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Analyse:Fwp/Fragment 231 01

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Klgn
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 231, Zeilen: 1-26
Quelle: Gerhardt Hubatsch 1950‎
Seite(n): 370, Zeilen: S. 370: 14-; S. 371: 1-2
»Ihr habt bisher Haß gegen Deutschland genährt und gehofft, andere, Frankreich oder Rußland, würden euch das dänische Schleswig, welches Deutschland euch versagt, wieder verschaffen. Das geht nun nicht länger so; ihr müßt jetzt alle romantischen [sic] und slawischen Hinneigungen fallen lassen und euch unvorbehalten an den neuen Einheitsstaat anschließen, den Preußens gewaltige Macht geschaffen hat ... deshalb ist es das allerbeste, daß ihr Dänen eure Signale ändern müßt, und dann kann es geschehen, daß auch den Deutschen die Augen dafür aufgehen, daß ihr ein gewisses Recht an Schleswig habt und daß man zurückgibt, was euch zukommt 31

Wenn diese Erklärung auch einen Sturm der Entrüstung besonders in den dänischen Zeitungen erregte, so war sie doch ein Kennzeichen dafür, daß das deutsch-skandinavische Verhältnis auch auf eine andere Grundlage gestellt werden konnte. Neue Bindungen schienen sich von dieser Seite her anzuknüpfen.

Im politischen Bereich hingegen blieb das deutsch-skandinavische Verhältnis durch die mächtige Gestalt Bismarcks überschattet. Die skandinavischen Länder waren in sein europäisches Friedens-Sicherungssystem fest eingespannt. Der Wechsel der deutschen Monarchen im Drei-Kaiser-Jahr (1888) hat an der einmal eingeschlagenen Linie der Reichspolitik, die Schweden gegenüber ein freundschaftliches Verhältnis anstrebte, jedoch Dänemarks Revisionsforderungen zurückwies, keine Änderung vollzogen. Erst Bismarcks Sturz (1890) und der auf die See gerichtete Kurs des jungen Kaisers Wilhelm II. stellte die Frage nach den Beziehungen Deutschlands zu den skandinavischen Ländern im Zeichen des weltumspannenden Imperialismus.


[S. 252]

31 Vgl.: Meldung des deutschen Gesandten in Kopenhagen v. Heydebrand und der Lasa an das Ausw. Amt v. 18.10.1872 (Hähnsen II. a. a. O.); Bjørnsons »Signal«-Artikel in: Gegenwart, Bd. II 1872

„Ihr habt bisher Haß gegen Deutschland genährt und gehofft, andere, Frankreich oder Rußland würden Euch das dänische Schleswig, welches Deutschland Euch versagt, wieder verschaffen. Das geht nun nicht länger so; Ihr müßt jetzt alle romanischen und slawischen Hinneigungen fallen lassen und Euch unvorbehalten an den neuen Einheitsstaat anschließen, den Preußens gewaltige Macht geschaffen hat ... deshalb ist es das allerbeste, daß Ihr Dänen Eure Signale ändern müßt, und dann kann es geschehen, daß auch den Deutschen die Augen dafür aufgehen, daß Ihr ein gewisses Recht an Schleswig habt und daß man zurückgibt, was Euch zukommt.“ Wenn diese Erklärung auch einen Sturm der Entrüstung besonders in den dänischen Blättern erregte, so war sie doch ein Kennzeichen dafür, daß das deutsch-skandinavische Verhältnis auch auf eine andere Grundlage gestellt werden konnte. Neue Bindungen schienen sich von dieser Seite her anzuknüpfen.

Im politischen Bereich hingegen blieb das deutsch-skandinavische Verhältnis durch die mächtige Gestalt Bismarcks überschattet. Die skandinavischen Länder waren in sein europäisches Friedenssicherungssystem fest eingespannt. Der Wechsel der deutschen Monarchen im Dreikaiserjahr (1888) hat an der einmal eingeschlagenen Linie der Reichspolitik, die Schweden gegenüber ein freundschaftliches Verhältnis anstrebte, jedoch Dänemarks Revisionsforderungen undiskutiert zurückwies, keine Änderungen vollzogen. Erst Bismarcks Sturz (1890) und der neue, auf die See gerichtete Kurs des jungen Kaisers Wilhelm II. stellte die Frage nach den Beziehungen von

[S. 371]

Deutschland zu den skandinavischen Ländern im Zeichen eines weltumspannenden Imperialismus noch einmal neu.

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