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Analyse:Chs/Fragment 023 01

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 23, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Bertelmann 2007
Seite(n): 10, 11, Zeilen: 10: 11ff; 11: 1ff
Wegen der Gefahr der dauerhaften Visusminderung stellt diese Gruppe der Immunreaktionen die wichtigste Form der Abstoßung dar (Pleyer 1997 [101]). Auch kommt sie -insgesamt betrachtet- am häufigsten vor.

Die Differenzierung in der Literatur ist nicht einheitlich. Nach Severin (1986 [126]) lassen sich folgende Formen unterscheiden:

Fokale endotheliale Reaktion

Diese Reaktion weist die „klassische“ endotheliale „Khodadoustlinie“ auf (Khodadoust und Silverstein 1969 [66]). Auch bei dieser Reaktionsform sieht man den Beginn häufig am Transplantatrand, oft im Bereich angrenzender Vaskularisation oder anteriorer Synechien (Arentsen 1983 [6]). Die Migrationsfront, welche aus Lymphozyten und Makrophagen besteht, wandert innerhalb weniger Tage über das Spenderendothel. Morphologisch verändert zeigt sich das betroffene Endothel durch ein Ödem und durch einen Verlust der „Tight junctions“. Ein späterer Endothelzellverlust zeigt sich in einer völlig freigelegten Descemet-Membran bei deutlich verzögertem postinflammatorischem Heilungsverlauf (Khodadoust und Silverstein 1969 [66]). Im durchwanderten Bereich tritt durch das zerstörte Endothel ein Stromaödem auf. Zum Teil lässt sich in der Vorderkammer bereits als Vorbote der Reaktion oder begleitend eine zelluläre Infiltration beobachten (Musch et al. 1991 [92]).

Die „Khodadoustlinie“ ist eine Ansammlung von Immunkomplexen am Hornhautendothel und wird als pathognomonisch für eine fokale endotheliale Reaktion angesehen. Nicht selten treten jedoch begleitend diffuse Endothelpräzipitate auf.

Diese Kombination ist laut einiger Autoren häufiger anzutreffen. In der bisher umfangreichsten Nachbeobachtung von 869 Patienten konnte Arentsen insgesamt 77 fokale, endotheliale Reaktionen erfassen. Dabei konnte er bei mehr als der Hälfte der betroffenen Patienten (55 %) endotheliale Präzipitate ohne eine Migrationslinie nachweisen (Arentsen 1983 [6]). Andererseits können aber Präzipitate als Vorläufer einer Reaktion mit nachfolgender Khodadoustlinie zu werten sein (Pleyer et al. 1990 [105], Severin 1986 [126]).

Häufig tritt die fokale endotheliale Immunreaktion relativ früh, d.h. postoperativ innerhalb der ersten sechs Monate auf. Ein großer Transplantatdurchmesser und Neovaskularisation des Spendergewebes scheinen frühe Reaktionen zu begünstigen (Arentsen 1983 [6]).

Diffuse endotheliale Immunreaktion

Innerhalb der ersten zwei Jahre beobachtet man einen kontinuierlichen, sich allmählich verlangsamenden Endothelzellverlust des Transplantates (Pleyer 1997 [101]). Bei einem Ausgangsbefund von ca. 2500 Zellen/mm2 im Spendergewebe ist der Endothelzellverlust [innerhalb der ersten beiden Jahre etwa 15-mal gegenüber dem natürlichen Verlauf beschleunigt und verlangsamt sich später erheblich (Patel et al. 2005 [98]).]

Diese Gruppe der Immunreaktionen stellt die am häufigsten vorkommende und durch die Gefahr der dauerhaften Visusminderung wichtigste Form der Abstoßung dar. Sie treten mit vielfältigen klinischen Veränderungen in Erscheinung und werden in der Literatur nicht einheitlich differenziert. Nach Severin lassen sich folgende Formen unterscheiden (Severin 1986):

· Fokale endotheliale Reaktion

Diese Reaktion weist die „klassische“ endotheliale „Khodadoustlinie“ auf (Khodadoust 1969) (Abbildung 1). Auch diese Reaktionsform beginnt häufig am Transplantatrand – oft im Bereich angrenzender Vaskularisation oder anteriorer Synechien (Arentsen1983). Innerhalb weniger Tage wandert die Migrationsfront bestehend aus Lymphozyten und Makrophagen über das Spenderendothel. Das betroffene Endothel ist morphologisch durch Ödem und Verlust der „Tight junctions“ verändert. Die Descemtmembran wird völlig freigelegt, und der postinflammatorische Heilungsverlauf ist deutlich verzögert (Khodadoust 1969). Im durchwanderten Bereich tritt durch das zerstörte Endothel ein Stromaödem auf. In der Vorderkammer lässt sich z.T. bereits als Vorbote der Reaktion oder begleitend eine zelluläre Infiltration beobachten (Musch 1991).

Die endotheliale „Khodadoustlinie“ wird zwar als pathognomonisch für eine fokale endotheliale Reaktion angesehen, nicht selten treten jedoch begleitend diffuse Endothelpräzipitate auf.

[Seite 11]

Diese Kombination wurde von einigen Autoren häufiger als die isolierte Form beobachtet. In der bisher umfangreichsten Nachbeobachtung von 869 Patienten konnte Arentsen insgesamt 77 fokale, endotheliale Reaktionen erfassen – bei mehr als der Hälfte der betroffenen Patienten (55%) lagen endotheliale Präzipitate ohne eine Migrationslinie vor (Arentsen 1983). Andererseits können Präzipitate als Vorläufer einer Reaktion mit nachfolgender Khodadoustlinie beobachtet werden (Pleyer 1990, Severin 1986).

Die fokale endotheliale Immunreaktion tritt häufig relativ früh, d.h. postoperativ innerhalb der ersten 6 Monate auf. Frühe Reaktionen wurden insbesondere bei großem Transplantatdurchmesser und Neovaskularisation des Spendergewebes beobachtet (Arentsen 1983).

· Diffuse endotheliale Immunreaktion

Innerhalb der ersten 2 Jahre wird ein kontinuierlicher, sich allmählich verlangsamender Endothelzellverlust des Transplantates beobachtet. Bei einem Ausgangsbefund von ca. 2500 Zellen/mm2 im Spendergewebe ist der Endothelzellverlust innerhalb der ersten beiden Jahre etwa 15mal gegenüber dem natürlichen Verlauf beschleunigt und verlangsamt sich später erheblich (Patel 2005).

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith)

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