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Analyse:Gss/Fragment 253 01

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Typus
KeineWertung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 253, Zeilen: 1-24, 31-35
Quelle: Siebe 2003
Seite(n): Online-Quelle, Zeilen: 0
[Als Nelson bei der Schlacht von St. Vincent 1797 entgegen den Befehlen seines Admirals John Jervis frontal in einen zahlenmäßig überlegenen] Gegner hineinsegelte und die ihm folgenden Schiffe, darunter den damaligen Kommodore Cuthbert Collingwood, mitzog, erwies sich das für den Gegner als verheerend. Auch wenn die frontal zu der Linie angreifenden Schiffe der Briten annähernd zu Wracks geschossen wurden, zersprengten sie doch als Keile die feindliche Schlachtlinie zu kleinen, leichter zu attackierenden Schiffsgruppen.

Auf diesen Erfahrungen basierte der Plan Nelsons, der vorsah, die Flotte in zwei ungefähr gleich starke Angriffskeile zu teilen, die in die lange Schlachtlinie, an der die Franzosen ja mit Sicherheit noch festhalten würden, hineinstoßen sollten. Die Schiffe der Luvseite, die weather column, wollte Nelson selbst auf der HMS Victory führen. Sie sollten knapp über dem Zentrum der feindlichen Linie in den Gegner hineinfahren. Wenn möglich, wollte er gleich das feindliche Flaggschiff angreifen. Der nun als Vizeadmiral amtierende Collingwood sollte auf HMS Royal Sovereign mit den Schiffen der Leeseite, der etwa eine Seemeile entfernt fahrenden lee column, die feindliche Linie knapp vor der Nachhut des Gegners durchstoßen.

Der Sinn des Manövers, das als «The Nelson Touch» in die Geschichte einging, lag auf der Hand: Zunächst konnte die Vorhut des Gegners für einen längeren Zeitraum vom Kampf ausgeschlossen werden, denn ohne Kursänderung würde sie sich immer weiter vom eigentlichen Schlachtfeld entfernen. Der sich nähernden Nachhut dagegen würden sich die Steuerbord-Breitseiten der lee column entgegenstellen und gleichzeitig mit der Backbordseite den Rücken des Zentrums bedrohen. [...]

So elegant oder vielleicht auch genial das alles klingen mag, es war ein unfassbar riskantes Manöver. Nelson musste nämlich in Kauf nehmen, dass die beiden Führungsschiffe zunächst für die lange Zeit der Annäherung dem konzentrierten Feuer des Gegners von mehreren Schiffen ausgesetzt wurden.

Die Lehren aus diesen Schlachten zogen Admiral Duncan 1797, der bei Camperdown bzw. Kamperduin die holländische Flotte auf ähnliche Weise schlug und ein Kommodore Nelson , als er bei der Schlacht von St. Vincent - ebenfalls 1797, übrigens entgegen den Befehlen seines Admirals John Jervis - ebenfalls frontal in einen zahlenmäßig überlegenen Gegner hineinsegelte und die ihm folgenden Schiffe, u.a. übrigens den damaligen Kommodore Cuthbert Collingwood, mitzog. In beiden Fällen erwies sich das Resultat als für den Gegner verheerend, auch wenn die frontal die Linie angreifenden Führungsschiffe der Briten jeweils annähernd zu Wracks geschoßen [sic] wurden. Als Keile bewirkten sie jedoch die Zersprengung der feindliche Schlachtlinie zu kleinen, leichter zu attackierenden Schiffsgruppen.

Auf den Erfahrungen dieser Schlachten basierte nun der Plan Nelsons, den er bereits bei der Blockade von Toulon im Sinne hatte, nun aber vor Cadiz mit seinen Kapitänen minuziös ausgearbeitet hatte.

Nelson beabsichtigte seine Flotte in zwei ungefähr gleich starke Angriffskeile zu unterteilen, die in die lange Schlachlinie des Feindes hineinstoßen sollten. Die sogenannte Weather (Luvseite) Column plante Nelson selbst so zu führen, daß er knapp über dem Zentrum der feindlichen Linie in den Gegner hineinstieß. Wenn möglich, wollte er das feindliche Flaggschiff angreifen, daß er in der Nähe seiner Angriffsmarke vermutete. Vizeadmiral Collingwood mit der sogenannten Lee Column sollte die feindliche Linie knapp vor der Nachhut des Gegners durchschneiden. Sinn des riskanten Manövers war zunächst, die Vorhut des Gegners für einen längeren Zeitraum vom Kampf auszuschließen, denn durch das Manöver würde sich die Vorhut laut Plan bereits einige Schläge (Distanz) vom eigentlichen Schlachtfeld entfernt haben. Der sich nähernden Nachhut dagegen würden sich die Breitseiten der Lee Column entgegenstellen, während Collingwood gleichzeitig mit den Breitseiten der anderen Schiffsseite im Rücken des Zentrums stehen würde. Man mußte dabei jedoch in Kauf nehmen, daß vor allem die Führungsschiffe und später die Weather Column selbst zunächst einmal dem konzentrierten Feuer des Gegners ausgesetzt wäre.

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