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Analyse:Kkh/Fragment 018 01

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 18, Zeilen: 1-29
Quelle: Henrichs 2005
Seite(n): 15-16, Zeilen: 15:12ff. - 16:1-3.16-26
[Die Prävention gegen das Rauchen brächte] mittelfristig eine Entlastung der Gesundheitskosten und langfristig eine Verbesserung der Beitragslage bei den Rentenkassen5. Ein Effekt, der einerseits auf die größere Anzahl der bis zum Rentenalter Beiträge entrichtenden Personen zurückzuführen wäre. Andererseits mit der erheblichen Reduzierung der Frühverrentungen korrelierte. Die meisten Frühverrentungen erfolgen auf Grund von Krankheiten, die durch den Tabakkonsum entweder hervorgerufen oder zumindest in Häufigkeit und Schwere der Krankheit gefördert werden (Herz-

Kreislauferkrankungen) und entsprechen etwa 40% der tabakindizierten [sic] Gesamtkosten (BZgA 2003).

Die Nachteile für die Gemeinschaft, die das Tabakrauchen mit sich bringt, sind durch die Einnahmen der Tabaksteuern, dem Argument der Arbeitsplätze in der Tabakindustrie und vor allem durch den „Vorteil“ der Sozialkassen durch das frühere Ableben der Raucher eben nicht zu kompensieren.

Eine solche offensichtliche Aufrechnung verstieße ohnehin gegen das Grundgesetz. Grundrechte fungieren nicht nur Abwehrrechte des Einzelnen gegen staatliche Eingriffe, sondern können auch eine verbindliche Beauftragung des Staates, Gesundheit und körperliche Unversehrtheit eines jeden zu schützen, enthalten (Drogenbeauftragte der Bundesregierung, 2003).

Jedes andere (vermeidbare) Risikoverhalten ohne vergleichbare Lobby, das Jahr für Jahr mehr Todesopfer fordert, als alle anderen Drogen und der Straßenverkehr zusammen, wäre wahrscheinlich schon längst effektiver angegangen worden, als durch bloße Verbote oder Appelle.

Die Tabakprävention ist eine volkswirtschaftliche Investition in die Zukunft der Sozialsysteme unseres Staates und eine volkswirtschaftliche Kostenentlastung [sic] Eine Aufrechnung von vermeintlichen Vorteilen verbietet sich ethisch schließlich auch bei anderen Risikofaktoren wie Diabetes mellitus oder Hypertonie, die zumindest in Entstehung und Schwere des Risikos in der Hand der jeweiligen Risikoträger liegen. Damit wären sie nach der „Lebensführungsschuld“ nicht anders zu bewerten als Raucher.


5 Nach jüngst veröffentlichten Daten entstehen durch eine Schachtel Zigaretten mehr als 39€ Folgekosten für die Gesellschaft durch Therapie und Ausfallkosten. Je verhütete Schachtel Zigaretten bringt daher ein Vielfaches an Ersparnis im Vergleich zur geringen Steuereinnahme durch die Tabaksteuer. Um die Kosten abzudecken müssten demnach pro Schachtel mindesten 39 € mehr erhoben werden.

[Seite 15]

Die Prävention gegen das Rauchen brächte mittelfristig eine Entlastung der Gesundheitskosten und langfristig eine Verbesserung der Beitragslage bei den Rentenkassen. Ein Effekt, der einerseits auf die größere Anzahl der bis zum Rentenalter Beiträge entrichtenden Personen zurückzuführen wäre. Andererseits mit der erheblichen Reduzierung der Frühverrentungen korrelierte. Die meisten Frühverrentungen erfolgen auf Grund von Krankheiten, die durch den Tabakkonsum entweder hervorgerufen oder zumindest in Häufigkeit und Schwere der Krankheit gefördert werden (Herz- Kreislauferkrankungen), dies entspricht etwa 40% der tabakinduzierten Gesamtkosten (BZgA 2003).

Die Nachteile für die Gemeinschaft, die das Tabakrauchen mit sich bringt, sind durch die Einnahmen der Tabaksteuern, dem Argument der Arbeitsplätze in der Tabakindustrie und vor allem durch den „Vorteil“ der Sozialkassen durch das frühere Ableben der Raucher nicht zu kompensieren. Eine solche Aufrechnung, die zeitweise angeführt werden mag, verstieße gegen die Artikel 2 Abs. I und II, Artikel 1 Abs. III des Grundgesetzes. Diese

[Seite 16]

Grundrechte sind nicht nur Abwehrrechte des Einzelnen gegen staatliche Eingriffe, sondern eine verbindliche Beauftragung des Staates, Gesundheit und körperliche Unversehrtheit eines jeden zu schützen (Drogenbeauftragte der Bundesregierung, 2003).

[...] Jedes andere (vermeidbare) Risikoverhalten ohne Lobby, das Jahr für Jahr mehr Todesopfer fordert, als alle anderen Drogen und der Straßenverkehr zusammen, wäre wahrscheinlich schon längst verboten worden, um die Betroffenen vor sich selbst zu schützen.

Die Tabakprävention ist eine volkswirtschaftliche Investition in die Zukunft der Sozialsysteme unseres Staates, eine volkswirtschaftliche Kostenentlastung und nicht zuletzt stellt ihr Unterlassen eine verfassungswidrige Haltung der staatlichen Gemeinschaft dar. Eine derartige Aufrechnung verbietet sich ethisch schließlich auch bei anderen Risikofaktoren wie Diabetes mellitus oder Hypertonie, die zumindest in Entstehung und Schwere des Risikos in der Hand der Risikoträger liegen. Damit wären sie nach der „Lebensführungsschuld“ nicht anders zu bewerten als Rauchen.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan)

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