sondern Aufnahme Deutschlands in die normalen Beziehungen der internationalen Gemeinschaft und nach einer Übergangszeit auch wieder die Zuerkennung einer gleichberechtigten Stellung. [...] Nach dem Krieg, so der spätere Ministerpräsident, werde es sicher eine verständliche antideutsche Stimmung in der niederländischen Bevölkerung geben, aber Drees warnte vor Rachemaßnahmen gegen das deutsche Volk als Ganzes und wies die Vorstellung einer Kollek-

[Seite 24]

tivschuld zurück. [...]

Bei der Befreiung der Niederlande im Mai 1945 war die Bevölkerung für solch differenzierte Überlegungen nur begrenzt aufnahmefähig. Nach fünf Jahren Besatzung, Erniedrigung und Terror, ungefähr 250.000 Toten und einem geschätzten Schaden von 25,75 Milliarden Gulden waren die Niederlande 1945 beinahe einstimmig 'antideutsch'. Deutsche - das waren die Nazis und die 'Moffen', und nur langsam sollte Raum für einen anderen Blick über die Ostgrenze entstehen. Bestrafung Deutschlands und der Deutschen, große Schadenersatzforderungen, Annektierung deutscher Gebiete, Ausweisung aller Deutschen aus den Niederlanden und die Abschaffung des Deutschunterrichts: Solche Forderungen paßten besser in das Klima der ersten Nachkriegsjahre als Drees' vernünftige Warnungen vor einer harten Politik. Gleichzeitig waren sich aber viele darüber im klaren, daß eine schwere wirtschaftliche Bestrafung Deutschlands nicht im niederändischen Interesse lag und daß die Wiederherstellung der Handelsbeziehungen der Vorkriegszeit unverzichtbar für den niederländischen Wiederaufbau war.2


2. Vgl. die informativen Dokumentationsmappen des INSTITUTS CLIN-GENDAEL, Nederland en de Bondsrepubliek, Tl. 1 (Den Haag 1994) und Tl. 2 (Den Haag 1996).

Anmerkungen

Es wird aus Textfragmanten eine ganze Passage konstruiert.

[Quelle wird ganz oben genannt (allerdings mit Seitenangabe 34), insofern wohl eher BO.]

Sichter
(Bummelchen)

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