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Analyse:Hre/Fragment 002 01

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Singulus
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 2, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Gruner 2005
Seite(n): 3, 4, Zeilen: 11ff, 1ff
[Anorgani-]sches Arsen verursacht schmerzhafte Parästhesien und Taubheitsgefühl in den

Extremitäten, also Ausfälle im sensorischen Bereich (Mazumder et al., 1992; Luong/Nguyen, 1999). Nach Intoxikation mit Schwermetallen sind die Pathomechanismen, die zu diesen Symptomen führen, oft unklar und Hinweise auf die Ursache eines neurologischen Symptomkomplexes selten. Einige Schwermetalle bewirken durch den Angriff auf Ionenkanäle ihre Neurotoxizität. So reduziert z. B. Blei den Calciumstrom über spannungsabhängige Calciumkanäle sehr stark (Büsselberg et al., 1991) und beeinflusst zudem die spannungsabhängigen Kaliumkanäle (Madeja et al., 1995). Die AMPA-Rezeptorkanäle (Mußhoff et al., 1995) sowie die NMDA-Rezeptorkanäle (Alkondon et al., 1990; Uteshev et al., 1993) können ebenfalls durch Blei blockiert werden.

1.3 Toxizität und Ursprung mteallorganischer [sic] Verbindungen

1.3.1 Metallorganische Verbindungen biogenen und anthropogenen Ursprungs

Viele Produkte, die im Rahmen von verschiedenen industriellen Herstellungsverfahren gefertigt werden, enthalten metallorganische Verbindungen anthropogenen Ursprungs, dass früher benutzte „verbleite“ Benzin sowie heute verwendete Zusätze in PVC, Holzimprägnierungsmitteln, Farben und Pestiziden (Thayer 1995; Appel et al., 2000). Da der Abbau vieler dieser Schadstoffe in der Regel Jahre bis Jahrzehnte dauert, sind in Erdablagerungen häufig metallorganische Altlasten zu finden, die noch auf den Einsatz von chemischen Kampfstoffen und Giftgasen (z. B. Diphenylaminchlorarsen) aus den beiden Weltkriegen zurückzuführen sind (Thayer, 1995; Feldmann et al., 1993). Nach starken Regenfällen können Veränderungen in Schichtung und Zusammensetzung des Bodens metallorganische Verbindungen aus den Sedimenten freisetzen. Bei der Flutkatastrophe in Mitteldeutschland im Jahr 2002 wurden zahlreiche Siedlungen, durch mit unzähligen Schadstoffen „kontaminierter“ Ackererde überschwemmt (Umwelt Forschungszentrum 2002; Greenpeace 2002). Durch Stoffwechselprodukte in Mikroorganismen, besonders in Algen, Pilzen und Bakterien, entstehen metallorganische Verbindungen biogenen Ursprungs (Biomethylierung). Insbesondere Mülldeponien und Klärwerke weisen optimale [Bedingungen für die Biomethylierung auf (Hirner et al., 1994; Feldmann/Hirner, 1995).]

Für anorganisches Arsen sind Ausfälle im

sensorischen Bereich, z.B. schmerzhafte Parästhesien und Taubheitsgefühl in den Extremitäten beschrieben worden (z.B. Mazumder et al., 1992; Luong und Nguyen, 1999). Die Pathomechanismen, die zu diesen Symptomen führen, sind dabei häufig unklar. Hinweise auf die Ursache eines neurologischen Symptomkomplexes nach Intoxikation von Schwermetallen sind die Ausnahme. Für einige neurotoxisch wirksame Metallsubstanzen konnte ein Angriff an Ionenkanälen von Nervenzellen gezeigt werden. Zum Beispiel reduziert Blei den Kalium-Strom über spannungsabhängige K+-Kanäle (Madeja et al., 1995b) und beeinflusst vor allem auch die spannungsabhängigen Ca2+-Kanäle (z.B. Büsselberg et al., 1991). Des weiteren blockiert Blei NMDA-Rezeptorkanäle (Alkondon et al., 1990; Uteshev et al., 1993) und AMPA-Rezeptorkanäle (Mußhoff et al., 1995).

[Seite 4]

1.2 Ursprung und Toxizität metallorganischer Verbindungen

1.2.1 Anthropogener und biogener Ursprung metallorganischer Verbindungen

Metallorganische Verbindungen anthropogenen Ursprungs entstehen u.a. bei verschiedenen industriellen Produktionen. Dabei enthalten viele Produkte metallorganische Verbindungen, vom früher verwendeten „verbleiten“ Benzin bis zu aktuellen Zusätzen in Pestiziden, Farben, Holzimprägnierungen und in PVC (vergl. Thayer 1995; Appel et al., 2000). Der Abbau vieler dieser Verbindungen dauert in der Regel Jahrzehnte. Daher findet man oftmals in Erdablagerungen metallorganische Altlasten, die manchmal noch auf den Einsatz von Giftgasen (z.B. Diphenylaminchlorarsen) und chemischen Kampfstoffen aus den zwei Weltkriegen zurückzuführen sind (vergl. Thayer, 1995). Schon geringe Veränderungen von Zusammensetzung und Schichtung des Bodens, z.B. nach starken Regenfällen, können die Verbindungen aus den Sedimenten freisetzen. Ein Beispiel ist die Flutkatastrophe im Mitteldeutschen Raum im August 2002. Dabei wurde erosierte Ackererde und Flussschlamm in Wohngebiete geschwemmt und kontaminierte die Siedlungen mit unzähligen Schadstoffen (vergl. Umwelt Forschungszentrum, 2002; Greenpeace 2002). Metallorganische Verbindungen biogenen Ursprungs entstehen bei Stoffwechselprodukten in Mikroorganismen. Dieser Prozess wird im allgemeinen als Biomethylierung bezeichnet. Algen, Pilzen und Bakterien kommt dabei eine besonders große Bedeutung zu. Gute Bedingungen für Biomethylierung finden sich in Klärwerken und Mülldeponien (Hirner et al., 1994; Feldmann und Hirner, 1995).

Anmerkungen

Ohne Angabe der Quelle. Umformulierungen, aber inhaltlich identisch.

Sichter
(Singulus)

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