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Analyse:Kw/Fragment 128 17

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Typus
KeineWertung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 128, Zeilen: 17-30
Quelle: Dreier / Schulze
Seite(n): 0, Zeilen: 0
§ 44 UrhG verdeutlicht, dass im Urheberrecht zwischen Werkexemplar als Sache und dem Werk als Gestalt gewordener Schöpfungsgedanke, dem Immaterialgut, zu unterscheiden ist697. Wer ein Werkexemplar (die Sache) kauft, hat damit noch kein Recht an dem Immaterialgut erworben698. Er darf das Buch lesen oder sich die CD anhören, nicht aber aus dem Buch öffentlich vortragen oder die Musik öffentlich vorspielen699. Wer ein Werk erwirbt, braucht in der Regel keine Nuzungsrechte, um es anzuhören, zu lesen oder betrachten zu können700. Allerdings stehen auch dem Erwerber eines Werkexemplars wiederum dieselben Rechte, wie einem Dritte [sic!], an dem Werk zu. Hierunter sind insbesondere die durch die Schrankenregelungen gewährleisteten Nutzungen (gemäß §§ 44a ff. UrhG) zu fassen701. Auch der Erwerber einer CD kann sich demnach auf die Möglichkeit einer Privatkopie im Rahmen des § 53 Abs. 1 UrhG berufen, denn die Schrankenbestimmungen gestatten einzelne Nutzungen ohne gesonderten Rechteerwerb702.

697 Schulze, in: Dreier/Schulze, UrhG, § 44 Rn. 1.

698 Schulze, in: Dreier/Schulze, UrhG, § 44 Rn. 1.

699 Schulze, in: Dreier/Schulze, UrhG, § 44 Rn. 1.

700 Schulze, in: Dreier/Schulze, UrhG, § 44 Rn. 2.

701 Schulze, in: Dreier/Schulze, UrhG, § 44 Rn. 2.

702 Schulze, in: Dreier/Schulze, UrhG, § 44 Rn. 2.

[Rn. 1] Sinn und Zweck. § 44 ist eine Auslegungsregel (vgl. Schricker/Vogel § 44 Rdnr. 5). Sie verdeutlicht, dass im Urheberrecht zwischen dem Werkexemplar als Sache und dem Werk als Gestalt gewordener Schöpfungsgedanke, dem Immaterialgut, zu unterscheiden ist. Wer das Werkexemplar (die Sache) kauft, hat damit noch lange kein Recht an dem Immaterialgut erworben (Abs. 1). Er darf das Buch lesen, die Schallplatte anhören und das Bild an die Wand hängen. Er darf das Werk aber nicht verwerten, z. B. aus dem Buch öffentlich vortragen, die Musik als Hintergrundsmusik für ein Theaterstück verwenden oder von dem Bild Postkarten herstellen.

[Rn. 2] Wer ein Werkexemplar erwirbt, benötigt i. d. R. keine Nutzungsrechte, um es lesen, hören oder betrachten zu können (vgl. § 15 Rdnr. 20). Auf der anderen Seite stehen dem Erwerber des Werkexemplars dieselben Rechte zu, die auch jeder Dritte hat, sei es, weil die einzelnen Verwertungsrechte von vornherein beschränkt sind (vgl. § 15 Rdnr. 16 ff.), sei es, weil die gesetzlichen Schranken (§§ 44 a ff.) einzelne Nutzungen ohne gesonderten Rechteerwerb gestatten.

Anmerkungen

Die Engführung des Gedankens läßt sich aus den fünf Fußnoten schließen, die Wortlautnähe der Übernahme eher nicht. Wo die Formulierung von der Quelle abweicht, wird sie grammatikalisch und interpunktiv fehlerhaft: anzuhören statt anhören, Dritte statt Dritten, Abtrennung des Vergleichs wie einem Dritten durch Kommata. Eine gewisse Eigenständigkeit der Überlegung geht aus der Modernisierung von Schallplatte zu CD hervor.

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