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Analyse:Fbo/Fragment 042 03

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 42, Zeilen: 3 ff.
Quelle: Jetten 2004
Seite(n): 2, 46 f., 53, Zeilen: 2: ff.; 46: 2 ff.; 47: ff.; 53: ff.
Ziel einer Spondylodese ist es, Wirbelsäuleninstabilitäten und damit verbundene Rückenschmerzen oder Beinschmerzen zu lindern oder zu beheben [15]. Hierbei ist eine Nachbehandlung ohne Korsett im Hinblick auf eine frühe und effektive Rehabilitation anzustreben [22]. Aufgrund der angewandten Methoden und der anatomischen Nähe zu den neuralen Strukturen, wie z.B. den Nervenwurzeln, ergeben sich die operationsbedingten Risiken.

In der Literatur werden zahlreiche Operationstechniken mit unterschiedlichen operative Zugängen, Instrumentationstechniken und Implantaten beschrieben [2, 3, 5, 7, 11, 13, 14, 20, 29, 40]. Es hat sich gezeigt, dass eine interkorporelle Fusion der lumbalen Wirbelsäule mit Metall- oder Carbon-Cages eine effektive Therapie bei Rückenschmerzen bedingt durch eine Spondylolisthesis darstellt [3, 17, 18, 22]. Eine Rekonstruktion der Höhe des intervertebral Raumes, des Profils und eine Dekompression nervaler Strukturen ist möglich. Eine höhere Fusionsrate wird bei einer interkorporellen Fusion mit zusätzlicher dorsaler Instrumentation (z.B. mit Pedikelschrauben oder Haken) erreicht [5].

Die ALIF (anterior lumbar interbody fusion) wurde erstmals 1933 von Burns zur Behandlung von Spondylolisthesen beschrieben [52]. Der operative Zugang erfolgt von ventral oder ventrolateral mit transperitonealem oder retroperitonealem Zugang zur Wirbelsäule. Dies ermöglicht eine direkte und damit vollständigere Ausräumung des Zwischenwirbelraumes. Zudem ist eine primär stabile Verblockung mittels Knochenspan möglich. Nachteil dieser Technik ist die Gefahr der Verletzung der A. iliaca communis, der V. iliaca sowie des präsakralen Venenplexus und die Entfernung des Ligamentums longitudinale anterior. Hinzu kommt die Gefahr der Ureterverletzung. Als spezifische Komplikation bei der ALIF ist die retrograde Ejakulation durch Verletzung des Plexus lumbosakralis zu berücksichtigen [55, 57].

Seltene Spätkomplikationen dieser Technik sind Bildungen von gastroparaspinalen Fisteln oder retroperitonealen Fibrosen und Bauchwandhernien [53].

Die anteriore, lumbale, interkorporelle Fusion bringt einige spezifische Komplikationen mit sich. Penta et al. [52] berichten von pulmonalen Embolien, oberflächlichen Wundinfektionen, Infektionen des Brustkorbes und der Harnwege und von Harnstauungen. Ein großes Problem stellt auch die retrograde Ejakulation infolge einer Verletzung des Plexus lumbosarkralis nach [ALIF dar [54, 55, 56, 58].]


2. Resnick DK, Choudhri TF, Dailey AT, Groff MW, Khoo L, Matz PG, Mummaneni P, Watters WC 3rd, Wang J, Walters BC, Hadley MN: Guidelines for the performance of fusion procedures for degenerative disease of the lumbar spine. Part 11: interbody techniques for lumbar fusion. J Neurosurg Spine. 2005 Jun;2(6):692-9.

3. Fei Q, Wang YP, Xu HG, Qiu GX, Weng XS, Lin J, Tian Y, Yu B, Xu R: Comparison of instrumented posterior fusion with instrumented circumferential lumbar fusion in the treatment of lumbar stenosis with low degree lumbar spondylolisthesis. Zhonghua Wai Ke Za Zhi. 2005 Apr 15;43(8):486-90.

5. Huang KF, Chen TY: Clinical results of a single central interbody fusion cage and transpedicle screws fixation for recurrent herniated lumbar disc and low-grade spondylolisthesis. Chang Gung Med J. 2003 Mar;26(3):170-7.

7. Pradhan BB, Nassar JA, Delamarter RB, Wang JC: Single-level lumbar spine fusion: a comparison of anterior and posterior approaches. J Spinal Disord Tech. 2002 Oct;15(5):355-61.

11. Perrin G, Goutelle A, Fischer G, Monib H: Lumbosciatica caused by spondylolisthesis. Results of the surgical treatment by facetolaminectomy and interbody arthrodesis by the posterior approach in a series of 66 cases. Neurochirurgie. 1984;30(6):387-93.

13. Sengupta DK: Point of view: Dynamic stabilization in addition to decompression for lumbar spinal stenosis with degenerative spondylolisthesis. Spine. 2006 Feb 15;31(4):450.

14. Schnake KJ, Schaeren S, Jeanneret B: Dynamic stabilization in addition to decompression for lumbar spinal stenosis with degenerative spondylolisthesis. Spine2006 Feb 15;31(4):442-9.

17. Vibert BT, Sliva CD, Herkowitz HN: Treatment of Instability and Spondylolisthesis: Surgical versus Nonsurgical Treatment. Clin Orthop Relat Res. 2006 Feb;443:222-7.

18. Atlas SJ, Delitto A: Spinal Stenosis: Surgical versus Nonsurgical Treatment. Clin Orthop Relat Res. 2006 Feb;443:198-207.

20. Sailhan F, Gollogly S, Roussouly P: The radiographic results and neurologic complications of instrumented reduction and fusion of high-grade spondylolisthesis without decompression of the neural elements: a retrospective review of 44 patients. Spine. 2006 Jan 15;31(2):161-9; discussion 170.

22. Raffo CS, Lauerman WC: Predicting morbidity and mortality of lumbar spine arthrodesis in patients in their ninth decade. Spine. 2006 Jan;31(1):99-103.

29. Abbott JH: Abnormal motion in spondylolytic spondylolisthesis. Spine. 2005 Nov 1;30(21):2474; author reply 2474-5.

40. Vialle R, Schmit P, Dauzac C, Wicart P, Glorion C, Guigui P: Radiological assessment of lumbosacral dystrophic changes in high-grade spondylolisthesis. Skeletal Radiol. 2005 Sep;34(9):528-35. Epub 2005 Jul 15.

52. Mayer HM: The ALIF concept. Eur Spine J 2000;9:35-43.

53. Zdeblick TA, David SM: A prospective comparison of surgical approach for anterior L4-L5 fusion: laparoscopic versus mini anterior lumbar interbody fusion. Spine 2000;25:2682-7.

54. Regan JJ, Aronoff RJ, Ohnmeiss DD, Sengupta DK: Laparoscopic approach to L4-L5 for interbody fusion using BAK cages: experience in the first 58 cases. Spine 1999;24;2171-4.

55. Christensen FB, Bunger CE: Retrograde ejaculation after retroperitoneal lower lumbar interbody fusion. Int Orthop 1997; 21:176-80.

56. Christensen FB, Karlsmose B, Hansen ES, Bunger CE: Radiological and functional outcome after anterior lumbar interbody spinal fusion. Eur Spine J 1996;5:293-8.

57. Flynn JC, Price CT: Sexual complications of anterior fusion of the lumbar spine. Spine 1984;9:489-92.

58. Molinari RW, Gerlinger T: Functional outcomes of instrumented posterior lumbar interbody fusion in active-duty US servicemen: a comparison with nonoperative management. Spine J. 2001 May-Jun;1(3):215-24.

Die ALIF wurde erstmals 1933 von Burns zur Behandlung von Spondylolisthesen beschrieben [7]. Später wurde sie auch zur Therapie von degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen angewandt. Der operative Zugang erfolgt von ventral oder ventrolateral. Dies ermöglicht eine direkte und damit vollständigere Ausräumung des ventral liegenden Bandscheibenfaches. Zudem ist eine primär stabile Verblockung auch ohne Implantate mittels solider Knochenspäne möglich


[Seite 46:]

Ziel einer Spondylodese ist es, Wirbelsäuleninstabilitäten oder Deformitäten und damit verbundene Rückenschmerzen oder Beinschmerzen zu beheben und die erreichte Korrektur dauerhaft zu sichern [13, 35]. Hierbei ist eine Nachbehandlung ohne Korsett im Hinblick auf eine frühe und effektive Rehabilitation anzustreben. Aufgrund der angewandten Techniken und der anatomischen Nähe des Rückenmarkes zum Operationsgebiet sind die Risiken der Spondylodese nicht unerheblich [34]. In der Literatur werden zahlreiche Operationstechniken mit unterschiedlichen operativen Zugängen, Instrumentationstechniken und Implantaten beschrieben [34]. Es hat sich gezeigt, dass eine interkorporelle Fusion der lumbalen Wirbelsäule mit Metall- oder Carbon-Cages eine effektive Therapie bei Rückenschmerzen darstellt [45, 49, 53, 69, 85]. Eine Rekonstruktion der Höhe des intervertebralen Raumes, des Profils und eine Dekompression nervaler Strukturen ist möglich [15]. Eine höhere Fusionsrate wird bei einer interkorporellen Fusion mit zusätzlicher dorsaler Instrumentation (z.B. mit Pedikelschrauben oder Haken) erreicht [24].

[Seite 47:]

Der operative Zugang der ALIF erfolgt von ventral mit transperitonealem oder retroperitonealem Zugang zur Wirbelsäule. Dies ermöglicht einen direkteren Zugang zum Bandscheibenfach sowie eine vollständigere Ausräumung des Selben als beim TLIF. Eine iatrogene Traumatisierung des Spinalkanals kann vermieden werden. Nachteil dieser Technik ist die Gefahr der Verletzung der großen Blutgefäße [2] und die Entfernung des Ligamentums longitudinale anterius. Hinzu kommt die Gefahr der Ureterverletzung [40]. Als spezifische Komplikation bei der ALIF ist die retrograde Ejakulation durch Verletzung des Plexus lumbosakralis zu berücksichtigen [11, 19, 78]. Auch postoperative arterielle Gefäßverschlüsse werden in der Literatur beschrieben [28, 46]. Seltene Spätkomplikationen dieser Technik sind Bildungen von gastroparaspinalen Fisteln oder retroperitonealen Fibrosen und Bauchwandhernien [9, 41].


[Seite 53:]

Die anteriore, lumbale, interkorporelle Fusion bringt einige spezifische Komplikationen mit sich. Penta et al. [68] berichten von pulmonalen Embolien, oberflächlichen Wundinfektionen, Infektionen des Brustkorbes und der Harnwege und von Harnstauungen. Ein großes Problem stellt auch die retrograde Ejakulation infolge einer Verletzung des Plexus lumbosarkralis nach ALIF dar [11, 19, 70, 89].


7. Burns BH. An operation for spondylolisthesis. Lancet 1933;1:1233

9. Elias WJ, Simmons NE, Kaptain GJ, Chadduck JB, Whitehill R: Complications of posterior lumbar interbody fusion when using a titanium threaded cage device. J Neurosurg. 2000 Jul;93(1 Suppl):45-52.

11. Christensen FB, Bunger CE. Retrograde ejaculation after retroperitoneal lower lumbar interbody fusion. Int Orthop 1997; 21:176-80

13. Cloward RB. Posterior lumbar interbody fusion updated. Clin Orthop 1985;193:16-9

15. Diedrich O, Kraft CN, Bertram R, Wagner U, Schmitt O. Dorsal lumbar interbody implantation of cages for stabilizing segmental spinal instabilities. Z Orthop Ihre Grenzgeb 2000;138:162-8

19. Flynn JC, Price CT. Sexual complications of anterior fusion of the lumbar spine. Spine 1984;9:489-92

24. Gibson JNA, Waddell G, Grant IC. Surgery of degenerative lumbar spondylosis. The Cochrane Libary 2003, Issue 2

28. Hackenberg L, Liljenqvist U, Halm H, Winkelmann W. Occlusion of the left common iliac artery and consecutive thromboembolism of the left popliteal artery following anterior lumbar interbody fusion. J Spinal Disord. 2001;14:365-8

34. Hanley EN JR., David SM. Lumbar Arthrodesis for the Treatment of Back Pain. J. Bone and Joint Surg. 1999;81-A, NO.5:717-30

35. Harms JG, Jeszensky D. Die posteriore, lumbale, interkorporelle Fusion in unilateraler transforaminaler Technik. Operative Orthopädie und Traumatologie 1998;10:90-102

45. Kozak JA, O`Brien JP. Simultaneous combined anterior and posterior fusion. An independent analysis of a treatment for the disabled low-back pain patient. Spine 1990;15:322-28

46. Kulkarni SS, Lowery GL, Ross RE, Sankar KR, Lykomitros V. Aterial complications following anterior lumbar interbody fusion: report of eight cases. Eur Spine J 2003;12:48-54

48. Kuslich SD, Ulstrom CL, Griffith SL, Ahern JW, Dowdle JD. The Bagby and Kuslich method of lumbar interbody fusion. History, techniques, and 2-year follow-up results of a United States prospective, multicenter trial. Spine 1998;23:1267-78

49. Lee CK, Vessa P, Lee JK. Chronik disabling low back pain syndrome caused by internal disc derangements. The results of disc excision and posterior lumbar interbody fusion. Spine 1995;20:356-61

70. Regan JJ, Aronoff RJ, Ohnmeiss DD, Sengupta DK. Laparoscopic approach to L4-L5 for interbody fusion using BAK cages: experience in the first 58 cases. Spine 1999;24;2171-4

78. Tiusanen H, Seitsalo S, Osterman K, Soini J. Retrograde ejaculation after anterior interbody fusion. Eur Spine J 1995;4:339-42

89. Zdeblick TA, David SM. A prospective comparison of surgical approach for anterior L4-L5 fusion: laparoscopic versus mini anterior lumbar interbody fusion. Spine 2000;25:2682-7

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02)

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