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VroniPlag Wiki

Analyse:Ma/Fragment 580 05

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 580, Zeilen: 5-25
Quelle: Grell 1999
Seite(n): 203-204, Zeilen: S. 203: 27-36 ; S. 204: 23-27
Als Musterprozess dieser Zweitverfahren mit dem Ziel der Entschädigung gutgläubiger, restitutionspflichtiger Besitzer unrechtmäßig entzogener Kulturgüter gilt derjenige zwischen dem Waffenindustriellen Emil Bührle und Theodor Fischer.742 Nachdem Theodor Fischer und die Galerie Fischer dem Erwerber Emil Bührle Gutgläubigkeit bei dessen Erwerb der rückgeführten Kulturgüter attestierten und sich zur Rückerstattung des Kaufpreises bereit erklärten, beanspruchte Fischer später für sich selbst, bei den Kunstgeschäften gutgläubig gewesen zu sein und verlangte somit in einem dritten Prozess von der Eidgenossenschaft die in Art. 4 Abs. 3 des Raubgutbeschlusses vom 10. Dezember 1945 vorgesehene „billige Entschädigung“.743 Im Hinblick auf die Gutgläubigkeit stellte sich die Frage, ob Bührle, der während Andauer des Zweiten Weltkrieges in den Jahren 1941 und 1942 zahlreiche Gemälde über die Schweizer Galerie Fischer bezog, beim Erwerb über den Raubgutcharakter der angebotenen Ware informiert war. Wäre dies der Fall gewesen, hätte er keine Regressforderung gegen seinen Veräußerer Fischer lancieren können.744 Zum Nachweis der Bösgläubigkeit Bührles beim Erwerb der Gemälde wandte die Schweizer Finanzkommission als Beteiligte ein, dass Bührle wegen des von der französischen Regierung verhängten Exportverbotes Zweifel hätten aufkommen müssen, weil die Bilder trotz des Verbots über Deutschland in die Schweiz gelangten. Die zur Entscheidung berufene Raubgutkammer des Bundesgerichts widersprach einer solchen Behauptung jedoch mit dem Argument, dass Emil Bührle lediglich ein Kunstsammler, [jedoch kein Kunsthändler sei und nicht unmittelbar die Gemälde von einem Deutschen, sondern direkt bei einer Galerie in der Schweiz erworben habe.]

742 Entscheid der Kammer zur Beurteilung von Raubgutklagen vom 5. Juli 1951 i.S. Emil Bührle gegen Theodor Fischer, Kommanditgesellschaft Galerie Fischer und Schweizerische Eidgenossenschaft (R 3/III, 5/A, 10/B, 16bis). Vgl. zu diesem Entscheid; Kreis, Die Schweiz und der Kunsthandel 1939–1945, in: Frehner, Das Geschäft mit der Raubkunst: Fakten, Thesen, Hintergründe, 1998, S. 129 ff.; Buomberger, Raubkunst – Kunstraub: die Schweiz und der Handel mit gestohlenen Kulturgütern zur Zeit des Zweiten Weltkriegs, 1998, S. 136 ff.; Grell, Entartete Kunst – Rechtsprobleme der Erfassung und des späteren Schicksals der sogenannt Entarteten Kunst, 1999, S. 203 ff.; Francini/Heuss/Kreis, Fluchtgut – Raubgut: Der Transfer von Kulturgütern in und über die Schweiz 1933–1945 und die Frage der Restitution, 2001, S. 401 ff. Wieser, Gutgläubiger Fahrniserwerb und Besitzesrechtsklage – Unter besonderer Berücksichtigung der Rückforderung «entarteter» Kunstgegenstände, 2004, S. 246–256.

743 Vgl. auch Grell, Entartete Kunst – Rechtsprobleme der Erfassung und des späteren Schicksals der sogenannt Entarteten Kunst, 1999, S. 197–206.

744 Vgl. auch Grell, Entartete Kunst – Rechtsprobleme der Erfassung und des späteren Schicksals der sogenannt Entarteten Kunst, 1999, S. 197–206.

[Seite 203]

Als Musterprozess dieser Zweitverfahren gilt derjenige zwischen dem Waffenindustriellen Emil Bührle und Theodor Fischer.1151 Nachdem Theodor Fischer und die Galerie Fischer Emil Bührle Gutgläubigkeit beim Erwerb attestierte und sich zur Rückerstattung des Kaufpreises plus 5% Zinsen ab 1948 bereit erklärte, beanspruchte Fischer für sich selbst, bei den Kunstgeschäften gutgläubig gewesen zu sein und verlangte von der Eidgenossenschaft die in Art. 4 Abs. 3 BRB vorgesehene „billige Entschädigung“. Daraufhin schaltete sich die Eidgenossenschaft in den Prozess ein.

War Bührle, der während des Krieges etliche Bilder über die Galerie Fischer bezog1152, beim Erwerb über den Raubgutcharakter der angebotenen Ware informiert? [...]

[Seite 204]

Der Einwand der Finanzkommission, dass Bührle wegen des von der französischen Regierung verhängten Exportverbotes1155 Zweifel hätten aufkommen müssen, weil die Bilder trotz des Verbots über Deutschland in die Schweiz gelangten, wurde von der Kammer nicht zugelassen. Emil Bührle sei ein Kunstsammler, kein Kunsthändler1156 und habe direkt bei einer Galerie in der Schweiz und nicht bei einem Deutschen gekauft.

Anmerkungen

Grell wird dreimal genannt. Dort, wo die Textübernahme beginnt, erscheint er unauffällig an dritter von fünf genannten Arbeiten. Die anderen beiden Verweise sind "Vgl." und lediglich mit Angabe eines längeren Abschnitts. Direkter Anschluss im Fragment 581 01.

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