Fandom

VroniPlag Wiki

Analyse:Gss/Fragment 120 01

31.268Seiten in
diesem Wiki
Seite hinzufügen
Diskussion0

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.


Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 120, Zeilen: 1-20
Quelle: Wikipedia Byzantinische Marine 2012
Seite(n): 0, Zeilen: 0
[In den 660er Jahren stellte Kaiser Konstans II. (641-668) außerdem die «Männer der Schiffe», die Karabisianoi, auf, die ei]nen beträchtlichen Teil der stehenden Seestreitkräfte des Reiches bildeten. Ihr Einsatzgebiet umfasste die Südküste Kleinasiens von Milet bis Seleucia in Kilikien, die Ägäischen Inseln sowie die byzantinischen Besitzungen im Süden Griechenlands. Das Hauptquartier befand sich ursprünglich auf Samos.

Wahrend in Konstantinopel selbst weiterhin die zentrale kaiserliche Flotte unterhalten wurde, die die Stadt zu beschützen hatte und bei größeren Unternehmungen zur See das Rückgrat der Seestreitkräfte darstellte, wurden mit der Zeit jedoch mehrere, den jeweiligen Themen zugeordnete Regionalflotten gebildet. Die Marine durchlief damit einen ähnlichen Dezentralisationsprozess, wie er die ganze Militärorganisation und Verwaltung seit dem 7. Jahrhundert kennzeichnete. Die meisten Themen mit Küstenstreifen unterhielten nun eigene Schiffsverbände, neben denen sich noch drei separate Seethemen, themata nautika, herausbildeten. Die bedeutendsten Verbände stellte das Thema der Kibyrrhaiotai, die aus der Flotte der Karabisianoi entstanden und die für Verteidigung und Verwaltung der Südküste Kleinasiens verantwortlich waren. Da dieses Thema der seit kurzem muslimischen Levante am nächsten gelegen war, stellte es über Jahrhunderte neben der kaiserlichen Flotte in Konstantinopel die wichtigsten Seestreitkräfte des Reiches.12


12 Vgl. Kazhdan, Byzantium; ferner Pryor, Byzantium and the Sea, S. 84.

Anfangs oblag die Verteidigung der byzantinischen Küsten und der Seewege nach Konstantinopel der großen Flotte der Karabisianoi. Nach und nach ging sie jedoch auf mehrere regionale thematische Flotten über, während in Konstantinopel selbst eine zentrale kaiserliche Flotte unterhalten wurde, welche die Stadt beschützte und bei größeren Unternehmungen zur See den Kern der Flotte bildete.[2] [...]

[...]

Die Marine durchlief einen ähnlichen Prozess. In den 660er Jahren stellte Konstans II. die Karabisianoi (griechisch Καραβισιάνοι, "Männer der Schiffe")[165] auf, möglicherweise aus den Resten der questura exercitus[166] oder der Armee des Heermeisters von Illyricum.[167] Kommandiert wurde es von einem stratēgos (stratēgos tōn plōimatōn)[168] und umfasste die Südküste Kleinasiens von Milet bis Seleucia in Kilikien, die ägäischen Inseln sowie die kaiserlichen Besitzungen im Süden Griechenlands. Das Hauptquartier befand sich ursprünglich auf Samos, mit einem unterstellten Kommando unter einem droungarios in Cibyrra in Pamphylien. Wie der Name schon andeutet, umfasste es einen großen Teil der stehenden Seestreitkräfte des Reiches und stellte sich der größten maritimen Bedrohung entgegen: den arabischen Flotten Ägyptens und Syriens.[85][166]

Während der mittelbyzantinischen Zeit wurden die großen Themen der Anfangszeit allmählich unterteilt, und weitere entstanden im Zuge der Eroberungszüge des 9. und 10. Jahrhunderts. Obwohl die meisten Themen mit Küstenstreifen eigene Schiffe unterhielten, gab es vom 8. bis zum 10. Jahrhundert lediglich drei in erster Linie der Seefahrt gewidmete Themen (θέματα ναυτικᾶ):

  • Das Thema der Kibyrrhaioten oder Kibyrrhaiotai (θέμα Κιβυρραιωτῶν) entstand aus der Flotte der Karabisianoi, und ihm oblag die Verteidigung und Verwaltung der Südküste Kleinasiens.[169] [...] Da es der muslimischen Levante am nächsten war, stellte es jahrhundertelang die wichtigste Flotte des Reiches,[85] bis seine Bedeutung mit dem Verschwinden der arabischen Bedrohung zurückging.

2. Alexander Kazhdan (Hrsg.): Oxford Dictionary of Byzantium, Oxford University Press 1991, ISBN=978-0-19-504652-6; S. 1441

85. Gardiner, S. 93

165. Treadgold 1997, S. 383

166. Haldon, S. 74

167. Treadgold 1998, S. 73

168. Kazhdan 1991, S. 1105

169. Haldon, S. 77

Anmerkungen
Sichter

Auch bei Fandom

Zufälliges Wiki