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Analyse:Fwp/Fragment 206 01

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 206, Zeilen: 1-19
Quelle: Fink 1968
Seite(n): 70, Zeilen: S. 70; S. 73
[»Es lag Krieg in der Luft, wir fühl-]ten, daß das Wunderbare in unserer Nähe war. Auf einmal ward Totenstille, und dann ertönt die schicksalsschwere Nachricht »Frankreich hat Deutschland den Krieg erklärt«. Es ist unmöglich, diesen Jubel, diese nicht endenwollenden Hurra-Rufe, all diese jungen Gesichter mit glühenden Wangen und leuchtenden Augen zu schildern; alte Männer und junge Burschen weinten vor Begeisterung. Wildfremde umarmten einander, und alte Freunde drückten sich schweigend die Hände 5

Mit den deutschen Siegen schwand die Hoffnung auf Genugtuung für den Verlust von 1864. Das neue von Bismarck geschaffene Kaiserreich war Europas stärkste Militärmacht geworden. Die Erwartung, durch Erfüllung des Artikel 5 des Prager Friedens Nordschleswig zurückzugewinnen, war ebenfalls nicht mehr so zuversichtlich. Der deutsche Schatten legte sich über Dänemark, und die Furcht wuchs, Bismarck würde seinen Siegeszug mit der Eroberung ganz Dänemarks fortsetzen. Die Angst vor Deutschland, ein fester Bestandteil der dänischen Außenpolitik seit 1864, wurde 1871 beträchtlich verstärkt. Vor diesem Hintergrund ist die dänische Neutralitätspolitik zu sehen, die einerseits durch das ungelöste Nordschleswig-Problem und zum anderen von der Angst vor dem übermächtigen deutschen Nachbarn bestimmt wurde.


[S. 249]

5 zitiert nach Troels Fink, a. a. O.

„Es lag Krieg in der Luft, wir fühlten, daß das Wunderbare in unserer

[S. 70]

Nähe war. Auf einmal ward Totenstille, und dann ertönte die schicksalsschwere Nachricht „Frankreich hat Preußen den Krieg erklärt“. Es ist unmöglich, diesen Jubel, diese nicht endenwollenden Hurra-Rufe, all diese jungen Gesichter mit glühenden Wangen und leuchtenden Augen zu schildern, alte Männer und junge Burschen weinten vor Begeisterung, Wildfremde umarmten einander, und alte Freunde drückten einander schweigend die Hände.“ [...] Mit den deutschen Siegen schwand die Hoffnung auf Genugtuung für den Verlust von 1864. Die Stimmung wurde gedrückt und düster. Das neue von Bismarck geschaffene Kaiserreich wurde Europas stärkste Militärmacht. Die Erwartung, durch Erfüllung des § 5 des Prager Friedens Nordschleswig zurückbekommen, war nicht mehr so zuversichtlich. Der deutsche Schatten legte sich über Dänemark, und die Angst, daß Bismarck seine Siegesbahn mit der Eroberung ganz Dänemarks fortsetzen würde, machte sich mancherorts geltend. Die Angst vor Deutschland ist ein fester Zug in der dänischen Außenpolitik seit 1864, und sie wurde beträchtlich verstärkt seit 1871. [...]

[S. 73]

Wenn man die dänische Neutralitätspolitik verstehen will, muß man sie teils auf dem Hintergrund des ungelösten Nordschleswig-Problems sehen, und teils als durch die Angst vor dem übermächtigen deutschen Nachbarn bestimmt.

Anmerkungen
Sichter

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