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Analyse:Cc/Fragment 271 01

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 271, Zeilen: 1-6, (10-13), 13-16, 18-25
Quelle: Wielenga 2000
Seite(n): 314, 315, 317, Zeilen: 314: 15-20; 315: 20-31; 317: 3-10
Das schloss Kritik an den Deutschen oder Spannungen im Umgang mit den Deutschen keineswegs aus. Wichtig jedoch war, dass es durch solche Kontakte zu religiös oder politisch Gleichgesinnten zu einer ersten Differenzierung der antideutschen Gefühle und zu mehr Verständnis für die niederländische Situation auf deutscher Seite kommen konnte. In Bezug auf die politischen Verbindungen muss jedoch erwähnt werden, dass die Ergebnisse der ersten Nachkriegswahlen nur wenig Einfluss auf das vorherrschende Bild von den Deutschen hatte. Man sah in den Ergebnissen höchstens ein gutes Omen und „Es beweist uns […], daß die unmittelbar nach dem Krieg unternommenen Versuche zur Umerziehung des deutschen Volkes nicht vergeblich gewesen sind“, wie eine niederländische Zeitung schrieb.791 Von einem wirklich tief in der niederländischen Gesellschaft verankerten Vertrauen in die deutsche Demokratie konnte jedoch zu diesem Zeitpunkt noch nicht die Rede sein. Zudem muss bei der Betrachtung der niederländisch-deutschen Beziehungen der Nachkriegszeit der regionale Gesichtspunkt beachtet werden. Während es in Städten wie Amsterdam, das eine hohe Zahl an deportierten Juden zu beklagen hatte, in intellektuellen und kunstsinnigen Kreisen noch lange Jahre ein starkes „anti-deutsches“ Gefühl gab, entspannte sich in Grenzregionen, in denen kulturelle, landschaftliche und sprachliche Unterschiede geringer waren und Kontakte in der Vergangenheit selbstverständlich gewesen waren, das Verhältnis schneller.

791 De Volkskrant zitiert nach Wielenga: Vom Feind zum Partner, a. a. O., S. 317.

[Seite 314]

Das schloß Kritik am oder Spannungen im Umgang mit den deutschen Gesprächspartnern keineswegs aus, aber wichtiger war, daß es durch solche Kontakte zwischen religiös und politisch Gleichgesinnten zu einer ersten Differenzierung der antideutschen Gefühle kommen konnte.

[Seite 317]

Die Volkskrant äußerte sich ähnlich, und der NRC meinte, daß das Ausland mit diesem Ergebnis „sehr zufrieden" sein könne: „Es beweist uns - und ist dies nicht sehr erfreulich? -, daß die unmittelbar nach dem Krieg unternommenen Versuche zur Umerziehung des deutschen Volkes nicht vergeblich gewesen sind."46

Von einem wirklich gewachsenen Vertrauen in die westdeutsche Demokratie konnte aber noch keine Rede sein.

[Seite 315]

Mühlenfeld verwies hier auf ein auch in späteren Jahren häufiger beobachtetes Phänomen: auf die Unterschiede zwischen Amsterdam und Rotterdam. Nicht zuletzt aufgrund der hohen Zahl der aus Amsterdam deportierten Juden gehörte es in den intellektuellen und kunstsinnigen Kreisen der Hauptstadt lange Jahre zum guten Ton, »antideutsch* zu sein. In der Hafenstadt Rotterdam, für die das Ruhrgebiet eine Art Lebensader war, ließ man sich dagegen schon kurz nach 1945 von einem nüchternen Handelsgeist leiten. Auch in der Grenzregion, in der kulturelle, landschaftliche und sprachliche Unterschiede geringer waren als anderswo und Kontakte in der Vergangenheit selbstverständlich gewesen waren, entspannte sich das Verhältnis schneller.


46. Geen avontuur, in: NRC, 7.9.1953; vgl. für de Volkskrant, Zegepraal voor Europa, 8.9.1953.

Anmerkungen

Die Quelle wird in Fn. 791 lediglich für ein wörtlich übernommenes Zitat genannt - jedoch stammt auch der Inhalt der Ausführungen davor und danach unausgewiesen daraus.

Das Zitat selbst sowie zwei freier formulierte Sätze gehen nicht in die Zeilenzählung mit ein.

Sichter
(Bummelchen) Schumann

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