Fandom

VroniPlag Wiki

Analyse:Ma/Fragment 089 23

31.368Seiten in
diesem Wiki
Seite hinzufügen
Diskussion0

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.


Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 89, Zeilen: 23-28, 30-31
Quelle: Gursky Pfeifer Wiegand 2004
Seite(n): 468, Zeilen: Rn 14
Dies lässt sich mit der Erwägung begründen, der Rechtsschein knüpfe gerade an die Ausübung der tatsächlichen Gewalt und nicht an den „Besitz im Sinne des Rechtsbegriffs“ an. In dieser eingeschränkten Form stimmt auch Wiegand der Auffassung zu, weil sie dem Grundkonzept der Risikoverteilung innerhalb des gutgläubigen Erwerbs entspricht: „Der Eigentümer hat die Sache dem Besitzdiener freiwillig überlassen; das (Fehl-)Verhalten des Besitzdieners fällt in seine Risikosphäre und ist ihm deshalb zuzurechnen.“ Folgt man dieser Ansicht, ist die Weggabe durch einen „Obhutsgehilfen“ der Risikosphäre des Eigentümers zuzurechnen169 und [der Besitzdiener einem Besitzmittler gleichzustellen, sofern seine Gebundenheit gegenüber dem Besitzherrn nach außen nicht erkennbar ist.]

169 Vgl. die Erläuterungen bei Wiegand in Staudinger – BGB: Buch 3 Sachenrecht, 2004, § 935, Rdnr. 14.

Dagegen wird eingewandt, der Rechtsschein knüpfe gerade an die Ausübung der tatsächlichen Gewalt und nicht an den „Besitz im Sinne des Rechtsbegriffs" an. Man will daher den Besitzdiener einem Besitzmittler gleichstellen, sofern seine Gebundenheit gegenüber dem Besitzherrn nach außen nicht erkennbar ist (WESTERMANN [5. Aufl] § 49 I 6; SCHMELZEISEN

AcP 136, 149; SOERGEL/MÜHL12 [1990] Rn 2; HÜBNER, Rechtsverlust 107; WIELING JZ 1977, 295; ders § 10 IV 1 c ). In dieser eingeschränkten Form ist der Auffassung zuzustimmen, weil sie dem Grundkonzept entspricht; Der Eigentümer hat die Sache dem Besitzdiener freiwillig überlassen; das (Fehl-)Verhalten des Besitzdieners fällt in seine Risikosphäre und ist ihm deshalb zuzurechnen. Die Auffassung von SCHMIDT (FS Seiler 579, 594 1), die auf einer eingehenden gesetzgebungsgeschichtlichen Analyse beruht, führt im Ergebnis zum gleichen Resultat. Danach ist die Weggabe durch einen „Obhutsgehilfen" der Risikosphäre des Eigentümers zuzurechnen.

Anmerkungen

Wiegand wird korrekt ausgewiesen für das Zitat, das bei der Zeilenzählung entsprechend unberücksichtigt bleibt. Die wörtlichen Übernahmen vor und hinter dem Zitat werden nicht gekennzeichnet. Die Figur des "Obhutsgehilfen", die Wiegand Schmidt zuschreibt, wirkt bei Ma wie eine Erfindung von Wiegand.

Sichter

Auch bei Fandom

Zufälliges Wiki