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Analyse:Chs/Fragment 027 01

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 27, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Bertelmann 2007
Seite(n): 18, 19, 48, Zeilen: 18: 7ff; 19: 1ff; 48: 2ff
[Auch kann es zu einer Erhöhung der Infektionsanfälligkeit und einer Erhöhung der Inzidenz von Neoplasien kommen. Deshalb ist der Einsatz dieser Substanzen für] ophthalmologische Ziele an der Inkaufnahme möglicherweise lebensbedrohlicher Nebenwirkungen zu messen. Wünschenswert wäre daher eine breitere lokale Anwendungsmöglichkeit immunmodulatorischer Substanzen.

Aufgrund der geringen Zahl von evidenzbasierten klinischen Studienergebnissen ist die eindeutige Überlegenheit einer Strategie nicht anzugeben und konkrete Handlungsrichtlinien können daher nur sehr begrenzt aus kontrollierten klinischen Studien abgeleitet werden. Epitheliale und subepitheliale Immunreaktionen, als für das Transplantatüberleben weniger bedrohliche Ereignisse, ziehen überwiegend die Behandlung mit topischen Steroiden nach sich. Da die Triggerung einer gefährlichen endothelialen Abstoßung in diesen Situationen nicht auszuschließen ist, ist die intensivierte topische Steroidtherapie in diesen Fällen gerechtfertigt (Allredge und Krachmer 1981 [2]). Der Nutzen dieser Therapie muss abgewogen werden gegen das Risiko einer „Überbehandlung“ von nicht immunologischen Oberflächenproblemen, die beispielsweise als wirbelförmige Epitheliopathie bei Benetzungsstörungen der Oberfläche und insbesondere während des Epithelzellaustausches Spender-Empfänger auftreten können. Die Oberflächenregeneration selbst erfährt durch die Steroidtherapie eher eine Behinderung. Eine intensivierte Therapie mit Tränenersatzmitteln muss in jedem Fall zusätzlich erfolgen.

Bedeutend für die Therapie der akuten endothelialen Immunreaktion sind vor allem die Studien von Hill und Mitarbeitern (Hill et al. 1991 [50], Hill und Ivey 1994 [49]). Diese Autoren empfehlen die Anwendung einer intravenösen Prednisolon-Pulstherapie (500 mg i.v.) zur Behandlung der akuten endothelialen Immunreaktion. Diese Vorgehensweise zeigte sich bei einsetzen der Therapie innerhalb der ersten acht Tage nach Beginn der Symptome der oralen Prednisolontherapie überlegen. Die wiederholte Anwendung der Pulstherapie hatte dabei keinen Vorteil gegenüber der einmaligen Gabe. Allerdings hatte in einer kontrollierten Studie von Hudde aus dem Jahre 1999 die Pulstherapie gegenüber der intensivierten topischen Therapie mit Dexamethason 0,1 %, ergänzt durch einmalige subkonjunktivale Betamethasoninjektion, keinen Vorteil (Hudde et al. 1999 [56]), so dass - wie schon angeführt - die Ergebnisse der kontrollierten Studien allein keine ausreichende Handlungsrichtlinie für die Praxis liefern können. Im Jahr 2002 wurde darüber hinaus die Option, Steroide auch intracameral zu applizieren, im Rahmen einer Pilotstudie an 28 Patienten untersucht. Dabei zeigte sich ein gutes Ansprechen auf diese Form der Therapie. Da es sich allerdings um eine unkontrollierte Studie handelte, sind die Ergebnisse noch als vorläufig zu werten (Reinhard und Sundmacher 2002 [115]).

Aufgrund der geringen Zahl von evidenzbasierten klinischen Studienergebnissen ist die eindeutige Überlegenheit einer Strategie nicht anzugeben und konkrete Handlungsrichtlinien können daher nur sehr begrenzt aus kontrollierten klinischen Studien abgeleitet werden.

Epitheliale und subepitheliale Immunreaktionen, als für das Transplantatüberleben weniger bedrohliche Ereignisse, werden überwiegend mit topischen Steroiden behandelt. Die intensivierte topische Steroidtherapie in diesen Fällen ist gerechtfertigt, da die Triggerung einer gefährlichen endothelialen Abstoßung in diesen Situationen nicht auszuschließen ist (Allredge 1981). Der Nutzen dieser Therapie muss abgewogen werden gegen das Risiko einer „Überbehandlung“ von nicht immunologischen Oberflächenproblemen, die beispielweise als wirbelförmige Epitheliopathie bei Benetzungsstörungen der Oberfläche und insbesondere während des Epithelzellaustausches Spender-Empfänger auftreten können. Die Oberflächenregeneration selbst wird durch die Steroidtherapie eher behindert. Eine intensivierte Therapie mit Tränenersatzmitteln muß in jedem Fall zusätzlich erfolgen. [...]

Von Bedeutung für die Therapie der akuten endothelialen Immunreaktion sind vor allem die Studien von Hill et al. aus den Jahren 1991 und 1994 (Hill 1991, Hill 1994). Von diesen Autoren wurde die Anwendung einer intravenösen Prednisolon-Pulstherapie (500mg i.v.) zur Behandlung der akuten endothelialen Immunreaktion empfohlen. Bei Einsetzen der Therapie innerhalb der ersten 8 Tagen nach Beginn der Symptome war diese Applikationsform der oralen Prednisolontherapie überlegen. Die wiederholte Anwendung der Pulstherapie hatte dabei keinen Vorteil gegenüber der einmaligen Gabe. In einer kontrollierten Studie von Hudde aus dem Jahre 1999 hatte die Pulstherapie allerdings gegenüber der intensivierten

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topischen Therapie mit Dexamethason 0,1 %, ergänzt durch einmalige subkonjunktivale Betamethasoninjektion, keinen Vorteil (Hudde 1999), so dass –wie schon angeführt- die Ergebnisse der kontrollierten Studien allein keine ausreichende Handlungsrichtlinie für die Praxis liefern können. Im Jahr 2002 wurde darüber hinaus die Option, Steroide auch intracameral zu applizieren, im Rahmen einer Pilotstudie an 28 Patienten untersucht. Das Ansprechen auf die Therapie zeigte sich in dieser Studie als günstig, da es sich allerdings um eine unkontrollierte Studie handelte, sind die Ergebnisse noch als vorläufig zu werten (Reinhard 2002).

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Dazu kommt die mögliche Erhöhung der Infektionsanfälligkeit und die nicht auszuschließende Erhöhung der Inzidenz von Neoplasien, so dass der Einsatz dieser Substanzen für ophthalmologische Ziele an der Inkaufnahme möglicherweise lebensbedrohlicher Nebenwirkungen zu messen ist. Wünschenswert wäre daher eine breitere lokale Anwendungsmöglichkeit immunmodulatorischer Substanzen.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith)

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