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VroniPlag Wiki

Analyse:Kkh/Fragment 039 01

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 039, Zeilen: 01-34
Quelle: Henrichs 2005
Seite(n): 27 f., Zeilen: 27: 29 f.; 28: 1 ff.
Der Erfolg bei einer Belastungsbewältigung ist nur der, dass man eben eine Belastung überstanden hat, von denen bereits unzählige gleichartige zur Bewältigung noch anstehen. Anerkennung gibt es dafür von der sozialen Gemeinschaft nicht.

Der stete Kampf gegen leidige Alltagsprobleme und immer wiederkehrende akute existenzieller Verunsicherungen, Gefährdungen und Bedrohungen kennzeichnen das „Leben in der Defensive“ (Tobias & Boettner, 1992; Neuberger, 1997). Die Gesellschaft mit ihren Anforderungen wird deswegen oft als feindseliger Aggressor wahrgenommen.

Arbeitsplatzunsicherheit, ungünstige Arbeitsumgebungen, monotone Arbeitsinhalte, geringe Handlungsspielräume und Aufstiegschancen fördern letztlich gesundheitsschädliches, kompensierendes Ausweichverhalten, um mit der Situation umzugehen (Badura & Pfaff, 1996; Aneshensel, 1992).

Schon vor 25 Jahren wurde die Wirkung beschrieben, die schlechte Relation zwischen Arbeit und Entlohnung oder soziale Bestätigungen haben, sie führen zu Beeinträchtigungen der körperlichen sowie psychischen Gesundheit und strahlen in alle Lebensbereiche einer Person aus (Kohn & Schooler, 1983). Selbst das Freizeitverhalten der Person wird passiv, dadurch verkümmern mentale, kognitive und soziale Ressourcen. Was folgt, ist ein sozialer Rückzug. Einerseits verlieren Beruf und Arbeitsplatz zwar quantitativ in der „Freizeitgesellschaft“ als Orte der Identitätsbildung an Bedeutung, andererseits hängt von den knapper werdenden Arbeitsplätzen nach wie vor der finanzielle Status und das soziale Prestige ab, die die Lebenssituation in der Gesellschaft bestimmen (Huster, 1998). Diese soziale Selektion ist schon bei Kindern aus diesen Milieus zu beobachten, wenn sie Zurückweisungen ihrer Mitschüler wegen ihrer „uncoolen“ Kleider oder wegen Absagen bei kostenträchtigen „Events“ (Kino, Disco, Schulausflug) erfahren müssen. Im Falle des Rauchens ist es vor allem die von Jugendlichen beobachtbare Reaktion des Rauchers auf das Nikotin, die bei einem Jugendlichen zum Entschluss führen kann, es auch damit zu versuchen (Ludwig – Boltzmann - Institut, 2003). Denn Nikotin wirkt stimmungsaufhellend und beruhigend. Zigaretten sind überall zugänglich, man erhält sie angeboten. Es scheint, als ertrügen Raucher nach einer Zigarette Belastungen und Stress wesentlich leichter. Jugendliche assoziieren positive genussvolle Lebenskompetenz mit Rauchen. Durch das mehrheitlich rauchende Umfeld macht sich ein Identifikationsphänomen diffus [bemerkbar: Wer raucht, gehört dazu!]

Der Erfolg bei einer Belastungsbewältigung ist nur der, dass man eben eine Belastung überstanden hat, von denen bereits unzählige gleichartige zur Bewältigung noch anstehen. Anerkennung gibt es dafür von der sozialen Gemeinschaft nicht. Der stete Kampf gegen leidige Alltagsprobleme und immer wiederkehrende akute existenzieller Verunsicherungen, Gefährdungen und Bedrohungen kennzeichnen das „Leben in der Defensive“ (Tobias & Boettner, 1992; Neuberger, 1997). Die Gesellschaft mit ihren Anforderungen wird als feindseliger Aggressor wahrgenommen, der täglich bekämpft werden muss. Dies schafft einen großen psychischen Druck und eine fatalistische Einstellung zur Gesellschaft. Arbeitsplatzunsicherheit, ungünstige Arbeitsumgebungen, monotone Arbeitsinhalte, geringe Handlungsspielräume und Aufstiegschancen fördern letztlich gesundheitsschädliches, kompensierendes Ausweichverhalten (Badura & Pfaff, 1996; Aneshensel, 1992). Die schlechte Relation zwischen Arbeit und Entlohnung oder Bestätigungen führt zu Beeinträchtigungen der körperlichen und psychischen Gesundheit. Sie strahlt in alle Lebensbereiche einer Person aus (Kohn & Schooler, 1983). Das Freizeitverhalten der Person wird passiv, dadurch verkümmern mentale, kognitive und soziale Ressourcen. Das Einkommen reicht nicht aus, sich an der Konsumgesellschaft zu beteiligen. Was folgt, ist ein sozialer Rückzug. Einerseits verlieren Beruf und Arbeitsplatz zwar quantitativ in der „Freizeitgesellschaft“ als Orte der Identitätsbildung an Bedeutung, andererseits hängt von den knapper werdenden Arbeitsplätzen nach wie vor der finanzielle Status und das soziale Prestige ab, die die Lebenssituation in der Gesellschaft bestimmen (Huster, 1998). Diese soziale Selektion ist schon bei Kindern aus diesen Schichten zu beobachten, wenn sie Zurückweisungen ihrer Mitschüler wegen ihrer „uncoolen“ Kleider oder wegen Absagen bei kostenträchtigen „Events“ (Kino, Disco, Schulausflug) erfahren. Im Falle des Rauchens ist es die von Jugendlichen beobachtbare Reaktion des Rauchers auf das Nikotin, die bei einem Jugendlichen zum Entschluss führen kann, es auch damit zu versuchen (Ludwig - Boltzmann - Institut, 2003). Nikotin wirkt stimmungsaufhellend und beruhigend. Rauchen wird im Umfeld der unteren Schicht allgegenwärtig zelebriert. Zigaretten sind überall zugänglich, man erhält sie angeboten. Es scheint, als ertrügen die Raucher nach einer Zigarette Belastungen und Stress wesentlich leichter. Man assoziiert positive genussvolle Lebenskompetenz. Ein Nachahmeffekt auf eine Person in gleicher Situation ist wahrscheinlich. Durch das mehrheitlich rauchende Umfeld macht sich ein Identifikationsphänomen diffus bemerkbar: Wer raucht, gehört dazu!
Anmerkungen

Leichte stilistische Überarbeitung, kleine Kürzungen/Ergänzungen, aber kein Hinweis auf eine Übernahme. Ganzseitige Übernahme, die sich auf der Folgeseite fortsetzt.

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