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Analyse:Kkh/Fragment 041 01

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 041, Zeilen: 01-09, 17-32
Quelle: Henrichs 2005
Seite(n): 0, Zeilen: 0
2. zweitens hilft es durch Alltagsbewältigung die (gesellschaftlich) vorgegebenen Anforderungen zu erfüllen, die funktional in einer hocharbeitsteiligen Gesellschaft ihnen unter Umständen zugedacht werden.

Die schwere Lebenssituation ist schon für sich allein betrachtet, eine Agglomeration von erhöhten Risikofaktoren für das Rauchen. Aber vor allem ist sie damit auch ein Risiko für die Entwicklung von Lebenskompetenzen im Dialog mit der Gemeinschaft, um die gestellten Anforderungen nicht auf Kosten der Gesundheit erfüllen. Das heißt, zusätzlich zu der höheren Belastung durch die Lebenslage und die Förderung des Rauchens als akzeptiertes Bewältigungsverhalten, ist auch die Entwicklungschance für die Fähigkeit, Probleme gesund zu lösen, deswegen auch nicht gefördert. Darin liegt die zweite Grundlage für ein präventionsresistenteres Rauchverhalten sozial Benachteiligter im Vergleich zu anderen Rauchern Rauchen – ein Kompetenzdefizit oder eine echte Lebenskompetenz? Nikotinabusus, bestimmt aber Nikotinabhängigkeit, sind Formen eines Suchtmusters. Sucht ist nach neuerer Erkenntnis keine Folge genetischer Disposition (Suchtpersönlichkeit), sondern ein mehrdimensionales Ineinandergreifen von Risikofaktoren und Schutzfaktoren, das, je nachdem, welche Faktorengruppe qualitativ überwiegt, ein Suchtverhalten hervorruft oder hemmt (Jessor/ Turbin & Costa, 1998). Die Bedeutung und Schwere einer externen Belastung als Risikofaktor hängen davon ab, wie die Einschätzung des Menschen von der Problematik und seiner eigenen psychischen, sozialen und kulturellen Ressourcen, auf die er für die Bewältigung zurückgreifen kann, ausfällt (Lazarus, 1991). Ein größeres Maß an Belastungen bzw. Risiken durch die Lebensumstände könnte nur dadurch kompensiert werden, dass Schutzfaktoren in entsprechend größerem Umfang zur Verfügung ständen. Nach der Salutogenesetheorie nach Antonowski zählen zu diesen Schutzfaktoren alle personalen, sozialen und kulturellen Ressourcen, die helfen, die Stressoren der sozialen Lage ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen zu bewältigen. Nach diesem [Modell von Antonowski (Antonowski, 1987) besteht Gesundheit aus diesem dynamischen Gleichgewicht zwischen gesundheitsbelastenden Faktoren (Anforderungen, Belastungen, Risiken) und Schutzfaktoren (Kompetenzen, soziale Unterstützung, Ressourcen).]

[...] und zweitens hilft es die gesellschaftlich vorgegebenen Anforderungen zu erfüllen, die funktional in einer hocharbeitsteiligen Gesellschaft den unteren Schichten auferlegt werden. Es „erhält“ die Leistungsfähigkeit. Die schwere Lebenssituation ist schon für sich allein betrachtet, eine Agglomeration von Risikofaktoren. Aber vor allem ist sie ein Risiko für die Entwicklung von Lebenskompetenzen im Dialog mit der Gemeinschaft, um die gestellten Anforderungen nicht auf Kosten der Gesundheit erfüllen.

2.2.2

Kompetenzen als Schutzfaktoren für die Gesundheit

Nikotinabusus, bestimmt aber Nikotinabhängigkeit sind Formen eines Suchtmusters. Sucht ist nach neuerer Erkenntnis keine Folge genetischer Disposition, sondern ein mehrdimensionales Ineinandergreifen von Risikofaktoren und Schutzfaktoren, das, je nachdem, welche Faktorengruppe qualitativ überwiegt, ein Suchtverhalten hervorruft oder hemmt (Jessor/ Turbin & Costa, 1998).

Die Bedeutung und Schwere einer externen Belastung als Risikofaktor hängen davon ab, wie die Einschätzung des Menschen von der Problematik und seiner eigenen psychischen, sozialen und kulturellen Ressourcen, auf die er für die Bewältigung zurückgreifen kann, ausfällt (Lazarus, 1991). Die Lebenssituation der unteren Schicht birgt, wie zuvor beschrieben, schon strukturell durch ihre sozioökonomische Lage wesentlich mehr Risikofaktoren für ein Suchtmuster als es in anderen Schichten der Fall ist. Ein größeres Maß an Belastungen bzw. Risiken durch die Lebensumstände kann nur dadurch kompensiert werden, dass Schutzfaktoren in entsprechend größerem Umfang in der unteren Schicht zur Verfügung ständen. Dies scheint aber gerade nicht der Fall zu sein. Zu diesen Schutzfaktoren zählen alle personalen, sozialen und kulturellen Ressourcen, die helfen, die Stressoren der sozialen Lage ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen zu bewältigen. Nach dem Salutogenesemodell von Antonowski (Antonowski, 1987) besteht Gesundheit aus eben diesem dynamischen Gleichgewicht zwischen gesundheitsbelastenden Faktoren (Anforderungen, Belastungen, Risiken) und Schutzfaktoren (Kompetenzen, soziale Unterstützung, Ressourcen).

Anmerkungen

Fortsetzung von Kkh 40. Wiederum kein Hinweis auf Übernahme. Kleine Änderungen und Ergänzungen sind erkennbar.

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