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Analyse:Cc/Fragment 325 03

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 325, Zeilen: 3-13, 16-26, 29-31
Quelle: Gasten 1993
Seite(n): 136, 137, 138, Zeilen: 136: 4 ff., 13 ff., 18 ff., 34 f.; 137: 33 ff.; 138: 3 f., 22 ff., 29 ff.
Ebenso wie andere Universitäten hatte sich auch die Technische Hochschule in Aachen nicht dem Zugriff der Nationalsozialisten entziehen können. Auch sie wurde gleichgeschaltet und musste im Rahmen des „Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ im Semester 1933/34 den Verlust von zum Teil hochrangigen Wissenschaftlern hinnehmen, da diesen die Professuren und Lehraufträge entzogen wurden. Während die Reaktionen des Lehrkörpers gegenüber der nationalsozialistischen Vorgehensweise abwartend bis ablehnend waren, war die Studentenschaft größtenteils nationalsozialistisch gesinnt977 und bei den Entlassungen eine treibende Kraft. [...] Speziell in Aachen führten die rüstungswirtschaftlichen Ziele Adolf Hitlers nach 1933 zu einer Förderung einzelner Fachgebiete wie beispielsweise der Elektrotechnik und Energiewirtschaft, der Metallurgie, des Maschinenbaus und der Flugwissenschaften.978 In den anderen Bereichen durchlief die RWTH Aachen, mit einer Studentenzahl von 821 Studierenden im Wintersemester 1938/39,979 bis 1939 eine mit anderen Universitäten vergleichbare Entwicklung. Universitäre Freiräume waren mit der Reglementierung des gesamten Lebens unter dem Nationalsozialismus unvereinbar. [...] Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs im September 1939 und der freiwilligen Meldung vieler Dozenten und Studenten zum Kriegs-[dienst980 wurde die TH geschlossen und blieb dies bis zum Beginn des Westfeldzuges im Oktober 1940, so lange wie keine andere deutsche Hochschule.981]

977 Zur nationalsozialistischen Gesinnung der Aachener Studentenschaft; vgl. Klinkenberg, Martin (Hrsg.): Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen 1870-1970, Stuttgart 1971, S. 106f. (künftig zitiert: Klinkenberg: RWTH Aachen, a. a. O., S.).

978 Vgl. Rheinisch-Westfälische-Technische-Hochschule Aachen (Hrsg.): 100-Jahr-Feier der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen, 12.-17. Oktober 1970, Aachen 1970, S. 37.

979 Ricking, Klaus: Der Geist bewegt die Materie: 125 Jahre Geschichte der RWTH Aachen. Mens agitat molem, Aachen, Mainz 1995, S. 155 (Künftig zitiert: Ricking: Der Geist bewegt die Materie, a. a. O., S.).

[980 Studentinnenschaft der RWTH Aachen (Hrsg.): 125 Jahre RWTH aus studentischer Sicht, Aachen 1995, S. 24. (künftig zitiert: ASTA: 125 Jahre RWTH, a. a. O., S.).

981 Vgl. Ricking: Der Geist bewegt die Materie, a. a. O., S. 155.]

[Seite 136]

Gleichwohl konnte sich auch die TH nicht dem Zugriff der Nationalsozialisten entziehen; wie andere Universitäten wurde sie "gleichgeschaltet". [...]

Das "Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums" vom 7.April 1933 bot dem NS-Regime zunächst ausreichenden Spielraum, gegen jüdische und politisch mißliebige Professoren vorzugehen. [...]159 Die Aachener TH mußte 1933/34 einen Aderlaß von z.T. hochrangigen Wissenschaftlern hinnehmen, denen aufgrund der neuen gesetzlichen Bestimmungen ihre Professuren und Lehraufträge - z.T. ohne Anspruch auf Ruhegehaltszahlungen - entzogen wurden:

[...]

Treibende Kraft bei den Entlassungen war der nationalsozialistische ASTA der TH Aachen.

[Seite 137]

Die Reaktion des Lehrkörpers an der TH auf den Nationalsozialismus war 1933 - im Gegensatz zu der Studentenschaft - abwartend bzw. ablehnend.

[Seite 138]

Universitäre Freiräume waren mit der Reglementierung des gesamten Lebens unter dem Nationalsozialismus unvereinbar.

[...]

Die rüstungswirtschaftlichen Ziele Hitlers führten - zu Lasten der anderen Fächer - nach 1933 an der TH zur Förderung einzelner Fachgebiete: Elektrotechnik, Metallurgie, Maschinenbau, Flugwissenschaften, Energiewirtschaft. [...] Nachhaltige Auswirkungen auf den TH-Betrieb hatte der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges; die TH blieb von September 1939 bis Oktober 1940 geschlossen, so lange, wie keine andere Hochschule. Die Zahl der Studenten sank zum Wintersemester 1940/41 auf 255 gegenüber 821 im Studienjahr 1938/39.


159Hans Martin Klinkenberg (Hg.), a.a.O., S.106; Kurt Düwell, Die Rheingebiete in der nationalsozialistischen Judenpolitik vor 1942 (= Rheinisches Archiv, Bd.65). Bonn 1968, S.106ff.

Anmerkungen

Geraffte Übernahme mit Textumformulierungen und -stellungen sowie zahlreiche Quellenangaben - aber kein Hinweis auf die eigentliche Quelle.

Sichter
(Schumann)

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