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Analyse:Ek/Fragment 033 24

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 33, Zeilen: 24-
Quelle: Diener 1909
Seite(n): 47, Zeilen: S. 47; S. 48
Als was ist nun eine derartige Requisition anzusehen? Wie wir schon an anderer Stelle darauf hingewiesen haben, ist in Uebereinstimmung mit dem überwiegenden Teil der modernen Publizisten die Requisition nicht als ein Beuterecht anzusehen. Einer gegenteiligen Anschauung würde schon der dem Geschädigten zustehende Anspruch auf Entschädigung widersprechen. Ebensowenig ist die Anschauung Bluntschlis,4) Morins, Rouard de Cards und Vidaris,5) zu billigen, die folgende Beweisführung antreten: „Der besetzende Staat tritt durch die Besitzergreifung an die Stelle der feindlichen, suspendierten Staatsgewalt. Infolgedessen ist das Besetzungsheer berechtigt, Requisitionen zu machen, wie es auch das eigene Heer dürfte“.

Abgesehen davon, daß die okkupierende Gewalt nicht an die Stelle der bisherigen Staatsgewalt tritt — sie ist Verwaltung, nicht Regierung6) — würde auch diese Ansicht zu Ergebnissen führen, die mit der herrschenden Anschauung nicht übereinstimmen. Schon die Schlüsse, die Rouard de Card aus seiner Behauptung zieht, daß der Besetzende nur die Lieferungen verlangen könne, die die gesetzmäßige Regierung nach Maßgabe ihrer eigenen Gesetze verlangen könne und daß ein Rückanspruch der einheimischen Bevölkerung [dann ausgeschlossen sei, wenn es sich um Leistungen handle, die die Bewohner ihrem eigenen Heer unentgeltlich zu machen pflegten, muß man als mit der herrschenden Meinung nicht übereinstimmend bezeichnen.]


4) Bluntschli: Beuterecht S. 71.

5) Siehe darüber bei Bonfils S. 639.

6) Siehe Geffcken a. a. O. S. 288, ähnlich Bonfils S. 639, auch Lueder a. a. O. S. 506 Anm. 3 tritt derartigen Begründungsversuchen entgegen.

S. 47

Als was ist nun eine derartige Requisition anzusehen?

Wir haben schon an anderer Stelle darauf hingewiesen,

S. 48

daß in Uebereinstimmung mit dem überwiegenden Teil der modernen Publizisten die Requisition nicht als ein Beuterecht anzusehen ist. Einer gegenteiligen Anschauung würde schon der dem Geschädigten zustehende Anspruch auf Entschädigung widersprechen. Ebensowenig ist die Anschauung Bluntschli's,1) Morin's, Rouard de Card's und Vidaris2) zu billigen, die folgende Beweisführung antreten: Der besetzende Staat tritt durch die Besitzergreifung an die Stelle der feindlichen suspendierten Staatsgewalt. Infolgedessen ist das Besetzungsheer Requisitionen zu machen berechtigt, wie es auch das eigene Heer dürfte.

Abgesehen davon, daß aber die okkupierende Gewalt nicht an die Stelle der bisherigen Staatsgewalt tritt, — sie ist Verwaltung, nicht Regierung3) — würde auch diese Ansicht zu Ergebnissen führen, die mit den herrschenden Anschauungen nicht übereinstimmen. Schon die Schlüsse, die Rouard de Card4) aus seiner Behauptung zieht, daß der Besetzende nur die Lieferungen verlangen könne, die die gesetzmäßige Regierung nach Maßgabe ihrer eigenen Gesetze verlangen könne und, daß ein Rückanspruch der einheimischen Bevölkerung dann ausgeschlossen sei, wenn es sich um Leistungen handele, die die Bewohner ihrem eigenen Heere unentgeltlich zu machen pflegten, muß man als mit den herrschenden Anschauungen nicht übereinstimmend bezeichnen.


1) Beuterecht, S. 71.

2) S. darüber bei Bonfils, a. a. O., S. 639.

3) Siehe Geffken, a. a. O., S. 288, Anm. 1; ähnlich Bonfils, a. a. O., S. 639; auch Lueder, a. a. O., S. 506, Anm. 3 tritt derartigen Begründungsversuchen entgegen.

4) S. bei Bonfils, a, a. O., S. 639.

Anmerkungen
Sichter

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