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Analyse:Ma/Fragment 044 01

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 44, Zeilen: 1-7, 9-16
Quelle: Spaun 2003
Seite(n): 57-58, Zeilen: S. 57: 15-28, 102-104; S. 58:1-2
[Dem auch schon zu dieser Zeit bestehenden Bedürfnis der Verkehrssicherheit wurde damit genügt, dass dem redlichen Erwerber in verhältnismäßig kurzen Fristen das Rechtsinstitut der Ersitzung offenstand,17 doch war] der Kreis ersitzungsfähiger Sachen eingeschränkt. So unterfielen bspw. dem römischen furtum-Begriff gestohlene und andere Formen des unberechtigten Verkaufs beweglicher Sachen, wie etwa die Veruntreuung anvertrauter oder die Unterschlagung gefundener Sachen18, oder geraubte Sachen (res furtivae, res vi possessae), öffentliche Sachen (res publicae), Sachen göttlichen Rechts (res divini iuris) und seit der Prinzipatszeit waren auch Fiskalsachen (res fisci) von der Ersitzung ausgeschlossen.19 [...] Das germanische Recht unterschied ursprünglich deutlich zwischen freiwilliger und unfreiwilliger Aufgabe des Gewahrsams („Gewere“). Hatte der Eigentümer seine Sache jemandem anvertraut und erlangte sie infolge ein Dritter, stand dem Eigentümer diesem gegenüber kein Herausgabeanspruch zu („Hand wahre Hand“, „Wo du deinen guten Glauben gelassen hast, sollst du ihn suchen“). War die Sache dem Eigentümer hingegen abhandengekommen, stand ihm ein deliktischer Herausgabeanspruch auch gegenüber einem gutgläubigen Dritten zu.20

17 Kaser, Römisches Privatrecht [...]; Makovskij, [...]; Spaun, Der Herausgabeanspruch bei Diebstahl oder illegalem Export von Kulturgütern, 2003, S. 57–58.

18 Vgl. Hausmaninger/Selb/Gamauf, Römisches Privatrecht, 9. Aufl. 2001, S. 278.

19 Vgl. Hausmaninger/Selb/Gamauf, Römisches Privatrecht, 9. Aufl. 2001, S. 154; Thorn, Der Mobiliarerwerb vom Nichtberechtigten, 1996, S. 36 ff.; Spaun, Der Herausgabeanspruch bei Diebstahl oder illegalem Export von Kulturgütern, 2003, S. 57–58.

20 Spaun, Der Herausgabeanspruch bei Diebstahl oder illegalem Export von Kulturgütern, 2003, S. 57–58; Thorn, Der Mobiliarerwerb vom Nichtberechtigten, 1996, S. 39 ff.; Makovskij,

[Seite 57]

Dieses Prinzip erfuhr durch Ersitzungsregeln zwar Einschränkungen, doch war der Kreis ersitzungsfähiger Sachen eingeschränkt. So waren beispielsweise gestohlene2 oder geraubte Sachen (res furtivae, res vi possessae), öffentliche Sachen (res publicae), Sachen göttlichen Rechts (res divini iuris) und seit der Prinzipatszeit auch Fiskalsachen (res fisci) von der Ersitzung ausgeschlossen.3 Auf der anderen Seite stand das germanische Recht, das (ursprünglich) scharf zwischen freiwilliger und unfreiwilliger Aufgabe der Gewahrsame ("Gewere") unterschied. Hatte der Eigentümer seine Sache jemandem anvertraut und erlangte sie infolge ein Dritter, stand dem Eigentümer diesem gegenüber kein Herausgabeanspruch zu ("Hand wahre Hand", "Wo du deinen guten Glauben gelassen hast, sollst du ihn suchen"). War die Sache dem

[Seite 58]

Eigentümer hingegen abhanden gekommen, stand ihm ein (deliktischer) Herausgabeanspruch auch gegenüber einem gutgläubigen Dritten zu.4


2 Der römische furtum-Begriff umfasst neben Diebstahl auch andere Formen des unberechtigten Verkaufs beweglicher Sachen, zB die Veruntreuung anvertrauter oder die Unterschlagung gefundener Sachen, vgl. etwa Hausmaninger/Selb9 (2001) 278.

3 Vgl Hausmaninger/Selb9 (2001) 154; Thorn (1996) 36 ff.

Anmerkungen

Spaun wird in dieser längeren Übernahme (die auch die Belege umfaßt) dreimal genannt; jeweils an letzter Stelle in Fußnoten 17 und 19 sowie an erster Stelle in Fußnote 20. Es wird aber nicht ersichtlich, dass der gesamte Gedankengang und im Wesentlichen auch der Wortlaut aus dieser Quelle stammt. Die mehrfache Erwähnung gibt aber immerhin ein Indiz für die gedankliche Engführung.

Sichter
SleepyHollow02

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