Fandom

VroniPlag Wiki

Analyse:Gss

31.377Seiten in
diesem Wiki
Seite hinzufügen
Diskussion0

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Fragmente (Plagiat, gesichtet)

Kein Fragment



Fragmente (Plagiat, ungesichtet)

Kein Fragment



Fragmente (Verdächtig / Keine Wertung)

94 Fragmente

[1.] Analyse:Gss/Fragment 030 24 - Diskussion
Bearbeitet: 28. May 2014, 21:08 Schumann
Erstellt: 28. May 2014, 21:08 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Schiffe der Antike 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 30, Zeilen: 24-26, 28-30, 32-34
Quelle: Wikipedia Schiffe der Antike 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Grundsätzlich zunächst: Schiffe, deren Rumpf aus Holz bestehen, können nach zwei völlig unterschiedlichen Konstruktionsprinzipien gebaut werden. Deren Vor- und Nachteile muss man im Blick haben, wenn man den antiken Schiffsbau seit Beginn der Eisenzeit verstehen will. Einerseits kann man den Rumpf mit einem Skelett aus Spanten herstellen, an denen die Schiffsplanken zum Kiel hin wie Dachziegel überlappend in der sogenannten Klinkerbauweise angesetzt werden. Die Langschiffe der Wikinger sowie die frühen Hansekoggen wurden so gebaut und bis in die Gegenwart so manches Fischerboot. Andererseits lässt sich eine Rumpfverschalung auch aus Kante an Kante gesetzten Planken in der sogenannten Kraweelbauweise herstellen. Dieses Bauprinzip blieb [im mediterranen Raum in der gesamten Antike die bevorzugte Konstruktionsart, wobei man in dieser Zeit durch Loch-Zapfen-Systeme die Planken verband.] Grundlagen des Schiffbaus

Schiffe, deren Rumpf aus Holz bestehen soll, können grundsätzlich auf zwei Arten gebaut werden: Einerseits mit einem Skelett aus Spanten, an denen die Schiffsplanken überlappend angesetzt werden (Klinkerbauweise), und andererseits mit einer Rumpfverschalung aus Kante an Kante gesetzten Planken, der so genannten Kraweelbeplankung (Kraweelbauweise).

Die Kraweelbauweise wurde im mediterranen Raum in der gesamten Antike bevorzugt. Schifffahrt und Bootsbau im Alten Ägypten nutzten die Kraweelbauweise seit dem 3. Jahrtausend v. Chr. Die griechisch-römischen Schiffbauer entwickelten diese Bauweise weiter. Statt dem früher üblichen Mit-einander-verlaschen der Planken beim Bau der Schiffshülle entwickelten sie eine Nut-und-Feder-Bauweise, bei der die Planken zusätzlich miteinander verzapft wurden.

Anmerkungen
Sichter

[2.] Analyse:Gss/Fragment 035 00 - Diskussion
Bearbeitet: 20. July 2014, 20:04 Schumann
Erstellt: 28. May 2014, 21:44 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Schiffe der Antike 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 35, Zeilen: Abb.text (Z. 6-11)
Quelle: Wikipedia Schiffe der Antike 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
[...] Die 170 Ruderer jeder Triere teilten sich auf in 62 Thraniten der oberen, 54 Zygiten der mittleren und 54 Thalamiten der unteren Reihe. Da sich die Öffnungen für die Riemen der Thalamiten lediglich 40 Zentimeter über der Wasseroberfläche befanden, mussten sie durch lederne Stutzen gegen eindringendes Seewasser abgedichtet werden. Die 170 Ruderer teilten sich auf: 62 Thraniten (obere Ruderreihe), 54 Zygiten (mittlere Ruderreihe) und 54 Thalamiten (untere Ruderreihe). Die Ruder der Thalamiten wurden durch lediglich 45 cm über Wasser gelegene Öffnungen bedient, die durch eine lederne Tasche gegen eindringendes Seewasser abgedichtet wurden.
Anmerkungen

Aus dem Erläuterungstext zur Abb. auf S. 34.

Sichter

[3.] Analyse:Gss/Fragment 036 05 - Diskussion
Bearbeitet: 26. May 2014, 21:09 Schumann
Erstellt: 26. May 2014, 21:09 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Rumpfgeschwindigkeit 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 36, Zeilen: 5-18, 21-22
Quelle: Wikipedia Rumpfgeschwindigkeit 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
[Unter Rumpfgeschwindigkeit] versteht man das Ausbreitungstempo eines vom Schiff selbst erzeugten, aus Bug- und Heckwelle bestehenden Wellensystems, in dem es regelrecht «gefangen» sein kann. Diesen theoretischen Wert für die bei Verdrängerfahrt - im Gegensatz zum Gleiten, wie es etwa Surfbretter oder spezielle Rumpfformen vermögen - überhaupt mögliche Höchstgeschwindigkeit eines Schiffes kann man nach einer Formel, in der die Wasserlinienlänge zu Grunde gelegt wird, errechnen. Beträgt die Wasserlinienlänge eines Schiffes etwa zehn Meter, so können maximal acht Knoten erreicht werden. Bei 30 Metern sind es schon 13 Knoten, und 100 Meter lange Schiffe können bei entsprechendem Antrieb fast 25 Knoten fahren. Die Tatsache, dass die Rumpfgeschwindigkeit nur von der Wasserlinienlänge abhängt, ist der Grund, warum längere Schiffe - bei entsprechend starkem Antrieb durch Wind oder Ruderer - höhere Geschwindigkeiten erreichen können als kürzere Schiffe. Das bedeutet aber auch, dass ein Schiff mit noch so viel Tuch am Mast oder Hunderten von schweißgebadeten Ruderern nicht schneller gefahren werden kann, wenn es zu kurz ist. Dies spiegelt sich in dem noch heute geläufigen Seglerspruch «Länge läuft» wider [...] Die Rumpfgeschwindigkeit ist ein theoretischer Maximalwert für die bei Verdrängerfahrt mögliche Höchstgeschwindigkeit eines Schiffes. Sie errechnet sich näherungsweise aus der Quadratwurzel der Wasserlinienlänge l_\mathrm{wl} des Schiffes in Metern multipliziert mit dem Faktor 4,5 (Ergebnis in Kilometern pro Stunde), 1,25 (Ergebnis in Meter pro Sekunde) oder 2,43 (Ergebnis in Knoten):

[... mathem. Formel ...]

Die Rumpfgeschwindigkeit ist die Ausbreitungsgeschwindigkeit des vom Schiff selbst erzeugten, aus Bug- und Heckwelle bestehenden Wellensystems. Mit zunehmender Geschwindigkeit nimmt die Wellenlänge der Bugwelle zu, bis sich Bug- und Heckwelle überlagern und das Schiff zwischen seiner Bug- und Heckwelle „gefangen“ ist. Die Rumpfgeschwindigkeit beträgt für einen Rumpf mit einer Länge der Konstruktionswasserlinie

  • von 10 Metern etwa 7,7 Knoten,
  • von 100 Metern etwa 24 Knoten,
  • von 300 Metern etwa 42 Knoten.

Die Tatsache, dass die Rumpfgeschwindigkeit nur von der Wasserlinienlänge abhängt, ist der Grund, warum größere Schiffe – bei entsprechend starkem Antrieb durch Wind oder Motorleistung – in Verdrängerfahrt höhere Geschwindigkeiten erreichen können als kleinere Schiffe. Dies spiegelt sich in der Redewendung „Länge läuft“ wider.

Anmerkungen
Sichter

[4.] Analyse:Gss/Fragment 038 18 - Diskussion
Bearbeitet: 25. May 2014, 16:33 Singulus
Erstellt: 25. May 2014, 16:20 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Schlacht von Salamis 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 38, Zeilen: 18-20, 25-27
Quelle: Wikipedia Schlacht von Salamis 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Angriff der Perser

Trotz der verlorenen Schlacht bei Marathon 490 v. Chr. hielt der persische Großkönig Dareios I. an der Absicht fest, die griechischen Stadtkommunen an der Westgrenze seines Reiches doch noch zu unterwerfen. [...] Um eine Flotte möglichst ohne große Gefahren in das zu erwartende Hauptkampfgebiet zu bringen, wurde sogar ein schiffbarer Kanal gebaut.

Vorgeschichte

Nach der verlorenen Schlacht bei Marathon (490 v. Chr.) hatte der persische Großkönig Dareios I. noch immer die Absicht, die griechischen Stadtstaaten in das persische Reich einzugliedern. [...]

Um die Flotte möglichst unbeschädigt in das Kampfgebiet zu bringen, wurde der Bau eines Kanals durch die Halbinsel Athos geplant.

Anmerkungen
Sichter

[5.] Analyse:Gss/Fragment 040 13 - Diskussion
Bearbeitet: 25. May 2014, 16:39 Schumann
Erstellt: 25. May 2014, 16:39 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Schlacht von Salamis 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 40, Zeilen: 13-15, 27-29, 32-36
Quelle: Wikipedia Schlacht von Salamis 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Im Jahr 480 v. Chr. waren die persischen Kriegsvorbereitungen endlich abgeschlossen, und Xerxes eröffnete den Feldzug. [...]

[...] Angeführt vom später so berühmten Leonidas versuchten im August Spartaner, Thespier und Thebaner, das Eindringen in Nordgriechenland aufzuhalten. [...] Nicht weit vom Schlachtort bei den Thermopylen operierte auch die Flotte der Bündner bei Kap Artemision an der Nordseite von Euböa. Nach dreitägigen wechselvollen Kämpfen musste sie sich zurückziehen. Xerxes konnte nun Athen und das umliegende Attika besetzen und ließ es nach Kräften verwüsten.

480 v. Chr. waren die Vorbereitungen abgeschlossen und Xerxes I. eröffnete den Feldzug. 1000 Spartaner, Thespier und Thebaner, angeführt von Leonidas, versuchten das Eindringen des Feindes zu verhindern und wandten sich dem persischen Heer im Norden Griechenlands entgegen, wurden aber in der Schlacht bei den Thermopylen geschlagen. In Folge musste sich die attische Flotte nach dreitägigen Operationen bei Artemision an der Nordseite von Euböa angeschlagen Richtung Athen zurückziehen. Xerxes konnte Athen und das umliegende Attika besetzen und verwüsten.
Anmerkungen
Sichter

[6.] Analyse:Gss/Fragment 040 15 - Diskussion
Bearbeitet: 26. May 2014, 18:44 Schumann
Erstellt: 26. May 2014, 18:44 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Perserkriege 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 40, Zeilen: 15-21
Quelle: Wikipedia Perserkriege 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Ein Jahr zuvor waren nahe Korinth jene griechischen Gemeinden zusammengekommen, die sich gewillt zeigten, den Persern die Stirn zu bieten. Sie schlossen sich zu einem speziellen Kriegsbund, einer sogenannten Symmachie, unter der Führung Spartas zusammen, das auch den Oberbefehlshaber der Flotte stellen sollte. Neben Athen, Sparta und Korinth gehörten dem Bund noch einige Poleis aus Mittelgriechenland und den Kykladen sowie die Insel Aigina an. 481 v. Chr. kamen nahe Korinth die griechischen Staaten zusammen, die bereit waren, den Persern die Stirn zu bieten. Sie schlossen sich zum Hellenenbund unter Führung Spartas zusammen. Selbst die Flotte der Verbündeten sollte von den eigentlich im Seekrieg unerfahrenen Spartanern befehligt werden. Neben Athen, Sparta und dessen peloponnesischen Verbündeten gehörten dem Bund noch einige Poleis aus Mittelgriechenland und den Kykladen sowie die Insel Ägina an, die kurz zuvor noch im Streit mit Athen gelegen war.
Anmerkungen
Sichter

[7.] Analyse:Gss/Fragment 040 21 - Diskussion
Bearbeitet: 26. May 2014, 20:46 Schumann
Erstellt: 26. May 2014, 20:46 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Hellenenbund 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 40, Zeilen: 21-23
Quelle: Wikipedia Hellenenbund 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Bedeutende Städte und Gebiete wie Argos, Theben, Thessalien und die italischen Griechen der Magna Graecia beteiligten sich nicht an dem Bündnis, die Ionier als persische Untertanen ohnehin nicht. Bedeutende Städte und Gebiete wie Argos, Theben, Thessalien und die italischen Griechen blieben dem Bündnis fern.
Anmerkungen
Sichter

[8.] Analyse:Gss/Fragment 041 18 - Diskussion
Bearbeitet: 25. May 2014, 17:27 Schumann
Erstellt: 25. May 2014, 17:26 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Schlacht von Salamis 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 41, Zeilen: 18-19, 26-36
Quelle: Wikipedia Schlacht von Salamis 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Daraufhin legten die Athener weitere Trieren auf Kiel, rekrutierten alle wehrfähigen Männer als Ruderer und brachten die Frauen und Kinder in der Nähe von Salamis in Sicherheit.14

[...] Am Tag vor dem Schlagabtausch bei Salamis kam es jedoch zu erheblichen Auseinandersetzungen zwischen Athenern und Spartanern, da die Spartaner lieber den Isthmus von Korinth und damit die Peloponnes verteidigen wollten. Auch andere Kommunen des Bundes neigten dazu, lieber zurückzukehren, um sich mit dem Landheer zu vereinigen und ihre Heimat zu schützen, zumal in derselben Nacht persische Truppen in Richtung Peloponnes aufbrachen. Am Isthmus von Korinth hatte bereits der Bau einer Schutzmauer begonnen, nachdem Leonidas bei den Thermopylen besiegt worden war. Aus diesem Grund kam es zu einer Versammlung, in der es lange hin und her ging. Einige schlugen vor, zur Peloponnes abzusegeln. Die Athener, Megarer und Aigineten wollten aber lieber hier auf See kämpfen, [...]


14 Herodot, Historien 7,141, S. 974-977; vgl. dazu auch Blösel, Themistokles bei Herodot.

Xerxes konnte Athen und das umliegende Attika besetzen und verwüsten. Nun kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Athenern und Spartanern, da die Spartaner den Isthmus von Korinth und damit den Peloponnes verteidigen wollten. Die Athener setzten hingegen auf ihre Flotte.

[...] So verlagerte sich die Stadt auf das Meer. Die Männer waren auf den Schiffen und die Frauen und Kinder brachte man in der Nähe von Salamis in Sicherheit.

[...]

Schlachtverlauf

nach Herodot

[...] Die Griechen hatten Angst und die Soldaten der Peloponnes neigten dazu zurückzukehren, um sich mit dem Landheer zu vereinigen und ihre Heimat zu verteidigen. In derselben Nacht brach das persische Landheer in Richtung Peloponnes auf. Am Isthmus von Korinth hatte der Bau einer Mauer bereits begonnen, nachdem Leonidas bei den Thermopylen besiegt worden war. Viele Zehntausende waren unter dem Oberbefehl des Kleombrotos bereit, den Isthmus zu verteidigen. Hierfür entsandten folgende Stämme ihre Soldaten: die Lakedaimōnier (Spartaner), Arkader, Eleier, Korinther, Sikyonier, Epidaurier, Phliasier, Troizener und Hermonien. Laut Herodot legten die Griechen nur wenig Wert auf einen Sieg auf See. Aus diesem Grund kam es zu einer Versammlung. Einige wollten zur Peloponnes absegeln und sich mit dem Landheer vereinigen; die Athener, Megarer und Aigineten wollten aber auf See kämpfen.

Anmerkungen
Sichter

[9.] Analyse:Gss/Fragment 042 05 - Diskussion
Bearbeitet: 25. May 2014, 18:08 Schumann
Erstellt: 25. May 2014, 18:08 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Schlacht von Salamis 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 42, Zeilen: 5-10, 14-22, 25-26, 28-31
Quelle: Wikipedia Schlacht von Salamis 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Glaubt man Herodot, so hatte Themistokles erneut zu einer List gegriffen; man könnte freilich auch von Hochverrat sprechen: Da er von der Versammlung überstimmt wurde, habe er Sikinnos, seinen Diener und Lehrer seiner Kinder, in einem Boot zu Xerxes gesandt. Sikinnos habe dann Xerxes darüber informiert, dass Themistokles eigentlich auf der Seite des Großkönigs stehe, die Griechen uneinig seien und flüchten wollten. Was man von dem Bericht des Herodot zu halten hat, der erst mehrere Jahrzehnte nach dem Ereignis schrieb und der seine eigenen Deutungsabsichten verfolgte, zudem zu einer Zeit, als Athen und Sparta Todfeinde geworden waren, ist umstritten. Wie dem auch sei, das Unfassbare geschah. Xerxes habe, ob wegen dieser Botschaft oder auch nicht, die Griechen weiter eingeschlossen. Herodot berichtete zudem, dass die Griechen nichts vom Vorrücken der Perser bemerkt hätten und weiterhin Rat abhielten. Erst als Aristeides aus Aigina eintraf, Themistokles vom Rat herausrufen ließ und ihm über den strategischen Einschluss der Flotte berichtete, änderte sich die Stimmung. Aristeides schilderte die ausweglose Lage, da der Fluchtweg durch die persische Flotte abgeschnitten sei. Die letzten Zweifel waren jedoch erst beseitigt, als ein Schiff aus Tenos die Aussage des Aristeides bestätigte. Jetzt war klar, dass man mit dem Rücken zur Wand stand.

Menschenopfer für den «Rohverschlinger»

Laut Herodot verfügte der Hellenenbund über 380 Trieren, von denen die Hälfte aus Athen stammte. [...] Die Verbündeten Korinth und Aigina stellten mit 40 beziehungsweise 30 Schiffen die nächstgrößeren Kontingente. Obwohl aus Sparta nur 16 Trieren kamen, wurde dem Spartaner Eurybiades wie schon bei Artemision das Oberkommando über die Flotte anvertraut.

Gegner

Griechen

Laut Herodot verfügten die Griechen über mindestens 378 Trieren, von denen 180 oder 200 mit größter Wahrscheinlichkeit aus Athen stammten. [...] Laut Herodot sandten die Verbündeten Athens 124 Trieren und neun Pentekonteren. Von den Verbündeten war Korinth mit 40 Schiffen die größte Macht. Aus Sparta kamen zehn Trieren. Da Sparta eine Kooperation mit Athen sonst abgelehnt hätte, wurde dem Spartaner Eurybiades das Oberkommando über die Flotte übergeben.

[...]

Schlachtverlauf

nach Herodot

[...] Da Themistokles von der Versammlung überstimmt wurde, sandte er Sikinnos – den Lehrer seiner Kinder – in einem Boot zu Xerxes. Sikinnos berichtete diesem, dass Themistokles auf der Seite des Königs stehe, die Griechen uneinig seien, flüchten wollten und sich trennen würden. Xerxes glaubte dieser Botschaft und schloss die Griechen ein. Laut Herodot wussten die Griechen nichts vom Vorrücken der Perser und hielten weiterhin Rat. Nun traf Aristeides aus Aigina ein, welcher Themistokles vom Rat herausrufen ließ und ihm über den strategischen Einschluss der Flotte und den versperrten Fluchtweg berichtete. Zwar war Aristeides ein Gegner des Themistokles und durch das Scherbengericht verbannt worden, doch in der Notlage ließ er die Differenzen ruhen. Die von Aristeides dem Rat geschilderte ausweglose Lage wurde von einem Schiff aus Tenos bestätigt. Die Griechen waren nun mit ihren 380 Schiffen zum Kampf bereit und lichteten die Anker.

Anmerkungen
Sichter

[10.] Analyse:Gss/Fragment 045 05 - Diskussion
Bearbeitet: 7. October 2014, 19:57 Schumann
Erstellt: 26. May 2014, 16:24 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Schlacht von Salamis 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 45, Zeilen: 5-9, 14-19, 30-36
Quelle: Wikipedia Schlacht von Salamis 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Es ist oft versucht worden, auf Basis der schriftlichen Quellen präzise Aussagen über die konkreten Manöver während der Schlacht zu machen.18 Doch der genaue Verlauf lässt sich schwer im Detail fassen, denn die Angaben der Autoren widersprechen sich teilweise erheblich. Übereinstimmend mit allen Autoren kann man nur sagen, [...] [Die Hellenen] hatten sich aus den Attika gegenüberliegenden Buchten von Salamis heraus, wohin sie sich nach den Gefechten von Artemision begeben hatten, in Dwarslinie in eine Angriffsposition gebracht. Zudem hatten die Schiffe des Hellenenbundes eine eigene Überflügelung durch die königliche Flotte ausschließen können, weil der enge Sund die Schlachtreihen zusammendrückte [...]

[...] Durch den nun ausgeführten Flankenangriff der Bundesflotte auf die persischen Einheiten kam es zum Kampf Schiff gegen Schiff. Weil die Ruderer der persischen Flotte schon die ganze Nacht zuvor auf den Ruderduchten verbracht hatten, waren sie hungrig und müde; anders die Hellenen, die an Land übernachtet hatten und ausgeruht mit voller Kraft zu Rammstößen ansetzten. Außerdem konnte sich die persische Kriegsflotte auf Grund der Enge des Kanals nicht zur Kampfformation entfalten.


18 Vgl. die Überlieferung bei Aischylos, Herodot, Plutarch, Diodoros; neben den genannten Autoren existierten weitere Überlieferungen, die heute zwar zum größten Teil verloren sind, aber von späteren Autoren, wie etwa Diodor oder Plutarch, stark rezipiert worden sind. Darunter befinden sich etwa der Arzt und Geschichtsschreiber Ktesias von Knidos, der im späten 5. und frühen 4. Jahrhundert v. Chr. lebte und berühmt wurde durch die Persikd, die nur als ein knapper Auszug (Epitome) in der Bibliothek des mittelbyzantinischen Gelehrten Photios erhalten ist, sowie Ephoros von Kyme (um 400 v. Chr-330 v.Chr.), der die Histonen, eine umfassende griechische Universalgeschichte, verfasste, die allerdings ebenfalls nur in Fragmenten erhalten geblieben sind.

Wissenschaftliche Rekonstruktionsversuche

Es wurde oft versucht, genauere Informationen aus den Quellen zu gewinnen, um präzisere Aussagen über den Schlachtverlauf machen zu können. Die Wissenschaft ist sich nicht einig, ob man aus den Quellen genaue Informationen über den Schlachtverlauf gewinnen kann, da sie nicht ausführlich berichten und sich teils widersprechen. Worüber sich aber alle Autoren einig sind: den griechischen Schiffen ist es gelungen, aus dem Hafen von Salamis auszufahren und sich in Gefechtsformation aufzustellen. Zudem scheint eine Überflügelung durch die Perser unmöglich gewesen zu sein. Gewiss waren die Griechen ortskundiger und der enge Sund verengte die Schlachtreihen der Perser. Durch den in vielen Quellen geschilderten Flankenangriff kam es zum Kampf Schiff gegen Schiff. Man nimmt allgemein an, dass die Schlacht einen ganzen Tag gedauert hat. [...]

Die Wissenschaftler Morisson und Coates glauben den Berichten des Aischylos und interpretieren ihn so, dass der rechte Flügel der Griechen in Dwarslinie geordnet den Kanal hinauf fuhr und dann im unerwarteten Moment in die Kiellinie umschwenkte. So durchbrachen sie die Reihen der Perser auf der linken Seite. Nach heutigen Vermessungen dürften ungefähr 80 Trieren im 1200 m breiten Kanal nebeneinander Platz gefunden haben. Als Hauptgründe für den Sieg erwähnen sie folgende Punkte: die Perser scheinen den Gegner unterschätzt zu haben. Ihre Schiffe waren weniger schnell, weil ihre Ruderer die ganze Nacht rudern mussten und müde waren, während die griechischen Ruderer ausgeruht an Land übernachten konnten. Dank der bekannten Kriegslist des Themistokles teilte sich die persische Flotte auf, um die Meerenge von Megara zu bewachen, was die eigentliche Kampfflotte bei Salamis schwächte; allerdings konnte sich die persische Flotte ihrerseits aufgrund der Enge des Kanals nicht entfalten, was die Kräfteverhältnisse der Flotten ausglich.

Anmerkungen

Der Wikipedia-Artikel macht unten deutlich ("Die Wissenschaftler Morisson und Coates glauben"), dass zu den genannten Hauptgründen für den griechischen Sieg die Befunde von Morisson und Coates referiert werden.

Die Ausführungen bei Gss sind inhaltlich teils parallel, erfolgen aber ohne Verweis auf Morisson und Coates als Quelle. Weiter oben in Anm. 18 werden lediglich antike Quellen genannt - Verweise auf Morisson und Coates finden sich im gesamten Kapitel nur in Anm. 7 (für S. 32) sowie in Anm. 10 (für S. 33).

Sichter

[11.] Analyse:Gss/Fragment 048 30 - Diskussion
Bearbeitet: 26. May 2014, 14:41 Schumann
Erstellt: 26. May 2014, 14:41 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Schlacht von Salamis 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 48, Zeilen: 30-36
Quelle: Wikipedia Schlacht von Salamis 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Der Geschichtsschreiber Diodor von Sizilien (1. Jh. v. Chr., genaue Lebensdaten unbekannt) bereicherte die Schlachtdarstellungen noch um die Details, dass die ionischen Griechen einen Mann aus Samos zu den Bundesgenossen entsandt hätten, der ihnen die Schlachtpläne des Königs verraten habe. Über die Manöver berichtet er, dass durch die Meeresenge die Perser ihre Linie verkleinern mussten und ihre Schiffe auf die hinteren Linien verteilten. Insgesamt wusste Diodor von 200 gesunkenen könig[lichen und 40 Schiffen des griechischen Bundes zu berichten.] Schlachtverlauf

[...]

nach Diodor

[...] Er berichtet zudem über die Schlachtaufstellung. So sei der rechte Flügel der Perser von den Phöniziern gehalten worden und der linke von den verräterischen Griechen. Zudem hätten die ionischen Griechen einen Mann aus Samos zu den Griechen entsandt, der ihnen die Schlachtpläne des Königs verraten habe. Die Schlachtaufstellung der Griechen: auf dem linken Flügel die Athener und die Lakedaimonier, die Aigineten und Megarer hielten den rechten Flügel und die Mitte wurde von den restlichen Griechen gehalten. Über den Schlachtverlauf: Diodor erwähnt, dass durch die Meeresenge die Perser ihre Linie verkleinern mussten und ihre Schiffe auf die hinteren Linien verteilten. Das Chaos sei bei den Persern ausgebrochen, als das persische Schiff mit dem Admiral sank. Insgesamt spricht Diodor von 200 gesunkenen persischen und 40 griechischen Schiffen.

Anmerkungen
Sichter

[12.] Analyse:Gss/Fragment 049 01 - Diskussion
Bearbeitet: 26. May 2014, 14:45 Schumann
Erstellt: 26. May 2014, 14:45 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Schlacht von Salamis 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 49, Zeilen: 1-9, 18-21, 33-35
Quelle: Wikipedia Schlacht von Salamis 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Von Plutarch hören wir die auch bei Herodot überlieferte Geschichte, dass der Großkönig Xerxes auf einem Thron auf einem Felsplateau gesessen habe und so das ganze Schlachtgeschehen überblicken konnte. Kurz vor der Schlacht soll eine frische Brise in den Sund von Salamis geblasen haben. Da die griechischen Schiffe eher schmaler und nicht ganz so hochbordig gebaut gewesen seien wie die persischen, konnten sie ihre Linie besser halten, während ihre Gegner abtrieben und die Formation nicht bewahren konnten. [...]

[...] Zahlreiche persische und griechische Schiffe wurden zerstört oder versenkt. Herodot erzählt noch, dass viele Perser, wie etwa der Feldherr Ariabignes, ums Leben kamen, einfach weil sie nicht schwimmen konnten. Von den Griechen allerdings starben nur wenige, da sie sich schwimmend nach Salamis hinüberretten konnten. [...]

[...] Obwohl die persischen Schiffe immer noch zahlenmäßig überlegen waren, befahl Xerxes den Rückzug von Heer und Flotte.

Als Grund für den Sieg nennt Herodot die gute Schlachtordnung der Griechen. Viele Perser wie der Feldherr Ariabignes kamen ums Leben, weil sie nicht schwimmen konnten. Die Verluste unter den griechischen Schiffsbesatzungen waren weit geringer, da sie sich schwimmend nach Salamis hinüberretten konnten.

[...]

Laut Plutarch habe Xerxes I. auf einem Thron gesessen, der sich auf einem Plateau befand, und konnte das ganze Schlachtgeschehen überblicken. Den 1000 persischen Schiffen sollen nur gerade 180 Trieren gegenüber gestanden haben, was heute von der Forschung als unmöglich beurteilt wird. Weiter erfahren wir, dass Lycomedes der erste Grieche gewesen sei, der ein feindliches Schiff gekapert hatte. Über die eigentliche Schlacht erwähnt Plutarch eine frische Brise, die kurz vor der Schlacht in den Sund von Salamis blies. Da die griechischen Schiffe eher schmal gebaut und gut gegen den Wind gerüstet waren, konnten sie ihre Linie halten. Die persischen Schiffe hingegen – als träge und weniger wendig beschrieben – trieben längsseits zu den Rammspornen der Griechen.

[...]

Salamis ist, gemessen an der Anzahl der Beteiligten, die größte Seeschlacht in der Geschichte des Altertums. Zahlreiche persische und griechische Schiffe wurden zerstört oder versenkt. Obwohl die zahlenmäßige Überlegenheit der persischen Schiffe noch gegeben war, befahl Xerxes I. den Rückzug.

Anmerkungen
Sichter

[13.] Analyse:Gss/Fragment 050 08 - Diskussion
Bearbeitet: 26. May 2014, 14:50 Schumann
Erstellt: 26. May 2014, 14:50 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Schlacht von Salamis 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 50, Zeilen: (49: 18-19, 33-35) 50: 5-8, 11-12.13.14.15
Quelle: Wikipedia Schlacht von Salamis 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
[[S. 49, Z. 18-19:] Zahlreiche persische und griechische Schiffe wurden zerstört oder versenkt. [...] [S. 49, Z. 33-35:] Obwohl die persischen Schiffe immer noch zahlenmäßig überlegen waren, befahl Xerxes den Rückzug von Heer und Flotte. [...]]

Die Seeschlacht bei Salamis, die gemessen an der Anzahl der Beteiligten eine der größten Seeschlachten in der Geschichte des Altertums war, hatte weitreichende Folgen: Zunächst und vor allem war das persische Expansionsstreben in Griechenland gescheitert. Großkönig Xerxes kehrte aus Furcht vor Unruhen nach Persien zurück. Zwar hielt sich noch ein Teil seines Militärs weiter in Griechenland auf, und es kam sogar zu einer zweiten Besetzung Athens, doch die Schlacht von Plataea ein Jahr später führte zur Vernichtung des persischen Landheeres. Etwa gleichzeitig wurde die persische Flotte, die sich auf der Halbinsel Mykale bei Milet in einem Schiffslager - man zog seinerzeit die Schiffe noch aufs Land - befand, ebenfalls durch die Griechen zerstört.

Auswirkungen

Salamis ist, gemessen an der Anzahl der Beteiligten, die größte Seeschlacht in der Geschichte des Altertums. Zahlreiche persische und griechische Schiffe wurden zerstört oder versenkt. Obwohl die zahlenmäßige Überlegenheit der persischen Schiffe noch gegeben war, befahl Xerxes I. den Rückzug.

Durch die verlorene Seeschlacht bei Salamis scheiterte das persische Expansionsstreben in Griechenland. Die Schlacht von Plataea führte zur Vernichtung des persischen Landheeres. Der persische Großkönig Xerxes war bereits nach der Seeschlacht von Salamis nach Persien geflohen. Die Reste der persischen Flotte wurden am Kap Mykale durch die Griechen vernichtet.

Anmerkungen
Sichter

[14.] Analyse:Gss/Fragment 052 07 - Diskussion
Bearbeitet: 26. May 2014, 15:11 Schumann
Erstellt: 26. May 2014, 15:11 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Schlacht von Salamis 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 52, Zeilen: 7-8
Quelle: Wikipedia Schlacht von Salamis 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Die Schlacht blieb in der Folgezeit für das Selbstverständnis und die Selbstdarstellung der athenischen Polis fundamental, ja, es kam zu einer völligen Vereinnahmung der Geschichte der Perserkriege durch Athen. Die Schlacht wurde in der Folgezeit für das Selbstverständnis und die Selbstdarstellung der athenischen Demokratie wichtig und hat besonders durch die Tragödie Die Perser des Aischylos eine bedeutende literarische Rezeption erfahren.
Anmerkungen
Sichter

[15.] Analyse:Gss/Fragment 054 18 - Diskussion
Bearbeitet: 26. May 2014, 15:27 Schumann
Erstellt: 26. May 2014, 15:27 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Schlacht von Salamis 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 54, Zeilen: (52:7-8) 14-18
Quelle: Wikipedia Schlacht von Salamis 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
[[S. 52, Z. 7-8:] Die Schlacht blieb in der Folgezeit für das Selbstverständnis und die Selbstdarstellung der athenischen Polis fundamental, [...]]

Zugespitzt gesagt, war die attische Demokratie eine Folge der neuen Flotte. Eine unerwartete Wirkung hatte die Schlacht nämlich auf die Theten, die unterste Schicht der Bürger. Nicht adlige Reiter oder die Hoplitenphalanx der besitzenden Bürger hatten den Sieg über die Perser herbeigeführt, sondern sie, die «kleinen Leute».

Eine große Wirkung hatte die Schlacht bei Salamis auch auf die Theten, die unterste Schicht der Bürger, denn nicht adlige Reiter oder die Phalanx der Bauern hatte den Sieg herbeigeführt, sondern sie. Die Schlacht wurde in der Folgezeit für das Selbstverständnis und die Selbstdarstellung der athenischen Demokratie wichtig und hat besonders durch die Tragödie Die Perser des Aischylos eine bedeutende literarische Rezeption erfahren.
Anmerkungen
Sichter

[16.] Analyse:Gss/Fragment 066 06 - Diskussion
Bearbeitet: 2. July 2014, 17:10 Schumann
Erstellt: 30. May 2014, 21:19 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Quinquereme 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 66, Zeilen: 6-19
Quelle: Wikipedia Quinquereme 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Die Angaben, die man aus den antiken Texten und bildlichen Darstellungen von geruderten Kriegsschiffen gewinnen kann, lassen keine präzisen Aussagen darüber zu, auf wie vielen Ebenen wie viele Ruderer verteilt waren. Da bis zum heutigen Tag keine genauen Abbildungen und keine archäologischen Funde von Schiffen mit mehr als drei Ebenen existieren, ist stark zu bezweifeln, dass es überhaupt jemals Riemenschiffe mit mehr als drei Ebenen gab. Es ist schon deshalb unwahrscheinlich, weil ein Schiff mit etwa vier, fünf oder sogar noch mehr Ebenen praktisch unfahrbar wäre, da die Synchronisation des Riemenschlags unmöglich wird. Deshalb ist es eher wahrscheinlich, dass die meisten «Fünfriemer», oder sagen wir einfach «Fünfen), wie schon die Triere, drei oder auch nur zwei Ebenen besaßen, wobei dann offenbar zwei oder drei Riemen doppelt besetzt waren. Allerdings sind auch Quinqueremen mit nur einer Ruderebene denkbar. Auf wie viele Ebenen die Ruderer verteilt waren, ist in der Forschung umstritten, da die Angaben der antiken Autoren und bildliche Darstellungen in dieser Hinsicht zu knapp sind. Es gibt bis zum heutigen Tag keine Abbildung und keinen archäologischen Fund eines Schiffes mit mehr als drei Ebenen. Somit ist man sicher, dass es keine Riemenschiffe mit mehr als drei Ebenen gab. Ein Riemenschiff mit fünf Ebenen übereinander, wie der Entwurf von Graser zeigte, ist faktisch unfahrbar. Die Synchronisation der Ruderebenen ist unmöglich. Vermutlich hatten die meisten „Fünfruderer“ drei Ebenen wie die Triere, wobei zwei Riemen doppelt besetzt waren; es sind aber auch Quinqueremen mit nur einer oder zwei Ruderebenen denkbar.
Anmerkungen
Sichter

[17.] Analyse:Gss/Fragment 067 00 - Diskussion
Bearbeitet: 20. July 2014, 15:31 Schumann
Erstellt: 30. May 2014, 21:43 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Quinquereme 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 67, Zeilen: Abb.text (Z. 1-10)
Quelle: Wikipedia Quinquereme 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Fünf auf zwei oder drei Ebenen: Da die Angaben der antiken Autoren, die bildlichen Darstellungen und die archäologischen Funde von geruderten Kriegsschiffen sehr dürftig ausfallen, kann man oft: nicht genau sagen, auf wie vielen Ebenen wie viele Ruderer verteilt waren. Weil jedoch ein Fahrzeug mit vier, fünf oder sogar mehr Ebenen übereinander wegen der unmöglichen Synchronisation der Riemen praktisch unfahrbar gewesen sein muss, ist es sehr wahrscheinlich, dass es nie mehr Ruderebenen gab als drei. Auch die «Fünfriemer» oder «Fünfer» besaßen entweder drei Ebenen wie die Triere, wobei dann zwei Riemen doppelt besetzt waren, oder nur zwei Ebenen, wobei dann an einem Riemen sogar drei Ruderer arbeiteten. Auf wie viele Ebenen die Ruderer verteilt waren, ist in der Forschung umstritten, da die Angaben der antiken Autoren und bildliche Darstellungen in dieser Hinsicht zu knapp sind. Es gibt bis zum heutigen Tag keine Abbildung und keinen archäologischen Fund eines Schiffes mit mehr als drei Ebenen. Somit ist man sicher, dass es keine Riemenschiffe mit mehr als drei Ebenen gab. Ein Riemenschiff mit fünf Ebenen übereinander, wie der Entwurf von Graser zeigte, ist faktisch unfahrbar. Die Synchronisation der Ruderebenen ist unmöglich. Vermutlich hatten die meisten „Fünfruderer“ drei Ebenen wie die Triere, wobei zwei Riemen doppelt besetzt waren; es sind aber auch Quinqueremen mit nur einer oder zwei Ruderebenen denkbar.
Anmerkungen

Erläuterungstext zur Abb. auf S. 66 - Inhalt ähnlich wie in Fragment 066 06.

Sichter

[18.] Analyse:Gss/Fragment 067 02 - Diskussion
Bearbeitet: 30. May 2014, 21:28 Schumann
Erstellt: 30. May 2014, 21:28 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Quinquereme 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 67, Zeilen: 2-7
Quelle: Wikipedia Quinquereme 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Die Quinqueremen wurden wahrscheinlich zuerst im 4. Jahrhundert v. Chr. von den Karthagern oder von Dionysios I. von Syrakus entwickelt und waren, von einzelnen Flaggschiffen abgesehen, die größten Kriegsschiffe der Karthager, die sie in den Punischen Kriegen benutzten. In den hellenistischen Monarchien entstanden später noch größere Schiffstypen mit sechs, zehn oder noch mehr Ruderern pro Einheit. [...]7

7 Vgl. ferner Bockius, Schifffahrt, bes. S. 52-63.

Quinqueremen wurden wahrscheinlich zuerst im 4. Jahrhundert v. Chr. von den Karthagern oder Dionysios I. von Syrakus entwickelt. In den hellenistischen Monarchien entstanden noch größere Schiffstypen mit sechs, zehn oder noch mehr Ruderern pro Einheit, die aber nie in größerer Zahl verwendet wurden.

„Fünfruderer“ waren (von einzelnen Flaggschiffen abgesehen) die größten Kriegsschiffe der Karthager und wurden auch in den Punischen Kriegen benutzt.

Anmerkungen
Sichter

[19.] Analyse:Gss/Fragment 070 10 - Diskussion
Bearbeitet: 29. June 2014, 20:11 Schumann
Erstellt: 29. June 2014, 20:11 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Polybios 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 70, Zeilen: 10-15
Quelle: Wikipedia Polybios 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Der aus Megalopolis in Arkadien stammende griechische Geschichtsschreiber war zunächst Militär und kam 168 v. Chr. als einer jener eintausend Angehörigen der Oberschicht des Achaiischen Bundes, die man Rom als Geiseln stellen musste, in die Metropole am Tiber. Er begleitete dann Scipio Aemilianus Africanus minor Numantinus (185-129 v. Chr.), meist «der jüngere Scipio» genannt, auf seinem Feldzug gegen [Karthago im Dritten Punischen Krieg der Jahre 149 bis 146 v.Chr., der mit der völligen Vernichtung der Stadt endete.] Leben

Polybios stammte aus einer vornehmen Familie aus Megalopolis in Arkadien. Sein Vater Lykortas war zeitweise Stratege im Achaiischen Bund. Polybios war im Achaiischen Bund politisch und militärisch tätig. 170/169 v. Chr. war er Hipparch des Achaiischen Bundes und wurde 167 v. Chr. nach Beendigung des Dritten Makedonischen Krieges als eine von 1.000 Geiseln nach Rom gebracht.

[...] Er schloss sich später – nun als freier Mann – Scipio Africanus dem Jüngeren wieder an und nahm als dessen militärischer Berater am Dritten Punischen Krieg teil. Er erlebte so unter anderem den endgültigen Untergang Karthagos im Jahre 146 v. Chr.

Anmerkungen

Fortsetzung auf der Folgeseite.

(Auch wenn es sich hier um biografische Informationen handelt und allein schon deshalb Übereinstimmungen zu erwarten sind, fallen trotz diverser Umstellungen und -formulierungen Parallelen zwischen beiden Texten auf, die hier zwar noch wenig deutlich sind, auf auf der Folgeseite aber etwas klarer hervortreten.)

Sichter

[20.] Analyse:Gss/Fragment 071 01 - Diskussion
Bearbeitet: 29. June 2014, 20:34 Schumann
Erstellt: 29. June 2014, 20:25 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Polybios 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 71, Zeilen: 1-8, 12-15, 16-18
Quelle: Wikipedia Polybios 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
[Er begleitete dann Scipio Aemilianus Africanus minor Numantinus (185-129 v. Chr.), meist «der jüngere Scipio» genannt, auf seinem Feldzug gegen] Karthago im Dritten Punischen Krieg der Jahre 149 bis 146 v.Chr., der mit der völligen Vernichtung der Stadt endete. ln diesen Jahren wurde er grundlegend «römisch sozialisiert», und Polybios begann die Macht des Römischen Reiches zu bewundern. Er wurde schon in der Antike durch sein in Griechisch verfasstes Hauptwerk, die Historien, berühmt, in dem er in vierzig Büchern die Universalgeschichte Roms vom Beginn des Ersten Punischen Krieges bis zur Zerstörung Karthagos und Korinths, also von 264 bis 146 v. Chr., beschreibt.

[...] Polybios hat die Quellen, aus denen er sein Wissen bezog, von weit hergeholt. Eine Reihe seiner Gewährsmänner nennt er sogar selbst. Scharf kritisiert er die pro-karthagischen Geschichtsschreiber Chaireas, Sosylos oder Philinos von Akragas, dessen Überlieferung für die Geschichte von den «Raben» nicht unwichtig war. Polybios will seinen Lesern den zielgerichteten Aufstieg Roms zur größten Macht der Welt erklären. [...] 13


13 Vgl. Walbank, Commentary; ferner Bleckmann, Nobilität, S. 19-35.

Polybios [...] war ein antiker griechischer Geschichtsschreiber, der durch sein Hauptwerk, die Historial, berühmt wurde. In diesem Werk beschreibt er in 40 Büchern die Universalgeschichte Roms über den Zeitraum vom Beginn des Ersten Punischen Krieges bis zur Zerstörung Karthagos und Korinths (264 v. Chr. bis 146 v. Chr.).

Leben

[...] Er wurde zum Freund und Berater des jüngeren Scipio. Die hieraus gewonnenen Einsichten veranlassten Polybios dazu, ein Werk über Rom als neuer Weltmacht zu schreiben, von der er sehr beeindruckt war.

[...] Er schloss sich später – nun als freier Mann – Scipio Africanus dem Jüngeren wieder an und nahm als dessen militärischer Berater am Dritten Punischen Krieg teil. Er erlebte so unter anderem den endgültigen Untergang Karthagos im Jahre 146 v. Chr.

[...]

Polybios will seinen Landsleuten erklären, wie und warum in weniger als hundert Jahren Rom aus äußerster Bedrängung (vgl. Vae victis) zur Weltmacht aufzusteigen vermochte. [...]

Die Quellen, die Polybios für sein Werk heranzog, waren wohl recht vielfältig. Polybios erwähnt mehrere Autoren, die er teils auch kritisiert, unter anderem Ephoros von Kyme, Theopompos, Kallisthenes von Olynth oder Philinos von Akragas. Kritik übte Polybios auch an verschiedenen pro-karthagischen Geschichtsschreibern, namentlich an Chaireas und Sosylos,[2] die er möglicherweise aber dennoch benutzt hat.


2. Polybios: Historien, Buch III 20,5.


Literatur

  • [...]
  • Frank W. Walbank: Polybius, Rome, and the Hellenistic world. Cambridge 2002.
  • Frank W. Walbank: A Historical Commentary on Polybios. 3 Bde., Oxford 1999.
  • Frank W. Walbank: Polybius. Berkeley 1972 (ND 1990).
Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 070 10.

Sichter

[21.] Analyse:Gss/Fragment 074 13 - Diskussion
Bearbeitet: 30. June 2014, 16:08 Schumann
Erstellt: 30. June 2014, 16:08 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Philinos von Akragas 2011, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 74, Zeilen: 13-18.19-20, 21-22
Quelle: Wikipedia Philinos von Akragas 2011
Seite(n): 0, Zeilen: 0
In der zweiten Hälfte des 3. vorchristlichen Jahrhunderts lebte auf Sizilien der griechische Historiker Philinos von Akragas, das heutige Agrigento. Er hatte ein Geschichtswerk verfasst, das aber nur in Fragmenten überliefert ist. Das Werk diente Polybios seinerzeit als eine zentrale Quelle für seine Darstellungen der Geschichte des Ersten Punischen Krieges. Manche Passagen dramatischer Seeschlachtenbeschreibungen hat Polybios ohne kritische Überarbeitung einfach von Philinos übernommen, weil sie seinen Idealvorstellungen von Seeschlachten generell entsprachen. Nach Polybios' eigener Aussage hatte Philinos von einem pro-karthagischen Standpunkt aus geschrieben und selbst auch karthagische Quellen verwendet. Philinos von Akragas war ein antiker griechischer Historiker, der aus Akragas auf Sizilien stammte und in der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts v. Chr. lebte.

Philinos verfasste ein Geschichtswerk, von dem uns aber nur Fragmente überliefert sind. Der genaue Umfang ist uns ebenfalls unbekannt, es diente aber Polybios als eine wichtige Quelle für die Geschichte des ersten punischen Krieges; auch Diodor hat das Werk benutzt. Nach Polybios’ eigener Aussage schrieb Philinos von einem pro-karthagischen Standpunkt aus (vgl. Pol. 1,14f.), während für Polybios als Korrektiv für die römische Seite Quintus Fabius Pictor diente. Dies sagt aber nur etwas über den jeweiligen Standpunkt der Verfasser, weniger über die Qualität des Werks aus. Diese muss recht hoch gewesen sein, denn Polybios scheint sich über längere Passagen vor allem auf Philinos gestützt zu haben.

Anmerkungen
Sichter

[22.] Analyse:Gss/Fragment 075 01 - Diskussion
Bearbeitet: 30. June 2014, 12:41 Schumann
Erstellt: 30. May 2014, 22:15 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Seeschlacht bei Kap Bon (255 v Chr) 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 75, Zeilen: 1-6
Quelle: Wikipedia Seeschlacht bei Kap Bon (255 v Chr) 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
[Nach der erfolglosen Landoperation des römischen Heeres in Afrika wurden dessen Reste an Bord genom]men. Der Verband machte sich dann auf den Weg zurück nach Italien, geriet aber an der Südküste Siziliens in einen so schweren Sturm, dass fast 300 der etwa 370 Schiffe untergingen. Etwa 100 000 Mann sollen dabei ertrunken sein. Schon Polybios nannte den Schiffbruch die größte bekannte Schiffskatastrophe der Antike. Verantwortlich für das schnelle Kentern und Sinken der Schiffe könnte auch der schwere corvus gewesen sein - der allerdings in der Beschreibung der Schlacht zuvor nicht erwähnt wurde. Nach der Schlacht konnten die Reste des römischen Landheeres eingeschifft werden. Der Verband machte sich dann auf den Weg zurück nach Italien, doch auf der Rückfahrt geriet er an der Südküste Siziliens in einen schweren Sturm. Fast 300 der etwa 370 Schiffe gingen dabei mit etwa 100.000 Mann unter.[1] Der Grund für das schnelle Sinken der Schiffe war wohl der schwere Corvus und die (mit den Soldaten der Schlacht von Tunes) zu große Anzahl der Schiffsbesatzung. Dies war die größte bekannte Schiffskatastrophe der Antike.[2]

1. Helmut Pemsel: Seeherrschaft - Eine maritime Weltgeschichte von den Anfängen bis 1850, Bd.1, Koblenz 1996, S.50

2. Manfred Beike: Kriegsflotten und Seekriege der Antike, Berlin (Ost) 1987, S.119

Anmerkungen
Sichter

[23.] Analyse:Gss/Fragment 077 08 - Diskussion
Bearbeitet: 5. June 2014, 23:18 Schumann
Erstellt: 5. June 2014, 23:18 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Columna rostrata 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 77, Zeilen: 8-15
Quelle: Wikipedia Columna rostrata 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
In der Neuzeit sind nach diesem antiken Vorbild viele solcher Säulen errichtet worden, etwa in Sankt Petersburg, Bordeaux, New York, Berlin oder Wien, wo man am Praterstern an Wilhelm von Tegetthoff und seinen Sieg in der Schlacht von Lissa 1866 erinnern wollte. Eine weitere columna rostrata befand sich ursprünglich in Pola, dem Kriegshafen der K.u.K. Marine. Sie wurde nach dem Ersten Weltkrieg als Siegestrophäe und Beleg für die wettgemachte Niederlage Italiens bei Lissa nach Venedig an den Rand der Giardini pubblici transferiert. Neuzeitliche Beispiele nach antikem Vorbild finden sich unter anderem in Sankt Petersburg (mit Leuchtfeuern), in Wladiwostok, Bordeaux sowie beim 1892 zum 400 Jahresjubiläum der Amerikafahrt des Christoph Columbus errichteten Columbus Memorial am Columbus Circle in New York City. Eine monumentale Columna rostrata ist auch die für Wilhelm von Tegetthoff, den Sieger der Schlacht von Lissa errichtete Ehrensäule am Wiener Praterstern. Eine seinem Oberbefehlshaber, dem Erzherzog Ferdinand Maximilian 1876 gewidmete kleinere Rostrensäule befand sich ursprünglich in Pula und wurde nach dem Ersten Weltkrieg als Dokument der wettgemachten Niederlage Italiens als Siegestrophäe nach Venedig an den Rand der Giardini pubblici transferiert.
Anmerkungen
Sichter

[24.] Analyse:Gss/Fragment 083 28 - Diskussion
Bearbeitet: 6. June 2014, 13:37 Schumann
Erstellt: 6. June 2014, 13:37 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Plutarch 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 83, Zeilen: 28-36
Quelle: Wikipedia Plutarch 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Da ist zunächst Plutarch (um 45-125 n. Chr.), dem wir schon als Biographen wichtiger Akteure bei Salamis begegnet sind. Den aus Chaironeia gebürtigen griechischen Schriftsteller und Verfasser zahlreicher biographischer und philosophischer Schriften zeichneten eine hohe literarische und philosophische Bildung sowie umfassende Gelehrsamkeit aus. In seinen Vitae parallelae beschrieb er einige für seine Zeit wichtige Staatsmänner der Vergangenheit von Theseus bis Marcus Antonius, um sie hinsichtlich ihres positiven oder negativen Vorbildcharakters vorzuführen. Plutarch (griechisch Πλούταρχος, lateinisch Plutarchus; * um 45 in Chaironeia; † um 125) war ein griechischer Schriftsteller. Er verfasste zahlreiche biographische und philosophische Schriften, die seine umfassende literarische und philosophische Bildung und Gelehrsamkeit zeigen. [...]

[...] In den Bioi paralleloi behandelt Plutarch die wichtigsten Staatsmänner der Vergangenheit von Theseus bis Marcus Antonius. [...] Plutarch beschreibt seine Figuren mit negativen und positiven Eigenschaften, und einige große antike Persönlichkeiten werden mit genügend moralischen Mängeln geschildert, um als abschreckende Beispiele zu dienen, z. B. Demetrios.

Anmerkungen
Sichter

[25.] Analyse:Gss/Fragment 084 07 - Diskussion
Bearbeitet: 6. June 2014, 13:44 Schumann
Erstellt: 6. June 2014, 13:44 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Cassius Dio 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 84, Zeilen: 7-15
Quelle: Wikipedia Cassius Dio 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Der zweite wichtige antike Autor ist Lucius Cassius Dio Cocceianus, bekannt als Cassius Dio (um 163-nach 229). Er stammte aus Nikaia in Bithynien und verfasste in griechischer Sprache eine Römische Geschichte, die mit der Ankunft des mythischen Aeneas in Italien beginnt und über die Gründung Roms bis zu seinem eigenen Konsulatsjahr 229 unter der Regierung seines Gönners Kaiser Severus Alexander (222-235) reicht. Als ein oft in Staatsämtern tätiger Mann vertrat Cassius Dio einen betont senatorischen Standpunkt und konnte sich auf zahlreiche Quellen, auch offizielle Akten, stützen. Lucius Cassius Dio Cocceianus[1] (* um 163 in Nikaia in Bithynien; † nach 229) war ein römischer Senator, Konsul, Schriftsteller und Geschichtsschreiber.

Leben

[...] Der junge Kaiser Severus Alexander (222–235) schätzte ihn sehr und machte ihn 229 zum zweiten Mal zum Konsul, diesmal als Kollege des Herrschers, was eine besondere Ehre darstellte. [...]

Werk

Cassius Dio veröffentlichte eine heute nur noch teilweise erhaltene Römische Geschichte (gr.: ‘Ῥωμαϊκὴ ἱστορία) in achtzig Büchern, die Frucht einer mindestens 24-jährigen Arbeit. Sie begann mit der Ankunft des mythischen Aeneas in Italien und reichte über die Gründung von Rom bis zu seinem Konsulatsjahr 229. [...]

[...]

Dio, der einen betont senatorischen Standpunkt vertrat (siehe senatorische Geschichtsschreibung), nahm sich Thukydides zum Vorbild, wenngleich er nicht an diesen heranreicht. Dennoch war Dio ein bedeutender Geschichtsschreiber. Sein Stil ist, wo der Text nicht verderbt ist, im Allgemeinen klar, obwohl er voller Latinismen steckt; seine Reden sind, wie in der antiken Geschichtsschreibung üblich, in der Regel frei erfunden. Seine Sorgfalt steht aber außer Frage: Dio konnte sich auf zahlreiche Quellen stützen, die nicht mehr in allen Einzelheiten erkennbar sind. Sicher ist jedoch, dass er als Senator auch Zugriff auf mehrere, heute verlorene Werke sowie auf Senatsakten hatte.


1. Zu seinem Namen: Roman Military Diplomas, Roxan, 133 = L. Cassius Dio; das Cognomen Cocceianus wird erst in byzantinischer Zeit erwähnt und ist daher fiktiv; ein weiterer Gentilnomen Claudius in L’Année épigraphique 1971, 430 = Κλ΄ Κάδδιος Δίων wird als fehlerhafte Wiedergabe des L(ucius) gesehen.

Anmerkungen
Sichter

[26.] Analyse:Gss/Fragment 084 32 - Diskussion
Bearbeitet: 6. June 2014, 13:51 Schumann
Erstellt: 6. June 2014, 13:51 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Orosius 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 84, Zeilen: 32-34, 36(-S. 85: 1-2)
Quelle: Wikipedia Orosius 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Der dritte für die Schlacht von Actium wichtige Autor ist Paulus Orosius (um 385-um 418), der aus Hispanien stammte und im Auftrag des Augustinus von Hippo Sieben Bücher Geschichte gegen die Heiden verfasste. Dieses Werk stellte praktisch die erste christliche Universalgeschichte von Adam und Eva bis in seine Zeit dar. Orosius will darin den «Beweis» [erbringen, dass die Welt seit dem Beginn des Christentums nicht schlechter geworden sein kann.] Paulus Orosius (* um 385; † um 418), war ein in Hispanien (möglicherweise in Braga in der Provinz Galaecia) geborener spätantiker Historiker und christlicher Theologe.

[...]

Orosius' mit Abstand berühmtestes Werk, die Historiae adversum Paganos, wurde auf Augustinus’ Anregung hin begonnen, dem die Schrift auch gewidmet ist. Als Augustinus diese Aufgabe vorschlug, hatte er schon sein eigens Werk De civitate Dei begonnen, und es sind dann vielfach die gleichen Argumente, die von seinem Schüler Orosius weiter ausgearbeitet wurden - vor allem der anhand der Geschichte versuchte "Beweis", dass die Welt mit dem Auftritt des Christentums nicht schlechter geworden sei.

Anmerkungen

Fortsetzung auf der folgenden Seite.

Sichter

[27.] Analyse:Gss/Fragment 085 01 - Diskussion
Bearbeitet: 6. June 2014, 13:56 Schumann
Erstellt: 6. June 2014, 13:56 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Orosius 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 85, Zeilen: 1-5
Quelle: Wikipedia Orosius 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
[Orosius will darin den «Beweis»] erbringen, dass die Welt seit dem Beginn des Christentums nicht schlechter geworden sein kann. Damit trat er all jenen entgegen, die die Abkehr von den alten Göttern für den offensichtlichen Verfall des Westteils des Römischen Reiches seit etwa 400 und vor allem für die Eroberung Roms durch Alarich I. im Jahr 410 verantwortlich machten. Als Augustinus diese Aufgabe vorschlug, hatte er schon sein eigens Werk De civitate Dei begonnen, und es sind dann vielfach die gleichen Argumente, die von seinem Schüler Orosius weiter ausgearbeitet wurden - vor allem der anhand der Geschichte versuchte "Beweis", dass die Welt mit dem Auftritt des Christentums nicht schlechter geworden sei. Das Projekt war notwendig geworden, da sich aufgrund des offenkundigen Verfalls des weströmischen Reiches seit etwa 400 und insbesondere seit der Eroberung Roms durch Alarich I. im Jahr 410 die Stimmen gemehrt hatten, die die Abkehr von den alten Göttern für die schwierige Lage verantwortlich machten.
Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 084 32.

Sichter

[28.] Analyse:Gss/Fragment 086 11 - Diskussion
Bearbeitet: 3. June 2014, 21:12 Schumann
Erstellt: 3. June 2014, 21:02 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Augustus 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 86, Zeilen: 11-22
Quelle: Wikipedia Augustus 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
In seinem letzten Willen hatte Antonius angeblich Kleopatras Kinder als Erben römischer Gebiete eingesetzt und Caesarion als leiblichen Sohn Iulius Caesars anerkannt. Doch der größte Skandal: Antonius hatte obendrein bestimmt, dass er nicht in Rom, sondern neben Kleopatra in Alexandria bestattet werden wolle. Nun enthob der Senat Antonius aller Ämter, denn in den Augen traditionell denkender Römer musste er als ein Verräter erscheinen. Und da Octavian die ägyptische Königin als Urheberin allen Übels darstellte, erklärte der Senat sie zur Staatsfeindin und Ägypten den Krieg. Das war klug eingefädelt, denn mit diesem Schachzug gelang es Octavian, den Kampf gegen seinen eigenen innenpolitischen Gegner in einen Krieg gegen einen äußeren Feind Roms umzumünzen, obwohl Octavian gewusst haben dürfte, dass Antonius gar keine Ostpolitik betrieb, die die Interessen des Gesamtimperiums verletzte. Zuvor hatten zwei Zeugen der Testamentsausfertigung, die Senatoren Lucius Munatius Plancus und Marcus Titius, die im Herbst 32 v. Chr. von Antonius abgefallen waren, Octavian über den Inhalt des Dokuments informiert: Danach hatte Antonius Kleopatras Kinder als Erben römischer Gebiete eingesetzt, Caesarion als leiblichen Sohn Caesars anerkannt und bestimmt, dass er neben Kleopatra in Alexandria bestattet werden wolle.[24] Als dies bekannt wurde, enthob der Senat Antonius aller Ämter. Da Octavian die ägyptische Königin als Urheberin von Antonius’ „romfeindlichem“ Verhalten darstellte, erklärte der Senat sie zur Staatsfeindin und Ägypten den Krieg. Mit diesem Schachzug war es Octavian gelungen, den Kampf gegen einen innenpolitischen Gegner in einen Krieg Roms gegen einen äußeren Feind umzumünzen. Wer Antonius von da an noch unterstützte, half damit auch diesem äußeren Feind und musste in den Augen traditionell denkender Römer als Verräter erscheinen.
Anmerkungen
Sichter

[29.] Analyse:Gss/Fragment 087 23 - Diskussion
Bearbeitet: 6. June 2014, 16:57 Schumann
Erstellt: 6. June 2014, 16:56 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Liburne 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 87, Zeilen: 23-24, 26-28
Quelle: Wikipedia Liburne 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Diesen Typ hatten die Römer von den illyrischen Liburnern übernommen; daher der Name. Im Gegensatz zur Triere war das Schiff anfangs mit nur einer, später auch mit zwei Ebenen an Ruderern ausgestattet. In der Kaiserzeit wurden Liburnen zum hauptsächlichen Schiffstyp der römischen Flotte, so dass liburna nun auch generell «Kriegsschiff» bedeuten konnte.

[S. 88, Z. 3-6: Mit dem kampferprobten General Marcus Vipsanius Agrippa (64/63-12 v.Chr.) hatte der militärisch eher glücklose Octavian auch noch einen talentierten Flotten- und Truppenführer gefunden.]

Die Römer übernahmen den Schiffstyp von den illyrischen Liburnern. In der Schlacht bei Actium bestand die von Marcus Vipsanius Agrippa kommandierte Flotte Oktavians (des späteren Augustus) überwiegend aus Liburnen.

In der Kaiserzeit wurden Liburnen zum hauptsächlichen Schiffstyp der römischen Flotte (liburna konnte fortan auch „Kriegsschiff“ generell bedeuten).

Anmerkungen
Sichter

[30.] Analyse:Gss/Fragment 088 07 - Diskussion
Bearbeitet: 3. June 2014, 19:58 Schumann
Erstellt: 31. May 2014, 21:40 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Marcus Antonius 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 88, Zeilen: 7-9, 11-24, 26-30
Quelle: Wikipedia Marcus Antonius 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Zu Beginn des Jahres 31 v. Chr. segelte Agrippa über das Ionische Meer und eroberte die Flottenbasis Methone, das heutige Methoni, an der Südwestspitze Griechenlands. Von hier aus ließ er die Getreideschiffe jagen, die Antonius von Ägypten aus verproviantieren sollten. Dann vertrieb Agrippa auch die feindliche Besatzung von der Insel Kerkyra und ermöglichte es dadurch Octavian, mit dem Hauptheer ungehindert an der griechischen Küste zu landen und sich in Epirus festzusetzen.

Antonius war offenbar vom raschen Vorgehen seines Gegners überrascht und bezog sein Lager auf einer Halbinsel südlich des Golfs von Ambrakia, in dem er auch den Hauptteil seiner Schiffe zusammengezogen hatte. Octavian errichtete hingegen auf einer nördlichen Halbinsel sein Lager. Währenddessen errang Agrippa weitere Seesiege; er eroberte die südlich des Golfes gelegene Insel Leukas, das heutige Lefkada, sowie die Städte Patras und Korinth. Damit sicherte er Octavian eine geschützte Flottenbasis und schnitt zugleich Antonius weitgehend vom Nachschub ab. Schon bald stellte sich im Lager des Antonius Nahrungsmangel ein. Im Verlauf der monatelangen Blockade, in der mehr mit dem Spaten um Trinkwasser, als mit dem Schwert um eine Entscheidung gerungen wurde, verschlechterte sich die Situation immer weiter durch Hunger, Seuchen und Desertionen. Hinzu kam ein Streit zwischen jenen Römern, die Kleopatra aus dem Hauptquartier des Antonius entfernen wollten, und den Befürwortern einer weiteren Teilnahme der ägyptischen Königin am Krieg. [...]

Da ihre Stellung unhaltbar geworden war, blieben den beiden auf den ersten Blick nur zwei Möglichkeiten der Rettung: [...]

Zu Beginn des Jahres 31 v. Chr. segelte Octavians Admiral Agrippa über das Ionische Meer, eroberte die Flottenbasis Methone, vertrieb Antonius’ Besatzung von der Insel Korfu und ermöglichte dem Caesarerben, mit dem Hauptheer von 80.000 Soldaten und 12.000 Reitern ungehindert an der griechischen Küste zu landen und sich in Epirus festzusetzen, wo er den Hauptteil der gegnerischen Schiffe im Golf von Ambrakia einschloss. Antonius, offenbar vom raschen Vorgehen seines Gegners überrascht, bezog sein Lager auf einer Halbinsel südlich des Golfes von Ambrakia, Octavian hingegen nördlich davon. Agrippa errang weitere Seesiege, eroberte die Insel Leukas sowie die Städte Patrai und Korinth und sicherte Octavian damit eine sichere Flottenbasis. Außerdem schnitt er Antonius dadurch weitgehend vom Nachschub ab und brachte so die Vorentscheidung für den Sieg Octavians. Die Personen in Antonius’ Lager hatten bald mit Nahrungsmangel zu kämpfen und im Verlauf der monatelangen Blockade verschlechterte sich die Situation durch Hunger, Seuchen und Desertionen. Dazu kamen Konflikte zwischen jenen Römern, die Kleopatra aus dem Hauptquartier des Antonius entfernen wollten, und den Befürwortern einer weiteren Teilnahme der ägyptischen Königin am Krieg.

Nachdem alle Versuche, die Blockade zu durchbrechen, fehlschlugen und die Stellung unhaltbar geworden war, entschloss sich Antonius Ende August 31 v. Chr. zur Abhaltung eines Kriegsrates über die weitere Vorgehensweise.

Anmerkungen

Eine – etwas geringere – Übereinstimmung ergibt sich (für die Zeilen 7-9, 11-16, 23-24, 26-30 und 32-35) auch mit dem Wikipedia-Artikel "Schlacht bei Actium" (Version v. 28.09.2012).

Sichter

[31.] Analyse:Gss/Fragment 089 07 - Diskussion
Bearbeitet: 5. June 2014, 21:53 Schumann
Erstellt: 31. May 2014, 22:01 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Marcus Antonius 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 89, Zeilen: 7-11
Quelle: Wikipedia Marcus Antonius 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Ende August 31 v. Chr. entschlossen sich Antonius und Kleopatra nach Abhaltung eines Kriegsrates dazu, mit einem Teil der Schiffe eine Seeschlacht zu riskieren, um die Blockade zu sprengen und nach Ägypten zurückzusegeln. Ihr Mitstreiter, der Feldherr Canidius Crassus, sollte gleichzeitig versuchen, mit dem größten Teil der Truppen über Land abzuziehen. Nachdem alle Versuche, die Blockade zu durchbrechen, fehlschlugen und die Stellung unhaltbar geworden war, entschloss sich Antonius Ende August 31 v. Chr. zur Abhaltung eines Kriegsrates über die weitere Vorgehensweise. Er nahm Kleopatras Vorschlag an und beschloss daher, mit einem Teil seiner Schiffe eine Seeschlacht zur Sprengung der Blockade zu riskieren und im Erfolgsfall nach Ägypten zurückzusegeln, während sein Feldherr Canidius Crassus versuchen sollte, mit seinen Truppen über Land abzuziehen.
Anmerkungen

Eine ähnliche Übereinstimmung ergibt sich auch mit dem Wikipedia-Artikel "Schlacht bei Actium" (Version v. 28.09.2012).

Sichter

[32.] Analyse:Gss/Fragment 108 04 - Diskussion
Bearbeitet: 4. June 2014, 18:47 Schumann
Erstellt: 4. June 2014, 18:47 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Islamische Expansion 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 108, Zeilen: 4-17
Quelle: Wikipedia Islamische Expansion 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Beim Tod des Propheten Mohammed im Jahr 632 erstreckte sich deren nun islamischer Machtbereich noch allein auf die Arabische Halbinsel. Die riesigen fruchtbaren Gebiete Ägyptens, Palästinas, Syriens und des Zweistromlands bis hin nach Persien standen weitgehend unter der Kontrolle der beiden wichtigsten Großmächte der Spätantike: Ostroms und des persischen Sassanidenreichs. Beide hatten sich bei ihrer Grenzverteidigung sogar lange der Unterstützung durch arabische Stämme bedienen können. Doch nun entfalteten die Araber unter den Kalifen, den Nachfolgern des Propheten, aggressive Expansionsbestrebungen und stießen schon bald weit über die Grenzen der Arabischen Halbinsel hinaus. Da sich das Oströmische Reich und die Sassaniden seit Jahrhunderten im Kampf um die Vorherrschaft: im Osten ineinander verbissen und in endlosen Kriegen gegenseitig geschwächt hatten, gelang es den Arabern in kurzer Zeit, große Teile beider Reiche zu erobern. Ausgangssituation

Der islamische Machtbereich erstreckte sich beim Tod des Propheten Mohammed 632 n. Chr. auf die arabische Halbinsel,[1] deren Randgebiete weitgehend unter der Kontrolle Ostroms und des Sassanidenreichs standen.

Diese beiden Großmächte der Spätantike hatten sich bei ihrer Grenzverteidigung lange großteils auf arabische Stämme verlassen. [...]

[...] Die Araber hatten bereits lange zuvor Raub- und Plünderungszüge unternommen. Da aber der Islam den Muslimen untersagte, einander zu überfallen, [...] kamen religiöse, ökonomische und innenpolitische Motive zusammen, die die Araber antrieben, bereits ab 632 militärisch über die Grenzen der Arabischen Halbinsel hinaus vorzustoßen.

Begünstigt wurden sie dabei durch die damalige ungewöhnliche Schwäche ihrer Gegner: Die Oströmer (Byzantiner) stützten sich seit dem fünften Jahrhundert vielfach auf die teilweise christlichen arabischen Ghassaniden, die südlich von Damaskus herrschten. Doch waren sowohl Ostrom als auch Persien von einem langen Krieg erschöpft, den sich beide bis 629 geliefert hatten (siehe dazu Römisch-Persische Kriege). Beide Reiche waren ganz aufeinander fixiert und militärisch nicht auf einen Angriff der Araber eingerichtet.


1. Siehe W. Montgomery Watt: Muhammad at Medina. Oxford University Press, 1962. S. 78-151 sowie Elias Shoufani: Al-Ridda and the Muslim Conquest of Arabia. University of Toronto Press, 1973. S. 10-48

Anmerkungen
Sichter

[33.] Analyse:Gss/Fragment 109 11 - Diskussion
Bearbeitet: 4. June 2014, 18:53 Schumann
Erstellt: 4. June 2014, 18:53 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Islamische Expansion 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 109, Zeilen: 11-14, 21-24
Quelle: Wikipedia Islamische Expansion 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Mit den alten vorderorientalischen beziehungsweise nordafrikanischen Provinzen Syria, Aegyptus und Africa hatte das Oströmische Reich zwei Drittel seines Territoriums, drei Viertel seiner Steuereinnahmen und über die Hälfte der Bevölkerung eingebüßt. [...]

Die Einfälle der Araber führten schon bald zum Untergang der meisten oströmischen Städte. Sie wurden entweder ganz aufgegeben oder verwandelten sich in kleinere Siedlungen mit mächtigen Verteidigungsmauern, [...]

In Nordafrika kämpften sich die Araber bis ins heutige Marokko vor. Das oströmische Karthago vermochte sich jedoch bis 697/698 zu halten, denn die Berber bekämpften zunächst die Araber, wie sie zuvor auch die Römer bekämpft hatten. Doch für Ostrom bzw. Byzanz blieb entscheidend, dass das Imperium mit den vorderorientalischen Besitzungen zwei Drittel seines Territoriums, drei Viertel seiner Steuereinnahmen und über die Hälfte der Bevölkerung verloren hatte. Die arabischen Razzien führten zudem auch in Kleinasien zum Untergang der meisten Poleis, die nun aufgegeben oder durch kleine, befestigte Siedlungen – man nannte ein solches Wehrdorf Kastron – ersetzt wurden.
Anmerkungen
Sichter

[34.] Analyse:Gss/Fragment 109 14 - Diskussion
Bearbeitet: 27. June 2014, 16:18 Schumann
Erstellt: 27. June 2014, 16:18 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Belagerung von Konstantinopel (674–678) 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 109, Zeilen: 14-17
Quelle: Wikipedia Belagerung von Konstantinopel (674–678) 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Seit 663 erschienen die Araber Jahr für Jahr plündernd in Kleinasien und sorgten dort für schwere Verwüstungen. Zeitweilig drangen die Angreifer sogar bis Chalkedon, einem Vorort Konstantinopels auf der asiatischen Seite des Bosporus, vor. Ab 663 erschienen sie Jahr für Jahr in Kleinasien und sorgten für Verwüstung. Teilweise drangen die Angreifer bis Chalkedon, den Vorort Konstantinopels auf der asiatischen Seite des Bosporus vor.
Anmerkungen
Sichter

[35.] Analyse:Gss/Fragment 110 07 - Diskussion
Bearbeitet: 4. June 2014, 21:12 Schumann
Erstellt: 4. June 2014, 21:11 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Byzantinische Marine 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 110, Zeilen: 7-11, 12-14
Quelle: Wikipedia Byzantinische Marine 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Ab den 630er Jahren wurde in mehreren Schritten das gesamte militärische und administrative System des Reiches umgestaltet und die sogenannte Themenverfassung eingeführt. Dabei wurde das Reich in mehrere themata unterteilt, in regionale Verwaltungs- und Militärdistrikte, in denen auch ohne Anweisung aus Konstantinopel entschieden werden konnte. Unter dem Kommando eines stratēgos unterhielt jedes Thema seine eigenen Militäreinheiten, die zum Teil aus der lokalen Bevölkerung rekrutiert wurden. Als Reaktion auf die arabischen Eroberungszüge des 7. Jahrhunderts wurde das gesamte militärische und administrative System des Reiches reformiert und die sogenannte Themenverfassung eingeführt. Das Reich war in mehrere themata unterteilt, die regionale Verwaltungs- und Militärsdistrikte darstellten. Unter dem Kommando eines stratēgos unterhielt jedes Thema seine eigenen Militäreinheiten, die aus der lokalen Bevölkerung rekrutiert wurden.
Anmerkungen
Sichter

[36.] Analyse:Gss/Fragment 110 30 - Diskussion
Bearbeitet: 27. June 2014, 17:40 Schumann
Erstellt: 27. June 2014, 17:40 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Belagerung von Konstantinopel (674–678) 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 110, Zeilen: 30-32
Quelle: Wikipedia Belagerung von Konstantinopel (674–678) 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Neben den Rüstungen zu Land und zur See gehörte zu den Vorbereitungen der Belagerung die Eroberung einiger Ägäis-Inseln. Es gelang den Arabern 670 sogar, die Stadt Kyzikos am Südufer des Marmarameers, keine siebzig Seemeilen [entfernt, zu erobern.] Im Vorfeld wurden einige Ägäisinseln von den Arabern erobert. 670 bemächtigten sie sich der Stadt Kyzikos auf der Halbinsel Arktonnesos an der Südseite des Marmarameers, die zur Ausgangsbasis der Angriffe werden sollte.
Anmerkungen

Fortsetzung auf der Folgeseite, Inhalts- und Textparallelen werden dort deutlich(er).

Sichter

[37.] Analyse:Gss/Fragment 111 01 - Diskussion
Bearbeitet: 5. October 2014, 19:13 Schumann
Erstellt: 27. June 2014, 17:56 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Belagerung von Konstantinopel (674–678) 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 111, Zeilen: 1-2.2-6, 7-11, 14-18.19-21
Quelle: Wikipedia Belagerung von Konstantinopel (674–678) 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
[Es gelang den Arabern 670 sogar, die Stadt Kyzikos am Südufer des Marmarameers, keine siebzig Seemeilen] von Konstantinopel entfernt, zu erobern. Da die Stadt auf dem Isthmos der Halbinsel Arktonnesos lag, verfügte sie über einen Doppelhafen, war also die ideale Ausgangsbasis für eine Flottenoperation. Im Jahre 672 nahm ein arabisches Geschwader mit Smyrna, dem heutigen Izmir, einen weiteren Seestützpunkt an der Westküste Kleinasiens ein. Nun konnte der Sturm auf die Hauptstadt des Reiches beginnen.

[...] Wahrscheinlich 677 oder 678 gelang es seiner [= Konstantins IV.] Flotte in höchster Not, die Araber mit Hilfe des Griechischen Feuers abzuwehren. Die lange Belagerung und Rettung aus größter Bedrängnis muss sich langfristig in das kulturelle Gedächtnis der Oströmer eingeschrieben haben. Berichte aus späterer Zeit jedenfalls malen die Ereignisse farbenfroh aus: Mehrere Jahre lang hätten sich bei Einbruch des Winters die Araber nach Kyzikos zurückgezogen und Verstärkung aus Syrien erhalten. Während der Wintermonate seien die Schiffe dann wieder see- und kampftüchtig gemacht worden. Doch auch der nächste Ansturm wurde zurückgeschlagen, nicht anders der übernächste. Erst nach fünf, in manchen Überlieferungen sogar nach sieben Jahren vergeblicher Belagerung und dem Verlust zahlloser Schiffe sollen die Muslime 678 die Belagerung aufgegeben haben. Kalif Muawiya habe nun das Friedensangebot [Konstantins annehmen müssen, und das zu Bedingungen, die für ihn wenige Jahre zuvor noch unannehmbar gewesen waren.]

Im Vorfeld wurden einige Ägäisinseln von den Arabern erobert. 670 bemächtigten sie sich der Stadt Kyzikos auf der Halbinsel Arktonnesos an der Südseite des Marmarameers, die zur Ausgangsbasis der Angriffe werden sollte. Bevor der Sturm auf das byzantinische Machtzentrum begann, wurde 672 jedoch noch das nahe Smyrna eingenommen, während eine andere Flottenabteilung die kilikische Küste angriff.

Verlauf

[...] Aber die Befestigungsanlagen am Marmarameer und am Goldenen Horn hielten all ihren Angriffen stand, während Byzanz seinerseits mit Hilfe des Griechischen Feuers unter den Angreifern verheerende Schäden anrichtete. Doch die Muslime waren solchen Widerstand nicht gewohnt und nicht bereit, ihre Niederlage einzugestehen. Bei Einbruch des Winters zogen sie sich nach Kyzikos zurück, beorderten Verstärkung aus Syrien und machten ihre Schiffe während der folgenden Monate wieder see- und kampftüchtig. Im Frühjahr griffen sie erneut an, blieben aber jahrelang erfolglos. Nach (angeblich) fünf Jahren vergeblichen Anrennens wurde die Belagerung im Jahre 678 endgültig aufgegeben. [...]

Im Jahre 679 nahm Kalif Muawiya Konstantins Friedensangebot an, zu Bedingungen, die ihm noch wenige Jahre zuvor schändlich vorgekommen wären: Räumung der ägäischen Inseln, die er jüngst erobert hatte, und Zahlung eines jährlichen Tributs von 50 Sklaven, 50 Pferden und 3.000 Pfund Gold an den Kaiser.

Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 110 30: Abgesehen von Detailergänzungen und Ausschmückungen folgen die Ausführungen mehr oder weniger stark umformuliert dem Wikipedia-Artikel.

Fortsetzung auf der folgenden Seite.

Sichter

[38.] Analyse:Gss/Fragment 112 01 - Diskussion
Bearbeitet: 27. June 2014, 19:55 Schumann
Erstellt: 27. June 2014, 19:55 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Belagerung von Konstantinopel (674–678) 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 112, Zeilen: 1-6, 11-15, 17-19.21-23, 28.29-30
Quelle: Wikipedia Belagerung von Konstantinopel (674–678) 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
[Kalif Muawiya habe nun das Friedensangebot] Konstantins annehmen müssen, und das zu Bedingungen, die für ihn wenige Jahre zuvor noch unannehmbar gewesen waren. Es sah die Zahlung eines jährlichen Tributs von fünfzig Sklaven, fünfzig Pferden und dreitausend Pfund Gold an den Kaiser vor.

Leider gibt es jedoch keine zeitgenössischen Berichte über die Belagerung.
[... Z. 5-11 (gleicher Absatz): Passage zu Theophanes' Chronographie als "wichtigster Quelle" ...]
Wegen der unsicheren Überlieferungen sind Zweifel berechtigt, ob es in den 670er Jahren überhaupt eine mehrjährige Belagerung Konstantinopels gegeben haben kann. Es könnte durchaus sein, dass der Chronist Theophanes mehrere Nachrichten von arabischen Attacken fälschlich miteinander in Verbindung gesetzt hat und seine Bemerkungen also aller Wahrscheinlichkeit nach mit dem Verlauf der historischen Ereignisse nur in groben Zügen übereinstimmen. Die Annahme einer mehrjährigen und zudem kontinuierlichen Belagerung einer riesigen Stadt wie Konstantinopel [...] mit all den Anforderungen an Heeresorganisation und Truppenversorgung erscheint vor dem Hintergrund der tatsächlichen Möglichkeiten mittelalterlicher Herrscher nur wenig glaubhaft. [...]

Sicher ist nur, dass es in den 670er Jahren sowie in den Jahren 717/718 tatsächlich energische Angriffe auf das Byzantinische Reich und seine Hauptstadt gab. [... Immerhin, die spätere Stilisierung der Ereignisse lässt erkennen, wie tief der erste arabische Angriff auf Konstantinopel noch nachfolgende Generationen beeindruckt hat.]5


5 Vgl. Stratos, Byzantium, S. 29-39; ferner Howard-Johnston, Witnesses, S.302-304.


Stratos, Andreas N.: Byzantium in the Seventh Century, Bd. 4:668-685, Amsterdam 1978

Howard-Johnston, James: Witnesses to a World Crisis. Historians and Histories of the Middle East in the Seventh Century, Oxford 2010

Im Jahre 679 nahm Kalif Muawiya Konstantins Friedensangebot an, zu Bedingungen, die ihm noch wenige Jahre zuvor schändlich vorgekommen wären: Räumung der ägäischen Inseln, die er jüngst erobert hatte, und Zahlung eines jährlichen Tributs von 50 Sklaven, 50 Pferden und 3.000 Pfund Gold an den Kaiser. [...]

Quellenkritik

Es gibt keine zeitgenössischen Berichte über die Belagerung. Der Oxforder Historiker James Howard-Johnston vertritt daher in einer neuen quellenkritischen Studie die Position, dass die Annahme, es habe in den 670er Jahren eine mehrjährige Belagerung Konstantinopels gegeben, auf einem Irrtum der späteren Chronisten, namentlich Theophanes, beruhe: Dieser habe zwei Nachrichten von arabischen Attacken fälschlich miteinander in Verbindung gesetzt. Tatsächlich seien die Araber, wie sich auch 717/18 gezeigt habe, zu einer mehrjährigen kontinuierlichen Belagerung Konstantinopels logistisch gar nicht im Stande gewesen. Zwar habe es in den 670er Jahren tatsächlich schwere Attacken auf byzantinisches Territorium gegeben, aber keine vier- oder sogar siebenjährige Blockade der Hauptstadt.


Literatur

  • James Howard-Johnston: Witnesses to a World Crisis. Historians and Histories of the Middle East in the Seventh Century. Oxford University Press, Oxford u. a. 2010, ISBN 978-0-19-920859-3, S. 302–304.
Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 111 01.

Gss folgt hier erkennbar dem Wikipedia-Artikel, doch während dieser Vorlagentext klar kenntlich macht, zur Einordnung von Theophanes' Chronographie die Position Howard-Johnstons zu referieren, eignet sich Gss dessen im Artikel zusammengefasste Position quasi an ("[es] sind Zweifel berechtigt", "Es könnte durchaus sein, dass [...]") – und erwähnt Howard-Johnston dann am Ende der Seite (Endnote 5) lediglich an zweiter Stelle ("ferner").

Sichter

[39.] Analyse:Gss/Fragment 113 02 - Diskussion
Bearbeitet: 4. June 2014, 15:47 Schumann
Erstellt: 4. June 2014, 15:47 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Belagerung von Konstantinopel (717–718) 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 113, Zeilen: 2-5, 6-11.11-19
Quelle: Wikipedia Belagerung von Konstantinopel (717–718) 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Denn trotz der gescheiterten ersten Belagerung setzte sich die islamische Expansion in Ost und West scheinbar unaufhaltsam fort. Mit Karthago fiel 698 der letzte byzantinische Außenposten in Nordafrika. Wenig später überquerten die Araber die Meerenge von Gibraltar, und 711 unterlag ihnen das Westgotenreich auf der Iberischen Halbinsel. Im Osten dehnte sich der Machtbereich der Kalifen bald bis an die Grenzen Indiens aus.

Die Umayyaden-Kalifen fühlten sich somit bald wieder stark genug, einen erneuten Angriff auf die byzantinische Hauptstadt zu unternehmen, um diese zum eigenen Regierungssitz zu machen. Die Angriffsvorbereitungen blieben jedoch am Goldenen Horn nicht unbemerkt. Kaiser Anastasios II. (713-715/16) traf ab 713 Vorbereitungen gegen eine bevorstehende Belagerung, indem er die Mauern verstärken, die Flotte aufrüsten und die Kornspeicher der Stadt füllen ließ. Zwei Jahre später versammelte im Sommer 715 Kalif Sulaiman (715-717) ein riesiges Heer, das unter dem Befehl seines Bruders Maslama durch Kleinasien auf Konstantinopel marschieren sollte. Parallel dazu ging eine Flotte von angeblich 1800 Schiffen unter Segel.

Hintergrund

Trotz der gescheiterten ersten Belagerung von Konstantinopel (674–678) ging die Islamische Expansion in Ost und West beinahe unaufhaltsam weiter. Mit Karthago fiel 698 der letzte byzantinische Außenposten in Nordafrika, 711 unterlag das Westgotenreich in der Schlacht am Guadalete. Im Osten wurden Indus und Oxus überschritten. Das Umayyaden-Kalifat fühlte sich stark genug für einen erneuten Angriff auf die byzantinische Hauptstadt. Bereits Al-Walid I. traf entsprechende Vorbereitungen, starb allerdings vor der Verwirklichung seiner Pläne. Sein jüngerer Bruder und Nachfolger auf dem Thron, Sulayman, führte die Anstrengungen fort.

Unterdessen registrierte auch Byzanz, dass es erneut in den Blickpunkt der Araber geraten war. Einige Jahre der Thronwirren nach dem Tod Justinians II. verhinderten wirksame Maßnahmen, erst Anastasios II. traf ab 713 Vorbereitungen für eine bevorstehende Belagerung. Die Mauern wurden verstärkt, die Flotte aufgerüstet und die Speicher der Stadt gefüllt. [...]

Im Sommer 715 ließ Kalif Sulayman bei Halab ein Heer versammeln. Unter dem Befehl seines Bruders Maslama sollte es Kleinasien Richtung Konstantinopel durchqueren. Gleichzeitig machte sich eine Flotte von 1.800 Schiffen unter Sulaymans Befehl auf den Weg.

Anmerkungen
Sichter

[40.] Analyse:Gss/Fragment 114 02 - Diskussion
Bearbeitet: 4. June 2014, 16:11 Schumann
Erstellt: 4. June 2014, 16:11 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Belagerung von Konstantinopel (717–718) 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 114, Zeilen: 2-25, 26-31
Quelle: Wikipedia Belagerung von Konstantinopel (717–718) 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Im Frühjahr 717 begann schließlich der Vormarsch auf Konstantinopel. Auf dem Weg dorthin eroberte das Heer Pergamon trotz seiner neuen Befestigungsanlagen und überquerte bei Abydos die Dardanellen. Im August standen die Araber erneut vor den Mauern Konstantinopels und errichteten ein befestigtes Lager. Anfang September erschien auch die Flotte am Bosporus.

Eisenketten und Dromonen

Damit sahen sich Konstantinopel und der soeben erst auf den Thron gelangte Kaiser Leo III. (717-741) abermals sowohl von Land als auch vom Meer her eingeschlossen. Die byzantinische Flotte lag im Goldenen Horn, geschützt durch eine Eisenkette, die quer über dessen Einfahrt gespannt werden konnte. Eine ganze Serie vergeblicher Angriffe auf die Land- und Seemauern zeigte den Arabern schon bald, dass Konstantinopel nach wie vor eine harte Nuss war. Die Belagerung zog sich in die Länge. Der Winterbegann im Jahr 717 früh und erwies sich als ungewöhnlich streng. Über hundert Tage lang konnte man in Thrakien den von einer dicken Schneedecke bedeckten Boden nicht sehen, berichtet der Geschichtsschreiber Theophanes Homologetes. Unter diesen misslichen Umständen verschlechterte sich die Versorgungslage der Angreifer bald dramatisch, so dass sie, wenn wir Theophanes vertrauen dürfen, eine große Anzahl Pferde und Kamele verloren. Im Frühjahr traf dann die heiß ersehnte, in Ägypten gebaute Versorgungsflotte ein, darunter 400 Schiffe mit dem dringend benötigten Nachschub. Wenig später brachten 360 Schiffe aus Nordafrika den Belagerern weitere Unterstützung. Unter den ägyptischen Seeleuten befanden sich jedoch viele Christen, die zu den Byzantinern flohen und dem Kaiser Informationen über Angriffspläne und Ankerplätze der muslimischen Flotte zuspielten. Daraufhin stattete Kaiser Leo, so Theophanes weiter, seine Dromonen mit feuerschleudernden Siphonen aus und schlug gegen die feindliche Flotte los.

Im Frühjahr machte sich Maslama schließlich auf den Weg, eroberte Pergamon und überquerte bei Abydos die Dardanellen. Am 15. August erreichte das Heer die Mauern von Konstantinopel, errichtete ein befestigtes Lager und wartete auf die Flotte, die schließlich am 1. September am Bosporus eintraf.

Verlauf

Ab September 717 war Konstantinopel sowohl von Land als auch vom Meer her eingeschlossen. Die byzantinische Flotte lag, geschützt durch eine Eisenkette, die Leo III. quer über die Hafeneinfahrt hatte spannen lassen, im Goldenen Horn. Am 3. September rückte die muslimische Flotte vor, um die Byzantiner in den Häfen im Marmarameer von Osten und Norden einzuschließen. Die Nachhut von zwanzig schweren Schiffen verlor dabei den Anschluss, was Leo III. sofort ausnutzte. Unter seiner persönlichen Führung zerstörte ein Geschwader Galeeren die feindlichen Schiffe mit Griechischem Feuer. Entmutigt von diesem Missgeschick sowie von einem vergeblichen Versuch, die Seemauern mit Hilfe von Enterbrücken zu stürmen, zog sich die Flotte nach Norden in den Bosporus zurück und ankerte etwa beim heutigen Rumeli Hisarı. Das Landheer unter Maslama scheiterte unterdessen an der Stärke der Theodosianischen Landmauer. Nach zahlreichen vergeblichen Angriffen beschränkte man sich auf eine Belagerung.

Der Winter 717/18 begann unerwartet früh und wurde ungewöhnlich streng, über hundert Tage lang lag Thrakien unter einer Schneedecke. Die Versorgungslage der Angreifer verschlechterte sich dramatisch. Kamele und Pferde erfroren oder wurden geschlachtet und verzehrt, selbst Soldaten fielen der Kälte zum Opfer. Im nächsten Frühjahr traf eine Versorgungsflotte aus Ägypten ein, darunter 400 schwere Schiffe mit zusätzlichem Belagerungsgerät. Im Gefolge dieser Flotte waren auch christliche Seeleute, die mit Beibooten zu den Byzantinern überliefen. Durch deren Informationen über Angriffspläne und Zustand der muslimischen Flotte ermutigt, eröffnete Leo den Kampf mit seinen Dromonen.


Quellen

  • Theophanes. The chronicle of Theophanes Confessor. Byzantine and Near Eastern history AD 284-813, Clarendon Press, Oxford 1997, ISBN 0-19-822568-7.
Anmerkungen
Sichter

[41.] Analyse:Gss/Fragment 115 01 - Diskussion
Bearbeitet: 4. June 2014, 16:29 Schumann
Erstellt: 4. June 2014, 16:29 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Belagerung von Konstantinopel (717–718) 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 115, Zeilen: 1-3, 13-18
Quelle: Wikipedia Belagerung von Konstantinopel (717–718) 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
[...] dank eines «Flüssigen Feuers» gelang es, die Schiffe der Araber zu vernichten. Der Seeweg nach Konstantinopel stand wieder offen. Die arabische Flotte war so geschwächt, dass sogar Fischer aus Konstantinopel im Marmarameer wieder ihrer Arbeit nachgehen konnten.6 [...] Kaiser Leo gelang es unterdessen, die Bulgaren unter ihrem Khan Tervel zu einem militärischen Vorgehen gegen die Muslime zu bewegen. Dem gemeinsamen Angriff sollen 22 000 Araber zum Opfer gefallen sein. Mitte August 718 zogen die geschlagenen Angreifer endlich vom Bosporus ab, genau ein Jahr nach Beginn der Belagerung Konstantinopels.

6 Theophanes, Chronographia AM 6209 [AD 716/17], engl. Ausgabe, S. 541-549; dt. Übersetzung: Breyer, Bilderstreit und Arabersturm, S. 21-30; vgl. dazu auch Rochow, Byzanz.

Mit Hilfe des Griechischen Feuers wurde die Hauptflotte direkt angegriffen und vernichtet. Mit der Zerstörung der arabischen Seestreitmacht stand der Seeweg nach Konstantinopel wieder offen, während den Muslimen der Nachschub über das Meer nun ihrerseits abgeschnitten war.

Währenddessen wurden Teile von Maslamas Truppe, die plündernd durch Bithynien zogen, zunehmend von beweglichen byzantinischen Einheiten in Schach gehalten, so dass auch die Versorgungswege über Kleinasien für Konstantinopel wieder offen standen. Schließlich gelang es Leo sogar überraschend, die Bulgaren unter Khan Terwel von Norden her zu einem Angriff zu bewegen. Die Bulgaren waren zwar traditionelle Feinde der Byzantiner, sahen aber in den Arabern die größere Bedrohung. Als nach dem bulgarischen Angriff 20.000 bis 50.000 Araber unter den Mauern der Hauptstadt gefallen waren, waren die Belagerung Konstantinopels und der Krieg praktisch zu Ende. Schließlich erfolgte der endgültige Abzug der Araber vom Bosporus am 15. August 718, genau ein Jahr nach Beginn der Belagerung.


Quellen

  • Theophanes. The chronicle of Theophanes Confessor. Byzantine and Near Eastern history AD 284-813, Clarendon Press, Oxford 1997, ISBN 0-19-822568-7.
Anmerkungen
Sichter

[42.] Analyse:Gss/Fragment 116 12 - Diskussion
Bearbeitet: 3. July 2014, 17:18 Schumann
Erstellt: 3. July 2014, 17:18 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Byzantinische Marine 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 116, Zeilen: 12.13-14
Quelle: Wikipedia Byzantinische Marine 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
[Im Oströmischen Reich entwickelte man einen Schiffstyp, der sich in dem halben Jahrtausend zwischen dem 6. und 12. Jahrhundert als Standardschiff der byzantinischen Marine behaupten sollte [...]: die Dromone.8

Auf den ersten Blick sah die Dromone wie eine antike Bireme aus und] stellte offensichtlich eine Fortentwicklung der leichten Liburnen der römischen Flotte dar.


8 Zu Entwicklung und Geschichte der Dromone vgl. auch für das Folgende Pryor/Jeffreys, ΔΡΟΜΩΝ, S. 123-173; ferner Makris, Schiff, -sbau. -stypen Byzanz, Sp. 1460-62.


Pryor, John H./Elizabeth M. Jeffreys: The Age of ΔΡΟΜΩΝ. The Byzantine Navy ca. 500-1204, Leiden 2006

[Der wichtigste Kriegsschifftyp der byzantinischen Marine bis in das 12. Jahrhundert hinein war die Dromone (δρόμων) und ihr verwandte Abwandlungen.] Offenbar waren sie eine Fortentwicklung der leichten Liburnen der römischen Flotten[, und der Name taucht erstmals in späten 5. Jahrhundert auf, um im 6. Jahrhundert als Bezeichnung für eine bestimmte Art der Kriegsgaleere zu dienen.][216]

216. Pryor/Jeffreys, S. 123–125


  • John H. Pryor, Elizabeth M. Jeffreys: The Age of the ΔΡΟΜΩΝ: The Byzantine Navy ca. 500–1204. Brill Academic Verlags, 2006, ISBN 978-9004151970.
Anmerkungen
Sichter

[43.] Analyse:Gss/Fragment 117 05 - Diskussion
Bearbeitet: 3. July 2014, 17:14 Schumann
Erstellt: 4. June 2014, 21:50 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Byzantinische Marine 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 117, Zeilen: 5-7, 11-13
Quelle: Wikipedia Byzantinische Marine 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Dennoch war das Schiff schon aufgrund seiner Länge recht schnell, wie sein Name verrät, denn er leitet sich vom griechischen Wort dromōn ab und bedeutet so viel wie «Läufer». Autoren des 6. Jahrhunderts betonten ausdrücklich die Schnelligkeit dieser Schiffe. [...] Die Bezeichnung dromōn wurde später im Griechischen generell für jede Art von Kriegsschiff verwendet. Der Begriff dromōn leitet sich vom griechischen Wort δρομ-(άω), "rennen", ab und bedeutet somit so viel wie "Renner", und Autoren des 6. Jahrhunderts wie etwa Prokop betonen besonders die Schnelligkeit dieser Schiffe.[217] [...] Schließlich wurde der Terminus ganz generell für jede Art von "Kriegsschiff" verwendet [...].

217. Pryor/Jeffreys, S. 125–126

Anmerkungen
Sichter

[44.] Analyse:Gss/Fragment 118 07 - Diskussion
Bearbeitet: 3. July 2014, 18:22 Schumann
Erstellt: 3. July 2014, 18:22 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Lateinersegel 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 118, Zeilen: 7-9
Quelle: Wikipedia Lateinersegel 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Ein Lateinersegel erlaubt, viel höher am Wind zu segeln als ein Rahsegel, wodurch das Kreuzen vereinfacht und die Fahrtstrecken bei Am-Wind-Kursen verkürzt werden. Das Lateinersegel erlaubte, höher am Wind zu segeln, wodurch das Kreuzen vereinfacht und die Fahrtzeit gegen den Wind erheblich verkürzt wurden.
Anmerkungen
Sichter

[45.] Analyse:Gss/Fragment 119 31 - Diskussion
Bearbeitet: 4. June 2014, 22:09 Schumann
Erstellt: 4. June 2014, 22:09 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Byzantinische Marine 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 119, Zeilen: 31-36
Quelle: Wikipedia Byzantinische Marine 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Anfangs war die Verteidigung der byzantinischen Küsten und der Seewege nach Konstantinopel noch Aufgabe einer zentralen kaiserlichen Flotte. Diese in Konstantinopel stationierten Kriegsschiffe spielten die tragende Rolle bei der Abwehr der arabischen Belagerungen der Hauptstadt. In den 660er Jahren stellte Kaiser Konstans II. (641-668) außerdem die «Männer der Schiffe», die Karabisianoi, auf, die ei[nen beträchtlichen Teil der stehenden Seestreitkräfte des Reiches bildeten.] Anfangs oblag die Verteidigung der byzantinischen Küsten und der Seewege nach Konstantinopel der großen Flotte der Karabisianoi. [...][2]

[...]

Zusätzlich wurde die zentrale Kaiserliche Flotte (βασιλικόν πλώιμον, basilikon plōimon) in Konstantinopel verstärkt und spielte eine herausragende Rolle, ganz besonders bei der Abwehr der arabischen Belagerungen der Hauptstadt.[166]

[...]

Die Marine durchlief einen ähnlichen Prozess. In den 660er Jahren stellte Konstans II. die Karabisianoi (griechisch Καραβισιάνοι, "Männer der Schiffe")[165] auf, möglicherweise aus den Resten der questura exercitus[166] oder der Armee des Heermeisters von Illyricum.[167] [...] Wie der Name schon andeutet, umfasste es einen großen Teil der stehenden Seestreitkräfte des Reiches und stellte sich der größten maritimen Bedrohung entgegen: den arabischen Flotten Ägyptens und Syriens.[85][166]


2. Alexander Kazhdan (Hrsg.): Oxford Dictionary of Byzantium, Oxford University Press 1991, ISBN=978-0-19-504652-6; S. 1441

85. Gardiner, S. 93

165. Treadgold 1997, S. 383

166. Haldon, S. 74

167. Treadgold 1998, S. 73

Anmerkungen
Sichter

[46.] Analyse:Gss/Fragment 120 01 - Diskussion
Bearbeitet: 4. June 2014, 22:55 Schumann
Erstellt: 4. June 2014, 22:55 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Byzantinische Marine 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 120, Zeilen: 1-20
Quelle: Wikipedia Byzantinische Marine 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
[In den 660er Jahren stellte Kaiser Konstans II. (641-668) außerdem die «Männer der Schiffe», die Karabisianoi, auf, die ei]nen beträchtlichen Teil der stehenden Seestreitkräfte des Reiches bildeten. Ihr Einsatzgebiet umfasste die Südküste Kleinasiens von Milet bis Seleucia in Kilikien, die Ägäischen Inseln sowie die byzantinischen Besitzungen im Süden Griechenlands. Das Hauptquartier befand sich ursprünglich auf Samos.

Wahrend in Konstantinopel selbst weiterhin die zentrale kaiserliche Flotte unterhalten wurde, die die Stadt zu beschützen hatte und bei größeren Unternehmungen zur See das Rückgrat der Seestreitkräfte darstellte, wurden mit der Zeit jedoch mehrere, den jeweiligen Themen zugeordnete Regionalflotten gebildet. Die Marine durchlief damit einen ähnlichen Dezentralisationsprozess, wie er die ganze Militärorganisation und Verwaltung seit dem 7. Jahrhundert kennzeichnete. Die meisten Themen mit Küstenstreifen unterhielten nun eigene Schiffsverbände, neben denen sich noch drei separate Seethemen, themata nautika, herausbildeten. Die bedeutendsten Verbände stellte das Thema der Kibyrrhaiotai, die aus der Flotte der Karabisianoi entstanden und die für Verteidigung und Verwaltung der Südküste Kleinasiens verantwortlich waren. Da dieses Thema der seit kurzem muslimischen Levante am nächsten gelegen war, stellte es über Jahrhunderte neben der kaiserlichen Flotte in Konstantinopel die wichtigsten Seestreitkräfte des Reiches.12


12 Vgl. Kazhdan, Byzantium; ferner Pryor, Byzantium and the Sea, S. 84.

Anfangs oblag die Verteidigung der byzantinischen Küsten und der Seewege nach Konstantinopel der großen Flotte der Karabisianoi. Nach und nach ging sie jedoch auf mehrere regionale thematische Flotten über, während in Konstantinopel selbst eine zentrale kaiserliche Flotte unterhalten wurde, welche die Stadt beschützte und bei größeren Unternehmungen zur See den Kern der Flotte bildete.[2] [...]

[...]

Die Marine durchlief einen ähnlichen Prozess. In den 660er Jahren stellte Konstans II. die Karabisianoi (griechisch Καραβισιάνοι, "Männer der Schiffe")[165] auf, möglicherweise aus den Resten der questura exercitus[166] oder der Armee des Heermeisters von Illyricum.[167] Kommandiert wurde es von einem stratēgos (stratēgos tōn plōimatōn)[168] und umfasste die Südküste Kleinasiens von Milet bis Seleucia in Kilikien, die ägäischen Inseln sowie die kaiserlichen Besitzungen im Süden Griechenlands. Das Hauptquartier befand sich ursprünglich auf Samos, mit einem unterstellten Kommando unter einem droungarios in Cibyrra in Pamphylien. Wie der Name schon andeutet, umfasste es einen großen Teil der stehenden Seestreitkräfte des Reiches und stellte sich der größten maritimen Bedrohung entgegen: den arabischen Flotten Ägyptens und Syriens.[85][166]

Während der mittelbyzantinischen Zeit wurden die großen Themen der Anfangszeit allmählich unterteilt, und weitere entstanden im Zuge der Eroberungszüge des 9. und 10. Jahrhunderts. Obwohl die meisten Themen mit Küstenstreifen eigene Schiffe unterhielten, gab es vom 8. bis zum 10. Jahrhundert lediglich drei in erster Linie der Seefahrt gewidmete Themen (θέματα ναυτικᾶ):

  • Das Thema der Kibyrrhaioten oder Kibyrrhaiotai (θέμα Κιβυρραιωτῶν) entstand aus der Flotte der Karabisianoi, und ihm oblag die Verteidigung und Verwaltung der Südküste Kleinasiens.[169] [...] Da es der muslimischen Levante am nächsten war, stellte es jahrhundertelang die wichtigste Flotte des Reiches,[85] bis seine Bedeutung mit dem Verschwinden der arabischen Bedrohung zurückging.

2. Alexander Kazhdan (Hrsg.): Oxford Dictionary of Byzantium, Oxford University Press 1991, ISBN=978-0-19-504652-6; S. 1441

85. Gardiner, S. 93

165. Treadgold 1997, S. 383

166. Haldon, S. 74

167. Treadgold 1998, S. 73

168. Kazhdan 1991, S. 1105

169. Haldon, S. 77

Anmerkungen
Sichter

[47.] Analyse:Gss/Fragment 121 23 - Diskussion
Bearbeitet: 27. June 2014, 22:13 Schumann
Erstellt: 27. June 2014, 22:13 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Griechisches Feuer 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 121, Zeilen: 23.25-33
Quelle: Wikipedia Griechisches Feuer 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Der heutige Name Griechisches Feuer ist nicht zeitgenössisch. Von den Byzantinern wurde es als pyr thalassion, also «Seefeuer», oder als pyr hygron, «flüssiges Feuer», bezeichnet. Die Idee zu dieser Superwaffe wird einem griechischen Architekten und Techniker namens Kallinikos zugeschrieben. [...]

Der Einsatz von Brandgeschossen [...] war zwar schon in der Antike bekannt und weit verbreitet, doch die wesentliche Innovation, die letztlich die Effizienz des Griechischen Feuers ausmachte, bestand in dem Siphon als einer Art vormodernem Flammenwerfer. Um einen Flammenstrahl mit einer Flüssigkeit zu erzeugen, musste man mit Hilfe einer Pumpe einen Behälter unter Druck setzen und den Überdruck im Behälter halten. Schon der Friseur und Techniker Ktesibios aus Alexandria hatte im 3. Jahrhundert v. Chr. für seine Feuerspritze eine doppelkolbenwirkende Druckpumpe erfunden, die einen konstanten Flüssigkeitsstrahl gewährleistete.

Das Griechische Feuer (griechisch Ὑγρὸν Πύρ Hygròn Pýr, neugriechisch Υγρό Πυρ Igró Pir „flüssiges Feuer“) war eine im byzantinischen Reich seit dem 7. Jahrhundert verwendete militärische Brandwaffe. Der Name griechisches Feuer ist nicht authentisch; von den Byzantinern wurde es Seefeuer oder flüssiges Feuer genannt.

Entwicklung

Die Erfindung der Waffe wird in den Quellen dem griechischen Architekten Kallinikos zugeschrieben [...]

Bereits in der Spätantike waren [...] immer wieder ständig weiterentwickelte Brandwaffen zum Einsatz gekommen. [...] Auf diese Entwicklungen griff Kallinikos zurück. Seine wesentliche Neuerung, die letztlich das Griechische Feuer ausmachte, war der Siphon, in moderner Terminologie eine Art Flammenwerfer. [...]

[...]

Funktionsweise

Mit „siphon“ ist die von Ktesibios im 3. Jahrhundert v. Chr. erfundene doppeltwirkende Druckpumpe (Feuerspritze) gemeint,[1] die einen konstanten Flüssigkeitsstrahl lieferte. [...]

Es existierten verschiedene Spritzensysteme:

  • [...] Es handelte sich höchstwahrscheinlich um einen Druckbehälter, der über ein Ventil mit der Düse verbunden war. Möglicherweise wurde der Überdruck im Behälter mit einer Pumpe aufrechterhalten.

1. Heron, Pneumatika Kap. 180; Plinius, Briefe Nr. 35; Origines 20. Buch Kap. 6; Ulpian, Digesten 32. Buch Kap. 7 § 12

Anmerkungen
Sichter

[48.] Analyse:Gss/Fragment 122 02 - Diskussion
Bearbeitet: 27. June 2014, 22:36 Schumann
Erstellt: 27. June 2014, 22:36 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Griechisches Feuer 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 122, Zeilen: 2-3, 4-6, 9-10
Quelle: Wikipedia Griechisches Feuer 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Der Siphon auf den Dromonen bestand aus Bronze und wurde wahrscheinlich von unten befeuert, um die Brandmischung zu erhitzen, deren Flammpunkt damit sank. Über ein Ventil mit einer Düse verbunden, konnte die an einer Extraflamme entzündete Flüssigkeit in Richtung des Gegners gespritzt werden. [...] Je nach Größe waren die Dromonen mit bis zu drei Siphonen ausgerüstet. Mit dieser Spritze wurde die brennbare Flüssigkeit gegen das Ziel gespritzt. Die Reichweite betrug nur wenige Meter, was aber für die damaligen Seegefechte ausreichte.

Es existierten verschiedene Spritzensysteme:

  • Der sogenannte Siphon wurde im Seekrieg von den byzantinischen Kriegsschiffen, den Dromonen, aus eingesetzt. Bekannt ist, dass er aus Bronze bestand, mit Zinn verlötet war und von unten befeuert wurde. Außerdem ist auf Abbildungen eine Düse sichtbar. Es handelte sich höchstwahrscheinlich um einen Druckbehälter, der über ein Ventil mit der Düse verbunden war. [...] Je nach Größe waren die Dromonen mit einem bis drei Siphonen ausgestattet.
Anmerkungen
Sichter

[49.] Analyse:Gss/Fragment 123 00 - Diskussion
Bearbeitet: 3. July 2014, 19:24 Schumann
Erstellt: 3. July 2014, 19:22 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Madrider Bilderhandschrift des Skylitzes 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 123, Zeilen: Abb.text (Z. 5-11)
Quelle: Wikipedia Madrider Bilderhandschrift des Skylitzes 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Das Flammenschwert im Einsatz: [...] Der byzantinische Chronist Johannes Skylitzes verfasste seine Synopsis Historion in den 70er Jahren des 11. Jahrhunderts. Sie stellt die Geschichte der byzantinischen Kaiser von 811 bis 1057 dar und schließt direkt an die Chronik des Theophanes an. Eine mit 574 Miniaturen illustrierte Kopie der Synopsis wurde zwischen 1150 und 1175 im Umkreis des normannischen Königshofes in Palermo angefertigt; als Vorlage diente eine Handschrift aus dem kaiserlichen Skriptorium in Konstantinopel. Sie enthält eine Kaisergeschichte mit dem Titel Synopsis Historion und ist mit 574 Miniaturen illustriert. [...]

Die Synopsis Historion, die von dem byzantinischen Historiker Johannes Skylitzes in den 70er Jahren des 11. Jahrhunderts geschrieben wurde, befasst sich mit der Geschichte der byzantinischen Kaiser zwischen dem Tod des Kaisers Nikephoros I. im Jahr 811 und der Absetzung des Kaisers Michael VI. 1057 und schließt an die Chronik des Theophanes an.

Eine illustrierte Kopie der Synopsis wurde zwischen 1150 und 1175 im Umkreis des normannischen Königshofes in Palermo angefertigt. Vorlage war eine Handschrift aus dem kaiserlichen Skriptorium in Konstantinopel, einer der beiden Schreiber des Textes war wahrscheinlich ein Mitarbeiter der normannischen Königskanzlei.[1]


1. Guglielmo Cavallo: La cultura italo-greca nella produzione libraria. In: I Bizantini in Italia, Mailand 1982, S.559

Anmerkungen

Erläuterungstext zur Abb. auf S. 122.

Sichter

[50.] Analyse:Gss/Fragment 124 23 - Diskussion
Bearbeitet: 27. June 2014, 23:45 Schumann
Erstellt: 27. June 2014, 23:45 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Griechisches Feuer 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 124, Zeilen: 23-26
Quelle: Wikipedia Griechisches Feuer 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Die sorgsame Geheimhaltung von Zusammensetzung und Wirkungsweise des Griechischen Feuers erklärt auch, warum wir nur wenig darüber wissen und die wenigen erhaltenen Nachrichten zumeist aus nichtbyzantinischen Quellen stammen. Geheimhaltung

Die Details der Waffen waren Staatsgeheimnis. Dies erklärt auch, warum die genaueren Informationen meist aus nicht-byzantinischen Quellen stammen.

Anmerkungen
Sichter

[51.] Analyse:Gss/Fragment 125 03 - Diskussion
Bearbeitet: 28. June 2014, 00:20 Schumann
Erstellt: 28. June 2014, 00:20 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Griechisches Feuer 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 125, Zeilen: 2-7, 18-20
Quelle: Wikipedia Griechisches Feuer 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Arabern und Bulgaren gelang es zwar wiederholt, solche Waffensysteme zu erbeuten, doch sie schafften es nicht, das System des Griechischen Feuers nachzubauen und mit der Effizienz der Byzantiner zu verwenden. Der letzte belegte Einsatz von Griechischem Feuer erfolgte im Jahr 1187. Vielleicht war bereits der Kreuzfahrersturm von 1204 die Ursache dafür, dass das Wissen über das «Seefeuer» verloren ging.

[...] Das Wissen um die am meisten gefürchtete maritime Kriegswaffe des Mittelalters ging spätestens mit der Eroberung Konstantinopels 1453 endgültig verloren. [...]19


19 Vgl. Gabriel, Griechisches Feuer; Hegen, Feuerzauber, S. 4-16; Pryor/Jeffreys, APOMfiN, Appendix six: Greek Fire, S. 607-631.


Gabriel, Erich: Griechisches Feuer, in: Lexikon des Mittelalters, Bd. 4, München/Zürich 1989, Sp. 1711-1712

Der letzte belegte Einsatz von Byzantinischem Feuer ist 1187 beim Aufstand von Alexios Branas. Nach der osmanischen Eroberung von Konstantinopel 1453 ging das Wissen darüber definitiv verloren. Das Fehlen einer Erwähnung trotz vieler bewaffneter Konflikte lässt jedoch bereits die berüchtigte Plünderung von Konstantinopel 1204 durch die Kreuzfahrer als plausiblen Auslöser für diesen Verlust erscheinen.

[...]

Dennoch gelang es den Arabern und Bulgaren, die selbst sehr wohl konventionelle Brandwaffen einsetzten, trotz erbeuteter Waffensysteme nicht, selbst Griechisches Feuer zum Einsatz zu bringen. [...]

Das Rezept für die Herstellung des flüssigen Feuers ging mit dem Byzantinischen Reich unter.


Literatur

  • [...]
  • Erich Gabriel: Griechisches Feuer. In: Robert Auty u. a. (Hrsg.): Lexikon des Mittelalters. Band 4, Artemis-Verlag, München 1989, ISBN 3-7608-8904-2, Sp. 1711f.
  • [...]
Anmerkungen
Sichter

[52.] Analyse:Gss/Fragment 125 25 - Diskussion
Bearbeitet: 27. June 2014, 20:36 Schumann
Erstellt: 27. June 2014, 20:36 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Belagerung von Konstantinopel (674–678) 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 125, Zeilen: 25-27, 29-31, 35-36
Quelle: Wikipedia Belagerung von Konstantinopel (674–678) 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Die Siege der Verteidiger zeitigten gravierende Folgen: Die zweimalige Abwehr der Araber vor Konstantinopel verhinderte die vollständige Eroberung des Byzantinischen Reichs. [...] Zugleich wurde damit der Vormarsch der Araber über den Balkan nach Europa verhindert. Ja, zum ersten Mal war dem bis dahin unwiderstehlichen Aufstieg der Araber überhaupt Einhalt geboten worden. [...] 732 schlug der fränkische Hausmeier Karl Martell bei Tours und Poitiers eine nach Norden [vorstoßende Abteilung der Muslime. Mit dieser Niederlage stieß die islamische Expansion auch im Westen Europas an ihre Grenzen.] Folge

Die abgewehrte Belagerung verhinderte die Eroberung des Byzantinischen Reichs und damit eine eventuell folgende Invasion der Araber über den Balkan nach Europa. Diese wurde erst den Türken als Folge der Belagerung von Konstantinopel (1453) möglich. Zum ersten Mal war dem Vordringen der Muslime Einhalt geboten worden. [...] Nach der Schlacht bei Tours und Poitiers, deren Bedeutung aber in der älteren Forschung oft überschätzt wurde, kam die Islamische Expansion auch im Westen Europas zum Erliegen.

Anmerkungen

Fortsetzung auf der folgenden Seite.

Sichter

[53.] Analyse:Gss/Fragment 126 01 - Diskussion
Bearbeitet: 27. June 2014, 20:45 Schumann
Erstellt: 27. June 2014, 20:45 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Belagerung von Konstantinopel (674–678) 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 126, Zeilen: 1-2, 5-8
Quelle: Wikipedia Belagerung von Konstantinopel (674–678) 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
[732 schlug der fränkische Hausmeier Karl Martell bei Tours und Poitiers eine nach Norden] vorstoßende Abteilung der Muslime. Mit dieser Niederlage stieß die islamische Expansion auch im Westen Europas an ihre Grenzen. [...] Als 750 die Dynastie der Umayyaden durch die Abbasiden abgelöst und der Kalifensitz von Damaskus nach Bagdad verlegt wurde, verminderte dies zusätzlich den Druck auf das Oströmische Reich. Folge

[...] Die 750 erfolgte Ablösung der Umayyaden durch die Abbasiden und die gleichzeitige Verlegung des Kalifensitzes von Damaskus nach Bagdad minderte dann den Druck auf das Oströmische Reich deutlich, und es kam in der Folgezeit zu keiner weiteren Belagerung Konstantinopels mehr. Nach der Schlacht bei Tours und Poitiers, deren Bedeutung aber in der älteren Forschung oft überschätzt wurde, kam die Islamische Expansion auch im Westen Europas zum Erliegen.

Anmerkungen

Fortsetzung von der vorigen Seite: Fragment 125 25.

In den mit [...] gekennzeichneten Zeilen 3-5 findet sich Fragment 126 03.

Sichter

[54.] Analyse:Gss/Fragment 126 03 - Diskussion
Bearbeitet: 27. June 2014, 14:27 Schumann
Erstellt: 27. June 2014, 14:27 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Belagerung von Konstantinopel (717–718) 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 126, Zeilen: 3-5
Quelle: Wikipedia Belagerung von Konstantinopel (717–718) 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Im Osten war durch den fast vollständigen Verlust der Flotte vor Konstantinopel die Seeherrschaft der Araber im östlichen Mittelmeer auf längere Zeit gebrochen. Folge

Für die Geschichte Europas war die Verteidigung Konstantinopels von herausragender Bedeutung. Durch den fast vollständigen Verlust ihrer Flotte war die Seeherrschaft der Araber im östlichen Mittelmeer auf Jahrzehnte hinaus gebrochen.

Anmerkungen
Sichter

[55.] Analyse:Gss/Fragment 136 06 - Diskussion
Bearbeitet: 5. October 2014, 14:42 Schumann
Erstellt: 28. June 2014, 01:37 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Galeere 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 136, Zeilen: 6-10
Quelle: Wikipedia Galeere 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Den bekanntesten Schiffstyp im Mittelmeer und zugleich das Rückgrat der kaiserlichen Flotte bildete die Galeere, die sich am Ende des 12. Jahrhunderts entwickelt hatte. Es handelte sich dabei um ein wendiges, schnelles Schiff mit nur einer Riemenreihe und einem ausfallenden Vorsteven, der in einem Sporn endete, der deutlich über der Wasseroberfläche lag. Ende des 12. Jahrhunderts schälte sich die eigentliche Galeere als neues Kriegsschiff heraus. Sie war ein wendiges schnelles Schiff mit einer Riemenreihe und einem ausfallenden Vorsteven, der in einem Überwasserrammsporn endete.
Anmerkungen

Textparallelen lassen sich (auch mit einer früheren Version (2009) des Wikipedia-Artikels) ebenfalls zu einem Zeitschriftenbeitrag wie zu einer Monografie (beide 2010) des Kapitelverfassers feststellen: [1].

Sichter

[56.] Analyse:Gss/Fragment 139 13 - Diskussion
Bearbeitet: 6. July 2014, 11:42 Schumann
Erstellt: 6. July 2014, 11:42 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Nef 2011, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 139, Zeilen: 13-15.16-18
Quelle: Wikipedia Nef 2011
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Den Schiffstyp ohne Ruderer, der vom 11. Jahrhundert bis zum Ende des Mittelalters in Europa sehr verbreitet war, nannte man Nef, abgeleitet vom lateinischen navis. Die Nef, die während der Kreuzzüge immer wieder zum Transport der Kreuzfahrer eingesetzt wurde, ähnelte in der Form der Kogge, wie sie auch die Hansestädte im Norden benutzten. Nef ist eine allgemeine französische Bezeichnung für Schiff, speziell ist damit der historische Schiffstyp eines einmastigen Frachtschiffs gemeint, das vom 11. Jahrhundert bis zum Ende des Mittelalters in Europa sehr verbreitet war. [...] Nefs gehörten zur Flotte Wilhelms des Eroberers, mit der er 1066 in England landete und wurden auch während der Kreuzzüge zum Transport der Kreuzfahrer eingesetzt. Das Nef ähnelt in der Form der Kogge, verwendete im Gegensatz zu dieser jedoch noch ein Seitenruder und durchlief im Laufe der Jahrhunderte verschiedene Entwicklungsstadien.
Anmerkungen
Sichter

[57.] Analyse:Gss/Fragment 143 21 - Diskussion
Bearbeitet: 4. June 2014, 15:29 Schumann
Erstellt: 4. June 2014, 15:29 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Horizont 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 143, Zeilen: 21-22, 32-33
Quelle: Wikipedia Horizont 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Denn es ist nur bedingt eine Frage der Wetterverhältnisse, was man wann auf der Kimm, der auf offenem Meer sichtbaren Grenzlinie zwischen Wasser und Himmel, entdecken kann. [...] Und da sich die Kimm umso tiefer unter dem mathematischen Horizont zeigt, je höher sich der Beobachter über dem Meeresspiegel befindet, wurden mit den Ausguckmöglichkeiten in den Mastspitzen, den im Mittelalter aufkommenden sogenannten Krähennestern, die Sichtweiten enorm vergrößert. Horizont in der Nautik, Kimmlinie

Die Kimm ist die auf offenem Meer sichtbare Grenzlinie zwischen Wasser und Himmel. Auf sie beziehen sich Messungen von Höhenwinkeln z. B. mit einem Sextanten.

Wegen der Erdkrümmung (mittlerer Erdradius 6371 km) erscheint die Kimm umso tiefer unter dem mathematischen Horizont, je höher sich der Beobachter über dem Meeresspiegel befindet.

Anmerkungen
Sichter

[58.] Analyse:Gss/Fragment 170 00 - Diskussion
Bearbeitet: 3. July 2014, 19:20 Schumann
Erstellt: 30. June 2014, 14:11 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Ali Pascha (Admiral) 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 170, Zeilen: Abb.text (Z. 1-7)
Quelle: Wikipedia Ali Pascha (Admiral) 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Ali Pascha verliert seinen Kopf: Als Landsoldat war der osmanische Flottenkommandant Ali Pascha weniger ein versierter Taktiker als vielmehr ein draufgängerischer Kämpfer, und so suchte er bei Beginn der Schlacht sofort das direkte Duell. Sein Flaggschiff Sultana kämpfte Bordwand an Bordwand mit der Real Don Juans. Ali Pascha wurde durch Musketenfeuer zunächst schwer verwundet und dann trotz des Befehls, ihn lebend gefangen zu nehmen, von einem spanischen Soldaten enthauptet. Seinen Kopf stellte man auf einem Spieß zur Schau. Noch sehr jung, wie auch sein Gegenspieler Don Juan, und zudem eigentlich kein See- sondern ein Landsoldat, war Ali Pascha weniger ein versierter Taktiker als ein draufgängerischer Kämpfer. Bei Beginn der Schlacht suchte er sofort das direkte Duell mit seinem Gegenpart. Sein Flaggschiff, die Sultana, kämpfte Deck-an-Deck mit Don Juan's Real. Dabei wurde Ali durch Musketenfeuer schwer verwundet, fiel nieder, und wurde, trotz des Befehls, ihn lebend gefangen zu nehmen, von einem übereifrigen spanischen Soldaten geköpft. Sein Kopf wurde auf einem Spieß zur Schau gestellt.
Anmerkungen

Erläuterungstext zur Abb. auf S. 171.

Sichter

[59.] Analyse:Gss/Fragment 177 00 - Diskussion
Bearbeitet: 30. June 2014, 15:14 Schumann
Erstellt: 30. June 2014, 15:14 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Seeschlacht von Lepanto 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 177, Zeilen: Abb.text (Z. 1-2, 3-9)
Quelle: Wikipedia Seeschlacht von Lepanto 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Vereinte Himmelsmächte: Paolo Veronese schuf wohl bereits ein Jahr nach der Schlacht von Lepanto 1571 ein Altarbild, das einen klaren Hinweis darauf gibt, dass der Ausgang der Schlacht himmlischen Mächten zu verdanken war. Im unteren Teil zeigt es die in der Bucht miteinander kämpfenden Schiffe. Darüber flehen der heilige Petrus, der heilige Jakobus, die heilige Justina, an deren Gedenktag die Schlacht stattfand, und der an seinem Löwen erkennbare heilige Markus, der Stadtpatron Venedigs, die Jungfrau Maria an, der christlichen Flotte den Sieg zu schenken. Die Bitte wird prompt erhört, denn rechts beginnt bereits ein Engel, Feuerpfeile auf die osmanische Flotte zu schleudern. Darstellungen in der Kunst

Der venezianische Maler Paolo Veronese schuf wahrscheinlich bereits ein Jahr nach der Schlacht ein Ölgemälde, das heute in der Galleria dell'Accademia seiner Heimatstadt hängt. Es zeigt im unteren Teil die in der Bucht ineinander verkeilten Schiffe und darüber ein himmlisches Geschehen: Sankt Petrus, Rochus von Montpellier, die Hlg. Justina, an deren Gedenktag die Schlacht stattfand, und Markus, der Stadtpatron Venedigs (erkennbar an seinem Löwen), flehen die Jungfrau Maria an, der christlichen Flotte den Sieg zu schenken. Diese Bitte wird auch erhört, denn rechts beginnt bereits ein Engel, Feuerpfeile auf die osmanische Flotte zu schleudern.[2]


2. Avner Ben-Zaken: Cross-Cultural Scientific Exchanges in the Eastern Mediterranean, 1560–1660. The Johns Hopkins University Press, Baltimore MD 2010, ISBN 978-0-8018-9476-3, S. 36.

Anmerkungen

Erläuterungstext zur Abb. auf der gleichen Seite oben.

Sichter

[60.] Analyse:Gss/Fragment 237 04 - Diskussion
Bearbeitet: 4. May 2014, 15:47 Klgn
Erstellt: 3. May 2014, 20:43 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Siebe 2003, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 237, Zeilen: 4-7, 15-17
Quelle: Siebe 2003
Seite(n): Online-Quelle, Zeilen: 0
Der korsische Emporkömmling war im Gefolge der Großen Französischen Revolution in einer sagenhaften Karriere zunächst zum General, zum Ersten Konsul der Republik und 1804 sogar zum Kaiser der Franzosen aufgestiegen. [...]

Aber es gab eine Macht, die sich ebenfalls anschickte, ein Weltreich zu erobern: England. Als das kaiserliche Frankreich seine Hände nach einer weltumspannenden Hegemonie auszustrecken begann, bedrohte es da[mit automatisch das seinerseits wachsende englische Empire, denn mit dem universalen Machtanspruch seines Kaisertums hatte Napoleon das Britische Empire zum unversöhnlichen Feind des kaiserlichen Frankreich werden lassen.]

Der ehemalige kleine General Napoleon Bonaparte war 1804 in einer sagenhaften Karriere bis zum Kaiser der Franzosen aufgestiegen. Das kaiserliche Frankreich begann seine Hände nach weltumspannender Hegemonie auszustrecken und bedrohte damit das englische Empire. Schon seit Beginn der Koalitionskriege 1793 war England einer der Hauptgegner des revolutionären Frankreich gewesen. Mit dem universalen Machtanspruch des Kaisertitels hatte Napoleon ein Zeichen gesetzt, daß spätestens jetzt das britische Empire zum unversöhnlichen Feind des kaiserlichen Frankreich machte.
Anmerkungen
Sichter

[61.] Analyse:Gss/Fragment 238 01 - Diskussion
Bearbeitet: 3. May 2014, 20:51 Schumann
Erstellt: 3. May 2014, 20:51 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Siebe 2003, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 238, Zeilen: 1-5
Quelle: Siebe 2003
Seite(n): Online-Quelle, Zeilen: 0
[Als das kaiserliche Frankreich seine Hände nach einer weltumspannenden Hegemonie auszustrecken begann, bedrohte es da]mit automatisch das seinerseits wachsende englische Empire, denn mit dem universalen Machtanspruch seines Kaisertums hatte Napoleon das Britische Empire zum unversöhnlichen Feind des kaiserlichen Frankreich werden lassen. Schon seit 1793, dem Beginn der Koalitionskriege, galt England als einer der Hauptgegner des revolutionären Frankreich.4

4 Vgl. ferner Whipple, Krieg unter Segeln; Willms, Napoleon; Osterhammel, Verwandlung, S. 132-135 und 649-662; Wende, Empire; Angster, Erdbeeren, S. 27-62.

Das kaiserliche Frankreich begann seine Hände nach weltumspannender Hegemonie auszustrecken und bedrohte damit das englische Empire. Schon seit Beginn der Koalitionskriege 1793 war England einer der Hauptgegner des revolutionären Frankreich gewesen. Mit dem universalen Machtanspruch des Kaisertitels hatte Napoleon ein Zeichen gesetzt, daß spätestens jetzt das britische Empire zum unversöhnlichen Feind des kaiserlichen Frankreich machte.
Anmerkungen
Sichter

[62.] Analyse:Gss/Fragment 238 27 - Diskussion
Bearbeitet: 30. May 2014, 15:22 Schumann
Erstellt: 30. May 2014, 15:20 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Längenproblem 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 238, Zeilen: 27-31
Quelle: Wikipedia Längenproblem 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Zur exakten Bestimmung des Längengrades muss nämlich wegen der Erdrotation die Zeit eines Nullmeridians genau ermittelt werden. Das geht nur durch aufwändige astronomische Beobachtungen, an denen sich schon Galileo Galilei vergeblich versucht hatte, oder durch eine sekundengenaue Zeitmessung anhand einer mitgeführten Uhr. Mögliche Lösungswege

Wegen der Erdrotation muss zur Bestimmung der Länge die Zeit des Nullmeridians genau ermittelt werden

  • entweder durch aufwändige astronomische Beobachtungen
  • oder durch eine sekundengenaue Zeitmessung anhand eines mitgeführten Zeitmessers (Längenuhr), was 1530 durch Gemma R. Frisius vorgeschlagen wurde.

[...]

Galileo Galilei und die Jupitermonde

Die von Galilei (1564–1642) entdeckten Jupitermonde umkreisen den Jupiter so schnell, dass rund 1000-mal jährlich ein exakt vorausberechenbares Erscheinen oder Verschwinden eines Mondes eintritt. Sie sind also gewissermaßen als „Zeitmarken“ geeignet. Dieser Lösungsweg, den Galilei wohl auch zur Bewerbung seiner Teleskope propagierte, war auf Schiffen unbrauchbar, da wegen der Schiffsbewegungen die Beobachtungen bei weitem nicht genau genug sein konnten.

Anmerkungen
Sichter

[63.] Analyse:Gss/Fragment 239 02 - Diskussion
Bearbeitet: 30. May 2014, 15:46 Schumann
Erstellt: 30. May 2014, 15:46 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Längenproblem 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 239, Zeilen: 2-15
Quelle: Wikipedia Längenproblem 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Mit der Gründung des Königlichen Observatoriums in Greenwich durch König Karl II. 1675 vollzog England den ersten systematischen Schritt auf der Suche nach genauen Längenangaben. Das ganze 18. Jahrhundert hindurch hatte man ein Preisgeld von zwanzigtausend Pfund zur Lösung des Längengradproblems ausgesetzt. Verwaltet wurde es von einer «Längenkommission», Board of Longitude, der die bedeutendsten Astronomen und Mathematiker Englands angehörten. Ein Mann namens John Harrison, ein genialer Tischler, schuf mit dem Bau von mehreren Präzisionsuhren - eine davon tatsächlich aus Holz - die Grundlage zur Lösung. Als James Cook 1775 von seiner zweiten Weltreise heimkehrte und die Qualität einer der Versuchsuhren bestätigte, die eine exakte Kopie von Harrisons Exemplar des Jahres 1759 darstellte, war auch für die meisten Astronomen das Längenproblem vom Tisch. Erst von nun an wusste die britische Flotte wirklich genau, wo sie sich gerade befand.5

5 Vgl. Sobel, Längengrad.

Ein gesamteuropäisches Problem

Die Gründung des Königlichen Observatoriums in Greenwich durch Charles II. im Jahre 1675 war Englands erster Schritt auf der Suche nach genauen Längenangaben. In Paris (Pariser Sternwarte) und St. Petersburg wurden ähnliche Observatorien gegründet.

[...] lobte 1714 Englands Parlament für eine praktisch brauchbare Lösung des Längenproblems bis zu 20.000 Pfund aus, je nach Genauigkeit der gefundenen Methode: [...]

[...]

Zur Verwaltung des Preisgeldes und zur Beurteilung eingereichter Vorschläge wurde die „Längenkommission“ Board of Longitude gegründet, der die damals bedeutendsten Astronomen und Mathematiker Englands angehörten, aber auch der Präsident der Royal Society, der Königlichen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften.

[...]

Schiffsuhr

Während sich Astronomen um die Monddistanz-Methode bemühten, hatte der Tischler John Harrison auf genügend genaue Uhren gesetzt. [...]

[...] Eine Taschenuhr, die er 1753 für sich selbst anfertigen ließ, bewog ihn zu einem vollkommen neuen vierten Konzept, an dem er bis 1759 arbeitete, was aber nach mehr als drei Jahrzehnten den Durchbruch bedeutete.

[...]

Die Lösung

Als James Cook 1775 von seiner zweiten Weltreise heimkehrte und die Qualität eines time keepers bestätigte, den Larcum Kendall als exakte Kopie von Harrisons Exemplar von 1759 ausgeführt hatte, galt auch den meisten Astronomen das Längenproblem als gelöst.


Literatur

Anmerkungen
Sichter

[64.] Analyse:Gss/Fragment 239 28 - Diskussion
Bearbeitet: 4. May 2014, 15:54 Klgn
Erstellt: 3. May 2014, 21:04 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Siebe 2003, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 239, Zeilen: 28-33
Quelle: Siebe 2003
Seite(n): Online-Quelle, Zeilen: 0
Auch neue Schifftypen waren entwickelt worden. [...] Mit voll gesetztem Zeug, das auf großen Kriegsschiffen bis zu 36 Segel umfasste, konnten diese nun mit Kupferplatten gegen Schiffsbohrwürmer und Algenbewuchs beschlagenen Schiffe neun bis zwölf Knoten laufen - eine Geschwindigkeit, die man auch mit heutigen modernen Segelbooten nur gelegentlich erreicht. Im Durchschnitt fuhren sie aber eher fünf bis sechs Knoten. Bei sehr schwachen Brisen waren die großen Schiffe dagegen äußerst träge und gehorchten kaum noch dem Ruder. Nicht selten musste man dann für Manöver Boote ausbringen und die rund 3000 Tonnen Wasser verdrängenden Kolosse mit Ruderkraft in neue Positionen schleppen.6

6 Vgl. dazu Lavery, Ship of the Line, Bd.I: The development of the battlefleet 1650-1850, Bd. 2: Design, Construction and Fittings (detaillierter Überblick zur Entwicklung des Linienschiffes in England mit Vergleichen zu anderen Ländern sowie zur Konstruktion und Ausrüstung, Takelage und Bewaffnung).

Linienschiffe wie die VICTORY konnten bei gutem Wind bis zu 10 Knoten schnell sein, im Schnitt liefen sie aber eher 5 bis 6 Knoten. Bei sehr schwacher Brise dagegen waren sie äußerst träge und gehorchten kaum noch dem Ruder. Nicht selten mußte man dann für Manöver Boote ausbringen und diese um die 3000 Tonnen Wasser verdrängenden Monster mit Ruderkraft in die neue Position schleppen.
Anmerkungen
Sichter

[65.] Analyse:Gss/Fragment 240 02 - Diskussion
Bearbeitet: 30. May 2014, 16:01 Schumann
Erstellt: 30. May 2014, 16:01 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Rangeinteilung der Kriegsschiffe 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 240, Zeilen: 2-10
Quelle: Wikipedia Rangeinteilung der Kriegsschiffe 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Mit der Entwicklung der Kiellinien-Taktik im 17. Jahrhundert begann man, Kriegsschiffe als Linienschiffe, als ships-of-the-line, zu bezeichnen. Sie wurden im 18. Jahrhundert in sechs Klassen oder «Ränge» eingeteilt; bei diesem rating of warships galt als entscheidender Faktor die Anzahl der Langrohrkanonen. Den ersten Rang nahmen Dreidecker ein, die 100 und mehr Kanonen, die sogenannten Stücke, trugen und fast 1000 Mann Besatzung benötigten. Dann folgten abgestuft Schiffe mit weniger Kanonen. Nur Schiffe der ersten drei Ränge gehörten zu den Linienschiffen. Mit der Entwicklung der Kiellinientaktik im 17. Jahrhundert begann man in England damit, dafür geeignete Kriegsschiffe als Linienschiffe zu bezeichnen und in „Ränge“ einzuteilen (engl.: rating of warships). Der entscheidende Faktor hierbei war die Anzahl der Kanonen, aber auch die Größe des Schiffes und die damit verbundene Widerstandsfähigkeit flossen mit ein. Ein Schiff konnte durch andere Kanonenbestückung seinen Rang wechseln.

Als Beispiel sei die Rangeinteilung (oder Klasseneinteilung) der Royal Navy aufgeführt, wie sie im 18. Jahrhundert galt; die Einteilungen der anderen Marinen waren sehr ähnlich.

  1. Rang: 100 und mehr Kanonen; Dreidecker; ab 2600 t; 850-950 Mann Besatzung
  2. Rang: 98 - 90 Kanonen; Dreidecker; ab 2000 t; 750 Mann Besatzung
  3. Rang: 80 - 64 Kanonen; Zweidecker; 1300-2000 t; 490-720 Mann Besatzung
  4. Rang: 60 - 50 Kanonen; Zweidecker; 1100 t; 350 Mann Besatzung
  5. Rang: 44 - 32 Kanonen; Eindecker-Fregatte; 700-900 t; 215-320 Mann Besatzung
  6. Rang: 28 - 20 Kanonen; Post-Ship (Post wie Posten); 550-650 t; 160-200 Mann Besatzung

[...]

Bei der Berechnung der Anzahl der Geschütze wurden nur die Langrohrgeschütze gezählt [...]

[...]

Die Schiffe des 1. bis 4. Ranges waren die eigentlichen Linienschiffe. Jedoch galten zur Mitte des 18. Jahrhunderts bereits die alten 50- und 60-Kanonen-Schiffe als zu schwach für die Schlachtlinie [...]

Anmerkungen
Sichter

[66.] Analyse:Gss/Fragment 240 11 - Diskussion
Bearbeitet: 4. May 2014, 15:58 Klgn
Erstellt: 3. May 2014, 21:28 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Siebe 2003, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 240, Zeilen: 11-22
Quelle: Siebe 2003
Seite(n): Online-Quelle, Zeilen: 0
Doch der wohl wichtigste Faktor für den Erfolg der Briten auf See war ihre Artillerie. Die großen Linienschiffe führten auf ihren Kanonendecks leichte 12-Pfünder, schwerere 18- und 24-Pfünder sowie die besonders schweren 32-Pfünder. Man verschoss meistens eiserne Vollkugeln, aber auch mit Ketten oder Stangen verbundene Halbkugeln, die speziell zur Zerstörung der Takelage des Gegners eingesetzt wurden. Um die feindlichen Mannschaften zu bekämpfen, kamen Ladungen zum Einsatz, die aus vielen kleineren Kugeln, einer Art großer Schrotladung, den sogenannten Kartätschen, bestanden. Die Scottish Carron Company entwickelte Ende der 1770er Jahre zudem Kanonen mit kurzem Rohr und einem sehr großen Kaliber, die wesentlich leichter als normale Kanonen und in der Regel auf einer beweglichen Schiene montiert waren. Ein entscheidender Faktor für den Sieg der Briten war ihre Artillerie. [...] Linienschiffe führten auf ihren 2 oder 3 Artilleriedecks leichte 12-Pfünder, schwerere 18-Pfünder und die wahren Monster, die 32-Pfünder. [...] Manche Breitseiten wurden mit Spezialladungen versehen, z.B. sogenannte "double shoots", bei denen gleich zwei Kanonenkugeln abgefeuert wurden. Die Ladezeit verlängerte sich entsprechend, dafür waren diese Ladungen höchst wirkungsvoll.

Die in der Tabelle weiter unten angegebene Anzahl der Kanonen schließt übrigens nicht die Anzahl der sogenannten Karronaden ein. Karronaden waren wesentlich leichter als Kanonen und in der Regel auf einer beweglichen Schiene montiert. Ihre Reichweite und Durchschlagskraft war sehr begrenzt, weswegen sie ausschließlich gegen "weiche" Ziele wie Takelage und Besatzung im Nahkampf eingesetzt wurden. Karronaden konnten zwar auch mit Kugeln geladen werden, enthielten aber häufiger Kartätschen, einer Art monströser Schrotladung. Daneben gab es Spezialgeschoße [sic], die nur zur Zerstörung der Takelage diente, aber auch schreckliche Geschoße [sic], die extra für Menschengruppen gedacht war.

Anmerkungen
Sichter

[67.] Analyse:Gss/Fragment 241 01 - Diskussion
Bearbeitet: 4. May 2014, 16:05 Klgn
Erstellt: 3. May 2014, 23:37 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Siebe 2003, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 241, Zeilen: 1-16
Quelle: Siebe 2003
Seite(n): Online-Quelle, Zeilen: 0
[Man bezeichnete sie nach] ihrem Hersteller als Carronades - Karronaden. Sie besaßen zwar nur eine geringe Reichweite, dafür aber eine verheerende Wirkung, wenn man sie mit Kartätschen lud, die bis zu 500 Kugeln enthielten. Nur auf englischen Schiffen dieser Zeit gab es solche Karronaden.

Die Feuergeschwindigkeit dieser Vorderlader war abhängig von Kaliber und Art der Ladung. Die leichteren Kanonen ließen sich schneller laden, man brauchte etwa drei bis sechs Minuten dafür. Einen 32-Pfünder zu laden, dauerte schon bis zu fünfzehn Minuten. Manche Breitseiten wurden mit Spezialladungen versehen, wie etwa den sogenannten double shoots, bei denen gleich zwei Kanonenkugeln - natürlich mit doppelter Pulverladung - abgefeuert wurden. Die Ladezeit verlängerte sich zwar, dafür war aber die Wirkung größer. Wegen des besseren Drills der Stückmannschaften und überhaupt der eisernen Disziplin an Bord konnten englische Schiffe schon seit der Zeit, als 1588 die spanische Armada besiegt wurde, in der Regel ihre Kanonen doppelt so schnell laden und abfeuern als ihre Gegner. [...]

[Beschriftung zu Abb. auf S. 240:]

Die «Teufelskanone»: Die Scottish Carron Company entwickelte Ende der 1770er Jahre eine Kanone mit kurzem Rohr und sehr großem Kaliber, die wesentlich leichter als normale Langrohrkanonen war und in der Regel auf einer beweglichen Schiene montiert wurde. Man bezeichnete sie nach ihrem Hersteller als Karronade. Die Reichweite der Karronaden war gering, dafür besaßen sie aber im Nahkampf eine verheerende Wirkung, wenn man sie mit Kartätschen lud.

Bemerkenwert ist hier zum besseren Verständnis noch, daß diese Art des Kampfes sich auch auf die Nutzung der Artillerie auswirkte. So bevorzugten die Franzosen eine große Erhöhung ihrer Geschütze, um die feindliche Takelage zu zerschießen und die Manövriereigenschaften des Gegners zu reduzieren. U.a. auch dafür wurden spezielle Geschütze und Geschoße entwickelt, die Karronaden bzw. Kartätschen entwickelt. Die Scottish Carron [ "Carronades" = Karronaden ] Company entwickelte z.B. 1778 großkalibrige, dabei aber relativ leichte Kanonen mit zwar kurzer Reichweite, dafür aber verheerender Wirkung.

[...]

Um die folgende Schlacht verstehen zu können, sind vorab noch einige Informationen nötig.

Ein entscheidender Faktor für den Sieg der Briten war ihre Artillerie. Wegen des besseren Drills der Mannschaften konnten englische Schiffe in der Regel ihre Kanonen zweimal so schnell laden und abfeuern wie der Gegner. Die Ladezeiten einer Kanone waren zudem abhängig vom Kaliber und der Art der Ladung. Linienschiffe führten auf ihren 2 oder 3 Artilleriedecks leichte 12-Pfünder, schwerere 18-Pfünder und die wahren Monster, die 32-Pfünder. Natürlich ließen sich die leichteren Kanonen schneller laden (3-6 Minuten), für einen 32-Pfünder brauchten die Bedienungen bis zu 15 Minuten. Manche Breitseiten wurden mit Spezialladungen versehen, z.B. sogenannte "double shoots", bei denen gleich zwei Kanonenkugeln abgefeuert wurden. Die Ladezeit verlängerte sich entsprechend, dafür waren diese Ladungen höchst wirkungsvoll.

Die in der Tabelle weiter unten angegebene Anzahl der Kanonen schließt übrigens nicht die Anzahl der sogenannten Karronaden ein. Karronaden waren wesentlich leichter als Kanonen und in der Regel auf einer beweglichen Schiene montiert. Ihre Reichweite und Durchschlagskraft war sehr begrenzt, weswegen sie ausschließlich gegen "weiche" Ziele wie Takelage und Besatzung im Nahkampf eingesetzt wurden.

Anmerkungen
Sichter

[68.] Analyse:Gss/Fragment 242 01 - Diskussion
Bearbeitet: 3. May 2014, 23:46 Schumann
Erstellt: 3. May 2014, 23:46 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Siebe 2003, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 242, Zeilen: 1-12
Quelle: Siebe 2003
Seite(n): Online-Quelle, Zeilen: 0
Der Beschuss von Holzschiffen durch all diese Geschosse verursachte fürchterliche Verletzungen, von denen ein großer Teil neben der direkten Wirkung der Metallteile vor allem durch herumfliegende Holzsplitter hervorgerufen wurde. Man konnte mit den Kanonen zwar bis zu zwei Kilometer weit schießen, aber die Treffsicherheit ließ schon nach mehr als einhundert Metern sehr nach. Außerdem erschwerten die Bewegungen des Schiffes das Zielen. Selbst bei leichtem Rollen konnte eine Breitseite leicht über das Ziel hinweggehen. Um schneller als beim herkömmlichen Luntenschloss, das mitunter sekundenlang verzögerte, den Schuss abzufeuern, führten die Engländer das modernere Feuersteinschloss ein, das sofort zündete und den Briten auch auf diese Weise einen Vorteil verschaffte. Der Beschuß von Holzschiffen durch all diese Geschoße [sic] verursachte fürchterliche Verletzungen, ein großer Teil wurde vor allem durch herumfliegende Holzsplitter hervorgerufen.

Die Kanonen waren jedoch auch 1805 nichts anderes als bessere Steinschleudern - auch wenn die Kugeln mittlerweise aus Metall waren. Ihre Treffsicherheit ließ nach den ersten 100 Metern gewaltig nach, wenngleich man mit ihnen bis zu 2 km weit schießen konnte. Auf See kamen dazu noch die Bewegungen des Schiffes. Hier hatten die Engländer durch das moderne Feuersteinschloß erhebliche Vorteile. Das Auslösen des Schußes erfolgte dabei wesentlich schneller als beim Luntenschloß, daß auch schon einmal sekundenlang verzögerte. Selbst bei leichtem Rollen des Schiffes konnte auf diese Weise der Schuß schlicht über das Ziel hinweggehen.

Anmerkungen
Sichter

[69.] Analyse:Gss/Fragment 244 28 - Diskussion
Bearbeitet: 13. May 2014, 22:33 Schumann
Erstellt: 13. May 2014, 22:33 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Horatio Nelson 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 244, Zeilen: 28-32
Quelle: Wikipedia Horatio Nelson 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Mit dem Ausgreifen der Französischen Revolution über die Grenzen Frankreichs und der Bildung einer dagegengerichteten Kriegskoalition der europäischen Monarchien wurde Nelson im Sommer 1793 mit der HMS Agamemnon, mit der er seinen Ruhm begründete, im Mittelmeer aktiv. Er war erst bei der Blockade von Toulon, dem damals wichtigsten [französischen Kriegshafen am Mittelmeer, im Einsatz und kam dann in das mit England verbündete Königreich Neapel.] Als sich die Französische Revolution über die Grenzen Frankreichs ausbreitete, hatte das die Bildung einer Kriegskoalition der europäischen Monarchien zur Folge. Die Kriegserklärung Frankreichs an Großbritannien erfolgte am 1. Februar 1793. Nelson bewarb sich umgehend um ein neues Kommando und übernahm im Februar die neugebaute, mit 64 Kanonen bestückte HMS Agamemnon. Mit diesem Schiff begründete er seinen historischen Ruhm.

Im Juni segelte Nelson ins Mittelmeer, um sich dem Kommando von Samuel Hood, 1. Viscount Hood, zu unterstellen. Ziel war die Blockade von Toulon, damals der wichtigste französische Kriegshafen in Südfrankreich. Im August wurde die Hafenstadt von britischen Truppen eingenommen. Um zusätzliche Truppenverstärkungen zu bekommen, sandte Hood Nelson in das mit England verbündete Königreich Neapel.

Anmerkungen
Sichter

[70.] Analyse:Gss/Fragment 245 16 - Diskussion
Bearbeitet: 30. June 2014, 12:41 Schumann
Erstellt: 13. May 2014, 22:35 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Horatio Nelson 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 245, Zeilen: 16-25, 29-36
Quelle: Wikipedia Horatio Nelson 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Im Juli 1794 erlitt Nelson bei einem Angriff gegen Calvi auf Korsika an seinem rechten Auge eine so schwere Verletzung, dass er von nun an mit einem weitgehenden Verlust der Sehkraft fertigwerden musste.7

Am 14. Februar 1797 segelte Nelson, inzwischen zum Commodore ernannt, in die erste von insgesamt vier bedeutenden Seeschlachten, die ihm in England einen bis heute anhaltenden Ruhm einbringen sollten. Nach der siegreichen Seeschlacht bei Kap St. Vincent vor der Küste Portugals unter dem Oberbefehlshaber Admiral John Jervis wurde er zum Rear Admiral of the Blue befördert, dem neunthöchsten Rang in der königlichen Marine. Schon in dieser Schlacht, in der man erstmals die starre Linientaktik des Aneinandervorbeifahrens zu einem Durchbruch der feindlichen Linie abwandelte, zeigte er die Neigung, Befehle der Oberkommandierenden zu missachten. [...] Zumindest brachte ihm der Erfolg die Würde eines Knight of the Bath, eines Ritters vom Hosenbandorden, ein. Noch im selben Jahr wurde Nelson bei einem Gefecht durch eine Musketenkugel am Ellenbogen verletzt, woraufhin ihm der rechte Arm bis zur Schulter amputiert werden musste. Angst vor Verwundungen oder Tod hatte der ehrgeizige Admiral offenbar nie.

Den nächsten glorreichen Sieg errang der mittlerweile vierzigjährige Befehlshaber einer britischen Schwadron am 1. August 1798 in der Schlacht Aufstieg und Leidenschaft des Admirals [bei Aboukir in Ägypten, in der englischen Tradition als «Battle of the Nile» bezeichnet, die Napoleons erste schwere Niederlage darstellte.]


7 Vgl. auch für das Folgende Mahan, Life of Nelson; White, Nelson Companion; Witt, Horatio Nelson; Southey, Life of Horatio Nelson.

Im Juli 1794 griff Nelson mit seiner Besatzung und Kanonen der Agamemnon an Land in den Angriff auf Calvi ein. Dabei kam es am 10. Juli zur ersten schweren Verwundung Nelsons. Von einer Kanonenkugel aufgewirbelter Sand und kleine Splitter trafen sein rechtes Auge, was einen weitgehenden Verlust der Sehkraft bewirkte. Die Verletzung war allerdings nicht sichtbar, und entgegen mancher Darstellung trug Nelson niemals eine Augenklappe.

Bis Anfang 1797 war Nelson in verschiedenen Einsätzen im Mittelmeer, das durch den Kriegseintritt Spaniens an strategischer Bedeutung gewonnen hatte, aktiv. Er wurde in der Zeit zum Commodore ernannt, kommandierte außer der Agamemnon die HMS Captain. Auf diesem Schiff segelte er am 14. Februar 1797 in die erste von insgesamt vier bedeutenden Seeschlachten, die ihm in seiner englischen Heimat einen unsterblichen Ruhm einbringen sollten. Dank seiner genialen taktischen Fähigkeiten und bewusster Missachtung eines Befehls vom Oberbefehlshaber Admiral John Jervis wurde die Seeschlacht bei Kap St. Vincent (1797), vor der Küste Portugals, siegreich beendet. Jervis, dem als kommandierenden Admiral der Hauptverdienst am Erfolg zugesprochen und die Earlwürde verliehen wurde, lobte Nelson im Nachhinein für sein mitdenkendes Vorgehen. Nelson wurde zum Knight of the Bath ernannt.

Beförderung zum Admiral

Im Februar des Jahres 1797 wurde er zum Rear Admiral of the Blue, dem neunthöchsten Rang in der königlichen Marine, befördert.

In der Zeit zwischen dem 22. und dem 25. Juli 1797 versuchte Nelson bei einem Angriff auf Santa Cruz vergeblich mit einer Flotte den Hafen und die Stadt Santa Cruz de Tenerife einzunehmen. Bei einem erfolglosen Landemanöver wurde er in den rechten Arm getroffen. Der Arm wurde ihm daraufhin durch den Schiffsarzt bis zur Schulter amputiert. [1]

In der Schlacht an der Nilmündung (auch als Schlacht bei Abukir bezeichnet) am 1. August 1798 errang er einen weiteren glorreichen Sieg über die Franzosen.


1. El Ministerio de defensa Episodios de la história de España, Madrid 2010

Anmerkungen
Sichter

[71.] Analyse:Gss/Fragment 249 31 - Diskussion
Bearbeitet: 4. May 2014, 00:09 Schumann
Erstellt: 4. May 2014, 00:08 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Siebe 2003, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 249, Zeilen: 31-33
Quelle: Siebe 2003
Seite(n): Online-Quelle, Zeilen: 0
Napoleons und Nelsons waghalsige Pläne

Im Jahr 1804 wurde es für England bedrohlich, als Napoleon I. einen Plan für die Invasion der Insel entwickelte. Der Kaiser der Franzosen ließ an der Kanal- und Atlantikküste Tausende von kleinen Schiffen, Booten, [Schaluppen sowie Prähmen mit flachem Boden als Truppen-, Pferde- und Kanonentransporter bauen.]

Der Kaiser entwarf 1804 einen Plan für die Invasion der englischen Insel, dessen Vorbereitungen auf der englischen Insel kaum verborgen bleiben konnten. Zu diesem Zweck ließ Napoleon nämlich an der Kanal- und Atlantikküste tausende von Truppentransportern - Prähme mit flachem Boden - bauen.
Anmerkungen

Fortsetzung auf der folgenden Seite.

Sichter

[72.] Analyse:Gss/Fragment 250 01 - Diskussion
Bearbeitet: 4. May 2014, 16:13 Klgn
Erstellt: 4. May 2014, 00:27 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Siebe 2003, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 250, Zeilen: 1-4, 13-33
Quelle: Siebe 2003
Seite(n): Online-Quelle, Zeilen: 0
[Der Kaiser der Franzosen ließ an der Kanal- und Atlantikküste Tausende von kleinen Schiffen, Booten,] Schaluppen sowie Prähmen mit flachem Boden als Truppen-, Pferde- und Kanonentransporter bauen. Zudem wurde am Kanal eine Armee in einer Stärke von 160000 Mann, darunter 16000 Kavalleristen, zusammengezogen. [...]

Um aber auf die Insel übersetzen zu können, benötigte Napoleon die Deckung seiner Landungsschiffe durch die französische Kriegsflotte und zumindest für einige Tage die maritime Herrschaft über den Kanal. Wegen der britischen Seeblockade der französischen und, nach der spanischen Kriegserklärung an England, auch der spanischen Kriegshäfen war eine Kräftekonzentration der französischen Flotte jedoch unmöglich. Angesichts der drückenden britischen Überlegenheit zur See entwarf der Kaiser ein raffiniertes Täuschungsmanöver. Alle an der Atlantikküste und im Mittelmeer blockierten französischen und spanischen Schiffe sollten versuchen, die britische Blockade zu durchbrechen, und Kurs auf die Karibik nehmen.

Der Zweck des Manövers war, die englische Flotte vom europäischen Kriegstheater wegzulocken, da Napoleon darauf rechnete, dass starke britische Flottenverbände vom Kanal sowie vom Atlantik die Verfolgung der alliierten Flotte aufnehmen würden. Nach Ankunft der britischen Flotte in der Karibik sollte die französische Flotte sofort umkehren, mit einigen Tagen Vorsprung vor den verfolgenden britischen Schiffen wieder Europa erreichen und sich, wenn es gut ging, mit weiteren französischen und spanischen Verbänden aus dem Mittelmeer vereinen. Dann sollten die Schiffe die geschwächte britische Verteidigung des Kanals vernichten und die Invasion nach England decken.

Der Kaiser entwarf 1804 einen Plan für die Invasion der englischen Insel, dessen Vorbereitungen auf der englischen Insel kaum verborgen bleiben konnten. Zu diesem Zweck ließ Napoleon nämlich an der Kanal- und Atlantikküste tausende von Truppentransportern - Prähme mit flachem Boden - bauen. Zudem wurden am Kanal Truppen in einer Stärke von ca. 160000 Mann zusammengezogen. Um aber auf die Insel übersetzen zu können, benötigte der französische Kaiser die Deckung seiner Landungsflotte durch Kriegsschiffe bzw. zumindest für "drei Tage" die maritime Herrschaft über den Kanal.

Das Problem Napoleons war jedoch die britische Seeblockade der französischen (und später spanischen) Kriegshäfen, die eine Kräftekonzentration seiner Seestreitkräfte schwierig machte. [...]

Angesichts der drückenden britischen Überlegenheit zur See verfiel der französische Kaiser auf folgenden strategischen Plan:

Alle im Mittelmeer und an der Atlantikküste blockierten französischen (und später auch spanischen) Geschwader sollten versuchen, die britische Blockade zu durchbrechen. Namentlich das in Brest liegende französische Geschwader unter Admiral Ganteaume - 21 Linienschiffe und Fregatten - sollte Kurs auf die Karibik setzen, um dort die britischen Handelswege anzugreifen bzw. britischer Besitzungen zu erobern.

Napoleon rechnete damit, daß starke britische Flottenverbände aus der Kanalflotte sowie aus dem Atlantik daraufhin die Verfolgung der alliierten Flotte aufnehmen würden und auf diese Weise die Verteidigung des Kanals entblößen oder zumindest schwächen müssten. Bei Gelingen des Planes sollte die französische Flotte in der Karibik kehrt machen und mit einigen Tagen Vorsprung vor ihren Verfolgern wieder Europa erreichen, sich mit weiteren französischen und spanischen Schiffen (seit Dezember 1804 im Krieg mit England) aus dem Mittelmeer, aus den Häfen Rochefort, Ferrol, La Coruna und Vigo vereinen und dann in den Kanal einlaufen. Ihr Auftrag lautete dann, die geschwächte Verteidigung des Kanals nötigenfalls ganz niederkämpfen und die Invasion nach England decken.

Anmerkungen
Sichter

[73.] Analyse:Gss/Fragment 251 01 - Diskussion
Bearbeitet: 5. May 2014, 09:09 Klgn
Erstellt: 4. May 2014, 00:40 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Siebe 2003, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 251, Zeilen: 1-11
Quelle: Siebe 2003
Seite(n): Online-Quelle, Zeilen: 0
Doch lief in krassem Widerspruch zu den Befehlen des Kaisers der französische Oberbefehlshaber der Flotte, Admiral Pierre Charles Villeneuve, nach einem Gefecht mit einem anderen britischen Geschwader nach Süden mit Kurs auf Cadiz und nicht in den Kanal. Napoleon tobte angesichts dieser Missachtung seiner Befehle, doch es nützte nichts: Villeneuve hatte damit eigenmächtig den napoleonischen Invasionsplänen für England ein vorläufiges Ende bereitet. Dass es sogar ein endgültiges Ende war, sollte sich bald herausstellen.

Bereits am 29. September 1805 stieß Nelson mit weiteren drei Linienschiffen zur Blockadeflotte vor Cadiz und übernahm das Kommando. Er [postierte einige Fregatten vor Cadiz, die den Gegner beobachten sollten.]

In krassem Widerspruch zu den Befehlen des Kaisers lief Villeneuve nach Süden mit Kurs auf Cadiz und bereitete damit eigenmächtig den napoleonischen Invasionsplänen für England ein endgültiges Ende - weder hatte der über diese Mißachtung seiner Befehle tobende Kaiser Zeit noch die Geduld, sie nun weiter zu verfolgen. [...]

[...]

Am 29. September 1805 stieß Nelson mit weiteren 3 Linienschiffen zur Blockadeflotte vor Cadiz und übernahm das Kommando. Seine Ankunft blieb geheim. Nelson postierte seine Fregatten weiter vor Cadiz und das Gros seiner Flotte weit außer Sichtweite des Hafens.

Anmerkungen
Sichter

[74.] Analyse:Gss/Fragment 252 03 - Diskussion
Bearbeitet: 5. May 2014, 09:12 Klgn
Erstellt: 4. May 2014, 01:10 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Siebe 2003, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 252, Zeilen: 3-36
Quelle: Siebe 2003
Seite(n): Online-Quelle, Zeilen: 0
In den nächsten zwei Wochen richteten sich die Briten auf eine längere Blockade ein. Schiffe kamen und andere verließen den Flottenverband wieder für Reparaturen oder um Vorräte zu ergänzen. Mitte Oktober verfügte Nelson über 27 Linienschiffe und vier Fregatten. Im Hafen von Cadiz lagen jedoch 40 Kriegsschiffe der alliierten Flotte, eine immer noch deutliche numerische Übermacht. Am 19. Oktober begann die alliierte Flotte am frühen Morgen mit dem Anker-auf-Manöver. Doch es gab kaum Wind. Als um die Mittagszeit erst sieben Linienschiffe den Hafen verlassen hatten, schlief der Wind vollkommen ein. Nun musste man Boote zum Schleppen der riesigen Schiffe ausbringen. Erst am Mittag des nächsten Tages, am 20. Oktober, war die ganze alliierte Flotte auf See. Nelson hatte bereits rund zwei Stunden nach Beginn der Manöver vom Auslaufen der feindlichen Flotte erfahren. Er ließ dehalb [sic] seine Beobachtungsfregatten zum Gros der Flotte zurückkehren und traf erste Vorbereitungen, seine Schiffe für die Schlacht zu formieren.

Seit Mitte des 17. Jahrhunderts bestand die Standardschlachtordnung in dicht aufgeschlossenen Linien, Schiff reihte sich an Schiff. Man versuchte mit dieser Linie entweder auf Parallelkurs zum Gegner zu gehen oder ein Passiergefecht zu führen. So begegneten sich zwei Linien von Schiffen - daher der Name Linienschiff -, die in Entfernungen zwischen 50 und 200 Metern feuerten, und das so schnell wie möglich. Da die Kanonen der Länge nach über die Schiffsdecks verteilt waren, brachten die Schlachtschiffe auf diese Weise am besten ihre Breitseiten zur Geltung. In der Regel war die Schlacht beendet, wenn man die Linie nicht mehr halten konnte, Schiffe durch Beschädigungen aus der Linie ausscherten oder wenn der Hauptteil der gegnerischen Schiffe erobert oder versenkt war.

Das grundsätzliche Problem war allerdings: Eine Linienschlacht konnte es nur geben, wenn beide Gegner sich entsprechend aufstellten. Schon vor Beginn des 19. Jahrhunderts wurde die Lineartaktik deshalb mehrfach als unzeitgemäße Schlachtordnung kritisiert. Einige Gefechte Nelsons, aber auch seiner Admiralskollegen zeigten, dass die Kritik berechtigt war. Als Nelson bei der Schlacht von St. Vincent 1797 entgegen den Befehlen seines Admirals John Jervis frontal in einen zahlenmäßig überlegenen [Gegner hineinsegelte und die ihm folgenden Schiffe, darunter den damaligen Kommodore Cuthbert Collingwood, mitzog, erwies sich das für den Gegner als verheerend.]

In den nächsten zwei Wochen richteten sich die Briten auf eine längere Blockade ein, Schiffe kamen, andere verließen den Flottenverband wieder, z.B. um Konvois zu eskortieren oder Proviant zu ergänzen. [...]

[...]

Am 17. Oktober verfügte Nelson über 27 Linienschiffe und 4 Fregatten, im Hafen von Cadiz lagen 34 feindliche Schlachtschiffe und 6 Fregatten. Die Briten fühlten sich jedoch auch angesichts der Differenz von 7 Großschiffen keineswegs unterlegen, ganz im Gegenteil. [...]

[...]

Am 19. Oktober um 6:00 begann die Flotte Anker auf zu gehen, mußte aber ein seeuntaugliches Linienschiff zurücklassen, eine Fregatte war zudem am Tage zuvor als Späher ausgelaufen und fand zur Flotte nicht mehr zurück. Zudem gab es kaum Wind. Als um die Mittagszeit erst 7 Linienschiffe den Hafen verlassen hatten, schlief der Wind vollkommen ein und man mußte Boote zum Schleppen der riesigen Schiffe einspannen. Erst am Mittag des 20. Oktober war die ganze alliierte Flotte auf See, einen nautisch schlechteren Zeitpunkt zum Aufbruch hätte es wohl schwerlich geben können. Nelson hatte bereits rund zwei Stunden nach Beginn der feindlichen Anker auf Manöver von dem bevorstehenden Auslaufen der Flotte erfahren. Er ließ seine Beobachtungsfregatten aufschließen und verkürzte insgesamt die von ihm aufgebaute Meldekette. Dann traf er erste Vorbereitungen, seine Schiffe für die Schlacht zu formieren.

Nelson´s [sic] Plan

Im 18. Jahrhundert bestand die Standardschlachtordnung in dicht aufgeschlossenen Linien: Schiff reihte sich an Schiff, während die Linie Parallelkurs zum Gegner hielt. Da die Kanonen der Länge nach über die Schiffsdecks verteilt waren, brachten die Schlachtschiffe auf diese Art und Weise am besten ihre Breitseiten zum Tragen. So passierten zwei Linien von Schiffen (daher: Linienschiff) einander in Entfernungen zwischen 50 und 200 Metern und feuerten, was das Zeug hielt. Die Schlacht war in der Regel beendet, wenn Schiffe durch Beschädigungen aus der Linie herausfielen und man die Linie nicht mehr halten konnten. Wer also die Linie des Gegners zuerst zum Zusammenbruch brachte, gewann die Schlacht. [...]

[...]

Die Schlachtlinie blieb aber vorerst die Standardschlachtordnung, insbesondere in Frankreich. So verwarf das französische Kriegshandbuch 'Tactique Navale' von 1763 den Enterkampf und ermahnte die Kapitäne, ihre Position in der Linie zu halten - und zwar genau 1 Kabellänge (185 Meter) hinter dem Führungsschiff. Diese Distanz war jedoch nur mit der Utopie einer perfekten Besatzung und eines perfekten Schiffes zu halten. Und die Linie war schon vor Beginn des 19. Jahrhunderts mehrfach als unzeitgemäße Schlachtaufstellung entlarvt worden:

[...]

Die Lehren aus diesen Schlachten zogen Admiral Duncan 1797 [...] und ein Kommodore Nelson , als er bei der Schlacht von St. Vincent - ebenfalls 1797, übrigens entgegen den Befehlen seines Admirals John Jervis - ebenfalls frontal in einen zahlenmäßig überlegenen Gegner hineinsegelte und die ihm folgenden Schiffe, u.a. übrigens den damaligen Kommodore Cuthbert Collingwood, mitzog. In beiden Fällen erwies sich das Resultat als für den Gegner verheerend, auch wenn die frontal die Linie angreifenden Führungsschiffe der Briten jeweils annähernd zu Wracks geschoßen [sic] wurden.

Anmerkungen
Sichter

[75.] Analyse:Gss/Fragment 253 01 - Diskussion
Bearbeitet: 4. May 2014, 15:32 Klgn
Erstellt: 4. May 2014, 01:49 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Siebe 2003, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 253, Zeilen: 1-24, 31-35
Quelle: Siebe 2003
Seite(n): Online-Quelle, Zeilen: 0
[Als Nelson bei der Schlacht von St. Vincent 1797 entgegen den Befehlen seines Admirals John Jervis frontal in einen zahlenmäßig überlegenen] Gegner hineinsegelte und die ihm folgenden Schiffe, darunter den damaligen Kommodore Cuthbert Collingwood, mitzog, erwies sich das für den Gegner als verheerend. Auch wenn die frontal zu der Linie angreifenden Schiffe der Briten annähernd zu Wracks geschossen wurden, zersprengten sie doch als Keile die feindliche Schlachtlinie zu kleinen, leichter zu attackierenden Schiffsgruppen.

Auf diesen Erfahrungen basierte der Plan Nelsons, der vorsah, die Flotte in zwei ungefähr gleich starke Angriffskeile zu teilen, die in die lange Schlachtlinie, an der die Franzosen ja mit Sicherheit noch festhalten würden, hineinstoßen sollten. Die Schiffe der Luvseite, die weather column, wollte Nelson selbst auf der HMS Victory führen. Sie sollten knapp über dem Zentrum der feindlichen Linie in den Gegner hineinfahren. Wenn möglich, wollte er gleich das feindliche Flaggschiff angreifen. Der nun als Vizeadmiral amtierende Collingwood sollte auf HMS Royal Sovereign mit den Schiffen der Leeseite, der etwa eine Seemeile entfernt fahrenden lee column, die feindliche Linie knapp vor der Nachhut des Gegners durchstoßen.

Der Sinn des Manövers, das als «The Nelson Touch» in die Geschichte einging, lag auf der Hand: Zunächst konnte die Vorhut des Gegners für einen längeren Zeitraum vom Kampf ausgeschlossen werden, denn ohne Kursänderung würde sie sich immer weiter vom eigentlichen Schlachtfeld entfernen. Der sich nähernden Nachhut dagegen würden sich die Steuerbord-Breitseiten der lee column entgegenstellen und gleichzeitig mit der Backbordseite den Rücken des Zentrums bedrohen. [...]

So elegant oder vielleicht auch genial das alles klingen mag, es war ein unfassbar riskantes Manöver. Nelson musste nämlich in Kauf nehmen, dass die beiden Führungsschiffe zunächst für die lange Zeit der Annäherung dem konzentrierten Feuer des Gegners von mehreren Schiffen ausgesetzt wurden.

Die Lehren aus diesen Schlachten zogen Admiral Duncan 1797, der bei Camperdown bzw. Kamperduin die holländische Flotte auf ähnliche Weise schlug und ein Kommodore Nelson , als er bei der Schlacht von St. Vincent - ebenfalls 1797, übrigens entgegen den Befehlen seines Admirals John Jervis - ebenfalls frontal in einen zahlenmäßig überlegenen Gegner hineinsegelte und die ihm folgenden Schiffe, u.a. übrigens den damaligen Kommodore Cuthbert Collingwood, mitzog. In beiden Fällen erwies sich das Resultat als für den Gegner verheerend, auch wenn die frontal die Linie angreifenden Führungsschiffe der Briten jeweils annähernd zu Wracks geschoßen [sic] wurden. Als Keile bewirkten sie jedoch die Zersprengung der feindliche Schlachtlinie zu kleinen, leichter zu attackierenden Schiffsgruppen.

Auf den Erfahrungen dieser Schlachten basierte nun der Plan Nelsons, den er bereits bei der Blockade von Toulon im Sinne hatte, nun aber vor Cadiz mit seinen Kapitänen minuziös ausgearbeitet hatte.

Nelson beabsichtigte seine Flotte in zwei ungefähr gleich starke Angriffskeile zu unterteilen, die in die lange Schlachlinie des Feindes hineinstoßen sollten. Die sogenannte Weather (Luvseite) Column plante Nelson selbst so zu führen, daß er knapp über dem Zentrum der feindlichen Linie in den Gegner hineinstieß. Wenn möglich, wollte er das feindliche Flaggschiff angreifen, daß er in der Nähe seiner Angriffsmarke vermutete. Vizeadmiral Collingwood mit der sogenannten Lee Column sollte die feindliche Linie knapp vor der Nachhut des Gegners durchschneiden. Sinn des riskanten Manövers war zunächst, die Vorhut des Gegners für einen längeren Zeitraum vom Kampf auszuschließen, denn durch das Manöver würde sich die Vorhut laut Plan bereits einige Schläge (Distanz) vom eigentlichen Schlachtfeld entfernt haben. Der sich nähernden Nachhut dagegen würden sich die Breitseiten der Lee Column entgegenstellen, während Collingwood gleichzeitig mit den Breitseiten der anderen Schiffsseite im Rücken des Zentrums stehen würde. Man mußte dabei jedoch in Kauf nehmen, daß vor allem die Führungsschiffe und später die Weather Column selbst zunächst einmal dem konzentrierten Feuer des Gegners ausgesetzt wäre.

Anmerkungen
Sichter

[76.] Analyse:Gss/Fragment 254 08 - Diskussion
Bearbeitet: 4. May 2014, 02:10 Schumann
Erstellt: 4. May 2014, 02:10 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Siebe 2003, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 254, Zeilen: 8-18, 23-29
Quelle: Siebe 2003
Seite(n): Online-Quelle, Zeilen: 0
Wenn man bedenkt, dass für die Besatzung der Victory, des Führungsschiffs der weather column, und damit für Nelson selbst die Überlebenschancen im zu erwartenden Kugelhagel am geringsten waren, darf man sich fragen: Hatte Nelson denn überhaupt keine Angst vor dem Tod? Wollte er vielleicht sogar sterben?

Am 20. Oktober steuerte die aus Cadiz ausgelaufene alliierte Flotte weiter Südkurs und versuchte, zur Meerenge von Gibraltar zu gelangen. Daraufhin gab Nelson, informiert über die Bewegungen des Gegners, der britischen Flotte das Signal «Allgemeine Verfolgung nach Südosten». Der Tag neigte sich ohne Kampf, kurz vor Sonnenuntergang ermöglichte ein sich drehender Wind Villeneuve einen direkten Weg nach Gibraltar.

Die große Schlacht

[...] Schon seit Tagesanbruch konnten beide Flotten einander auf der Höhe von rund zwölf Seemeilen westlich vor dem Kap Trafalgar deutlich ausmachen, und die englischen Schiffe begannen sich in die beiden geplanten Angriffskeile zu teilen. Um Cadiz auf Lee und damit eine Fluchtmöglichkeit zu behalten, gab der französische Admiral gegen 8 Uhr der alliierten Flotte den Befehl zur gleichzeitigen Halse, also zum Drehen des Hecks, nicht des Bugs durch den Wind.

Einen - eher privaten - Aspekt dieses Planes sollte man erwähnen: Für die Besatzung der Victory, des Führungsschiffs der Weather Column, und damit für Nelson selbst waren die Überlebenschancen angesichts des zu erwartenden Kugelhagels am geringsten. Wirft man einen Blick auf Nelsons Karriere, die von rund einem halben Dutzend mehr oder weniger schweren Verwundungen begleitet wird (was angesichts der Manöver, die er durchführte, zu erwarten war), kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, daß der englische Admiral wohl nicht die rechte Freude am Leben gehabt hat. [...]

Das Vorspiel zur Schlacht

Die aus Cadiz ausgelaufene alliierte Flotte steuerte Südkurs zur Meerenge von Gibraltar. Nelson, gut informiert über die Bewegungen des Gegners, gab nun der britischen Flotte das Signal "Allgemeine Verfolgung nach Südosten". Kurz vor Sonnenuntergang schlug der Wind etwas um und ermöglichte Villeneuve einen direkten Weg nach Gibraltar. [...]

[...]

Bei Tagesanbruch begann sich die englische Flotte in die beiden geplanten Angriffskeile zu teilen und um 5:45 konnten sich beide Flotten deutlich ausmachen. Sie standen nun rund 12 Meilen vor dem Kap Trafalgar. Villeneuve erkannte, daß ihn sein Kurs auf die Dauer von Cadiz abschneiden würde und die Briten ihn dann in ein Jagdgefecht verwickeln konnten, d.h. sie konnten die Linie von hinten aufrollen.

Der spanische Admiral Gravina bat den französischen Admiral durch Signale, Villeneuve möge ihm und seinem Geschwader erlauben, unabhängig in der Linie vorzugehen, er beabsichtigte, die Verteidigung flexibel jeweils dort zu verstärken, wo es nötig würde. Doch Villeneuve befahl Gravina, in der Linie zu bleiben.

Um Cadiz unter dem Wind und damit eine Fluchtmöglichkeit zu behalten, gab der französische Admiral um 8:00 herum der gerade leidlich ausgerichteten Linie den Befehl zur vollen Wende.

Anmerkungen
Sichter

[77.] Analyse:Gss/Fragment 255 02 - Diskussion
Bearbeitet: 4. May 2014, 02:34 Schumann
Erstellt: 4. May 2014, 02:34 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Siebe 2003, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 255, Zeilen: 2-4, 8-15, 20-29
Quelle: Siebe 2003
Seite(n): Online-Quelle, Zeilen: 0
Der Befehl war eine weitere Fehlentscheidung in der Reihe der vielen Fehler, die der französische Admiral machte. Denn Villeneuves Anordnung führte nur zu neuem Chaos in der zuvor gerade ausgerichteten Schlachtlinie. [...] Die ehemalige Nachhut, jetzt neue Vorhut, bekam einen gewissen Vorsprung vor dem Zentrum. Die jetzige Nachhut andererseits überholte Teile von Gravinas Geschwader. Es entstand eine zwei bis drei Schiffe tiefe, ungefähr vier Meilen lange und zudem löchrige Kurvenlinie. Damit würde das Feuer der Breitseiten, die auf die Angreifer schießen konnten, um mehrere Schiffe reduziert werden. Um das Ganze noch zu verschlimmern, wurde nun der ohnehin schwache Wind launisch und erschwerte weitere Manöver. [...]

Doch auch die Briten fuhren nur mit Wind und hatten ebenfalls einige Schwierigkeiten, die Schlachtformation einzunehmen. Dennoch war es ihnen gelungen, die beiden Stoßkeile zu bilden. Collingwood führte vierzehn Linienschiffe, Nelson nur zwölf, da ein Schiff während der Nacht zu weit abgekommen war. Der schwache Wind verhinderte das schnelle Hineinstoßen in den Gegner und ließ nur ein «Hineinschlendern» zu; eine weitere Gefahr für die Angreifer. Auch die etwas konkave Form der gegnerischen Linie erwies sich als Problem, denn Nelson musste mit seiner Luv-Kolonne eine etwas weitere Distanz zurücklegen als Collingwood. Der Angriff konnte daher zeitlich nicht exakt koordiniert werden.

Um Cadiz unter dem Wind und damit eine Fluchtmöglichkeit zu behalten, gab der französische Admiral um 8:00 herum der gerade leidlich ausgerichteten Linie den Befehl zur vollen Wende. Damit spielte er, wahrscheinlich ohne es zu ahnen, Nelsons Plänen zweifach in die Hände. Zum einen war der Plan des englischen Admirals gegen eine sich nähernde Flotte besser durchzuführen als gegen eine von ihm wegstrebende. Zum anderen führte Villeneuves Befehl erneut zum Chaos in einer gerade aufgebauten Schlachtlinie. So bekam die Nachhut, nun Vorhut, einen gewissen Vorsprung vor dem Zentrum, die jetzige Nachhut andererseits überholte Teile von Gravinas Schwadron, es entstand eine zwei bis drei Schiffe tiefe, ca. 4 Meilen lange und zudem löchrige Kurvenlinie. Damit reduzierte sich das Feuer der Breitseiten, die auf die Angreifer schießen konnten, um mehrere Schiffe. Um das Ganze noch zu verschlimmern, wurde nun der ohnehin schwache Wind launisch und erschwerte weitere Manöver ungemein.

Davon waren auch die sich langsam nähernden Briten betroffen. Es war ihnen zwar gelungen, die beiden Phalangen zu bilden: Nelson führte 12 Linienschiffe, Collingwood hatte 15 Schlachtschiffe unter seinem Kommando. Jedoch hatte Nelson die schnellsten Schiffe in die vorderen Positionen gestellt. Damit ergaben sich auch hier Löcher in den Linien, die schnelleren Schiffe gewannen Vorsprung vor ihren Hintermännern. Es war offensichtlich, daß das keilförmige Hineinstoßen in den Gegner obsolet war, die Schiffe mußten sozusagen in die gegnerische Linie tröpfeln. Darüber hinaus erwies sich die chaotische Form der gegnerischen Linie ungewollt in einer Hinsicht als Problem: Durch ihre konkave Form mußte Nelson mit seiner Weather Column einen weiteren Weg in das Zentrum zurücklegen als Collingwood zu seinem Angriff auf die Spitze der Nachhut. Somit war der Angriff unkoordiniert.

Anmerkungen
Sichter

[78.] Analyse:Gss/Fragment 256 05 - Diskussion
Bearbeitet: 4. May 2014, 02:47 Schumann
Erstellt: 4. May 2014, 02:47 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Siebe 2003, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 256, Zeilen: 5-15
Quelle: Siebe 2003
Seite(n): Online-Quelle, Zeilen: 0
Gegen 11 Uhr lagen nur noch zwei bis drei Meilen zwischen den feindlichen Flotten. Doch es dauerte noch fast eine Stunde, bis sie eine effektive Feuerreichweite erlangten. Nelson ließ nun das berühmt gewordene England-expects-Signal an alle Schiffe hissen. Kurz nach 12 Uhr folgte noch das Signal: Engage the enemy more closely - Ran an den Feind! Es war Nelsons letztes Signal an die Flotte und blieb stehen, bis es im Verlauf der Schlacht abgeschossen wurde. Da Villeneuve das Feuer schon seit 11:30 Uhr freigegeben hatte, versuchte das französische Schiff Fougueux, die «Feurige», ihrem Namen Ehre zu machen, und richtete die ersten Fernschüsse auf die sich annähernden Briten. Andere Schiffe der Verbündeten fielen ein. Dies war der eigentliche Beginn der Schlacht. Um 11:00 hatten sich die Flotten auf nur noch 2-3 Meilenangenähert und waren schon fast in Feuerreichweite (ca. 1 Meile), doch die Annäherung geschah infolge des schwachen Windes wie in Zeitlupe. Nelson ließ nun ein Signal an alle Schiffe hissen, daß [sic] berühmt geworden ist: "England confides that every man will do his duty", was der Überlieferung nach Begeisterungsstürme auf den britischen Schiffen auslöste, tatsächlich bei manchen aber eher Verwirrung. Der Signalleutnant flaggte nämlich "England expects that every man will do his duty ". Damit wurde aus dem "England vertraut darauf, das jeder Mann seine Pflicht tun wird " eine militärisch schroffe Ermahnung. Namentlich Collingwood zeigte sich irritiert.

Um 11:30 gab Villeneuve das Feuer frei, so das die ersten Fernschüsse von der MONARCA und FOUGUEUX auf die sich annähernden Briten gefeuert wurden.

Um 11:50 gab Nelson sein letztes Signal und befahl, näher an den Feind heranzugehen. Dies war der eigentliche Beginn der Schlacht.

Anmerkungen
Sichter

[79.] Analyse:Gss/Fragment 257 13 - Diskussion
Bearbeitet: 4. May 2014, 03:02 Schumann
Erstellt: 4. May 2014, 03:02 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Siebe 2003, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 257, Zeilen: 13-18, 20-21
Quelle: Siebe 2003
Seite(n): Online-Quelle, Zeilen: 0
Ungefähr zwanzig Minuten nachdem Collingwood mit seiner Lee-Kolonne und die alliierte Flotte die ersten Breitseiten ausgetauscht hatten, erreichte die HMS Victory, dicht gefolgt von der HMS Temeraire und der HMS Neptune, die feindliche Linie im Zentrum. Nelson versuchte, sich in eine Lücke zwischen der spanischen Santisstma Trinidad und der französischen Bucentaure zu schieben. Die Santissima, das damals größte Kriegsschiff der Welt, führte auf vier Decks 130 Kanonen von gewaltiger Feuerkraft. Ihr Kommandant, Admiral Don Baltazar Cisneros, konnte zwar den Abstand zu der vor ihr laufenden Bucentaure verringern, aber nicht [verhindern, dass die Victory hinter dem Heck des französischen Flaggschiffes vorbeiging.] Ca. 20 Minuten nach Collingwoods erster Breitseite erreicht die VICTORY, dicht gefolgt von TEMERAIRE und der englischen NEPTUNE die feindliche Linie. Nelson sucht nach der Flagge Villeneuves, doch die BUCENTAURE ist nicht als Flaggschiff gekennzeichnet. So versucht der Engländer sich in eine Lücke zwischen der beflaggten SANTISSIMA TRINIDAD und der BUCENTAURE zu schieben, doch Admiral Cisneros auf der führenden SANTISSIMA kann durch Brassen (Rückstellen der Segel = bremsen) den Abstand zur BUCENTAURE rechtzeitig verringern. Cisneros kann jedoch nicht verhindern, daß die VICTORY feuernd hinter dem Heck des französischen Flaggschiffes vorbeigeht.
Anmerkungen
Sichter

[80.] Analyse:Gss/Fragment 258 01 - Diskussion
Bearbeitet: 23. May 2014, 19:07 Schumann
Erstellt: 4. May 2014, 03:29 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Siebe 2003, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 258, Zeilen: 1-22
Quelle: Siebe 2003
Seite(n): Online-Quelle, Zeilen: 0
[Ihr Kommandant, Admiral Don Baltazar Cisneros, konnte zwar den Abstand zu der vor ihr laufenden Bucentaure verringern, aber nicht] verhindern, dass die Victory hinter dem Heck des französischen Flaggschiffes vorbeiging. Die erste gewaltige Breitseite von Nelsons Flaggschiff fegte durch die Decks und hielt blutige Ernte. Insbesondere eine der mächtigen 68-pfündigen Karronaden verursachte viele französische Opfer. Immer mehr Schiffe griffen in den Kampf ein, der sich schnell zu einem allgemeinen «Getümmel» - einem Mêlée - entfaltete.

Erst jetzt, unter schwerem Beschuss, signalisierte Admiral Villeneuve dem Befehlshaber der Vorhut, Dumanoir, zu wenden, um auch in die Schlacht einzugreifen. Doch der reagierte auf das Signal zunächst nicht, steuerte unbeirrt Nordkurs und entfernte sich damit von der eigentlichen Schlacht. Wer weiß, wie die Schlacht bei einem baldigen Eingreifen der Vorhut ausgegangen wäre. Nelsons Victory wurde nun ihrerseits schwer durch den Beschuss der französischen Neptune getroffen und zudem von der anlaufenden Redoutable angegriffen, deren Kapitän Lucas der große Held auf französischer Seite werden sollte. Er gab erst auf, als sein Schiff, die «Furchterregende», völlig seiner Masten beraubt worden war. Während das englische Admiralsschiff vergeblich versuchte, sich an die Seite der Bucentaure zu legen, wurde es von der Redoutable gerammt, die sich nun an ihrer hinteren Seite festsetzte. Enterversuche konnten von der Victory zunächst abgeschlagen werden, wohl auch, weil ihr Deck viel höher ist. Intensives Musketenfeuer von der Redoutable führte allerdings zu schweren Verlusten auf der Victory.

Die Vorhut unter dem französischen Admiral Dumanoir steuerte unbeirrt Nordkurs und entfernte sich damit von der eigentlichen Schlacht. Wenn Dumanoir zu diesem Zeitpunkt gewendet hätte...Wer weiß ?

[...]

Cisneros kann jedoch nicht verhindern, daß die VICTORY feuernd hinter dem Heck des französischen Flaggschiffes vorbeigeht. Erst jetzt - unter schwerem Beschuß - signalisiert Villeneuve Dumanoir und der Vorhut, zu wenden und setzt seine Flagge. Doch Dumanoir reagiert auf das Signal zunächst nicht, vielleicht ist er zu sehr mit der AFRICA beschäftigt, die auf ihrem Weg Richtung Zentrum an den alliierten Breitseiten der Vorhut Spießruten läuft.

Die BUCENTAURE wird von einer fürchterlichen Breitseite der VICTORY ins Heck getroffen, inbesondere eine der mächtigen 68pfündigen Karronaden auf dem Heck der VICTORY verursacht viele französische Opfer auf dem französischem Flaggschiff. Unmittelbar danach fordert der Beschuß der französischen NEPTUNE wiederum auf der nach Backbord drehenden VICTORY schwere Verluste. Zudem wird Nelsons Schiff nun von der anlaufenden REDOUTABLE angegangen.

Die VICTORY versucht vergeblich, sich an die Seite der BUCENTAURE zu legen, verfolgt von der REDOUTABLE, die mit dem englischen Flaggschiff kollidiert und sich an ihrer hinteren Seite festsetzt. Die Enterversuche vom französischen Schiff werden durch die Tatsache erschwert, daß das Deck der VICTORY viel höher ist. Intensives Musketenfeuer von der REDOUTABLE läßt den Widerstand auf der VICTORY jedoch kurzzeitig erlahmen.

Anmerkungen
Sichter

[81.] Analyse:Gss/Fragment 259 01 - Diskussion
Bearbeitet: 5. May 2014, 08:58 Klgn
Erstellt: 4. May 2014, 16:00 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Siebe 2003, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 259, Zeilen: 1-3, 16-21
Quelle: Siebe 2003
Seite(n): Online-Quelle, Zeilen: 0
[Der tödlich verwundete Admiral wurde unter Deck gebracht, während Kapitän Thomas Hardy den Kampf auf der Victory weiterführte. [...] Zum Glück für die] Victory kam ihr die Temeraire zu Hilfe und attackierte die Redoutable sehr wirkungsvoll an der anderen Seite. Doch für Lord Nelson kam die Hilfe zu spät.

[...]

Bei der Vorhut hatte sich Dumanoir auf der Formidable mit seinem Geschwader dann doch endlich entschieden umzukehren. Wegen des schwachen Windes erwies sich das Manöver aber als äußerst mühselig. Boote mussten ausgebracht werden, um die Schiffskolosse zu wenden. Als Dumanoir mit seinem Geschwader endlich in Richtung Zentrum lief, formierten sich mehrere britische Schiffe zu einer Linie gegen den dro[henden Entlastungsangriff.]

Da kommt die TEMERAIRE Nelson zur Hilfe und attackiert die REDOUBTABLE sehr wirkungsvoll an der anderen Seite, während das Artilleriefeuer der französischen NEPTUNE sich nun auf die TEMERAIRE konzentriert. Für Lord Nelson auf der VICTORY indessen kommt die Hilfe zu spät: Ein Schütze von der REDOUTABLE erkennt seine Rangabzeichen und schießt ihn nieder. Der Admiral wird tödlich verwundet unter Deck gebracht, Kapitän Thomas Hardy führt den Kampf auf der VICTORY weiter.

[...]

Bei der Vorhut hat sich Dumanoir auf der FORMIDABLE mit seinem Geschwader endlich entschieden, umzukehren, doch das Manöver gestaltet sich wegen des fehlenden Windes als äußerst mühselig. Boote müßen ausgebracht werden, um den Bug der Schiffkolosse umzudrehen. Doch es gelingt am Ende nur noch der spanischen RAYO, in den zentralen Kampf einzugreifen. Als nämlich Dumanoir mit seinem Geschwader in Richtung Zentrum läuft, formieren sich die MINOTAUR, SPARTIATE, AGAMEMNON und später auch die AJAX zu einer Linie gegen den drohenden Entlastungsangriff der Alliierten.

Anmerkungen
Sichter

[82.] Analyse:Gss/Fragment 260 01 - Diskussion
Bearbeitet: 4. May 2014, 16:46 Klgn
Erstellt: 4. May 2014, 16:29 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Siebe 2003, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 260, Zeilen: 1-27
Quelle: Siebe 2003
Seite(n): Online-Quelle, Zeilen: 0
[Als Dumanoir mit seinem Geschwader endlich in Richtung Zentrum lief, formierten sich mehrere britische Schiffe zu einer Linie gegen den dro]henden Entlastungsangriff. Der französische Vizeadmiral gab daraufhin die Schlacht verloren und setzte sich ab.

Die HMS Africa, die es schon zu Beginn der Schlacht in die Nähe der alliierten Vorhut verschlagen hatte, war glimpflich davongekommen. Sie wurde von der Neptuno und der San Augustin verfolgt, zwei der wenigen Schiffe aus der spanischen Vorhut, denen es noch gelang, dem Zentrum zu Hilfe zu eilen. Kapitän Digby von der Africa steuerte mit seinem Schiff in eine gewaltige Wolke aus Pulverdampf und glaubte, die Santissima Trinidad, deren riesigen Rumpf er immerhin erkennen konnte, habe die Flagge gestrichen. Daraufhin schickte er in einem Boot ein Prisenkommando zu dem spanischen Schiff, um die Kapitulation entgegenzunehmen. Doch der Bootsführer wurde von einem spanischen Offizier auf der Santissima höflich darüber informiert, dass die Flagge nur zufällig weggeschossen sei und man durchaus weiterzukämpfen beabsichtige. Das britische Prisenkommando musste unverrichteter Dinge abdrehen.

Admiral Villeneuve, der die ganze Zeit an Deck der mittlerweile schwer angeschlagenen Bucentaure war, blieb wie durch ein Wunder unverletzt. Doch angesichts der katastrophalen Lage kapitulierte er und begab sich in Gefangenschaft. Auch der spanische Admiral Cisneros von der Santissima Trinidad, die stundenlang von mehreren britischen Schiffen umringt war, musste schließlich die Flagge streichen. Admiral Gravina, der trotz seiner tödlichen Verwundung noch das Kommando innehatte, gab nun allen Schiffen, die ihm noch folgen konnten, das Signal zum Abbruch des Kampfes. Die Briten hatten gesiegt.

Der sterbende Nelson erfuhr durch Kapitän Thomas Hardy vom Ende der Schlacht und dem britischen Sieg. Kurz bevor er um 16:30 Uhr verschied, befahl er, um dem drohenden Sturm zu begegnen: «Ankern, Hardy, ankern!» [...] Als ob auch das Kampfgeschehen den Tod des Admirals verkünden wollte, steigerte sich der nach fünf Stunden langsam abebbende Kampflärm zu einem gewaltigen Finale: Mit einem ohrenbetäubenden Knall explodierte die Pulverkammer der französischen [Achille und riss das Schiff augenblicklich auseinander.]

Die AFRICA ist glimpflich an der Vorhut der alliierten Flotte vorbeigekommen, verfolgt von den spanischen NEPTUNO und SAN AUGUSTIN, zwei der wenigen Schiffe aus der Vorhut, denen es noch gelingt, dem Zentrum zur Hilfe eilt. Kapitän Digby von der AFRICA steht schließlich mit seinem Schiff vor einer gigantischen Wolke aus Pulverdampf und glaubt, die SANTISSIMA TRINIDAD, deren Rumpf er immerhin erkennen kann, habe die Flagge gestrichen. Er schickt ein Prisenkommando zu dem spanischen Schiff, um die Kapitulation entgegenzunehmen, doch der Bootsführer wird von einem spanischen Offizier auf der SANTISSIMA äußerst höflich darüber informiert, daß man noch kämpfe. Das britische Prisenkommando muß unverrichteter Dinge an Bord der AFRICA zurückkehren, die auf der Suche nach Gegnern weitertreibt.

[...]

Bei der Vorhut hat sich Dumanoir auf der FORMIDABLE mit seinem Geschwader endlich entschieden, umzukehren, doch das Manöver gestaltet sich wegen des fehlenden Windes als äußerst mühselig. Boote müßen [sic] ausgebracht werden, um den Bug der Schiffkolosse umzudrehen. Doch es gelingt am Ende nur noch der spanischen RAYO, in den zentralen Kampf einzugreifen. Als nämlich Dumanoir mit seinem Geschwader in Richtung Zentrum läuft, formieren sich die MINOTAUR, SPARTIATE, AGAMEMNON und später auch die AJAX zu einer Linie gegen den drohenden Entlastungsangriff der Alliierten.

[...]

Villeneuves BUCENTAURE ist derweil von den Angriffen der britischen NEPTUNE schwer angeschlagen, sie wird von der LEVIATHAN und der CONQUEROR, z.T. sogar von der VICTORY beschossen und ist vollkommen isoliert. Der verzweifelte Villeneuve muß aufgeben, ein Boot von der inzwischen ebenfalls völlig zusammengeschossenen COLOSSUS empfängt seine Kapitulation. Während es um ihn herum schwerste Verluste gegeben hat, ist der französische Admiral, der die ganze Zeit an Deck war, wie durch ein Wunder unverletzt.

Auch Admiral Cisneros von der SANTISSIMA TRINIDAD, die stundenlang von mehreren britischen Schiffen umringt ist, muß schließlich die Waffen strecken, weil die Verluste so hoch sind, daß man nicht einmal mehr die noch intakten Geschütze abfeuern kann. [...]

[...]

Dumanoirs anlaufende Schiffe machen schließlich gar nicht erst den Versuch, den britischen Riegel vor dem Kampfzentrum anzugreifen, der französische Vizeadmiral gibt die Schlacht verloren - sein Geschwader hat lediglich einige Breitseiten auf die AFRICA abgefeuert. [...]

[...]

Gravina, trotz seiner tödlichen Verwundung noch im Kommando, gibt nun allen Schiffen, die ihm noch folgen können, das Signal zum Abbruch des Kampfes [...]

[...]

Nelson erfährt durch seinem Kapitän Thomas Hardy noch vor seinem Tode und dem tatsächlichen Ende der Schlacht vom totalen britischen Sieg. Kurz bevor er um 16:30 stirbt, befiehlt er der Flotte noch, zu ankern, um dem drohenden Sturm zu begegnen. Das Ende des fünfstündigen Kampfes kommt mit der Explosion der ACHILLE, des einzigen Schiffes, daß durch die direkte Einwirkung der Schlacht sinkt. Die Pulverkammer des französischen Schiffes fliegt in die Luft.

Anmerkungen
Sichter

[83.] Analyse:Gss/Fragment 261 01 - Diskussion
Bearbeitet: 4. May 2014, 16:48 Klgn
Erstellt: 4. May 2014, 16:38 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Siebe 2003, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 261, Zeilen: 1-3, 5-9
Quelle: Siebe 2003
Seite(n): Online-Quelle, Zeilen: 0
[Mit einem ohrenbetäubenden Knall explodierte die Pulverkammer der französischen] Achille und riss das Schiff augenblicklich auseinander. Die Achille war übrigens das einzige Schiff, das durch die direkte Einwirkung der Schlacht sank.

Der Seeheld im Brandy

Die britische Flotte hatte die Schlacht zwar gewonnen und dabei kein eigenes Schiff verloren, doch zum Ausruhen blieb nur wenig Zeit. Eine neue Gefahr drohte: Das schon lange erwartete schwere Wetter zog auf. Viele britische Schiffe waren stark beschädigt worden und in einem kaum besseren Zustand als die fast zu Wracks geschossenen und eroberten [Prisen.]

Das Ende des fünfstündigen Kampfes kommt mit der Explosion der ACHILLE, des einzigen Schiffes, daß [sic] durch die direkte Einwirkung der Schlacht sinkt. Die Pulverkammer des französischen Schiffes fliegt in die Luft.

Nach der Schlacht

Die britische Flotte hatte die Schlacht gewonnen, doch schon bald gerieten die Früchte des Sieges in Gefahr. Zwar hatten die Briten 17 Linienschiffe der alliierten Flotte erobert und kein eigenes Schiff verloren, doch viele britische Schiffe waren in seeuntüchtigem, ja katastrophalem Zustand, die andere Hälfte mehr oder weniger schwer beschädigt.

Anmerkungen
Sichter

[84.] Analyse:Gss/Fragment 262 01 - Diskussion
Bearbeitet: 4. May 2014, 17:23 Schumann
Erstellt: 4. May 2014, 17:18 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Siebe 2003, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 262, Zeilen: 1-31
Quelle: Siebe 2003
Seite(n): Online-Quelle, Zeilen: 0
Auch Collingwood, der nach Nelsons Tod Oberkommandierender der schwer angeschlagenen britischen Flotte wurde, musste seine fast völlig entmastete Sovereign gegen ein anderes Schiff tauschen. Er stand vor mehreren schweren Entscheidungen. Sollte er ankern, wie Nelson noch befohlen hatte? Doch wo unter Land gehen, um das zu tun? Hatte er genug Leute, um die eigenen Schiffe einigermaßen gegen den Sturm zu rüsten, ganz abgesehen von den 17 eroberten Linienschiffen der alliierten Flotte mit den Tausenden von Gefangenen an Bord? Ihm blieb eigentlich keine Wahl, denn zu schnell hätte er auf Legerwall geraten können und wäre mit all seinen Schiffen an der Küste zerschellt. Er musste vom Land weg, weiter auf die See hinaus. Was die alliierte Flotte, deren Überreste wenigstens den Hafen von Cadiz ansteuern konnten, nicht geschafft hatte, wäre fast dem auf die Schlacht folgenden Orkan gelungen: die britische Flotte zu vernichten.

Die Schlacht von Trafalgar wurde in einem von allen unerwarteten zweiten Akt ein weiteres Mal gewonnen: von der unglaublichen Härte und Durchhaltekraft der englischen Seeleute während der nächsten Stunden und Tage. Nicht ein einziges britisches Schiff ging während des Sturmes verloren. Doch für die Prisen blieben nicht mehr genügend Kapazitäten übrig. Hilflos trieben die eroberten Schiffe im Wert von über einer Million Pfund durch den Sturm, nachdem man die Schlepptrossen hatte kappen müssen. Die San Augustin und die Santissima Trinidad sanken mit vielen Hundert Seeleuten an Bord. Auch die Redoutable und die Bucentaure teilten dieses Schicksal.

Nach fast einer Woche Sturm gewann die britische Flotte vor Trafalgar auch den Kampf gegen die Elemente. Die Liste der Verluste verzeichnete insgesamt bei der britischen Flotte 449 Tote oder Vermisste und 1204 Verwundete. Die spanische Flotte zählte 1000 Tote und rund 1400 Verwundete. Frankreich verlor mehr als 3000 Mann, und mehr als 1000 Seeleute wurden verwundet. Die Gesamtzahl der spanischen und französischen Gefangenen belief sich auf rund 20 000 Mann.

Während sich die ersten Anzeichen des lange erwarteten Sturmes zeigten, stand Collingwood, nach Nelsons Tod Oberkommandierender der schwer angeschlagenen britischen Flotte, vor mehreren schweren Entscheidungen. Da war immerhin der geltende Befehl Nelsons, die Schiffe zu ankern. Doch dazu hätte die beschädigte Flotte unter Land gelangen müssen. [...] Collingwood blieb eigentlich keine Wahl, er mußte weiter auf die See hinaus. Aber er hatte kaum genug Leute, die eigenen Schiffe einigermaßen gegen der Sturm zu rüsten geschweige denn die eroberten Schiffe mit tausenden von Gefangenen. Was die alliierte Flotte, deren Überreste wenigstens den Hafen von Cadiz ansteuern konnten, nicht geschafft hatte, wäre fast dem auf die Schlacht folgenden Sturm gelungen: Er hätte die Briten vernichten können.

[...]

Die Schlacht von Trafalgar wurde am Ende von der unglaublichen Arbeitsleistung englischer Seeleute während der nächsten Tage und Stunden gewonnen, die dafür sorgten, das nicht ein britisches Schiff während des Sturmes verloren ging. Doch für die Prisen blieb nicht mehr genügend Kapazität übrig, viele gingen verloren.

So auch die SANTISSIMA TRINIDAD, die von der AJAX und der REVENGE geschleppt wurde. Die Briten hatten soviele Verwundete wie möglich von Bord geholt, doch an Bord bzw. unter Deck waren noch viele Seeleute verblieben. Am 24. Oktober waren die Engländer gezwungen, die Abschlepptroßen [sic] zu kappen und die SANTISSIMA ihrem Schicksal zu überlassen. Das größte Schiff der Welt sank mit noch vielen hundert Seeleuten an Bord. Auch die REDOUTABLE, von der SWIFTSURE abgeschleppt, ging schließlich unter. Die BUCENTAURE lief wie einige andere Schiffe auch auf Strand.

[...]

Nach fast sieben Tagen Sturm hatte die britische Flotte vor Trafalgar indessen den Kampf gegen die Elemente gewonnen, auch wenn sie viele der eroberten Schiffe an das Meer oder die Klippen verloren hatte. Die Liste der Verluste verzeichnete bei der britischen Flotte rund 400 Tote oder Vermißte und rund 1200 Verwundete. Die spanische Flotte zählte rund 1000 Tote und rund 1400 Verwundete. Frankreich verlor mehr als 3000 Mann und mehr als 1000 Seeleute wurden verwundet. Die Zahlen sind allerdings mit Vorsicht zu genießen, denn in den Listen der Spanier und Franzosen werden zwischen 1500 und 2000 Vermißte gar nicht erwähnt, darunter vor allem eingeschiffte Soldaten und Zivilpersonen wie z.B. Frauen oder sonstige Passagiere. Die Gesamtzahl der spanischen und französischen Gefangenen belief sich auf 8000.

Anmerkungen
Sichter

[85.] Analyse:Gss/Fragment 264 05 - Diskussion
Bearbeitet: 4. May 2014, 17:50 Schumann
Erstellt: 4. May 2014, 17:50 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Siebe 2003, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 264, Zeilen: 5-6, 8-14
Quelle: Siebe 2003
Seite(n): Online-Quelle, Zeilen: 0
Wenige Monate nach Trafalgar entließ man den geschlagenen Admiral in seine französische Heimat. Ein solcher Mann erschien den Engländern in seiner Heimat wahrscheinlich nützlicher als in Gefangenschaft. Doch Villeneuve sollte Paris nie erreichen. In einem Gasthaus bei Rennes fand er einen mysteriösen Tod. Selbstmord aus Schande und aus Angst vor dem Gerichtsverfahren, behauptete die Napoleonische Propaganda. Doch die Vermutung, dass er durch die Hand eines Mörders fiel, vielleicht sogar im Aufträge des französischen Kaisers, liegt nahe.16

Für den Kaiser der Franzosen, der seine Invasionsarmee nun vom Kanal abzog, bedeutete die verlorene Schlacht von Trafalgar auf lange Sicht den Anfang vom Ende. Zwar errang er wenige Wochen später bei Austerlitz mit eben diesen Truppen einen seiner größten Siege und beherrschte immer mehr den Kontinent. Doch hatte die Seeschlacht dem Imperator zu der Einsicht verholfen, dass er England auf den Wellen, das seine «hölzernen Mauern» schützten, nicht bezwingen konnte.


16 Willms, Napoleon, S. 412, vgl. ebenda, S. 782 Anm. 34.

In England werden die Menschen erleichtert von den Sorgen um eine französische Invasion und voller Trauer um ihr Idol Nelson sein, in Frankreich wird Napoleon Bonaparte, seit 1804 Kaiser der Franzosen, seine Invasionsarmee vom Kanal abziehen und - eine Ironie der Geschichte - wenige Wochen später bei Austerlitz einen seiner größten Siege erringen. Die Ironie liegt in der Erkenntnis, daß dem französischem Kaiser vor Austerlitz bereits klar sein mußte, daß durch die französisch-spanische Niederlage vor Trafalgar das britische Empire auf mindestens ein Jahrzehnt endgültig dem direkten Zugriff des Korsen entzogen wurde.

[...]

Während der gefallene Nelson in London ein Staatsbegräbnis erhielt und zur Legende wurde, kam der französische Admiral 1806 frei und begab sich auf den Weg nach Paris.

Doch Villeneuve sollte Paris nie erreichen: In einem Gasthaus bei Rennes fand er einen mysteriösen Tod. Die Vermutung, daß er durch die Hand eines Mörders fiel, vielleicht im Auftrage des französischen Kaisers, liegt nahe, denn die französische Presse hatte die Schlacht bei Trafalgar tatsächlich als einen Sieg gefeiert.

Anmerkungen
Sichter

[86.] Analyse:Gss/Fragment 352 05 - Diskussion
Bearbeitet: 14. May 2014, 09:49 Schumann
Erstellt: 13. May 2014, 22:45 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Flottenkonferenzen 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 352, Zeilen: 5-14
Quelle: Wikipedia Flottenkonferenzen 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Anders stellte sich die Situation der Siegermächte dar: Der Royal Navy drohte in der Nachkriegszeit ein erneutes Wettrüsten. Diesmal ging die Herausforderung Großbritanniens allerdings nicht vom Deutschen Reich, sondern von Übersee aus. Sowohl die USA als auch Japan vergrößerten ihre Kriegsflotten. Schon das US-amerikanische Bauprogramm von 1916 mit zehn modernen Schlachtschiffen und sechs Schlachtkreuzern musste für die britische Flotte langfristig eine Herausforderung darstellen, auch wenn die Aufrüstung des potentiellen und ab 1917 realen Verbündeten im Weltkrieg zunächst wünschenswert erscheinen mochte. Im Jahre 1919 bewilligte der US-Kongress den Bau von sechs weiteren Schlachtschiffen. Nachdem die Royal Navy während des Ersten Weltkrieges kaum noch umfangreiche Flottenrüstungen begonnen hatte - man stellte in den meisten Fällen lediglich die Vorkriegsprogramme fertig -, drohte in der Nachkriegszeit ein erneutes Wettrüsten. Diesmal kam die Bedrohung für Großbritannien nicht vom Deutschen Reich, dessen moderne Schlachtflotte sich in Scapa Flow selbst versenkt hatte, sondern aus Übersee: Sowohl die USA als auch Japan hatten ihre Bestände an Kampfschiffen wesentlich erweitern können und schienen gewillt, den britischen Vorsprung weiter aufzuholen. Schon das US-amerikanische Bauprogramm von 1916 mit zehn modernen Schlachtschiffen und sechs Schlachtkreuzern hätte die britische Flotte zumindest qualitativ in den Schatten gestellt, und im Jahre 1919 bewilligte der US-Kongress die Forderung Woodrow Wilsons nach sechs weiteren Schlachtschiffen.
Anmerkungen
Sichter

[87.] Analyse:Gss/Fragment 353 03 - Diskussion
Bearbeitet: 14. May 2014, 09:48 Schumann
Erstellt: 13. May 2014, 23:23 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Flottenkonferenzen 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 353, Zeilen: 3-22
Quelle: Wikipedia Flottenkonferenzen 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Die erste dieser Flottenkonferenzen fand 1921/22 in Washington statt, zwei weitere in London 1930 und 1935/36. Die schließlich abgeschlossenen Verträge legten Obergrenzen für den Schiffsbestand der beteiligten Länder sowie konstruktive Einschränkungen einzelner Schiffstypen fest, um ein unkontrolliertes Wettrüsten zu verhindern. Vereinbart wurde in Washington ein Verhältnis der Flottengröße von 5 zu 5 Anteilen zwischen den USA und Großbritannien – was praktisch den Verlust der britischen Dominanz zur See bedeutete –, sowie zu 3 Anteilen für Japan und jeweils 1,75 Anteilen für Frankreich und Italien. Des Weiteren sah der Vertrag die Begrenzung der einzelnen Schlachtschiffneubauten auf 35 000 Tonnen und ein Kaliber der schweren Artillerie von höchstens 40,6 Zentimetern vor. Allerdings stellte sich bald heraus, dass kaum Bereitschaft bestand, die Verträge zu respektieren. Ständig wurde mit fragwürdigen Rechenbeispielen bei der Gesamttonnage gemogelt, um die Eckdaten zu umgehen. Konnte für einen Schiffstyp einmal eine Grenze festgelegt oder ein Baustopp vereinbart werden, dann wurden eben verstärkt Einheiten der nächstkleineren Schiffsklasse gebaut.2

Die Überschreitung der Tonnagegrenzen bei Schiffsneubauten schien ohnehin als Kavaliersdelikt zu gelten.


2 Zum vorangehenden Abschnitt vgl. Ireland/Grove, 100 Jahre Krieg zur See (1999), S. 118-145; Dickie u.a., Seekriege (2010), S. 227ff.

Als Flottenkonferenzen werden in der Regel drei große internationale Konferenzen der Seemächte in der Zwischenkriegszeit bezeichnet, die sich mit Fragen der Seerüstung beschäftigten. Dazu zählen die Konferenz von Washington 1921/22 sowie die Londoner Konferenzen 1930 und 1935/36. Eine weitere, ergebnislose Konferenz fand 1927 in Genf statt. Die abgeschlossenen Verträge legten Obergrenzen für den Schiffsbestand der beteiligten Länder sowie konstruktive Einschränkungen einzelner Schiffstypen fest, um ein Wettrüsten zu verhindern. [...]

[...]

Die wichtigsten Punkte des am 6. Februar 1922 [in Washington] geschlossenen Vertrages lauteten:

  • [...]
  • Herstellung eines Verhältnisses von 5 (US) : 5 (GB) : 3 (J) : 1,75 (F) : 1,75 (I);
  • [...]
  • [...]
  • Begrenzung der einzelnen Schlachtschiffneubauten auf 35.000 ts und ein Kaliber von höchstens 40,6 cm;

[...]

[...] Allerdings zeigten die folgenden Jahre, dass die einzelnen Seemächte dem "Geiste der Abrüstung" mehr oder weniger fernstanden: In den kleineren Schiffsklassen, bei denen die Gesamttonnage nicht begrenzt war, setzte alsbald ein neues Wettrüsten ein - diesmal bei den Kreuzern.

[...]

Das Wettrüsten hatte begonnen und begrub ein System, das von Anfang an darunter litt, dass nirgends ein wirklicher Wille zur Abrüstung erkennbar war - kaum wurde für einen Schiffstyp eine Grenze festgelegt oder ein Baustop vereinbart, wurde reihenweise der nächstkleinere gebaut; die Überschreitung der Tonnagegrenzen bei den einzelnen Schiffen galt ohnehin als Kavaliersdelikt.

Anmerkungen
Sichter

[88.] Analyse:Gss/Fragment 353 24 - Diskussion
Bearbeitet: 23. May 2014, 19:40 Schumann
Erstellt: 23. May 2014, 19:40 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia USS Iowa (BB-61) 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 353, Zeilen: 24-25, 27-30
Quelle: Wikipedia USS Iowa (BB-61) 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Die Planungen für die Schiffe der Iowa-Klasse begannen bereits 1938, also noch vor dem Beginn des Zweiten Weltkriegs und noch während der Geltungsdauer der Flottenverträge. Die Wasserverdrängung der Iowa entsprach nur auf dem Papier der auf der Londoner Flottenkonferenz von 1936 festgelegten Obergrenze von 45 000 BRT. Bei voller Zuladung lag sie tatsächlich bei etwa 58 000 Tonnen. Die Wasserverdrängung der Iowa entsprach nur auf dem Papier der auf der Londoner Flottenkonferenz von 1936 festgelegten Obergrenze von 45.000 ts (Standard-Tonnen). Bei voller Zuladung lag sie tatsächlich bei etwa 58.000 ts.

[...]

Die Planungen für die Schiffe der Iowa-Klasse begannen 1938, die Iowa wurde als Typschiff als erste der sechs geplanten Einheiten auf Kiel gelegt; tatsächlich fertiggestellt wurden nur die ersten vier.

Anmerkungen
Sichter

[89.] Analyse:Gss/Fragment 354 03 - Diskussion
Bearbeitet: 23. May 2014, 20:08 Schumann
Erstellt: 23. May 2014, 20:08 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Deutschland-Klasse (1931) 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 354, Zeilen: 3-7, 18-22
Quelle: Wikipedia Deutschland-Klasse (1931) 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
In Deutschland, das als Kriegsverlierer nicht in das Vertragswerk eingebunden worden war, hatte man sich an viel strengere Auflagen hinsichtlich der Seerüstung zu halten. So gestand der Versailler Vertrag den Deutschen nur drei schwere Kriegsschiffe zu und legte für diese eine Höchstgrenze von 10 000 Tonnen fest. Eine solche Begrenzung entsprach derjenigen des Washingtoner Vertrages für die Schiffsklasse der Schweren Kreuzer, der sogenannten «Vertragskreuzer». [...] Da ihre großkalibrige Artillerie von sechs 28-Zentimeter-Geschützen derjenigen von Schweren Kreuzern weit überlegen und sogar der Bewaffnung vieler älterer Schlachtschiffe ebenbürtig war, wurden die neuen Schiffe von den Angelsachsen als «pocket battleships», also als «Westentaschenschlachtschiffe» bezeichnet. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden im Versailler Vertrag strenge Obergrenzen für die deutsche Marinerüstung festgelegt. Die Deutschland zugestandene begrenzte Anzahl von Linienschiffen veralteten Typs (vgl. Linienschiffe der Reichsmarine) durfte nur durch Großkampfschiffe mit nicht mehr als 10.000 ts (entspricht 10.160 metrischen Tonnen) Standardverdrängung ersetzt werden. [...] Die Begrenzung auf 10.000 Tonnen entsprach hingegen derjenigen des Washingtoner Vertrages für die Schiffsklasse der Schweren Kreuzer (sog. Vertragskreuzer)

[...]

Die Briten nannten die drei Schiffe dieser Klasse Pocket Battleships (Westentaschen-Schlachtschiffe), da ihre schwere Artillerie von sechs 28-cm-Geschützen der der Schweren Kreuzer weit überlegen und der vieler älterer Schlachtschiffe ebenbürtig war.

Anmerkungen
Sichter

[90.] Analyse:Gss/Fragment 354 26 - Diskussion
Bearbeitet: 14. May 2014, 13:02 Klgn
Erstellt: 14. May 2014, 10:52 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Bismarck (Schiff) 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 354, Zeilen: 26-32
Quelle: Wikipedia Bismarck (Schiff) 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Schon zweieinhalb Jahre nach der «Machtergreifung» kam es am 18. Juni 1935 zum deutsch-britischen Flottenabkommen. Darin wurde Deutschland offiziell erlaubt, Schlachtschiffe mit einer Standardverdrängung von bis zu 35 000 BRT zu bauen. Doch selbst diese Beschränkung wurde von Anfang an ignoriert. Die Entwürfe für ein neues «Schlachtschiff F», die spätere Bismarck, sahen eine Verdrängung von fast 42 700 BRT vor. Erst mit dem Abschluss des deutsch-britischen Flottenabkommens vom 18. Juni 1935, dem das Washingtoner Flottenabkommen vom 6. Februar 1922 zugrunde lag, war es Deutschland offiziell erlaubt, Schlachtschiffe mit einer Standardverdrängung von bis zu 35.000 ts (Standard-Tonne zu 1016 kg) zu bauen. Diese Beschränkung wurde jedoch weitgehend ignoriert: Die Entwurfsarbeiten zielten von Anfang an auf eine Einsatzverdrängung von 41.700 Tonnen.
Anmerkungen
Sichter

[91.] Analyse:Gss/Fragment 355 01 - Diskussion
Bearbeitet: 14. May 2014, 13:28 Schumann
Erstellt: 14. May 2014, 11:48 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Bismarck (Schiff) 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 355, Zeilen: 1-12
Quelle: Wikipedia Bismarck (Schiff) 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
[Am 1. Juli 1936] legte man bei Blohm & Voss in Hamburg das zukünftige Schlachtschiff auf Kiel und ließ es am 14. Februar 1939 in Anwesenheit Hitlers vom Stapel. Als die Bismarck 1941 in Dienst gestellt wurde, verdrängte sie, vollständig ausgerüstet und mit Treibstoff aufgefüllt, sogar 53 500 Tonnen. Unter vielen waffentechnischen Neuerungen der Bismarck beeindruckte besonders der Panzerschutz. Die Durchschlagfestigkeit der Panzerung wurde durch die Verwendung neuartiger Panzerstähle erhöht, darunter «Wotan hart (Wh)» und «Wotan weich (Ww)», die schweißbar waren und nicht mehr auf das Schiff aufgenietet werden mussten. Auf diese Weise ersetzte die Panzerung sogar teilweise die Außenhaut des Schiffes.3

Mit der Bismarck verfügte die deutsche Kriegsmarine über ihr erstes vollwertiges Schlachtschiff.


3 Warner, Seeschlachten (1963), S. 273-281.

Die Bismarck verdrängte nach ihrer Fertigstellung vollständig ausgerüstet und mit Treibstoff aufgefüllt 53.500 Tonnen. Haushaltsrechtlich war das „Schlachtschiff F“, die spätere Bismarck, als Ersatzbau für das 1907 in Dienst gestellte Linienschiff SMS Hannover ausgewiesen, welches – wenn auch nicht mehr im Dienst – die Bismarck überlebte.

Am 1. Juli 1936 wurde die Bismarck bei Blohm & Voss in Hamburg auf Kiel gelegt.

Zu diesem Zeitpunkt galt Frankreich als der wahrscheinlichste Gegner in einem Seekrieg. Der Entwurf orientierte sich daher am damals modernsten französischen Schlachtschiff Dunkerque. Insbesondere Geschwindigkeit und Panzerschutz waren von großer Bedeutung. Bereits am 14. Februar 1939 wurde die Bismarck in Anwesenheit Hitlers vom Stapel gelassen. [...]

Mit der Bismarck hatte die Kriegsmarine ihr erstes wirklich vollwertiges Schlachtschiff erhalten.

[...]

Die Durchschlagfestigkeit der Panzerung wurde durch die Verwendung neuartiger, hochwertiger Materialien und weniger durch deren Dicke erreicht. Diese Wotan hart (Wh) und Wotan weich (Ww) genannten Panzerstähle waren schweißbar und mussten nicht mehr auf das Schiff aufgenietet werden. Auf diese Weise ersetzte die Panzerung sogar teilweise die Außenhaut des Schiffes, was eine Gewichtsersparnis bedeutete. In Kombination mit dem gestaffelten System aus hintereinander angeordneten Panzerlagen erreichte man einen verblüffend effektiven Schutz.

Anmerkungen
Sichter

[92.] Analyse:Gss/Fragment 356 05 - Diskussion
Bearbeitet: 23. May 2014, 21:15 Schumann
Erstellt: 23. May 2014, 21:05 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia Unternehmen Rheinübung 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 356, Zeilen: 5-29, 32-36
Quelle: Wikipedia Unternehmen Rheinübung 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Doch schon beim Passieren des Kattegats am 20. Mai wurde das Geschwader entdeckt. Der an Bord des Flaggschiffs Bismarck kommandierende Flottenchef Vize-Admiral Günther Lütjens wollte zunächst durch die Dänemarkstraße zwischen Grönland und Island in den Atlantik durchbrechen. Südlich von Island waren die HMS Hood, der größte britische, allerdings schon fünfundzwanzig Jahre alte Schlachtkreuzer, und das neue Schlachtschiff HMS Prince of Wales sowie sechs Zerstörer postiert, die nun zum südlichen Ausgang der Dänemarkstraße beordert wurden, um den deutschen Verband abzufangen. Im Morgengrauen des 24. Mai 1941 sichteten sich die Verbände. Auf 23 Kilometer Entfernung eröffneten die Briten um 5:52 Uhr das Feuer. Die Bismarck und die Prinz Eugen antworteten sofort. Nach nicht einmal zehn Minuten traf eine 38-Zentimeter-Granate der Bismarck die achtere Munitionskammer der Hood. Die darauffolgende gewaltige Explosion zerriss den britischen Schlachtkreuzer in drei Teile. Von den 1421 Mann Besatzung überlebten nur drei. Die Prince of Wales erhielt vier Treffer durch die Bismarck und drei durch die Prinz Eugen, drehte ab und zog sich hinter selbst erzeugten Rauchschleiern zurück.

Zwar war die Prinz Eugen unbeschädigt geblieben, doch die Bismarck hatte von der Prince of Wales drei Treffer erhalten, einen davon in einen Brennstoffbunker im Vorschiff. 1000 Tonnen Brennstoff liefen aus, die eine deutlich sichtbare Spur hinterließen. Dadurch war an eine erfolgreiche Fortsetzung des Unternehmens nicht zu denken. Der Verband trennte sich am Abend des ersten Kampftages. Die Prinz Eugen erhielt Befehl, selbständig zu handeln, während die Bismarck zur Reparatur in den französischen Atlantikhafen Saint-Nazaire laufen sollte.

Die britische Admiralität setzte sofort weitere Schiffe zur Verfolgung ein. Damit begann eine der größten Treibjagden der Seekriegsgeschichte. Von Norden verfolgten das Schlachtschiff HMS King George V, der Schlachtkreuzer HMS Repulse, der Flugzeugträger HMS Victorious und mehrere Kreuzer und Zerstörer die Bismarck. Von Süden fuhr ein weiteres Geschwader, bestehend aus dem Flugzeugträger HMS Ark Royal, dem Schlachtkreuzer HMS Renown und dem leichten Kreuzer HMS Sheffield, [dem deutschen Schlachtschiff entgegen.]

Beim Passieren des Kattegats am 20. Mai wurde das Geschwader vom schwedischen Flugzeugkreuzer Gotland gesichtet, welches die Briten mit einem kurzen Funkspruch informierte. [...]

Am 22. Mai setzten die Bismarck und die Prinz Eugen ihre Fahrt fort, die Zerstörer blieben zurück. Der an Bord des Flaggschiffes Bismarck befindliche Flottenchef Admiral Günther Lütjens beabsichtigte, durch die Dänemarkstraße zwischen Grönland und Island in den Atlantik auszubrechen.

[...]

Admiral Tovey hatte die ihm zur Verfügung stehenden schweren Einheiten in zwei Geschwader aufgeteilt. Der Verband unter dem Kommando von Admiral Lancelot Holland, bestehend aus dem Schlachtkreuzer HMS Hood, dem Schlachtschiff HMS Prince of Wales und sechs Zerstörern, war südlich von Island postiert und wurde nun zum südlichen Ausgang der Dänemarkstraße beordert, um den deutschen Verband abzufangen. [...]

Um 5:35 Uhr kamen beide Geschwader in Sichtweite zueinander. [...] Auf 23 km Entfernung eröffneten die Briten um 5:52 Uhr das Gefecht. [...]

[...] Noch in der Drehung traf eine 38-cm-Granate der fünften Salve der Bismarck um 6:01 Uhr die achtere Munitionskammer der Hood. Von der darauffolgenden gewaltigen Explosion wurde die Hood in drei Teile zerrissen und sank in weniger als drei Minuten. Als das Vorschiff der Hood mit dem Bug nach oben senkrecht in den Fluten versank, wurde im vorderen Turm eine letzte Salve abgefeuert. 1.418 Mann starben bei der Explosion, nur drei überlebten.

Die Prince of Wales, nun auf sich alleine gestellt, drehte ab und zog sich in selbst erzeugte Rauchschleier zurück, nachdem sie vier Treffer durch die Bismarck und drei durch die Prinz Eugen erhalten hatte. [...]

Die Prinz Eugen erlitt keine Beschädigungen. Die Bismarck wurde von der Prince of Wales dreimal getroffen, wobei ein Brennstoffbunker im Vorschiff zerstört wurde. Dies hatte zur Folge, dass 1000 Tonnen Brennstoff ausliefen und verbleibendes Bunkeröl durch Seewasser verunreinigt wurde. [...]

Da die Bismarck beschädigt worden war und außerdem Treibstoff verlor, war an eine Fortführung des geplanten Unternehmens nicht mehr zu denken. [...]

Die Prinz Eugen bekam um 18:34 Uhr Befehl, selbstständig Handelskrieg zu führen, und wurde entlassen. Die Bismarck sollte direkt nach Saint-Nazaire laufen, wo es ein ausreichend großes Trockendock für Reparaturarbeiten gab.

[...]

Die der Bismarck am nächsten stehende britische Kampfgruppe war jedoch Toveys eigenes Geschwader, bestehend aus dem Schlachtschiff HMS King George V, dem Schlachtkreuzer HMS Repulse, dem Flugzeugträger HMS Victorious und mehreren Kreuzern und Zerstörern.

[...]

Die einzigen britischen Schiffe von Belang, die noch zwischen der Bismarck und ihrem Ziel standen, war die Force H, bestehend aus dem Flugzeugträger HMS Ark Royal, dem Schlachtkreuzer HMS Renown und dem leichten Kreuzer HMS Sheffield.

Anmerkungen
Sichter

[93.] Analyse:Gss/Fragment 364 11 - Diskussion
Bearbeitet: 23. May 2014, 23:01 Schumann
Erstellt: 23. May 2014, 23:01 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia USS Iowa (BB-61) 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 364, Zeilen: 11-15, 19-21
Quelle: Wikipedia USS Iowa (BB-61) 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Ihre Hauptartillerie bestand aus neun Geschützen vom Kaliber 16 Zoll (= 40,6 Zentimeter), die in zwei Drillingstürmen auf dem Vorschiff und einem weiteren auf dem Achterschiff integriert waren. Die Geschosse hatten eine Reichweite von bis zu 40 Kilometern, für die man pro Schuss sechs 110 Pfund schwere Pulverladungen in Seidenballen als Treibmittel hinter die Granate laden musste. Bedingt durch die enorme Antriebskraft von über 200000 PS und die überdurchschnittliche Länge des Schiffskörpers von 270 Metern - zum Vergleich: die Bismarck hatte «nur» 240 Meter Länge bei 150 000 PS -, waren die Schiffe der Iowa-Klasse die schnellsten Schlachtschiffe der Geschichte: Mit 33 Knoten, was etwa 60 Stundenkilometern entspricht, glichen sie sprintenden Riesen mit gewaltiger Feuerkraft. Mit ihren 33 Knoten waren die Schiffe der Iowa-Klasse die schnellsten Schlachtschiffe überhaupt. Erkauft wurde dies allerdings mit dem Verzicht auf einen weiteren Ausbau der Panzerung im Vergleich zur Vorgängerklasse, dem andere Marinen hingegen den Vorzug gaben.

Die Hauptartillerie des Schlachtschiffs bestand aus neun Geschützen vom Kaliber 16 Zoll (40,6 Zentimeter), die in zwei Drillingstürmen auf dem Vorschiff und einem weiteren auf dem Achterschiff zusammengefasst waren. Mit einer Reichweite von bis zu 40 Kilometern konnten diese Waffen gegen See- und Landziele eingesetzt werden.

Anmerkungen
Sichter

[94.] Analyse:Gss/Fragment 365 06 - Diskussion
Bearbeitet: 19. July 2014, 22:37 Schumann
Erstellt: 19. July 2014, 22:37 (Schumann)
Fragment, Gss, KeineWertung, SMWFragment, Schutzlevel, Wikipedia USS Iowa (BB-61) 2012, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 365, Zeilen: 6-16
Quelle: Wikipedia USS Iowa (BB-61) 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Das änderte sich, als Anfang der 1980er Jahre US-Präsident Ronald Reagan eine massive Aufrüstung der Streitkräfte plante und für die US-Navy das Programm der «Marine der 600 Schiffe» umgesetzt werden sollte. Dieses Programm sah unter anderem vor, alle vier Schlachtschiffe der Iowa-Klasse wieder in den aktiven Dienst zu übernehmen. Die USS Iowa und ihre Schwesterschiffe wurden gründlich modernisiert. Sie behielten zwar ihre Hauptartillerie von neun «16 inch guns», doch die seitlich der Decksaufbauten befindlichen Mehrzweck-Zwillingsgeschütze sowie die zahlreichen kleineren Flugabwehrkanonen wurden entfernt. Die Schiffe erhielten stattdessen moderne Lenkwaffen, darunter 32 Marschflugkörper «Tomahawk» und 16 Seezielflugkörper «Harpoon». Die Hauptartillerie des Schlachtschiffs bestand aus neun Geschützen vom Kaliber 16 Zoll (40,6 Zentimeter) [...] Zusätzlich besaß die Iowa zunächst seitlich der Decksaufbauten je fünf Mehrzweck-Zwillingsgeschütze vom Kaliber 5 Zoll (12,7 Zentimeter) und zahlreiche kleinere Flugabwehrkanonen der Kaliber 40 und 20 Millimeter. Da diese sich teilweise schon im Zweiten Weltkrieg wegen ihrer geringen Reichweite und Durchschlagskraft als ineffektiv gegen schnell anfliegende gegnerische Flugzeuge erwiesen hatten, wurde diese Sekundärbewaffnung im Laufe der Jahre entfernt. Bei der Modernisierung ab 1982 erhielt die Iowa mehrere Arten moderner Lenkwaffen: 32 Marschflugkörper BGM-109 Tomahawk in acht Armored Box Launchers, 16 Seezielflugkörper AGM-84 Harpoon und vier Nahbereichsverteidigungssysteme Phalanx CIWS wurden um die Aufbauten verteilt.

[...]

Wiederindienststellung

Anfang der 1980er Jahre plante Präsident Ronald Reagan eine massive Aufrüstung des US-Militärs. Für die US Navy entwarf Marineminister John Lehmann das Programm „Marine der 600 Schiffe“. Unter anderem sah dieses vor, alle vier Schlachtschiffe der Iowa-Klasse aus der Reserveflotte zurückzuholen.

Anmerkungen
Sichter


Fragmente (Kein Plagiat)

Kein Fragment



Fragmente (Verwaist)

Kein Fragment



Quellen

Quelle Autor Titel Verlag Jahr Lit.-V. FN
Gss/Siebe 2003 Thomas Siebe Mythos Trafalgar 2003 nein nein
Gss/Wikipedia Ali Pascha (Admiral) 2012 Ali Pascha (Admiral) (Wikipedia) 2012 nein nein
Gss/Wikipedia Augustus 2012 Augustus (Wikipedia) 2012 nein nein
Gss/Wikipedia Belagerung von Konstantinopel (674–678) 2012 Belagerung von Konstantinopel (674–678) (Wikipedia) 2012 nein nein
Gss/Wikipedia Belagerung von Konstantinopel (717–718) 2012 Belagerung von Konstantinopel (717–718) (Wikipedia) 2012 nein nein
Gss/Wikipedia Bismarck (Schiff) 2012 Bismarck (Schiff) (Wikipedia) 2012 nein nein
Gss/Wikipedia Byzantinische Marine 2012 Byzantinische Marine (Wikipedia) 2012 nein nein
Gss/Wikipedia Cassius Dio 2012 Cassius Dio (Wikipedia) 2012 nein nein
Gss/Wikipedia Columna rostrata 2012 Columna rostrata (Wikipedia) 2012 nein nein
Gss/Wikipedia Deutschland-Klasse (1931) 2012 Deutschland-Klasse (1931) (Wikipedia) 2012 nein nein
Gss/Wikipedia Flottenkonferenzen 2012 Flottenkonferenzen (Wikipedia) 2012 nein nein
Gss/Wikipedia Galeere 2012 Galeere (Wikipedia) 2012 nein nein
Gss/Wikipedia Griechisches Feuer 2012 Griechisches Feuer (Wikipedia) 2012 nein nein
Gss/Wikipedia Hellenenbund 2012 Hellenenbund (Wikipedia) 2012 nein nein
Gss/Wikipedia Horatio Nelson 2012 Horatio Nelson, 1. Viscount Nelson (Wikipedia) 2012 nein nein
Gss/Wikipedia Horizont 2012 Horizont (Wikipedia) 2012 nein nein
Gss/Wikipedia Islamische Expansion 2012 Islamische Expansion (Wikipedia) 2012 nein nein
Gss/Wikipedia Lateinersegel 2012 Lateinersegel (Wikipedia) 2012 nein nein
Gss/Wikipedia Liburne 2012 Liburne (Wikipedia) 2012 nein nein
Gss/Wikipedia Längenproblem 2012 Längenproblem (Wikipedia) 2012 nein nein
Gss/Wikipedia Madrider Bilderhandschrift des Skylitzes 2012 Madrider Bilderhandschrift des Skylitzes (Wikipedia) 2012 nein nein
Gss/Wikipedia Marcus Antonius 2012 Marcus Antonius (Wikipedia) 2012 nein nein
Gss/Wikipedia Nef 2011 Nef (Wikipedia) 2011 nein nein
Gss/Wikipedia Orosius 2012 Orosius (Wikipedia) 2012 nein nein
Gss/Wikipedia Perserkriege 2012 Perserkriege (Wikipedia) 2012 nein nein
Gss/Wikipedia Philinos von Akragas 2011 Philinos von Akragas (Wikipedia) 2011 nein nein
Gss/Wikipedia Plutarch 2012 Plutarch (Wikipedia) 2012 nein nein
Gss/Wikipedia Polybios 2012 Polybios (Wikipedia) 2012 nein nein
Gss/Wikipedia Quinquereme 2012 Quinquereme (Wikipedia) 2012 nein nein
Gss/Wikipedia Rangeinteilung der Kriegsschiffe 2012 Rangeinteilung der Kriegsschiffe (Wikipedia) 2012 nein nein
Gss/Wikipedia Rumpfgeschwindigkeit 2012 Rumpfgeschwindigkeit (Wikipedia) 2012 nein nein
Gss/Wikipedia Schiffe der Antike 2012 Schiffe der Antike (Wikipedia) 2012 nein nein
Gss/Wikipedia Schlacht von Salamis 2012 Schlacht von Salamis (Wikipedia) 2012 nein nein
Gss/Wikipedia Seeschlacht bei Kap Bon (255 v Chr) 2012 Seeschlacht bei Kap Bon (255 v. Chr.) (Wikipedia) 2012 nein nein
Gss/Wikipedia Seeschlacht von Lepanto 2012 Seeschlacht von Lepanto (Wikipedia) 2012 nein nein
Gss/Wikipedia USS Iowa (BB-61) 2012 USS Iowa (BB-61) (Wikipedia) 2012 nein nein
Gss/Wikipedia Unternehmen Rheinübung 2012 Unternehmen Rheinübung (Wikipedia) 2012 nein nein


Übersicht

Typus Gesichtet ZuSichten Unfertig Σ
KP0000
VS0000
ÜP0000
BO0000
KW094094
KeinP0000
Σ094094

Sitemap

Kategorie:Gss




Wichtige Seiten

Befunde

Alle Fragmente

Unfragmentierte Fundstellen

Auch bei Fandom

Zufälliges Wiki