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Analyse:Gem/Fragment 008 06

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Typus
KeinPlagiat
Bearbeiter
Smoodie
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 8, Zeilen: 6-10,
Quelle: Kaack 1971
Seite(n): 159 & 160, Zeilen: 5-6, 9-12 & 27-29
Wenige Tage nach diesem Erlaß wurde am 11. Juni 1945 die KPD in

Berlin gegründet. Am 14. Juni 1945 folgte die SPD (16), am 23. Juni kam es zur Gründung der CDU in Berlin (17) und Anfang Juni wurde dort die Liberal-Demokratische Partei (LDP) (18) gegründet. Erst auf der Potsdamer Konferenz vom 17. Juli bis 02. August 1945 wurden rechtliche Grundlagen zur Zulassung demokratischer Parteien in allen Besatzungszonen geschaffen. Die Besatzungsmächte behielten sich allerdings das Recht vor, nicht nur die Gründung, sondern auch die Tätigkeit der Parteien zu überwachen. Da die Aufteilung Deutschlands in Besatzungszonen Parteizusammenschlüsse auf gesamtdeutscher Ebene unmöglich machten, wurden die Parteigründungen zunächst auf der Ebene der Besatzungszonen vorgenommen. Die besten Ausgangsbedingungen hatten dabei die Organisationen in Berlin, da sie als erste politisch tätig werden konnten. Am 13. August 1945 wurde auch in der amerikanischen Besatzungszone die Gründung von Parteien zunächst auf Kreisebene und im November dann auf Landesebene erlaubt. Am 15. September 1945 erfolgte die Lizenzierung der Parteien in der britischen Zone. Zuletzt wurde die Zulassung deutscher Parteien für die französische Zone genehmigt (19). Von den heute bestehenden demokratischen Parteien konnte sich als erste die SPD in allen Besatzungszonen organisieren. Auf dem Parteitag vom 09. bis 11. Mai 1946 in Hannover wurde Kurt Schumacher offiziell zum ersten Vorsitzenden der SPD in den drei westlichen Zonen gewählt.


(16) Vgl. Pirker, Theo: Die SPD nach Hitler, München 1965 (17) Vgl. Gradl, Johann Baptist: Anfang unter dem Sowjetstern - Die CDU 1945 - 1949 in der sowjetischen Besatzungszone Deutschlands, Köln 1981 (18) Baum, Gerhard und Juling, Peter: Auf und Ab der Liberalen von 1848 bis heute - mit einer Dokumentation des Programms der Liberal Demokratischen Partei der sowjetischen Besatzungszone vom 27.02.1949, Gerlingen 1983 (19) Kaack, Heino: Geschichte und Struktur des deutschen Parteiensystems, a.a.O., S.158 f.

Den besten Ausgangspunkt hatten dabei zunächst die Berliner Organisationen, da sie als erste politisch tätig werden konnten.

[...] Die KPD wurde in Berlin bereits am 11. Juni 1945 gegründet, am 14. Juni folgte die SPD, am 23. Juni kam es zur Gründung der CDU und Anfang Juli wurde die LDP (Liberal-Demokratische Partei) lizenziert (16). [...] Erst im Mai 1946 auf dem Parteitag in Hannover wurde Kurt Schumacher offfiziell zum Vorsitzenden der SPD der drei westlichen Zonen gewählt (23).


(16) Vgl. u. a.: Berlin - Hauptstadtanspruch und Westintegration, Von Jürgen Fijalkowski und Peter Hauck, Axel Holst, Gerd-Heinrich Kemper, Alf Mintzel, Köln und Opladen 1967, S.3 ff. (23) Vgl. Protokoll der Verhandlungen des Parteitags der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands vom 9. bis 11. Mai in Hannover, Hamburg 1947. Schumacher wurde ohne Gegenkandidaten gewählt und erreeichte mit 244 Stimmen die höchste Stimmenzahl aller Mitglieder des Parteivorstandes.

Anmerkungen

Übernahme erfolgt deutlich vor und nach der Quellenangabe. Kennzeichnung der wörtlichen Übernahme liegt nicht vor.

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