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Analyse:Gss/Fragment 114 02

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Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 114, Zeilen: 2-25, 26-31
Quelle: Wikipedia Belagerung von Konstantinopel (717–718) 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
Im Frühjahr 717 begann schließlich der Vormarsch auf Konstantinopel. Auf dem Weg dorthin eroberte das Heer Pergamon trotz seiner neuen Befestigungsanlagen und überquerte bei Abydos die Dardanellen. Im August standen die Araber erneut vor den Mauern Konstantinopels und errichteten ein befestigtes Lager. Anfang September erschien auch die Flotte am Bosporus.

Eisenketten und Dromonen

Damit sahen sich Konstantinopel und der soeben erst auf den Thron gelangte Kaiser Leo III. (717-741) abermals sowohl von Land als auch vom Meer her eingeschlossen. Die byzantinische Flotte lag im Goldenen Horn, geschützt durch eine Eisenkette, die quer über dessen Einfahrt gespannt werden konnte. Eine ganze Serie vergeblicher Angriffe auf die Land- und Seemauern zeigte den Arabern schon bald, dass Konstantinopel nach wie vor eine harte Nuss war. Die Belagerung zog sich in die Länge. Der Winterbegann im Jahr 717 früh und erwies sich als ungewöhnlich streng. Über hundert Tage lang konnte man in Thrakien den von einer dicken Schneedecke bedeckten Boden nicht sehen, berichtet der Geschichtsschreiber Theophanes Homologetes. Unter diesen misslichen Umständen verschlechterte sich die Versorgungslage der Angreifer bald dramatisch, so dass sie, wenn wir Theophanes vertrauen dürfen, eine große Anzahl Pferde und Kamele verloren. Im Frühjahr traf dann die heiß ersehnte, in Ägypten gebaute Versorgungsflotte ein, darunter 400 Schiffe mit dem dringend benötigten Nachschub. Wenig später brachten 360 Schiffe aus Nordafrika den Belagerern weitere Unterstützung. Unter den ägyptischen Seeleuten befanden sich jedoch viele Christen, die zu den Byzantinern flohen und dem Kaiser Informationen über Angriffspläne und Ankerplätze der muslimischen Flotte zuspielten. Daraufhin stattete Kaiser Leo, so Theophanes weiter, seine Dromonen mit feuerschleudernden Siphonen aus und schlug gegen die feindliche Flotte los.

Im Frühjahr machte sich Maslama schließlich auf den Weg, eroberte Pergamon und überquerte bei Abydos die Dardanellen. Am 15. August erreichte das Heer die Mauern von Konstantinopel, errichtete ein befestigtes Lager und wartete auf die Flotte, die schließlich am 1. September am Bosporus eintraf.

Verlauf

Ab September 717 war Konstantinopel sowohl von Land als auch vom Meer her eingeschlossen. Die byzantinische Flotte lag, geschützt durch eine Eisenkette, die Leo III. quer über die Hafeneinfahrt hatte spannen lassen, im Goldenen Horn. Am 3. September rückte die muslimische Flotte vor, um die Byzantiner in den Häfen im Marmarameer von Osten und Norden einzuschließen. Die Nachhut von zwanzig schweren Schiffen verlor dabei den Anschluss, was Leo III. sofort ausnutzte. Unter seiner persönlichen Führung zerstörte ein Geschwader Galeeren die feindlichen Schiffe mit Griechischem Feuer. Entmutigt von diesem Missgeschick sowie von einem vergeblichen Versuch, die Seemauern mit Hilfe von Enterbrücken zu stürmen, zog sich die Flotte nach Norden in den Bosporus zurück und ankerte etwa beim heutigen Rumeli Hisarı. Das Landheer unter Maslama scheiterte unterdessen an der Stärke der Theodosianischen Landmauer. Nach zahlreichen vergeblichen Angriffen beschränkte man sich auf eine Belagerung.

Der Winter 717/18 begann unerwartet früh und wurde ungewöhnlich streng, über hundert Tage lang lag Thrakien unter einer Schneedecke. Die Versorgungslage der Angreifer verschlechterte sich dramatisch. Kamele und Pferde erfroren oder wurden geschlachtet und verzehrt, selbst Soldaten fielen der Kälte zum Opfer. Im nächsten Frühjahr traf eine Versorgungsflotte aus Ägypten ein, darunter 400 schwere Schiffe mit zusätzlichem Belagerungsgerät. Im Gefolge dieser Flotte waren auch christliche Seeleute, die mit Beibooten zu den Byzantinern überliefen. Durch deren Informationen über Angriffspläne und Zustand der muslimischen Flotte ermutigt, eröffnete Leo den Kampf mit seinen Dromonen.


Quellen

  • Theophanes. The chronicle of Theophanes Confessor. Byzantine and Near Eastern history AD 284-813, Clarendon Press, Oxford 1997, ISBN 0-19-822568-7.
Anmerkungen
Sichter

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