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Analyse:Ma/Fragment 372 01

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 372, Zeilen: 1-4, 9-14, 21-25
Quelle: Köhling 1999
Seite(n): 32, Zeilen: 5-12
Vergleichbare Sorgfaltsanforderungen wurden durch die New Yorker Gerichte in dem Rechtsstreit Cantor v. Anderson aus demselben Jahr174 festgelegt. In dieser Konstellation hatte ein Kunsthändler ein ihm nur zur Ansicht in Verwahrung gegebenes Gemälde von Renoir einem Kunden als Sicherheit übergeben. [...] Als der Sicherungsnehmer das Gemälde zur Begleichung seiner Forderung verwerten wollte, begehrten die Eigentümer des Renoirs die Herausgabe. Da der Kunde das Gemälde von einem Kunsthändler erhalten hatte, und der Eigentümer das Bild dem Händler auch anvertraut hatte, hätte der Kunde ausnahmsweise gutgläubig Eigentum auch innerhalb der amerikanischen Rechtsordnung erlangt haben können. [...] Im Ergebnis leitete das Gericht aus den Umständen der Übergabe des Renoirs und der Kenntnis des Kunden von der finanziellen Lage des Händlers jedoch ab, dass weitere Nachforschungen notwendig gewesen wären, um als gutgläubiger Erwerber zu gelten.175

Mögliche Grenzen einer Nachforschungsobliegenheit beim Erwerb kultureller Güter seitens der professionell im Kunsthandel tätigen Käufer als Voraussetzung der Gutgläubigkeit deutet die im Jahre 1995 getroffene Entscheidung Margold. Inc v. Keeler176 an. In diesem Fall veräußerte einer von zwei Kunsthändlern, die gemeinschaftlich Eigentum an dem umstrittenen Gemälde besaßen, das Kunstwerk abredewidrig an einen Dritten, der das Gemälde seinerseits an den beklagten Keeler weiterveräußerte. Letzterer hatte vor dem Erwerb bei einem vorherigen Besitzer Informationen zu dem Gemälde eingeholt, ohne sich jedoch näher [über die Eigentumsverhältnisse an dem Kunstwerk zu informieren.177]


174 Cantor v. Anderson, 639 F. Supp. 364 (S.D.N.Y. 1986); aff’d 833 F.2d 1002 (2nd Cir. 1986), auch zitiert bei Köhling, Der Eigentumserwerb abhanden gekommener Kunstgegenstände im amerikanischen Recht, 1999, S. 28–32.

175 Cantor v. Anderson, 639 F.Supp. 367, auch zitiert bei Köhling, Der Eigentumserwerb abhanden gekommener Kunstgegenstände im amerikanischen Recht, 1999, S. 28–32.

176 Margold. Inc v. Keeler, 891 F Supp 1361 (C.D.Cal. 1995). Vgl. Köhling, Der Eigentumserwerb abhanden gekommener Kunstgegenstände im amerikanischen Recht, 1999, S. 28–32; Spaun, Der Herausgabeanspruch bei Diebstahl oder illegalem Export von Kulturgütern, 2003, S. 83–85.

In dem Rechtsstreit Cantor v. Anderson88 hatte ein Kunsthändler einen ihm zur Ansicht überlassenen Renoir einem Kunden als Sicherheit oder Anzahlung auf Schulden übergeben. Als der Kunde das Gemälde verwerten wollte, intervenierten die Eigentümer. Da der Kunde das Gemälde von einem Kunsthändler erhalten hatte, und der Eigentümer das Bild dem Händler auch anvertraut hatte, konnte der Kunde gutgläubig Eigentum erlangt haben. Das Gericht leitete aus dem Umständen der Übergabe des Renoirs und der Kenntnis des Kunden von der finanzielle Lage des Händlers ab, daß weitere Nachforschungen notwendig gewesen wären, um als gutgläubiger Erwerber zu gelten.89

Die Grenzen der Nachforschungspflicht deutet Margold, Inc. v. Keller an.9 Dort reichte die Nachfrage eines Kunsthändlers beim Vorbesitzer eines Gemälde, um den Anforderungen an den guten Glauben eines Kaufmanns zu genügen.91


88 639 F.Supp. 364 (S.D.N.Y. 1986); aff'd 883 F.2d 1002 (2nd Cir. 1986)

89 639 F.Supp. 367f..

90 891 F.Supp. 1361 (N.D.Cal. 1995)

91 Das Gemälde gehörte zwei Kunsthändlern gemeinsam. Entgegen der Abmachung verkaufte einer der beiden das Bild an einen Dritten, welcher es dann an den Beklagten verkaufte. Letzterer hatte vor dem Erwerb bei einem vorherigen Besitzer Informationen zu dem Gemälde eingeholt; über die Eigentumsverhältnisse hat er sich dabei aber nicht näher informiert.

Anmerkungen

Nicht "auch zitiert bei Köhling", sondern von dort übernommen und an den [...] markierten Stellen ausgebaut. Die Zitierweise für das Federal Supplement schwankt bei Ma zwischen "F. Supp.", "F.Supp" (letzteres wie bei Köhling) und "F Supp".

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