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Analyse:Ma

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Fragmente (Plagiat, gesichtet)

45 Fragmente

[1.] Analyse:Ma/Fragment 043 08 - Diskussion
Bearbeitet: 15. June 2013, 15:08 SleepyHollow02
Erstellt: 4. April 2013, 18:47 (Sotho Tal Ker)
Fragment, Gesichtet, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, Spaun 2003, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Sotho Tal Ker
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 43, Zeilen: 8-17
Quelle: Spaun 2003
Seite(n): 58, Zeilen: 12-18
Ausgangspunkt jeder nationalen Regelung des gutgläubigen Erwerbs beweglicher Sachen im Generellen und kultureller Güter im Besonderen ist somit die Frage, welcher Stellenwert dem Interesse des Eigentümers, sein Eigentum nicht zu verlieren, gegenüber dem Interesse an der Umlauffähigkeit von Gütern (und damit dem Interesse des Erwerbers) eingeräumt wird. Der gutgläubige Erwerb vom Nichtberechtigten müsste bei strikter Berücksichtigung des Eigentümerinteresses völlig ausgeschlossen (diese Rechtssysteme akzeptieren eine relativ unbeschränkte Restitution unrechtmäßig entzogener Kulturgüter), bei unbedingter Bevorzugung des (gutgläubigen) Erwerbers hingegen selbst für gestohlene Sachen ermöglicht werden.15

15 Müller-Katzenburg, Internationale Standards im Kulturgüterverkehr, 1996, S. 165.

Ausgangspunkt der Regelung des gutgläubigen Erwerbs beweglicher Sachen ist die Frage, welcher Stellenwert dem Interesse des Eigentümers, sein Eigentum nicht zu verlieren, gegenüber dem Interesse an der Umlauffähigkeit von Gütern (und damit dem Interesse des Erwerbers) eingeräumt wird. Der gutgläubige Erwerb vom Nichtberechtigten müsste bei strikter Berücksichtigung des Eigentümerinteresses völlig ausgeschlossen, bei unbedingter Bevorzugung des (gutgläubigen) Erwerbers hingegen selbst für gestohlene Sachen ermöglicht werden.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf Spaun trotz weitgehend wörtlicher Übernahmen.

(Zu prüfen ist evtl die angegebene Quelle bei Ma, dies würde aber lediglich den Plagiatstyp ändern.)

Sichter
SleepyHollow02

[2.] Analyse:Ma/Fragment 044 01 - Diskussion
Bearbeitet: 23. March 2014, 14:46 Schumann
Erstellt: 2. November 2012, 10:31 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, Spaun 2003

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 44, Zeilen: 1-7, 9-16
Quelle: Spaun 2003
Seite(n): 57-58, Zeilen: S. 57: 15-28, 102-104; S. 58:1-2
[Dem auch schon zu dieser Zeit bestehenden Bedürfnis der Verkehrssicherheit wurde damit genügt, dass dem redlichen Erwerber in verhältnismäßig kurzen Fristen das Rechtsinstitut der Ersitzung offenstand,17 doch war] der Kreis ersitzungsfähiger Sachen eingeschränkt. So unterfielen bspw. dem römischen furtum-Begriff gestohlene und andere Formen des unberechtigten Verkaufs beweglicher Sachen, wie etwa die Veruntreuung anvertrauter oder die Unterschlagung gefundener Sachen18, oder geraubte Sachen (res furtivae, res vi possessae), öffentliche Sachen (res publicae), Sachen göttlichen Rechts (res divini iuris) und seit der Prinzipatszeit waren auch Fiskalsachen (res fisci) von der Ersitzung ausgeschlossen.19 [...] Das germanische Recht unterschied ursprünglich deutlich zwischen freiwilliger und unfreiwilliger Aufgabe des Gewahrsams („Gewere“). Hatte der Eigentümer seine Sache jemandem anvertraut und erlangte sie infolge ein Dritter, stand dem Eigentümer diesem gegenüber kein Herausgabeanspruch zu („Hand wahre Hand“, „Wo du deinen guten Glauben gelassen hast, sollst du ihn suchen“). War die Sache dem Eigentümer hingegen abhandengekommen, stand ihm ein deliktischer Herausgabeanspruch auch gegenüber einem gutgläubigen Dritten zu.20

17 Kaser, Römisches Privatrecht [...]; Makovskij, [...]; Spaun, Der Herausgabeanspruch bei Diebstahl oder illegalem Export von Kulturgütern, 2003, S. 57–58.

18 Vgl. Hausmaninger/Selb/Gamauf, Römisches Privatrecht, 9. Aufl. 2001, S. 278.

19 Vgl. Hausmaninger/Selb/Gamauf, Römisches Privatrecht, 9. Aufl. 2001, S. 154; Thorn, Der Mobiliarerwerb vom Nichtberechtigten, 1996, S. 36 ff.; Spaun, Der Herausgabeanspruch bei Diebstahl oder illegalem Export von Kulturgütern, 2003, S. 57–58.

20 Spaun, Der Herausgabeanspruch bei Diebstahl oder illegalem Export von Kulturgütern, 2003, S. 57–58; Thorn, Der Mobiliarerwerb vom Nichtberechtigten, 1996, S. 39 ff.; Makovskij,

[Seite 57]

Dieses Prinzip erfuhr durch Ersitzungsregeln zwar Einschränkungen, doch war der Kreis ersitzungsfähiger Sachen eingeschränkt. So waren beispielsweise gestohlene2 oder geraubte Sachen (res furtivae, res vi possessae), öffentliche Sachen (res publicae), Sachen göttlichen Rechts (res divini iuris) und seit der Prinzipatszeit auch Fiskalsachen (res fisci) von der Ersitzung ausgeschlossen.3 Auf der anderen Seite stand das germanische Recht, das (ursprünglich) scharf zwischen freiwilliger und unfreiwilliger Aufgabe der Gewahrsame ("Gewere") unterschied. Hatte der Eigentümer seine Sache jemandem anvertraut und erlangte sie infolge ein Dritter, stand dem Eigentümer diesem gegenüber kein Herausgabeanspruch zu ("Hand wahre Hand", "Wo du deinen guten Glauben gelassen hast, sollst du ihn suchen"). War die Sache dem

[Seite 58]

Eigentümer hingegen abhanden gekommen, stand ihm ein (deliktischer) Herausgabeanspruch auch gegenüber einem gutgläubigen Dritten zu.4


2 Der römische furtum-Begriff umfasst neben Diebstahl auch andere Formen des unberechtigten Verkaufs beweglicher Sachen, zB die Veruntreuung anvertrauter oder die Unterschlagung gefundener Sachen, vgl. etwa Hausmaninger/Selb9 (2001) 278.

3 Vgl Hausmaninger/Selb9 (2001) 154; Thorn (1996) 36 ff.

Anmerkungen

Spaun wird in dieser längeren Übernahme (die auch die Belege umfaßt) dreimal genannt; jeweils an letzter Stelle in Fußnoten 17 und 19 sowie an erster Stelle in Fußnote 20. Es wird aber nicht ersichtlich, dass der gesamte Gedankengang und im Wesentlichen auch der Wortlaut aus dieser Quelle stammt. Die mehrfache Erwähnung gibt aber immerhin ein Indiz für die gedankliche Engführung.

Sichter
SleepyHollow02

[3.] Analyse:Ma/Fragment 065 08 - Diskussion
Bearbeitet: 23. March 2014, 14:47 Schumann
Erstellt: 1. November 2012, 20:38 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Knott 1990, Ma, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 65, Zeilen: 8-16, 109-111, 113-115
Quelle: Knott 1990
Seite(n): 34-35, Zeilen: S. 34: 7-11, 14-16; S. 35: 1-3
Der gutgläubige Eigentumserwerb von einem Kaufmann nach den Voraussetzungen des Entrustment to a Merchant Dealing in Goods of that Kind, d.h. einem Kaufmann, der mit gleicher Ware handelt und dem die Sache anvertraut war, stellt grundsätzlich die wichtigste Ausnahme von dem nemo dat-Grundsatz dar.78 Aus der vorangegangenen Übersicht ergibt sich, dass der UCC den gutgläubigen Käufer nur von einem etablierten Kaufmann schützt. Wer von einem Privatmann kauft, ist nur dann geschützt, wenn eine sonstige Ausnahmesituation der nemo dat-Regel vorliegt.79

78 Vgl. Spaun, [...]; Sauveplanne, [...]; Knott, Der Anspruch auf Herausgabe gestohlenen und illegal exportierten Kulturguts, 1990, S. 32–35; Köhling, Der Eigentumserwerb abhanden gekommener Kunstgegenstände im amerikanischen Recht, 1999, S. 28–32.

79 DePorter Hoover, Title Disputes in the Art Market: An Emerging Duty of Care for Art Merchants, The George Washington Law Review 51 (1983), S. 443–464, S. 454. Vgl. die Entscheidung O’Keeffe v. Snyder, 83 N.J. 478, 416 A.2d 862, 873 (1980). Vgl. auch Knott, Der Anspruch auf Herausgabe gestohlenen und illegal exportierten Kulturguts, 1990, S. 32–35.

80 In Kalifornien gilt dagegen eine andere Version des UCC sec. 2-403 subsec. 3. Danach muß die Ware dem Kaufmann anvertraut worden sein „for the purpose of sale, obtaining offers to purchase, locating the buyer, or the like.“ Cal. Com. Code § 2403 (3) (West 1964 & 1987 supp.). Vgl. Knott, Der Anspruch auf Herausgabe gestohlenen und illegal exportierten Kulturguts, 1990, S. 32–35.

[Seite 34]

c) Die Voraussetzungen des Entrustment to a Merchant Dealing in Goods of that Kind

Der gutgläubige Eigentumserwerb von einem Kaufmann, der mit gleicher Ware handelt und dem die Sache anvertraut war, stellt die dritte und wichtigste Ausnahme von der nemo dat-Regel dar. [...] In Kalifornien gilt dagegen eine andere Version des UCC sec. 2-403 subsec. 3. Danach muß die Ware dem Kaufmann anvertraut worden sein "for the purpose of sale, obtaining offers to purchase, locating the buyer, or the like."

[Seite 35]

Aus der vorangegangenen Übersicht ergibt sich, daß der UCC den Käufer von einem etablierten Kaufmann schützt. Wer von einem Privatmann kauft, ist nur dann geschützt, wenn ein Fall des estoppel oder des voidable title vorliegt72.


72 DePorter Hoover, Title Disputes in the Art Market: An Emerging Duty of Care for Art Merchants, 51 Geo.Wash.L.Rev. 443, 454 (1983); O'Keeffe v. Snyder, 83 N.J. 478, 416 A. 2d 862, 873 (1980).

Anmerkungen

Knott wird in Fn 78 und 79 jeweils an dritter Stelle erwähnt, in Fn 80 direkt hinter dem übernommenen Text. Die wörtlichen Übernahmen sind nicht gekennzeichnet.geht bis Die Ähnlichkeit geht bis in die etwas holprige Formulierung "den Käufer von einem etablierten Kaufmann".

Sichter
SleepyHollow02

[4.] Analyse:Ma/Fragment 066 12 - Diskussion
Bearbeitet: 23. March 2014, 14:48 Schumann
Erstellt: 2. November 2012, 07:15 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Knott 1990, Ma, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 66, Zeilen: 13-16
Quelle: Knott 1990
Seite(n): 33, Zeilen: 1-5
So ist es nach der amerikanischen Rechtsordnung auch im internationalen Kulturgüterverkehr möglich, dass ein Kunstwerk einer Person, die nicht Kaufmann ist, unter solchen Umständen anvertraut wird, dass der Eigentümer daran gehindert ist, sein Eigentumsrecht gegenüber dem Käufer von demjenigen, dem das Kulturgut anvertraut worden war, geltend zu machen.84>

84 Vgl. Anderson, Anderson on the uniform commercial code §§ 2-313 to 2-509, vgl. § 2-403:51; Knott, Der Anspruch auf Herausgabe gestohlenen und illegal exportierten Kulturguts, S. 32–35.

Es ist daher möglich, daß eine Sache einer Person, die nicht Kaufmann ist, unter solchen Umständen anvertraut wird, daß der Eigentümer daran gehindert ist, sein Eigentumsrecht gegenüber dem Käufer von demjenigen, dem die Sache anvertraut worden war, geltend zu machen62>.

62 R. Anderson, Anderson on the Uniform Commercial Code, Bd. 3, § 2-403:51 (3. Aufl. 1983).

Anmerkungen

Anschluß an Fragment 066 05, zwischendrin ein weiterer Satz aus Knott, der sinngemäß wiedergegeben wird. Knott wird hier an zweiter Stelle hinter Anderson genannt, wie in den vergangenen Fußnoten mit einem Bereich von vier Seiten (32-35).

Sichter
SleepyHollow02

[5.] Analyse:Ma/Fragment 076 27 - Diskussion
Bearbeitet: 15. June 2013, 15:42 SleepyHollow02
Erstellt: 3. January 2013, 20:38 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Ma, Münchener Kommentar Bd6, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 76, Zeilen: 27-28, 108-113
Quelle: Münchener_Kommentar_Bd6
Seite(n): 877, Zeilen: Rn 1
[...]118 Deshalb ist an abhandengekommenen Kulturgütern der Erwerb vom Nichtberechtigten i.d.R. ausgeschlossen.119

118 Wiegand in Staudinger – BGB: Buch 3 Sachenrecht, 2004, § 935, Rdnr. 1–5. Der Eigentümer kann in den Fällen der §§ 932 bis 934 jedenfalls besser als der Erwerber die Vertrauenswürdigkeit dessen überprüfen, dem er den Besitz überlässt. Hat aber der Eigentümer die Verfügung des Nichtberechtigten nicht durch Besitzüberlassung ermöglicht, lässt das Gesetz das Interesse eines erleichterten und sicheren Rechtsverkehrs hinter dem Bestandsschutz des Eigentums zurücktreten, Quack in Münchener Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch – Band 6 Sachenrecht: §§ 854–1296, 4. Aufl. 2004, § 935, Rdnr. 1–4.

119 Quack in Münchener Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch – Band 6 Sachenrecht: §§ 854–1296, 4. Aufl. 2004, § 935, Rdnr. 1–4.

Der Eigentümer kann in den Fällen der §§ 932 bis 934 jedenfalls besser als der Erwerber die Vertrauenswürdigkeit dessen überprüfen, dem er den Besitz überlässt. Hat aber der Eigentümer die Verfügung des Nichtberechtigten nicht durch Besitzüberlassung ermöglicht, lässt das Gesetz das Interesse eines erleichterten und sicheren Rechtsverkehrs hinter dem Bestandsschutz des Eigentums zurücktreten. Deshalb ist an abhanden gekommenen Sachen der Erwerb vom Nichtberechtigten idR ausgeschlossen.
Anmerkungen

Lange wörtliche Übernahme ohne Kennzeichnung als Zitat. Quack wird schon zuvor (Text vor Fußnote 115) eng paraphrasiert. Wiederholung in Fragment_094_12 und Fragment_097_101.

Sichter
SleepyHollow02

[6.] Analyse:Ma/Fragment 077 13 - Diskussion
Bearbeitet: 20. June 2013, 08:28 SleepyHollow02
Erstellt: 27. November 2012, 16:08 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Gursky Pfeifer Wiegand 2004, Ma, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 77, Zeilen: 13-25, 104
Quelle: Gursky_Pfeifer_Wiegand_2004
Seite(n): 465, Zeilen: Rn 5
Entscheidend für sämtliche Situationen des Abhandenkommens kultureller Güter ist der Verlust des unmittelbaren Besitzes, sei es durch den Eigentümer oder, gem. § 935 Abs. 1 S. 2 BGB, durch den Besitzmittler. Hat jedoch der Besitzmittler, bspw. ein Auktionshaus oder ein Verkaufskommissär, das fragliche Kulturgut freiwillig an einen Dritten weitergegeben, so stellt dies kein Abhandenkommen für den mittelbaren Besitzer, d.h. den Eigentümer des Kulturguts dar.122 Schließlich hat in solchen Konstellationen der Eigentümer das Gemälde dem Besitzmittler anvertraut und damit das Risiko des Besitzverlustes bewusst in Kauf genommen. Damit steht auch fest, dass der Eigentümer sich das Verhalten des ungetreuen Besitzmittlers zurechnen lassen muss, da er durch die Übertragung des unmittelbaren Besitzes an dem Kulturgut selbst den Rechtsschein geschaffen hat, auf den der Erwerber im Rahmen eines Veräußerungsgeschäftes vertrauen darf.122

121 OLG Hamburg, OLGZ 6, 118; RGZ 54, 68; RG LZ 1923, 602.

122 Vgl. im Allgemeinen Wiegand in Staudinger – BGB: Buch 3 Sachenrecht, 2004, § 935, Rdnr. 1–5; Quack in Münchener Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch – Band 6 Sachenrecht: §§ 854–1296, 4. Aufl. 2004, § 935, Rdnr. 1–4.

Entscheidend ist der Verlust des unmittelbaren Besitzes, sei es durch den Eigentümer oder, gem § 935 Abs 1 S 2, durch den Besitzmittler. Gibt jedoch der Besitzmittler die Sache freiwillig an einen Dritten weiter, so stellt dies kein Abhandenkommen für den mittelbaren Besitzer (Eigentümer) dar (OLG Hamburg OLGZ 6, 118; RGZ 54, 68; RG LZ 1923, 602). Schließlich hat dieser die Sache dem Besitzmittler anvertraut und damit das Risiko des Besitzverlustes bewusst in Kauf genommen. Das Verhalten des ("ungetreuen") Besitzmittlers muss der Eigentümer sich zurechnen lassen (...); er hat dadurch zugleich selbst den Rechtsschein geschaffen, auf den der Erwerber vertraut (vgl. Westermann/Gursky § 49 I 5; Francke SeuffBl 73 [1908] 895.
Anmerkungen

Der Wortlaut der Quelle wirt nahezu vollständig verwertet. Der Text wird lediglich leicht auf den Kunsthandel umgeschrieben. Nur ein "Vgl."-Verweis auf einen Abschnitt in dieser sowie einer weiteren Quelle.

Sichter
SleepyHollow02

[7.] Analyse:Ma/Fragment 077 27 - Diskussion
Bearbeitet: 22. March 2014, 14:59 Schumann
Erstellt: 3. January 2013, 20:53 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Ma, Münchener Kommentar Bd6, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 77, Zeilen: 27-33
Quelle: Münchener_Kommentar_Bd6
Seite(n): 878, Zeilen: Rn 8
Die für das Abhandenkommen bedeutsame Unfreiwilligkeit ist nach allgemeinen besitzrechtlichen Grundsätzen zu beurteilen. Der Besitz an dem unrechtmäßig entzogenen Kulturgut muss ohne den Willen des Eigentümers verloren worden sein, gegen den Willen ist nicht erforderlich. Ist der Besitz zunächst freiwillig gelockert und wird der Rest dann unfreiwillig verloren, liegt allerdings Abhandenkommen vor. Bei der Beurteilung der Unfreiwilligkeit kommt es auch nicht [auf die Wirksamkeit eines Rechtsgeschäfts an, in dessen Vollzug der Besitz aufgegeben worden ist.] Die für das Abhandenkommen bedeutsame Unfreiwilligkeit ist nach allgemeinen besitzrechtlichen Grundsätzen zu beurteilen9 (...) Der Besitz muss ohne den Willen verloren worden sein, gegen den Willen ist nicht erforderlich.10 Ist der Besitz zunächst freiwillig gelockert und wird der Rest dann unfreiwillig verloren, liegt allerdings Abhandenkommen vor.11 Es kommt nicht auf die Wirksamkeit eines Rechtsgeschäfts an, in dessen Vollzug der Besitz aufgegeben worden ist.
Anmerkungen

Fortsetzung in Fragment_078_01. Auf die Quelle wird im Satz zuvor und auf der nachfolgenden Seite verwiesen.

Sichter
SleepyHollow02

[8.] Analyse:Ma/Fragment 078 01 - Diskussion
Bearbeitet: 15. June 2013, 15:24 SleepyHollow02
Erstellt: 3. January 2013, 20:57 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Ma, Münchener Kommentar Bd6, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 78, Zeilen: 1-9
Quelle: Münchener_Kommentar_Bd6
Seite(n): 878, Zeilen: Rn 8
[Bei der Beurteilung der Unfreiwilligkeit kommt es auch nicht] auf die Wirksamkeit eines Rechtsgeschäfts an, in dessen Vollzug der Besitz aufgegeben worden ist. Es ist vor allem auch nicht von Bedeutung, ob das Geschäft wegen Geschäftsunfähigkeit des Vertragspartners unwirksam, wegen Irrtums oder wegen Täuschung angefochten oder, wie etwa als Scheingeschäft, sonst mit Mängeln behaftet ist.124 Da es um den tatsächlichen Herrschaftswillen geht, sind Mängel des Besitzaufgabewillens nach besitzrechtlichen Grundsätzen zu beurteilen, nicht nach denen für Willenserklärungen.125 Deshalb kann auch eine irrtümliche Aufgabe des unmittelbaren Besitzes freiwillig sein und muss nicht zum Abhandenkommen führen.

124 Quack in Münchener Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch – Band 6 Sachenrecht: §§ 854–1296, 4. Aufl. 2004, § 935, Rdnr. 1–4 m.w.N.

125 Quack in Münchener Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch – Band 6 Sachenrecht: §§ 854–1296, 4. Aufl. 2004, § 935, Rdnr. 1–4 m.w.N.

Es kommt nicht auf die Wirksamkeit eines Rechtsgeschäfts an, in dessen Vollzug der Besitz aufgegeben worden ist. Es ist vor allem nicht von Bedeutung, ob das Geschäft wegen Geschäftsunfähigkeit des Vertragspartners unwirksam, wegen Irrtums oder wegen Täuschung angefochten oder, wie etwa als Scheingeschäft, sonst mit Mängeln behaftet ist. Da es um den tatsächlichen Herrschaftswillen geht, sind Mängel des Besitzaufgabewillens nach besitzrechtlichen Grundsätzen zu beurteilen, nicht nach denen für Willenserklärungen. Deshalb kann auch eine irrtümliche Aufgabe des unmittelbaren Besitzes freiwillig sein und muss nicht zum Abhandenkommen führen.
Anmerkungen

Forsetzung von Fragment_077_27. In den Fußnoten wird auf eine falsche Stelle (Rn 1-4) verwiesen.

Sichter
SleepyHollow02

[9.] Analyse:Ma/Fragment 079 17 - Diskussion
Bearbeitet: 20. June 2013, 08:45 SleepyHollow02
Erstellt: 27. November 2012, 20:36 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Gursky Pfeifer Wiegand 2004, Ma, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 79, Zeilen: 17-25
Quelle: Gursky_Pfeifer_Wiegand_2004
Seite(n): 465, Zeilen: Rn. 4
Abhandengekommen sind nach allgemeinem deutschem Begriffsverständnis nur solche Sachen, die dem unmittelbaren Besitzer ohne seinen Willen aus dem Besitz gekommen sind.128 Nach dieser klassischen Definition tritt neben den tatsächlichen Verlust des unmittelbaren Besitzes das voluntative Element der Unfreiwilligkeit dieses Besitzverlustes, wobei jedoch Unkenntnis des unmittelbaren Besitzers ausreicht. Ein Besitzverlust ausdrücklich gegen den Willen des Besitzers ist dagegen nicht erforderlich. Die im Gesetz angeführte Modalität des Diebstahls hat Beispielscharakter [...]

128 Vgl. die Rechtsprechung und Lehre seit RGZ 101, 225. Hierzu bspw. m.w.N. Wiegand in Staudinger – BGB: Buch 3 Sachenrecht, 2004, § 935, Rdnr. 1–5; Quack in Münchener Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch – Band 6 Sachenrecht: §§ 854–1296, 4. Aufl. 2004, § 935, Rdnr. 1–4.

Abhanden gekommen sind solche Sachen, "die dem unmittelbaren Besitzer ohne seinen Willen aus dem Besitz gekommen sind" (Wolff/Raiser § 69 I 1; RGZ 101, 225). Nach dieser klassischen Definition tritt neben den tatsächlichen Verlust des unmittelbaren Besitzes das voluntative Element der Unfreiwilligkeit dieses Besitzverlustes. Unkenntnis des unmittelbaren Besitzers reicht aus; Besitzverlust gegen seinen Willen ist nicht erforderlich.

Die im Gesetz angeführten Modalitäten des Diebstahls bzw Verlierens einer Sache haben lediglich Beispielcharakter (vgl. MünchKomm/Quack Rn 5; ...).

Anmerkungen

Überwiegend wortwörtlich übernommen. Verweis zunächst auf Rechtsprechung, dann auf Quelle "Hierzu bspw. m.w.N.". Unterschlagen werden die Autoren der in der Quelle eingangs korrekt zitierten Formulierung von Wolff/Raiser.

Sichter
SleepyHollow02

[10.] Analyse:Ma/Fragment 090 19 - Diskussion
Bearbeitet: 14. June 2013, 11:35 SleepyHollow02
Erstellt: 3. January 2013, 21:14 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Ma, Münchener Kommentar Bd6, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 90, Zeilen: 19-21
Quelle: Münchener_Kommentar_Bd6
Seite(n): 879, Zeilen: Rn 11
Für eine differenzierende Bewertung dieser Fallgestaltung gibt es keinen hinreichenden Anlass. Außerdem ist eine Differenzierung gegenüber der sonstigen Behand[lung des Besitzdieners dogmatisch nicht konsequent.176]

176 Baur/Stürner, Sachenrecht, 17. Aufl. 1999, § 52 V; Quack in Münchener Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch – Band 6 Sachenrecht: §§ 854–1296, 4. Aufl. 2004, § 935, Rdnr. 11.

Für eine differenzierende Bewertung dieser Fallgestaltung gibt es keinen hinreichenden Anlass. Außerdem ist eine Differenzierung gegenüber der sonstigen Behandlung des Besitzdieners dogmatisch nicht konsequent.18

18 Baur/Stürner § 52 V.

Anmerkungen

Die wörtliche Übernahme von zwei Sätzen wird nicht gekennzeichnet, sondern in der Nennung der Quelle an zweiter Stelle kaschiert. Der erste Beleg wird auch in der Quelle genannt. Schon im vorausgehenden Satz wird die Quelle paraphrasiert.

Sichter
SleepyHollow02

[11.] Analyse:Ma/Fragment 094 12 - Diskussion
Bearbeitet: 15. June 2013, 15:44 SleepyHollow02
Erstellt: 4. January 2013, 08:34 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Ma, Münchener Kommentar Bd6, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 94, Zeilen: 12-14, 107-112
Quelle: Münchener_Kommentar_Bd6
Seite(n): 877, Zeilen: Rn 1
[...]191 Deshalb ist an abhandengekommenen Kulturgütern aufgrund kultureller Beutenahme der Erwerb vom Nichtberechtigten i.d.R. ausgeschlossen.192

191 Wiegand in Staudinger – BGB: Buch 3 Sachenrecht, 2004, § 935, Rdnr. 1–5. Der Eigentümer kann in den Fällen der §§ 932 bis 934 jedenfalls besser als der Erwerber die Vertrauenswürdigkeit dessen überprüfen, dem er den Besitz überlässt. Hat aber der Eigentümer die Verfügung des Nichtberechtigten nicht durch Besitzüberlassung ermöglicht, lässt das Gesetz das Interesse eines erleichterten und sicheren Rechtsverkehrs hinter dem Bestandsschutz des Eigentums zurücktreten, Quack in Münchener Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch – Band 6 Sachenrecht: §§ 854–1296, 4. Aufl. 2004, § 935, Rdnr. 1–4.

192 Quack in Münchener Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch – Band 6 Sachenrecht: §§ 854–1296, 4. Aufl. 2004, § 935, Rdnr. 1–4.

Der Eigentümer kann in den Fällen der §§ 932 bis 934 jedenfalls besser als der Erwerber die Vertrauenswürdigkeit dessen überprüfen, dem er den Besitz überlässt. Hat aber der Eigentümer die Verfügung des Nichtberechtigten nicht durch Besitzüberlassung ermöglicht, lässt das Gesetz das Interesse eines erleichterten und sicheren Rechtsverkehrs hinter dem Bestandsschutz des Eigentums zurücktreten. Deshalb ist an abhanden gekommenen Sachen der Erwerb vom Nichtberechtigten idR ausgeschlossen.
Anmerkungen

Wiederholung von Ma/Fragment_076_27, weitere Wiederholung in Fragment_097_101.

Sichter
SleepyHollow02

[12.] Analyse:Ma/Fragment 095 05 - Diskussion
Bearbeitet: 5. January 2013, 10:41 SleepyHollow02
Erstellt: 4. November 2012, 20:17 (SleepyHollow02)
Fragment, Gesichtet, Ma, Rudolph 2007, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 095, Zeilen: 05-09
Quelle: Rudolph 2007
Seite(n): 230, Zeilen: 17-21
Trotz der Mitwirkung an der Besitzübertragung und des darin zum Ausdruck kommenden Einverständnisses sind jedoch dann Zweifel an der Freiwilligkeit des Besitzverlusts angebracht, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass in rechtswidriger Weise auf den Willen bei der Besitzaufgabe von außen eingewirkt worden ist. Trotz seiner Mitwirkung an der Besitzübertragung und des darin zum Ausdruck kommenden Einverständnisses damit sind jedoch immerhin dann Zweifel an der Freiwilligkeit des Besitzverlusts angebracht, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass in rechtswidriger Weise auf den Willen des Eigentümers eingewirkt worden ist.
Anmerkungen

Wortlautnahe Übernahme, die sich erneut auf Ma99, Ma125 f. und Ma126 (!) findet. Am Ende des folgeden Satzes verweist der Autor - inhaltlich nicht passend - auf "Quack in Münchener Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch – Band 6 Sachenrecht: §§ 854–1296, 4. Aufl. 2004, § 935, Rdnr. 9". Quack wird bei Rudolph an zweiter Stelle eines "Vgl."-Verweises angegeben, mit der besser passenden Randnummer 8.

Sichter
PlagProf:-)

[13.] Analyse:Ma/Fragment 097 101 - Diskussion
Bearbeitet: 15. June 2013, 15:52 SleepyHollow02
Erstellt: 4. January 2013, 08:40 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Ma, Münchener Kommentar Bd6, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 97, Zeilen: 101-106
Quelle: Münchener_Kommentar_Bd6
Seite(n): 877, Zeilen: Rn 1
----

201 [...] Der Eigentümer kann in den Fällen der §§ 932 bis 934 BGB jedenfalls besser als der Erwerber die Vertrauenswürdigkeit dessen überprüfen, dem er den Besitz überlässt. Hat aber der Eigentümer die Verfügung des Nichtberechtigten nicht durch Besitzüberlassung ermöglicht, lässt das Gesetz das Interesse eines erleichterten und sicheren Rechtsverkehrs hinter dem Bestandsschutz des Eigentums zurücktreten, Quack in Münchener Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch – Band 6 Sachenrecht: §§ 854–1296, 4. Aufl. 2004, § 935, Rdnr. 1–4.

Der Eigentümer kann in den Fällen der §§ 932 bis 934 jedenfalls besser als der Erwerber die Vertrauenswürdigkeit dessen überprüfen, dem er den Besitz überlässt. Hat aber der Eigentümer die Verfügung des Nichtberechtigten nicht durch Besitzüberlassung ermöglicht, lässt das Gesetz das Interesse eines erleichterten und sicheren Rechtsverkehrs hinter dem Bestandsschutz des Eigentums zurücktreten.
Anmerkungen

Wiederholung von Ma/Fragment_076_27 sowie Fragment_094_12.

Sichter
SleepyHollow02

[14.] Analyse:Ma/Fragment 097 32 - Diskussion
Bearbeitet: 2. December 2012, 16:30 SleepyHollow02
Erstellt: 5. November 2012, 07:23 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Ma, Rudolph 2007, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 97, Zeilen: 32-33
Quelle: Rudolph_2007
Seite(n): 230, Zeilen: 4-9
Da der Wille zur Besitzaufgabe rein tatsächlicher, nicht rechtsgeschäftlicher Natur ist, ändern weder die Nichtigkeit des Rechtsgeschäfts, zu dessen Erfüllung [S. 98:] der Eigentümer die Sache dem Erwerber übergeben hat, noch die Nichtigkeit der Eigentumsübertragung etwas daran, dass er seinen Besitz freiwillig aufgegeben hat. Der Wille zur Besitzaufgabe ist rein tatsächlicher, nicht rechtsgeschäftlicher Natur.

Demnach ändern weder die Nichtigkeit des Rechtsgeschäfts, zu dessen Erfüllung der Eigentümer die Sache dem Erwerber übergeben hat, noch die Nichtigkeit der Eigentumsübertragung etwas daran, dass er seinen Besitz freiwillig aufgegeben hat.

Anmerkungen

Fortsetzung in Ma/Fragment_098_01.

Sichter
SleepyHollow02

[15.] Analyse:Ma/Fragment 098 01 - Diskussion
Bearbeitet: 14. June 2013, 19:46 SleepyHollow02
Erstellt: 4. November 2012, 19:14 (SleepyHollow02)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Ma, Rudolph 2007, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 098, Zeilen: 01-09
Quelle: Rudolph 2007
Seite(n): 230, Zeilen: 05-16
[S. 97:]

Ein Besitzverlust ausdrücklich gegen den Willen des Besitzers ist dagegen nicht erforderlich. Da der Wille zur Besitzaufgabe rein tatsächlicher, nicht rechtsgeschäftlicher Natur ist, ändern weder die Nichtigkeit des Rechtsgeschäfts, zu dessen Erfüllung [S. 98:] der Eigentümer die Sache dem Erwerber übergeben hat, noch die Nichtigkeit der Eigentumsübertragung etwas daran, dass er seinen Besitz freiwillig aufgegeben hat. Infolgedessen ist ein Kulturgut, das seinem jüdischen Eigentümer während der nationalsozialistischen Herrschaft durch Rechtsgeschäft entzogen worden ist, nicht schon deshalb als abhandengekommen i.S.d. § 935 Abs. 1 S. 1 BGB zu qualifizieren, weil die Einigung über den Übergang des Eigentums ebenso wie das ihr zugrunde liegende Rechtsgeschäft wegen Sittenwidrigkeit gemäß § 138 Abs. 1 BGB oder wegen Verstoßes gegen ein Verbotsgesetz gemäß § 134 BGB nichtig ist.202


202 Vgl. Rudolph, Restitution von Kunstwerken aus jüdischem Besitz – Dingliche Herausgabeansprüche nach deutschem Recht, 2007, S. 230–233.

Der Wille zur Besitzaufgabe ist rein tatsächlicher, nicht rechtsgeschäftlicher Natur.

Demnach ändern weder die Nichtigkeit des Rechtsgeschäfts, zu dessen Erfüllung der Eigentümer die Sache dem Erwerber übergeben hat, noch die Nichtigkeit der Eigentumsübertragung etwas daran, dass er seinen Besitz freiwillig aufgegeben hat.727 Ein Kunstwerk, das seinem jüdischen Eigentümer während der nationalsozialistischen Herrschaft durch Rechtsgeschäft entzogen worden ist, kann also nicht schon deshalb als abhanden gekommen im Sinne des § 935 Abs. 1 S. 1 BGB angesehen werden, weil die Einigung über den Übergang des Eigentums daran ebenso wie das ihr zugrunde liegende Rechtsgeschäft wegen Sittenwidrigkeit gemäß § 138 Abs. 1 BGB oder wegen Verstoßes gegen ein Verbotsgesetz gemäß § 134 BGB nichtig ist.


727 Vgl. Staudinger-Wiegand, § 935, Rn. 12; OLG Frankfurt a. M. v. 2.9.1948, NJW 1949, S. 429 f. [430].

Anmerkungen

Die mit "Vgl." eingeleitete Quellenangabe läßt nicht erkennen, daß es sich um eine fast wörtliche Übernahme handelt, zumal ein längerer Abschnitt (S. 230-232) referenziert ist. Die zahlreichen wörtlichen Zitate in Anführungsstrichen (nicht zuletzt aus Rudolph 2007) zeigen, daß Verf. wörtliche Übernahmen zu kennzeichnen weiß.

Sichter
PlagProf:-)

[16.] Analyse:Ma/Fragment 107 06 - Diskussion
Bearbeitet: 22. March 2014, 15:10 Schumann
Erstellt: 6. November 2012, 19:31 (SleepyHollow02)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Ma, Rudolph 2007, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 107, Zeilen: 06-14
Quelle: Rudolph 2007
Seite(n): 234, Zeilen: 08-14
Die Gegenansicht, wonach jegliche Mitwirkung des Eigentümers an der Besitzübertragung seinem freien Willen entspreche, vermag bei lebensnaher Betrachtung gerade innerhalb der Frage des gutgläubigen Erwerbs zuvor unrechtmäßig verstaatlichter Kulturgüter nicht zu überzeugen.233

War der Eigentümer der Überzeugung, ihm bliebe nichts anderes übrig, als die Sache dem in seinen Augen Befugten zu übergeben, weil dieser sie ihm andernfalls mit Gewalt wegnehmen würde, so kann – der Klarstellung des Landgerichts Ansbach folgend – von einer ‚freiwilligen‘ Besitzübertragung keine Rede sein.234


233 Vgl. Rudolph, Restitution von Kunstwerken aus jüdischem Besitz – Dingliche Herausgabeansprüche nach deutschem Recht, 2007, S. 233–236.

234 Vgl. LG Ansbach, NJW 1952, S. 592; Westermann/Gursky/Pinger, Sachenrecht – Grundlagen und Recht der beweglichen Sachen, 6. Aufl. 1990, § 49 I 4.

Diese vermag deshalb nicht zu überzeugen, weil die ihr zugrunde liegende Prämisse, wonach eine wie auch immer geartete Mitwirkung des Eigentümers an der Besitzübertragung seinem freien Willen entspreche, bei lebensnaher Betrachtung nicht haltbar ist. War der Eigentümer der Überzeugung, ihm bliebe nichts anderes übrig, als die Sache dem in seinen Augen Befugten zu übergeben, weil dieser sie ihm andernfalls mit Gewalt wegnehmen würde, so kann von einer freiwilligen Besitzübertragung keine Rede sein.742

742 Vgl. LG Ansbach, NJW 1952, S. 592; Westermann, Sachenrecht, § 49 I 4.

Anmerkungen

Wortlautnah übernommen; Quelle wird in Fn.233 nur pauschal (233-236) genannt.

Sichter
PlagProf:-)

[17.] Analyse:Ma/Fragment 1132 01 - Diskussion
Bearbeitet: 14. June 2013, 11:14 SleepyHollow02
Erstellt: 13. June 2013, 19:08 (PlagProf:-))
Fragment, Gesichtet, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, Siegfried 2006, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 1132, Zeilen: 1-15
Quelle: Siegfried_2006
Seite(n): 50, Zeilen: 102-113
Der United States Attorney for the Southern District of New York legte Frederick Schultz, einem prominenten Kunst- und Antiquitätenhändler aus New York City, im Juli 2001 zur Last, entgegen dem NSPA zwischen 1990 und 1996 gestohlene Kulturgüter erhalten, besessen und verkauft zu haben. Bei den gestohlenen Kulturgütern handelte es sich um unterschiedliche archäologische Objekte Ägyptens, die entgegen den Grundsätzen der ägyptischen Loi n° 117 portant promulgation de la loi sur la protection des antiquités vom 6. August 1983 illegal durch einen englischen Restaurator namens Jonathan Tokeley Parry aus Ägypten ausgeführt wurden. Die Loi n° 117 vom 6. August 1983 bestimmt, dass alle unentdeckten Kulturgüter nach dem Jahre 1983 ipso jure im Eigentum des ägyptischen Staates stehen und nur nach der Erteilung einer offiziellen Genehmigung ausgeführt werden dürfen. Um die illegale Ausfuhr zu verheimlichen, restaurierte Jonathan Tokeley Parry diese Güter im Stil der zwanziger Jahre und gründete zusammen mit Frederick Schultz die fiktive Thomas Alcock Collection von 1920. Schultz wurde im Juli 2001 vom United States Attorney for the Southern District of New York angeklagt entgegen dem NSPA zwischen 1990 und 1996 gestohlene Kulturgüter erhalten, besessen und verkauft zu haben. Bei den gestohlenen Kulturgütern handelte es sich um verschiedenste ägyptische Artefakte, die entgegen dem ägyptischen Gesetz von 1983 illegal durch einen englischen Restaurator namens Jonathan Tokeley Parry ausgeführt wurden. Das ägyptische Gesetz [Law No. 117 of 1983 on the protection of antiquities (nicht offizielle UNESCO-Übersetzung)] sieht vor, dass alle unentdeckten Kulturgüter nach 1983 ipso jure ins Eigentum des Staates fallen und nur mit dessen Zustimmung ausgeführt werden dürfen. Um die illegale Ausfuhr zu vertuschen, restaurierte Perry diese Güter im Stil der zwanziger Jahre und gründete mit Schultz zusammen die fiktive Thomas Alcock Collection von 1920.
Anmerkungen

Kein Verweis auf Siegfried.

Sichter
SleepyHollow02

[18.] Analyse:Ma/Fragment 1146 10 - Diskussion
Bearbeitet: 14. June 2013, 11:24 SleepyHollow02
Erstellt: 13. June 2013, 19:31 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, Siegfried 2006

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 1146, Zeilen: 10-29
Quelle: Siegfried_2006
Seite(n): 35, 42, 43, Zeilen: S. 35: 8-11, S. 42: 16 ff., S. 43: 1-2
Vorausgesetzt wird, dass die Sache zum kulturellen Erbe eines Staates zählt und ein Verstoß gegen eine ausländische Ausfuhrbestimmung vorliegt. Nicht erfasst werden private Museen und sich nicht in öffentlicher Trägerschaft befindliche kulturelle Institutionen,117 die weiterhin ungehindert unrechtmäßig aus einem kulturellen Ursprungsstaat ausgeführte Güter erwerben können.118 Da es im Gegensatz zu Art. 15 Abs. 1 b) (kulturelle Institutionen des Bundes) bei Art. 16 Abs. 1 b) (im Kunsthandel und Auktionswesen tätige Personen) nur darauf ankommt, ob das Kulturgut illegal i.S.v. Art. 2 Abs. 5 des Kulturgütertransfergesetzes vom 20. Juni 2003 in die Schweiz eingeführt wurde, beeinträchtigen die mangelnde Verletzung des Exportgesetzes des betroffenen kulturellen Ursprungsstaates sowie die fehlende Zugehörigkeit zu dessen kulturellem Erbe die Schutzwirkung von Art. 16 Abs. 1 b) des Kulturgütertransfergesetzes vom 20. Juni 2003 nicht (es spielt also keine Rolle, ob es sich um einen Teil des kulturellen Erbes des betreffenden Staates handelt).119 Da es somit im Unterschied zu Art. 15 Abs. 1 b) des Kulturgütertransfergesetzes vom 20. Juni 2003 nach Art. 16 Abs. 1 b) im Kunsthandel und Auktionswesen zusätzlich darauf ankommt, dass das Kulturobjekt illegal in die Schweiz eingeführt wurde, richtet sich der Verstoß gegen die kulturgüterspezifischen Importkontrollbestimmungen der Schweiz und nicht allein gegen ausländische Exportvorschriften. So darf bspw. ein Auktionshaus in der Schweiz kein irakisches Kunstwerk versteigern, das weder zum [Teil des irakischen kulturellen Erbes gehört, noch nach dessen Exportvorschriften geschützt wird, aber durch die Verordnung über Wirtschaftsmassnahmen gegenüber der Republik Irak vom 28. Mai 2003 des Bundes nicht in die Schweiz eingeführt werden darf.120]

117 Der Gesetzgeber des Kulturgütertransfergesetzes [...] Vgl. Siegfried, Internationaler Kulturgüterschutz in der Schweiz – Das Bundesgesetz über den internationalen Kulturgütertransfer (Kulturgütertransfergesetz, KGTG), 2007, S. 21–25.

118 Vgl. auch Siegfried, Internationaler Kulturgüterschutz in der Schweiz – Das Bundesgesetz über den internationalen Kulturgütertransfer (Kulturgütertransfergesetz, KGTG), 2007, S. 41.

119 Siegfried, Internationaler Kulturgüterschutz in der Schweiz – Das Bundesgesetz über den internationalen Kulturgütertransfer (Kulturgütertransfergesetz, KGTG), 2007, S. 41.

120 Siegfried, Internationaler Kulturgüterschutz in der Schweiz – Das Bundesgesetz über den internationalen Kulturgütertransfer (Kulturgütertransfergesetz, KGTG), 2007, S. 41.

Im Unterschied zu Art. 15 Abs. 1 lit. b KGTG kommt es im Kunsthandel und Auktionswesen zusätzlich darauf an, ob das Kulturobjekt illegal in die Schweiz eingeführt wurde (Art. 16 Abs. 1 lit. b KGTG).

[S. 42]

Vorausgesetzt wird in Art. 15 Abs. 1 lit. b KGTG, dass die Sache zum Teil des kulturellen Erbes eines Staates zählt und ein Verstoss gegen eine ausländische Ausfuhrbestimmung vorliegt. Nicht erfasst werden die privaten Museen, die weiterhin ungehindert die betreffenden Güter erwerben können. Eingeschränkt wird in Art. 16 Abs. 1 KGTG zusätzlich auch die Übertragung im Kunsthandel und Auktionswesen. Im Gegensatz zu Art. 15 Abs. 1 lit. b KGTG kommt es bei Art. 16 Abs. 1 lit. b KGTG nur darauf an, ob das Kulturgut illegal i.S.v. Art. 2 Abs. 5 KGTG in die Schweiz eingeführt wurde. Die mangelnde Verletzung des Exportgesetzes des betroffenen Vertragsstaates sowie die fehlende Zugehörigkeit zu dessen kulturellem Erbe beeinträchtigt die Schutzwirkung von Art 16 Abs. 1 lit. b KGTG nicht. So darf z.B. ein Auktionshaus in der Schweiz kein irakisches Kunstwerk versteigern, das weder zum Teil des irakischen kulturellen Erbes gehört, noch nach dessen Exportvorschriften geschützt wird, aber durch eine Verordnung des Bundes nicht in die Schweiz eingeführt werden darf.70


70 Vgl. Verordnung über Wirtschaftsmassnahmen gegenüber der Republik Irak vom 28. Mai 2003, SR 946.206.

Anmerkungen

Zwei direkte Verweise auf Siegfried, einmal "Vgl.", einmal "Vgl. auch", aber keiner mit einer richtigen Seitenzahl. Die wörtlichen Übernahmen werden daraus nicht ersichtlich (genauer: wer den Text der Arbeit mit S. 41 bei Siegfried vergleicht, kann gar nicht den Eindruck einer wörtlichen Übernahme haben).

Sichter
SleepyHollow02

[19.] Analyse:Ma/Fragment 1147 01 - Diskussion
Bearbeitet: 19. June 2013, 16:30 SleepyHollow02
Erstellt: 13. June 2013, 19:38 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, Siegfried 2006

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 1147, Zeilen: 1-4
Quelle: Siegfried_2006
Seite(n): 42, 43, Zeilen: S. 42: 28-30, S. 43: 1-2
[So darf bspw. ein Auktionshaus in der Schweiz kein irakisches Kunstwerk versteigern, das weder zum] Teil des irakischen kulturellen Erbes gehört, noch nach dessen Exportvorschriften geschützt wird, aber durch die Verordnung über Wirtschaftsmassnahmen gegenüber der Republik Irak vom 28. Mai 2003 des Bundes nicht in die Schweiz eingeführt werden darf.120

120 Siegfried, Internationaler Kulturgüterschutz in der Schweiz – Das Bundesgesetz über den internationalen Kulturgütertransfer (Kulturgütertransfergesetz, KGTG), 2007, S. 41.

So darf z.B. ein Auktionshaus in der Schweiz kein irakisches Kunstwerk versteigern, das weder zum Teil des irakischen kulturellen Erbes gehört, noch nach dessen Exportvorschriften geschützt wird, aber durch eine Verordnung des Bundes nicht in die Schweiz eingeführt werden darf.70

70 Vgl. Verordnung über Wirtschaftsmassnahmen gegenüber der Republik Irak vom 28. Mai 2003, SR 946.206.

Anmerkungen

Ein Verweis auf Siegfried, allerdings mit falscher Seitenzahl. Die wörtlichen Übernahmen werden nicht gekennzeichnet. Teilidentisch mit Fragment_1146_10. Identisch auch der Kommafehler (weder, noch).

Sichter
SleepyHollow02

[20.] Analyse:Ma/Fragment 163 33 - Diskussion
Bearbeitet: 14. June 2013, 11:47 SleepyHollow02
Erstellt: 7. November 2012, 15:46 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, Siegfried 2006

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 163, Zeilen: 33-37
Quelle: Siegfried_2006
Seite(n): 87, Zeilen: 28-33
Die Höhe der Entschädigung richtet sich danach, ob der gutgläubige Käufer tatsächlich Eigentum erworben hat oder nicht. Während im ersten Fall eine angemessene Entschädigung gezahlt werden muss, ist im zweiten Fall nur ein dem Kaufpreis, den der Besitzer bezahlt hat, entsprechender Betrag zu gewähren.411

411 Vgl. Siegfried, Internationaler Kulturgüterschutz in der Schweiz – Das Bundesgesetz über den internationalen Kulturgütertransfer (Kulturgütertransfergesetz, KGTG), 2007, S. 87.

Die Höhe der Entschädigung unterscheidet sich je nach dem, ob der gutgläubige Käufer tatsächlich Eigentum erworben hat oder nicht. Im ersten Fall muss eine angemessene Entschädigung bezahlt werden. Im zweiten Fall ist ein dem Kaufpreis, den der Besitzer bezahlt hat, entsprechender Betrag zu gewähren.
Anmerkungen

"Vgl."-Verweis auf Siegfried. Fortsetzung von Fragment_163_16, dazwischen nur der Wortlaut der genannten Vorschrift. Angesichts des übersichtlichen Umfangs, der zutreffenden Quellenangabe und der nicht allzu zahlreichen Formulierungsalternativen wäre auch eine Einordnung als kW möglich.

Sichter
SleepyHollow02

[21.] Analyse:Ma/Fragment 164 13 - Diskussion
Bearbeitet: 14. June 2013, 11:49 SleepyHollow02
Erstellt: 7. November 2012, 13:03 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, Siegfried 2006

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 164, Zeilen: 13-22
Quelle: Siegfried_2006
Seite(n): 41, Zeilen: 3-11
Das Problem der Kompensationsberechtigung stellt sich dementsprechend innerhalb des Bundesgesetzes über den internationalen Kulturgütertransfer (Kulturgütertransfergesetz, KGTG) vom 20. Juni 2003 nicht, da sich die Vorschrift des Art. 9 am Rückforderungsrecht des Zivilrechts nach Art. 934 Abs. 1 ZGB i.V.m. Art. 933 Abs. 1 ZGB sowie an den obligationenrechtlichen Ansprüchen aus Rechts- oder Sachmängelgewährleistung nach Art. 195 Abs. 1 Ziff. 2 OR und Art. 208 Abs. 2 OR orientiert. Diese Angleichung verhindert eine Konkurrenzsituation zwischen den Rechtsbehelfen sowie eine Ungleichbehandlung von klagendem ausländischen Staat und inländischem Kläger.412

412 Vgl. Siegfried, Internationaler Kulturgüterschutz in der Schweiz – Das Bundesgesetz über den internationalen Kulturgütertransfer (Kulturgütertransfergesetz, KGTG), 2007, S. 40–41; Wieser, [...]

Das bei der UNESCO-Konvention dargestellte Problem über die Entschädigung stellt sich beim KGTG nicht, da sich die Vorschrift von Art. 9 KGTG am Rückforderungsrecht des Zivilrechts gemäss Art. 934 Abs. 1 ZGB i.V.m. Art. 933 Abs. 1 ZGB sowie an den obligationenrechtlichen Ansprüchen aus Rechts- oder Sachmängelgewährleistung (Art. 195 Abs. 1 Ziff. 2 OR und Art. 208 Abs. 2 OR) orientiert. Diese Angleichung verhindert eine Konkurrenzsituation zwischen den Rechtsbehelfen sowie eine Ungleichbehandlung von klagendem ausländischen Staat und inländischem Kläger.
Anmerkungen

Erwähnung von Siegfried nur als "Vgl." und ohne Angabe der exakten Seitenzahl. Die wörtlichen Übernahmen werden nicht erkenntlich.

Sichter
SleepyHollow02

[22.] Analyse:Ma/Fragment 170 26 - Diskussion
Bearbeitet: 14. June 2013, 11:10 SleepyHollow02
Erstellt: 7. November 2012, 16:09 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, Siegfried 2006

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 170, Zeilen: 26-29
Quelle: Siegfried_2006
Seite(n): 27, Zeilen: 15-18
Damit bemisst sich die Entschädigung am Kaufpreis der Sache. Zu berücksichtigen sind auch die notwendigen und nützlichen Aufwendungen, wie beispielsweise konservatorische Maßnahmen zur Bewahrung und Erhaltung des Kulturguts.435

435 Vgl. Siegfried, Internationaler Kulturgüterschutz in der Schweiz – Das Bundesgesetz über den internationalen Kulturgütertransfer (Kulturgütertransfergesetz, KGTG), 2007, S. 27–29.

Die Entschädigung bemisst sich am Kaufpreis der Sache. Zu berücksichtigen sind auch die notwendigen und nützlichen Aufwendungen, wie beispielsweise konservatorische Massnahmen zur Bewahrung und Erhaltung des Kulturguts.
Anmerkungen

"Vgl." Verweis auf Siegfried ohne Angabe der genauen Seitenzahl. Wegen der relativen Kürze des Fragments, verbunden mit einer wenigstens ungefähren Quellenangabe für eine eher juristisch-technische Aussage, wäre hier auch kW vertretbar.

Sichter
SleepyHollow02

[23.] Analyse:Ma/Fragment 175 08 - Diskussion
Bearbeitet: 22. March 2014, 16:35 Guckar
Erstellt: 26. November 2012, 13:50 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, Spaun 2003

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 175, Zeilen: 8-10
Quelle: Spaun 2003
Seite(n): 224, Zeilen: 5-7
Der Anspruch besteht insbesondere unabhängig davon, ob der Anspruchsgegner nach nationalen Rechtsvorschriften Eigentum am betreffenden Objekt erworben hat.450

450 Vgl. Spaun, Der Herausgabeanspruch bei Diebstahl oder illegalem Export von Kulturgütern, 2003, S. 224–228.

Der Anspruch besteht insbesondere unabhängig davon, ob der Anspruchsgegner nach nationalen Rechtsvorschriften Eigentum am betreffenden Objekt erworben hat.
Anmerkungen

Ein wörtliches Zitat wird zu einem "Vgl."-Verweis auf fünf Seiten bei Spaun.

Sichter
Schumann

[24.] Analyse:Ma/Fragment 193 14 - Diskussion
Bearbeitet: 22. March 2014, 16:36 Guckar
Erstellt: 26. November 2012, 14:11 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, Spaun 2003

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 193, Zeilen: 14-20
Quelle: Spaun 2003
Seite(n): 234, Zeilen: 21-26
Um die Rückführungspflicht für Staaten mit liberalerer Einstellung zum Kulturgüterverkehr akzeptabler zu machen, wurde somit nicht nur ein Entschädigungsanspruch des gutgläubigen Erwerbers statuiert, sondern dieser auch an weniger strenge Anforderungen geknüpft als im Hinblick auf gestohlene Kulturgüter.528 Insbesondere wurde keine Umkehr der Beweislast hinsichtlich der Einhaltung der gebührenden Sorgfalt eingeführt.529

528 Vgl. Spaun, Der Herausgabeanspruch bei Diebstahl oder illegalem Export von Kulturgütern, 2003, S. 233–236, unter Berufung auf die Ausführungen bei Müller-Katzenburg, Internationale Standards im Kulturgüterverkehr, 1996, S. 107.

529 Vgl. Spaun, Der Herausgabeanspruch bei Diebstahl oder illegalem Export von Kulturgütern, 2003, S. 233–236.

Um die Rückführungspflicht für Staaten mit liberalerer Einstellung zum Kulturgüterverkehr akzeptabler zu machen, wurde nicht nur ein Entschädigungsanspruch des gutgläubigen Erwerbers eingeführt, sondern dieser auch an weniger strenge Anforderungen geknüpft als im Hinblick auf gestohlene Kulturgüter.265 Insbesondere wurde keine Umkehr der Beweislast hinsichtlich der Einhaltung der gebührenden Sorgfalt eingeführt.

265 Müller-Katzenburg (1996) 107.

Anmerkungen

Fast vollständig wörtlich übernommen, aber nur zwei "Vgl."-Verweise auf vier Seiten bei Spaun.

Sichter
Schumann

[25.] Analyse:Ma/Fragment 392 10 - Diskussion
Bearbeitet: 22. March 2014, 15:55 Schumann
Erstellt: 8. April 2013, 17:45 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Ma, SMWFragment, Schack 2003, Schutzlevel

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 392, Zeilen: 10-13
Quelle: Schack_2003
Seite(n): 1433, 1434, Zeilen: 1433: 28-29, 1434: 1-3
Dieser objektivierte Maßstab erlaubt der Rechtsprechung, bereichsspezifische Sorgfaltsanforderungen festzulegen, die beim Erwerb von Kraftfahrzeugen (Vorlage des Fahrzeugbriefs!) oder wertvollen Kunstgegenständen durchaus schärfer ausfallen können als beim Erwerb gewöhnlicher Sachen.230

230 Vgl. Schack, Gutgläubiger Erwerb gestohlener Kunstgegenstände, in: Nakamura, Hideo u.a., Festschrift für Kostas E. Beys – Dem Rechtsdenker in attischer Dialektik, Zweiter Band, 2003, S. 1425–1446, S. 1433–1434.

[Seite 1433]

Dieser objektivierte Maßstab erlaubt der Rechtsprechung, bereichsspezifische Sorg-

[Seite 1434]

faltsanforderungen festzulegen, die beim Erwerb von Kraftfahrzeugen (Vorlage des Fahrzeugbriefs!) oder wertvollen Kunstgegenständen durchaus schärfer ausfallen können als beim Erwerb gewöhnlicher Sachen.

Anmerkungen

Wörtliche Übernahme, nur ein "Vgl."-Verweis auf Schack.

Sichter
Schumann

[26.] Analyse:Ma/Fragment 397 14 - Diskussion
Bearbeitet: 15. June 2013, 15:46 SleepyHollow02
Erstellt: 4. January 2013, 09:23 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Ma, Münchener Kommentar Bd6, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 397, Zeilen: 14-19
Quelle: Münchener_Kommentar_Bd6
Seite(n): 847, Zeilen: Rn 1
Die Konstruktion des gutgläubigen Mobiliarerwerbs innerhalb des BGB will somit den Rechtsverkehr und das Vertrauen des Erwerbers im Regelfall mit Vorrang vor dem Eigentümer schützen, wenn die äußeren Anknüpfungspunkte für den Rechtserwerb (d.h. die Übergabe) und damit der durch die Besitzverschaffungsmacht begründete Rechtsschein verwirklicht sind.254

254 Vgl. Quack in Münchener Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch – Band 6 Sachenrecht: §§ 854–1296, 4. Aufl. 2004, § 932, Rdnr. 1 und 3.

... dass das Gesetz den Rechtsverkehr und das Vertrauen des Erwerbers im Regelfall mit Vorrang vor dem Eigentümer schützen will, wenn die äußeren Anknüpfungspunkte für den Rechtserwerb (Übergabe), dh. der durch die Besitzverschaffungsmacht begründete Rechtsschein, verwirklicht sind.
Anmerkungen

Gerade für einen "Vgl."-Verweis auf zwei separate Randnummern wird hier zuviel Text wörtlich übernommen.

Sichter
SleepyHollow02

[27.] Analyse:Ma/Fragment 398 01 - Diskussion
Bearbeitet: 23. March 2014, 14:49 Schumann
Erstellt: 12. December 2012, 14:20 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Gursky Pfeifer Wiegand 2004, Ma, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 398, Zeilen: 1-11
Quelle: Gursky_Pfeifer_Wiegand_2004
Seite(n): 412-413, Zeilen: Rn 56, 57
[Schon unmittelbar nach Inkrafttreten des BGB in Deutschland hat das Reichsgericht die Systematik des gutgläubigen Fahrniserwerbs hinsichtlich des anzuwendenden Sorgfaltsmaßstabs auf Seiten des Erwerbers wie folgt interpretiert: Das Reichsgericht war der Meinung, dass das Gesetz davon ausgehe, dass von] dem Erwerber ein gewisses Maß an Vorsicht geübt werde, „dass er diejenige Prüfung in Ansehung des Rechts seines Vormannes nicht unterlasse, die nach den gegebenen Umständen zu erwarten ist und deren Nichtvornahme schlechthin mit dem Verhalten eines ordentlichen Mannes unverträglich ist“255. Mit dieser Entscheidung war bereits die Grundlage für die später sog. Nachforschungsbemühungen auf Erwerberseite geschaffen worden. Bei der Konkretisierung dieser noch sehr allgemein gehaltenen Formulierung lässt die Rechtsprechung des Reichsgerichts und der späteren Bundesgerichte keine einheitliche Linie erkennen, was indessen auch hier in der Natur der Sache liegt256. Hinsichtlich der praktischen Applikation solcher Nachforschungsobliegenheiten standen von Anfang an Sicherungsgeschäfte im Vordergrund [...]

255 RGZ 58, 162, S. 164.

256 So die Wertung bei Wiegand in Staudinger – BGB: Buch 3 Sachenrecht, 2004, § 932, Rdnr. 55–60.

[Seite 412]

Schon unmittelbar nach Inkrafttreten des BGB hat das RG die neue Regelung (...) folgendermaßen interpretiert: "... geht das Gesetz davon aus, dass von dem Erwerber ein gewisses Maß an Vorsicht geübt werde, dass er diejenige Prüfung in Ansehung des Rechts seines Vormannes nicht unterlasse, die nach den gegebenen Umständen zu erwarten ist und deren Nichtvornahme schlechthin mit dem Verhalten eines ordentlichen Mannes unverträglich ist" (RGZ 58, 162, 164). Damit war bereits in der ersten Entscheidung zu § 932 Abs 2 die Grundlage für die später so genannten "Nachforschungspflichten" geschaffen worden. Bei der Konkretisierung dieser noch sehr allgemein gehaltenen Formulierung lässt die Rspr des RG keine bestimmte Linie erkennen, was indessen auch hier in der Natur der Sache liegt.

[Seite 413]

[...] Von Anfang an stehen Sicherungsgeschäfte im Vordergrund.

Anmerkungen

Ma übernimmt von Wiegand nicht nur "die Wertung", sondern dessen gesamten Gedankengang, viel vom Wortlaut sowie die neue deutsche Rechtschreibung ("dass er diejenige...") in dem Zitat aus dem Urteil von 1904. Zudem setzt Ma dort die Anführungszeichen zehn Wörter zu spät.

Sichter
SleepyHollow02

[28.] Analyse:Ma/Fragment 406 16 - Diskussion
Bearbeitet: 22. March 2014, 15:21 Schumann
Erstellt: 7. January 2013, 16:21 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Ma, Münchener Kommentar Bd6, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 406, Zeilen: 16-20
Quelle: Münchener_Kommentar_Bd6
Seite(n): 857, Zeilen: Rn 43
[...] begründet die konkrete Situation, also die trotz konkreter Verdachtslage unterlassene Nachforschung selbst, die Bösgläubigkeit. Die Bestimmung der notwendigen Verifizierungsbemühungen dient damit nur der argumentativen Konkretisierung der Verdachtslage und als Begründung für ihr Vorliegen.289

289 Vgl. Quack in Münchener Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch – Band 6 Sachenrecht: §§ 854–1296, 4. Aufl. 2004, § 932, Rdnr. 41–48.

Vielmehr begründet die konkrete Situation, also die trotz konkreter Verdachtslage unterlassene Nachforschung selbst, die Bösgläubigkeit. Die "Nachforschungspflicht" dient zur argumentativen Konkretisierung der Verdachtslage und als Begründung für ihr Vorliegen.
Anmerkungen

Trotz wörtlicher Übernahmen nur ein "Vgl."-Verweis auf acht Randnummern in der Quelle. Im direkten Anschluss folgt ein längeres, als solches gekennzeichetes wörtliches Zitat.

Sichter
SleepyHollow02

[29.] Analyse:Ma/Fragment 411 10 - Diskussion
Bearbeitet: 22. March 2014, 16:37 Guckar
Erstellt: 9. June 2013, 18:00 (PlagProf:-))
Fragment, Gesichtet, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, Spaun 2003, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 411, Zeilen: 10-19
Quelle: Spaun 2003
Seite(n): 227, Zeilen: 119-125
Bereits im Jahre 1996 stellte Müller-Katzenburg fest, dass sich in der internationalen Rechtsprechung eine Tendenz dahingehend abzeichne, dass ‚Profis‘ im Kunsthandel (jedenfalls bei besonders wertvollen Gegenständen) nicht nur von einer Erkundigungspflicht (Nachfrage nach der Provenienz, Forderung nach Belegen, Information über die Identität des Veräußerers), sondern ebenso von einer Nachforschungspflicht ausgehen müssen, um nicht als bösgläubig zu gelten. Für ‚Laien‘ konnte sie eine solche Verpflichtung (noch) nicht feststellen, hält aber eine Verschärfung von Rechtsprechung und Gesetzgebung in dieser Richtung für wünschenswert.304

304 Vgl. Müller-Katzenburg, Internationale Standards im Kulturgüterverkehr, 1996, S. 315.

Müller-Katzenburg stellte 1996 fest, dass sich in der internationalen Rechtsprechung eine Tendenz abzeichne, für die „Profis“ im Kunsthandel, jedenfalls bei besonders wertvollen Gegenständen, von vornherein nicht nur von einer Erkundigungspflicht (Nachfrage nach der Provenienz, Forderung nach Belegen, Information über die Identität des Veräußerers), sondern von einer Nachforschungspflicht auszugehen. Für „Laien“ konnte sie eine solche Verpflichtung (noch) nicht feststellen, hält aber eine Verschärfung von Rechtsprechung und Gesetzgebung in dieser Richtung für wünschenswert.
Anmerkungen

Ma gibt vor, selbst die Meinung von Müller-Katzenburg zu referieren. Tatsächlich stammt der Wortlaut von Spaun. Diese Arbeit wird hier nicht erwähnt.

Sichter
Schumann

[30.] Analyse:Ma/Fragment 418 11 - Diskussion
Bearbeitet: 22. March 2014, 15:23 Schumann
Erstellt: 7. January 2013, 16:40 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Ma, Münchener Kommentar Bd6, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 418, Zeilen: 11-23
Quelle: Münchener_Kommentar_Bd6
Seite(n): 855, Zeilen: Rn 36
Allgemein wird es somit für möglich gehalten, dass auch die soziale Gruppe, der der Erwerber angehört, ein wichtiges Kriterium zur Vermeidbarkeit einer Fehleinschätzung der Situation darstellt. Sie ist auch von Bedeutung für die Beurteilung der Frage, ob der Fehler in der konkreten Erwerbssituation ‚leicht‘ vermeidbar war und damit ‚grob fahrlässige Unkenntnis‘ hinsichtlich der Eigentumsposition des Veräußerers zu bejahen ist. Dementsprechend wird nicht nur für den (inter-)nationalen Kulturgüterverkehr, sondern allgemein davon ausgegangen, dass an einen Kaufmann, einen Bankier, eine Pfandkreditanstalt oder einen Rechtsanwalt bei der Beurteilung der Situation strengere Anforderungen zu stellen sind als an einen einfachen Arbeiter, der keinerlei Erfahrungen in dem Gebiet des Kulturguterwerbs und Kunsthandels insgesamt aufzuweisen hat. Zur Beurteilung des Sorgfaltsmaßstabs ist auch von Bedeutung, ob der Erwerber allgemein geschäftlich erfahren oder unerfahren ist. [...] ist auch die soziale Gruppe, der der Erwerber angehört, ein wichtiges Kriterium zur Vermeidbarkeit einer Fehleinschätzung der Situation. Sie ist auch von Bedeutung für die Beurteilung der Frage, ob der Fehler in der konkreten Erwerbssituation "leicht" vermeidbar war. An einen Kaufmann, einen Bankier, eine Pfandkreditanstalt81 oder einen Rechtsanwalt sind bei der Beurteilung der Situation strengere Anforderungen zu stellen als an einen Arbeiter.82 Von Bedeutung ist deshalb auch, ob der Erwerber ganz allgemein geschäftlich erfahren oder unerfahren ist.
Anmerkungen

Der Wortlaut der Quelle wird nahezu vollständig verwertet und durch Einschübe auf den Kulturgüterverkehr angepasst. Kurz zuvor wird die Quelle im Haupttext namentlich genannt. Der Satzbeginn mit "Allgemein wird für möglich gehalten" lenkt aber von der Quelle wieder ab. Das Fragment wird hier dennoch als Bauernopfer gewertet.

Sichter
SleepyHollow02

[31.] Analyse:Ma/Fragment 419 22 - Diskussion
Bearbeitet: 15. June 2013, 15:53 SleepyHollow02
Erstellt: 7. January 2013, 16:49 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Ma, Münchener Kommentar Bd6, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 419, Zeilen: 22-28
Quelle: Münchener_Kommentar_Bd6
Seite(n): 857, Zeilen: Rn 46
Ist ein Ausnahmefall der Provenienzerforschungsobliegenheit eines Erwerbers kultureller Güter anzunehmen, so wird auf der Grundlage der gesetzlichen Interessenwertung und unter Berücksichtigung des Ausmaßes der Abweichung von dieser am ehesten rechtfertigen lassen, dass der Erwerber zurückfragt oder sich ausdrücklich Eigentum versichern lässt, seltener schon, dass er die Vorlage von Beweismitteln verlangt und nur ganz ausnahmsweise, dass er selbst nachforscht.324

324 Vgl. Quack in Münchener Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch – Band 6 Sachenrecht: §§ 854–1296, 4. Aufl. 2004, § 932, Rdnr. 41–48.

Ist ein solcher Ausnahmefall anzunehmen, so wird auf der Grundlage der gesetzlichen Interessenwertung und unter Berücksichtigung des Ausmaßes der Abweichung von dieser am ehesten rechtfertigen lassen, dass der Erwerber zurückfragt oder sich ausdrücklich Eigentum versichern lässt, seltener schon, dass er die Vorlage von Beweismitteln verlangt und nur ganz ausnahmsweise, dass er selbst nachforscht.
Anmerkungen

Der Verfasser übernimmt einen Formulierungsfehler aus der Quelle ("wird ... rechtfertigen lassen").

Sichter
SleepyHollow02

[32.] Analyse:Ma/Fragment 450 04 - Diskussion
Bearbeitet: 23. March 2014, 12:36 Guckar
Erstellt: 9. November 2012, 20:19 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Grell 1999, Ma, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 450, Zeilen: 4-9
Quelle: Grell 1999
Seite(n): 106, Zeilen: 27-32
Dies galt jedoch erst ab Erlass der Nürnberger Rassengesetze, obwohl bereits davor gezielt gegen Juden und Systemkritiker vorgegangen wurde. Daher war eine Rückerstattung an Juden, die vor besagtem Stichtag in Vorahnung kommender Entwicklungen ohne individuelle Verfolgung ihren Besitz zu einem angemessenen und frei verfügbaren Kaufpreis veräußert hatten, ausgeschlossen.425

425 Pawlita, "Wiedergutmachung" durch Zivilrecht? Zur juristischen und politischen Auseinandersetzung um die Rückabwicklung verfolgungsbedingter Vermögensverschiebungen im Nationalsozialismus, Justiz 1991, S. 42–60, S. 52; Grell, Entartete Kunst – Rechtsprobleme der Erfassung und des späteren Schicksals der sogenannt Entarteten Kunst, 1999, S. 98–117.

Als Zugeständnis an die deutschen Forderungen galt dies jedoch nur ab dem Erlass der Nürnberger Rassengesetze, obwohl bereits davor gezielt gegen Juden und Systemkritiker vorgegangen wurde. Daher war eine Rückerstattung an Juden, die vor besagtem Stichtag in Vorahnung kommender Entwicklungen ohne individuelle Verfolgung ihren Besitz zu angemessenem und frei verfügbaren Kaufpreis veräussert hatten, ausgeschlossen.633

633 PAWLITA, S. 52.

Anmerkungen

Grell wird an zweiter Stelle genannt und dabei nur auf einen zwanzig Seiten langen Abschnitt verwiesen, während für Pawlita eine genaue Seitenzahl genannt wird.

Sichter
SleepyHollow02

[33.] Analyse:Ma/Fragment 489 20 - Diskussion
Bearbeitet: 23. March 2014, 12:36 Guckar
Erstellt: 16. November 2012, 15:44 (PlagProf:-))
Fragment, Gesichtet, Grell 1999, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 489, Zeilen: 20-23, 109-112
Quelle: Grell 1999
Seite(n): 158, Zeilen: 28-30, 116-117
Misstrauen ist im Kunsthandel bspw. dann als notwendig zu betrachten, wenn der Verkauf über einen Händler abgewickelt wird, der seinen eigenen Namen oder den seines Auftraggebers nicht preisgeben will.528

528 Vgl. Reutter, Nur der vorsichtige Käufer wird geschützt – Rückgabepflicht bei gestohlenen Kunstwerken, Finanz und Wirtschaft, Artikel vom 5.12.1998, S. 24 führt zur Beseitigung von begründetem Misstrauen des Erwerbers unter anderem Expertisen an, die sich zur Provenienz äußern.

Dieses Misstrauen ist im Kunsthandel904 als gegeben zu betrachten, wenn der Verkauf über einen Händler abgewickelt wird, der seinen eigenen Namen oder den seines Auftraggebers nicht preisgeben will.

904 Reutter in: Finanz und Wirtschaft, 5.12.1998, S. 24 führt zur Beseitigung von begründetem Misstrauen des Erwerbers unter anderem Expertisen an, die sich zur Provenienz äussern.

Anmerkungen

Kein Verweis auf Grell in diesem Zusammenhang. Grell führt Reutter zudem ergänzend und nicht als Beleg für die hier getroffene Aussage an.

Sichter
Schumann

[34.] Analyse:Ma/Fragment 501 108 - Diskussion
Bearbeitet: 10. January 2013, 07:29 SleepyHollow02
Erstellt: 7. January 2013, 17:05 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Ma, Münchener Kommentar Bd6, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 501, Zeilen: 108-111
Quelle: Münchener_Kommentar_Bd6
Seite(n): 855, Zeilen: Rn 35
Dabei wird in der Rechtsliteratur in erster Linie an langlebige Wirtschaftsgüter gedacht, die in den Bevölkerungskreisen des Veräußerers üblicherweise mit Eigentumsvorbehalt erworben werden. Hier muss sich der Erwerber um ein etwa bestehendes Sicherungseigentum oder einen Eigentumsvorbehalt kümmern. Bei langlebigen Wirtschaftsgütern, die in den Bevölkerungskreisen des Veräußerers üblicherweise mit Eigentumsvorbehalt erworben werden, muss sich der Erwerber um ein etwa bestehendes Sicherungseigentum oder einen Eigentumsvorbehalt kümmern.
Anmerkungen

Es folgt ein gekennzeichnetes Zitat aus derselben Quelle.

Sichter
SleepyHollow02

[35.] Analyse:Ma/Fragment 502 29 - Diskussion
Bearbeitet: 22. March 2014, 15:30 Schumann
Erstellt: 7. January 2013, 17:15 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Ma, Münchener Kommentar Bd6, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 502, Zeilen: 29-32
Quelle: Münchener_Kommentar_Bd6
Seite(n): 855, Zeilen: Rn 35
[Wichtig ist jedoch in allen Einzelfällen, dass „verkehrsübliche Schlampereien und verkehrsüblicher Leichtsinn“] keinen Anlass dafür bieten, die grobe Fahrlässigkeit zu verneinen. Andererseits sind Umstände, die nur in Fachkreisen bekannt sind – außer bei diesen –, im gewöhnlichen Verkehr nicht zu berücksichtigen.576

576 Vgl. Quack in Münchener Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch – Band 6 Sachenrecht: §§ 854–1296, 4. Aufl. 2004, § 932, Rdnr. 32–40.

Andererseits sind verkehrsübliche Schlampereien und verkehrsüblicher Leichtsinn kein Anlass, die grobe Fahrlässigkeit zu verneinen.79 Freilich sind Umstände, die nur in Fachkreisen bekannt sind - außer bei diesen [...] im gewöhnlichen Verkehr nicht zu berücksichtigen.
Anmerkungen

Beispiel für ein kleines "Eisbergzitat", bei dem der größere Teil des übernommen Wortlauts nicht als Zitat ausgewiesen wird. Als Bauernopfer gewertet wurde hier nur der Teil, der dem Schlusszeichen folgt.

Sichter
SleepyHollow02

[36.] Analyse:Ma/Fragment 510 015 - Diskussion
Bearbeitet: 22. March 2014, 16:12 Schumann
Erstellt: 13. April 2013, 16:12 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Ma, SMWFragment, Schack 2003, Schutzlevel

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 510, Zeilen: 15-21
Quelle: Schack_2003
Seite(n): 1444, Zeilen: 8-13
So hat der Direktor des New Yorker Metropolitan Museum den Veräußerer gefragt, ob es sich um „heiße Ware“ handele und sich über den Verdacht, dass der für US-$ 1.000.000 erworbene Euphronios Krater aus einem etruskischen Grab geraubt sein könnte, mit der Versicherung des veräußernden römischen Kunsthändlers hinweggeholfen, die Vase stamme aus einer ‚alten Sammlung‘, deren Eigentümer, ein in Beirut lebender Armenier, nach Australien auswandern und wegen steuerlicher Probleme anonym bleiben wolle.606

606 Vgl. hierzu Meyer, Geplünderte Vergangenheit – Der illegale Kunsthandel: Fälscher, Diebe und Bewahrer, 1977, S. 115; Schack, Gutgläubiger Erwerb gestohlener Kunstgegenstände, in: Nakamura, Hideo u.a., Festschrift für Kostas E. Beys – Dem Rechtsdenker in attischer Dialektik, Zweiter Band, 2003, S. 1425–1446, S. 1444. Ausführlich zum Erwerb der Vase des Metropolitan Museum: Meyer, Geplünderte Vergangenheit – Der illegale Kunsthandel: Fälscher, Diebe und Bewahrer, 1977, S. 111–124.

So hat sich der Direktor des New Yorker Metropolitan Museums über den Verdacht, dass die für 1.000.000 $ erworbene Euphronios-Vase aus einem etruskischen Grab geraubt sein könnte, mit der Versicherung eines römischen Kunsthändlers hinweggeholfen, die Vase stamme aus einer "alten Sammlung", deren Eigentümer, ein in Beirut lebender Armenier, nach Australien auswandern und wegen steuerlicher Probleme anonym bleiben wolle.74

74 Den Fall schildert Karl E. Meyer, Geplünderte Vergangenheit, Zug 1977, S. 111-124, 115. Vgl. auch [...] .

Anmerkungen

Schack wird an zweiter Stelle in einem "Vgl."-Verweis genannt. Die wörtlichen Übernahmen sind nicht gekennzeichnet und auch inhaltlich nicht dieser Quelle zugeordnet.

Sichter
Schumann

[37.] Analyse:Ma/Fragment 513 18 - Diskussion
Bearbeitet: 15. June 2013, 15:56 SleepyHollow02
Erstellt: 8. January 2013, 15:32 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Ma, Münchener Kommentar Bd6, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 513, Zeilen: 18-25
Quelle: Münchener_Kommentar_Bd6
Seite(n): 856, Zeilen: Rn 39
Auch die Vermögenslage und das geschäftliche Verhalten des Veräußerers sind im (inter-)nationalen Kulturgüterverkehr wesentliche Indizien zur Beurteilung dessen Eigentümerstellung.620 Einem Veräußerer, der erkennbar wirtschaftliche Schwierigkeiten hat (eventuelle Liquiditätsschwierigkeiten621), muss der Erwerber nach allgemeinen Erfahrungswerten mit größerer Vorsicht gegenüberstehen622 (Kenntnis der „desolaten finanziellen Verhältnisse“623).624 Deshalb ist auch die Sicherungsübereignung kultureller Wertgegenstände, die immerhin ein Sicherungsbedürfnis voraussetzt, in der Regel etwas verdächtiger als ein Aus[tauschgeschäft zu bewerten.625.]

620 Vgl. Quack in Münchener Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch – Band 6 Sachenrecht: §§ 854–1296, 4. Aufl. 2004, § 932, Rdnr. 32–40; Beckmann in Juris Praxis Kommentar BGB – Band 3 Sachenrecht, 2. Aufl. 2005, § 932, Rdnr. 21–26.

621 Vgl. Kunze, Restitution „Entarteter Kunst“ – Sachenrecht und Internationales Privatrecht, 2000, S. 170–184.

622 Vgl. Quack in Münchener Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch – Band 6 Sachenrecht: §§ 854–1296, 4. Aufl. 2004, § 932, Rdnr. 32–40.

623 Vgl. auch den Ansatz bei BGH, Entscheidung des 8. Zivilsenats vom 8.02.1978, Az: VIII ZR 20/77, JZ 1978, 400.

624 Vgl. Schnabel/Tatzkow, Nazi Looted Art – Handbuch Kunstrestitution weltweit, 2007, S. 42–44.

625 Vgl. Quack in Münchener Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch – Band 6 Sachenrecht: §§ 854–1296, 4. Aufl. 2004, § 932, Rdnr. 32–40.

Die Vermögenslage und das geschäftliche Verhalten des Veräußerers sind wesentliche Indizien. Einem Veräußerer, der erkennbar wirtschaftliche Schwierigkeiten hat, muss der Erwerber mit größerer Vorsicht gegenüberstehen,88 deshalb ist auch die Sicherungsübereignung, die ja immerhin ein Sicherungsbedürfnis voraussetzt, etwas verdächtiger als ein Austauschgeschäft [...].
Anmerkungen

Der Text gibt den Eindruck, als sei er selbständig unter Rückgriff auf eine Vielzahl von Quellen formuliert. Fortsetzung in Fragment_514_01.

Sichter
SleepyHollow02

[38.] Analyse:Ma/Fragment 514 01 - Diskussion
Bearbeitet: 15. June 2013, 15:58 SleepyHollow02
Erstellt: 8. January 2013, 15:42 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Ma, Münchener Kommentar Bd6, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 514, Zeilen: 1-11
Quelle: Münchener_Kommentar_Bd6
Seite(n): 856, Zeilen: Rn 39
[Deshalb ist auch die Sicherungsübereignung kultureller Wertgegenstände, die immerhin ein Sicherungsbedürfnis voraussetzt, in der Regel etwas verdächtiger als ein Aus]tauschgeschäft zu bewerten.625 Allgemein soll dabei der bekannt schlechten Vermögenslage des Veräußerers die völlig unbekannte Vermögenslage gleich zu achten sein, sodass bei dieser Vermögenssituation auch die Erklärungen des Veräußerers wenig Vertrauen verdienen.626 Neben Liquiditätsschwierigkeiten stellen auch frühere unkorrekte kaufmännische Verhaltensweisen des Veräußerers wichtige Indizien dar, die der Erwerber nicht unbeachtet lassen darf. Während eine aktuelle oder vorübergehende schlechte Liquiditätslage im (inter-)nationalen Kunsthandel allgemein noch keinen Anlass für Bösgläubigkeit begründet, darf der Erwerber in seiner Beurteilung bspw. Ungereimtheiten bei der Abwicklung des Geschäfts (wie etwa mehrere Rechnungen) nicht vernachlässigen.

625 Vgl. Quack in Münchener Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch – Band 6 Sachenrecht: §§ 854–1296, 4. Aufl. 2004, § 932, Rdnr. 32–40.

626 Vgl. Quack in Münchener Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch – Band 6 Sachenrecht: §§ 854–1296, 4. Aufl. 2004, § 932, Rdnr. 32–40.

... deshalb ist auch die Sicherungsübereignung, die ja immerhin ein Sicherungsbedürfnis voraussetzt, etwas verdächtiger als ein Austauschgeschäft [...]. Der bekannt schlechten Vermögenslage des Veräußerers ist die völlig unbekannte Vermögenslage gleich zu achten. Bei unbekannter Vermögenssituation verdienen auch die Erklärungen des Veräußerers wenig Vertrauen.89 Früheres unkorrektes kaufmännisches Verhalten des Veräußerers ist ein Indiz, das der Erwerber nicht unbeachtet lassen darf.90 Ebenso wenig darf er Ungereimtheiten bei der Abwicklung des Geschäfts (zB mehrere Rechnungen) vernachlässigen.91 Die schlechte Liquiditätslage eines Wirtschaftszweigs allgemein begründet hingegen noch keinen Anlass für Bösgläubigkeit.92
Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment_513_18. Hier wird eine komplette Randnummer mit leichten Umformulierungen übernommen. Das wird aus einigen "Vgl."-Verweisen auf neun Randnummern nicht ersichtlich.

Sichter
SleepyHollow02

[39.] Analyse:Ma/Fragment 596 07 - Diskussion
Bearbeitet: 23. March 2014, 12:37 Guckar
Erstellt: 15. November 2012, 15:27 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Grell 1999, Ma, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 596, Zeilen: 7-9
Quelle: Grell 1999
Seite(n): 205, Zeilen: 3-5
Selbst Museen hätten sich zu dieser Zeit an solvente und ehrbare Verkäufer gewandt, ohne nähere Abklärungen über die Legalität deren Inbesitznahme zu treffen. Selbst Museen hätten sich zu dieser Zeit an solvente und ehrbare Verkäufer gewandt, ohne nähere Abklärungen über die Legalität deren Inbesitznahme zu treffen.1157

1157 Dies spricht aber nicht zwangsläufig für die Gutgläubigkeit von Bührle.

Anmerkungen

Ein ganzer Satz mit 23 Wörtern wird verbatim übernommen, ohne als Zitat ausgewiesen zu werden. Kurioserweise steht dieser Satz bei Ma genau zwischen zwei in Anführungszeichen gesetzten Zitaten aus demselben Werk.

Sichter
Schumann

[40.] Analyse:Ma/Fragment 609 25 - Diskussion
Bearbeitet: 23. March 2014, 12:37 Guckar
Erstellt: 16. November 2012, 19:56 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Grell 1999, Ma, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 609, Zeilen: 25-28
Quelle: Grell 1999
Seite(n): 148, Zeilen: 26-28
Den Erwerbern war es somit im Vorfeld der systematischen Verwertungsaktion wegen der Deklarationspflicht bei Versteigerungen in Deutschland bei jüdischen Vermögenswerten meist ersichtlich, woher die angebotenen Werke stammten.823

823 Vgl. Grell, Entartete Kunst – Rechtsprobleme der Erfassung und des späteren Schicksals der sogenannt Entarteten Kunst, 1999, S. 146–159.

Den Erwerbern war es im Vorfeld der grossen, systematischen Verwertungsaktion wegen der Deklarationspflicht bei Versteigerungen in Deutschland bei jüdischen Vermögenswerten meist ersichtlich, woher die angebotenen Werke stammten (§5.B.I.l.).
Anmerkungen

19 zusammenhängende Wörter übernommen, "Vgl."-Verweis auf 14 Seiten.

Sichter
Schumann

[41.] Analyse:Ma/Fragment 638 20 - Diskussion
Bearbeitet: 23. March 2014, 12:37 Guckar
Erstellt: 17. November 2012, 12:02 (PlagProf:-))
Fragment, Gesichtet, Grell 1999, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 638, Zeilen: 20-26
Quelle: Grell 1999
Seite(n): 150, Zeilen: 15-19
Trotzdem ist bspw. bei solchen Kunsthändlern, die sich direkt aus den Beständen der etwa innerhalb Frankreichs beschlagnahmten Vermögenswerte im Jeu de Paume oder weiteren kleineren nationalsozialistischen Sammelstellen bedienten, zweifelsohne davon auszugehen, dass sie zum damaligen Zeitpunkt über die wahren Umstände der Beschlagnahme vorwiegend privater jüdischer Vermögenswerte informiert und über die Widerrechtlichkeit der Maßnahmen im Bilde waren. Bei Kunsthändlern, die sich direkt aus den Beständen der beschlagnahmten Vermögenswerte im Jeu de Paume oder weiteren kleineren Sammelstellen bedienten (§10.A.), ist davon auszugehen, dass sie über die wahren Umstände der Beschlagnahme vorwiegend privater jüdischer Vermögenswerte informiert und über die Widerrechtlichkeit der Massnahmen im Bilde wahren.868
Anmerkungen

Kein Verweis auf Grell.

Sichter
Schumann

[42.] Analyse:Ma/Fragment 737 26 - Diskussion
Bearbeitet: 10. January 2013, 07:44 SleepyHollow02
Erstellt: 8. January 2013, 16:22 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Ma, Münchener Kommentar Bd6, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 737, Zeilen: 26-34
Quelle: Münchener_Kommentar_Bd6
Seite(n): 918, Zeilen: Rn 1
Ebenso wie die usucapio bereits innerhalb des römischen Rechts zentrales Mittel des Eigentumserwerbs nach gescheiterter rechtsgeschäftlicher Übereignung war, stellt der Beweis einer Ersitzung durch den Eigentumsprätendenten oder einen Rechtsvorgänger – insbesondere innerhalb des romanischen Rechtskreises – bis heute „die sicherste Grundlage für Eigentumsansprüche dar“61. Aus rechtsvergleichender Sicht ist vorweg bereits darauf aufmerksam zu machen, dass Rechtserwerb und Anspruchsverlust aufgrund Zeitablaufs erst seit der Profilierung des materiellen und des prozessualen Anspruchs Mitte des 19. Jahrhunderts präzise unterschieden werden, sodass eine diesbezügliche Differenzierung in zahlreichen [europäischen Zivilrechtsordnungen bei Ausgestaltung ihres Zivilgesetzbuches noch keinen Niederschlag finden konnte.62] Die Ersitzung (usucapio usw.) ist im römschen Recht und im romanischen Rechtskreis zentrales Mittel des Eigentumserwerbs nach gescheiterter rechtsgeschäftlicher Übereignung. Bis heute stellt in Südeuropa der Beweis einer Ersitzung durch den Eigentumsprätendenten oder einen Rechtsvorgänger die sicherste Grundlage für Eigentumsansprüche dar. [...] Rechtserwerb durch Zeitablauf und Anspruchsverlust durch Zeitablauf werden erst seit der Profilierung des materiellen und des prozessualen Anspruchs Mitte des 19. Jh. präzise unterschieden; diese Unterscheidung hat nicht in allen europäischen Zivilrechtsordnungen Niederschlag gefunden.
Anmerkungen

Als Zitat gekennzeichnet werden fünf zusammenhängende Wörter („die sicherste Grundlage für Eigentumsansprüche dar“), es fehlt eine Kennzeichnung weiterer Übereinstimmungen von 8, 10 und 16 zusammenhängenden Wörtern aus dem Umfeld sowie des gesamten Gedankengangs.

Sichter
SleepyHollow02

[43.] Analyse:Ma/Fragment 743 22 - Diskussion
Bearbeitet: 22. March 2014, 16:41 Schumann
Erstellt: 12. December 2012, 20:10 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Gursky Pfeifer Wiegand 2004, Ma, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 743, Zeilen: 22-25
Quelle: Gursky_Pfeifer_Wiegand_2004
Seite(n): 487, Zeilen: R 8
So darf nämlich im Zeitpunkt des Besitzerwerbs dem Ersitzenden weder bekannt noch infolge grober Fahrlässigkeit unbekannt sein, dass er das Eigentum nicht erwirbt.91

91 Vgl. Wiegand in Staudinger – BGB: Buch 3 Sachenrecht, 2004, § 937, Rdnr. 7–11.

Im Zeitpunkt des Besitzerwerbs darf dem Ersitzenden weder bekannt noch infolge grober Fahrlässigkeit unbekannt sein, dass er das Eigentum nicht erwirbt.
Anmerkungen

"Vgl."-Verweis auf fünf Randnummern in der Quelle. Die wörtliche Übernahme wird nicht markiert.

Sichter
Schumann

[44.] Analyse:Ma/Fragment 751 10 - Diskussion
Bearbeitet: 22. March 2014, 15:37 Schumann
Erstellt: 8. January 2013, 16:54 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Ma, Münchener Kommentar Bd6, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 751, Zeilen: 10-13, 15-20
Quelle: Münchener_Kommentar_Bd6
Seite(n): 935, Zeilen: Rn 2, 5
Das Tatbestandsmerkmal der „Nachfolge“ will die accessio temporis eingrenzen: Die Rechtslage soll innerhalb von zehn Jahren geklärt sein, sofern eventuelle Besitzwechsel auf (tatsächlicher) Übereinkunft des alten und des neuen Besitzers beruhen.116 [...] Nicht nur die erste Übertragung ist erfasst, auch mehrere Rechtsnachfolgen erfüllen nach dem Sinn der Norm jeweils den Tatbestand.118 Die Rechtsnachfolgen müssen sich darüber hinaus im sog. Eigenbesitz i.S.d. § 872 BGB vollziehen, also vom vermeintlichen Eigentümer auf den neuen vermeintlichen Eigentümer (Fremdbesitz belässt die Ersitzungsmöglichkeit zunächst beim früheren Eigenbesitzer).119

116 Vgl. Baldus in Münchener Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch – Band 6 Sachenrecht: §§ 854–1296, 4. Aufl. 2004, § 943, Rdnr. 1–6.

118 OLG Frankfurt, Urteil des 18. Zivilsenats vom 19.12.1974, Az: 18 U 56/73, MDR 76, 223: Frist für Ersitzung durch Rechtsnachfolger: Sonstiger Orientierungssatz: 1. Auf die zur Ersitzung führende Frist wird nicht nur die Besitzzeit des unmittelbaren Rechtsvorgängers angerechnet, sondern auch die Besitzzeit der entfernteren Rechtsvorgänger des Ersitzenden.

119 Vgl. Baldus in Münchener Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch – Band 6 Sachenrecht: §§ 854–1296, 4. Aufl. 2004, § 943, Rdnr. 1–6.

Das Tatbestandsmerkmal der "Nachfolge" will vielmehr die accessio temporis eingrenzen: Die Rechtslage soll innerhalb von zehn Jahren geklärt sein, sofern eventuelle Besitzwechsel auf (tatsächlicher) Übereinkunft des alten und des neuen Besitzers beruhen. [...] Nicht nur die erste Übertragung ist erfasst, auch mehrere Rechtsnachfolgen erfüllen nach dem Sinn der Norm jeweils den Tatbestand.8 [...]

Die Rechtsnachfolgen müssen sich im Eigenbesitz (§ 872), also vom vermeintlichen Eigentümer auf den neuen vermeintlichen Eigeintümer vollziehen. Fremdbesitz belässt die Ersitzungsmöglichkeit zunächst beim früheren Eigenbesitzer.


8 OLG Frankfurt MDR 76, 233; Planck/Brodmann Anm. 2.

Anmerkungen

"Vgl."-Verweise auf 6 Randnummern, keine Kennzeichnung als Zitat.

Sichter
SleepyHollow02

[45.] Analyse:Ma/Fragment 765 12 - Diskussion
Bearbeitet: 14. June 2013, 13:25 SleepyHollow02
Erstellt: 7. November 2012, 17:22 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, Siegfried 2006

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 765, Zeilen: 12-19
Quelle: Siegfried_2006
Seite(n): 82-83, Zeilen: S. 82: 26-28, S. 83: 1-3
Besondere Regeln bestehen nach Art. 728 Abs. 1 ter ZGB für die nicht eingetragenen Kulturgüter des Bundes, alle Kulturgüter der Kantone, alle Kulturgüter in privater Hand inländischer oder im Inland wohnhafter Eigentümer und, nach dem in Art. 100 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Internationale Privatrecht (IPRG) vom 18. Dezember 1987 (Stand am 1. Januar 2008)171 normierten Grundsatz der lex rei sitae, für die ausländischen Kulturgüter, die im Inland gelegen sind und deren Ersitzung nach inländischem Recht erfolgt.172

172 So Siegfried, Internationaler Kulturgüterschutz in der Schweiz – Das Bundesgesetz über den internationalen Kulturgütertransfer (Kulturgütertransfergesetz, KGTG), 2007, S. 79–84.206

Unter die 30jährige Frist fallen die nicht eingetragenen Kulturgüter des Bundes, alle Kulturgüter der Kantone, alle Kulturgüter in privater Hand inländischer oder im Inland wohnhafter Eigentümer und die ausländischen Kulturgüter, die im Inland gelegen sind und deren Ersitzung gemäss der lex rei sitae nach inländischem Recht erfolgt (Art. 100 Abs. 1 IPRG).
Anmerkungen

Verweis auf Siegfried "S. 79-84". Art. 728 Abs. 1 ter ZGB lautet: "Unter Vorbehalt gesetzlicher Ausnahmen beträgt die Ersitzungsfrist für Kulturgüter im Sinne von Artikel 2 Absatz 1 des Kulturgütertransfergesetzes vom 20. Juni 2003 30 Jahre." S. 764-765 enthalten mehrere lange wörtliche Zitate aus Siegfried, die ordenungsgemäß gekennzeichnet werden.

Sichter
SleepyHollow02


Fragmente (Plagiat, ungesichtet)

83 Fragmente

[1.] Analyse:Ma/Fragment 055 01 - Diskussion
Bearbeitet: 23. March 2014, 12:45 Guckar
Erstellt: 19. November 2012, 15:09 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Köhling 1999, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 55, Zeilen: 1-14
Quelle: Köhling 1999
Seite(n): 29, Zeilen: 4-12, 105-108
[In einer Vielzahl von Urteilen haben die Gerichte der Vereinigten Staaten den sog. nemo dat-Grundsatz wieder]holt bekräftigt.34 Die rechtsdogmatische Begründung für die prinzipielle Bevorzugung der Interessen des ursprünglichen Eigentümers unrechtmäßig entzogener Kulturgüter zulasten des Erwerbsinteresses des gutgläubigen Käufers und einer freien Verkehrsfähigkeit (hier: kultureller) Güter ist nach Ansicht Browns in dem allgemeinen Rechtsempfinden zu suchen, ohne dass es einer weiteren Legitimation bedürfe: “The general rule of law, sanctioned by common sense is that no man can … transfer to another a right of ownership wherein he himself had not the right of property. This is a proposition so self-evident, that argument cannot elucidate or strengthen it.”35 Auch innerhalb des amerikanischen Rechtskreises wurde erkannt, dass diese Grundsatzentscheidung die ebenfalls schützenswerten gesellschaftlichen Bedürfnisse nach Verkehrssicherheit und Handelsfreiheit und damit das Interesse des Wirtschaftsverkehrs insgesamt stark beeinträchtigt, jedoch wurde sich bewusst zugunsten des ursprünglichen Eigentümers und zulasten der Verkehrssicherheit entschieden36 [...]

34 Restatement (Second) of Torts (1965) § 229; Dobbs, Law of remedies: damages – equity – restitution, Bd. 1, 2. Aufl. 1993, S. 659 m.w.N. aus der Rechtsprechung; Köhling, Der Eigentumserwerb abhanden gekommener Kunstgegenstände im amerikanischen Recht, 1999, S. 28–32.

35 Brown, The Law of Personal Property, 3. Aufl. 1975, S. 193, unter Hinweis auf Fawcett v. Osborn, 32 Ill. 411 (1863).

36 Vgl. Köhling, Der Eigentumserwerb abhanden gekommener Kunstgegenstände im amerikanischen Recht, 1999, S. 28–32.

In einer Vielzahl von Urteilen haben die Gerichte der USA den "nemo dat"-Grundsatz wiederholt bekräftigt. Die Plausibilität dieser Regel wird mit dem Rechtsempfinden begründet und zum Teil plastisch belegt: Niemand könne ein Recht veräußern, das er selber nicht habe, das gebiete schon der gesunde Menschenverstand und sei derart selbstverständlich, daß es keiner weiteren Begründung bedürfe.66 Allerdidngs wird ein gesellschafliches Bedürfnis nach Verkehrssicherheit und Handelsfreiheit nicht übersehen. Man erkennt, daß die "nemo dat" Regel den Interessen des Wirtschaftsverkehrs widerspricht. Das "common law" nimmt diesen Widerspruch aber hin und entscheidet sich bewußt zugunsten des ursprünglichen Eigentümers und zu Lasten der Verkehrssicherheit.67

65 Restatement (Second) of Torts (1965) § 229, Dobbs, S. 659 mit Nachweisen aus der Rechtsprechung.

66 Brown, Personal Property, S. 193, unter Hinweis auf Fawcett v. Osborn, 32 Ill. 411 (1863), "The general rule of law, sanctioned by common sense is that no man can ... transfer to another a right of ownership wherein he himself had not the right of property. This is a proposition so self-evident, that argument cannot elucidate or strengthen it"; zur Eingängigkeit des Grundsatzes auch Baur/Stürner, § 52 I.

Anmerkungen

Ma gibt - vermutlich durch einen Flüchtigkeitsfehler - das Zitat aus Fawcett v Osborn als ein Zitat von Dobbs aus. Der gesamte Gedankengang einschließlich Quellen sowie nicht wenig vom Wortlaut stammt von Köhling, der nur "Vgl." mit Verweis auf fünf Seiten zitiert wird.

Sichter

[2.] Analyse:Ma/Fragment 063 15 - Diskussion
Bearbeitet: 23. March 2014, 12:46 Guckar
Erstellt: 19. November 2012, 15:28 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Köhling 1999, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 63, Zeilen: 15-19
Quelle: Köhling 1999
Seite(n): 30, Zeilen: 4-8
Ist bspw. ein Kaufvertrag über kulturelle Wertobjekte anfechtbar oder im Nachhinein nichtig, hat der Erwerber einen solchen voidable title erhalten. Da das Geschäft, anders als bei einem „void title“ als nichtige Rechtsposition, nicht von vornherein nichtig und ungültig ist, kann der Erwerber die Sache wirksam an einen gutgläubigen Dritten veräußern.73

73 Vgl. Köhling, Der Eigentumserwerb abhanden gekommener Kunstgegenstände im amerikanischen Recht, 1999, S. 28–32; Brown, The law of personal property, 3. Aufl. 1975, S. 197; Spaun, Der Herausgabeanspruch bei Diebstahl oder illegalem Export von Kulturgütern, 2003, S. 83–85.

Ist ein Kaufvertrag anfechtbar oder im nachhinein nichtig, hat der Erwerber "voidable title" erhalten.73 Da das Geschäft, anders als bei einem "void title", nicht von vornherein ungültig ist, kann der Erwerber die Sache wirksam an einen gutgläubigen Dritten veräußern.74

74 Brown, Personal Property, S. 197.

Anmerkungen

"Vgl."-Verweis auf fünf Seiten bei Köhling, obwohl der Text weitgehend wörtlich übernommen wurde.

Sichter

[3.] Analyse:Ma/Fragment 067 03 - Diskussion
Bearbeitet: 22. March 2014, 16:34 Guckar
Erstellt: 2. November 2012, 11:24 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, Spaun 2003, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 67, Zeilen: 3-20
Quelle: Spaun 2003
Seite(n): 78-79, Zeilen: S. 78: 23-29; S. 79: 1-9
Dem allgemeinen Common Law-Grundsatz nemo plus iuris transferre potest quam ipse habet folgend gilt auch im englischen Rechtskreis die nemo dat quod non habet-Regelung und damit der grundsätzliche Ausschluss des gutgläubigen Erwerbs beweglicher Kulturgüter vom Nichtberechtigten.87 In Section 21 Abs. 1, 1. Halbs. des Sale of Goods Act aus dem Jahre 1979 wurde dies explizit kodifiziert und bestimmt, dass ,,[s]ubject to this Act, where goods are sold by a person who is not their owner, and who does not sell them under the authority or with the consent of the owner, the buyer acquires no better title to the goods than the seller had … .“ Daneben bestanden aber ebenso wie innerhalb der Rechtsordnung der Vereinigten Staaten von Amerika auch in Großbritannien verschiedene Ausnahmen, die ebenfalls zu einem gutgläubigen Erwerb unrechtmäßig entzogener Kulturgüter bei entgeltlichen Geschäften führen konnten und können.88 Eine erste Ausnahme und Möglichkeit gutgläubigen Erwerbs unrechtmäßig entzogener Kulturgüter ruht – ebenso wie innerhalb der amerikanischen Rechtsordnung – in dem sog. estoppel-Grundsatz. Nach Section 21 Abs. 2, 2. Halbs. des Sale of Goods Act aus dem Jahre 197989 ist der Herausgabeanspruch des Eigentümers gegenüber einem gutgläubigen Käufer der Sache, der sie von einem Dritten erwirbt, unter der Voraussetzung verwirkt, dass der Eigentümer durch sein Verhalten den Eindruck erweckt hat, dass nicht er, sondern der veräußernde Dritte Eigentümer der Sache bzw. zumindest veräußerungsbefugt ist.90

87 Vgl. Palmer, Conversion, Trespass and Title to Art Works, in: Palmer, The Recovery of Stolen Art, 1998, S. 33–66, S. 4960; Spaun, Der Herausgabeanspruch bei Diebstahl oder illegalem Export von Kulturgütern, 2003, S. 78–81; Kowalski, [...].

88 Vgl. Knott, Der Anspruch auf Herausgabe gestohlenen und illegal exportierten Kulturguts, 1990, S. 56–58.

89 Halsbury’s Statutes of England, Bd. 49, S. 1102, 1 123 (3. Aufl. 1979).

90 Vgl. aus der kulturgüterrechtlichen Literatur auch Spaun, Der Herausgabeanspruch bei Diebstahl oder illegalem Export von Kulturgütern, 2003, S. 78–81.

Im englischen Recht gilt der dem römischen Recht entstammende Grundsatz nemo plus iuris transferre potest quam ipse habet (oder nemo dat quod non habet) auch noch heute in vergleichsweise weitem Umfang. Sec 21 (1) 1. HS Sale of Goods Act 1979 (SGA)110 statuiert entsprechend als Grundregel:

"Subject to this Act, where goods are sold by a person who is not their owner, and who does not sell them under the authority or with the consent of the owner, the buyer acquires no better title to the goods than the seller had (...)"'.

[S. 79]

Daneben bestanden und bestehen aber auch im englischen Recht von Beginn an Ausnahmen von diesem Grundprinzip. Vier dieser Ausnahmen, die für den Handel mit Kulturgütern von Bedeutung sind, werden im Folgenden vorgestellt.

Die erste Ausnahme wird gleich im Anschluss an das genannte Grundprinzip in Ssec 21 (2) 2. HS SGA genannt: der Eigentümer kann seinen Herausgabeanspruch gegenüber einem gutgläubigen Käufer der Sache, der sie von einem Dritten kauft, verwirken, wenn der Eigentümer durch sein Verhalten den Eindruck erweckt hat, daß nicht er, sondern der veräußernde Dritte Eigentümer der Sache bzw zumindest veräußerungsbefugt ist (estoppel).111


110 Halsbury's Statutes of England, Band 394 (2002) S. 60.

111 "(...) unless the owner of the goods is by his conduct precluded from denying the seller's authority to sell".

Anmerkungen

Spaun wird in Fußnote 87 an zweiter Stelle genannt sowie in Fußnote 90 als weiterführende Literatur ("Vgl. ... auch").

Sichter

[4.] Analyse:Ma/Fragment 068 21 - Diskussion
Bearbeitet: 5. April 2013, 08:07 Sotho Tal Ker
Erstellt: 5. April 2013, 08:07 (Sotho Tal Ker)
BauernOpfer, Fragment, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, Spaun 2003, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Sotho Tal Ker
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 68, Zeilen: 21-28
Quelle: Spaun 2003
Seite(n): 79, Zeilen: 17-23
Wenn diesem die Sache vom Eigentümer in seiner Eigenschaft als Kaufmann und zu Zwecken, die mit dieser Eigenschaft zusammenhängen, anvertraut war und die Sache im Rahmen des üblichen Geschäftsbetriebes verkauft wird, erwirbt der gutgläubige Käufer Eigentum, auch wenn der Kaufmann tatsächlich nicht zur Veräußerung befugt war.95 Da die Sache dem Kaufmann vom Eigentümer anvertraut worden sein musste, findet diese Ausnahmesituation auf gestohlene96 (und dementsprechend auch auf die sonstigen Konstellationen unrechtmäßig entzogener) Kulturgüter keine [Anwendung.97]

95 Vgl. Spaun, Der Herausgabeanspruch bei Diebstahl oder illegalem Export von Kulturgütern, 2003, S. 78–81; Knott, Der Anspruch auf Herausgabe gestohlenen und illegal exportierten Kulturguts, 1990, S. 56–58.

96 National Employers' Mutual General Insurance Association Ltd. v. Jones, (1988) 2 W.L.R. 952, 961 f. (H.L.) aff'g (1987) 3 W.L.R. 901 (CA.).

[97 Vgl. Knott, Der Anspruch auf Herausgabe gestohlenen und illegal exportierten Kulturguts, 1990, S. 56–58; Spaun, Der Herausgabeanspruch bei Diebstahl oder illegalem Export von Kulturgütern, 2003, S. 78–81.]

Wenn diesem die Sache vom Eigentümer in seiner Eigenschaft als Kaufmann und zu Zwecken, die mit dieser Eigenschaft zusammenhängen, anvertraut115 war und die Sache im Rahmen des üblichen Geschäftsbetriebes verkauft wird, erwirbt der gutgläubige Käufer Eigentum, auch wenn der Kaufmann tatsächlich nicht zur Veräußerung befugt war (Sec 2 (1) Factor's Act 1889). Da die Sache dem Kaufmann vom Eigentümer anvertraut worden sein musste, findet diese Ausnahmeregelung keine Anwendung auf gestohlene Sachen.

115 Der Begriff wird eher eng ausgelegt, so wird beispielsweise angenommen, dass eine Sache, die nur zur Reparatur in ein Geschäft gebracht wird, dem Ladeninhaber nicht in seiner Eigenschaft als mercantile agent anvertraut wird, vgl Dreyer (1996) 62 ff; 65; Palmer (1998) 52 jeweils mwN. Auch betrügerisch herausgelockte Sachen können als anvertraut gelten, vgl Dreyer (1996) 66 f; Thorn (1996) 166, jeweils mwN.

Anmerkungen

Zwar wird Spaun jeweils auch in den Fußnoten erwähnt, dass der Wortlaut großteils identisch ist, wird aber nicht ersichtlich. Bei Knott kommt der Wortlaut nicht vor.

Sichter

[5.] Analyse:Ma/Fragment 069 107 - Diskussion
Bearbeitet: 23. March 2014, 14:52 Schumann
Erstellt: 7. June 2013, 15:00 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, Spaun 2003, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 69, Zeilen: 107-112
Quelle: Spaun 2003
Seite(n): 80, Zeilen: 105-108
100 In anderen Rechtsordnungen des Common Law wie bspw. Schottland, Wales oder den Vereinigten Staaten stand diese Regel nie in Geltung. Vgl die Übersicht bei Thorn, Der Mobiliarerwerb vom Nichtberechtigten, 1996, S. 181–182. Sie wurde in England zum Teil heftig kritisiert und Siehr, Der gutgläubige Erwerb beweglicher Sachen – Neue Entwicklungen zu einem alten Problem, ZvglRWiss 80 (1981), S. 273–292, S. 274 sah in ihr eine „liebenswerte Skurrilität“. 120 In anderen Rechtsordnungen des common law wie zB Schottland, Wales oder den Vereinigten Staaten stand diese Regel nie in Geltung. Vgl die Übersicht bei Thorn (1996) 181 f. Sie wurde in England zum Teil heftig kritisiert [vgl dazu Dreyer (1996) 154]; andere sahen in ihr eine „liebenswerte Skurrilität“ [Siehr (1981) 274].
Anmerkungen

Weitgehend wörtliche Übernahme dieser Fußnote ohne Hinweis auf die Quelle. Spaun wird in der vorausgehenden Fußnote genannt. Eine alternative Einordnung als Verschleierung ist möglich.

Sichter

[6.] Analyse:Ma/Fragment 089 23 - Diskussion
Bearbeitet: 18. August 2015, 09:05 PlagProf:-)
Erstellt: 18. August 2015, 09:03 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gursky Pfeifer Wiegand 2004, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 89, Zeilen: 23-28, 30-31
Quelle: Gursky Pfeifer Wiegand 2004
Seite(n): 468, Zeilen: Rn 14
Dies lässt sich mit der Erwägung begründen, der Rechtsschein knüpfe gerade an die Ausübung der tatsächlichen Gewalt und nicht an den „Besitz im Sinne des Rechtsbegriffs“ an. In dieser eingeschränkten Form stimmt auch Wiegand der Auffassung zu, weil sie dem Grundkonzept der Risikoverteilung innerhalb des gutgläubigen Erwerbs entspricht: „Der Eigentümer hat die Sache dem Besitzdiener freiwillig überlassen; das (Fehl-)Verhalten des Besitzdieners fällt in seine Risikosphäre und ist ihm deshalb zuzurechnen.“ Folgt man dieser Ansicht, ist die Weggabe durch einen „Obhutsgehilfen“ der Risikosphäre des Eigentümers zuzurechnen169 und [der Besitzdiener einem Besitzmittler gleichzustellen, sofern seine Gebundenheit gegenüber dem Besitzherrn nach außen nicht erkennbar ist.]

169 Vgl. die Erläuterungen bei Wiegand in Staudinger – BGB: Buch 3 Sachenrecht, 2004, § 935, Rdnr. 14.

Dagegen wird eingewandt, der Rechtsschein knüpfe gerade an die Ausübung der tatsächlichen Gewalt und nicht an den „Besitz im Sinne des Rechtsbegriffs" an. Man will daher den Besitzdiener einem Besitzmittler gleichstellen, sofern seine Gebundenheit gegenüber dem Besitzherrn nach außen nicht erkennbar ist (WESTERMANN [5. Aufl] § 49 I 6; SCHMELZEISEN

AcP 136, 149; SOERGEL/MÜHL12 [1990] Rn 2; HÜBNER, Rechtsverlust 107; WIELING JZ 1977, 295; ders § 10 IV 1 c ). In dieser eingeschränkten Form ist der Auffassung zuzustimmen, weil sie dem Grundkonzept entspricht; Der Eigentümer hat die Sache dem Besitzdiener freiwillig überlassen; das (Fehl-)Verhalten des Besitzdieners fällt in seine Risikosphäre und ist ihm deshalb zuzurechnen. Die Auffassung von SCHMIDT (FS Seiler 579, 594 1), die auf einer eingehenden gesetzgebungsgeschichtlichen Analyse beruht, führt im Ergebnis zum gleichen Resultat. Danach ist die Weggabe durch einen „Obhutsgehilfen" der Risikosphäre des Eigentümers zuzurechnen.

Anmerkungen

Wiegand wird korrekt ausgewiesen für das Zitat, das bei der Zeilenzählung entsprechend unberücksichtigt bleibt. Die wörtlichen Übernahmen vor und hinter dem Zitat werden nicht gekennzeichnet. Die Figur des "Obhutsgehilfen", die Wiegand Schmidt zuschreibt, wirkt bei Ma wie eine Erfindung von Wiegand.

Sichter

[7.] Analyse:Ma/Fragment 091 01 - Diskussion
Bearbeitet: 16. June 2013, 14:21 SleepyHollow02
Erstellt: 28. November 2012, 07:12 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gursky Pfeifer Wiegand 2004, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 91, Zeilen: 1-4
Quelle: Gursky_Pfeifer_Wiegand_2004
Seite(n): 468, Zeilen: Rn 14
Man könnte in diesem Fall sogar gutgläubigen Erwerb schon mit der Begründung ausschließen, der Rechtsschein des Besitzes spreche nicht für den Besitzdiener, da dieser nur tatsächliche Gewalt, nicht aber den Besitz im rechtlichen Sinne innehabe.177

177 Wiegand, Der gutgläubige Erwerb beweglicher Sachen nach §§ 932 ff. BGB, S. 205; Wiegand in Staudinger – BGB: Buch 3 Sachenrecht, 2004, § 935, Rdnr. 14.

Man könnte sogar gutgläubigen Erwerb schon mit der Begründung ausschließen, der Rechtsschein des Besitzes spreche gar nicht für den Besitzdiener, da dieser nur tatsächliche Gewalt, nicht aber den Besitz im rechtlichen Sinne innehabe (Wiegand, JuS 1974, 205).
Anmerkungen

Als (erste) Quelle wird ein Aufsatz von Wiegand angegeben (wobei die Zeitschrift nicht genannt wird), nicht die Kommentierung, aus welcher der Satz nahezu wörtlich übernommen wurde, ohne ihn als Zitat zu kennzeichnen.

Sichter

[8.] Analyse:Ma/Fragment 092 22 - Diskussion
Bearbeitet: 23. March 2014, 14:53 Schumann
Erstellt: 28. November 2012, 07:32 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gursky Pfeifer Wiegand 2004, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 92, Zeilen: 22-33
Quelle: Gursky_Pfeifer_Wiegand_2004
Seite(n): 464-465, Zeilen: Rn 1, 2 und 3
Die den Gutglaubensvorschriften des Zivilrechts zugrunde liegende These, der vom Besitz bzw. seiner Verschaffungsmacht ausgehende Rechtsschein rechtfertige das Vertrauen eines gutgläubigen Erwerbers von Kunstwerken,186 soll zugunsten eines Eigentümers kultureller Wertgegenstände jedoch dann nicht gelten, wenn dem Eigentümer oder einem sonstigen Berechtigten die tatsächliche Sachherrschaft ohne dessen Willen entzogen wurde. Während der Eigentümer, der das Auseinanderfallen von rechtsscheinbegründender Besitzlage und Verfügungsmacht veranlasst hat, dem deutschen Zivilrecht nicht schutzwürdig erscheint,

soll ein unfreiwilliger Besitzverlust kultureller Wertgegenstände nicht den endgültigen Rechtsverlust für den Eigentümer nach sich ziehen.187

Abhandengekommen sind nach allgemeinem deutschen Begriffsverständnis nur solche Sachen, die dem unmittelbaren Besitzer ohne seinen Willen aus dem Besitz gekommen sind.188


186 Quack in Münchener Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch – Band 6 Sachenrecht: §§ 854–1296, 4. Aufl. 2004, § 935, Rdnr. 1–4; Wiegand in Staudinger – BGB: Buch 3 Sachenrecht, 2004, § 935, Rdnr. 1–5.

187 Wiegand in Staudinger – BGB: Buch 3 Sachenrecht, 2004, § 935, Rdnr. 1

188 Vgl. die Rechtsprechung und Lehre seit RGZ 101, 225. Hierzu bspw. m.w.N. Wiegand in Staudinger – BGB: Buch 3 Sachenrecht, 2004, § 935, Rdnr. 1–5; Quack in Münchener Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch – Band 6 Sachenrecht: §§ 854–1296, 4. Aufl. 2004, § 935, Rdnr. 1–4.

[Seite 464]

Die den §§ 932-934 zugrunde liegende These, der vom Besitz bzw seiner Verschaffung ausgehende Rechtsschein rechtfertige das Vertrauen des Erwerbers, soll zugunsten des Eigentümers nicht gelten, wenn es um abhanden gekommene Sachen geht. [...]

[Seite 465]

Der Eigentümer, der das Auseinanderfallen von rechtsscheinbegründender Besitzlage und Verfügungsmacht veranlasst hat, erscheint nicht schutzwürdig, während unfreiwilliger Besistzverlust nicht den endgültigen Rechtsverlust nach sich ziehen soll (...).

Abhanden gekommen sind solche Sachen, "die dem unmittelbaren Besitzer ohne seinen Willen aus dem Besitz gekommen sind" (Wolff/Raiser § 69 I 1; RGZ 101, 225).

Anmerkungen

Teilweise Wiederverwertung von Fragment_079_17. Trotz mehrfacher Erwähnung der Quelle wird nicht erkenntlich, dass ihr der gesamte Gedankengang und viel Wortlaut entnommen wurde.

Sichter

[9.] Analyse:Ma/Fragment 098 15 - Diskussion
Bearbeitet: 18. August 2015, 09:33 PlagProf:-)
Erstellt: 28. November 2012, 07:42 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gursky Pfeifer Wiegand 2004, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 98, Zeilen: 15-17, 23-27
Quelle: Gursky_Pfeifer_Wiegand_2004
Seite(n): 467, Zeilen: Rn 11
Täuschung und Irrtum ändern grundsätzlich nichts an der Freiwilligkeit der Besitzaufgabe, die eben nicht rechtsgeschäftliche Handlung, sondern Realakt ist. „Auch der sich irrende Besitzer gibt seinen Besitz freiwillig auf. Aus diesem Grunde ist auch eine Anfechtung unerheblich. Sie lässt zwar die rechtsgeschäftliche Einigung entfallen, hat aber keine Auswirkungen auf den Akt der Besitzaufgabe.“203 In den Fällen der formal ‚freiwilligen‘ Veräußerungen sog. kulturellen Fluchtguts liegt jedoch eine Konstellation der Kollektivdrohung gegenüber der jüdischen Bevölkerungsgruppe Deutschlands während des Dritten Reiches vor. In der Situation der Drohung sind dem Besitzer die Zwangslage und damit die Unfreiwilligkeit seines Besitzverlustes bewusst und daher Abhandenkommen anzunehmen. Eine freie Willensbestimmung ist nach allgemeiner Meinung nicht erst bei unwiderstehlicher physischer Gewalt oder gleichstehender psychischer Zwangslage auszuschließen.204

203 Wiegand in Staudinger – BGB: Buch 3 Sachenrecht, 2004, § 935, Rdnr. 11–12.

204 Wiegand in Staudinger – BGB: Buch 3 Sachenrecht, 2004, § 935, Rdnr. 11–12.

Bei Besitzaufgabe infolge rechtswidriger Einwirkung auf den Willen des Aufgebenden ist nach Art der Einwirkung zu unterscheiden (dazu STAUDINGER/BUND [2000] § 856 Rn 18): Täuschung und Irrtum ändern nichts an der Freiwilligkeit der Besitzaufgabe, die eben nicht rechtsgeschäftliche Handlung, sondern Realakt ist. Auch der sich irrende Besitzer gibt seinen Besitz freiwillig auf. Aus diesem Grunde ist auch eine Anfechtung unerheblich. Sie lässt zwar die rechtsgeschäftliche Einigung entfallen, hat aber keine Auswirkungen auf den Akt der Besitzaufgabe (vgl PALANDT/BASSENGE Rn 5; RGZ 101, 225; TIEDTKE, Gutgl Erwerb 41 f; MünchKomm/QUACK Rn 9).

Anders stellt sich die Rechtslage bei der Drohung dar: Hier ist dem Besitzer die Zwangslage und damit die Unfreiwilligkeit seines Besitzverlustes bewusst und daher Abhandenkommen anzunehmen. Eine freie Willensbestimmung ist nicht erst bei unwiderstehlicher physischer Gewalt oder gleichstehender psychischer Zwangslage auszuschließen (so aber BGHZ 4, 10, 34; JAUERNIG Rn 4; SOERGEL/HENSSLER Rn 5; wie hier BAUR/STÜRNER § 52 Rn 43; HECK § 60, 5; WESTERMANN/GURSKY § 49 I 3; PALANDT/BASSENGE Rn 5; AnwK-BGB/SCHILKEN Rn 9).

Anmerkungen

Ma unterschlägt mit "nach allgemeiner Meinung" die in der Quelle angegebene entgegenstehende Auffassung des höchsten deutschen Gerichts in Zivilsachen. Eine Auffassung, für die Wiegand Bund zitiert, wird bei Ma zur originären Ansicht von Wiegand. Zwischendrin ein korrekt ausgewiesenes Zitat sowie ein eigener Satz; beide werden in der Zeilenzählung nicht gewertet.

Sichter

[10.] Analyse:Ma/Fragment 099 15 - Diskussion
Bearbeitet: 5. January 2013, 10:41 SleepyHollow02
Erstellt: 5. January 2013, 10:40 (SleepyHollow02)
BauernOpfer, Fragment, Ma, Rudolph 2007, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 099, Zeilen: 15-19
Quelle: Rudolph 2007
Seite(n): 230, Zeilen: 17-21
Trotz der Mitwirkung an der Besitzübertragung und des darin zum Ausdruck kommenden Einverständnisses damit sind jedoch immerhin dann Zweifel an der Freiwilligkeit des Besitzverlusts angebracht, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass in rechtswidriger Weise auf den Willen bei der Besitzaufgabe von außen eingewirkt worden ist. Trotz seiner Mitwirkung an der Besitzübertragung und des darin zum Ausdruck kommenden Einverständnisses damit sind jedoch immerhin dann Zweifel an der Freiwilligkeit des Besitzverlusts angebracht, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass in rechtswidriger Weise auf den Willen des Eigentümers eingewirkt worden ist.
Anmerkungen

Ähnlich bereits auf Ma 95 sowie noch auf Ma 125 f und Ma 126. Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter

[11.] Analyse:Ma/Fragment 100 24 - Diskussion
Bearbeitet: 9. November 2012, 21:31 SleepyHollow02
Erstellt: 9. November 2012, 21:19 (SleepyHollow02)
BauernOpfer, Fragment, KG Berlin v. 29.10.1946 (SJZ 1947, Sp. 257), Ma, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 100, Zeilen: 24-36
Quelle: KG Berlin v. 29.10.1946 (SJZ 1947, Sp. 257)
Seite(n): 260, Zeilen: 0
Tatsächlich sollten die formal ‚freiwillige‘ Veräußerung sog. kulturellen Fluchtguts und die damit einhergehende Besitzaufgabe vor dem Hintergrund der Vermögensveräußerungen kultureller Güter (unter sich kollektiv äußernder Drohung, unter Zwang und Gewalt) zur Erwirtschaftung der Mindestbedürfnisse zum Überleben und zur Vorbereitung der Emigration aus Angst vor der ‚physischen Zerstörung‘ gesehen werden. Die jüdische Bevölkerung war durch zahlreiche Erlasse und Ausnahmebestimmungen tatsächlich zu einer besonderen Gruppe degradiert und in rechtlicher wie ökonomischer Hinsicht in eine Lage minderen Rechts versetzt worden. Durch diese Terrormaßnahmen war der jüdische Bevölkerungsanteil in persönlicher, gesellschaftlicher, kultureller und ökonomischer Beziehung von den übrigen Einwohnern Deutschlands völlig isoliert, radikal benachteiligt worden und tatsächlich unfrei in seinen Handlungen. Es ist zunächst klar, dass die jüdische Bevölkerung in Deutschland durch die Gesetzgebung des nationalsozialistischen Regimes von der übrigen Bevölkerung eindeutig ausgesondert war. Sie war durch die Nürnberger Gesetze und durch eine Reihe weiterer Ausnahmebestimmungen zu einer besonderen Gruppe gestempelt und in rechtlicher und ökonomischer Hinsicht in eine Lage minderen Rechts versetzt worden. Durch diese Maßnahmen war die ausgesonderte Menschengruppe in persönlicher, gesellschaftlicher, kultureller und ökonomischer Beziehung von den übrigen Einwohnern Deutschlands fast völlig isoliert worden.
Anmerkungen

Keine Angabe der Quelle; teils wörtliche Übernahme.

Sichter

[12.] Analyse:Ma/Fragment 102 20 - Diskussion
Bearbeitet: 17. June 2013, 16:41 SleepyHollow02
Erstellt: 28. November 2012, 19:39 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gursky Pfeifer Wiegand 2004, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 102, Zeilen: 20-30
Quelle: Gursky_Pfeifer_Wiegand_2004
Seite(n): 464-465, Zeilen: Rn 1, 4
Die den Gutglaubensvorschriften des Zivilrechts zugrunde liegende These, der vom Besitz bzw. seiner Verschaffungsmacht ausgehende Rechtsschein rechtfertige das Vertrauen eines gutgläubigen Erwerbers von Kunstwerken,215 soll zugunsten eines Eigentümers kultureller Wertgegenstände jedoch dann nicht gelten, wenn dem Eigentümer oder einem sonstigen Berechtigten die tatsächliche Sachherrschaft ohne dessen Willen entzogen wurde. Somit ist zu fragen, ob in Fällen der rechtswidrigen kulturellen Verstaatlichung neben den tatsächlichen Verlust des unmittelbaren Besitzes auch das voluntative Element der Unfreiwilligkeit dieses Besitzverlustes tritt, wobei jedoch Unkenntnis des unmittelbaren Besitzers ausreicht. Ein Besitzverlust ausdrücklich gegen den Willen des Besitzers ist dagegen nicht erforderlich.

215 Quack in Münchener Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch – Band 6 Sachenrecht: §§ 854–1296, 4. Aufl. 2004, § 935, Rdnr. 1–4; Wiegand in Staudinger – BGB: Buch 3 Sachenrecht, 2004, § 935, Rdnr. 1–5.

Die den §§ 932-934 zugrunde liegende These, der vom Besitz bzw seiner Verschaffung ausgehende Rechtsschein rechtfertige das Vertrauen des Erwerbers, soll zugunsten des Eigentümers nicht gelten, wenn es um abhanden gekommene Sachen geht. [...]

[S. 465]

Nach dieser klassischen Definition tritt neben den tatsächlichen Verlust des unmittelbaren Besitzes das voluntative Element der Unfreiwilligkeit dieses Besitzverlustes. Unkenntnis des unmittelbaren Besitzers reicht aus; Besitzverlust gegen seinen Willen ist nicht erforderlich.

Anmerkungen

Die Quelle wird etwas in die Länge gezogen und in der Fußnote an zweiter Stelle genannt. Wiederholungen von Fragment_079_17 sowie Fragment_092_22.

Sichter

[13.] Analyse:Ma/Fragment 103 05 - Diskussion
Bearbeitet: 18. June 2013, 07:22 SleepyHollow02
Erstellt: 28. November 2012, 19:51 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gursky Pfeifer Wiegand 2004, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 103, Zeilen: 5-9
Quelle: Gursky_Pfeifer_Wiegand_2004
Seite(n): 469, Zeilen: Rn 17
Ausgangspunkt ist zunächst, dass die Wegnahme oder Weggabe einer Sache aufgrund öffentlich-rechtlichen Hoheitsaktes im Grundsatz nicht in den Anwendungsbereich von § 935 BGB fällt, da nach der Terminologie des Bundesgerichtshofs der fehlende Wille des Besitzers durch die öffentlich-rechtliche Befugnis des Eingreifenden ersetzt wird.217

217 Vgl. BGH, Entscheidung des 3. Zivilsenats vom 15.11.1951, Az: III ZR 21/51, BGHZ 4, 10, S. 33; Tiedtke, Gutgläubiger Erwerb im bürgerlichen Recht im Handels- und Wertpapierrecht sowie in der Zwangsvollstreckung, 1985, S. 42.

Die Wegnahme oder Weggabe einer Sache aufgrund öffentlich-rechtlichen Hoheitsaktes fällt grundsätzlich nicht in den Anwendungsbereich von § 935 BGB. Der fehlende Wille des Besitzers wird durch die öffentlich-rechtliche Befugnis des Eingreifenden ersetzt (BGHZ 4, 10, 33; Tiedtke, Gutgläubiger Erwerb 42).
Anmerkungen

Der Quelltext wird etwas gedehnt, die Belege übernommen, im Anschluß paraphrasiert und in der folgenden Fußnote genannt.

Sichter

[14.] Analyse:Ma/Fragment 105 03 - Diskussion
Bearbeitet: 14. June 2013, 19:48 SleepyHollow02
Erstellt: 5. November 2012, 19:39 (SleepyHollow02)
BauernOpfer, Fragment, Ma, Rudolph 2007, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 105, Zeilen: 03-06, 101-104
Quelle: Rudolph 2007
Seite(n): 233, Zeilen: 28-32, 107-109
Demgegenüber hat das Landgericht Ansbach in seinem Urteil vom 5.10.1951 die Auffassung geäußert, dass bei einem Besitzverlust aufgrund einer nichtigen Beschlagnahme die Sache ihrem Eigentümer in rechtlich nicht wirksamer Weise entzogen worden und somit abhandengekommen [sic!] i.S.d. § 935 Abs. 1 BGB sei.227

227 Vgl. Landgericht Ansbach, NJW 1952, S. 592, ebenfalls zum Abhandenkommen eines aufgrund § 15 RLG entzogenen Kraftfahrzeugs. So bereits zuvor: Würzt.-Bad. VGH Stuttgart, Entscheidung vom 25.4.1947, SJZ 1948, Sp. 152–153; Würzt.-Bad. VGH Stuttgart, Entscheidung vom 5.8.1947, SJZ 1948, Sp. 153–155.

Demgegenüber hat das Landgericht Ansbach in seinem Urteil vom 5.10.1951 die Auffassung geäußert, dass bei einem Besitzverlust aufgrund einer nichtigen Beschlagnahme die Sache ihrem Eigentümer in rechtlich nicht wirksamer Weise entzogen worden und somit abhanden gekommen im Sinne des § 935 Abs. 1 BGB sei.739

739 LG Ansbach, NJW 1952, S. 592 ebenfalls zum Abhandenkommen eines aufgrund § 15 RLG entzogenen Kraftfahrzeugs. So bereits zuvor: Württ.-Bad. VGH Stuttgart v. 25.4.1947, SJZ 1948, Sp. 152 f. [153]; ders. v. 5.8.1947, SJZ 1948, Sp. 153 ff. [155].

Anmerkungen

Wörtlich identisch, nur zum Teil der Wiedergabe des Urteils geschuldet.

Sichter
PlagProf:-)

[15.] Analyse:Ma/Fragment 105 07 - Diskussion
Bearbeitet: 23. March 2014, 14:36 SleepyHollow02
Erstellt: 28. November 2012, 19:59 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gursky Pfeifer Wiegand 2004, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 105, Zeilen: 5-8
Quelle: Gursky_Pfeifer_Wiegand_2004
Seite(n): 469, Zeilen: Rn 17
Da in den meisten Fällen nichtiger Verwaltungsakte die entsprechende öffentlich-rechtliche Befugnis des Eingreifenden fehlen dürfte, wird hier auch von der herrschenden Rechtsansicht der Literatur die Qualifikation einer nichtigen kulturellen Verstaatlichung als Abhandenkommen i.S.d. § 935 BGB bejaht.228

228 So im Ergebnis Wiegand in Staudinger – BGB: Buch 3 Sachenrecht, 2004, § 935, Rdnr. 17–18; Tiedtke Gutgläubiger Erwerb im bürgerlichen Recht im Handels- und Wertpapierrecht sowie in der Zwangsvollstreckung, 1985, S. 43; Baur/Stürner, Sachenrecht, 17. Aufl. 1999, § 52 V; Rudolph, [...]

Da in den meisten Fällen nichtiger Verwaltungsakte die entsprechende öffentlich-rechtliche Befugnis des Eingreifenden fehlen dürfte, ist hier Abhandenkommen zu bejahen (so im Ergebnis auch Palandt/Bassenge Rn 6; Baur/Stürner § 52 Rn 44; Tiedtke, Gutgläubiger Erwerb 43; MünchKomm/Quack Rn 14 bejaht Abhandenkommen nur bei Nichtakten.)
Anmerkungen

Wiegand, von dem der Wortlaut weitgehend stammt, wird in der Fußnote den "So im Ergebnis"-Quellen zugeschlagen.

Sichter

[16.] Analyse:Ma/Fragment 106 01 - Diskussion
Bearbeitet: 17. June 2013, 16:42 SleepyHollow02
Erstellt: 28. November 2012, 20:18 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gursky Pfeifer Wiegand 2004, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 106, Zeilen: 1-7, 13-18
Quelle: Gursky_Pfeifer_Wiegand_2004
Seite(n): 469-470, Zeilen: Rn 18
[Die Nichtanwendung des § 935 BGB] auf die hier in Rede stehenden Maßnahmen der kulturellen Verstaatlichung erscheint jedoch bereits a priori problematisch, weil für deren Beurteilung die erforderlichen rechtsstaatlichen Geltungskriterien bzw. völkerrechtlichen Mindestvoraussetzungen fehlen. Infolgedessen ist davon auszugehen, dass bei der kulturellen Verstaatlichung in den genannten Konstellationen und damit auch bei deren Inbesitznahme die erforderliche Befugnis des Eingreifenden, die den Willen des unmittelbaren Besitzers ersetzt, nicht gegeben war.230 Vielmehr ist den allgemeinen Erwägungen auch hinsichtlich der mit einem Unrechts- und vor allem Nichtigkeitsverdikt belegten Konstellationen kultureller Verstaatlichung zu folgen, die sich aus Sinn und Zweck der Konstruktion des § 935 BGB und der dort inkorporierten Interessenbewertung zwischen ursprünglichem Eigentümer und gutgläubigem Erwerber ergeben.

Bereits aus der Konzeption des gutgläubigen Erwerbs und einer dementsprechenden Interpretation des § 935 BGB ist abzuleiten, dass es mit den rechtspolitischen wie den dogmatischen Grundlagen der §§ 932 ff. BGB vollkommen unvereinbar wäre, wenn die mit dem Nichtigkeitsverdikt belegte kulturelle Verstaatlichung dazu führen würde, dass Kunstgegenstände gutgläubig erworben und die Eigentümer um ihr Recht gebracht werden könnten.


230 Vgl. Wiegand in Staudinger – BGB: Buch 3 Sachenrecht, 2004, § 935, Rdnr. 17–18.

Ihre Anwendung auf die hier in Rede stehenden Maßnahmen des nationalsozialistischen Unrechtsstaates, dh die Inbesitznahme der Bilder und deren regelmäßig später erfolgte Konfiskation, erscheint deshalab von vornherein problematisch, weil für deren Beurteilung die erforderlichen rechtsstaatlichen Kriterien fehlen. Infolgedessen ist davon auszugehen, dass bei der Entfernung der Bilder aus öffentlichen wie privaten Sammlungen und damit auch bei deren Inbesitznahme die erforderliche Befugnis des Eingreifenden, die den Willen des unmittelbaren Besitzers ersetzt, nicht gegeben war (...)

Schließlich aber stehen allgemeine Erwägungen der Möglichkeit des gutgläubigen Erwerbs in derartigen Konstellationen entgegen, die man aus dem oben eingehend dargelegten Konzept des gutgläubigen Erwerbs und einer dementsprechenden Interpretation des § 935 ableiten kann:

(1) Es wäre mit den rechtspolitischen wie den dogmatischen Grundlagen der §§ 932 ff BGB vollkommen unvereinbar, wenn diese nationalsozialistische Besitzergreifung dazu führen würde, dass Kunstgegenstände gutgläubig erwroben und die Eigentümer um ihr Recht gebracht werden könnten.

Anmerkungen

Nur ein "Vgl."-Verweis auf die Quelle, aus der im direkten Anschluss eine längere Passage offen zitiert wird. Der Satz "Vielmehr ... ergeben" paraphrasiert die Quelle locker und wird nicht als Plagiat gewertet.

Sichter

[17.] Analyse:Ma/Fragment 107 19 - Diskussion
Bearbeitet: 28. November 2012, 20:36 PlagProf:-)
Erstellt: 28. November 2012, 20:36 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gursky Pfeifer Wiegand 2004, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 107, Zeilen: 19-24
Quelle: Gursky_Pfeifer_Wiegand_2004
Seite(n): 470, Zeilen: 42-44
Nach Einschätzung der herrschenden Lehre könne es jedoch gerade nicht angehen, den Entzug des Besitzes durch hoheitlichen Zwangsakt in den hier mit der Nichtigkeitsfolge belegten Fällen der völker- und rechtsstaatswidrigen Verstaatlichungen kultureller Güter der Eigentümerin zuzurechnen. Das wäre weder mit dem richtig verstandenen Veranlassungsprinzip noch mit der Risikotheorie zu begründen. Es kann nicht angehen, dass man den Entzug des Besitzes durch die Nationalsozialisten der Eigentümerin zurechnet. Das wäre weder mit dem richtig verstandenen Veranlassungsprinzip noch mit der Risikotheorie zu begründen.
Anmerkungen

Die Quelle wird vorher ausgiebig zitiert, aber nicht für diese Stelle.

Sichter

[18.] Analyse:Ma/Fragment 117 01 - Diskussion
Bearbeitet: 23. March 2014, 15:02 Schumann
Erstellt: 2. December 2012, 18:12 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gursky Pfeifer Wiegand 2004, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 117, Zeilen: 1-6
Quelle: Gursky_Pfeifer_Wiegand_2004
Seite(n): 472, Zeilen: Rn 23
[...] kommt beim gutgläubigen Erwerb unrechtmäßig entzogener und] abhandengekommener Kulturgüter mittels einer öffentlichen Versteigerung i.S.d. § 383 Abs. 3 BGB jedoch noch zusätzlich der Gedanke des Rechtsverlustes durch Verschweigung hinzu, da theoretisch die Öffentlichkeit der Versteigerung dem Eigentümer eine größere Chance lässt, vom Verbleib des gestohlenen oder sonst abhandengekommenen Kulturguts zu erfahren und seine Rechte geltend zu machen.269

269 Vgl. Wiegand in Staudinger – BGB: Buch 3 Sachenrecht, 2004, § 935, Rdnr. 23.

Die Ausnahme für die öffentliche Versteigerung ist historisch bedingt (Gedanke des Rechtsverlustes durch Verschweigung, da die Öffentlichkeit der Versteigerung dem Eigentümer eine größere Chance lässt, vom Verbleib der Sache zu erfahren und seine Rechte geltend zu machen (...).
Anmerkungen

Quellen benannt, Zitat aber nicht gekennzeichnet.

Sichter

[19.] Analyse:Ma/Fragment 117 28 - Diskussion
Bearbeitet: 17. June 2013, 14:44 SleepyHollow02
Erstellt: 2. December 2012, 18:19 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gursky Pfeifer Wiegand 2004, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 117, Zeilen: 28-34
Quelle: Gursky_Pfeifer_Wiegand_2004
Seite(n): 473, Zeilen: Rn 27
Nicht unter den gegenständlichen Anwendungsbereich des § 935 Abs. 2 BGB fallen auch solche öffentlich-rechtlichen Versteigerungen nach den Regeln der Zivilprozessordnung und des Zwangsversteigerungsgesetzes.272 In diesen Fällen erfolgt die Eigentumszuweisung an den Ersteher nämlich kraft hoheitlicher Gewalt, sodass weder die Qualifizierung der unrechtmäßigen Entziehung der umstrittenen Kulturgüter als abhandengekommen noch die Gutgläubigkeit des Erwerbers eine [Rolle spielen.273]

272 Vgl. Wiegand in Staudinger – BGB: Buch 3 Sachenrecht, 2004, § 935, Rdnr. 27.

273 Vgl. so schon RGZ 156, 398.

Nicht unter den gegenständlichen Anwendungsbereich von Abs 2 fallen hingegen öffentlich-rechtliche Versteigerungen nach den Regeln von ZPO und ZVG. Bei Letzteren erfolgt die Eigentumszuweisung an den Ersteher kraft hoheitlicher Gewalt, so dass Abhandenkommen der Sache und Gutgläubigkeit des Erwerbers keine Rolle spielen (RGZ 156, 398; kritisch dazu Marotzke NJW 1978, 133).
Anmerkungen

Quelle benannt, Zitat nicht ausgewiesen.

Sichter

[20.] Analyse:Ma/Fragment 125 36 - Diskussion
Bearbeitet: 23. March 2014, 15:04 Schumann
Erstellt: 5. January 2013, 10:50 (SleepyHollow02)
BauernOpfer, Fragment, Ma, Rudolph 2007, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 125, Zeilen: 36-39
Quelle: Rudolph 2007
Seite(n): 230, Zeilen: 17-21
Trotz der Mitwirkung an der Besitzübertragung und des darin zum Ausdruck kommenden Einverständnisses kann nach den obigen Untersuchungen festgehalten werden, dass immerhin dann Zweifel an der Freiwilligkeit des Besitzverlusts angebracht sind, wenn in rechtswidriger [Weise auf den Willen bei der Besitzaufgabe von außen eingewirkt worden ist.] Trotz seiner Mitwirkung an der Besitzübertragung und des darin zum Ausdruck kommenden Einverständnisses damit sind jedoch immerhin dann Zweifel an der Freiwilligkeit des Besitzverlusts angebracht, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass in rechtswidriger Weise auf den Willen des Eigentümers eingewirkt worden ist.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle. Ähnlich bereits auf Ma 95, Ma 99 und erneut auf Ma 126

Sichter

[21.] Analyse:Ma/Fragment 126 17 - Diskussion
Bearbeitet: 1. August 2015, 21:23 Schumann
Erstellt: 5. January 2013, 10:57 (SleepyHollow02)
Fragment, Ma, Rudolph 2007, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 126, Zeilen: 17-21
Quelle: Rudolph 2007
Seite(n): 230, Zeilen: 17-21
Es wurde jedoch erkannt, dass trotz der Mitwirkung an der Besitzübertragung und des darin zum Ausdruck kommenden Einverständnisses immer dann Zweifel an der Freiwilligkeit des Besitzverlusts angebracht sind, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass in rechtswidriger Weise auf den Willen bei der Besitzaufgabe von außen eingewirkt worden ist. Trotz seiner Mitwirkung an der Besitzübertragung und des darin zum Ausdruck kommenden Einverständnisses damit sind jedoch immerhin dann Zweifel an der Freiwilligkeit des Besitzverlusts angebracht, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass in rechtswidriger Weise auf den Willen des Eigentümers eingewirkt worden ist.
Anmerkungen

Ganz ähnlich bereits Ma95, Ma99 und Ma125 f.

Keine Quellenangabe.

Sichter

[22.] Analyse:Ma/Fragment 134 25 - Diskussion
Bearbeitet: 23. March 2014, 15:08 Schumann
Erstellt: 6. November 2012, 16:09 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, Spaun 2003, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 134, Zeilen: 25-28, 33-35
Quelle: Spaun 2003
Seite(n): 62-63, Zeilen: S. 62: 21-22, S. 63: 1-3
Nach der überwiegend in der italienischen Rechtsliteratur vertretenen Ansicht wird nur der gute Glaube an das Eigentum des Veräußerers, nicht jedoch an die Verfügungsbefugnis geschützt.322

Art. 1147 [...]

Nach Art. 1147 Abs. 2 kann sich der gutgläubige Erwerber nicht auf sein Nichtwissen von der fehlenden Berechtigung und damit auf seine Gutgläubigkeit i.S.d. Art. 1147 Abs. 1 des Codice civile italiano berufen, wenn die Unkenntnis auf [grober Fahrlässigkeit beruht.]


322 Vgl. Spaun, Der Herausgabeanspruch bei Diebstahl oder illegalem Export von Kulturgütern, 2003, S. 62–63.

[Seite 62]

Nach ganz hM wird nur der gute Glaube an das Eigentum des Veräußerers, nicht jedoch an die Verfügungsbefugnis geschützt.34 Der Erwerber kann sich nicht auf

[Seite 63]

sein Nichtwissen von der fehlenden Berechtigung (und damit auf seine Gutgläubigkeit iSd Art 1147 Abs 1 iCC) berufen, wenn die Unkenntnis auf grober Fahrlässigkeit beruht (Art 1147 Abs 2 iCC).

Anmerkungen

Fortsetzung in Fragment_135_01 Spaun wird als "vgl." erwähnt, die wörtlichen Übernahmen sind aber nicht gekennzeichnet.

Sichter

[23.] Analyse:Ma/Fragment 135 01 - Diskussion
Bearbeitet: 23. March 2014, 15:09 Schumann
Erstellt: 6. November 2012, 16:16 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, Spaun 2003, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 135, Zeilen: 1-8
Quelle: Spaun 2003
Seite(n): 62-63, Zeilen: S. 62: 22, S. 63: 1-7
[Nach Art. 1147 Abs. 2 kann sich der gutgläubige Erwerber nicht auf sein Nichtwissen von der fehlenden Berechtigung und damit auf seine Gutgläubigkeit i.S.d. Art. 1147 Abs. 1 des Codice civile italiano berufen, wenn die Unkenntnis auf] grober Fahrlässigkeit beruht. Hierfür hat sich heute die überwiegend vertretene Rechtsansicht durchgesetzt, dass bei bestehenden Zweifeln am Eigentum des Veräußerers zur Eingrenzung des weitreichenden Schutzes der Verkehrsinteressen stets von grober Fahrlässigkeit auszugehen ist. Auch wenn der gute Glaube des Erwerbers zwar grundsätzlich nach Art. 1147 Abs. 3 des Codice civile italiano vermutet wird, kann er widerlegt werden, wenn der Kläger nachweist, dass die Umstände des Erwerbs geeignet waren, Zweifel am Eigentum des Veräußerers aufkommen zu lassen.323

323 Vgl. Spaun, Der Herausgabeanspruch bei Diebstahl oder illegalem Export von Kulturgütern, 2003, S. 62–63.

[Seite 62]

Der Erwerber kann sich nicht auf

[Seite 63]

sein Nichtwissen von der fehlenden Berechtigung (und damit auf seine Gutgläubigkeit iSd Art 1147 Abs 1 iCC) berufen, wenn die Unkenntnis auf grober Fahrlässigkeit beruht (Art 1147 Abs 2 iCC). Nach hM ist bei bestehenden Zweifeln am Eigentum des Veräußerers stets von grober Fahrlässigkeit auszugehen.35 Der gute Glaube des Erwerbers wird vermutet (Art 1147 Abs 3 iCC), doch kann er widerlegt werden, wenn der Kläger nachweist, dass die Umstände des Erwerbs geeignet waren, Zweifel am Eigentum des Veräußerers aufkommen zu lassen.36

Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment_134_25. Spaun wird als "vgl" erwähnt, die wörtliche Übernahme aber nicht gekennzeichnet.

Sichter

[24.] Analyse:Ma/Fragment 135 17 - Diskussion
Bearbeitet: 22. March 2014, 16:35 Guckar
Erstellt: 7. June 2013, 12:11 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, Spaun 2003, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 135, Zeilen: 17-21
Quelle: Spaun 2003
Seite(n): 63, Zeilen: 8-11
Nur ausnahmsweise wird der gute Glaube an das Eigentum des Veräußerers nach Art. 1154 nicht geschützt, wenn der Erwerber von der unrechtmäßigen Herkunft der Sache weiß, aber irrtümlich davon ausgeht, der Veräußerer (oder ein früherer Besitzer) hätte Eigentum an ihr erworben. Ausnahmsweise wird der gute Glaube an das Eigentum des Veräußerers nicht geschützt, wenn der Erwerber von der unrechtmäßigen Herkunft der Sache weiß, aber irrtümlich davon ausgeht, der Veräußerer (oder ein früherer Besitzer) hätte Eigentum an ihr erworben (Art 1154 iCC).37
Anmerkungen

Spaun wird zwei Absätze oberhalb erwähnt, dazwischen wird der Wortlaut von Art. 1153, 1154 Codice civile reproduziert. Alternativ ist eine Einordnung als Verschleierung denkbar.

Sichter

[25.] Analyse:Ma/Fragment 141 03 - Diskussion
Bearbeitet: 22. March 2014, 16:35 Guckar
Erstellt: 6. November 2012, 16:41 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, Spaun 2003, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 141, Zeilen: 3-8
Quelle: Spaun 2003
Seite(n): 59, Zeilen: 12-13, 16-21
Art. 2279 Abs. 1 ermöglicht somit den sofortigen gutgläubigen Eigentumserwerb an beweglichen Sachen vom Nichtberechtigten kraft Gesetzes.333 Erlangt der Erwerber qualifizierten Besitz, so ersetzt dieser nicht nur das fehlende Eigentum des Veräußerers, sondern heilt auch Mängel im Veräußerungsgeschäft.334 Voraussetzung ist lediglich, dass der Erwerber eine possession réelle (die tatsächliche Sachherrschaft verbunden mit Eigenbesitzwillen) erlangt hat,335 [...]

333 Vgl. Spaun, Der Herausgabeanspruch bei Diebstahl oder illegalem Export von Kulturgütern, 2003, S. 59–62.

334 Vgl. Thorn, Der Mobiliarerwerb vom Nichtberechtigten, 1996, S. 114, sich darauf berufend auch Spaun, Der Herausgabeanspruch bei Diebstahl oder illegalem Export von Kulturgütern, 2003, S. 59–62.

335 Vgl. Spaun, Der Herausgabeanspruch bei Diebstahl oder illegalem Export von Kulturgütern, 2003, S. 59–62.

Art 2279 Abs 1 fCC ermöglicht den sofortigen gutgläubigen Eigentumserwerb an beweglichen Sachen vom Nichtberechtigten kraft Gesetzes.10 [...] Erlangt der Erwerber qualifizierten Besitz, so ersetzt dieser nicht nur das fehlende Eigentum des Veräußerers, sondern heilt auch Mängel im Veräußerungsgeschäft.12 [...] Nach hM muß der Erwerber eine possession réelle (die tatsächliche Sachherrschaft verbunden mit Eigenbesitzwillen) erlangt haben14 [...].
Anmerkungen

Der Verfasser verweist gleich dreifach auf Spaun, aber jeweils "Vgl" sowie für einen ganzen Abschnitt (S 59-62), während sich der ohne Kennzeichnung wörtlich kopierte Text ausschließlich auf S. 59 befindet. Direkt danach folgen acht Zeilen von Spaun, die als Zitat gekennzeichnet sind.

Sichter

[26.] Analyse:Ma/Fragment 141 18 - Diskussion
Bearbeitet: 22. March 2014, 16:35 Guckar
Erstellt: 6. November 2012, 16:52 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, Spaun 2003, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-), Sotho Tal Ker
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 141, Zeilen: 18-24
Quelle: Spaun 2003
Seite(n): 59, 60, Zeilen: 59:114-115; 60:10-13, 101-104
Aber auch bei Vorliegen verdächtiger Umstände gilt der Erwerber als gutgläubig, wenn er nachweisen kann, dass er ausreichende Informationen über den Veräußerer und die Eigentumsverhältnisse eingeholt hatte.339 Darüber hinaus muss es sich um fehlerfreien Besitz handeln. Dieses Erfordernis findet seine gesetzliche Grundlage in Art 2229 des Code civil français, wonach „il faut une possession continue et non interrompue, paisible publique, non équivoque et à titre de [propriétaire“.340]

339 So Spaun, Der Herausgabeanspruch bei Diebstahl oder illegalem Export von Kulturgütern, 2003, S. 59–62, unter Verweis auf Kegel/Drobnig/Ferid, 1997: Gutachten zum internationalen und ausländischen Privatrecht, 1999, S. 332 m.w.N.

[340 Vgl. auch Schmeinck, Internationalprivatrechtliche Aspekte des Kulturgüterschutzes, 1994, S. 138; Thorn, Der Mobiliarerwerb vom Nichtberechtigten, 1996, S. 107–108, letzterer mit Hinweis auf eine Mindermeinung, die fehlerfreien Besitz nicht als Voraussetzung ansieht. Mängel im Besitz würden nach dieser Ansicht etwa insoweit bedeutsam, als dadurch oft die Gutgläubigkeit ausgeschlossen werde (etwa bei gewaltsam erlangtem Besitz). Vgl. Spaun, Der Herausgabeanspruch bei Diebstahl oder illegalem Export von Kulturgütern, 2003, S. 59–62.]

Aber auch bei Vorliegen verdächtiger Umstände gilt der Erwerber als gutgläubig, wenn er nachweisen kann, dass er ausreichende Informationen über den Veräußerer und die Eigentumsverhältnisse eingeholt hatte.18

15 Das Erfordernis des fehlerfreien Besitzes findet seine gesetzliche Grundlage in Art 2229 fCC: „Pour pouvoir prescrire, it faut une possession continue et non interrompue, paisible publique, non équivoque et à titre de propriètaire“. Vgl Schmeinck (1993) 138; Thorn (1996) 107 f, letzterer mit Hinweis auf eine MM, die fehlerfreien Besitz nicht als Voraussetzung ansieht. Mängel im Besitz würden nach dieser Ansicht etwa insoweit bedeutsam, als dadurch oft die Gutgläubigkeit ausgeschlossen werde (etwa bei gewaltsam erlangtem Besitz).

18 Drobnig/Ferid/Kegel (1999) 332 mwN.

Anmerkungen

Der Satz wird wortwörtlich ohne Kennzeichnung als Zitat übernommen. Er folgt einem ausgewiesenen 8-zeiligen Zitat aus Spaun. Diesmal allerdings ein punktgenauer (richtige Seitenzahl) Verweis auf Spaun. Die bei Spaun richtig angegebene Reihenfolge von "Drobnig/Ferid/Kegel" wird vertauscht in "Kegel/Drobnig/Ferid".

Desweiteren wird eine Fußnote nahezu wörtlich übernommen, lediglich am Ende ein Hinweis auf Spaun.

Sichter

[27.] Analyse:Ma/Fragment 142 101 - Diskussion
Bearbeitet: 22. March 2014, 16:35 Guckar
Erstellt: 7. June 2013, 15:38 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, Spaun 2003, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 142, Zeilen: 101-105
Quelle: Spaun 2003
Seite(n): 60, Zeilen: 101-104
----

340 Vgl. auch Schmeinck, Internationalprivatrechtliche Aspekte des Kulturgüterschutzes, 1994, S. 138; Thorn, Der Mobiliarerwerb vom Nichtberechtigten, 1996, S. 107–108, letzterer mit Hinweis auf eine Mindermeinung, die fehlerfreien Besitz nicht als Voraussetzung ansieht. Mängel im Besitz würden nach dieser Ansicht etwa insoweit bedeutsam, als dadurch oft die Gutgläubigkeit ausgeschlossen werde (etwa bei gewaltsam erlangtem Besitz). Vgl. Spaun, [...] S. 59–62.

Vgl Schmeinck (1993) 138; Thorn (1996) 107 f, letzterer mit Hinweis auf eine MM, die fehlerfreien Besitz nicht als Voraussetzung ansieht. Mängel im Besitz würden nach dieser Ansicht etwa insoweit bedeutsam, als dadurch oft die Gutgläubigkeit ausgeschlossen werde (etwa bei gewaltsam erlangtem Besitz).
Anmerkungen

Nur ein "Vgl."-Verweis für diese weitgehend wörtlich und samt Belegen übernommene Fußnote.

Sichter

[28.] Analyse:Ma/Fragment 143 25 - Diskussion
Bearbeitet: 22. March 2014, 16:35 Guckar
Erstellt: 26. November 2012, 13:42 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, Spaun 2003, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 143, Zeilen: 25-32
Quelle: Spaun 2003
Seite(n): 60-61, Zeilen: S. 60: 21-22, S. 61: 1-5
Wurde ein gestohlener oder abhandengekommener Gegenstand auf einer Messe („foire“) oder einem Markt („dans un marché“), bei einer öffentlichen Versteigerung („dans une vente publique“) oder bei einem Kaufmann, der mit Waren dieser Art handelt („d’un marchand vendant des choses pareilles“), (d.h. im Handelsverkehr) erworben, ist zwar kein sofortiger gutgläubiger Erwerb möglich, doch wird dem Erwerber während der Verwirkungsfrist ein Lösungsrecht eingeräumt, während dessen er die Sache dem Eigentümer nur gegen Erstattung des von ihm geleisteten Kaufpreises herausgeben muss.351

351 Vgl. Spaun, Der Herausgabeanspruch bei Diebstahl oder illegalem Export von Kulturgütern, 2003, S. 59–62.

Wurde ein gestohlener oder abhanden gekommener Gegenstand im Handelsverkehr, dh auf einer Messe oder einem Markt, bei einer öffentlichen Versteigerung

[S. 61]

oder bei einem Kaufmann, der mit Waren dieser Art handelt,22 erworen, ist zwar ebenfalls kein sofortiger gutgläubiger Erwer möglich, doch wird dem Erwerber während der Verwirkungsfrist ein Lösungsrecht eingeräumt: er muss die Sache dem Eigentümer nur gegen Erstattung des von ihm geleisteten Kaufpreises herausgeben.23


23 Die privilegierten Erwerbssituationen sind in Art 2280 1. HS fCC abschließend aufgezählt.

Anmerkungen

Nahezu wörtlich von Spaun übernommen und mit der französischen Terminologie aus der erwähnten Vorschrift aufgefüllt. Nur ein "Vgl."-Hinweis auf vier Seiten bei Spaun.

Sichter

[29.] Analyse:Ma/Fragment 155 15 - Diskussion
Bearbeitet: 23. March 2014, 12:40 Guckar
Erstellt: 2. November 2012, 07:59 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Knott 1990, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 155, Zeilen: 15-22
Quelle: Knott 1990
Seite(n): 152, Zeilen: 18-24
Wenn die Restitutionsvoraussetzungen des Art. 7 (b) (i) erfüllt sind, hat der kulturelle Herkunftsstaat einen Anspruch auf Herausgabe des gestohlenen Gegenstandes gegen den Importstaat. Nach Art. 7 (b) (ii) obliegt es dann dem kulturellen Importstaat, „to take the appropriate steps to recover and return any such cultural property imported after entry into force of this Convention in both States concerned“. Der restitutionspflichtige Vertragsstaat muss nach Art. 13 (c) Klagen „for recovery of lost or stolen items“ zulassen, soweit ein Klageanspruch „consistent with the law of each State“ ist.383

383 Vgl. Knott, Der Anspruch auf Herausgabe gestohlenen und illegal exportierten Kulturguts, 1990, S. 152

Wenn die Voraussetzungen von Art. 7 (b) (i) erfüllt sind, hat der Herkunftsstaat einen Anspruch auf Herausgabe des gestohlenen Gegenstandes gegen den Importstaat. Nach Art. 7 (b) (ii) obliegt es dann dem Importstaat, "to take the appropriate steps to recover and return any such cultural property imported after entry into force of this Convention in both States concerned, ...". Der Einfuhrstaat muß nach Art. 13 (c) Klagen "for recovery of lost or stolen items" zulassen, soweit ein Klageanspruch "cosistent with the law of each State" ist.
Anmerkungen

Knott wird in Fußnote 383 als "Vgl." genannt. Es wird nicht erkenntlich, dass der Verfasser die Satzkonstruktion, weitgehend den Wortlaut sowie exakt die Auswahl der zitierten Passagen aus der Konvention von Knott übernommen hat.

Sichter

[30.] Analyse:Ma/Fragment 157 102 - Diskussion
Bearbeitet: 23. March 2014, 12:39 Guckar
Erstellt: 5. November 2012, 15:35 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Knott 1990, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 157, Zeilen: 102-107
Quelle: Knott 1990
Seite(n): 154, Zeilen: 119-121
Kritisch bzgl. der unvollständigen Weise, auf die Art. 7 (b) (ii) der UNESCO Convention on the Means of Prohibiting and Preventing the Illicit Import, Export and Transfer of Ownership of Cultural Property (Paris) vom 14. November 1970 das Herausgabeverlangen regelt, Frigo, La protezione dei beni culturali nel diritto internazionale, 1986, S. 218 und 225; Châtelain, Les moyens de lutte contre les vols et trafics illicites d’oeuvres d’art dans l’Europe des neuf, 1976, S. 100. Kritisch bzgl. der unvollständigen Weise, auf die Art. 7 (b) (ii) das Herausgabeverlangen regelt, M. Frigo, oben ERSTER TEIL Fn. 1, S. 218, 225; J. Chatelain, oben Fn. 97, S. 100.
Anmerkungen

Wörtliche Übernahme, die nicht durch den vorausgehenden allgemeinen Verweis "Vgl. Knott ... S. 154-155" gedeckt ist. Ma trägt lediglich den Namen der Konvention sowie die Titel und Fundstellen der von Knott zitierten Werke nach.

Sichter

[31.] Analyse:Ma/Fragment 158 16 - Diskussion
Bearbeitet: 19. June 2013, 18:35 SleepyHollow02
Erstellt: 15. January 2013, 08:55 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, Wieser 2004, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 158, Zeilen: 16-22
Quelle: Wieser_2004
Seite(n): 264, Zeilen: 1-5
Eine Ansicht, die sich auf die Ausführungen Gordons zu „The UNESCO Convention on the Illicit Movement of Art Treasures“ stützt, ist der Meinung, dass sich Art. 7 (b) (ii) der UNESCO-Convention vom 14. November 1970 nur auf jene Fälle beziehe, in denen der anspruchserhebende Vertragsstaat die Rückgabe des Kulturgutes nicht ohnehin gestützt auf das anwendbare Sachrecht durchsetzen, sondern der Erwerber diesem Anspruch die bereits erworbene eigene dingliche Berechtigung entgegenhalten könne.389 "The convention would not be needed [...] rightful owners."390

389 Vgl. auch die Darstellung bei Wieser, Gutgläubiger Fahrniserwerb und Besitzesrechtsklage – Unter besonderer Berücksichtigung der Rückforderung «entarteter» Kunstgegenstände, 2004, S. 263–264.

390 So Gordon, The UNESCO Convention on the Illicit Movement of Art Treasure, Harvard International Law Journal, Volume 12 (1971), S. 537–556, S. 550–551.

Dagegen wird angeführt, dass sich Art 7 lit. b (ii) UNESCO-Konvention 1970 nur auf jene Fälle beziehe, in denen der anspruchserhebende Vertragsstaat die Rückgabe des Kulturgutes nicht ohnehin gestützt auf das anwendbare Sachrecht durchsetzen, sondern der Erwerber diesem Anspruch die bereits erworbene eigene dingliche Berechtigung entgegenhalten könne. [...]1154

1154 Vgl. GORDON, S. 550 f.: "The convention would not be needed [...] rightful owners". ...

Anmerkungen

Für die Übernahme von 36 zusammenhängenden Wörtern ist ein "Vgl. auch"-Verweis unzulänglich. Das längere Zitat aus "Gordon" findet sich, mit einer identischen Auslassung von sechs Zeilen, so auch bei Wieser. Diese weitere Übernahme wird nicht als Plagiat gewertet, weil sie ordnungsgemäß als Zitat ausgewiesen ist und mit dem Original (Gordon) übereinstimmt. Der bei Wieser unmittelbar folgende Text wird in Fragment_159_01 verwertet.

Sichter

[32.] Analyse:Ma/Fragment 159 01 - Diskussion
Bearbeitet: 15. January 2013, 09:06 PlagProf:-)
Erstellt: 15. January 2013, 09:05 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, Wieser 2004, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 159, Zeilen: 1-6
Quelle: Wieser_2004
Seite(n): 264, Zeilen: 5-9
Diese Rechtsansicht findet ihre Rechtfertigung darin, dass andernfalls mittels der UNESCO-Convention vom 14. November 1970 eine Benachteiligung des anspruchsberechtigten Vertragsstaates in Bezug auf die Rückforderung eines Kulturgutes eingeführt werde, da dem herausgabepflichtigen Besitzer einer sonstigen beweglichen Sache keine Entschädigung zustehen würde. Andernfalls werde mittels der UNESCO-Konvention 1970 eine Benachteiligung des anspruchsberechtigten Vertragsstaates in Bezug auf die Rückforderung eines Kulturgutes eingeführt, da dem herausgabepflichtigen Besitzer einer sonstigen beweglichen Sache keine Entschädigung zustehen würde.
Anmerkungen

Der Verfasser erweckt hier den Eindruck, er habe selbst die Auffassung von Gordon in deutscher Sprache zusammengefasst. Im direkten Anschluss wird Wieser offen wörtlich zitiert.

Sichter

[33.] Analyse:Ma/Fragment 167 04 - Diskussion
Bearbeitet: 17. June 2013, 18:24 SleepyHollow02
Erstellt: 15. January 2013, 09:21 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, Wieser 2004, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 167, Zeilen: 4-7
Quelle: Wieser_2004
Seite(n): 276, Zeilen: 3-6
Die Entscheidung ist deshalb besonders wichtig, weil grundsätzlich derjenige Erwerber, der ein Kulturgut vor vielen Jahren erworben hat, bei Erstattung des Kaufpreises wohl in den meisten Fällen nur einen Bruchteil desjenigen erhält, was das Kulturgut im Zeitpunkt der Rückgabe tatsächlich wert ist.422

422 Vgl. Wieser, Gutgläubiger Fahrniserwerb und Besitzesrechtsklage – Unter besonderer Berücksichtigung der Rückforderung «entarteter» Kunstgegenstände, 2004, S. 274–277.

Dies wäre insofern prüfenswert gewesen, als dass derjenige Erwerber, der ein Kulturgut vor fast 30 Jahren erworben hat, bei Erstattung des Kaufpreises wohl in den meisten Fällen nur einen Bruchteil desjenigen erhält, was das Kulturgut im Zeitpunkt der Rückgabe tatsächlich Wert ist1206.
Anmerkungen

Für die Übernahme dieses Gedankengangs einschließlich 27 zusammenhängeder Wörter reicht ein "Vgl."-Verweis auf vier Seiten in der Quelle nicht aus.

Sichter

[34.] Analyse:Ma/Fragment 167 17 - Diskussion
Bearbeitet: 23. March 2014, 12:39 Guckar
Erstellt: 5. November 2012, 19:45 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Knott 1990, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 167, Zeilen: 17-19
Quelle: Knott 1990
Seite(n): 179, Zeilen: 17-22
Nach enteignungsrechtlichen Grundsätzen soll das Opfer nicht für die wirtschaftlichen Verluste, die es aufgrund der Enteignung erleidet, entschädigt werden. Vielmehr ist ihm ein billiger Ausgleich zu gewähren. Die Höhe der Entschädi[gung soll daher nach einer Ansicht dem Wert des herausverlangten Gegenstandes entsprechen, wobei umstritten ist, ob der Betrag den vom restitutionspflichtigen Besitzer an den Verkäufer gezahlten Kaufpreis übersteigen darf.424]

424 Vgl. Knott, Der Anspruch auf Herausgabe gestohlenen und illegal exportierten Kulturguts, 1990, S. 179 unter Berufung auf Byrne-Sutton, Le trafic international des biens culturels sous l’angle de leur revendication par l’Etat d’origine, 1988, S. 243.

Nach enteignungsrechtlichen Grundsätzen soll das Opfer nicht für die wirtschaftlichen Verluste, die es aufgrund der Enteignung erleidet, entschädigt werden. Vielmehr ist ihm ein billiger Ausgleich zu gewähren. Die Höhe der Entschädigung soll daher dem Wert des herausverlangten Gegenstandes entsprechen; der Betrag darf aber nicht den vom Besitzer an den Verkäufer gezahlten Kaufpreis übersteigen509.

509 Siehr, Der gutgläubige Erwerb beweglicher Sachen, 80 ZVglRwiss. 273, 288 (1981) (bespricht die Höhe der Entschädigung bei zivilrechtlichen Klagen; dazu unten S. 181 f.); dafür, die Höhe nach dem Kaufpreis, den der gutgläubige Käufer bezahlte, zu bemessen, R. Fraoua, oben ERSTER TEIL Fn. 1, S. 171 f.; Q. Byrne-Sutton, oben ERSTER TEIL Fn. 291, S. 243.

Anmerkungen

Längere wörtliche Übernahme ohne Kennzeichnung als Zitat aus Knott. Im letzten Satz distanziert sich Ma etwas von Knott. Die auf S. 168 befindlichen Teile werden deshalb nicht als Plagiat gewertet. Ma übersieht allerdings, dass Knott die Arbeit von Byrne-Sutton als Beispiel für eine abweichende Auffassung zitiert.

Sichter

[35.] Analyse:Ma/Fragment 172 01 - Diskussion
Bearbeitet: 23. March 2014, 12:39 Guckar
Erstellt: 4. November 2012, 11:32 (PlagProf:-))
Fragment, Knott 1990, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 172, Zeilen: 1-2, 5-8
Quelle: Knott 1990
Seite(n): 154, Zeilen: 124-126
[So soll Thailand sich bspw. geweigert] haben, das Abkommen zu zeichnen, weil es sich nicht leisten könne, die Entschädigung gemäß Art. 7 (b) (ii) der UNESCO-Convention zu zahlen. [...] Eine solche Korrespondenz wurde bspw. mit dem Art Institute of Chicago hinsichtlich der Restitution einer tausend Jahre alten Tempelfigur geführt, die angeblich während des Vietnam-Krieges gestohlen worden war.443

443 Crossette, Thais Accuse U.S. in Loss of Temple-Art, N.Y.Times, Artikel vom 10. Februar 1988.

So soll Thailand sich geweigert haben , das Abkommen zu zeichnen, weil es sich nicht leisten könne, die Entschädigung gemäß Art. 7 (b) (ii) zu zahlen. Thailand versucht daher auf freiwilliger Basis, mit dem Art Institute of Chicago die Rückgabe einer tausend Jahre alten Tempelfigur, die angeblich während des Vietnam-Krieges gestohlen wurde, auszuhandeln; s. Crossette, Thais Accuse U.S. in Loss of Temple Art, N.Y. Times, 10. Februar 1988.
Anmerkungen

Kein Verweis auf Knott in diesem Zusammenhang. Auch der vorausgehende Satz stammt teilweise von Knott.

Sichter

[36.] Analyse:Ma/Fragment 175 31 - Diskussion
Bearbeitet: 22. March 2014, 16:35 Guckar
Erstellt: 26. November 2012, 13:56 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, Spaun 2003, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 175, Zeilen: 31-35
Quelle: Spaun 2003
Seite(n): 225, Zeilen: 2-6
UNIDROIT hatte zu Beginn der Vorarbeiten noch erwogen, die in der UNIDROIT Draft Convention Providing a Uniform Law on the Acquisition in Good Faith of Corporeal Movables (LUAB) aus dem Jahre 1974 vorgeschlagene Regelung des Gutglaubenserwerbes vom Nichtberechtigten zu reaktivieren. Auf Grund der negativen Erfahrungen mit der Draft Convention wurde dieser Plan [jedoch verworfen und eine eigenständige Lösung angestrebt.453]

453 Vgl. Spaun, Der Herausgabeanspruch bei Diebstahl oder illegalem Export von Kulturgütern, 2003, S. 224–228.

UNIDROIT hatte zu Beginn der Vorarbeiten noch erwogen, die im LUAB 1974 vorgeschlagene Regelung des Gutglaubenserwerbes vom Nichtberechtigten zu reaktivieren. Auf Grund der Erfahrungen mit dem LUAB 1974 und nach weiterer Forschungsarbeit235 wurde dieser Plan jedoch verworfen und eine eigenständige Lösung angestrebt.236
Anmerkungen

Weitgehend wörtlich übernommen, nur ein "Vgl."-Verweis auf fünf Seiten bei Spaun.

Sichter

[37.] Analyse:Ma/Fragment 177 13 - Diskussion
Bearbeitet: 18. June 2013, 07:26 SleepyHollow02
Erstellt: 15. January 2013, 09:49 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, Wieser 2004, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 177, Zeilen: 13-18, 120-122
Quelle: Wieser_2004
Seite(n): 293, Zeilen: 9-11, 101-103
Ferner sollte damit der Tatsache entgegengewirkt werden, dass Kulturgüter absichtlich in einen Staat verbracht werden, in welchem ein Erwerb vom Nichtberechtigten leichter möglich ist.461 Reichelt wertet die Kompensationszahlungspflicht auch als Entscheidung gegen die sog. ‚Italian Connection‘462, die durch eine Verbringung des Kulturgutes nach Italien nach Art. 1153 und 1154 des Codice civile italiano (C.c.i). profitieren wolle.463

462 So auch der Ausdruck bei Wieser, Gutgläubiger Fahrniserwerb und Besitzesrechtsklage – Unter besonderer Berücksichtigung der Rückforderung «entarteter» Kunstgegenstände, 2004, S. 293–295.

463 Vgl. Reichelt, Die Unidorit-Konvention 1995 über gestohlene oder unerlaubt ausgeführte Kulturgüter – Grundzüge und Zielsetzungen, in: Reichelt, Neues Recht zum Schutz von Kulturgut: Internationaler Kulturgüterschutz, EG-Richtlinie, UNIDROIT Konvention und Folgerecht, S. 63–64. Daher beruhe der Anspruch des gutgläubigen Erwerbers auch auf dem Entscheid Winkworth v. Christie’s, welcher insgesamt „die Arbeiten von Unidroit richtungsweisend beeinflusst hat“.

Ferner sollte damit der tatsache entgegengewirkt werden, dass Kulturgüter absichtlich in einen Staat verbracht werden, in welchem ein Erwerb vom Nichtberechtigten leichter möglich ist1283.

1283 Vgl. REICHELT, Unidroit[sic]-Konvention, S. 63 f., welche den Entschädigungsanspruch auch als Entscheidung gegen die sog. Italian Connection wertet, die durch eine Verbringung des Kulturgutes nach Italien von Art. 1153 CCI profitieren wolle. Daher beruhe der Anspruch des gutgläubigen Erwerbers auch auf dem Entscheid Winkworth v. Christie's, welcher insgesamt "die Arbeiten von Unidroit richtungsweisend beeinflusst hat". ...

Anmerkungen

Auch wenn man "So auch der Audruck bei Wieser als Hinweis auf eine nicht abgegrenzte wörtliche Übernahme nimmt, sollte diese Übernahme zu weit gehen.

Sichter

[38.] Analyse:Ma/Fragment 323 34 - Diskussion
Bearbeitet: 23. March 2014, 12:39 Guckar
Erstellt: 2. November 2012, 09:18 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Knott 1990, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 323, Zeilen: 34-39
Quelle: Knott 1990
Seite(n): 39, Zeilen: 10-14
Auch die professionell am Kunsthandel beteiligten Galeristen, Kunsthändler und Auktionshäuser sind grundsätzlich nicht bereit, Untersuchungen über die Herkunft eines Kunstwerks anzustellen, da einerseits die Auftraggeber von Kunsthändlern und Galeristen und Einlieferer in Auktionshäusern in vielen Konstellationen anonym bleiben möchten und andererseits die Händler nicht bereit sind, die Namen ihrer Kunden [preiszugeben, weil andere professionell am Kunsthandel Beteiligte auf diese Weise Kenntnis von potentiellen Verkäufern von Kunstwerken erhalten könnten2.]

2 Vgl. Feldman/Weil/Biederman, Art Law – Rights and Liabilities of Creators and Collectors, Volume II, 1986, § 9.2.3, S. 26; Knott, Der Anspruch auf Herausgabe gestohlenen und illegal exportierten Kulturguts, 1990, S. 39–40.

Es gibt zwei Gründe dafür, warum Kunsthändler nicht bereit sind, Untersuchungen über die Herkunft eines Kunstwerks anzustellen93: Erstens wollen die Auftraggeber der Hänndler anonym bleiben94. Zum zweiten sind die Händler nicht bereit, die Namen ihrer Kunden preiszugeben, weil andere Händler auf diese Weise Kenntnis von potentiellen Verkäufern von Kunstwerken erhalten könnten.95

95 Taborsky, [...]; F Feldmann & S Weil, oben Fn. 87, S. 37; 1978 Hearings on H.R. 5643 and S. 2261 [...].

Anmerkungen

Knott wird in Fußnote 2 ("Vgl.") an zweiter Stelle genannt. Die ohne hinlängliche Kennzeichnung übernommene Passage befindet sich ausschließlich auf S. 39. Der Verfasser paraphrasiert weiter Knott, Anschluß im nächsten Fragment.

Sichter

[39.] Analyse:Ma/Fragment 324 01 - Diskussion
Bearbeitet: 23. March 2014, 12:40 Guckar
Erstellt: 2. November 2012, 09:38 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Knott 1990, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 324, Zeilen: 1-2, 8-13
Quelle: Knott 1990
Seite(n): 39, Zeilen: 7-15
[Auch die professionell am Kunsthandel beteiligten Galeristen, Kunsthändler und Auktionshäuser sind grundsätzlich nicht bereit, Untersuchungen über die Herkunft eines Kunstwerks anzustellen, da einerseits die Auftraggeber von Kunsthändlern und Galeristen und Einlieferer in Auktionshäusern in vielen Konstellationen anonym bleiben möchten und andererseits die Händler nicht bereit sind, die Namen ihrer Kunden] preiszugeben, weil andere professionell am Kunsthandel Beteiligte auf diese Weise Kenntnis von potentiellen Verkäufern von Kunstwerken erhalten könnten2 [...] Während die großen Händler und Auktionshäuser den Standpunkt vertreten, dass die Publizität, die dem Verkauf eines Kunstwerks durch Verkaufskataloge und die Versteigerung selbst zukommt, genügt, um mögliche Eigentümer über den Verbleib ihrer Objekte in Kenntnis zu setzen,4 nehmen eher kleinere Händler den Standpunkt ein, dass die Zahl der Prozesse es nicht rechtfertige, von dem hergebrachten Brauch im Kunsthandel abzuweichen.5

2 Vgl. Feldman/Weil/Biederman, Art Law – Rights and Liabilities of Creators and Collectors, Volume II, 1986, § 9.2.3, S. 26; Knott, Der Anspruch auf Herausgabe gestohlenen und illegal exportierten Kulturguts, 1990, S. 39–40.

4 Vgl. die Leserbriefe in The Antiques Trade Gazette, London, abgedruckt in Stolen Art Alert, Bd. 5, Nr. 5, S. 4–6, 4 (Juni 1984: Brief von Paul Whitfield, Geschäftsführer von Christie’s); DePorter Hoover, Title Disputes in the Art Market: An Emerging Duty of Care for Art Merchants, The George Washington Law Review 51 (1983), S. 443–464, S. 457 Fn. 108; Knott, Der Anspruch auf Herausgabe gestohlenen und illegal exportierten Kulturguts, 1990, S. 39–40.

5 Vgl. Knott, Der Anspruch auf Herausgabe gestohlenen und illegal exportierten Kulturguts, 1990, S. 39–40; DePorter Hoover, Title Disputes in the Art Market: An Emerging Duty of Care for Art Merchants, The George Washington Law Review 51 (1983), S. 443–464, S. 448 Fn. 39.

Es gibt zwei Gründe dafür, warum Kunsthändler nicht bereit sind, Untersuchungen über die Herkunft eines Kunstwerks anzustellen93: Erstens wollen die Auftraggeber der Hänndler anonym bleiben94. Zum zweiten sind die Händler nicht bereit, die Namen ihrer Kunden preiszugeben, weil andere Händler auf diese Weise Kenntnis von potentiellen Verkäufern von Kunstwerken erhalten könnten.95 Die großen Händler und Auktionshäuser vertreten den Standpunkt, daß die Publizität, die dem Verkauf eines Kunstwerks durch Verkaufskataloge und die Versteigerung selbst zukommt, genügt, um mögliche Eigentümer über den Verbleib ihrer Objekte in Kenntnis zu setzen96. Händler, die ein kleineres Geschäft betreiben, tragen vor, daß die Zahl der Prozesse es nicht rechtfertige, von dem hergebrachten Brauch im Kunsthandel abzuweichen97.

95 Taborsky, [...]; F Feldmann & S Weil, oben Fn. 87, S. 37; 1978 Hearings on H.R. 5643 and S. 2261 [...].

96 S. die Leserbriefe in The Antiques Trade Gazette, London, abgedruckt in Stolen Art Alert, Bd. 5, Nr. 5, S. 4 - 6, 4 (Juni 1984) (Brief von Paul Whitfield, Geschäftsführer von Christie's); DePorter Hoover, oben Fn. 72, 457 Fn. 108.

97 DePorter Hoover, oben Fn. 72, 448 Fn. 39. [...]

Anmerkungen

Knott wird dreimal erwähnt, nur einmal an erster Stelle, stets als "Vgl." und mit den Seitenzahlen eines Unterabschnitts (39-40). Die gesamten hier übernommenen Ausführungen einschließlich Fußnoten befinden sich auf S. 39.

Sichter

[40.] Analyse:Ma/Fragment 325 109 - Diskussion
Bearbeitet: 23. March 2014, 12:36 Guckar
Erstellt: 16. November 2012, 16:34 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Grell 1999, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 325, Zeilen: 109-113
Quelle: Grell 1999
Seite(n): 159, Zeilen: 109-112
Vgl. auch die gerichtlich festgestellte Gutgläubigkeit des Sammlers Paul Heinz Bendix beim Erwerb des vermutlich von den NS-Unrechtsbehörden beschlagnahmten Gemäldes ‚Zwei schwarze Flecken‘ (1923) von Kandinsky in art, Heft 3/1993, S. 137. Das Gemälde ist abgebildet in: Lempertz, 150 Jahre I/1995, S. 47, wo die Provenienz Lissitzky Küppers schon vermutet wird. Vgl. auch die gerichtlich festgestellte Gutgläubigkeit des Sammlers Paul Heinz Bendix beim Erwerb des vermutlich von den NS-Unrechtsbehörden beschlagnahmten Gemäldes ‚Zwei schwarze Flecken‘ (1923) von Kandinsky in art, Heft 3/1993, S. 137; das Bild ist abgebildet in: Lempertz 150 Jahre 1/ 1995, S. 47, wo die Provenienz Lissitzky- Küppers bloss vermutet wird.
Anmerkungen

Auf Grell wird zuvor in der Fußnote verwiesen, aber nicht gekennzeichnet, dass auch die hier dokumentierten Informationen (samt Quellen) nahezu wörtlich von Grell übernommen wurden.

Sichter

[41.] Analyse:Ma/Fragment 343 15 - Diskussion
Bearbeitet: 22. March 2014, 16:36 Guckar
Erstellt: 26. November 2012, 14:36 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, Spaun 2003, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 343, Zeilen: 15-19, 105-110
Quelle: Spaun 2003
Seite(n): 227, Zeilen: 1-4, 118-119
Im Schrifttum wird diese Verschärfung ausdrücklich begrüßt und festgehalten, dass – etwa durch (teilweise kostenpflichtige) Anfragen bei den öffentlich zugänglichen Datenbanken – der Nachforschungspflicht „mit einem geringen Aufwand an Zeit und Kosten“ Genüge getan werden könne.76

76 Vgl. dazu ausführlich Müller-Katzenburg, Internationale Standards im Kulturgüterverkehr, 1996, S. 315 ff. sowie Müller-Katzenburg, Besitz- und Eigentumssituation bei gestohlenen und sonst abhanden gekommenen Kunstwerken, NJW 1999, S. 2551–2558, S. 2556; ihr folgend Raschèr, Kulturgütertransfer und Globalisierung: UNESCO-Konvention 1970 – Unidroit- Konvention 1995 – EG-Verordnung 3911/92 – EG-Richtlinie 93/7 – Schweizerisches Recht, 2000, S. 82–83; Spaun, Der Herausgabeanspruch bei Diebstahl oder illegalem Export von Kulturgütern, 2003, S. 224–228.

Im Schrifttum wird diese Verschärfung ausdrücklich begrüßt und festgehalten, dass - etwa durch (kostenpflichtige) Anfrage beim Art Loss Register (ALR)243 - der Nachforschungspflicht "mit einem geringen Aufwand an Zeit und Kosten" Genüge getan werden könne.244

244 Vgl. dazu ausführlich Müller-Katzenburg (1996) 315 ff sowie (1999) 2556; ihr folgend Raschèr (2000) 82f. [...]

Anmerkungen

Text samt Zitat und Belegen übernommen, Spaun nur an vierter Stelle genannt.

Sichter

[42.] Analyse:Ma/Fragment 346 12 - Diskussion
Bearbeitet: 22. March 2014, 16:36 Guckar
Erstellt: 26. November 2012, 14:46 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, Spaun 2003, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 346, Zeilen: 12-16
Quelle: Spaun 2003
Seite(n): 225, Zeilen: 18-24
Dementsprechend sind die strengen Sorgfaltsanforderungen sowie die dem Erwerber auferlegte Beweislast insbesondere als präventive Maßnahmen zu verstehen, durch die die Akteure des Kulturgütermarktes zur aktiven Provenienzforschung motiviert werden sollen.85 Mit dieser rechtstechnischen Konstruktion der Konvention wird die Hoffnung verbunden, dass der Haupteffekt der Konvention weniger in der Restitution gestohlener Kulturgüter selbst, sondern vielmehr in der künftigen, durch die Änderung der Verhaltensweisen bedingten Einschränkung des Handels mit gestohlenen Kulturgütern liegen wird.86

85 Vgl. Spaun, Der Herausgabeanspruch bei Diebstahl oder illegalem Export von Kulturgütern, 2003, S. 224–228.

86 Vgl. Prott, Kulturgüterschutz nach der UNIDROIT-Konvention und nach der UNESCOKonvention, ZvglRWiss 95 (1996), S. 188 ff., S. 194; Reichelt, Die UNIDROIT-Konvention 1995 über gestohlene oder unerlaubt ausgeführte Kulturgüter – Grundzüge und Zielsetzungen, in: Reichelt, Neues Recht zum Schutz von Kulturgut: Internationaler Kulturgüterschutz, EG-Richtlinie, UNIDROIT Konvention und Folgerecht, S. 62; Spaun, Der Herausgabeanspruch bei Diebstahl oder illegalem Export von Kulturgütern, 2003, S. 224–228.

Die strengen Sorgfaltsanforderungen sowie die dem Erwerber auferlegte Beweislast sind insbesondere als präventive Maßnahmen zu verstehen, durch die die Akteure des Kulturgütermarktes zur aktiven Provenienzforschung motiviert werden sollen. Entsprechend wird erwartet, dass der Haupteffekt der Konvention weniger in der Restitution gestohlener Kulturgüter, sondern vielmehr in der künftigen, durch die Änderung der Verhaltensweisen bedingten Einschränkung des Handels mit gestohlenen Kulturgütern liegen wird.238

238 Prott (1996a) 194; Reichelt (1997b) 62.

Anmerkungen

Weitgehend wörtliche Übernahme, einschließlich der Belege. Nur "Vgl."-Verweis auf fünf Seiten bei Spaun.

Sichter

[43.] Analyse:Ma/Fragment 358 18 - Diskussion
Bearbeitet: 18. August 2015, 12:23 PlagProf:-)
Erstellt: 26. November 2012, 15:04 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, Spaun 2003, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 358, Zeilen: 18-24, 31-32
Quelle: Spaun 2003
Seite(n): 84, Zeilen: 13-23
Nach amerikanischem Recht trägt der Erwerber die Beweislast für sämtliche Voraussetzungen des Erwerbs vom Nichtberechtigten, damit auch für seine Gutgläubigkeit.124 Grundsätzlich wird die Gutgläubigkeit erst bei positiver Kenntnis verneint, fahrlässiges Verhalten wird aber dann berücksichtigt, wenn der Erwerber Kenntnis von Umständen hat, die einen verständigen Durchschnittsbürger zu Nachforschungen veranlasst hätten, der Erwerber diese aber unterlässt.125 Etwas anderes gilt, wenn der Erwerber selbst Kaufmann ist.

§ 2-104 Abs. 1 Uniform Commercial Code: [...]

Erwirbt ein Kaufmann in dem beschriebenen Sinne ein Kulturgut, muss er zusätzlich die im Handelsverkehr übliche Sorgfalt einhalten.126 Im Bereich des [internationalen Kulturgüterverkehrs tendiert sowohl die Rechtsdogmatik als auch die Rechtsprechung dazu, einen strengen Sorgfaltsmaßstab anzunehmen und bei kommerziellen Käufern jedenfalls eine Verpflichtung zur Nachfrage, wenn nicht sogar zur Nachforschung bezüglich der Eigentumsverhältnisse anzunehmen. 127]


125 Spaun, Der Herausgabeanspruch bei Diebstahl oder illegalem Export von Kulturgütern, 2003, S. 83–85; Thorn, Der Mobiliarerwerb vom Nichtberechtigten, 1996, S. 139 m.w.N.

126 Vgl. Spaun, Der Herausgabeanspruch bei Diebstahl oder illegalem Export von Kulturgütern, 2003, S. 83–85; Thorn, Der Mobiliarerwerb vom Nichtberechtigten, 1996, S. 139 m.w.N.; Conley, International Art Theft, Wisconsin International Law Journal 13 (1995), S. 493–512, S. 503; Müller-Katzenburg, Internationale Standards im Kulturgüterverkehr, 1996, S. 321–322.

127 Vgl. Spaun, Der Herausgabeanspruch bei Diebstahl oder illegalem Export von Kulturgütern, 2003, S. 83–85; Thorn, Der Mobiliarerwerb vom Nichtberechtigten, 1996, S. 139 m.w.N.; Conley, International Art Theft, Wisconsin International Law Journal 13 (1995), S. 493–512, S. 503; Müller-Katzenburg, Internationale Standards im Kulturgüterverkehr, 1996, S. 321–322.

Nach amerikanischem Recht trägt der Erwerber die Beweislast für sämtliche Voraussetzungen des Erwerbs vom Nichtberechtigten, damit auch für seine Gutgläubigkeit.152 Der gute Glaube wird in Sec 1-201 (19) UCC wie folgt definiert: "honesty in fact in the conduct or transaction concerned". Grundsätzlich wird die Gutgläubigkeit erst bei positiver Kenntnis verneint, fahrlässiges Verhalten wird aber etwa dann berücksichtigt, wenn der Erwerber Kenntnis von Umständen hat, die einen verständigen Durchschnittsbürger zu Nachforschungen veranlasst hätten, der Erwerber diese aber unterlässt.153 Ist der Erwerber selbst Kaufmann,154 muss er die im Handelsverkehr übliche Sorgfalt einhalten.155 Im Bereich des Kunsthandels tendiert die Rechtsprechung dazu, einen strengen Sorgfaltsmaßstab anzunehmen und bei kommerziellen Käufern jedenfalls eine Verpflichtung zur Nachfrage, wenn nicht sogar zur Nachforschung bezüglich der Eigentumsverhältnisse anzunehmen.156
Anmerkungen

Verweise auf Spaun, die aber nicht die wörtlichen Übernahmen erkenntlich werden lassen. Die ausgelassenen Zeilen bei Ma zitieren Sec 2-104(1) UCC; leichte Abweichung lassen erkennen, dass die Vorschrift nicht bei Spaun abgeschrieben wurde, die sie in Fußnote 154 ebenfalls in voller Länge zitiert.

Sichter

[44.] Analyse:Ma/Fragment 359 01 - Diskussion
Bearbeitet: 22. March 2014, 16:37 Guckar
Erstellt: 26. November 2012, 15:11 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, Spaun 2003, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 359, Zeilen: 1-5
Quelle: Spaun 2003
Seite(n): 84-85, Zeilen: S. 84: 22-24, S. 85: 1-2
[Im Bereich des] internationalen Kulturgüterverkehrs tendiert sowohl die Rechtsdogmatik als auch die Rechtsprechung dazu, einen strengen Sorgfaltsmaßstab anzunehmen und bei kommerziellen Käufern jedenfalls eine Verpflichtung zur Nachfrage, wenn nicht sogar zur Nachforschung bezüglich der Eigentumsverhältnisse anzunehmen. 127

127 Spaun, Der Herausgabeanspruch bei Diebstahl oder illegalem Export von Kulturgütern, 2003, S. 83–85; Thorn, Der Mobiliarerwerb vom Nichtberechtigten, 1996, S. 139 m.w.N.

Im Bereich des Kunsthandels tendiert die Rechtsprechung dazu, einen strengen Sorgfaltsmaßstab anzunehmen und bei kommerziellen Käufern jedenfalls eine Verpflichtung zur Nachfrage, wenn nicht sogar zur Nachforschung bezüglich der Eigentumsverhältnisse anzunehmen.156
Anmerkungen

Anschluss an Fragment_358_18.

Sichter

[45.] Analyse:Ma/Fragment 367 23 - Diskussion
Bearbeitet: 23. March 2014, 12:45 Guckar
Erstellt: 19. November 2012, 15:42 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Köhling 1999, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 367, Zeilen: 23-25
Quelle: Köhling 1999
Seite(n): 31, Zeilen: 22-24
Die Berufungsrichter bestätigten das Urteil deswegen nur aus dem ersten Grund, der mangelnden Kaufmannseigenschaft des Veräußerers.153

153 Porter v. Wertz, 439 N.Y.S 2d 106. Vgl. Köhling, Der Eigentumserwerb abhanden gekommener Kunstgegenstände im amerikanischen Recht, 1999, S. 28–32.

Die Berufungsrichter bestätigten das Urteil deswegen nur aus dem ersten Grund, der mangelnden Kaufmannseigenschaft des Veräußerers.84

84 439 N.Y.S 2d 106.

Anmerkungen

Ein Satz mit 15 Wörtern komplett übernommen. Direkt davor wird Köhling paraphrasiert. Bei der angegebenen Fundstelle übernimmt Ma einen Tippfehler von Köhling, nämlich die Auslassung des letzten Punktes in "N.Y.S.". Anders Köhling in Fußnote 83, Ma in Fußnote 152.

Sichter

[46.] Analyse:Ma/Fragment 369 12 - Diskussion
Bearbeitet: 22. March 2014, 16:37 Guckar
Erstellt: 26. November 2012, 15:22 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, Spaun 2003, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 369, Zeilen: 12
Quelle: Spaun 2003
Seite(n): 85, Zeilen: 109-114
Im Fall Taborsky v. Maroney162 wurde aufgrund der besonderen Umstände des Falls (es handelte sich um einen Verkauf eines Kulturguts durch einen Kommissionär, der Käufer kannte die Eigentumsverhältnisse und wusste, dass der Endpreis erheblich unter dem vorgegebenen Preis lag) festgestellt, dass der Käufer zu Nachforschungen verpflichtet gewesen wäre und damit wurde ein weiterer Präzedenzfall für das Bestehen einer Untersuchungspflicht im (inter-)nationalen Kulturgüterverkehr innerhalb der amerikanischen Rechtsordnung geschaffen.163

162 Taborsky v. Maroney and Hirschl & Adler, Nr. 832533, 83-2560 Civ. 296, unveröffentlichter Beschluss des US. Court of Appeals für den 7th Cir. vom 7. September 1984; Feldman/Weil/Biederman, Art Law – Rights and Liabilities of Creators and Collectors, Volume II, 1986, § 9.2.3, S. 29). Vgl. Knott, Der Anspruch auf Herausgabe gestohlenen und illegal exportierten Kulturguts, 1990, S. 38–39; Spaun, Der Herausgabeanspruch bei Diebstahl oder illegalem Export von Kulturgütern, 2003, Fn. 156, S. 85; Köhling, Der Eigentumserwerb abhanden gekommener Kunstgegenstände im amerikanischen Recht, 1999, S. 28–32.

163 Vgl. Spaun, Der Herausgabeanspruch bei Diebstahl oder illegalem Export von Kulturgütern, 2003, S. 83–85.

Im Fall Taborsky v Maroney [nicht veröffentlichter Beschluss des US Court of Apeals für den 7th Cir vom 7.9.1984, zitiert nach Knott (1990) 38 FN 88)] wurde aufgrund der besonderen Umstände des Falls (es handelte sich um einen Verkauf durch einen Kommissionär, der Käufer kannte die Eigentumsverhältnisse und wusste, dass der Endpreis erheblich unter dem vorgegebenen Preis lag) festgestellt, dass der Käufer zu Nachforschungen verpflichtet gewesen wäre und damit ein Präzedenzfall für das Bestehen einer Untersuchungspflicht geschaffen.
Anmerkungen

Anders formulierte, ausführlichere Darstellung des Falls bei Knott S. 38-39, vergleichbar mit der nachfolgenden ausführlicheren Darstellung bei Ma. Spaun wird nur "Vgl." und insgesamt als vierter von fünf Belegen genannt.

Sichter

[47.] Analyse:Ma/Fragment 371 15 - Diskussion
Bearbeitet: 23. March 2014, 12:45 Guckar
Erstellt: 19. November 2012, 16:32 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Köhling 1999, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 371, Zeilen: 15-24
Quelle: Köhling 1999
Seite(n): 32, Zeilen: 2-5, 102-104
Im Fall Howley v. Sotheby’s aus dem Jahre 1986171 wurde bestätigt, dass gerade Kunsthändler und Versteigerungshäuser verpflichtet seien, sich über die Eigentumsverhältnisse an einem zu erwerbenden Kulturgut zu vergewissern, insbesondere wenn es Hinweise dafür gebe, dass der Verkäufer nicht ohne Rückfrage über den Verkauf entscheiden dürfe. In der genannten Konstellation hatte ein Hausverwalter ohne Berechtigung des Eigentümers zwei Gemälde an sich genommen und sich gegenüber dem versteigernden Auktionshaus als Neffe des Eigentümers ausgegeben, der im Auftrag des Onkels die Kunstwerke einliefern solle. Dabei gab er vor, dass er sich wegen des Kaufpreises noch mit dem vermeintlichen Onkel absprechen müsse.172

171 Howley v Sotheby’s, NY Law Journal, 20.2.1986 (NY 1986), S. 6. Vgl. Köhling, Der Eigentumserwerb abhanden gekommener Kunstgegenstände im amerikanischen Recht, 1999, S. 28–32; Spaun, Der Herausgabeanspruch bei Diebstahl oder illegalem Export von Kulturgütern, 2003, S. 83–85.

172 Vgl. Köhling, Der Eigentumserwerb abhanden gekommener Kunstgegenstände im amerikanischen Recht, 1999, S. 28–32.

Howley v. Sotheby's86 bestätigt, daß gerade Kunsthändler eine besondere Pflicht haben, sich über die Eigentumsverhältnisse an einem Kunstwerk zu vergewissern; dies gilt insbesondere, wenn es Hinweise gebe, daß der Verkäufer nicht ohne Rückfragen über den Verkauf entscheiden dürfe.87

86 N.Y.L.J., 20.2.1986 (N.Y. 1986), S. 6.

87 In jenem Fall hatte ein Hausverwalter zwei Bilder an sich genommen und sich gegenüber dem Auktionshaus als Neffe des Eigentümers ausgegeben. Dabei gab er vor, daß er sich wegen des Kaufpreises noch mit dem vermeintlichen Onkel absprechen müsse.

Anmerkungen

"Vgl." Verweis auf fünf Seiten bei Köhling. Der erste Satz findet sich auch bei Spaun (2003), dort wird der Fall zumindest "zitiert nach Köhling".

Sichter

[48.] Analyse:Ma/Fragment 372 01 - Diskussion
Bearbeitet: 23. March 2014, 12:45 Guckar
Erstellt: 19. November 2012, 16:52 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Köhling 1999, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 372, Zeilen: 1-4, 9-14, 21-25
Quelle: Köhling 1999
Seite(n): 32, Zeilen: 5-12
Vergleichbare Sorgfaltsanforderungen wurden durch die New Yorker Gerichte in dem Rechtsstreit Cantor v. Anderson aus demselben Jahr174 festgelegt. In dieser Konstellation hatte ein Kunsthändler ein ihm nur zur Ansicht in Verwahrung gegebenes Gemälde von Renoir einem Kunden als Sicherheit übergeben. [...] Als der Sicherungsnehmer das Gemälde zur Begleichung seiner Forderung verwerten wollte, begehrten die Eigentümer des Renoirs die Herausgabe. Da der Kunde das Gemälde von einem Kunsthändler erhalten hatte, und der Eigentümer das Bild dem Händler auch anvertraut hatte, hätte der Kunde ausnahmsweise gutgläubig Eigentum auch innerhalb der amerikanischen Rechtsordnung erlangt haben können. [...] Im Ergebnis leitete das Gericht aus den Umständen der Übergabe des Renoirs und der Kenntnis des Kunden von der finanziellen Lage des Händlers jedoch ab, dass weitere Nachforschungen notwendig gewesen wären, um als gutgläubiger Erwerber zu gelten.175

Mögliche Grenzen einer Nachforschungsobliegenheit beim Erwerb kultureller Güter seitens der professionell im Kunsthandel tätigen Käufer als Voraussetzung der Gutgläubigkeit deutet die im Jahre 1995 getroffene Entscheidung Margold. Inc v. Keeler176 an. In diesem Fall veräußerte einer von zwei Kunsthändlern, die gemeinschaftlich Eigentum an dem umstrittenen Gemälde besaßen, das Kunstwerk abredewidrig an einen Dritten, der das Gemälde seinerseits an den beklagten Keeler weiterveräußerte. Letzterer hatte vor dem Erwerb bei einem vorherigen Besitzer Informationen zu dem Gemälde eingeholt, ohne sich jedoch näher [über die Eigentumsverhältnisse an dem Kunstwerk zu informieren.177]


174 Cantor v. Anderson, 639 F. Supp. 364 (S.D.N.Y. 1986); aff’d 833 F.2d 1002 (2nd Cir. 1986), auch zitiert bei Köhling, Der Eigentumserwerb abhanden gekommener Kunstgegenstände im amerikanischen Recht, 1999, S. 28–32.

175 Cantor v. Anderson, 639 F.Supp. 367, auch zitiert bei Köhling, Der Eigentumserwerb abhanden gekommener Kunstgegenstände im amerikanischen Recht, 1999, S. 28–32.

176 Margold. Inc v. Keeler, 891 F Supp 1361 (C.D.Cal. 1995). Vgl. Köhling, Der Eigentumserwerb abhanden gekommener Kunstgegenstände im amerikanischen Recht, 1999, S. 28–32; Spaun, Der Herausgabeanspruch bei Diebstahl oder illegalem Export von Kulturgütern, 2003, S. 83–85.

In dem Rechtsstreit Cantor v. Anderson88 hatte ein Kunsthändler einen ihm zur Ansicht überlassenen Renoir einem Kunden als Sicherheit oder Anzahlung auf Schulden übergeben. Als der Kunde das Gemälde verwerten wollte, intervenierten die Eigentümer. Da der Kunde das Gemälde von einem Kunsthändler erhalten hatte, und der Eigentümer das Bild dem Händler auch anvertraut hatte, konnte der Kunde gutgläubig Eigentum erlangt haben. Das Gericht leitete aus dem Umständen der Übergabe des Renoirs und der Kenntnis des Kunden von der finanzielle Lage des Händlers ab, daß weitere Nachforschungen notwendig gewesen wären, um als gutgläubiger Erwerber zu gelten.89

Die Grenzen der Nachforschungspflicht deutet Margold, Inc. v. Keller an.9 Dort reichte die Nachfrage eines Kunsthändlers beim Vorbesitzer eines Gemälde, um den Anforderungen an den guten Glauben eines Kaufmanns zu genügen.91


88 639 F.Supp. 364 (S.D.N.Y. 1986); aff'd 883 F.2d 1002 (2nd Cir. 1986)

89 639 F.Supp. 367f..

90 891 F.Supp. 1361 (N.D.Cal. 1995)

91 Das Gemälde gehörte zwei Kunsthändlern gemeinsam. Entgegen der Abmachung verkaufte einer der beiden das Bild an einen Dritten, welcher es dann an den Beklagten verkaufte. Letzterer hatte vor dem Erwerb bei einem vorherigen Besitzer Informationen zu dem Gemälde eingeholt; über die Eigentumsverhältnisse hat er sich dabei aber nicht näher informiert.

Anmerkungen

Nicht "auch zitiert bei Köhling", sondern von dort übernommen und an den [...] markierten Stellen ausgebaut. Die Zitierweise für das Federal Supplement schwankt bei Ma zwischen "F. Supp.", "F.Supp" (letzteres wie bei Köhling) und "F Supp".

Sichter

[49.] Analyse:Ma/Fragment 373 01 - Diskussion
Bearbeitet: 22. March 2014, 16:37 Guckar
Erstellt: 7. June 2013, 16:45 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, Spaun 2003, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 373, Zeilen: 1-5
Quelle: Spaun 2003
Seite(n): 85, Zeilen: 120-124
In diesem Fall wurde seitens des zur Entscheidung berufenen Gerichts angenommen, dass der Kunsthändler seiner Nachforschungspflicht durch eine Nachfrage beim Vorbesitzer des Kaufobjekts genüge getan habe. Hinweise auf eine fehlende Berechtigung des Verkäufers waren hier jedoch nicht gegeben, sodass eine weitergehende Nachforschungspflicht verneint wurde. Im Fall Margold, Inc v Keeler [891 F Supp 1361 (C.D.Cal. 1995); zitiert nach Köhling (1999) 32] wurde angenommen, dass der Kunsthändler seiner Nachforschungspflicht durch eine Nachfrage beim Vorbesitzer des Kaufobjekts genüge getan habe. Hinweise auf eine fehlende Berechtigung des Verkäufers waren nicht gegeben, daher wurde eine weitergehende Nachforschungspflicht verneint.
Anmerkungen

Spaun wird in der vorausgehenden Fußnote als "Vgl." erwähnt. Bei Köhling findet man eine andere Formulierung, an die Ma sich zuvor etwas anlehnt.

Sichter

[50.] Analyse:Ma/Fragment 373 06 - Diskussion
Bearbeitet: 23. March 2014, 12:45 Guckar
Erstellt: 19. November 2012, 20:36 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Köhling 1999, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 373, Zeilen: 6-9
Quelle: Köhling 1999
Seite(n): 32, Zeilen: 15-17
Entscheidungsrelevant war in dieser Konstellation, dass die Nachfrage mit dem allgemein üblichen Verhalten von Kunsthändlern vereinbar war und keine weiteren Hinweise auf die fehlende Berechtigung ersichtlich waren.178

178 Margold. Inc v. Keeler, 891 F Supp 1361 (C.D.Cal. 1995), S. 1368–1369, zitiert bei Köhling, Der Eigentumserwerb abhanden gekommener Kunstgegenstände im amerikanischen Recht, 1999, S. 28–32.

Entscheidend war, daß die Nachfrage mit dem allgemein üblichen Verhalten von Kunsthändlern vereinbar war und keine weiteren Hinweise auf die fehlende Berechtigung ersichtlich waren.92

92 891 F.Supp. 1368f..

Anmerkungen

Nicht "zitiert bei Köhling", sondern von dort übernommen.

Sichter

[51.] Analyse:Ma/Fragment 388 19 - Diskussion
Bearbeitet: 2. December 2012, 18:34 PlagProf:-)
Erstellt: 2. December 2012, 18:32 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gursky Pfeifer Wiegand 2004, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 388, Zeilen: 19-23
Quelle: Gursky_Pfeifer_Wiegand_2004
Seite(n): 408, Zeilen: Rn 41
Dass bei positiver Kenntnis des Erwerbs von der Nichtberechtigung des Veräußerers der Erwerb ausgeschlossen ist, bedürfte an sich keiner Erwähnung im Gesetz, da in diesen Konstellationen in der Vorstellung des Erwerbers kein Rechtsschein und noch viel weniger ein irgendwie gearteter guter Glaube besteht. Dass die positive Kenntnis von der Nichtberechtigung den Erwerb ausschließt, bedürfte an sich gar keiner Erwähnung im Gesetz; denn hier besteht in der (allein relevanten) Vorstellung des Erwerbers gar kein Rehtsschein und noch viel weniger ein irgendwie gearteter guter Glaube.
Anmerkungen

Im folgenden Satz wird die Quelle offen zitiert, hier nicht. Ma stellt auch nicht klar, dass schon dieser Gedanke von Wiegand stammt.

Sichter

[52.] Analyse:Ma/Fragment 391 28 - Diskussion
Bearbeitet: 23. March 2014, 15:16 Schumann
Erstellt: 2. December 2012, 21:23 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gursky Pfeifer Wiegand 2004, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 391, Zeilen: 28-31
Quelle: Gursky_Pfeifer_Wiegand_2004
Seite(n): 421-422, Zeilen: Rn 87
Somit geht man bei der Bestimmung der ‚grob fahrlässigen Unkenntnis‘ zunächst von der gewöhnlichen Sorgfalt eines durchschnittlichen Erwerbers kultureller Güter aus, die aber dann durch Berücksichtigung gruppentypischer bzw. branchenspezifischer Elemente [präzisiert wird. Der so ermittelte Sorgfaltsmaßstab wird nochmals konkretisiert, indem er auf die Umstände des Einzelfalles bezogen wird (Subjektivierung).228]

228 Vgl. Wiegand in Staudinger – BGB: Buch 3 Sachenrecht, 2004, § 932, Rdnr. 86–89.

[Seite 421]

[...] geht man dabei zunächst von der durchschnittlichen Sorgfalt aus, die aber dann durch Berücksichtigung gruppentypischer und/oder branchenspezifischer Elemente präzisiert

[Seite 422]

wird. Der so ermittelte Sorgfaltsmaßstab wird dann nochmals konkretisiert, indem er auf die Umstände des Einzelfalles bezogen wird.

Anmerkungen

Fortsetzung in Fragment_392_01. Trotz klarer wörtlicher Übernahmen nur ein "Vgl."-Verweis auf vier Randnummern.

Sichter

[53.] Analyse:Ma/Fragment 392 01 - Diskussion
Bearbeitet: 23. March 2014, 15:20 Schumann
Erstellt: 12. December 2012, 13:03 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gursky Pfeifer Wiegand 2004, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 392, Zeilen: 1-2
Quelle: Gursky_Pfeifer_Wiegand_2004
Seite(n): 421-422, Zeilen: Rn 87
[Somit geht man bei der Bestimmung der ‚grob fahrlässigen Unkenntnis‘ zunächst von der gewöhnlichen Sorgfalt eines durchschnittlichen Erwerbers kultureller Güter aus, die aber dann durch Berücksichtigung gruppentypischer bzw. branchenspezifischer Elemente] präzisiert wird. Der so ermittelte Sorgfaltsmaßstab wird nochmals konkretisiert, indem er auf die Umstände des Einzelfalles bezogen wird (Subjektivierung).228

228 Vgl. Wiegand in Staudinger – BGB: Buch 3 Sachenrecht, 2004, § 932, Rdnr. 86–89.

[Seite 421]

[...] geht man dabei zunächst von der durchschnittlichen Sorgfalt aus, die aber dann durch Berücksichtigung gruppentypischer und/oder branchenspezifischer Elemente präzisiert

[Seite 422]

wird. Der so ermittelte Sorgfaltsmaßstab wird dann nochmals konkretisiert, indem er auf die Umstände des Einzelfalles bezogen wird.

Anmerkungen

Trotz klarer wörtlicher Übernahmen nur ein "Vgl."-Verweis auf vier Randnummern.

Sichter

[54.] Analyse:Ma/Fragment 392 05 - Diskussion
Bearbeitet: 23. March 2014, 15:23 Schumann
Erstellt: 12. December 2012, 13:12 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gursky Pfeifer Wiegand 2004, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 392, Zeilen: 5-8, 10
Quelle: Gursky_Pfeifer_Wiegand_2004
Seite(n): 410-411, Zeilen: Rn 49
Ausgangspunkt ist zunächst immer der durchschnittliche Maßstab im Sinne des objektivierten Fahrlässigkeitsbegriffes, womit nichts anderes als die typisierte Sorgfalt gemeint ist, die auf die berufsspezifischen oder gruppentypischen Fähigkeiten (bspw. von Museen, Kunsthändlern, Galeristen, ebenso aber auch von Privatsammlern) abstellt.229

229 Vgl. Wiegand in Staudinger – BGB: Buch 3 Sachenrecht, 2004, § 932, Rdnr. 47–52.

[Seite 410]

Auszugehen ist von einem durchschnittlichen Maßstab im Sinne des objektivierten Fahrlässigkeitsbegriffes [...] Gemeint ist damit nichts anderes als die typisierte Sorgfalt, die auf

[Seite 411]

die berufsspezifischen oder gruppentypischen Fähigkeiten abstellt [...]

Anmerkungen

Trotz wörtlicher Übernahme nur ein "Vgl."-Verweis auf vier Randnummern.

Sichter

[55.] Analyse:Ma/Fragment 392 20 - Diskussion
Bearbeitet: 18. June 2013, 07:51 SleepyHollow02
Erstellt: 12. December 2012, 13:22 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gursky Pfeifer Wiegand 2004, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 392, Zeilen: 20-24
Quelle: Gursky_Pfeifer_Wiegand_2004
Seite(n): 411, Zeilen: Rn 50
Da es sich innerhalb der Bestimmung des Sorgfaltsmaßstabs i.S.d. § 932 Abs. 2 Alt. 2 BGB nicht um eine echte Rechtspflicht, sondern um eine Obliegenheit des Erwerbers handelt, ist in einem zweiten Schritt – entsprechend der zutreffenden Beurteilung Wiegands – „eine noch stärkere Individualisierung des Maßstabes“231 sowohl zulässig wie erforderlich.

231 Wiegand in Staudinger – BGB: Buch 3 Sachenrecht, 2004, § 932, Rdnr. 47–52.

Hier ist dem Umstand Rrechnung zu tragen, dass es sich eben nicht um eine echte Rechtspflicht, sondern um eine Obliegenheit des Erwerbers handelt (...), die mE eine noch stärkere Individualisierung des Maßstabes zulässt und erfordert.
Anmerkungen

Das kürzere Zitat (6 Wörter) wird ordnungsgemäß ausgewiesen, das doppelt so lange (12 Wörter) nicht.

Sichter

[56.] Analyse:Ma/Fragment 394 04 - Diskussion
Bearbeitet: 23. March 2014, 15:25 Schumann
Erstellt: 12. December 2012, 13:41 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gursky Pfeifer Wiegand 2004, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 394, Zeilen: 4-12
Quelle: Gursky_Pfeifer_Wiegand_2004
Seite(n): 411-412, Zeilen: Rn 53
Ausgangspunkt der Beurteilung ist nach den auf den (inter-)nationalen Kulturgüterverkehr zu übertragenden Ausführungen des Bundesgerichtshofs, dass „für den Erwerber bei nur durchschnittlichem Merk- und Erkenntnisvermögen ohne besonders hohe Aufmerksamkeit und ohne besonders gründliche Überlegung“240 zu erkennen gewesen sein muss, dass das zuvor unrechtmäßig entzogene Kulturgut dem Verkäufer nicht gehörte.241 Das wird dann angenommen, wenn dem Erwerber bei Akquisition der Kulturgüter Umstände bekannt wurden, „die mit auffallender Deutlichkeit dafür sprechen, dass der Verkäufer nicht Eigentümer“242 der Kunstwerke war.

240 BGH, Entscheidung des 8. Zivilsenats vom 05.07.1978, Az: VIII ZR 180/77, BGH WM 1978, 1208, S. 1209; ähnlich schon BGH, Entscheidung des 4. Zivilsenats vom 23.05.1956, Az: IV ZR 34/56, BGH WM 1956, 884; vgl. auch Wiegand in Staudinger – BGB: Buch 3 Sachenrecht, 2004, § 932, Rdnr. 53–54.

[Seite 411]

Ausgangspunkt für die Prüfung bildet zunächst immer die durchschnittliche Sorgfalt. Der BGH hat dies so umschrieben: "Für den Erwerber muss also auch bei nur durchschnittlichem Merk- und Erkenntnisvermögen ohne besonders hohe Aufmerksamkeit und ohne besonders gründliche Überlegung zu erkennen gewesen sein, dass die Verkaufssache dem Verkäufer nicht gehörte". Das wird dann angenommen, wenn "ihm beim Erwerb Umstände bekannt gewesen" sind, "die mit auffallender

[Seite 412]

Deutlichkeit dafür sprechen, dass der Verkäufer nicht Eigentümer war." (BGH WM 1978, 1208, 1209; ähnlich schon BGH WM 1956, 884).

Anmerkungen

Wiegand dreht die Reihenfolge der dem Urteil entnommenen Passagen herum und passt sie der neuen deutschen Rechtschreibung an. Ma übernimmt beides ("dass der Verkäufer...") und zudem den verbindenden Text sowie den Hinweis auf ein vorausgegangenes Urteil des BGH. Das alles lässt sich nicht dem Hinweis "vgl. auch Wiegand" entnehmen. Die Auslassung von drei Worten aus dem BGH-Urteil ("muss also auch") hätte zudem gekennzeichnet werden sollen. Die Schlusszeichen vor Fußnote 240 werden vier Wörter zu früh gesetzt.

Sichter

[57.] Analyse:Ma/Fragment 399 24 - Diskussion
Bearbeitet: 18. June 2013, 08:31 SleepyHollow02
Erstellt: 12. December 2012, 14:40 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gursky Pfeifer Wiegand 2004, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 399, Zeilen: 24-28
Quelle: Gursky_Pfeifer_Wiegand_2004
Seite(n): 416, Zeilen: Rn 69
Mit der Einführung solcher Verifizierungsbemühungen als Voraussetzung des gutgläubigen Erwerbs unrechtmäßig entzogener Kulturgüter hat sich die Praxis des (inter-)nationalen Kulturgüterverkehrs ein Instrumentarium geschaffen, mit dem der Interessenausgleich fall- und situationsbezogen vorgenommen werden kann.260

260 In Anlehnung an die generellen Erwägungen bei Wiegand in Staudinger – BGB: Buch 3 Sachenrecht, 2004, § 932, Rdnr. 68–69.

Mit der Einführung von Nachforschungspflichten hat sich die Praxis ein Instrumentarium geschaffen, mit dem der Interessenausgleich fall- und situationsbezogen vorgenommen werden kann.
Anmerkungen

Nicht "In Anlehnung an die generellen Erwägungen bei", sondern weitgehend wörtlich übernommen von Wiegand.

Sichter

[58.] Analyse:Ma/Fragment 428 25 - Diskussion
Bearbeitet: 18. June 2013, 08:33 SleepyHollow02
Erstellt: 12. December 2012, 15:58 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gursky Pfeifer Wiegand 2004, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 428, Zeilen: 25-30
Quelle: Gursky_Pfeifer_Wiegand_2004
Seite(n): 426, Zeilen: Rn 105
Behauptet der den Erwerb bestreitende Eigentümer, dass Seiten des gutgläubigen Erwerbers grobe Fahrlässigkeit infolge der Nichtbeachtung einer Erkundigungsobliegenheit vorliegt, so hat nach richtigem Verständnis der geltenden Beweislastregeln der Eigentümer nur die tatsächlichen Umstände zu beweisen, aus denen sich die Verantwortung und Notwendigkeit des Erwerbers zu Nachforschungen ergeben.349

349 Vgl. Wiegand in Staudinger – BGB: Buch 3 Sachenrecht, 2004, § 932, Rdnr. 105.

Behauptet der den Erwerb bestreitende Eigentümer/Dritte, dass grobe Fahrlässigkeit infolge der Nichtbeachtung einer Erkundigungsobliegenheit vorliegt, so hat er die tatsächlichen Umstände zu beweisen, aus denen sich die Verpflichtung des Erwerbers zu Nachforschungen ergibt.
Anmerkungen

Die wörtlichen Übernahmen werden nicht gekennzeichnet.

Sichter

[59.] Analyse:Ma/Fragment 439 103 - Diskussion
Bearbeitet: 23. March 2014, 15:30 Schumann
Erstellt: 19. November 2012, 10:26 (PlagProf:-))
Fragment, Grell 1999, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 439, Zeilen: 103-106
Quelle: Grell 1999
Seite(n): 106, Zeilen: 109-111
----

383 Arndt, Das Rückerstattungs-Gesetz der amerikanischen Zone, NJW 1947/48, S. 161–165, S. 162 erblickt in dieser Formulierung die Anerkennung gesetzlichen Unrechts nach Radbruch, indem er Hitlers Despotie als „Gewaltherrschaft nicht des Staates, sondern als Gewaltherrschaft im Staate“ bezeichnete.

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631 ARNDT in: NJW 1947/ 48, S. 162 erblickt in dieser Formulierung die Anerkennung gesetzlichen Unrechts nach Radbruch (§4.D.II.l.), indem er in Anlehnung an Lincoln Hitlers Despotie als Gewaltherrschaft nicht des Staates, sondern als Gewaltherrschaft im Staate bezeichnet.

Anmerkungen

Keine Erwähnung von Grell. Wie bei Grell wird auch bei Ma nicht klar erkenntlich, ob die am Ende erwähnte Aussage von Radbruch oder von Arndt stammt. Ma erwähnt Radbruch vielfach, zitiert aber nirgends eine Arbeit von Radbruch.

Sichter

[60.] Analyse:Ma/Fragment 447 04 - Diskussion
Bearbeitet: 14. June 2013, 20:00 SleepyHollow02
Erstellt: 8. November 2012, 09:28 (SleepyHollow02)
BauernOpfer, Fragment, Ma, Rudolph 2007, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 447, Zeilen: 04-09
Quelle: Rudolph 2007
Seite(n): 082, Zeilen: 07-10
Für Rechtsgeschäfte, die von einem jüdischen Veräußerer seit Erlass der Nürnberger Rassengesetze am 15. September 1935 bis zum 8. Mai 1945 vorgenommen worden sind, erfolgte durch Art. 4 Abs. 1 des US-Militärregierungsgesetzes Nr. 59 über die Rückerstattung feststellbarer Vermögensgegenstände vom 10. November 1947 somit eine Einschränkung der Möglichkeit einer Widerlegung der Entziehungsvermutung des Art. 3 Abs. 1.415

415 „Die Widerrechtlichkeit der Entziehung war bei individueller Verfolgung nachzuweisen; bei Gruppenverfolgung (Juden) wurde sie vermutet. Diese Vermutung konnte vom Pflichtigen widerlegt werden: bei Rechtsgeschäften in der Zeit von der Machtergreifung bis Erlaß der Nürnberger Gesetze (1935) durch Nachweis der Zahlung eines angemessenen Kaufpreises, der zur freien Verfügung des Veräußerers gelangt war; in der Zeit danach nur dann, wenn das Rechtsgeschäft auch ohne die Verfolgung abgeschlossen worden wäre (z.B. Erbauseinandersetzung), oder wenn der Erwerber die Vermögensinteressen des Veräußerers in besonderer Weise und mit wesentlichem Erfolg (z.B. durch Hilfe beim illegalen Transfer des Kaufgeldes in das Ausland) wahrgenommen hatte. Der Berechtigte konnte statt der Rückerstattung die Nachzahlung des Unterschieds zwischen dem gezahlten und dem angemessenen Kaufpreis verlangen.“ Schwarz, Zur Einführung: Das Recht der Wiedergutmachung und seine Geschichte, JuS 1986, S. 433–440, S. 434–435. Vgl. auch Rudolph, Restitution von Kunstwerken aus jüdischem Besitz – Dingliche Herausgabeansprüche nach deutschem Recht, 2007, S. 70–85.

Die Vorschrift des Art. 4 USREG trägt dem Umstand Rechnung, dass sich die Verfolgung der Juden in ihrem Ausmaß und ihrer Intensität von Jahr zu Jahr gesteigert hat. Dies geschieht in der Weise, dass für den Fall, dass ein Rechtsgeschäft von einem jüdischen Veräußerer in der Zeit vom 15. September 1935 bis zum 8. Mai 1945 vorgenommen worden ist, die Möglichkeit einer Widerlegung der Entziehungsvermutung des Art. 3 Abs. 1 USREG eingeschränkt wird.
Anmerkungen

Die Formulierung wird bei Ma ein wenig komplizierter als bei Rudolph; ob das eine eigene Leistung begründet, scheint zweifelhaft. Allerdings: Teils der Gesetzeswiedergabe geschuldet. Der erste Satzteil der Quelle taucht übrigens auf Ma 446 auf: "Das amerikanische Rückerstattungsrecht bediente sich vor dem Hintergrund, dass sich die Verfolgung der Juden in ihrem Ausmaß und ihrer Intensität seit Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft von Jahr zu Jahr gesteigert hatte, zur Feststellung eines Entziehungstatbestandes (kultureller Vermögensgegenstände) einer gesetzlichen Fiktion. 410"; in Fn. 410 ist Rudolph als Quelle genannt.

Sichter

[61.] Analyse:Ma/Fragment 457 21 - Diskussion
Bearbeitet: 22. March 2014, 16:37 Guckar
Erstellt: 10. June 2013, 07:45 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, Spaun 2003, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 457, Zeilen: 21-29
Quelle: Spaun 2003
Seite(n): 75, Zeilen: 10-14, 108-111
Unter Abkehr von der alten Rechtsauffassung ist heute davon auszugehen, dass für Personen mit besonderer Sachkenntnis und Händler in „Geschäftszweigen, in denen oft Waren zweifelhafter Herkunft angeboten werden“, wozu auch der Antiquitätenhandel zählt, nach neuerer Rechtsprechung des Schweizer Bundesgerichts eine erhöhte Sorgfaltspflicht für Erwerber mit einschlägigen Branchenkenntnissen besteht.446

Erstmalig hat die II. Zivilabteilung des Schweizer Bundesgerichts in der Rechtssache L. AG gegen Compagnie D. vom 24. September 1987447 festgestellt, dass beim Kauf von „Occasionsautomobilen der Luxusklasse“ für den branchenkundigen Erwerber eine besondere Nachprüfungspflicht in Form einer genauen [Kontrolle des Kaufobjekts und der dazugehörigen Papiere bestehe („ ...“448):449.]


446 Vgl. Spaun, Der Herausgabeanspruch bei Diebstahl oder illegalem Export von Kulturgütern, 2003, Fn. 94, S. 75.

447 II. Zivilabteilung des Schweizer Bundesgerichts in der Rechtssache L. AG gegen Compagnie D. vom 24. September 1987, BGE 113 II 397.

448 II. Zivilabteilung des Schweizer Bundesgerichts in der Rechtssache L. AG gegen Compagnie D. vom 24. September 1987, BGE 113 II 397.

449 Vgl. hierzu auch Spaun, Der Herausgabeanspruch bei Diebstahl oder illegalem Export von Kulturgütern, 2003, Fn. 94, S. 75.

Für Personen mit besonderer Sachkenntnis und Händler in „Geschäftszweigen, in denen oft Waren zweifelhafter Herkunft angeboten werden“, wozu auch der Antiquitätenhandel zählt, besteht nach neuerer Rechtsprechung des schweizer Bundesgerichts eine erhöhte Sorgfaltspflicht für Erwerber mit einschlägigen Branchenkenntnissen.94

94 So hat das Bundesgericht festgestellt, dass beim Kauf von „Occasionsautomobilen der Luxusklasse“ für den branchenkundigen Erwerber eine besondere Nachprüfüngspflicht in Form einer genauen Prüfung des Kaufobjekts und der dazugehörigen Papiere bestehe [24.9.1987 BGE 113 II 397].

Anmerkungen

Ma setzt die wörtlichen Übernahmen aus der BG-Entscheidung, die sich genau so bei Spaun finden, ordnungsgemäß in Anführungszeichen, nicht aber die längeren Textübernahmen von Spaun, die nur als "Vgl." und "Vgl. auch" erwähnt wird.

Sichter

[62.] Analyse:Ma/Fragment 479 31 - Diskussion
Bearbeitet: 23. March 2014, 15:31 Schumann
Erstellt: 12. December 2012, 16:12 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gursky Pfeifer Wiegand 2004, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 479, Zeilen: 31-37
Quelle: Gursky_Pfeifer_Wiegand_2004
Seite(n): 412, Zeilen: Rn 55
Vor diesem rechtskonstruktiven Hintergrund ist zu erkennen, dass der Übergang zwischen den Fällen, in denen der Rechtsschein aufgrund signifikanter Hinweise auf die Nichteigentümerstellung des Veräußerers ausgeschlossen ist, und in denen nur Zweifel oder Verdachtsmomente begründet sind und somit weitergehendere, tiefgreifendere Nachforschungen zur Wahrung der Gutgläubigkeit des Erwerbers notwendig sind, immer fließend sein wird.489 Diese Tendenz wird auch in der kulturgüterspezifischen Rechtsprechung bestätigt, wonach in der überwiegenden Zahl der Urteile zur Bestimmung des notwendigen Sorg[faltsmaßstabs die Frage eine ausschlaggebende Rolle spielte, ob der Erwerber Erkundigungen hätte einziehen oder Nachforschungen hätte anstellen müssen, um bestehende Zweifel am Eigentum des Veräußerers auszuräumen.490]

489 Vgl. Wiegand in Staudinger – BGB: Buch 3 Sachenrecht, 2004, § 932, Rdnr. 55–60.

490 Vgl. Wiegand in Staudinger – BGB: Buch 3 Sachenrecht, 2004, § 932, Rdnr. 55–60.

Geht man von der eben formulierten Grundposition aus, so ist klar, dass der Übergang zwischen den Fällen, in denen der Rechtsschein ausgeschlossen ist, und den Fällen, in denen nur Zweifel oder Verdachtsmomente begründet sind, immer fließend sein wird. Das Bild der Rspr bestätigt dies: In der ganz überwiegenden Zahl der Urteile zu § 932 Abs 2 spielt die Frage eine ausschlaggebende Rolle, ob der Erwerber Erkundigungen hätte einziehen oder Nachforschungen hätte anstellen müssen, um bestehende Zweifel am Eigentum des Veräußerers auszuräumen.
Anmerkungen

Im ersten Satz werden 27 zusammenhängende Wörter aus der Quelle werden übernommen und mit Einschüben auf 46 Wörter verlängert, ohne dass der Sinn verändert wird. Da genügt ein "Vgl."-Verweis auf fünf Randnummern nicht.

Sichter

[63.] Analyse:Ma/Fragment 480 01 - Diskussion
Bearbeitet: 18. June 2013, 08:38 SleepyHollow02
Erstellt: 12. December 2012, 16:23 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gursky Pfeifer Wiegand 2004, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 480, Zeilen: 1-3
Quelle: Gursky_Pfeifer_Wiegand_2004
Seite(n): 412, Zeilen: Rn 55
[Diese Tendenz wird auch in der kulturgüterspezifischen Rechtsprechung bestätigt, wonach in der überwiegenden Zahl der Urteile zur Bestimmung des notwendigen Sorg]faltsmaßstabs die Frage eine ausschlaggebende Rolle spielte, ob der Erwerber Erkundigungen hätte einziehen oder Nachforschungen hätte anstellen müssen, um bestehende Zweifel am Eigentum des Veräußerers auszuräumen.490

490 Vgl. Wiegand in Staudinger – BGB: Buch 3 Sachenrecht, 2004, § 932, Rdnr. 55–60.

Das Bild der Rspr bestätigt dies: In der ganz überwiegenden Zahl der Urteile zu § 932 Abs 2 spielt die Frage eine ausschlaggebende Rolle, ob der Erwerber Erkundigungen hätte einziehen oder Nachforschungen hätte anstellen müssen, um bestehende Zweifel am Eigentum des Veräußerers auszuräumen.
Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment_479_31.

Sichter

[64.] Analyse:Ma/Fragment 580 05 - Diskussion
Bearbeitet: 23. March 2014, 15:32 Schumann
Erstellt: 10. November 2012, 15:55 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Grell 1999, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 580, Zeilen: 5-25
Quelle: Grell 1999
Seite(n): 203-204, Zeilen: S. 203: 27-36 ; S. 204: 23-27
Als Musterprozess dieser Zweitverfahren mit dem Ziel der Entschädigung gutgläubiger, restitutionspflichtiger Besitzer unrechtmäßig entzogener Kulturgüter gilt derjenige zwischen dem Waffenindustriellen Emil Bührle und Theodor Fischer.742 Nachdem Theodor Fischer und die Galerie Fischer dem Erwerber Emil Bührle Gutgläubigkeit bei dessen Erwerb der rückgeführten Kulturgüter attestierten und sich zur Rückerstattung des Kaufpreises bereit erklärten, beanspruchte Fischer später für sich selbst, bei den Kunstgeschäften gutgläubig gewesen zu sein und verlangte somit in einem dritten Prozess von der Eidgenossenschaft die in Art. 4 Abs. 3 des Raubgutbeschlusses vom 10. Dezember 1945 vorgesehene „billige Entschädigung“.743 Im Hinblick auf die Gutgläubigkeit stellte sich die Frage, ob Bührle, der während Andauer des Zweiten Weltkrieges in den Jahren 1941 und 1942 zahlreiche Gemälde über die Schweizer Galerie Fischer bezog, beim Erwerb über den Raubgutcharakter der angebotenen Ware informiert war. Wäre dies der Fall gewesen, hätte er keine Regressforderung gegen seinen Veräußerer Fischer lancieren können.744 Zum Nachweis der Bösgläubigkeit Bührles beim Erwerb der Gemälde wandte die Schweizer Finanzkommission als Beteiligte ein, dass Bührle wegen des von der französischen Regierung verhängten Exportverbotes Zweifel hätten aufkommen müssen, weil die Bilder trotz des Verbots über Deutschland in die Schweiz gelangten. Die zur Entscheidung berufene Raubgutkammer des Bundesgerichts widersprach einer solchen Behauptung jedoch mit dem Argument, dass Emil Bührle lediglich ein Kunstsammler, [jedoch kein Kunsthändler sei und nicht unmittelbar die Gemälde von einem Deutschen, sondern direkt bei einer Galerie in der Schweiz erworben habe.]

742 Entscheid der Kammer zur Beurteilung von Raubgutklagen vom 5. Juli 1951 i.S. Emil Bührle gegen Theodor Fischer, Kommanditgesellschaft Galerie Fischer und Schweizerische Eidgenossenschaft (R 3/III, 5/A, 10/B, 16bis). Vgl. zu diesem Entscheid; Kreis, Die Schweiz und der Kunsthandel 1939–1945, in: Frehner, Das Geschäft mit der Raubkunst: Fakten, Thesen, Hintergründe, 1998, S. 129 ff.; Buomberger, Raubkunst – Kunstraub: die Schweiz und der Handel mit gestohlenen Kulturgütern zur Zeit des Zweiten Weltkriegs, 1998, S. 136 ff.; Grell, Entartete Kunst – Rechtsprobleme der Erfassung und des späteren Schicksals der sogenannt Entarteten Kunst, 1999, S. 203 ff.; Francini/Heuss/Kreis, Fluchtgut – Raubgut: Der Transfer von Kulturgütern in und über die Schweiz 1933–1945 und die Frage der Restitution, 2001, S. 401 ff. Wieser, Gutgläubiger Fahrniserwerb und Besitzesrechtsklage – Unter besonderer Berücksichtigung der Rückforderung «entarteter» Kunstgegenstände, 2004, S. 246–256.

743 Vgl. auch Grell, Entartete Kunst – Rechtsprobleme der Erfassung und des späteren Schicksals der sogenannt Entarteten Kunst, 1999, S. 197–206.

744 Vgl. auch Grell, Entartete Kunst – Rechtsprobleme der Erfassung und des späteren Schicksals der sogenannt Entarteten Kunst, 1999, S. 197–206.

[Seite 203]

Als Musterprozess dieser Zweitverfahren gilt derjenige zwischen dem Waffenindustriellen Emil Bührle und Theodor Fischer.1151 Nachdem Theodor Fischer und die Galerie Fischer Emil Bührle Gutgläubigkeit beim Erwerb attestierte und sich zur Rückerstattung des Kaufpreises plus 5% Zinsen ab 1948 bereit erklärte, beanspruchte Fischer für sich selbst, bei den Kunstgeschäften gutgläubig gewesen zu sein und verlangte von der Eidgenossenschaft die in Art. 4 Abs. 3 BRB vorgesehene „billige Entschädigung“. Daraufhin schaltete sich die Eidgenossenschaft in den Prozess ein.

War Bührle, der während des Krieges etliche Bilder über die Galerie Fischer bezog1152, beim Erwerb über den Raubgutcharakter der angebotenen Ware informiert? [...]

[Seite 204]

Der Einwand der Finanzkommission, dass Bührle wegen des von der französischen Regierung verhängten Exportverbotes1155 Zweifel hätten aufkommen müssen, weil die Bilder trotz des Verbots über Deutschland in die Schweiz gelangten, wurde von der Kammer nicht zugelassen. Emil Bührle sei ein Kunstsammler, kein Kunsthändler1156 und habe direkt bei einer Galerie in der Schweiz und nicht bei einem Deutschen gekauft.

Anmerkungen

Grell wird dreimal genannt. Dort, wo die Textübernahme beginnt, erscheint er unauffällig an dritter von fünf genannten Arbeiten. Die anderen beiden Verweise sind "Vgl." und lediglich mit Angabe eines längeren Abschnitts. Direkter Anschluss im Fragment 581 01.

Sichter

[65.] Analyse:Ma/Fragment 581 01 - Diskussion
Bearbeitet: 23. March 2014, 12:41 Guckar
Erstellt: 10. November 2012, 16:08 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Grell 1999, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 581, Zeilen: 1-9
Quelle: Grell 1999
Seite(n): 204, Zeilen: 23-33
[Die zur Entscheidung berufene Raubgutkammer des Bundesgerichts widersprach einer solchen Behauptung jedoch mit dem Argument, dass Emil Bührle lediglich ein Kunstsammler,] jedoch kein Kunsthändler sei und nicht unmittelbar die Gemälde von einem Deutschen, sondern direkt bei einer Galerie in der Schweiz erworben habe. Die Raubgutkammer attestierte Bührle zwar, dass er sicherlich als erfahrener Sammler und Kunstkenner zu qualifizieren sei, er jedoch nicht professionell mit Gemälden handle und darum als „amateur éclairé“ einzustufen sei. Aufgrund seiner nur privat verfolgten Sammeltätigkeit sei er trotz seiner kunstgeschichtlichen Ausbildung nicht dazu verpflichtet gewesen, Nachforschungen anzustellen, auf welche Weise der in der Kunstwelt als renommiert, seriös und ehrlich geltende Theodor Fischer in den Besitz der besagten Gemälde gekommen sei.745

745 Vgl. die Kommentierung der Entscheidung bei Grell, Entartete Kunst – Rechtsprobleme der Erfassung und des späteren Schicksals der sogenannt Entarteten Kunst, 1999, S. 197–206.

Emil Bührle sei ein Kunstsammler, kein Kunsthändler1156 und habe direkt bei einer Galerie in der Schweiz und nicht bei einem Deutschen gekauft. Er sei sicherlich ein Sammler und Kunstkenner, der aber nicht professionell mit Bildern handle und darum als „amateur éclairé“ einzustufen sei. Darum sei er trotz seiner kunstgeschichtlichen Ausbildung nicht verpflichtet gewesen, Nachforschungen anzustellen, auf welche Weise der in der Kunstwelt als renommiert, seriös und ehrlich geltende Theodor Fischer in den Besitz der besagten Bilder gekommen sei.
Anmerkungen

Nur ein "Vgl."-Verweis auf "die Kommentierung der Entscheidung", mit Angabe eines zehnseitigen Abschnitts. Fortsetzung von Fragment 580 05.

Sichter

[66.] Analyse:Ma/Fragment 591 04 - Diskussion
Bearbeitet: 16. June 2013, 15:14 SleepyHollow02
Erstellt: 15. January 2013, 10:16 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, Wieser 2004, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 591, Zeilen: 4-11
Quelle: Wieser_2004
Seite(n): 250, Zeilen: 2-10
Da mit der Deklaration in grundsätzlicher Weise auf den Umstand hingewiesen wurde, dass die alliierten Mächte sich das Recht vorbehalten, Verfügungen des nationalsozialistischen Staates selbst bei Vorliegen einer gesetzlichen Grundlage als ungültig zu qualifizieren und diesen die Anerkennung zu versagen, konnte bereits zum damaligen Zeitpunkt geschlossen werden, dass die den Beschlagnahmungen zugrundeliegenden Gesetze allenfalls nicht rechtmäßig erlassen worden sind, beziehungsweise deren Rechtswirkungen nicht anerkannt werden.769

769 Vgl. Wieser, Gutgläubiger Fahrniserwerb und Besitzesrechtsklage – Unter besonderer Berücksichtigung der Rückforderung «entarteter» Kunstgegenstände, 2004, S. 246–256.

Dennoch wurde mit dieser auch in der Schweiz bekanntgewordenen Erklärung in grundsätzlicher Weise auf den Umstand hingewiesen, dass die alliierten Mächte sich das Recht vorbehalten, Verfügungen des nationalsozialistischen Staates selbst bei Vorliegen einer gesetzlichen Grundlage als ungültig zu qualifizieren und diesen die Anerkennung zu versagen. Daraus konnte aber bereits zum damaligen Zeitpunkt geschlossen werden, dass die den Beschlagnahmungen zugrundeliegenden Gesetze allenfalls nicht rechtmässig erlassen worden sind, beziehungsweise deren Rechtswirkungen nicht anerkannt werden.
Anmerkungen

Für diese längere, überwiegend wörtliche Übernahme genügt nicht ein "Vgl."-Verweis auf 11 Seiten in der Quelle.

Sichter

[67.] Analyse:Ma/Fragment 593 103 - Diskussion
Bearbeitet: 23. March 2014, 15:33 Schumann
Erstellt: 15. November 2012, 15:33 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Grell 1999, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 593, Zeilen: 103-109
Quelle: Grell 1999
Seite(n): 151, Zeilen: 102-105
Vgl. die Sensibilisierung der schweizerischen Bundesbehörden ab 1943 anhand der bei: Schweizerisches Bundesarchiv, Fluchtgelder, Raubgut und nachrichtenlose Vermögen – Wissensstand und Forschungsperspektiven; Publikation zur Tagung im Schweizerischen Bundesarchiv Bern, 25. Februar 1997, S. 14 ff. angeführten Briefwechsel, der Radio- und Pressemeldungen auf S. 22–23, sowie des Briefs des Verbandes schweizerischer Antiquare und

Kunsthändler vom 10.9.1945 an das Eidgenössische Departement für Innere Angelegenheiten auf S. 72. Vgl. hierzu Grell, Entartete Kunst – Rechtsprobleme der Erfassung und des späteren Schicksals der sogenannt Entarteten Kunst, 1999, S. 146–159.

Vgl. die Sensibilisierung der schweizerischen Bundesbehörden ab 1943 anhand der bei: Schweizerisches Bundesarchiv, S. 14 ff. angeführten Briefwechsel, der Radio- und Pressemeldungen auf S. 22 f., sowie des Briefs des Verbandes schweizerischer Antiquare und Kunsthändler vom 10.9.1945 an das Eidgenössische Departement für Innere Angelegenheiten auf S. 72.
Anmerkungen

Wörtlich von Grell übernommen, auf den nur "Vgl. hierzu [...] S. 146-159" verwiesen wird. Lediglich die Quellenangabe wird verlängert.

Sichter

[68.] Analyse:Ma/Fragment 595 04 - Diskussion
Bearbeitet: 23. March 2014, 15:35 Schumann
Erstellt: 16. November 2012, 21:04 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Grell 1999, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 595, Zeilen: 4-12
Quelle: Grell 1999
Seite(n): 204, Zeilen: 13-19
Für diese Annahme sprachen auch die beiden vernommenen fachkundigen Franzosen Jean Mazard und Michel Martin, die während des Zweiten Weltkrieges in Paris wohnten und sich berufsbedingt in der französischen Kunstszene auskannten. In ihren Aussagen wurde deutlich, dass erst Ende des Jahres 1942 oder erst zu Beginn des Jahres 1943 Quantität und Qualität der Entziehungstatbestände gegenüber der jüdischen Bevölkerung der Pariser Öffentlichkeit bekannt wurden und sogar die offiziellen französischen Stellen erst im Laufe des Jahres 1942 über die tatsächlichen Vorkommnisse orientiert worden waren.784

784 Vgl. Grell, Entartete Kunst – Rechtsprobleme der Erfassung und des späteren Schicksals der sogenannt Entarteten Kunst, 1999, S. 197–206; Wieser, Gutgläubiger Fahrniserwerb und Besitzesrechtsklage – Unter besonderer Berücksichtigung der Rückforderung «entarteter» Kunstgegenstände, 2004, S. 246–256.

Für diese Annahme sprachen auch die beiden vernommenen fachkundigen Franzosen Jean Mazard und Michel Martin, die während des Krieges in Paris wohnten und sich wegen ihrer Berufe in der damaligen Kunstszene auskannten. Gemäss ihren Aussagen wurden erst Ende 1942 oder zu Beginn des Jahres 1943 die unrechtmässigen Massnahmen gegen die Juden der Pariser Öffentlichkeit bekannt. Sogar die offiziellen französischen Stellen waren nach ihren Aussagen erst im Laufe des Jahres 1942 über die tatsächlichen Vorkommnisse orientiert worden.1154
Anmerkungen

Doppelter "Vgl."-Verweis, der erste auf zehn Seiten bei Grell.

Sichter

[69.] Analyse:Ma/Fragment 595 19 - Diskussion
Bearbeitet: 23. March 2014, 12:37 Guckar
Erstellt: 16. November 2012, 16:18 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Grell 1999, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 595, Zeilen: 19-24
Quelle: Grell 1999
Seite(n): 204, Zeilen: 19-23
Diese Einschätzungen wurden seitens der Raubgutkammer als Bestätigung der Annahme betrachtet, dass es sehr wahrscheinlich sei, dass ein in Zürich wohnhafter Privatsammler zur Zeit der Vertragsverhandlungen und der Vertragsabschlüsse Ende des Jahres 1941 und im Jahr 1942 über die wirklichen Umstände nicht genauer Bescheid wusste oder hätte wissen müssen als die erwähnten französischen Stellen.786

786 Vgl. Grell, Entartete Kunst – Rechtsprobleme der Erfassung und des späteren Schicksals der sogenannt Entarteten Kunst, 1999, S. 197–206; Wieser, Gutgläubiger Fahrniserwerb und Besitzesrechtsklage – Unter besonderer Berücksichtigung der Rückforderung «entarteter» Kunstgegenstände, 2004, S. 246–256.

Diese Einschätzungen nahm die Kammer als Bestätigung der Annahme, dass es sehr wahrscheinlich sei, dass ein in Zürich wohnhafter Privatsammler zur Zeit der Vertragsverhandlungen und der Vertragsabschlüsse Ende 1941 und im Jahr 1942 über die wirklichen Umstände nicht genauer Bescheid wusste oder hätte wissen müssen als die erwähnten französischen Stellen.
Anmerkungen

Grell wird als erstes von zwei Werken als "Vgl."-Verweis auf zehn Seiten erwähnt.

Sichter

[70.] Analyse:Ma/Fragment 596 13 - Diskussion
Bearbeitet: 23. March 2014, 12:37 Guckar
Erstellt: 16. November 2012, 21:25 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Grell 1999, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 596, Zeilen: 13-19, 112-116
Quelle: Grell 1999
Seite(n): 205, Zeilen: 5-11, 102-104
Dieses aber zu Beginn des Jahres 1943 in der Öffentlichkeit gebildete Bewusstsein über die Risiken eines Erwerbes von Kunstwerken irregulärer Herkunft wurde wohl auch stark durch die von den Alliierten innerhalb der Schweiz und anderer Staaten verbreitete Meldung gefördert, dass große Verschiebungen gestohlener Kunstwerke aus Deutschland in die Schweiz festgestellt werden könnten und dabei die Schweizer Galerie Fischer und der deutsche Kunsthändler Hans Wendland maßgeblich beteiligt seien.790

790 Diese Erkenntnis stand auch den schweizerischen Bundesbehörden zur Verfügung, vgl. die Aktennotiz (C.2.10094/ He) vom 3.2.1945, abgedruckt bei Schweizerisches Bundesarchiv, Fluchtgelder, Raubgut und nachrichtenlose Vermögen – Wissensstand und Forschungsperspektiven; Publikation zur Tagung im Schweizerischen Bundesarchiv Bern, 25. Februar 1997, 1997, S. 32 und S. 34, zitiert bei Grell, Entartete Kunst – Rechtsprobleme der Erfassung und des späteren Schicksals der sogenannt Entarteten Kunst, 1999, S. 197–206.

Erst 1943 - notabene nach dem Erwerb durch Bührle- wurde sich nach der Erklärung des damaligen Konservators (und späteren Direktors) Dr. Huggler die Direktion des Kunstmuseums Bern der Risiken eines Erwerbes von Kunstwerken irregulärer Herkunft bewusst. Dieses Bewusstsein wurde wohl auch stark durch die von den Alliierten verbreitete Meldung gefördert, dass grosse Verschiebungen gestohlener Kunstwerke aus Deutschland in die Schweiz festgestellt werden könnten und dabei die Galerie Fischer und Wendland massgeblich beteiligt seien1158.

1158 Vgl. BUOMBERGER in: TA, 16.10. 1996, S. 2. Diese Erkenntnis stand auch den schweizerischen Bundesbehörden zur Verfügung, vgl. die Aktennotiz (C.2.10094/ He) vom 3.2.1945, abgedruckt bei: SCHWEIZERISCHES BUNDESARCHIV, S. 32 und S. 34.

Anmerkungen

Verweis auf 10 Seiten bei Grell, Angabe "zitiert bei", nicht "zitiert nach", keine Kennzeichnung der wörtlichen Übernahme. Der hier wiedergegebene Haupttext füllt den Raum zwischen zwei mit Anführungszeichen gekennzeichneten wörtlichen Zitaten, das erste aus Grell, das zweite aus einer Gerichtsentscheidung.

Sichter

[71.] Analyse:Ma/Fragment 615 29 - Diskussion
Bearbeitet: 18. June 2013, 14:16 SleepyHollow02
Erstellt: 15. January 2013, 17:14 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, Wieser 2004, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 615, Zeilen: 29-37
Quelle: Wieser_2004
Seite(n): 246, Zeilen: 13-17, 117-120
Auch die Veräußerung ... mittels eines renommierten Kunsthauses – wie bspw. die in der Schweiz mit der Verwertung einiger der als ‚entartet‘ sichergestellten Kunstobjekte betraute Galerie Fischer aus Luzern, die zu dieser Zeit einen sehr guten Ruf genossen habe – müsse aus Sicht der Erwerber ebenfalls gegen eine Unrechtmäßigkeit der Herkunft sprechen.845 Diese Argumentation wurde auch im Entscheid des Zivilgerichts Basel-Stadt vom 25. Juli 1953845 zur Begründung der Gutgläubigkeit aufgegriffen, in welchem die Rückforderung eines in Frankreich von den Nationalsozialisten geraubten Bildes zu beurteilen war: „Nach den Ausführungen der Klage hat der Beklagte das Gemälde bei Rodolphe Dunki gekauft. ...

844 Vgl. Wieser, Gutgläubiger Fahrniserwerb und Besitzesrechtsklage – Unter besonderer Berücksichtigung der Rückforderung «entarteter» Kunstgegenstände, 2004, S. 246–256.

845 Entscheid des Zivilgerichts Basel-Stadt vom 25. Juli 1953, abgedr. in SJZ 51 (1955), S. 55.

Ferner sei darauf hinzuweisen, dass auch die in der Schweiz mit der Verwertung einiger Kunstobjekte betraute Galerie Fischer aus Luzern einen sehr guten Ruf genossen habe, somit der Umstand, dass gerade dieses renommierte Auktionshaus die Verwertung vorgenommen habe, aus Sicht der Erwerber ebenfalls gegen eine Unrechtmässigkeit der Herkunft gesprochen habe1080.

1080 Vgl KUNZE, S. 218f. Dieses Argument wurde auch im Entscheid vom 25. Juli 1953 des Zivilgerichts Basel-Stadt, abgedr. in SJZ 51 (1955) 55, in welchem die Rückforderung eines in Frankreich von den Nationalsozialisten geraubten Bildes zu beurteilen war, zur Begründung der Gutgläubigkeit angeführt: "Nach den Ausführungen der Klage hat der Beklagte das Gemälde bei Rodolphe Dunki gekauft. ...

Anmerkungen

"Vgl." ist insoweit korrekt, als Wieser diese Ansicht an dieser Stelle nicht selbst vertritt, aber für einen weiterführend gemeinten Verweis wird zuviel Wortlaut ohne Kennzeichnung übernommen. Das achtzeilige Zitat aus dem Urteil, dass sich in genau dieser Länge auch bei Wieser findet, wird nicht als Plagiat gewertet. Es bleibt auffällig, dass der Verfasser nur für dieses Urteil - wie bei bei Wieser "abgedruckt" in "abgedr." abkürzt, während dieses Wort ansonsten durchgehend ausgeschrieben wird.

Wiederholt in Fragment_637_08.

Sichter

[72.] Analyse:Ma/Fragment 635 15 - Diskussion
Bearbeitet: 14. June 2013, 20:02 SleepyHollow02
Erstellt: 4. November 2012, 20:46 (SleepyHollow02)
BauernOpfer, Fragment, Ma, Rudolph 2007, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 635, Zeilen: 15-28
Quelle: Rudolph 2007
Seite(n): 225, Zeilen: 02-10
Zumindest seit Beginn der in den 1990er Jahren erfolgten Provenienzrecherchen und Aufarbeitungen des nationalsozialistischen Kunsthandels ist bspw. die jüdische Provenienz eines Kunstwerks unter anderem daran erkennbar, dass auf ihm die Signatur „AR“ und „LR“ oder etwa „LB“, „D-W“ oder „KA“ angebracht ist. Seit Veröffentlichung der sog. Handreichung, deren Inhalt selbstverständlich nicht nur die professionell im Kunsthandel beteiligten Galeristen, Kunsthändler, Auktionshäuser und Museen, sondern auch Privatsammler kennen müssen, besteht darüber Auskunft. Mit den genannten Signaturen hat der ERR Kunstwerke versehen, die er aus jüdischen Sammlungen im besetzten Frankreich beschlagnahmt hat. „Die Signaturen „AR“ und „LR“ erhielten oftmals diejenigen Kunstwerke, die für das Führermuseum Linz bestimmt waren.883 Die Signaturen „LB“, „D-W“ und „KA“ dagegen kennzeichnen Kunstwerke, die aus den Sammlungen Levy de Benion, David-Weill und Alphonse Kann stammen.“ 884

883 Vgl. die Hinweise in der sog. Handreichung zur Umsetzung der Erklärung der Bundesregierung, der Länder und der kommunalen Spitzenverbände zur Auffindung und zur Rückgabe NS-verfolgungsbedingt entzogenen Kulturgutes, insbesondere aus jüdischem Besitz vom Dezember 1999 vom Februar 2001, überarbeitet im November 2007, S. 12.

884 In dieser Auflistung der jüdischen Sammler, denen während der Herrschaft des Nationalsozialismus Kunstwerke entzogen worden sind, ist bei denjenigen, die in Frankreich gelebt haben, soweit bekannt, hinter dem Namen die Signatur angegeben, mit welcher der ERR die Kunstwerke aus ihren Sammlungen versehen hat. Vgl. Rudolph, Restitution von Kunstwerken aus jüdischem Besitz – Dingliche Herausgabeansprüche nach deutschem Recht, 2007, S. 225–226.

Die jüdische Provenienz des zu erwerbenden Kunstwerks ist zum anderen daran erkennbar, dass auf ihm die Signatur „AR“ und „LR“ oder etwa „LB“, „D-W“ oder „KA“ angebracht ist. Mit diesen Signaturen hat der ERR Kunstwerke versehen, die er aus jüdischen Sammlungen im besetzten Frankreich beschlagnahmt hat. Die Signaturen „AR“ und „LR“ erhielten oftmals diejenigen Kunstwerke, die für das Führermuseum Linz bestimmt waren.721 Die Signaturen „LB“, „D-W“ und „KA“ dagegen kennzeichnen Kunstwerke, die aus den Sammlungen Levy de Benzion, David David-Weill und Alphonse Kann stammen.722

[205]

Seit 1999, genauer: seit Februar 2001, ist die jüdische Abstammung des früheren Eigentümers sowohl Kunsthändlern und Museen als auch Privatsammlern jedenfalls dann erkennbar, wenn dieser in der Auflistung jüdischer Sammler, die der sogenannten „Handreichung“ zur Umsetzung der Gemeinsamen Erklärung677 beigefügt ist, genannt ist oder sein Schicksal in einem der seit 1998 veröffentlichten Bücher oder Aufsätze geschildert wird.



722 Vgl. Handreichung, S. 12, Anlage II h, S. 39 f. In dieser Auflistung der jüdischen Sammler, denen während der Herrschaft des Nationalsozialismus Kunstwerke entzogen worden sind, ist bei denjenigen, die in Frankreich gelebt haben, soweit bekannt, hinter dem Namen die Signatur angegeben, mit welcher der ERR die Kunstwerke aus ihren Sammlungen versehen hat.

677 „Handreichung zur Umsetzung der Erklärung der Bundesregierung, der Länder und der kommunalen Spitzenverbände zur Auffindung und Rückgabe NS-verfolgungsbedingt entzogenen Kulturgutes, insbesondere aus jüdischem Besitz“, Anlage II h, S. 39 f., abrufbar auf http://www.lostart.de/stelle/handreichung. [...]

Anmerkungen

Die Angabe in der Fn. läßt nicht erkennen, daß hier wortlautnah (teils wörtlich) übernommen wurde. Der zwischengeschobene zweite Satz fasst Rudolph S. 205 zusammen.

Sichter
PlagProf:-)

[73.] Analyse:Ma/Fragment 637 08 - Diskussion
Bearbeitet: 18. June 2013, 14:14 SleepyHollow02
Erstellt: 15. January 2013, 18:41 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, Wieser 2004, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 637, Zeilen: 8-16
Quelle: Wieser_2004
Seite(n): 246, Zeilen: 13-17, 117-120
Auch die Veräußerung der durch das nationalsozialistische Unrechtsregime verstaatlichten Kulturgüter mittels eines renommierten Kunsthauses – wie bspw. die in der Schweiz mit der Verwertung einiger der als entartet sichergestellten Kunstobjekte betraute Galerie Fischer aus Luzern, die zu dieser Zeit einen sehr guten Ruf genossen habe – müsse aus Sicht der Erwerber ebenfalls gegen eine Unrechtmäßigkeit der Herkunft sprechen.888 Diese Argumentation wurde auch im Entscheid des Zivilgerichts Basel-Stadt vom 25. Juli 1953889 zur Begründung der Gutgläubigkeit aufgegriffen, in welchem die Rückforderung eines in Frankreich von den Nationalsozialisten geraubten Bildes zu beurteilen war:

888 Vgl. Wieser, Gutgläubiger Fahrniserwerb und Besitzesrechtsklage – Unter besonderer Berücksichtigung der Rückforderung «entarteter» Kunstgegenstände, 2004, S. 246–256.

889 Entscheid des Zivilgerichts Basel-Stadt vom 25. Juli 1953, abgedr. in SJZ 51 (1955), S. 55.

Ferner sei darauf hinzuweisen, dass auch die in der Schweiz mit der Verwertung einiger Kunstobjekte betraute Galerie Fischer aus Luzern einen sehr guten Ruf genossen habe, somit der Umstand, dass gerade dieses renommierte Auktionshaus die Verwertung vorgenommen habe, aus Sicht der Erwerber ebenfalls gegen eine Unrechtmässigkeit der Herkunft gesprochen habe1080.

1080 Vgl KUNZE, S. 218f. Dieses Argument wurde auch im Entscheid vom 25. Juli 1953 des Zivilgerichts Basel-Stadt, abgedr. in SJZ 51 (1955) 55, in welchem die Rückforderung eines in Frankreich von den Nationalsozialisten geraubten Bildes zu beurteilen war, zur Begründung der Gutgläubigkeit angeführt: "Nach den Ausführungen der Klage hat der Beklagte das Gemälde bei Rodolphe Dunki gekauft. ...

Anmerkungen

Wiederholung von Fragment_615_29.

Sichter

[74.] Analyse:Ma/Fragment 643 08 - Diskussion
Bearbeitet: 23. March 2014, 12:37 Guckar
Erstellt: 19. November 2012, 10:38 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Grell 1999, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 643, Zeilen: 8-19
Quelle: Grell 1999
Seite(n): 205, Zeilen: 23-27, 114-115, 118-119
Nach neueren Forschungsergebnissen ist jedoch wohl von Bösgläubigkeit seitens der Galerie Fischer auszugehen und anzunehmen, dass sich auch die potentiellen Käufer in Luzern bezüglich eines rechtlich einwandfreien Erwerbs keineswegs so sicher waren.905 Die inzwischen innerhalb der Provenienzerfoschung gewonnenen Erkenntnisse legen des Weiteren den Schluss nahe, dass auch Emil Bührle seinerzeit die von ihm in den vierziger Jahren erworbenen Kunstwerke im Wissen um die unlauteren Vorgehensweisen der involvierten Kunsthändler Hans Wendland und Theodor Fischer erworben habe. Hans Wendland war es als deutschem Staatsangehörigen während Andauer des Zweiten Weltkrieges untersagt, in der Schweiz zu handeln. Darum kaufte er im Ausland für die Galerie Fischer ein und beteiligte sich so am Geschäft mit der Beutekunst.906 Wendland wie auch Fischer waren explizit auf der schwarzen Liste der Alliierten aufgeführt.907

905 Vgl. Nicholas, Der Raub der Europa – das Schicksal europäischer Kunstwerke im Dritten Reich, 1995, S. 548; Grell, Entartete Kunst – Rechtsprobleme der Erfassung und des späteren Schicksals der sogenannt Entarteten Kunst, 1999, S. 197–206.

906 Vgl. Grell, Entartete Kunst – Rechtsprobleme der Erfassung und des späteren Schicksals der sogenannt Entarteten Kunst, 1999, S. 197–206.

907 Vgl. Grell, Entartete Kunst – Rechtsprobleme der Erfassung und des späteren Schicksals der sogenannt Entarteten Kunst, 1999, S. 197–206.

2. Neue Beurteilung der Gutgläubigkeit von Bührle

Wie unlängst bekannt wurde1161, waren sich die potentiellen Käufer in Luzern bezüglich eines rechtlich einwandfreien Erwerbs keineswegs so sicher. Die gemachten Nachforschungen legen nahe, Emil Bührle habe seine in den vierziger Jahren erworbenen Kunstwerke im Wissen um die unlauteren Vorgehensweisen der involvierten Kunsthändler (z.B. Hans Wendland1162, der ebenfalls im Degas- Fall (§7.B.I.) aktiv war und Theodor Fischer) gekauft.


1161 Vgl. KOLDEHOFF in: F.A.Z., 25.4.1998, S. 41 f.; FELICIANO, Musée, S. 194 ff.; BUOMBERGER in: TA, 16.10.1996, S. 3; NICHOLAS, S. 548.

1162 Als deutschem Staatsangehörigen war es ihm während des Krieges untersagt, in der Schweiz zu handeln. Darum kaufte er im Ausland für Fischer ein und beteiligte sich so am Geschäft, FREHNER in: NZZ, 22.1.1997, S. 43; BUOMBERGER in: TA, 16.10.1996, S. 2; FELICIANO, Musée, S. 174 f., der den zweiten offiziellen Tausch zwischen Göring und Wendland anspricht, wobei er beschlagnahmte Werke, die „zum Tausch vorgesehen“ waren (unter anderem Werke von Degas und Pissarro), erhielt. Wendland wie auch Fischer standen auf der schwarzen Liste der Alliierten: TULLY in: ARTnews 1/ 1998, S. 97; FREHNER in: NZZ, 22.1.1997, S.43.

Anmerkungen

Grell dreimal in "Vgl."-Verweisen auf einen zehnseitigen Abschnitt genannt, davon das erste Mal an zweiter Stelle. Im direkten Anschluss folgt bei Ma ein gekennzeichnetes Zitat aus Grell.

Sichter

[75.] Analyse:Ma/Fragment 646 112 - Diskussion
Bearbeitet: 23. March 2014, 15:40 Schumann
Erstellt: 16. November 2012, 21:17 (PlagProf:-))
Fragment, Grell 1999, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 646, Zeilen: 112-116
Quelle: Grell 1999
Seite(n): 206, Zeilen: 108-109
----

918 Vgl. die vorsichtigen Ausführungen von Daeniker anlässlich der 57. Session der Vollmachtenkommission des Ständerates vom 4.2.1946, abgedruckt bei: Schweizerisches Bundesarchiv, Fluchtgelder, Raubgut und nachrichtenlose Vermögen – Wissensstand und Forschungsperspektiven; Publikation zur Tagung im Schweizerischen Bundesarchiv Bern, 25. Februar 1997, 1997, S. 148–149.

----

1168 Vgl. die vorsichtigen Ausführungen von Daeniker anlässlich der 57. Session der Vollmachtenkommission des Ständerates vom 4.2.1946, abgedruckt bei: SCHWEIZERISCHES BUNDESARCHIV, S. 148 f.

Anmerkungen

Auf Grell wird für eine andere Aussage in der vorausgehenden Fußnote verwiesen. Alternativ ist eine Einordnung als Bauernopfer möglich.

Sichter

[76.] Analyse:Ma/Fragment 647 01 - Diskussion
Bearbeitet: 23. March 2014, 12:37 Guckar
Erstellt: 16. November 2012, 21:11 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Grell 1999, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 647, Zeilen: 1-5
Quelle: Grell 1999
Seite(n): 206, Zeilen: 23-28
[Die Raubgutkammer begründete]ihre Entscheidung damit, dass sich die Minderung der geforderten Entschädigungssumme aus der mangelnden Sorgfalt in Anbetracht der großen Kaufsumme rechtfertige, die Fischer zu einer erhöhten Wachsamkeit hätte ermuntern müssen und nun in der Bemessung der Entschädigung berücksichtigt werden konnte.922

922 Vgl. Grell, Entartete Kunst – Rechtsprobleme der Erfassung und des späteren Schicksals der sogenannt Entarteten Kunst, 1999, S. 197–206.

Die Kammer rechtfertigte ihren Entscheid mit dem Hinweis, dass die Gutgläubigkeit Fischers zwar nicht hätte widerlegt werden können, der Kunsthändler aber dennoch aufgrund der Umstände vorsichtiger hätte handeln müssen. Diese Konsequenz aus der mangelnden Sorgfalt rechtfertigte sich allemal in Anbetracht der grossen Kaufsumme, die Fischer zu einer erhöhten Wachsamkeit hätte ermuntern müssen und nun in der Bemessung der Entschädigung berücksichtigt werden konnte.1167
Anmerkungen

"Vgl."-Verweis auf zehn Seiten bei Grell.

Sichter

[77.] Analyse:Ma/Fragment 744 27 - Diskussion
Bearbeitet: 23. March 2014, 15:42 Schumann
Erstellt: 12. December 2012, 20:33 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Gursky Pfeifer Wiegand 2004, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 744, Zeilen: 27-29
Quelle: Gursky_Pfeifer_Wiegand_2004
Seite(n): 487, Zeilen: Rn 11
Der gute Glaube des Eigenbesitzers wird vermutet; dem Ersitzungsgegner obliegt es, den bösen Glauben nachzuweisen. Nachträglich eingetretene Gutgläubigkeit muss der Erwerber beweisen.99

99 Vgl. Wiegand in Staudinger – BGB: Buch 3 Sachenrecht, 2004, § 937, Rdnr. 7–11. „Beruft sich der Besitzer auf Eigentumserwerb durch Ersitzung, muss er beweisen, dass er bei Besitzerwerb und während des zehnjährigen Ersitzungszeitraumes gutgläubig war. [...]"

Der gute Glaube des Eigenbesitzers wird vermutet; dem Ersitzungsgegner obliegt es, den bösen Glauben nachzuweisen. Nachträglich eingetretene Gutgläubigkeit muss der Erwerber beweisen [...].
Anmerkungen

Ein höchst irreführender "Vgl."-Verweis, von dem der Leser zunächst annehmen wird, dass der Vergleich sich auf das in der Fußnote angegebene Zitat bezieht. Dieses steht unvermittelt zwischen diesem und dem nachfolgenden Quellenverweis auf "Schnabel/Tatzkow, Nazi Looted Art – Handbuch Kunstrestitution weltweit, 2007, S. 46–48" und stammt vermutlich aus dem letztgenannten Werk.

Sichter

[78.] Analyse:Ma/Fragment 760 16 - Diskussion
Bearbeitet: 13. June 2013, 19:38 SleepyHollow02
Erstellt: 7. November 2012, 16:51 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, Siegfried 2006, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 760, Zeilen: 16-30, 34-36
Quelle: Siegfried_2006
Seite(n): 79, Zeilen: 8-22
Auch innerhalb der Schweizer Rechtsordnung bietet das Rechtsinstitut der Ersitzung im (inter-)nationalen Kunsthandel die Möglichkeit, einen aufgrund einer unrechtmäßigen Entziehung kultureller Wertgegenstände fehlgeschlagenen derivativen gutgläubigen Eigentumserwerb zu ersitzen, indem das Auseinanderfallen von tatsächlicher und rechtlicher Herrschaft nach einer bestimmten Zeit behoben wird und der Ersitzende originär das Eigentum an den unrechtmäßig entzogenen Kulturgütern erwirbt. Die Ersitzung gelangt innerhalb der Schweizer Rechtsordnung im Bereich des Kulturgüterverkehrs zunächst in solchen Fällen zur Anwendung, in denen eine kulturelle Transferleistung ohne Rechtsgrund erfolgte, d.h. wenn die kulturelle Transferleistung nicht zustande gekommen, nichtig oder mit Erfolg angefochten worden ist. Besondere Bedeutung erlangen jedoch vornehmlich solche Konstellationen, in denen der Besitz an zuvor unrechtmäßig entzogenen Kulturgütern aufgrund einer Universalsukzession oder eines anderen besonderen Rechtsverhältnisses erworben wurde, ohne dass der Rechtsvorgänger einen Rechtstitel innehatte. [...] Eher unbedeutend für den (inter-)nationalen Kulturgüterverkehr ist die dritte Variante der Applikation des Rechtsinstituts der Ersitzung, wonach sich der Ersitzer ohne Rechtsgeschäft irrtümlich als Besitzer einer fremden oder vermeintlich herrenlosen Sache ausgibt.151

151 Vgl. ohne konkreten Bezug zum Kulturgüterverkehr auch Siegfried, Internationaler Kulturgüterschutz in der Schweiz – Das Bundesgesetz über den internationalen Kulturgütertransfer (Kulturgütertransfergesetz, KGTG), 2007, S. 79–84.

Die Ersitzung bietet die Möglichkeit, einen fehlgeschlagenen derivativen gutgläubigen Eigentumserwerb zu ersetzen, indem das Auseinanderfallen von tatsächlicher und rechtlicher Herrschaft nach einer bestimmten Zeit behoben wird.191 Das Eigentum entsteht dadurch beim Erwerber originär.192 [...] Die Ersitzung kommt in folgenden drei Fallgruppen zur Anwendung: zum einen bei Rechtsgeschäften ohne Rechtsgrund,193 d.h. wenn das Rechtsgeschäft nicht zustande gekommen, nichtig oder mit Erfolg angefochten worden ist;194 zum anderen wenn Besitz erworben worden ist aufgrund einer Universalsukzession oder eines anderen besonderen Rechtsverhältnisses, ohne dass der Rechtsvorgänger einen Rechtstitel inne hatte,195 und schliesslich wenn sich der Ersitzer ohne Rechtsgeschäft irrtümlich als Besitzer einer fremden oder vermeintlich herrenlosen Sache ausgibt [...].196
Anmerkungen

Obwohl der Verfasser sich ohne Kennzeichnung weitgehend wörtlich bei Siegfried bedient, legt er Wert auf seine eigene Leistung, nämlich diese allgemeinen Ausführungen zur Ersitzung verbal auf den Kulturgüterverkehr bezogen zu haben. Ein verwirrender Fehler schleicht sich beim Abschreiben ein: Tatsächlich soll über die Ersitzung ein zuvor fehlgeschlagener Eigentumserwerb ersetzt (und nicht ersessen) werden.

Sichter

[79.] Analyse:Ma/Fragment 764 06 - Diskussion
Bearbeitet: 18. June 2013, 14:01 SleepyHollow02
Erstellt: 15. January 2013, 20:14 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, Wieser 2004, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 764, Zeilen: 6-14
Quelle: Wieser_2004
Seite(n): 204, Zeilen: 5-13
Um eine bewegliche Sache ersitzen zu können, ist ein fünfjähriger ununterbrochener und unangefochtener gutgläubiger Eigenbesitz erforderlich, wobei der gute Glaube nicht nur zum Zeitpunkt des Besitzerwerbs, sondern während der ganzen Ersitzungsdauer vorliegen muss.165 Nur im Falle des ebenfalls zur Ersitzung berechtigenden Besitzes des gutgläubigen Rechtsvorgängers kann die von diesem bereits erfüllte Besitzzeit angerechnet werden. Für die Berechnung der Ersitzungsfrist, deren Unterbrechung und Stillstand finden die Bestimmungen über die Verjährung von Forderungen entsprechende Anwendung.166

165 „Gemäss Art. 728 Abs. 1 ZGB [...] nicht stattfindet.“ Siegfried, Internationaler Kulturgüterschutz in der Schweiz – Das Bundesgesetz über den internationalen Kulturgütertransfer (Kulturgütertransfergesetz, KGTG), 2007, S. 79–84.

166 Vgl. Wieser, Gutgläubiger Fahrniserwerb und Besitzesrechtsklage – Unter besonderer Berücksichtigung der Rückforderung « entarteter » Kunstgegenstände, 2004, S. 204–205.

Um eine bewegliche Sache ersitzen zu können, ist ein fünfjähriger ununterbrochener und unangefochtener gutgläubiger Eigenbesitz erforderlich, wobei der gute Glaube nicht nur im Zeitpunkt des Besitzerwerbs, sondern während der ganzen Ersitzungsdauer vorliegen muss891; nur im Falle des ebenfalls zur Ersitzung berechtigenden Besitzes des gutgläubigen Rechtsvorgängers kann die von diesem bereits erfüllte Besitzeszeit angerechnet werden892. Ferner finden für die Berechnung der Ersitzungsfrist, deren Unterbrechung und Stillstand die Bestimmungen über die Verjährung von Forderungen entsprechend Anwendung.
Anmerkungen

Nur ein "Vgl."-Verweis trotz längerer wörtlicher Textübernahme. Fußnote 165 scheint zudem dafür auf eine andere Quelle zu verweisen.

Sichter

[80.] Analyse:Ma/Fragment 770 08 - Diskussion
Bearbeitet: 18. June 2013, 13:59 SleepyHollow02
Erstellt: 11. June 2013, 19:18 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, Siegfried 2006, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 770, Zeilen: 8-15
Quelle: Siegfried_2006
Seite(n): 106, Zeilen: 15-23
§ 1472 ABGB regelt die außerordentliche Ersitzungsfrist mit Bezug auf die Verwalter der Staatsgüter und des Staatsvermögens, sofern diese Norm zur Anwendung kommt i.S.v. §§ 287, 289 und 1456–1457 ABGB. Werden die Voraussetzungen erfüllt, beträgt die Frist zur eigentlichen Ersitzung des Eigentums oder anderer dinglicher Rechte an beweglichen Sachen sechs Jahre. Die uneigentliche Ersitzung von Rechten an beweglichen Sachen und die eigentliche oder uneigentliche ‚außerbücherliche‘ Ersitzung von Rechten an unbeweglichen Sachen haben eine Frist von 40 Jahren.182

182 Vgl. Siegfried, Internationaler Kulturgüterschutz in der Schweiz – Das Bundesgesetz über den internationalen Kulturgütertransfer (Kulturgütertransfergesetz, KGTG), 2007, S. 104–107.

§ 1472 ABGB regelt die ausserordentliche Ersitzungsfrist mit Bezug auf die Verwalter der Staatsgüter und des Staatsvermögens, sofern diese Norm zur Anwendung kommt i.S.v. §§ 287, 289 und 1456 - 1457 ABGB. Werden die Voraussetzungen erfüllt, beträgt die Frist zur eigentlichen Ersitzung des Eigentums oder anderer dinglicher Rechte an beweglichen Sachen sechs Jahre. Zur uneigentlichen Ersitzung von Rechten an beweglichen Sachen und zur eigentlichen oder uneigentlichen „ausserbücherlichen“ Ersitzung von Rechten an unbeweglichen Sachen 40 Jahre.333

333 Mader § 1472 ABGB N 1.

Anmerkungen

Nur ein "Vgl."-Verweis auf vier Seiten bei Siegfried, obwohl diese acht Zeilen nahezu wörtlich übernommen wurden.

Sichter

[81.] Analyse:Ma/Fragment 770 31 - Diskussion
Bearbeitet: 22. March 2014, 16:37 Guckar
Erstellt: 7. November 2012, 20:11 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, Spaun 2003, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 770, Zeilen: 31-36
Quelle: Spaun 2003
Seite(n): 72, Zeilen: 6-11, 105-107
Schließlich ist sowohl für die eigentliche als auch für die uneigentliche Ersitzung Redlichkeit des Ersitzenden notwendig, die bis zum Ablauf der Ersitzungsfrist andauern muss (mala fides superveniens nocet). Während nur eine Mindermeinung davon ausgeht, dass erst später erworbene positive Kenntnis von der Unredlichkeit des Besitzes den Verlust der Redlichkeit bewirkt, geht die herrschende Meinung im Einklang mit der Rechtsprechung davon aus, dass neben [der positiven Kenntnis auch die Kenntnis von Umständen, die Anlass dazu geben, an der Rechtmäßigkeit des Besitzes zu zweifeln, schadet.184]

184 Vgl. Spaun, Der Herausgabeanspruch bei Diebstahl oder illegalem Export von Kulturgütern, 2003, S. 71–72, m.w.N., unter Berufung auf OGH SZ 27/284; SZ 50/53; SZ 50/91; SZ 55/46.

Sowohl für die eigentliche als auch für die uneigentliche Ersitzung ist Redlichkeit des Ersitzenden notwendig, die bis zum Ablauf der Ersitzungsfrist andauern muß. Der gute Glaube muss sich auf die Rechtmäßigkeit der Besitzausübung beziehen, nach der Rechtsprechung und einem Teil der Lehre schadet neben positiver Kenntnis auch das Erfahren von Umständen, die Anlaß geben, an der Rechtmäßigkeit des Besitzes zu zweifeln.80

80 ZB OGH SZ 27/284; SZ 50/53; SZ 50/91; SZ 55/46; Apathy [...] Mader [...] Klicka [...]. AA, wonach später erst positive Kenntnis den Verlust der Redlichkeit bewirkt: zB Ehrenzweig [...] Gschnitzer [...].

Anmerkungen

"Vgl."-Verweis auf Spaun ohne Angabe der genauen Seitenzahl und ohne Kennzeichnung der wörtlich übernommenen Stellen als Zitat.

Sichter

[82.] Analyse:Ma/Fragment 771 08 - Diskussion
Bearbeitet: 22. March 2014, 16:37 Guckar
Erstellt: 10. June 2013, 08:26 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, Spaun 2003, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 771, Zeilen: 8-10, 12-13
Quelle: Spaun 2003
Seite(n): 71, Zeilen: 18-21
Falls der Vorbesitzer des Ersitzenden unredlicher oder unechter Besitzer des zuvor unrechtmäßig entzogenen Kulturguts war (...) oder der Ersitzungsbesitzer die Kette der Vorbesitzer nicht lückenlos nachweisen kann, verdoppelt sich die Dauer der Frist.185

185 Vgl. Spaun, Der Herausgabeanspruch bei Diebstahl oder illegalem Export von Kulturgütern, 2003, S. 71–72.

Falls der Vorbesitzer des Ersitzenden unredlicher oder unechter Besitzer war oder der Ersitzungsbesitzer die Kette der Vorbesitzer nicht lückenlos nachweisen kann, verdoppelt sich die Dauer der Frist (§ 1476 ABGB).
Anmerkungen

Ma übernimmt von Spaun diese Formulierung, ohne sie als Zitat auszuweisen. Nur ein "Vgl."-Verweis zu zwei Seiten bei Spaun wird angebracht. § 1476 ABGB lautet: "Auch derjenige, welcher eine bewegliche Sache unmittelbar von einem unechten, oder von einem unredlichen Besitzer an sich gebracht hat, oder seinen Vornamen anzugeben nicht vermag; muß den Verlauf der sonst ordentlichen Ersitzungszeit doppelt abwarten."

Sichter

[83.] Analyse:Ma/Fragment 802 18 - Diskussion
Bearbeitet: 18. June 2013, 13:58 SleepyHollow02
Erstellt: 12. June 2013, 20:01 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, Siegfried 2006, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 802, Zeilen: 18-22
Quelle: Siegfried_2006
Seite(n): 83, Zeilen: 25-29
Das Kulturgütertransfergesetz vom 20. Juni 2003 behandelt den Eigentümer in den ersten Jahren nach einer unrechtmäßigen Entziehung kultureller Wertgegenstände demnach schlechter als das geltende Schweizer Zivilrecht. Von nun an muss die relative Verjährungsfrist beachtet werden, die gegenüber der Regelung von Art. 934 ZGB um vier Jahre kürzer ist.29

29 Vgl. Siegfried, Internationaler Kulturgüterschutz in der Schweiz – Das Bundesgesetz über den internationalen Kulturgütertransfer (Kulturgütertransfergesetz, KGTG), 2007, S. 79–84.

Das KGTG behandelt den Eigentümer in den ersten Jahren nach erfolgtem Diebstahl schlechter als das geltende Recht. Von nun an muss die relative Verjährungsfrist beachtet werden, die gegenüber der Regelung von Art. 934 ZGB um vier Jahre kürzer ist.
Anmerkungen

Nur ein "Vgl."-Verweis auf sechs Seiten bei Siegfried. Kein Hinweis auf die wörtliche Übernahme.

Sichter


Fragmente (Verdächtig / Keine Wertung)

14 Fragmente

[1.] Analyse:Ma/Fragment 061 109 - Diskussion
Bearbeitet: 22. March 2014, 16:34 Guckar
Erstellt: 7. June 2013, 12:26 (PlagProf:-))
Fragment, KeineWertung, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, Spaun 2003, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 61, Zeilen: 109-111
Quelle: Spaun 2003
Seite(n): 78, Zeilen: 101-103
----

61 Der Sales of Goods Act gilt auch in anderen Teilen des Vereinigten Königreiches, es gelten aber – insbesondere in Schottland – einige Sonderbestimmungen. Vgl dazu Thorn, Der Mobiliarerwerb vom Nichtberechtigten, 1996, S. 52; Spaun, Der Herausgabeanspruch bei Diebstahl oder illegalem Export von Kulturgütern, 2003, S. 78–81.

109 Der Sale of Goods Act gilt auch in anderen Teilen des Vereinigten Königreiches, es gelten aber - insbesondere in Schottland - einige Sonderbestimmungen. Vgl dazu Dreyer (1996) 12 ff; Thorn (1996) 52.
Anmerkungen

Der Wortlaut der Fußnote wird einschließlich des Verweises auf Thorn übernommen. Dabei schleicht sich ein Fehler ein ("Sales of Goods Act"), der sich auch oberhalb im Haupttext findet. Dort reproduziert Ma denselben Ausschnitt aus sec. 21 SGA wie Spaun.

Sleepy Hollow02: Wegen der relativen Kürze und der eher simplen Aussage (daher auch wenige Formulierungsalternativen) sowie der vorhandenen Quellenangabe: kW.

PlagProf:-): Bauernopfer, siehe Diskussionsseite.

Sichter
SleepyHollow02

[2.] Analyse:Ma/Fragment 066 05 - Diskussion
Bearbeitet: 23. March 2014, 12:42 Guckar
Erstellt: 1. November 2012, 20:57 (PlagProf:-))
Fragment, KeineWertung, Knott 1990, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 66, Zeilen: 5-8
Quelle: Knott 1990
Seite(n): 32, Zeilen: 17-20
Obwohl schon der UCC den gutgläubigen Käufer beweglicher Gegenstände, die einem Kaufmann anvertraut sind, auf breiter Basis schützt, kann der Eigentümer auch nach dem allgemeinen equity-Gedanken daran gehindert sein, den Eigentumsübergang infrage zu stellen.82

82 Vgl. Knott, Der Anspruch auf Herausgabe gestohlenen und illegal exportierten Kulturguts, 1990, S. 32–35.

Obwohl schon der UCC den gutgläubigen Käufer von Waren, die einem Kaufmann anvertraut sind, auf breiter Basis schützt59, kann der Eigentümer auch nach allgemeinen Verwirkungsgrundsätzen (estoppel) daran gehindert sein, den Eigentumsübergang infrage zu stellen60.
Anmerkungen

Die wörtlichen Übernahmen wird nicht gekennzeichnet, sondern hinter einem Verweis mit "vgl" und auf vier Textseiten versteckt. Räumlicher und inhaltlicher Zusammenhang mit Fragment 065 08.

Sichter

[3.] Analyse:Ma/Fragment 070 05 - Diskussion
Bearbeitet: 22. March 2014, 16:34 Guckar
Erstellt: 2. November 2012, 07:48 (PlagProf:-))
Fragment, Gesichtet, KeineWertung, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, Spaun 2003

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 70, Zeilen: 5-6
Quelle: Spaun 2003
Seite(n): 80, Zeilen: 17-19
An die Gutgläubigkeit wurden in diesem Zusammenhang besonders strenge Maßstäbe gesetzt, schon geringste Zweifel schadeten. An die Gutgläubigkeit wurden in diesem Zusammenhang besonders strenge Maßstäbe gesetzt, schon geringste Zweifel schadeten.
Anmerkungen

Spaun wird in der nächsten Fußnote (am Ende des übernächsten Satzes) erwähnt. Der Absatz besteht ansonsten weitgehend in einer Paraphrase von Knott, der in dieser Fußnote nicht erwähnt wird. Insgesam aber eher zu kleinteilig, daher kW.

Sichter
SleepyHollow02

[4.] Analyse:Ma/Fragment 108 02 - Diskussion
Bearbeitet: 14. June 2013, 19:53 SleepyHollow02
Erstellt: 9. November 2012, 21:29 (SleepyHollow02)
Fragment, KeineWertung, Ma, Rudolph 2007, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 108, Zeilen: 02-16
Quelle: Rudolph 2007
Seite(n): 234, Zeilen: 21-30
Die Verfolgung der Juden hat innerhalb der nationalsozialistischen Unrechtsherrschaft ein Ausmaß und eine Intensität erreicht, die nicht nur auf eine wirtschaftliche, sondern auch auf eine physische Vernichtung der verfolgten jüdischen Bevölkerungskreise abzielten. Die Furcht vor einer Verbringung in ein Konzentrationslager und einer Ermordung schuf eine tatsächliche Situation, in der nationalsozialistisch verfolgten Bevölkerungsgruppen keine Wahl blieb, als der staatlich verfügten Beschlagnahme Folge zu leisten und eine Herausgabe der kulturellen Vermögenswerte an das Deutsche Reich zu erdulden. Auf-grund dieses faktischen Machtverhältnisses der Über- und Unterordnung zusammen mit der physischen wie psychischen Zwangs-, Drohungs- und Gewaltsituation kann auch in solchen Konstellationen, in denen bspw. Kunstwerke aus dem Besitz der jüdischen Eigentümer formal mit einem dementsprechenden Herausgabewillen an die nationalsozialistischen Behörden und Organe ausgehändigt wurden, materiell keine besitzübertragende Handlung der verfolgten Bevölkerungsteile angenommen werden.238

238 Vgl. auch ähnlich Rudolph, Restitution von Kunstwerken aus jüdischem Besitz – Dingliche Herausgabeansprüche nach deutschem Recht, 2007, S. 233–236.

Zu der Zeit, zu der Kunstwerke aus jüdischen Sammlungen vornehmlich in dieser Weise entzogen wurden, nämlich seit Inkrafttreten der 11. VO zum Reichsbürgergesetz, hatte die Verfolgung der Juden ein Ausmaß und eine Intensität erreicht, die diesen vor Augen führen mussten, dass sie nicht nur wirtschaftlich, sondern auch physisch vernichtet werden sollten. Bestimmt etwa durch die Furcht davor, dass seine bevorstehende Auswanderung noch verhindert und er in ein Konzentrationslager verschleppt und dort umgebracht werden könnte, hätte ein jüdischer Eigentümer gar keine andere Wahl gehabt, als einer Beschlagnahmeverfügung Folge zu leisten und seine Kunstwerke an das Deutsche Reich herauszugeben.
Anmerkungen

Quelle ist in Fn. genannt, allerdings mit irreführendem "Vgl." und ungenauer Seitenangabe. Wegen geringer Wortlautnähe kW.

Sichter

[5.] Analyse:Ma/Fragment 109 19 - Diskussion
Bearbeitet: 14. June 2013, 19:56 SleepyHollow02
Erstellt: 6. November 2012, 19:47 (SleepyHollow02)
Fragment, KeineWertung, Ma, Rudolph 2007, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 109, Zeilen: 19-23
Quelle: Rudolph 2007
Seite(n): 234, Zeilen: 15-19
Da die kulturelle Verstaatlichung aufgrund der Qualifizierung als ‚gesetzliches Unrecht‘ nichtig ist, kann der fehlende Besitzübertragungswille jüdischer Sammler auch nicht durch eine entsprechende öffentlich-rechtliche Befugnis ersetzt werden, sodass durch nationalsozialistischen Hoheitsakt entzogene Kunstwerke als abhandengekommen i.S.d. 935 Abs. 1 BGB anzusehen sind.242

242 Vgl. Rudolph, Restitution von Kunstwerken aus jüdischem Besitz – Dingliche Herausgabeansprüche nach deutschem Recht, 2007, S. 233–236.

Ist die Beschlagnahme nichtig, so kann der fehlende Besitzübertragungswille auch nicht durch eine entsprechende Befugnis ersetzt werden.743 Es bleibt vielmehr dabei, dass der Besitzverlust ohne den Willen des Eigentümers erfolgt ist, so dass die übertragene Sache als abhanden gekommen im Sinne des § 935 Abs. 1 BGB zu betrachten ist.

743 Vgl. Staudinger-Wiegand, § 935, Rn. 17.

Anmerkungen

Grenzwertig. Umformulierung ersichtlich, pauschale Quellenangabe vorhanden. Auch wegen der Kürze. kW.

Sichter

[6.] Analyse:Ma/Fragment 163 16 - Diskussion
Bearbeitet: 14. June 2013, 11:29 SleepyHollow02
Erstellt: 5. November 2012, 16:06 (PlagProf:-))
Fragment, Gesichtet, KeineWertung, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, Siegfried 2006

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 163, Zeilen: 16-19
Quelle: Siegfried_2006
Seite(n): 87, Zeilen: 16-19
Der Verfall eines nach Sec. 308 illegal importierten Kulturguts soll nach Sec. 310 (c) (1) nicht angeordnet werden, ohne dass der Herkunftsstaat an einen Besitzer, der nachweist, dass er nach dem anwendbaren Recht Eigentum erworben hat, eine angemessene Entschädigung zahlt. Der Verfall eines nach Sec. 308 illegal importierten Kulturguts soll gemäss Sec. 310(c)(1) nicht angeordnet werden, ohne dass der Herkunftsstaat an einen Besitzer, der nachweist, dass er nach dem anwendbaren Recht Eigentum erworben hat, eine angemessene Entschädigung zahlt.
Anmerkungen

Ma verweist erst weiter unten auf Siegfried. Die wörtliche Übernahme setzt sich - nach einer Wiedergabe von Sec. 308 - im direkten Anschluss fort.

Siegfried hat sich seinerseits ohne Hinweis auf Knott aus dessen Werk bedient. Knott schreibt (S. 160 Zeile 27 bis S. 161 Zeile 3): "CPIA sec. 310 (c) ( l ) 430 schreibt vor, daß der Verfall eines nach CPIA sec. 308 illegal importierten Kulturguts nicht angeordnet werden soll, ohne daß der Herkunftsstaat an einen Besitzer, der nachweist, daß er nach dem anwendbaren Recht Eigentum erworben hat, eine angemessene Entschädigung zahlt."

Angesichts der Kürze und Normwortlautnähe des Fragments könnte man über einen Vorwurf hinwegsehen; damit wäre aber nicht abgebildet, dass sich Ma (und Siegfried) einer fremden Übersetzung bedienen und diese implizit als eigene (zutreffende) Übersetzung ausgeben.

Sichter
SleepyHollow02

[7.] Analyse:Ma/Fragment 171 03 - Diskussion
Bearbeitet: 15. January 2013, 09:35 PlagProf:-)
Erstellt: 15. January 2013, 09:35 (PlagProf:-))
Fragment, KeineWertung, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, Wieser 2004, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 171, Zeilen: 3-8
Quelle: Wieser_2004
Seite(n): 276, Zeilen: 12-16
In Art. 9 Abs. 6 des Kulturgütertransfergesetzes vom 20. Juni 2003438 ist darüber hinaus vorgesehen, dass die Rückgabe des Kulturgutes von der Bezahlung der Entschädigung abhängig

ist, somit Zug um Zug zu erfolgen hat und dem Erwerber daher zur Durchsetzung seines Anspruches bis zur Bezahlung der Entschädigung ein Retentionsrecht am Kulturgut zusteht.439

Vgl. Wieser, Gutgläubiger Fahrniserwerb und Besitzesrechtsklage – Unter besonderer Berücksichtigung der Rückforderung « entarteter » Kunstgegenstände, 2004, S. 274–277.

... ist in Art 9 Abs. 6 KGTG aber vorgesehen, dass die Rückgabe des Kulturgutes von der Bezahlung der Entschädigung abhängig ist, somit Zug um Zug zu erfolgen hat; dem Erwerber steht daher zur Durchsetzung seines Anspruches bis zur Bezahlung der Entschädigung ein Retentionsrecht am Kulturgut zu.
Anmerkungen

Verstoß gegen das Gebot der Kennzeichnug wörtlicher Zitate. Zu kleinteilig für die Dokumentation? Der Verfasser übernimmt hier den Genitiv "Anspruches", während ansonsten überwiegend, insbesondere in der Gliederung, der Genitiv "Anspruchs" verwendet wird.

Sichter

[8.] Analyse:Ma/Fragment 236 104 - Diskussion
Bearbeitet: 14. June 2013, 11:55 SleepyHollow02
Erstellt: 10. June 2013, 12:21 (PlagProf:-))
Fragment, Gesichtet, KeineWertung, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, Siegfried 2006

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 236, Zeilen: 104-112
Quelle: Siegfried_2006
Seite(n): 96, Zeilen: 11-14, 107-116
----

679 Verwaltungsgerichtliche Entscheidungen sind: Cons.d’État 7.12.1854 (de Matha), Rec.Cons.d’État 1854, 951; Cons.d’État 18.7.1866 (Dora), Rec.Cons.d’État 1866, 854; Cons.d’État 27.5.1959 (Secrétaire d’État aux transports c. Baylaucq), Rec.Cons.d’État 323; Cons.d’État 13.10.1967 (Gazeux) Rev.dr.publ. 1968, 887, note Waline; Trib.conflits, req., 24.2.1992 (Couach), JCP 1993, II, 21984, 22 note Lavialle. Zivilgerichtliche Entscheidungen sind: Cour royal de Paris 3.1.1846 (Bibliothèque royale c. Charron), D. 1846, II, 212, S. 1846, II, 77; Cour d’appel d’Agen 23.1.1860 (Fabrique de Barbaste c. Crabit-Anex), S. 1860, II, 317; Cour de cassation, req., 4.6.1866 (Flamenq c. Ville de Toulon), S. 1866, I, 446; Cour de cassation, req., 15.11.1869 (Viard c. Commune de Clinchamp) S. 1870, I, 20.

In diesem Sinn hat auch vor langer Zeit schon die Rechtsprechung (Verwaltungs-268 sowie Zivilgerichte269) erkannt, dass Gegenstände, die mit einer öffentlich-rechtlichen Bindung belastet sind, nicht ersessen werden können.

268 Cons.d’Etat 7.12.1854 (de Matha), Rec.Cons.d’Etat 1854, 951; Cons.d’Etat 18.7.1866 (Dora), Rec.Cons.d’Etat 1866, 854; Cons.d’Etat 27.5.1959 (Secretaire d’Etat aux transports c. Baylaucq), Rec.Cons.d’Etat 323; Cons.d’Etat 13.10.1967 (Cazeux) Rev.dr.publ. 1968, 887, note Waline; Trib.conflits, req., 24.2.1992 (Couach), JCP 1993, II, 21984, 22 note Lavialle.

269 Cour royal de Paris 3.1.1846 (Bibliotheque royale c. Charron), D. 1846, II, 212; S. 1846, II, 77; Cour d’appel d’Agen 23.1.1860 (Fabrique de Barbaste c. Crabit-Anex), S. 1860, II, 317; Cour de cassation, req., 4.6.1866 (Flamenq c. Ville de Toulon), S.1866, I, 446; Cour de cassation, req., 15.11.1869 (Viard c. Commune de Clinchamp) S. 1870, I, 20.

Anmerkungen

Identische Auswahl der Gerichtsentscheidungen, identische Auswahl der Zeitschriften, in denen diese veröffentlicht wurden (manche wurden in mehreren Zeitschriften publiziert), identische Auswahl, ob der Name nur einer oder von beiden Parteien angegeben werden soll. Könnte Siegfried allerdings auch so von Weber übernommen haben; das ist noch nachzuprüfen. Bei der Entscheidung des Conseil d'État vom 13.10.1967 gibt Siegfried den Parteinamen richtig mit "Cazeux" an, bei Ma wird daraus "Gazeux".

Wird wiederholt auf S. 776 Fn 205.

Sichter
SleepyHollow02

[9.] Analyse:Ma/Fragment 407 22 - Diskussion
Bearbeitet: 12. December 2012, 15:48 PlagProf:-)
Erstellt: 12. December 2012, 15:44 (PlagProf:-))
Fragment, Gursky Pfeifer Wiegand 2004, KeineWertung, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 407, Zeilen: 22-29
Quelle: Gursky_Pfeifer_Wiegand_2004
Seite(n): 417, Zeilen: Rn 73
Von zentraler Bedeutung ist damit die Frage, ob der Kunsthandel und (inter-)nationale Kulturgüterverkehr als bestimmter Lebensbereich generell eine verkehrstypische Gefahrensituation (gemeint ist die Gefahr, dass die Sache nicht dem Veräußerer gehört) und damit eine solche Ausnahmesituation darstellt, dass der Erwerber auch ohne spezielle Indizien hinsichtlich des Nichteigentums bzw. der Nichtberechtigung des Veräußerers Nachforschungen über die Eigentums- bzw. Berechtigungsposition des Veräußerers anstellen

muss.294

294 Vgl. Wiegand in Staudinger – BGB: Buch 3 Sachenrecht, 2004, § 932, Rdnr. 71–73.

Von zentraler Bedeutung ist nun die Frage, ob in bestimmten Lebensbereichen oder bei gewissen Geschäftstypen eine solche Ausnahmesituation immer gegeben ist, oder anders ausgedrückt, ob der Erwerber auch ohne spezielle Indizien Nachforschungen anstellen muss.
Anmerkungen

Grenzwertig. Für einen "Vgl."-Verweis folgt Ma hier der Quelle allzu eng. Dagegen liegt bei dieser kurzen Passage mit nicht mehr als sechs zusammenhängend übernommenen Wörtern wohl kein Verstoß gegen das Gebot vor, dass wörtliche Übernahmen als solche gekennzeichnet werden müssen.

Sichter

[10.] Analyse:Ma/Fragment 507 07 - Diskussion
Bearbeitet: 15. June 2013, 15:54 SleepyHollow02
Erstellt: 8. January 2013, 15:06 (PlagProf:-))
Fragment, Gesichtet, KeineWertung, Ma, Münchener Kommentar Bd6, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 507, Zeilen: 7-9, 17-19
Quelle: Münchener_Kommentar_Bd6
Seite(n): 855, Zeilen: Rn 37
Von Bedeutung ist damit auch beim Erwerb kultureller Güter vom Nichteigentümer die Verkehrsauffassung über die im Normalfall erforderliche Legitimation des Veräußerers. [...] Die Anforderungen dürfen hier allerdings nicht so weit gehen, dass die grundsätzliche Wertung des Gesetzes zur Legitimationswirkung des Besitzes aufgehoben wird591 ...

591 Vgl. Quack in Münchener Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch – Band 6 Sachenrecht: §§ 854–1296, 4. Aufl. 2004, § 932, Rdnr. 32–40.

Von Bedeutung ist auch die Verkehrsauffassung über die im Normalfall erforderliche Legitimation des Veräußerers.84 Die Anforderungen dürfen hier allerdings nicht so weit gehen, dass die grundsätzliche Wertung des Gesetzes zur Legitimationswirkung des Besitzes aufgehoben wird.
Anmerkungen

Zeilen 10-16 behandeln ein Urteil des OLG München mit "vgl."-Verweis auf Müller-Katzenburg, Internationale Standards im Kulturgüterverkehr, 1996, S. 320. Der "Vgl."-Verweis auf neun Randnummern in der Quelle lässt die wörtliche Übernahme nicht erkennen.

Sichter
SleepyHollow02

[11.] Analyse:Ma/Fragment 616 21 - Diskussion
Bearbeitet: 15. June 2013, 18:19 SleepyHollow02
Erstellt: 15. January 2013, 17:31 (PlagProf:-))
Fragment, KeineWertung, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, Wieser 2004, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 616, Zeilen: 21-24
Quelle: Wieser_2004
Seite(n): 246-247, Zeilen: S. 246: 17-18, S. 247: 1-2
Darüber hinaus wird auch geltend gemacht, dass der Erwerb von Kunstobjekten durch Museen, bspw. auf der Versteigerung der entarteten Kunst durch die Galerie Fischer durch das Kunstmuseum Basel, ebenfalls zur Annahme der Rechtmäßigkeit der Erwerbsvorgänge geführt habe.848

848 Vgl. dazu die Darstellung von Wieser, Gutgläubiger Fahrniserwerb und Besitzesrechtsklage – Unter besonderer Berücksichtigung der Rückforderung «entarteter» Kunstgegenstände, 2004, S. 246–256, unter Rekurs auf Kreis, „Entartete“ Kunst für Basel: die Herausforderung von 1939, 1990, S. 1 ff.

In diesem Zusammenhang sei auch zu erwähnen, dass der Erwerb von Kunstobjekten durch Museen, beispielsweise durch das Kunstmuseum Basel, ebenfalls zur Annahme der Rechtmässigkeit der Erwerbsvorgänge geführt habe1081

1081 Vgl. dazu die Darstellung von KREIS, Entartete Kunst, S. 1 ff.

Anmerkungen

Bei diesem "Vgl."-Verweis erwartet man eine eigene Formulierung. Aus "Vgl. dazu die Darstellung von Kreis" wird "Vgl. dazu die Darstellung von Wieser". Möglicherweise zu kleinteilig für eine Dokumentation als Plagiat.

Sichter

[12.] Analyse:Ma/Fragment 739 01 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2013, 20:49 Singulus
Erstellt: 12. December 2012, 16:34 (PlagProf:-))
Fragment, Gursky Pfeifer Wiegand 2004, KeineWertung, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, Unfertig

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 739, Zeilen: 1-9
Quelle: Gursky_Pfeifer_Wiegand_2004
Seite(n): 483, 488, Zeilen: Rn 3, 16
Mit Ablauf der zehnjährigen Ersitzungsfrist erwirbt danach der gutgläubige Besitzer Eigentum an der Sache.66 Allgemein wird der Zweck des Rechtsinstituts damit beschrieben, dass die Ersitzung die aufgrund eines Mangels im Erwerb der Sache bewirkte Diskrepanz zwischen Besitz- und Eigentumslage beseitigt und damit den Verkehrsschutz ergänzt. Schließlich steht auch hinter der deutschen Ausgestaltung der Ersitzungsregelungen die für sämtliche temporalen Präklusionsvorschriften geltende allgemeine Erwägung, dass eine Beweiserleichterung für den ‚wirklichen Eigentümer‘ notwendig sei, der, statt den gutgläubigen Erwerbsakt nachzuweisen, sich auf eine erfolgte Ersitzung berufen kann.67

66 Vgl. Wiegand in Staudinger – BGB: Buch 3 Sachenrecht, 2004, § 937, Rdnr. 16.

67 Vgl. m.w.N. Wiegand in Staudinger – BGB: Buch 3 Sachenrecht, 2004, Vorbemerkungen zu §§ 937–945, Rdnr. 1–4.

Der Zweck der Ersitzung liegt darin, die durch den Mangel im Erwerb der Sache erwirkte Diskrepanz zwischen Besitz- und Eigentumslage zu beseitigen und den Verkehrsschutz zu ergänzen (...). Darüber hinaus stellt sie eine Beweiserleichterung für den wirklichen Eigentümer dar, der statt den anderweitigen Erwerbsakt nachzuweisen, sich auf die stattgefundene Ersitzung berufen kann (...).

[S. 488]

Mit Ablauf der zehnjährigen Ersitzungsfrist erwirbt der gutgläubige Besitzer Eigentum an der Sache.

Anmerkungen

Nur zwei "Vgl."-Verweise.

Sichter

[13.] Analyse:Ma/Fragment 739 24 - Diskussion
Bearbeitet: 15. June 2013, 15:59 SleepyHollow02
Erstellt: 8. January 2013, 16:37 (PlagProf:-))
Fragment, Gesichtet, KeineWertung, Ma, Münchener Kommentar Bd6, SMWFragment, Schutzlevel

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 739, Zeilen: 20-24
Quelle: Münchener_Kommentar_Bd6
Seite(n): 919, Zeilen: Rn 3, 5
Damit wird die Ersitzung zu einem Notbehelf für die Fälle eines fehlgeschlagenen rechtsgeschäftlichen Eigentumserwerbs unrechtmäßig entzogener Kulturgüter, in denen rechtsgeschäftlicher Erwerb auch des im intendierten Erwerbszeitpunkt Gutgläubigen nicht möglich ist.70 So erläutert bspw. Baldus im Münchener Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch, dass der praktisch wichtigste Anwendungsbereich die Ersitzung abhandengekommener Sachen sei, wobei „wirtschaftliche Relevanz … am ehesten das Abhandenkommen von Kunstwerken“ aufweist.71

70 Vgl. Baldus in Münchener Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch – Band 6 Sachenrecht: §§ 854–1296, 4. Aufl. 2004, § 937, Rdnr. 1–5.

71 Vgl. Baldus in Münchener Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch – Band 6 Sachenrecht: §§ 854–1296, 4. Aufl. 2004, § 937, Rdnr. 1–5.

Damit wird die Ersitzung zu einem Notbehelf: Zum einen für Fälle fehlgeschlagenen Eigentumserwerbs, in denen rechtsgeschäftlicher Erwerb auch des im intendierten Erwerbszeitpunkt Gutgläubigen nicht möglich ist [...] Praktisch wichtigster Anwendungsbereich ist die Ersitzung abhanden gekommener Sachen [...], wirtschaftliche Relevanz weist am ehesten das Abhandenkommen von Kunstwerken auf.2
Anmerkungen

Eine Übernahme von 8 Wörtern wird gekennzeichnet, nicht aber eine Übereinstimmung von 13 zusammenhängenden Wörtern. Der zweite Satz wird hier lediglich zur Anschauung wiedergegeben.

Sichter
SleepyHollow02

[14.] Analyse:Ma/Fragment 744 02 - Diskussion
Bearbeitet: 19. June 2013, 18:37 SleepyHollow02
Erstellt: 12. December 2012, 20:23 (PlagProf:-))
Fragment, Gursky Pfeifer Wiegand 2004, KeineWertung, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
KeineWertung
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 744, Zeilen: 2-4
Quelle: Gursky_Pfeifer_Wiegand_2004
Seite(n): 487, Zeilen: 9
Nach Beginn der Ersitzung entfällt der gute Glaube an die eigene Eigentumsposition an dem Kulturgut nur bei positiver Kenntnis des Nichtrechts (sog. mala fides superveniens).94

94 Vgl. Wiegand in Staudinger – BGB: Buch 3 Sachenrecht, 2004, § 937, Rdnr. 7–11.

Nach Beginn der Ersitzung entfällt der gute Glaube nur bei positiver Kenntnis des Nichtrechts (mala fides superveniens).
Anmerkungen

Der ganze Satz aus der Quelle wird wörtlich wiederverwertet und mit zwei Einschüben verlängert, die den Sinn nicht ändern. Dafür reicht ein "Vgl."-Verweis auf fünf Randnummern nicht aus. Dunkler Graubereich.

Sichter


Fragmente (Kein Plagiat)

Kein Fragment



Fragmente (Verwaist)

1 Fragment

[1.] Analyse:Ma/Fragment 778 07 - Diskussion
Bearbeitet: 12. June 2013, 19:51 PlagProf:-)
Erstellt: 12. June 2013, 19:47 (PlagProf:-))
BauernOpfer, Fragment, Ma, SMWFragment, Schutzlevel, Siegfried 2006, Unfertig

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 778, Zeilen: 7-10, 11-19
Quelle: Siegfried_2006
Seite(n): 97, Zeilen: 2-16
Ein solcher Eigenbesitz des Ersitzenden ist nur dann anzunehmen, wenn der Ersitzende nach Art. 2229 Code civil ohne Mängel, d.h. dauernd, ununterbrochen, friedlich und unwidersprochen den Besitz in offenbarer Herrschaftsgewalt als Berechtigter (animus domini) ausübt („Pour pouvoir prescrire, il faut une possession continue et non interrompue, paisible, publique, non équivoque, et à titre de propriétaire.“). Während nach dem Rechtsgehalt der Art. 2230214 und 2234 Code civil215 der Eigenbesitz vermutet wird,216 bleibt eine einmal begründete „détention précaire“ nach Art. 2231 Code civil217 als solche bis zum Beweis des Gegenteils bestehen.218

Hinsichtlich der Ersitzungsdauer trifft die französische Zivilrechtsordnung eine Unterscheidung zwischen der sog. gewöhnlichen 30-jährigen Ersitzung nach Art. 2262 bis 2264 und der abgekürzten Ersitzung von zehn bzw. zwanzig Jahren nach Art. 2265 bis 2270 des Code civil für Immobilien, ...


214 Art. 2230 Code civil: Quand on a commencé à posséder pour autrui, on est toujours présumé posséder au même titre, s’il n’y a preuve du contraire.

215 Art. 2234 Code civil: Le possesseur actuel qui prouve avoir possédé anciennement est présumé avoir possédé dans le temps intermédiaire, sauf la preuve contraire.

216 Vgl. Ferid/Sonnenberger, Das Französische Zivilrecht – Band 2/2: Schuldrecht: Die einzelnen Schuldverhältnisse, Sachenrecht, 2. Aufl. 1986, 3 C 326.

217 Art. 2231 Code civil: Quand on a commencé à posséder pour autrui, on est toujours présumé posséder au même titre, s’il n’y a preuve du contraire.

218 Vgl. Siegfried, Internationaler Kulturgüterschutz in der Schweiz – Das Bundesgesetz über den internationalen Kulturgütertransfer (Kulturgütertransfergesetz, KGTG), 2007, S. 95–98.

Für die Ersitzung wird gemäss Art. 2228 Ccf Eigenbesitz270 im Gegensatz zur blossen Besitzesanmassung („detention precaire“)271 vorausgesetzt. Dies hat zur Bedingung, dass der Ersitzende nach Art. 2229 Ccf ohne Mängel, d.h. dauernd, ununterbrochen, friedlich und unwidersprochen den Besitz in offenbarer Herrschaftsgewalt als Berechtigter (animus domini) ausüben muss. Gemäss Art. 2230 und 2234 Ccf wird der Eigenbesitz vermutet,272 dagegen bleibt eine einmal begründete („detention precaire“) als solche bis zum Beweis des Gegenteils bestehen (Art. 2231 Ccf).

cc) Ersitzungsdauer

Der Code civil unterscheidet in Art. 2262 - 2264 Cef zwischen der gewöhnlichen dreissigjährigen Ersitzungsdauer und der abgekürzten Ersitzung von zehn bzw. zwanzig Jahren (Art. 2265 - 2270 Cef). Die abgekürzte Ersitzung i.S.v. Art. 2265 ff. Ccf kommt jedoch nur bei Immobilien („ ... un immeuble en prescrit la propriete par dix ans, ...“) zur Anwendung.


270 Ferid/Sonnenberger Bd. 2,3 C 326. 271 Ferid/Sonnenberger Bd. 2,3 A 117. 272 Ferid/Sonnenberger Bd. 2,3 C 326.

Anmerkungen

Hier hat Ma für einen "Vgl."-Verweis auf vier Seiten deutlich zuviel Wortlaut ohne weitere Kennzeichnung entnommen, insbesondere bei der originellen Übersetzung von Art 2228, bei der die Reihenfolge der Merkmale geändert wird. Alternativ könnten sich Siegfried und Ma an die Formulierung bei Ferid/Sonnenberger angelehnt haben. Das ist noch zu prüfen.

Sichter


Quellen

Quelle Autor Titel Verlag Jahr Lit.-V. FN
Ma/Grell 1999 Boris Thorsten Grell Entartete Kunst. Rechtsprobleme der Erfassung und des späteren Schicksals der sogenannt Entarteten Kunst Diss. Zürich 1999 ja ja
Ma/Gursky Pfeifer Wiegand 2004 Karl-Heinz Gursky, Axel Pfeifer und Wolfgang Wiegand J. von Staudingers Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch, Buch 3 (Sachenrecht), §§ 925-984 etc Sellier - de Gruyter 2004 ja ja
Ma/Knott 1990 Hermann J Knott Der Anspruch auf Herausgabe gestohlenen und illegal exportierten Kulturguts Nomos 1990 ja ja
Ma/Köhling 1999 Lambert Köhling Der Eigentumserwerb abhanden gekommener Kunstgegenstände im amerikanischen Recht Lit Verlag 1999 ja ja
Ma/Münchener Kommentar Bd6 Manfred Eberhard Rinne (Redakteur) Münchener Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch, Band 6: Sachenrecht C.H. Beck 2004 ja ja
Ma/Rudolph 2007 Sabine Rudolph Restitution von Kunstwerken aus jüdischem Besitz de Gruyter 2007 ja ja
Ma/Schack 2003 Haimo Schack Gutgläubiger Erwerb gestohlener Kunstgegenstände Sakkoulas u.a. 2003 ja ja
Ma/Siegfried 2006 Felix Heinz Siegfried Internationaler Kulturgüterschutz in der Schweiz. Das Bundesgesetz über den internationalen Kulturgütertransfer (Kulturgütertransfergesetz, KGTG) Peter Lang 2006 ja ja
Ma/Spaun 2003 Susanne Spaun Der Herausgabeanspruch bei Diebstahl oder illegalem Export von Kulturgütern Peter Lang 2003 ja ja
Ma/Wieser 2004 Charlotte Wieser Gutgläubiger Fahrniserwerb und Besitzesrechtsklage. Unter besonderer Berücksichtigung der Rückforderung "entarteter" Kunstgegenstände Helbing & Lichtenhahn 2004 ja ja


Übersicht

Typus Gesichtet ZuSichten Unfertig Σ
KP0000
VS64010
ÜP0000
BO39791119
KW58114
KeinP0000
Σ50912143

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