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Analyse:Ma/Fragment 077 13

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 77, Zeilen: 13-25, 104
Quelle: Gursky_Pfeifer_Wiegand_2004
Seite(n): 465, Zeilen: Rn 5
Entscheidend für sämtliche Situationen des Abhandenkommens kultureller Güter ist der Verlust des unmittelbaren Besitzes, sei es durch den Eigentümer oder, gem. § 935 Abs. 1 S. 2 BGB, durch den Besitzmittler. Hat jedoch der Besitzmittler, bspw. ein Auktionshaus oder ein Verkaufskommissär, das fragliche Kulturgut freiwillig an einen Dritten weitergegeben, so stellt dies kein Abhandenkommen für den mittelbaren Besitzer, d.h. den Eigentümer des Kulturguts dar.122 Schließlich hat in solchen Konstellationen der Eigentümer das Gemälde dem Besitzmittler anvertraut und damit das Risiko des Besitzverlustes bewusst in Kauf genommen. Damit steht auch fest, dass der Eigentümer sich das Verhalten des ungetreuen Besitzmittlers zurechnen lassen muss, da er durch die Übertragung des unmittelbaren Besitzes an dem Kulturgut selbst den Rechtsschein geschaffen hat, auf den der Erwerber im Rahmen eines Veräußerungsgeschäftes vertrauen darf.122

121 OLG Hamburg, OLGZ 6, 118; RGZ 54, 68; RG LZ 1923, 602.

122 Vgl. im Allgemeinen Wiegand in Staudinger – BGB: Buch 3 Sachenrecht, 2004, § 935, Rdnr. 1–5; Quack in Münchener Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch – Band 6 Sachenrecht: §§ 854–1296, 4. Aufl. 2004, § 935, Rdnr. 1–4.

Entscheidend ist der Verlust des unmittelbaren Besitzes, sei es durch den Eigentümer oder, gem § 935 Abs 1 S 2, durch den Besitzmittler. Gibt jedoch der Besitzmittler die Sache freiwillig an einen Dritten weiter, so stellt dies kein Abhandenkommen für den mittelbaren Besitzer (Eigentümer) dar (OLG Hamburg OLGZ 6, 118; RGZ 54, 68; RG LZ 1923, 602). Schließlich hat dieser die Sache dem Besitzmittler anvertraut und damit das Risiko des Besitzverlustes bewusst in Kauf genommen. Das Verhalten des ("ungetreuen") Besitzmittlers muss der Eigentümer sich zurechnen lassen (...); er hat dadurch zugleich selbst den Rechtsschein geschaffen, auf den der Erwerber vertraut (vgl. Westermann/Gursky § 49 I 5; Francke SeuffBl 73 [1908] 895.
Anmerkungen

Der Wortlaut der Quelle wirt nahezu vollständig verwertet. Der Text wird lediglich leicht auf den Kunsthandel umgeschrieben. Nur ein "Vgl."-Verweis auf einen Abschnitt in dieser sowie einer weiteren Quelle.

Sichter
SleepyHollow02

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