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Analyse:Hre/Fragment 004 01

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
pschmidt, Singulus
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 4, Zeilen: 1 ff (komplett)
Quelle: Gruner 2005
Seite(n): 5,6,7, Zeilen: letzte drei Zeilen; 1 ff; 1ff
[Die Erkrankten litten an Hör- und Sehstörungen, Tremor, Ataxien, Psychosen, emotionalen Veränderungen und Parästhesien, wobei einige Ausfälle irreversibler Natur] waren (Takeuchi 1982 und 1986). Genauere nachfolgende Untersuchungen zur Klärung des Pathomechanismus ließen Läsionen im Kleinhirn, im Bereich des visuellen Kortex, sowie im Spinalganglion der Radices dorsales erkennen (Takeuchi 1982). Als Angriffsort des Methylquecksilberchlorids sind u. a. ligandengesteuerte Ionenkanäle, d.h. Rezeptorkanäle von Nervenzellen, zu nennen. Es konnte im Hippokampus eine gehemmte Erregungsübertragung an GABARezeptorkanälen nachgewiesen werden (Yuan/Atichson 1997). Neben dem Methylquecksilberchlorid sind noch weitere potenziell neurotoxische metallorganische Verbindungen bekannt, beispielsweise Blei, Zinn und Arsen. So wurden bei accidetiellen Trimethylzinn-Vergiftungen komplexe Anfallsleiden, Affektstörungen, räumliche Desorientiertheit, persistierende Gedächtnisstörungen und kognitive Fehlfunktionen beschrieben (Feldmann et al., 1993). Aufgrund der hohen Komplexität der Hirnstruktur konnten die Pathomechanismen für viele Substanzen mit erheblichem neurotoxischem Potenzial noch nicht vollständig geklärt werden, oder sind noch gänzlich unbekannt. Diesen Substanzen zugehörig sind die metallorganischen Arsenverbindungen.

1.4 Arsenverbindungen

1.4.1 Entstehung und Vorkommen des anorganischen Arsens

Beim Schmelzprozess und der Legierung von Blei und Kupfer entstehen anorganische Arsenverbindungen anthropogen als Nebenprodukt. In der industriellen Produktion finden sie eine weite Verbreitung z. B. bei der Herstellung von Glas, Halbleitern und Farbpigmenten oder als Zusatz in Pestiziden (Hathaway et al., 1991). Ein geogenes Vorkommen von Arsenverbindungen in diversen Mineralien, wie z. B. Erz und Arsenpyrit wird ebenfalls beschrieben (Hindmarsh 1986; WHO 1981; Nadakavukaren et al., 1984). Bei Verwitterung des Gesteins kann das Arsen freigesetzt werden (Boyle/Jonasson 1973).

1.4.2 Toxizität von anorganischen Arsenverbindungen

Gastrointestinale Symptome wie Diarrhö und Emesis, Muskelschmerzen und Muskelkrämpfe, Taubheit der Extremitäten, Schwäche und Flushs wurden bei akuten Intoxikationen mit anorganischem Arsen beobachtet. Nach etwa einem [Monat können u.a. Verlangsamungen im motorischen und sensorischen Bereich, palmoplantare Hyperkeratosen und brennende Parästhesien auftreten (Murphy et al., 1981; Wesbey/Kunis 1981; Fennell/Stacy 1981).]

Die Betroffenen litten an Seh- und Hörstörungen, Ataxien, Tremor, Parästhesien, emotionalen Veränderungen und Psychosen (Takeuchi, 1968 und 1982). Nachfolgende Untersuchungen

[Seite 6]

zur Klärung des Pathomechanismus zeigten Läsionen im Bereich des visuellen Kortex, im Kleinhirn und im Spinalganglion der Radices dorsales (Takeuchi, 1982). Angriffsorte des Methylquecksilberchlorids stellten u.a. ligandengesteuerte Ionenkanäle, sogenannte Rezeptorkanäle, von Nervenzellen dar. Im Hippocampus konnte eine gehemmte Erregungsübertragung an GABA-Rezeptorkanälen nachgewiesen werden (Yuan und Atchison, 1997). Neben dem bekannten Methylquecksilberchlorid sind weitere potenziell neurotoxische metallorganische Verbindungen bekannt. Zu diesen zählen u.a. Zinn, Blei und Arsen. Nach Trimethylzinn-Exposition wurden u.a. Gedächtnisstörungen, Störungen der kognitiven Fähigkeiten und epileptische Anfälle beobachtet (Feldmann et al., 1993). Für diese Verbindungen wie auch für andere potenziell neurotoxisch wirksame metallorganische Substanzen konnte wegen der Komplexität der Hirnstrukturen und der vielen möglichen Angriffspunkte im ZNS der Pathomechanismus bisher nicht restlos aufgeklärt werden, für einige Substanzen ist er sogar noch gänzlich unbekannt. Zu diesen Substanzen gehören die metallorganischen Arsenverbindungen.

1.3 Arsenverbindungen

1.3.1 Anorganisches Arsen: Entstehung und Vorkommen

Anorganische Arsenverbindungen entstehen anthropogen u.a. als Nebenprodukt beim Schmelzprozess und der Legierung von Kupfer und Blei. Sie finden in der industriellen Produktion eine breite Anwendung, z.B. als Zusatz in Pestiziden, bei der Herstellung von Halbleitern, Glas und Farbpigmenten (Hathaway et al., 1991). Außerdem kommen Arsenverbindungen geogen in zahlreichen Mineralien wie Erz, Arsenopyrit u.a. vor (Hindmarsh, 1986; WHO, 1981; Nadakavukaren et al., 1984). Wenn das Gestein verwittert, kann das Arsen freigesetzt werden (Boyle u. Jonasson, 1973).

[Seite 7]

1.3.2 Toxizität anorganischer Arsenverbindungen

Bei akuten Vergiftungen mit anorganischem Arsen werden neben gastrointestinalen Symptomen wie Diarrhoe und Emesis auch Muskelschmerzen und Muskelkrämpfe, Schwäche, Taubheit der Extremitäten und Flushs beobachtet. Nach etwa einem Monat können brennende Parästhesien, palmoplantare Hyperkeratosen und Verlangsamungen im motorischen und sensorischen Bereich auftreten (Murphy et al., 1981; Wesbey und Kunis, 1981; Fennell und Stacy, 1981).

Anmerkungen

Die ungenannte Quelle diente offensichtlich als Kopiervorlage.

Sichter
(pschmidt, Singulus)

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