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Analyse:Ma/Fragment 643 08

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
PlagProf:-)
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 643, Zeilen: 8-19
Quelle: Grell 1999
Seite(n): 205, Zeilen: 23-27, 114-115, 118-119
Nach neueren Forschungsergebnissen ist jedoch wohl von Bösgläubigkeit seitens der Galerie Fischer auszugehen und anzunehmen, dass sich auch die potentiellen Käufer in Luzern bezüglich eines rechtlich einwandfreien Erwerbs keineswegs so sicher waren.905 Die inzwischen innerhalb der Provenienzerfoschung gewonnenen Erkenntnisse legen des Weiteren den Schluss nahe, dass auch Emil Bührle seinerzeit die von ihm in den vierziger Jahren erworbenen Kunstwerke im Wissen um die unlauteren Vorgehensweisen der involvierten Kunsthändler Hans Wendland und Theodor Fischer erworben habe. Hans Wendland war es als deutschem Staatsangehörigen während Andauer des Zweiten Weltkrieges untersagt, in der Schweiz zu handeln. Darum kaufte er im Ausland für die Galerie Fischer ein und beteiligte sich so am Geschäft mit der Beutekunst.906 Wendland wie auch Fischer waren explizit auf der schwarzen Liste der Alliierten aufgeführt.907

905 Vgl. Nicholas, Der Raub der Europa – das Schicksal europäischer Kunstwerke im Dritten Reich, 1995, S. 548; Grell, Entartete Kunst – Rechtsprobleme der Erfassung und des späteren Schicksals der sogenannt Entarteten Kunst, 1999, S. 197–206.

906 Vgl. Grell, Entartete Kunst – Rechtsprobleme der Erfassung und des späteren Schicksals der sogenannt Entarteten Kunst, 1999, S. 197–206.

907 Vgl. Grell, Entartete Kunst – Rechtsprobleme der Erfassung und des späteren Schicksals der sogenannt Entarteten Kunst, 1999, S. 197–206.

2. Neue Beurteilung der Gutgläubigkeit von Bührle

Wie unlängst bekannt wurde1161, waren sich die potentiellen Käufer in Luzern bezüglich eines rechtlich einwandfreien Erwerbs keineswegs so sicher. Die gemachten Nachforschungen legen nahe, Emil Bührle habe seine in den vierziger Jahren erworbenen Kunstwerke im Wissen um die unlauteren Vorgehensweisen der involvierten Kunsthändler (z.B. Hans Wendland1162, der ebenfalls im Degas- Fall (§7.B.I.) aktiv war und Theodor Fischer) gekauft.


1161 Vgl. KOLDEHOFF in: F.A.Z., 25.4.1998, S. 41 f.; FELICIANO, Musée, S. 194 ff.; BUOMBERGER in: TA, 16.10.1996, S. 3; NICHOLAS, S. 548.

1162 Als deutschem Staatsangehörigen war es ihm während des Krieges untersagt, in der Schweiz zu handeln. Darum kaufte er im Ausland für Fischer ein und beteiligte sich so am Geschäft, FREHNER in: NZZ, 22.1.1997, S. 43; BUOMBERGER in: TA, 16.10.1996, S. 2; FELICIANO, Musée, S. 174 f., der den zweiten offiziellen Tausch zwischen Göring und Wendland anspricht, wobei er beschlagnahmte Werke, die „zum Tausch vorgesehen“ waren (unter anderem Werke von Degas und Pissarro), erhielt. Wendland wie auch Fischer standen auf der schwarzen Liste der Alliierten: TULLY in: ARTnews 1/ 1998, S. 97; FREHNER in: NZZ, 22.1.1997, S.43.

Anmerkungen

Grell dreimal in "Vgl."-Verweisen auf einen zehnseitigen Abschnitt genannt, davon das erste Mal an zweiter Stelle. Im direkten Anschluss folgt bei Ma ein gekennzeichnetes Zitat aus Grell.

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