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Analyse:Mg

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Fragmente (Plagiat, gesichtet)

Kein Fragment



Fragmente (Plagiat, ungesichtet)

50 Fragmente

[1.] Analyse:Mg/Fragment 016 02 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:33 Kybot
Erstellt: 13. November 2011, 11:43 (Bummelchen)
Adolph 1991, BauernOpfer, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 19, Zeilen:
Quelle: Adolph 1991
Seite(n): 11, Zeilen: 4-10
Die Arbeit des Forschungsbeirates für Fragen der Wiedervereinigung Deutschlands war von Beginn an durch die Organisationsstruktur, die personelle Zusammenset-zung und die Aufgabenstellung des Bundesministeriums für gesamtdeutsche Fragen determiniert. „Die personellen, parteipolitischen und organisatorischen Eigenheiten dieses einzigartigen Sonderministeriums hatten die Ausformung wie die Besetzung des Forschungsbeirates weitgehend bestimmt."[Fn 1]

...

[Fn 1] Adolph (1991): 11.

Ein fundiertes Verständnis der Gründungsumstände. Organisation, Zusammensetzung und Wirkungsweise der Institution “Forschungsbeirat‘ wäre jedoch ohne eine vorherige Kenntnis auch der Entstehungsgeschichte, Organisationsstruktur, personellen Zusammensetzung und Aufgabenstellung des ihr vorgesetzten Bundesministeriums für gesamtdeutsche Fragen nicht möglich. Die personellen, parteipolitischen und organisatorischen Eigenheiten dieses einzigartigen Sonderministeriums hatten die Ausformung wie die Besetzung des Forschungsbeirates weitgehend bestimmt.
Anmerkungen
Sichter

[2.] Analyse:Mg/Fragment 0166 04 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:33 Kybot
Erstellt: 10. November 2011, 17:34 (Bummelchen)
Adolph 1991, BauernOpfer, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 166, Zeilen: Ab 4
Quelle: Adolph 1991
Seite(n): 135,139,141, Zeilen:
Im Auswärtigen Amt formierte sich Widerspruch gegen die Veröffentlichung der Thesen. In einer internen Stellungnahme hieß es: „Die Thesen des Forschungs-beirates für Fragen der Wiedervereinigung betreffen Einzelheiten, unter denen die Wiedervereinigung zu vollziehen ist. Damit wird ein Thema berührt, das schon jetzt bei der Konferenz der westlichen Außenminister und gegebenenfalls erst recht bei einer Viererkonferenz den Hauptgegenstand der Verhandlungen bilden wird. Ange-strebt wird hier ein Übereinkommen mit der Sowjetunion, aufgrund dessen sich die Wiedervereinigung auf friedlichem Wege vollziehen soll. Ein derartiges Überein-kommen wird gefährdet werden, wenn wir vorzeitig unseren Standpunkt präjudizie-ren, daß wir Thesen der vom Forschungsbeirat vorgeschlagenen Art veröffentlichen. Auch den Westalliierten wird eine solche Veröffentlichung ungelegen sein, da sie ein Ergebnis vorwegnimmt, das erst im Verhandlungswege erreicht werden soll."2 Weitere Einsprüche erfolgten vom Finanz- und Arbeitsministerium, zielten aber mehr auf den Inhalt der Thesen ab oder stellte das Vorhaben grundsätzlich in Frage. So kritisierte der Vertreter des Finanzministeriums, Ministerialdirigent Fischer-Menshausen, auf der nun doch einberufenen Sitzung des Interministeriellen Aus-schusses am 15. Juli 1953, „daß die eigentliche Funktion des Forschungsbeirates verfälscht werde, wenn man ihn als ein Instrument benutze, um politische Wirkungen zu erzielen"4. Man solle sich auf die wissenschaftliche Erforschung der Grund-lagen konzentrieren und das Erzielen politischer Wirkungen der Bundesregierung bzw. dem Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen überlassen.

...

[Fn 2] Vermerk vom 11.7.1953 betr. Arbeitsergebnisse des Forschungsbeirates für Fragen der Wiedervereini-gung Deutschlands in dessen Sitzung am 6.7.1953, zit. nach: Adolph (1991): 139.

[Fn 3] vgl. Brief von Thedieck an Emst vom 15.7.1953, in: BarchK B 137/ 3930.

[Fn 4] Niederschrift über die Sitzung des Interministeriellen Ausschusses für Fragen der Wiedervereinigung im Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen am 15.7.1953, in: BarchK B 102/ 13312.

[S. 139]

In der Länderabteilung (Abteilung III) und Handelspolitischen Abteilung (HaPol, Abteilung IV) nahm man zu dem Antrag des Bundesministers für gesamtdeutsche Fragen hingegen wie folgt Stellung: Die Thesen des Forschungsbeirates für Fragen der Wiedervereinigung betreffen Einzelheiten, unter denen die Wiedervereinigung zu vollziehen ist. Damit wird ein Thema berührt, das schon jetzt bei der Konferenz der westlichen Außenminister und gegebenenfalls erst recht bei einer Viererkonferenz den Hauptgegenstand der Verhandlungen bilden wird. Angestrebt wird hier ein Übereinkommen mit der Sowjetunion, aufgrund dessen sich die Wiedervereinigung auf friedlichem Wege vollziehen soll. Ein derartiges Übereinkommen wird gefährdet werden, wenn wir vorzeitig unseren Standpunkt dadurch präjudizieren, daß wir Thesen der vom Forschungsbeirat vorgeschlagenen Art veröffentlichen. Auch den Westalliierten wird eine solche Veröffentlichung ungelegen sein, da sie ein Ergebnis vorwegnimmt, das erst im Verhandlungswege erreicht werden sollte. [Fn 441]

...

[Fn 441] PAAA, Abt. III, Bd. 6, gesamtdeutsche Wiedervereinigung Deutschlands und Wahlen), Az. 202-03, Vermerk, Az 202-03 11114229153, betr.: Arbeitsergebnisse des Forschungsbeirates für Fragen der Wiedervereinigung Deutschlands in dessen Sitzung am 6.7.1953 vom 11. Juli 1953, gez. v. Etzdorf.

[S. 141]

‘Zu den Fragen, auf weichem Wege die von Staatssekretär Thedieck als notwendig bezeichneten Wirkungen zweckmäßigerweise ausgelöst werden sollen und ob der Forschungsbeirat hierfür das richtige Gremium wäre, sei sein Haus der Ansicht, daß die eigentliche Funktion des Forschungsbeirates verfälscht werde, wenn man ihn als ein Instrument benutze, um politische Wirkungen zu erzielen. Dies wäre allein die Aufgabe der Bundesregierung bzw. des Bundesministeriums für gesamtdeutsche Fragen. Der Forschungsbeirat solle sich auf die wissenschaftliche Erforschung der Grundlagen für den Fall der Wiedervereinigung beschränken.‘47 Man war im Finanzministerium zudem der Ansicht, daß die diskutierten Thesen ihrem Inhalt nach zu sehr aus dem Zusammenhang gerissen seien und ‘lediglich eine bereits allgemein bekannte programmatische Erklärung darstellen würden. Isoliert betrachtet können sie nur zu Mißverständnissen führen.‘

[S. 135]

[Fn 427] Vgl. PAAA, Abt. II, Bd. 209, Niederschrift über die Sitzung des Interministeriellen Ausschusses für Fragen der Wiedervereinigung Deutschlands im Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen am 15. Juli 1953, fol. 240-251, hier fol. 240f. und 244f.; Niederschrift auch in: BA, B 136/962, fol. 21- 34.

Anmerkungen

Gibt zwar für einen erheblichen Teil die Quelle an, fpr einen anderen unterschlägt er diese.

Sichter

[3.] Analyse:Mg/Fragment 0180 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:34 Kybot
Erstellt: 10. November 2011, 18:03 (Bummelchen)
Adolph 1991, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 180, Zeilen: Ab 1
Quelle: Adolph 1991
Seite(n): 75,76, Zeilen:
[Der Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen, Jakob ]Kaiser, war schon im März 1952 von Friedensburg persönlich über das Vorhaben in Kenntnis gesetzt worden. Die zuständigen Referenten im Ministerium erhielten im Juli Bescheid, während der Präsident des Forschungsbeirates, Friedrich Ernst, erst im Dezember von der Gründung erfuhr. Im letzten Moment konnte Ernst durch eine massive Intervention bei der Berliner Senatsverwaltung für Kreditwesen, die neben dem Achter-Ausschuss des Deutschen Bundestages und der Deutschen Forschungs-gemeinschaft über die Vergabe der Mittel entschied, erreichen, dass die Gelder auf-gesplittet wurden. Nach harten Verhandlungen im Januar 1953 erhielt das DIW mit 110.624 DM zwar noch den größten Teil, musste jedoch 73.219 DM dem Osteuropa-Institut von Karl C. Thalheim sowie 12.557 DM dem volkswirtschaftlichen Insti-tut und 3.600 DM dem Institut für landwirtschaftliche Betriebslehre von Matthias Kramer, die alle an der FU Berlin beheimatet waren, überlassen.[Fn 1]

...

[Fn 1] Vgl. Schriftwechsel und Aktenvermerke in: BarchK B 1371/ 25.

[S. 75]

Jakob Kaiser war von diesem Vorhaben schon im März 1952 von Friedensburg persönlich unterrichtet worden.[Fn 243] Die zuständigen Referenten erfuhren davon jedoch erst im Juli 1952 « Friedrich Ernst bekam von diesem Unternehmen erst im Dezember 1952 Kenntnis, nachdem Friedensburg schon fast alle der zur Bewilligung der Mittel notwendigen Hürden hinter sich gebracht hatte» Ernst vermochte es nur noch im letzten Augenblick durch eine massive Intervention bei der Berliner Senatsverwaltung für

...

[Fn 243] Vgl. BA; B 137/939, Schreiben von Friedensburg au Kaiser vom 27.3.1952, betr.: Wirtschaftliche Probleme der Wiedervereinigung. 2« Vgl. BA, B 137 1/25, Abschrift, Z 3 (BB), Vermerk vom 1. Juli 1952. Vgl. BA, B 137 1/25, Aktenvermerk, Betr.: Besprechung zwischen Herrn Dr. Ernst und Herrn Dr. Friedensburg in Anwesenheit von Herrn Prof. Gleitze und Dr. Stadie am 29. Dezember 1952.

[S 76]

Kreditwesen,M6 die für diesen Zweck vom Marshallplanministerium zu vergebenden 200.000 DM aufzusplitten. So kam es im Januar 1953 zu hartnäckigen Verhandlungen zwischen den beiden Wiedervereinigungs- Forschungs- Konkurrenten, die schließlich mit einem Kompromiß endeten, Friedensburg jedoch fast die Hälfte seines ursprünglich eingeplanten Etats kosteten. Zu guter Letzt gingen aufgrund der Invention von Ernst noch 73.219 DM dem Osteuropa-Institut von Karl C. Thalheim, 12.537 DM dem volkswirtschaftlichen Institut und 3.600 DM dem Institut für landwirtschaftliche Betriebslehre von Professor Kramer zu, die alle an der FU-Berlin beheimatet waren?47 Friedensburg mußte sich schließlich mit 110.624 DM begnügen. Diese hatte als dritte deutsche Instanz neben dem Achter-Ausschuß des Bundestages und der Deutschen Forschungsgemeinschaft über die Vergabe der Mittel zu entscheiden.

Anmerkungen

Übernimmt den Inhalt und verfasst diesen neu.

Sichter

[4.] Analyse:Mg/Fragment 0182 14 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:34 Kybot
Erstellt: 10. November 2011, 19:01 (Bummelchen)
Adolph 1991, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 182, Zeilen: 14-25
Quelle: Adolph 1991
Seite(n): 182,183, Zeilen:
Durch die Bildung von Arbeitskreisen im Jahr 1956 wollte das

Kuratorium über die Propagandatätigkeit aktive politische Maßnahmen für eine Wiedervereinigung vorbereiten. Besonders der Arbeitskreis für wirtschafts- und sozialpolitische Fragen berührte die Arbeit des Forschungsbeirates. Die Bitte des Vorsitzenden dieses KUD-Arbeitskreises, Dr. Franz Reuter, ihm Material des Forschungsbeirates für die Ver-wertung zu überlassen, wurde abgelehnt.Als Begründung diente die Aussage, dass das Material des Forschungsbeirates geheim sei. Der Forschungsbeirat lehnte eine Zusammenarbeit mit dem KUD außerdem ab, weil die Mitglieder der Überzeugung waren, dass sich der Forschungsbeirat um rein sachliche Ergebnisse für die Zukunft bemühe, während das KUD auf der aktuellen politischen Ebene arbeite. Einzig und allein sollte es Dr. Reuter ermöglicht werden an den Sitzungen des Ausschusses für Fragen der gewerblichen Wirtschaft teilzunehmen.[Fn 4]

...

[Fn 4] vgl. Protokoll der Beratungen des Forscherkreises am 11.4.1956, in: BarchK B 137 1/ 567.

[182]

Als man innerhalb des KUD damit begann, Arbeitskreise tu bilden und so in den Augen der Forschungsbeiratsmitglieder über die “werbend- propagandistische Seite‘ hinausging, - man versuche nun auch von dort, so hieß es, “aktive politische Maßnahmen für die Wiedervereinigung einzuleiten‘ - war die direkte Konkurrenz zum Ministerialapparat des gesamtdeutschen Ministeriums,[Fn 595] wie aber auch zum Forschungsbeirat hergestellt. Insbesondere die Gründung des Arbeitskreises

für wirtschaftsund sozialpolitische Fragen wurde von den Mitgliedern

des Forscherkreises mit unverhohlenem Mißtrauen betrachet. Die Bitte des Vorsitzendedieses Arbeitskreises, Reuters,

ihm Material des Forschungsbeirates zu überlassen, wurde mit der 

Begründung, daß das Material des Forschungsbeirates geheim sei, von seiten des Ministeriums abgelehnt. Friedrich Ernst, an den Reuter den gleichen Wunsch persönlich herantragen hatte, mußte dieses aus “grundsätzlichen Erwägungen“ ebenfalls versagen.5 Und auch die Bitte Reuters, ihm wenigstens Material des Forschungsbeirates zur Veröffentlichung im “Volkswirt“ zu übergeben und ihn als Pressereferenten in den Forschungsbeirat einzubeziehen, mußte von Ernst abschlägig beantwortet werden, “da er dem Volkswirt kein Primat zuerkennen könne.“5 Bruno Gleitze, der selbst an einer Tagung des “Kuratoriums Unteilbares Deutschland“ teilgenommen hatte, kam in der darauffolgenden Plenumsdiskussion im Forschungsbeirat

[S 183]

in Übereinstimmung mit allen Mitgliedern des Forschungsbeirates zu der Feststellung, “[...) daß eine Verklammerung des Forschungsbeirates, der sich um rein sachliche Ergebnisse für die Zukunft bemühe, mit dem Kuratorium, dessen Tätigkeit auf der aktuellen politischen Ebene liege, abgelehnt werden müsse, da die Arbeit dieser beiden Institutionen zu unterschiedlich sei.“0 Von dieser Entscheidung des Forscherkreises wurde das gesamtdeutsche Ministerium offiziell in Kenntnis gesetzt. Ernst wurde eigens beauftragt, “den Herrn Staatssekretär entsprechend zu unterrichten.“

Anmerkungen

Schön zusammengefasst ohne korrekt Quellenangabe wiedergegeben.

Sichter

[5.] Analyse:Mg/Fragment 038 101 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:34 Kybot
Erstellt: 14. August 2011, 09:19 (Hotznplotz)
Adolph 1995, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Goalgetter, KayH
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 038, Zeilen: 101-103
Quelle: Adolph 1995
Seite(n): 1050, Zeilen: li. Sp., 14-22 u. re. Sp., 117-120
[FN 1] Eine Liste mit 102 allein vom BMG bezuschussten Organisationen wirft ein bezeichnendes Licht auf die Größe des Vorfeldes des BMG; vgl. Liste A, Anlage zu betr. Zusammenstellung der Organisationen vom 4.3.1953, in: BarchK B 137/ 1234. [li. Sp., 14-22]

Eine Liste der 102 allein vom gesamtdeutschen Ministerium bezuschußten Vereinigungen[FN 19] [...] wirft ein bezeichnendes Licht auf die bis dato gänzlich fehlende Koordination zwischen den Bundesressorts.[FN 20]

[re. Sp., 117-120]

[FN 19] Vgl. BA B 137/1234 Bd. 1, Entwurf, Betr.: Zusammenstellung der Organisationen, die von den Referaten des Bundesministeriums für gesamtdeutsche Fragen gemeldet sind, vom 4. März 1953.

Anmerkungen

Offenbar übernimmt der Verfasser hier ein Forschungsergebnis Adolphs.

Sichter

[6.] Analyse:Mg/Fragment 040 05 - Diskussion
Bearbeitet: 11. August 2012, 09:04 Guckar
Erstellt: 27. August 2011, 19:28 (Hotznplotz)
Fragment, Mg, Ruess 1973, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Goalgetter
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 40, Zeilen: 5-13
Quelle: Ruess 1973
Seite(n): 88; 89, Zeilen: 13-14, 20-25; 01-03
In der Anfangszeit galten die Ergebnisse der Flüchtlingsbefragungen in den verschiedenen Lagern als wichtigste Informationsquelle für die Arbeit des Archivs. Im Laufe der Zeit wurde jedoch angezweifelt, ob anhand der Einzelschilderungen über die Zustände und Entwicklungen in der SBZ ein Gesamtüberblick über alle Lebensbereiche gewonnen werden konnte, da man bei einer Befragung von 10% der Flüchtlinge nicht sicher sein konnte, einen repräsentativen Querschnitt ausgewählt zu haben. Durch Veröffentlichungen der DDR verloren die Befragungen weiter an Bedeutung und wurden, als nach dem Bau der Mauer die Flüchtlingszahlen deutlich zurückgingen, schrittweise eingestellt. [S. 88, 13-14, 20-25]

In den Anfangsjahren waren die Befragungen in den Flüchtlingslagern eine wichtige Informationsquelle des BMG[FN 20]. [...] Die Unmenge des Materials (es wurden etwa 1O% der Flüchtlinge befragt[FN 24]), brachte Schwierigkeiten mit sich: "Insgesamt war diese Arbeit wenig ergiebig, weil man dazu nun eigentlich wieder Leute gebraucht hätte, die die ganze Zone in ihren Lebensbereichen überblickten und ein Gefühl dafür hatten, welche Personen, die zur Aussage bereit waren, wirklich wichtig sind."[FN 25]

[S. 89, 1-3]

Diese Befragungen verloren in dem Maße ihre Bedeutung, wie die DDR von sich aus Zahlen und Daten veröffentlichte (Statistische Jahrbücher etc.), und wurden nach dem 13. August 1961 sukzessive eingestellt.

Anmerkungen

Keine Quellenangabe. Die wörtliche Äußerung wird abstrahiert. Die Fußnoten werden nicht mit übernommen.

Sichter

[7.] Analyse:Mg/Fragment 040 33 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 20:26 Kybot
Erstellt: 27. August 2011, 15:20 (Hotznplotz)
Fragment, Mg, Ruess 1973, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 040, Zeilen: 32-34
Quelle: Ruess 1973
Seite(n): 130, Zeilen: 01-04
Ihre Aufgabe war es, die Flüchtlinge in den mit der Notaufnahme und Eingliederung verbundenen rechtlichen, sozialen und wirtschaftlichen Fragen zu beraten. Mit den [...] Vorprüfstellen [...] wurden auch Beratungsstellen eingerichtet, die die Aufgaben hatten, die Flüchtlinge in den mit der Notaufnahme und der Eingliederung verbundenen rechtlichen, sozialen und wirtschaftlichen Fragen zu beraten.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter

[8.] Analyse:Mg/Fragment 049 07 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:34 Kybot
Erstellt: 10. November 2011, 00:39 (Bummelchen)
Fragment, Mg, Roth 1998b, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 49, Zeilen: 7-16
Quelle: Roth 1998b
Seite(n): 289, Zeilen: 5-14
Rudolf Meimberg, der Leiter der volkswirtschaftlichen Abteilung der Berliner Zentralbank, wurde darauf-hin mit der Erarbeitung eines Exposes beauftragt. Außerdem traf sich Ministerialdi-rigent Werner Friedrich, der Leiter der Berliner Abteilung II des Bundesministeri-ums für gesamtdeutsche Fragen, mit Ernst zu einem Vier-Augen-Gespräch am 11. Oktober 1950 in der Berliner Landeszentralbank. In diesem Gespräch einigte man sich über die Aufstellung eines umfassenden „Mobilmachungsplanes". Man stimmte auch darüber ein, „dass für die erste Inangriffnahme eines umfassenden Programms eine Persönlichkeit von besonderen Qualitäten notwendig sein werde" [Fn 2].

...

[Fn 1] Aufzeichnung über Bemühungen der Abteilung II des Bundesministeriums für gesamtdeutsche Fragen um die Vorbereitung der Wiedervereinigung Deutschlands. Anlage zu einem Schreiben an Staatssekre-tär Thedieck vom 10.11.1951, in: BarchK NL Kaiser, Nr. 232, fol. 39.

[Fn 2] ebenda.

Daraufhin wurde Ru-dolf Meimberg, der unter Ernst als Leiter der Volkswirtschaftlichen Abteilung der Berliner Zentralbank wirkte, mit der Erarbeitung eines entsprechenden Exposés beauftragt. Parallel dazu traf sich der Leiter der. Berliner Vertretung des Bundesministeriums für ge-samtdeutsche Fragen, Friedrich, am 11. Oktober 1950 mit Ernst zu einem Vieraugengespräch in der Berliner Zentralbank. Man einig-te sich über die Aufstellung eines umfassenden „Mobilmachungs-planes", wofür „eine Persönlichkeit von besonderen Qualitäten notwendig sein werde."
Anmerkungen
Sichter

[9.] Analyse:Mg/Fragment 049 10 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:34 Kybot
Erstellt: 13. August 2011, 16:59 (Hotznplotz)
Adolph 1995, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, KayH
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 049, Zeilen: 06-17
Quelle: Adolph 1995
Seite(n): 1051; 1052, Zeilen: 18-27; 04-20
Friedrich Ernst, der Vorsitzende der Berliner Landeszentralbank, traf sich im Spätsommer 1950 mit Jakob Kaiser und forderte ihn auf, sich der Vorbereitungen wirtschaftlicher und sozialer Übergangslösungen im Falle einer Wiedervereinigung "besonders anzunehmen"[FN 1]. Rudolf Meimberg, der Leiter der volkswirtschaftlichen Abteilung der Berliner Zentralbank, wurde daraufhin mit der Erarbeitung eines Exposés beauftragt. Außerdem traf sich Ministerialdirigent Werner Friedrich, der Leiter der Berliner Abteilung II des Bundesministeriums für gesamtdeutsche Fragen, mit Ernst zu einem Vier-Augen-Gespräch am 11. Oktober 1950 in der Berliner Landeszentralbank. In diesem Gespräch einigte man sich über die Aufstellung eines umfassenden "Mobilmachungsplanes". Man stimmte auch darüber ein, "dass für die erste Inangriffnahme eines umfassenden Programms eine Persönlichkeit von besonderen Qualitäten notwendig sein werde"[FN 2].

[FN 1] Aufzeichnung über Bemühungen der Abteilung II des Bundesministeriums für gesamtdeutsche Fragen um die Vorbereitung der Wiedervereinigung Deutschlands. Anlage zu einem Schreiben an Staatssekretär Thedieck vom 10.11.1951, in: BarchK NL Kaiser, Nr. 232, fol. 39.

[FN 2] ebenda.

[S. 1052, li. Sp., 10-15]

Die Initiative zu diesem Gespräch ging von Ernst aus. Er hatte bereits zuvor in einem "eingehenden" persönlichen Gespräch mit Jakob Kaiser diesem das Problem "eindringlich nahegelegt" und ihn gleichzeitig gebeten, "sich dieser Sache besonders anzunehmen".[FN 33]

[S. 1052, li. Sp., 15-20]

Daraufhin wurde Rudolf Meimberg, der damalige Leiter der volkswirtschaftlichen Abteilung der Berliner Zentralbank, angesprochen.[FN 34] Meimberg erklärte sich bereit, ein entsprechendes Exposé anzufertigen.

[S. 1051, li. Sp., 18-27]

Tatsächlich wurde auch deshalb bereits am 11. Oktober 1950 in Berlin der erste Stein zur Grundlegung des Forschungsbeirates gelegt. An diesem Tag traf der damalige Leiter der Berliner Vertretung des Bundesministeriums für gesamtdeutsche Fragen, Friedrich, in den Räumen der Berliner Zentralbank mit dem Vorsitzenden des Verwaltungsrates der Zentralbank, dem späteren Vorsitzenden des Forschungsbeirates, Ernst, zusammen.[FN 26]

[S. 1052, li. Sp., 4-9]

Das Stichwort war dabei die Aufstellung eines "Mobilmachungsplanes".[FN 31] Man kam jedoch nur in soweit überein, als "für die erste Inangriffnahme eines umfassenden Programms eine Persönlichkeit von besonderen Qualitäten notwendig sein werde".[FN 32]

[FN 26] Die nachfolgenden Darstellungen beruhen überwiegend auf einer Quelle aus dem Nachlaß Jakob Kaisers. Vgl. dazu BA, NL Kaiser, 232, fol 39-48, Anlage zum Schreiben des Abteilungsleiters II an Staatssekretär Thedieck vom 10. November 1951 - 11/1 - 1 004 - 541/51 geh. vom 10. November 1951, Aufzeichnung über Bemühungen der Abteilung II des Bundesministeriums für gesamtdeutsche Fragen um die Vorbereitung der Wiedervereinigung Deutschlands. [...]

[FN 31] Vgl. BA, NL Kaiser, 232, fol. 39.

[FN 32] Ebd.

[FN 33] Vgl. ebd. In dem Nachlaß Kaisers sind in den einschlägigen Beständen jedoch keine Aufzeichnungen oder Hinweise über dieses Gespräch zu finden. [...]

Anmerkungen

Keine Quellenangabe. Offenbar wird (bis auf den ersten Satz) der erste Absatz des 3. Kapitels vom Verfasser aus Forschungsergebnissen Adolphs kompiliert. Der Zeitpunkt des Gesprächs Ernsts mit Kaiser wird anscheinend aus den übrigen Angaben Adolphs extrapoliert.

Sichter

[10.] Analyse:Mg/Fragment 058 07 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:34 Kybot
Erstellt: 10. November 2011, 11:23 (Bummelchen)
Adolph 1991, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 58, Zeilen: 7-
Quelle: Adolph 1991
Seite(n): 23,24, Zeilen:
Den Zuständigkeitsanspruch auf die Koordinierung aller gesamtdeutschen Belange musste Thedieck auf dieser Sitzung angesichts aufkommenden Widerstandes der anderen Ressorts jedoch bereits wieder revidieren: „Das Ministerium für gesamtdeutsche Fragen erhebe keinen Anspruch darauf, ein Monopol für alle mit der Wiedervereinigung verbundenen Aufgaben und Maßnahmen zu beanspruchen. Das Ministerium für gesamtdeutsche Fragen habe aber gem. seinem Charakter die Aufgabe, Anregungen zu geben und eine Mittlerstellung zwischen den einzelnen Minis-terien einzunehmen. Durch die koordinierende Funktion des Ministeriums für ge-samtdeutsche Fragen sollten selbstverständlich nicht die Arbeiten anderer Ministe-rien eingeschränkt werden, die sich mit besonderen Problemen im Bundesgebiet, die durch die Trennung Deutschlands hervorgerufen werden, befassen." [Fn 3] Wenig später gestand man sich auch innerhalb des BMG ein, dass man dem er-hobenen Anspruch allein schon aus personeller Sicht nicht gerecht werden konnte: „Das Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen wolle für die einzelnen Gebiete, die einer Ordnung bedürfen, keinesfalls die Federführung übernehmen, weil es zur Lösung der vielen Spezialfragen mangels Fachkräften gar nicht in der Lage

sei."[Fn 4]

...

[Fn 3] Niederschrift über die Besprechung im Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen am 23.1.1952, in: BarchK B 137/ 4086.

[Fn 4] Schreiben innerhalb des BMG an von Zahn vom 15.4.1952, betr. Staatssekretärbesprechung über Maß-nahmen nach der Wiedervereinigung Deutschlands in Freiheit, in: BarchK B 137 1/ 12.

[S 23 ab z. 20]

Thedieck mußte aber bereits auf der ersten Sitzung des neuberufenen interministeriellen Ausschusses am 23.1.1952 angesichts des aufkommenden Widerstandes gegen sein Koordinationsbestreben den ursprünglichen Zuständigkeitsanspruch relativieren: “Das Ministerium für gesamtdeutsche Fragen erhebe keinen Anspruch darauf, ein Monopol für alle mit der Wiedervereinigung verbundenen Aufgaben und Maßnahmen zu beanspruchen. L...1 Durch die koordinierende Funktion des Ministeriums für gesamtdeutsche Fragen sollten selbstverständlich nicht die Arbeiten anderer Ministerien eingeschränkt werden, die sich mit besonderen Problemen im Bundesgebiet, die durch die Trennung Deutschland hervorgerufen werden, befassen."

[S. 24 ab Z. 1]

Wenig später, im darauffolgenden April, gestand man es sich innerhalb des eigenen Hauses dann auch ein, daß schon allein die personelle Ausstattung des Ministeriums der von Thedieck zuvor pauschal beanspruchten Aufgabe, nämlich die eine Wie -dervereinigung betreffenden Maßnahmen ‘vorzuschlagen und vorzubereiten‘, nicht gerecht werden konnte: “Das Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen wolle für die einzelnen Gebiete, die einer Ordnung bedürfen, keinesfalls die Federführung übernehmen, weil es zur Lösung der vielen Spezialfragen mangels Fachkräften garnicht in der Lage sei.“

Anmerkungen

Setzt 2 Passagen aus der Quelle zusammen. Der Inhalt findet sich wahrscheinlich in den Roth-Büchern wieder (s. Roth 2000 S. 93 [Fn 32].

Sichter

[11.] Analyse:Mg/Fragment 059 16 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:34 Kybot
Erstellt: 10. November 2011, 00:30 (Bummelchen)
Fragment, Mg, Roth 1998a, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 59, Zeilen: 16-31
Quelle: Roth 1998a
Seite(n): 416, Zeilen: 2-11
Man einigte sich darauf, dass mit dem Beschluss des Kabinetts zum For-schungsbeirat auch den Arbeiten des Interministeriellen Ausschusses eine feste Ba-sis gegeben werden sollte. In der Kabinettsvorlage für den Forschungsbeirat heißt es dazu: „In Erfüllung der dem Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen übertrage-nen Mittlerstellung wurde am 23. Januar 1952 ein interministerieller Ausschuss für Fragen der Wiedervereinigung Deutschlands' erstmals einberufen. Der Forschungs-beirat erstattet diesem Interministeriellen Ausschuß laufend Bericht und übermittelt ihm die zur Vorlage im Kabinett bestimmten Empfehlungen. Die für die Wiederver-einigung Deutschlands vorzubereitenden Maßnahmen und die von den Sachverständigen Gremien erzielten Ergebnisse werden in diesem Ausschuß abgestimmt." [Fn 4]

...

[Fn 4] Kabinettsvorlage „Forschungsbeirat für Fragen der Wiedervereinigung Deutschlands" vom 21. Novem-ber 1952, in: BarchK B 137/ 4086.

In Erfüllung der dem Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen übertragenen Mittlerstellung wurde am 23. Januar 1952 ein "Inter-ministerieller Ausschuß für Fragen der Wiedervereinigung Deutsch-lands" erstmalig einberufen. Der Forschungsbeirat erstattet diesem Interministeriellen Ausschuß laufend Bericht und übermittelt ihm die zur Vorlage im Kabinett bestimmten Empfehlungen. Die für die Wiedervereinigung Deutschlands vorzubereitenden Massnahmen und die von den Sachverständigen-Gremien erzielten Ergebnisse, werden in diesem Ausschuss abgestimmt.
Anmerkungen

Komplett übernommen.

Sichter

[12.] Analyse:Mg/Fragment 063 33 - Diskussion
Bearbeitet: 5. April 2013, 01:02 Sotho Tal Ker
Erstellt: 11. September 2011, 17:10 (Hotznplotz)
Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, Woeller 2004, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 063, Zeilen: 32-33; 01-02
Quelle: Woeller 2004
Seite(n): 064, Zeilen:
Er gab zugleich seinen Hoffnungen auf eine baldige Wiedervereinigung Ausdruck: "Es liegt durchaus im Bereich der Möglichkeit, daß dieser 'Tag X' rascher kommt, als die Skeptiker zu hoffen wagen. Es ist unsere Aufgabe, für alle Probleme bestmöglichst vorbereitet zu sein. [...]"[FN 1]

[FN 1] Protokoll über die am 24.3.1952 stattgefundene Sitzung des Forschungsbeirates für Fragen der Wieder-vereinigung Deutschlands (beim Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen), in: BarchK B 137/ I/12; [...]

Er gab aber seiner Hoffnung Ausdruck, daß »dieser Tag X rascher kommt, als die Skeptiker zu hoffen wagen«.[FN 3] Es sei daher die Aufgabe seines Ministeriums und des Forschungsbeirates, auf alle Probleme im Zusammenhang mit der Wiedervereinigung »bestmöglich vorbereitet zu sein«.[FN 4]

[FN 3] Protokoll über die erste Sitzung des Forschungsbeirates am 24.3.1952, BA, B 137 I/12, S. 2.

[FN 4] Ebd.

Anmerkungen
Sichter

[13.] Analyse:Mg/Fragment 067 25 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:34 Kybot
Erstellt: 3. September 2011, 09:08 (Hotznplotz)
Adolph 1991, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 067, Zeilen: 20-37; 107-108
Quelle: Adolph 1991
Seite(n): 085, Zeilen: 09-29; 101-102
Mit dem Kabinettsbeschluss wurde vor allem das Ziel verfolgt, den Forschungsbeirat aus der Masse der anderen Beiräte herauszuheben und der Bevölkerung, der Opposition und den Alliierten zu signalisieren, wie ernst die Bemühungen der Bundesregierungen um eine deutsche Wiedervereinigung zu verstehen seien. Dementsprechend äußerte sich auch Thedieck vor dem interministeriellen Ausschuss für Fragen der Wiedervereinigung:

"Durch den Kabinettsbeschluss sei nunmehr eine klare Arbeitgrundlage gegeben. Die Frage der Wiedervereinigung Deutschlands sei ein Kardinalproblem der deutschen Politik, dem auch das Ausland und im besonderen die zukünftigen Vertragspartner der Bundesrepublik Deutschland großes Interesse entgegen bringen. Es sei zu erwarten, daß nach Abschluß des Deutschland- und des EVG-Vertrages mit den Partnern eine gemeinsame Konzeption auch in der Frage der Wiedervereinigung angestrebt und erreicht werden wird. Es sei daher notwendig, daß man sich mit den Fragen der Wiedervereinigung ständig beschäftige und so politisch einen wesentlichen Beitrag leiste. Die Ernsthaftigkeit der diesbezüglichen Bemühungen müsse unseren Vertragspartnern nachdrücklich vor Augen geführt werden. Auch das bedeute im Hinblick auf die politische Weltlage jedoch nicht, die Arbeiten in einer Sache wenig dienlichen Weise besonders forcieren zu müssen."[FN 4]

[FN 4] Protokoll der Sitzung des Interministeriellen Ausschusses für Fragen der Wiedervereinigung Deutsch-lands am 19.1.1953, in: BarchKB 102/ 13312.

Dadurch, daß man ihn aus der großen Masse der ungezählten Beiräte bei den Bundesbehörden heraushob, wollte man den zukünftigen alliierten Vertragspartnern, aber auch der Opposition und der Bevölkerung die Ernsthaftigkeit des bundesdeutschen Wiedervereinigungsbestrebens nachdrücklich vor Augen führen. [...] Thedieck äußerte sich dementsprechend vor dem interministeriellen Ausschuß für Fragen der Wiedervereinigung:

"Durch den Kabinettsbeschluss sei nunmehr eine klare Arbeitgrundlage gegeben. Die Frage der Wiedervereinigung Deutschlands sei ein Kardinalproblem der deutschen Politik, dem auch das Ausland und im besonderen die zukünftigen Vertragspartner der Bundesrepublik Deutschland großes Interesse entgegen bringen. Es sei zu erwarten, daß nach Abschluß des Deutschland- und des EVG-Vertrages mit den Partnern eine gemeinsame Konzeption auch in der Frage der Wiedervereinigung angestrebt und erreicht werden wird. Es sei daher notwendig, daß man sich mit den Fragen der Wiedervereinigung ständig beschäftige und so politisch einen wesentlichen Beitrag leiste. Die Ernsthaftigkeit der diesbezüglichen Bemühungen müsse unseren Vertragspartnern nachdrücklich vor Augen geführt werden. Auch das bedeute im Hinblick auf die politische Weltlage jedoch nicht, die Arbeiten in einer Sache wenig dienlichen Weise besonders forcieren zu müssen."[FN 268]

[FN 268] PAAA, Abt. 2, Band 215, Protokoll über die Interministerielle Ausschuß-Sitzung für Fragen der Wiedervereinigung Deutschlands am 19. Januar 1953.

Anmerkungen

Hier wird offenbar nicht nur ein schon von Adolph verwandtes Zitat übernommen (und bei dessen Quellenangabe das Politische Archiv des Auswärtigen Amtes durch das Bundesarchiv ersetzt), sondern auch die einleitende politische Bewertung scheint nicht vom Verfasser selbst zu stammen.

Sichter

[14.] Analyse:Mg/Fragment 082 10 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:34 Kybot
Erstellt: 21. August 2011, 21:36 (Hotznplotz)
Fragment, Klinkmüller 1995, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, KayH
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 082, Zeilen: 08-23
Quelle: Klinkmüller 1995
Seite(n): 009-010; 011, Zeilen: 01-32 u. 01-02; 06-10
Karl Christian Thalheim wurde am 26. Mai 1900 in Reval (Estland) geboren. Sein Vater starb bereits 1902 und so wuchs Thalheim bei seinem Großvater, dem St. Petersburger Handelskaufmann Karl Friedrich Johannson, auf. Nach dem Abitur meldete er sich als Kriegsfreiwilliger, wurde aber bis zum Ende des 1. Weltkrieges nur zur Grundausbildung einberufen. So blieb Thalheim ein Fronteinsatz erspart. Nach Studium der Staats- und Rechtswissenschaften an der Universität Leipzig promovierte er 1925 mit einer Dissertation über Auswanderung und Auswanderungspolitik in Deutschland nach dem Kriege. Er wechselte an die Handelshochschule Leipzig und habilitierte 1928 mit seiner Arbeit "Sozialkritik und Sozialreform bei Abbé, Rathenau und Ford". Schon in dieser Zeit hielt er zahlreiche Vorträge und veröffentlichte etliche Beiträge zu verschiedenen wirtschaftswissenschaftlichen Themen. Im Jahr 1932 wurde er zum nichtplanmäßigen außerordentlichen Professor für Volkswirtschaftslehre ernannt. Sechs Jahre später, 1938, übernahm Thalheim die Leitung des Instituts für Weltwirtschaft und wurde schließlich 1942 Ordinarius. Sein Interesse galt in dieser Zeit der Wirtschafts-, Sozial- und Arbeitsmarktpolitik. [S. 9, 1-30]

Karl C. Thalheim wurde am 26. Mai 1900 in Reval geboren [...]. Bestimmend für seine Kindheit und Jugend[FN 1] war - nach dem frühen (1902) Tod des Vaters - der St. Petersburger Handelskaufmann Karl Friedrich Johannson, sein Großvater. [...] Das Abitur legte er (1917) als Externer am Gymnasium in Görlitz ab. Er meldete sich (kriegs)freiwillig zur deutschen Militäradministration nach Mitau in Kurland. Stattdessen wurde er im Sommer 1918 einberufen und genoß die militärische Grundausbildung [...]. Der Waffenstillstand vom 11. November 1918 ersparte ihm den Fronteinsatz. [...] Nach vier Semestern wechselte er zu den Staats- und Rechtswissenschaften. Mit seiner Dissertation zur Auswanderung und Auswanderungspolitik in Deutschland nach dem Kriege promovierte er 1925 [...]. Danach wechselte er [...] an die [...] Handelshochschule in Leipzig. Dort habilitierte er 1928 mit seiner Schrift Sozialkritik und Sozialreform bei Abbé, Rathenau und Ford

[S. 11, 6-8]

[...] weil er von 1920 bis 1932 seinen Lebensunterhalt[FN 5] hauptsächlich mit Veröffentlichungen und Vorträgen verdienen mußte.

[S. 9, 30-32 u. S. 10, 1-2]

und wurde 1932 zum nichtplanmäßigen außerordentlichen Professor für Volkswirtschaftslehre ernannt. 1938 wurde ihm die Leitung des Weltwirtschaftlichen Instituts übertragen. 1942 folgte die Berufung zum Ordinarius[FN 2].

[S. 11, 9-10]

In seiner Leipziger Zeit galt sein Interesse [...] der Wirtschafts-, Sozial- und Arbeitsmarktpolitik.

Anmerkungen

Keine Quellenangabe. Die biographischen Fakten werden aus der (nicht so genannten) Einleitung von Klinkmüller zusammengestellt.

Sichter

[15.] Analyse:Mg/Fragment 084 06 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:35 Kybot
Erstellt: 23. August 2011, 07:48 (Hotznplotz)
Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Thalheim 1978, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, KayH
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 084, Zeilen: 05-12
Quelle: Thalheim 1978
Seite(n): 014; 015; 034, Zeilen: 38-41; 08-14 u. 27-30; 29-31
Gleichzeitig hielt er Kontakt zum damaligen Leiter des Instituts für Konjunkturforschung (IfK), Ernst Wagemann. Er ermöglichte Gleitze auch den Abschluss seiner Promotion mit einer Arbeit über "Die konjunkturellen und demographischen Einflüsse auf die Kriminalitätsentwicklung", die 1941 unter dem Titel "Die Konjunkturkriminalität" als Buch erschien. Anfang 1945 wurde Gleitze auf Vorschlag des Berliner Magistrats mit Zustimmung der Alliierten mit der Reorganisation des Statistischen Reichsamtes beauftragt. [S. 14, 38-41]

Jedoch behielt er [...] engste Verbindungen [...] zum [...] damaligen Leiter des "Instituts für Konjunkturforschung", Ernst Wagemann.

[S. 15, 8-14]

Trotzdem ermöglichte ihm Wagemann [...] den Abschluß seiner Promotion [...] mit einer [...] Arbeit über "Die konjunkturellen und demographischen Einflüsse auf die Kriminalitätsentwicklung", die 1941 [...] als Buch unter dem Titel "Die Konjunkturkriminalität" erschien.

[S. 15, 27-30]

Im sowjetisch besetzten Teil Berlins wohnend, wurde er schon Ende Mai 1945 auf Vorschlag des Magistrats Berlin mit Zustimmung aller Alliierten zunächst zum Präsidenten des in Liquidation tretenden Statistischen Reichsamtes berufen.

[S. 34, 29-31]

Ende Mai 1945 vom neugebildeten Magistrat Großberlins unter Zustimmung der Alliierten mit der Reorganisation des zu liquidierenden Statistischen Reichsamtes betraut, hatte Bruno Gleitze [...].

Anmerkungen

Keine Quellenangabe. Die Informationen aus dem letzten Satz werden offenbar aus zwei verschiedenen Sätzen zusammengestückelt. Schleierhaft bleibt jedoch, wie der Verf. behaupten kann, Gleitze sei "Anfang 1945" mit der Reorganisation des Statistischen Reichsamtes beauftragt worden.

Sichter

[16.] Analyse:Mg/Fragment 086 03 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 20:27 Kybot
Erstellt: 16. August 2011, 10:54 (Hotznplotz)
Fragment, Mg, Roth 2000, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, KayH
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 086, Zeilen: 02-07
Quelle: Roth 2000
Seite(n): 030, Zeilen: 02-10
Kramer wurde 1893 im württembergischen Tiefenbach geboren. Nach seinem Studium leitete er zunächst eine landwirtschaftliche Versuchsstation in Rostock. Während des 3. Reiches arbeitete er als Sachverständiger bei der Deutschen Industriebank in Berlin. Nach dem Krieg wurde er Hauptabteilungsleiter der Verwaltung für Land- und Forstwirtschaft in der SBZ, wechselte dann aber bald in den Westsektor Berlins über. Kramer wurde 1893 in Tiefenbach im Württembergischen geboren.[FN 53] Er hatte zunächst eine landwirtschaftliche Versuchsstation in Rostock geleitet. Während der NS-Diktatur hatte er u.a. als Sachverständiger der Deutschen Industriebank in Berlin gewirkt und es nach 1945 in der Sowjetischen Besatzungszone zum Hauptabteilungsleiter der Verwaltung für Land- und Forstwirtschaft gebracht. Nach seiner Übersiedlung in den Westsektor Berlins [...].
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter

[17.] Analyse:Mg/Fragment 086 09 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:35 Kybot
Erstellt: 9. November 2011, 23:30 (Bummelchen)
Fragment, Mg, Roth 1998b, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 84, Zeilen: 09-31
Quelle: Roth 1998b
Seite(n): 298, Zeilen: 14-31
Rudolf Meimberg zählte bereits zu der Berliner Gruppe um Friedrich Ernst, die sich im Vorfeld der Gründung des Forschungsbeirats mit entsprechenden Vorpla-nungen für die Wiedervereinigungen befasst hatte.[Fn 1] Meimberg wurde am 19. Dezember 1912 in Prüm in Rheinland-Pfalz geboren.[Fn 2] Nach Studium in Innsbruck, Ber-lin und Göttingen, der Promotion und Habilitation an der Friedrich-Wilhelm-Universität zu Berlin arbeitete er ab 1939 zunächst als Dozent in Berlin. Unterbro-chen wurde seine Lehrtätigkeit durch wiederholte Einberufungen zur Wehrmacht. Im Jahr 1944 erhielt er dann eine ordentliche Professur an der deutschen TH Prag. Nach dem Krieg war er zunächst als Ordnungstheoretiker und Kreditfachmann in der sowjetzonalen Zentralverwaltung für Industrie tätig, wechselte aber bereits 1946 in den Westen Berlins. Er wirkte als volkswirtschaftlicher Berater bei den Vorberei-tungen zur Währungsreform mit und wurde 1948 Leiter der Volkswirtschaftlichen Abteilung der Berliner Zentralbank. In dieser Zeit arbeitete er eng mit Friedrich Ernst zusammen. Er veröffentlichte im Rahmen der Schriftenreihe der Berliner Zent-ralbank eine Publikation in mehreren Auflagen, in der er die wirtschaftliche Ent-wicklung in Westberlin und in der sowjetischen Zone untersuchte.[Fn 3] Im Jahr 1953 wechselte er zur Deutschen Bank nach Frankfurt am Main. Gleichzeitig nahm er ei-nen Lehrauftrag an der Universität Marburg wahr. Ein Jahr später wurde er zum Ho-norarprofessor an der Universität Frankfurt ernannt. Ab 1960 lehrte er als Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Mainz.

...

[Fn 1] vgl. Kap. 3. [Fn 2] zum Lebenslauf vgl. Feldsieper/ Groß (Hrsg.) (1983): 58 [Fn 3] vgl. Meimberg (1952).

Meimberg war 1912 in Prüm geboren, hatte an der Berliner Universität eine wirtschaftswissen-schaftliche Karriere begonnen und noch 1944 eine ordentliche Pro-fessur an der Deutschen Technischen Hochschule in Prag ange-nommen. Der Kreditspezialist und Ordnungstheoretiker war nach 1945 zunächst in der sowjetzonalen Zentralverwaltung für Indu-strie tätig. 1946 setzte er sich in den Westsektor Berlins ab und fand dort sein erstes Fortkommen als Berliner Korrespondent des „Europa-Archiv". Seit 1947 wirkte er als Volkswirtschaftlicher Be-rater bei der Vorbereitung der Währungsreform und wurde 1948 Leiter der Volkswirtschaftlichen Abteilung der Berliner Zentralbank. Während seiner Tätigkeit an der Seite von Friedrich Ernst wurde er 1953 von der Deutschen Bank nach Frankfurt am Main als Direk-tor übernommen und lehrte seit 1960 wieder als Professor für Volks-wirtschaftslehre an der Universität Mainz. E,rnst ernannte Meimberg zum Vorsitzenden des Finanzausschusses des Forschungsbeirats. Meimberg hatte diesen Posten bis zur Auflösung des Forschungs-beirats im Jahr 1975 inne.

...

[S.300,Z.3-89

Nach dem Krieg war er zunächst als wissenschaftlicher Referent bei der sowjetzonalen Zentralverwaltung für Industrie tätig. Nach seiner Übersiedlung in den Westsektor übernahm er die Leitung des Berli-ner Funkhauses des NWDR. Rupp erarbeitete seit 1952 mehrere Sonder-gutachten zur sowjetischen Reparationspolitik in der SBZ/DDR.

Anmerkungen
Sichter

[18.] Analyse:Mg/Fragment 086 17 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 20:27 Kybot
Erstellt: 15. August 2011, 18:32 (Hotznplotz)
Fragment, Mg, Roth 2000, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, KayH
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 086, Zeilen: 17-22
Quelle: Roth 2000
Seite(n): 028, Zeilen: 34-43
Nach dem Krieg war er zunächst als Ordnungstheoretiker und Kreditfachmann in der sowjetzonalen Zentralverwaltung für Industrie tätig, wechselte aber bereits 1946 in den Westen Berlins. Er wirkte als volkswirtschaftlicher Berater bei den Vorbereitungen zur Währungsreform mit und wurde 1948 Leiter der Volkswirtschaftlichen Abteilung der Berliner Zentralbank. In dieser Zeit arbeitete er eng mit Friedrich Ernst zusammen. Der Kreditspezialist und Ordnungstheoretiker war nach 1945 zunächst in der sowjetzonalen Zentralverwaltung für Industrie tätig. 1946 setzte er sich in den Westsektor Berlins ab [...]. Seit 1947 wirkte er als volkswirtschaftlicher Berater bei der Vorbereitung der Währungsreform und wurde 1948 Leiter der Volkswirtschaftlichen Abteilung der Berliner Zentralbank. Während seiner Tätigkeit an der Seite von Friedrich Ernst [...].
Anmerkungen

Folgende Fakten werden nicht in dem vom Verf. in Fußnote 2 auf dieser Seite erwähnten Lebenslauf in Feldsieper/Groß (1983) genannt: 1.: Meimberg war Ordnungstheoretiker. 2.: Er war nach 1945 zunächst in der sowjetzonalen Zentralverwaltung für Industrie tätig. 3.: Er ging 1946 nach West-Berlin. 4.: Er war Leiter der Volkswirtschaftlichen Abteilung der Berliner Zentralbank. 5.: Er arbeitete mit Friedrich Ernst zusammen. Aufgrund der sprachlichen Ähnlichkeit und der Nichtangabe der Quelle muss hier von einem Plagiat gesprochen werden.

Sichter

[19.] Analyse:Mg/Fragment 087 10 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 20:27 Kybot
Erstellt: 14. August 2011, 22:55 (Hotznplotz)
Fragment, Mg, Roth 2000, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, KayH
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 087, Zeilen: 09-12
Quelle: Roth 2000
Seite(n): 033, Zeilen: 29-33
Hensel arbeitete im Forschungsbeirat im Kleinen Kreis für Währungsfragen mit und übernahm 1955 den Vorsitz einer neu gegründeten Studiengruppe zur "Umstellung des betrieblichen Rechnungswesens in der SBZ". Ernst nahm ihn zusammen mit Welter in den »Kleinen Währungskreis« auf. 1955 übernahm Hensel zusätzlich den Vorsitz einer neu gegründeten Studiengruppe zur »Umstellung des betrieblichen Rechnungswesens in der SBZ«.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter

[20.] Analyse:Mg/Fragment 087 25 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:35 Kybot
Erstellt: 15. August 2011, 11:46 (Hotznplotz)
Fragment, Mg, Roth 2000, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, KayH
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 087, Zeilen: 25-26, 105
Quelle: Roth 2000
Seite(n): 033; 094, Zeilen: 11-14; 48-52
[Z. 25-26]

Außerdem veröffentlichte er Aufsätze zu Fragen der Germanisierungs- und Siedlungspolitik in den eroberten Ostgebieten.[FN 5]

[Z. 105]

[FN 5] vgl. Seraphim (1940): 561-591, 650-676.

[S. 33, 11-14]

Während des zweiten Weltkriegs betätigte er sich vor allem als Spezialist bei der Frage der Germanisierungs- und Siedlungspolitik in den annektierten polnischen Westprovinzen.[FN 67]

[S. 94, 48-52]

[FN 67] Vgl. Hans-Jürgen Seraphim, Volkliche Wirtschaftsgestaltung und nationalstaatliche Wirtschaftspolitik im deutschen Osten. Ein Beitrag zur Problematik der Überwindung des Versailler Diktats im deutsch-polnischen Grenzgürtel, in: Jahrbücher für National-ökonomie und Statistik, 152 (1940), S. 561-591, 650-676.

Anmerkungen

Anscheinend übernimmt der Verf. hier ein Forschungsergebnis Roths.

Sichter

[21.] Analyse:Mg/Fragment 088 14 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:35 Kybot
Erstellt: 25. August 2011, 09:20 (Hotznplotz)
Fragment, Mg, Roth 2000, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 088, Zeilen: 13-18, 105
Quelle: Roth 2000
Seite(n): 032; 094, Zeilen: 08-12; 33-35
[Z. 13-18]

Als Wirtschaftsexperte war er von 1940 bis 1943 in der Verwaltung des Militärbefehlshabers in Frankreich tätig. [...] In den Schriften aus dieser Zeit lässt sich seine Begeisterung für die nationalsozialistische Annexionspolitik ablesen. Dabei hob er u.a. die Bedeutung von währungspolitischen Maßnahmen hervor[FN 4] [...].

[Z. 105]

[FN 4] vgl. Welter (1938): 26ff.

[S. 32, 8-12]

Er war ein begeisterter Anhänger der nazistischen Annexionspolitik, bei der er die Bedeutung der währungspolitischen Anschluß-Techniken hervorhob.[FN 60] Von 1940 bis 1943 war er als Wirtschaftsexperte in der Verwaltung des Militärbefehlshabers in Frankreich tätig.

[S. 94, 33-35]

[FN 60] 60 Vgl. Erich Welter, Das Jahr der Entscheidung. Die deutsche Wirtschaft 1938, Sonderdruck der Frankfurter Zeitung, Frankfurt a.M., o.J., S. 26 f.

Anmerkungen

Offenbar eignet sich der Verfasser hier ein Forschungsergebnis Adolphs an, wobei in den Fußnoten die Angabe für das Erscheinungsjahr differiert. Laut Literaturverzeichnis des Verf. ist aber dasselbe Werk gemeint.

Sichter

[22.] Analyse:Mg/Fragment 094 17 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:35 Kybot
Erstellt: 9. November 2011, 23:13 (Bummelchen)
Fragment, Mg, Roth 1998a, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 94, Zeilen: 17-25
Quelle: Roth 1998a
Seite(n): 414, Zeilen: 9-16
ur Überparteilichkeit hieß es bereits in der Kabinettsvorlage: „Die Beiordnung der Vertreter der politischen Parteien und der genannten Organisationen zu dem Forscherkreis erschien zweck-mäßig, weil durch eine solche Maßnahme politische Meinungsverschiedenheiten und Spannungen ausgeglichen werden und die Gesamtarbeit, insbesondere durch die Einbeziehung von Vertretern auch der Opposition in die Verantwortung, auf eine neutrale Ebene gestellt werden konnte. Diese Erwartungen haben sich nach den bis-herigen Erfahrungen durchaus erfüllt." [Fn 2]

...

[Fn 2] Brief von Kaiser an den Staatssekretär des Bundeskanzleramts vom 21.11.1952, betr. Forschungsbeirat für Fragen der Wiedervereinigung Deutschlands (Kabinettsvorlage), in: BarchK B 1371/ 11.

Die Beiordnung der Vertreter der politischen Parteien und der genannten Organisationen zu dem Forscherkreis erschien zweckmä-ßig, weil durch eine solche Maßnahme politische Meinungsver-schiedenheiten und Spannungen ausgeglichen werden und die Gesamtarbeit,insbesondere durch die Einbeziehung von Vertretern auch der Opposition in die Verantwortung, auf eine neutrale Ebe-ne gestellt werden konnte. Diese Erwartungen haben sich nach den bisherigen Erfahrungen durchaus erfüllt.
Anmerkungen

Text wurde übernommen und als Zitat einer anderen Quelle wieder gegeben.

Sichter

[23.] Analyse:Mg/Fragment 095 21 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:35 Kybot
Erstellt: 14. August 2011, 15:14 (Hotznplotz)
Adolph 1995, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Goalgetter, KayH
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 095, Zeilen: 19-23, 106-108
Quelle: Adolph 1995
Seite(n): 1060, Zeilen: li. Sp. 36-44, re. Sp. 142-148
[Z. 19-23]

Den Vertretern der DP wurde vorgeworfen, dass sie "überhaupt nicht oder in kaum nennenswerter Weise an den Arbeiten des Plenums und der Ausschüsse mitgewirkt haben"[FN 4]. Die von der FDP abgespaltete FVP verzichtete von Beginn an auf die Entsendung weiterer Vertreter – Ludwig Preiss, ein bisheriger Vertreter der FDP, war ebenfalls zur FVP gewechselt.[FN 5]

[Z. 106-108]

[FN 4] Schreiben betr. Berufung in den Forschungsbeirat auf Vorschlag der im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien vom 25.9.1957, in: BarchK B 137/ 3937.

[FN 5] vgl. ebenda.

[li. Sp. Z. 36-44]

Aber auch die Volksvertreter der Deutschen Partei fielen schon wenig später nur noch dadurch auf, daß sie "überhaupt nicht oder in kaum nennenswerter Weise an den Arbeiten des Plenums und der Ausschüsse mitgewirkt haben"[FN 85]. Die mit der FDP zerstrittene FVP verzichtete von Anfang an auf eine Mitgliedschaft im Forschungsbeirat.[FN 86]

[re. Sp. Z. 142-148]

[FN 85] BA, B 137/3937, Durchschrift für I-8, I-8 – 906 – 16479/57 vom 25. September 1957, Betr.: Berufung in den Forschungsbeirat auf Vorschlag der im Deutschen Bundestag vertretenen politischen Parteien.

[FN 86] Vgl. ebd. Der dann von der FDP zur FVP übergetretene Preiß blieb aber weiterhin Mitglied des Forschungsbeirates.

Anmerkungen

Offenbar übernimmt der Verf. hier ein Forschungsergebnis Adolphs. Die Schreibweise "Preiss" wird anscheinend aus Unkenntnis um die Neue Deutsche Rechtschreibung angepasst (richtig ist "Preiß", vgl. Wikipedia).

Sichter

[24.] Analyse:Mg/Fragment 097 05 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:35 Kybot
Erstellt: 14. August 2011, 07:27 (Hotznplotz)
Adolph 1995, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Goalgetter, KayH
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 097, Zeilen: 04-07
Quelle: Adolph 1995
Seite(n): 1061, Zeilen: li. Sp., 20-23; re. Sp., 106-110
Neben dem Leiter der Hauptabteilung Wirtschaftspolitik des DGB, Kurt Hirche, arbeiteten Ludwig Rosenberg, der Nachfolger Hirches in der wirtschaftspolitischen Abteilung und spätere Vorsitzende des DGB, sowie Ernst Scharnowski, der Vorsitzende des Landesbezirkes Berlin, mit. [li. Sp., 20-23]

Eine Ausnahme bildete jedoch Dr. Kurt Hirche. Er wurde 1953 vom DGB als damaliger Leiter der Hauptabteilung Wirtschaftspolitik in den Forschungsbeirat delegiert.

[re. Sp., 106-110]

[FN 91] Dies waren neben Kurt Hirche noch Ludwig Rosenberg, der Nachfolger Hirches in der wirtschaftspolitischen Abteilung und spätere Vorsitzenden [sic] des DGB, sowie der Vorsitzende des Landesbezirkes Berlin, Ernst Scharnowski.

Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter

[25.] Analyse:Mg/Fragment 097 12 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:35 Kybot
Erstellt: 10. November 2011, 12:20 (Bummelchen)
Adolph 1991, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 97, Zeilen: 12-18
Quelle: Adolph 1991
Seite(n): 109, Zeilen: Ab 10
Unter den Vertretern des DGB gilt es jedoch, das Engagement von Kurt Hirche besonders hervorzuheben. Nach einhelliger Meinung der Forscher-kreismitglieder Meimberg und Thalheim galt Hirche „als eines der aktivsten, enga-giertesten und verdienstvollsten Mitglieder des Forschungsbeirates"3. Er schied erst bei der Auflösung des Forschungsbeirates 1975 aus. Für die DAG nahmen der Landesverbandsleiter der DAG Berlin, Stefan Aufhäuser, und der stellvertretende Vor-sitzende der DAG, Georg Schneider, an den Sitzungen des Plenums teil. Für die Gewerkschaften, einschließlich der Deutschen Angestellten Gewerkschaft (DAG),[Fn 344] standen augenscheinlich schon zu Beginn der fünfziger Jahre dringlichere Probleme als die der Wiedervereinigung an. Eine Ausnahme bildete hier jedoch Kurt Hirche. Er wurde 1953 vom DGB als damaliger Leiter der Hauptabteilung Wirtschaftspolitik in den Forschungsbeirat delegiert Seit 1955 leitete er die parlamentarische Verbindungsstelle des DGB in Bonn. furche, der erst bei der Auflösung des Forschungsbeirates aus diesem ausschied, galt nach einhelliger Bekundung von Meimberg und Thalheim als eines der aktivsten, engagiertesten und verdienstvollsten Mitglieder des Forschungsbeirates?‘‘ gg. Die Vertretung der Bauern- und Vertriebenenverbände von Hirche ihre Mitgliedschaft jedoch nur noch rein formell wahr. [Interview Hirche vom 21. Juni 1990]. " In diesem Sinne äußerte sich Kurt Hirche dem Verfasser gegenüber." [Interview Hirche vom 21. Juni 1990].

[Fn 342] Vgl. AdsD, NL Gleitze, Korrespondenz 1951-1952, Schreiben von Otto Kunze an Bruno Gleitze vom 1. Februar 1952. Diesem Schreiben ist auch zu entnehmen, daß Aachenbach mit Kunze privat in Köln, und nicht, wie es seinem Aktenvermerk zu entnehmen ist, in Düsseldorf beim DG zusammentraf.

[Fn 343] " Auch der Landesverbandsleiter der DAG Berlin, Stefan Aufhäuser, war auf der ersten Sitzung des Forschungsbeirates anwesend, obwohl eine Mitgliedschaft der DAG ursprünglich nicht geplant war. Kurze Zeit später kam dann noch Georg Schneider, der stellvertretende Vorsitzende der DAG hinzu. Beide machten jedoch wenig von sich reden. Vgl. BA, B 137/937, Abschrift, Betrifft: Besprechung mit Herrn Dr. Ernst am 13. März 1952 vom 13. März 1952; BA, B 137/3933, Forschungsbeirat für Fragen der Wiedervereinigung Deutschlands beim Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen, Stand: 20. Juni 1953. [ausführliche Liste der dem Forschungsbeirat angehörigen Mitglieder und ihrer sie entsandten Organisationen. Entsprechend hoben Meimberg und Thalheim das Engagement Hirches hervor. [Interview Meimberg vom 5. Mai 1990; Interview Thalheim vom 11. Juni 1990].

Anmerkungen

Verkürze Wiedergabe des Inhaltes.

Sichter

[26.] Analyse:Mg/Fragment 099 00 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 20:28 Kybot
Erstellt: 13. November 2011, 23:31 (Bummelchen)
Fragment, KomplettPlagiat, Mg, Roth 1971, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 98, Zeilen:
Quelle: Roth 1971
Seite(n): 51, Zeilen:
Übersicht über den Forschungsbeirat Übersicht über den Forschungsbeirat
Anmerkungen

Beide Übersichten sind identisch.

Sichter

[27.] Analyse:Mg/Fragment 102 05 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 20:28 Kybot
Erstellt: 15. August 2011, 10:15 (Hotznplotz)
Fragment, Mg, Roth 2000, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, KayH
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 102, Zeilen: 04-06
Quelle: Roth 2000
Seite(n): 038, Zeilen: 25-29
Dazu wurden Arbeitsgruppen zum Steuer- und Haushaltswesen, zur Organisation des gewerblichen Kredits und zum Sozialen Aufwand, d.h. zur Abschätzung des Finanzvolumens im Bereich der Sozialpolitik, gegründet. Der Finanzausschuß richtete seit der Jahreswende 1952/53 Arbeitsgruppen zur Restauration des Steuer- und Haushaltswesens, des gewerblichen Kredits und zur Abschätzung des Finanzvolumens im Bereich der Sozialpolitik ein.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter

[28.] Analyse:Mg/Fragment 103 10 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 20:28 Kybot
Erstellt: 24. August 2011, 17:10 (Hotznplotz)
Fragment, Mg, Roth 2000, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 103, Zeilen: 09-11
Quelle: Roth 2000
Seite(n): 038-039, Zeilen: 45; 01-04
So wurden verschiedene Arbeitsgruppen des Bilanzierungsausschusses und des Ausschusses für Fragen der gewerblichen Wirtschaft im neuen Sozialausschuss zusammengefasst. Ende 1956/Anfang 1957 wurden verschiedene Arbeitsgruppen des Bilanzierungsausschusses und des Ausschusses für Fragen der gewerblichen Wirtschaft in einem neu gegründeten Sozialausschuß zusammengefaßt.
Anmerkungen

Offenbar übernimmt der Verf. hier ein Forschungsergebnis Roths.

Sichter

[29.] Analyse:Mg/Fragment 112 06 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 20:28 Kybot
Erstellt: 24. August 2011, 19:10 (Hotznplotz)
Fragment, Mg, Roth 2000, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 112, Zeilen: 06-10
Quelle: Roth 2000
Seite(n): 041, Zeilen: 22-33
In Anlehnung an die Antwort der Westmächte auf die Stalin-Note vom März 1952 wurde von dem Modellfall ausgegangen, dass als erstes gesamtdeutsche Wahlen stattfinden würde. Aus diesen Wahlen ginge eine gesamtdeutsche Regierung mit uneingeschränkten Handlungsvollmachten hervor, um die Sofortmaßnahmen in die Wege zu leiten. Als politische Voraussetzung der Planungen galt 1952/53 die Annahme, daß in Übereinstimmung mit der Antwort der Westmächte auf die Stalin-Note vom März 1952 gesamtdeutsche Wahlen stattgefunden [...] hätten. Des weiteren wurde ein rascher Rückzug der Sowjets aus der DDR angenommen,[FN 84] so daß die nun eingesetzte gesamtdeutsche Regierung über unumschränkte Vollmachten verfügen und sich die aus den Sofortplanungen des Forschungsbeirats hervorgegangenen Handlungsanweisungen des Interministeriellen Ausschusses entsprechend zu eigen machen würde.
Anmerkungen

Keine Quellenangabe. Offenbar kondensiert der Verf. hier Aussagen Roths.

Sichter

[30.] Analyse:Mg/Fragment 112 11 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:35 Kybot
Erstellt: 9. November 2011, 15:44 (Bummelchen)
Fragment, Mg, Roth 2000, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 112, Zeilen: 11
Quelle: Roth 2000
Seite(n): 140, Zeilen: ab 20
Das Plenum war sich einig, „daß die Wirtschaftsgrenze zwischen den beiden

Gebieten alsbald nach der Wiedervereinigung fallen muss, wenn man die volle Stoßkraft des stärkeren Westdeutschlands auch zum Nutzen von Mitteldeutschland ausnutzen will"2 Für den Forschungsbeirat war deutlich, dass die Aufhebung der Zwangswirtschaft in der DDR als einheitlicher Akt erfolgen müsse. Dies schloss aber nicht aus, dass eine Fülle von Einzelfragen erst im Laufe der Entwicklung beantwortet werden oder bestimmte Schutzmaßnahmen für Übergangszeiten erlassen werden könnten. Die Wiedervereinigung dürfe unter gar keinen Umständen zu einer Art Kolonisation der DDR werden: „Die Gleichberechtigung der mitteldeutschen Interessen und die Rücksichtnahme auf die durch die Entwicklung bedingten Schwächen des Gebietes sind von allen Mitgliedern des Forschungsbeirates als unabdingbar gekennzeichnet worden." [Fn 3]

...

[Fn 2] Vertraulich! Forschungsbeirat för Fragen der Wiedervereinigung Deutschlands, o.D in- AdsD NL Gleitze, 102.

[Fn 3] ebd.

[Z. 20-26]

Die bisherigen Erörterungen im Forschungsbeirat, der sich mit dieser Frage wiederholt sehr eingehend auseinandergesetzt hat, haben immer wieder zu dem Ergebnis ge-führt, daß die Wirtschaftsgrenze zwischen den beiden Gebieten alsbald nach der Wiedervereinigung fallen muß, wenn man die volle Stoßkraft des stärkeren Westdeutschlands auch zum Nutzen von Mitteldeutschland ausnutzen will. .... [Z. 33-40] Auf der anderen Seite ist gerade bei der Behandlung dieser Proble-me immer wieder mit äußerster Schärfe von allen Mitgliedern des Forschungsbeirates betont worden, daß die Wiedervereinigung un-ter gar keinen Umständen zu einer Art Kolonisation Mitteldeutsch-lands führen dürfte. Die Gleichberechtigung der mitteldeutschen Interessen und die Rücksichtnahme auf die durch die Entwicklung bedingten Schwächen des Gebietes sind von allen Mitgliedern des Forschungsbeirates als unabdingbar gekennzeichnet worden.

Anmerkungen
Sichter

[31.] Analyse:Mg/Fragment 114 34 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:35 Kybot
Erstellt: 9. November 2011, 22:58 (Bummelchen)
Fragment, Mg, Roth 1971, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 114, Zeilen: 34-38
Quelle: Roth 1971
Seite(n): 57, Zeilen: 31-44
[S. 114]

Dennoch verabschiedete der Forschungsbeirat nach langer Diskussion [Fn 2] zum Problemkreis „Bodenreform" folgende These: „Der Forschungsbeirat empfiehlt, daß die Bodenreform in der SBZ nicht unter dem Gesichtspunkt einer Restauration der alten Eigentumsverhältnisse revidiert werden soll. Neubauern, die den Boden in den

...

[Fn 2] vgl. Protokoll der Arbeitstagung des Forschungsbeirates am 16./17.4.1952, in: BarchK B 137 1/ 601; vgl. Protokoll der Arbeitstagung des Forschungsbeirates am 4./5.8.1952, in: BarchK B 137 1/ 604; vgl. Protokoll der Arbeitstagung des Forschungsbeirates am 29./30.9.1952, in: BarchK B 137 1/ 605; vgl. Sitzungsprotokoll des Agrarausschusses vom 28.7.1952, in: BarchK B 137 1/ 545; vgl Schriftwechsel und Vermerke zur Bodenreform These

[115 1-8]

vergangenen Jahren unter persönlichen Opfern bearbeitet haben, soll der Boden er-halten bleiben. Maßgebend ist die Sicherung der Volksernährung und die Schaffung lebensfähiger Betriebe. Die Wiederherstellung und Festigung des selbständigen bäuerlichen Besitzes, insbesondere des Familienbesitzes, wird gerade bei der derzeiti-gen Entwicklung zur Kollektivierung in der SBZ eine der vordringlichsten agrarpolitischen Aufgaben sein. Der gesamtdeutsche Gesetzgeber wird das rechtstaatliche Prinzip der Entschädigung für entzogenes Eigentum gesetzgeberisch zur Geltung zu bringen haben." [Fn 1]

...

[Fn 1] zit. nach Forschungsbeirat (1954): 21f.

8.Das schwierigste und weittragendste Problem auf agrarischem Gebiet stellt die durch die Bodenreform geschaffene derzeitige Agrarstruktur in der SBZ dar. Mit diesem Komplex hat sich der Forschungsbeirat schon in seinen ersten Tagungen eingehend befaßt und ist dabei zu folgender These gekommen:

„Der Forschungsbeirat empfiehlt, daß die Bodenreform in der SBZ nicht unter dem Gesichtspunkt einer Restauration der alten Eigentumsverhältnisse revidiert werden soll. Neubauern, die den Boden in den vergangenen Jahren unter persönlichen Opfern bearbeitet haben, soll der Boden erhalten bleiben. Maßgebend ist die Sicherung der Volksernährung und die Schaffung lebensfähiger Betriebe.

Die Wiederherstellung und Festigung des selbständigen bäuerlichen Besitzes, insbesondere des hamilienbesitzes, wird gerade bei der derzeitigen Ent-wicklung zur Kollektivierung in der SBZ eine der vordringlichsten agrar- politischen Aufgaben sein. [Der gesamtdeutsche Gesetzgeber wird das rechtsstaatliche Prinzip der Ent-schädigung für entzogenes Eigentum gesetzgeberisch zur Geltung zu bringen haben."]

Anmerkungen

Massive Textübernahmen mit identischen Zitaten.

Sichter

[32.] Analyse:Mg/Fragment 115 20 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:35 Kybot
Erstellt: 9. November 2011, 22:35 (Bummelchen)
Fragment, Mg, Roth 1998b, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 115, Zeilen: 20-31
Quelle: Roth 1998b
Seite(n): 311, Zeilen: 4-14
Daher sei mit gewaltigen Umstellungs- und Kostenproblemen bei einer Wiedervereinigung zu rechnen, die nur durch umfangreiche Starthilfen und Stützungsaktionen seitens der Bundesrepu-blik aufgefangen werden könnten. Meimberg veranschlagte den Haushaltsausgleich für den Wegfall der Aufschläge auf HO-Waren mit 5 Milliarden DM. Zusätzlich müssten 500 Millionen DM für die Deckung des zusätzlichen Stoßbedarfs an Verbrauchsgütern aufgebracht werden und noch einmal weitere 1,5 Milliarden DM für eine erste Investitionsfinanzierung.3 Steuer- und Sondervergünstigungen für Rohstoffimporte sollten die verarbeitende Industrie und die Konsumgüterindustrie ankurbeln. Eine zeitweilige Abschirmung des Gebietes der DDR in der Übergangs-zeit wurde abgelehnt.[Fn 4] Die Gefahr einer Massenarbeitslosigkeit müsse auf jeden Fall verhindert werden.[Fn 5]

...

[Fn 4] vgl. Karl C. Thalheim: Maßnahmen für die Übergangszeit in der SBZ. Zeitweilige Abschirmung der Zone? vom 9.3.1953, in: BarchK B 137 1/ 662.

[Fn 5] vgl. Schriftwechsel und Vermerke zur Problematik der Arbeitslosigkeit nach der Wiedervereinigung, in: BarchK B 137 1/ 24; vgl. Schriftwechsel zur Flüchtlingsbefragung bzgl. der Arbeitslosigkeit in der SBZ, in: BarchK B 137 1/ 261.

Schon auf den ersten Arbeitstagungen des Forschungsbeirats veranschlagte Meimberg den Haushaltsausgleich für den Wegfall der Aufschläge auf HO-Waren mit fünf Milliarden DM. Für die Deckung des zusätzlichen Stoßbedarfs an Verbrauchsgütern sollten 500 Millionen DM aufge-bracht werden, und für die erste Investitionsfinanzierung hielt der Vorsitzende des Finanzausschusses 1,5 Milliarden DM für ausrei-chend.Ml Zusätzlich sollten die neuen Betriebsleitungen Steuerer-leichterungen und Sondervergünstigungen für Rohstoffimporte er-halten, um die Produktion vor allem in der verarbeitenden und Konsumgüterindustrie anzukurbeln.
Anmerkungen

Erhebliche Textübernahmen ohne Kennzeichnung.

Sichter

[33.] Analyse:Mg/Fragment 115 24 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:35 Kybot
Erstellt: 15. August 2011, 22:55 (Hotznplotz)
Fragment, Mg, Roth 2000, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, KayH
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 115, Zeilen: 18-29, 103-105
Quelle: Roth 2000
Seite(n): 042; 096, Zeilen: 05-15 u. 33-44; 36-39
[Z. 18-29]

Der Anteil der Konsumgüterindustrie würde nach Ansichten des Forschungsbeirates bis zu einer Wiedervereinigung zu Gunsten vergrößerter Grundstoff- und Produktionsmittelkapazitäten deutlich zurückgehen. Daher sei mit gewaltigen Umstellungs- und Kostenproblemen bei einer Wiedervereinigung zu rechnen, die nur durch umfangreiche Starthilfen und Stützungsaktionen seitens der Bundesrepublik aufgefangen werden könnten. Meimberg veranschlagte den Haushaltsausgleich für den Wegfall der Aufschläge auf HO-Waren mit 5 Milliarden DM. Zusätzlich müssten 500 Millionen DM für die Deckung des zusätzlichen Stoßbedarfs an Verbrauchsgütern aufgebracht werden und noch einmal weitere 1,5 Milliarden DM für eine erste Investitionsfinanzierung.[FN 3] Steuer- und Sondervergünstigungen für Rohstoffimporte sollten die verarbeitende Industrie und die Konsumgüterindustrie ankurbeln.

[Z. 103-105]

[FN 3] vgl. Forschungsbeirat für Fragen der Wiedervereinigung Deutschlands, betr. Arbeitstagungen des Forschungsbeirates. Konstituierende Sitzung am 24.3.1952 und Arbeitstagung am 16. und 17.4.1952, in: BarchKB 1371/12.

[S. 42, 5-15]

Man werde es in der DDR mit deutlich vergrößerten Grundstoff- und Produktionsmittelkapazitäten zu tun haben, während der Anteil der Konsumgüterindustrie erheblich geschrumpft sei, folgerten Thalheim und Gleitze. [...] Es werde gewaltige Umstellungs- und Kostenprobleme geben, und nur durch umfangreiche Starthilfen und Stützungsaktionen könne die Gefahr einer Massenarbeitslosigkeit gebannt werden.

[S. 42, 33-44]

Schon auf den ersten Arbeitstagungen des Forschungsbeirats veranschlagte Meimberg den Haushaltsausgleich für den Wegfall der Aufschläge auf HO-Waren mit fünf Milliarden DM. Für die Deckung des zusätzlichen Stoßbedarfs an Verbrauchsgütern sollten 500 Millionen DM aufgebracht werden, und für die erste Investitionsfinanzierung hielt der Vorsitzende des Finanzausschusses 1,5 Milliarden DM für ausreichend.[FN 87] Zusätzlich sollten die neuen Betriebsleitungen Steuererleichterungen und Sondervergünstigungen für Rohstoffimporte erhalten, um die Produktion vor allem in der verarbeitenden und Konsumgüterindustrie anzukurbeln.

[S. 96, 36-39]

Vgl. Forschungsbeirat für Fragen der Wiedervereinigung Deutschlands, Betr. Arbeitstagungen des Forschungsbeirats. Konstituierende Sitzung am 24.3.1952 und Arbeitstagung am 16. und 17.4.1952, III. Finanzpolitische Fragen. BArchK, B 137 I / 12.

Anmerkungen

Offenbar übernimmt der Verfasser hier Forschungsergebnisse Roths.

Sichter

[34.] Analyse:Mg/Fragment 115 35 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:35 Kybot
Erstellt: 9. November 2011, 21:33 (Bummelchen)
Fragment, Mg, Roth 1971, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 115, Zeilen: 35-39
Quelle: Roth 1971
Seite(n): 60, Zeilen: 1-16
[S. 115]

Zur Sicherung der Beschäftigung verabschiedete daher der Forschungsbeirat am 6. Juli 1953 folgende Entschließung: „Nach der Wiedervereinigung Deutsch-lands wird infolge der Verstärkung des gesamtdeutschen Wirtschaftspotentials die Nachfrage nach Arbeitskräften erheblich wachsen. Um die Anpassung an die ge-samtdeutschen Wirtschaftsverhältnisse während einer Übergangszeit zu erleichtern,

[S 116, Z. 1-9]

schlägt der Forschungsbeirat vor: a) dafiir zu sorgen, daß die in der heutigen sowje-tischen Besatzungszone nach der Wiedervereinigung fortbestehenden Arbeitsmög-lichkeiten sofort in vollem Umfang weiter genutzt werden können; b) die rasche Ü-berleitung frei werdender Arbeitskräfte in volkswirtschaftlich dringliche Arbeiten, wie z.B. Wohnungsbau, Wiederherstellung und Ausbau des Verkehrswesens, Erneu-erung und Ergänzung des Maschinenbestandes in der Konsumgüterindustrie zu fördern und dafiir die erforderlichen Mittel bereitzustellen; c) für Sonderfälle und von der Umstellung besonders stark betroffene Gebiete volkswirtschaftlich wertvolle Notstandsarbeiten vorzubereiten und zu finanzieren." [Fn 1]

...

[Fn 1] zit. nach Forschungsbeirat (1954): 24.

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wird infolge der Verstärkung des gesamtdeutschen Wirtschaftspotentials die Nachfrage nach Arbeitskräften erheblich wachsen.

Um die Anpassung an die gesamtdeutschen Wirtschaftsverhältnisse während einer Ubergangszeit zu erleichtern, schlägt der Forschungsbeirat vor:

a) dafür zu sorgen, daß die in der heutigen sowjetischen Besatzungszone nach der Wiedervereinigung fortbestehenden Arbeitsmöglichkeiten sofort in vollem Umfange weiter genutzt werden können;

b) die rasche Uberleitung frei werdender Arbeitskräfte in volkswirtschaftlich dringliche Arbeiten, wie z. B. Wohnungsbau, Wiederherstellung und Aus-bau des Verkehrswesens, Erneuerung und Ergänzung des Maschinen-bestandes in der Konsumgüterindustrie zu fördern und dafür die erforder-lichen Mittel bereitzustellen;

c) für Sonderfälle und von der Umstellung besonders stark betroffene Ge-biete volkswirtschaftlich wertvolle Notstandsarbeiten vorzubereiten und zu finanzieren."

Anmerkungen
Sichter

[35.] Analyse:Mg/Fragment 116 23 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:36 Kybot
Erstellt: 9. November 2011, 22:05 (Bummelchen)
Fragment, Mg, Roth 1998b, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 116, Zeilen: 23-33
Quelle: Roth 1998b
Seite(n): 314, Zeilen:
In der ersten Juliwoche 1953 trat daher das Plenum erneut zusammen,

um eine Reihe zu-sätzlicher Empfehlungen zu verabschieden.4 Trotz der ungeklärten Währungsprob-leme schlug Gleitze die volle Angleichung der Preise und Löhne an die westdeut-schen Verhältnisse vor. Thalheim machte erneut auf die Wichtigkeit umfassender Maßnahmen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit aufmerksam und Meimberg emp-fahl die sofortige Aufhebung der Überbesteuerung der Konsumgüter. Fauser plädierte für eine sofortige Annullierung der Bewirtschaftungsmaßnahmen in der Landwirtschaft. Entsprechende Empfehlungen wurden verabschiedet.Lediglich die Angleichung der Löhne und Gehälter wollten die Mitglieder des Forschungsbeirates dem Markt überlassen und verabschiedeten keine entsprechende Empfehlung.[Fn 5]

...

[Fn 4] vgl. Protokoll der Plenarsitzung des Forschungsbeirates am 4./6.7.1953,

in: BarchK B 137 1/ 610

[Fn 5] vgl. ebenda.

[Z.1-9]

[Nach hektischen Vorbereitungen in den Ausschüssen trat das] Plenum deshalb Ende der ersten Juliwoche 1953 zusammen, um die neue Lage zu beraten und eine Reihe zusätzlicher Empfehlun-gen zu verabschieden.[Fn 92] Gleitze beschwor die Teilnehmer, trotz der noch ungeklärten Währungsprobleme einer vollen Angleichung der Preise und Löhne an die westdeutschen Verhältnisse zuzustim-men. Thalheim forderte umfassende Maßnahmen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, denn sonst würden „mindestens für eine Uber-gangszeit

eine Arbeitslosigkeit in unerwünschtem Umfange" ent-stehen." [Fn 93]

...

[11-20]

Fauser hielt es für möglich, den DDR-Bauern die Wiedereinführung der „marktwirtschaftlichen Ord-nung" durch die sofortige Annullierung der landwirtschaftlichen Bewirtschaftungsmaß-nahmen (Anbaupläne, Viehhaltepläne u nd Ablieferungssoll) schmackhaft zu machen. Das Plenum war begei-stert, und gegen Ende der Sitzung wurden Empfehlungen zur „Be-kämpfung von Arbeitslosigkeit nach der Wiedervereinigung Deutschlands", über die „Außerordentliche Besteuerung des Kon-sums" und die „Beseitigung der sowjetzonalen Zwangswirtschaft auf agrarischem Gebiet" einstimmig angenommen.[Fn 94]

Anmerkungen

Zwei Textpassagen wurden neu zusammengesetzt.

Sichter

[36.] Analyse:Mg/Fragment 116 25 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:36 Kybot
Erstellt: 16. August 2011, 05:24 (Hotznplotz)
Fragment, Mg, Roth 2000, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, KayH
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 116, Zeilen: 20-32, 105
Quelle: Roth 2000
Seite(n): 45-46; 97, Zeilen: 09-19, 29-45 u. 01-02; 20-22
[Z. 20-32]

Der Bilanzierungsausschuss hatte bereits mit einer Systematisierung seiner ökonomischen Strukturanalysen begonnen, als durch die Ereignisse des 17. Juni 1953 eine Umsetzung des Sofortprogramms in greifbare Nähe zu rücken schien. In der ersten Juliwoche 1953 trat daher das Plenum erneut zusammen, um eine Reihe zusätzlicher Empfehlungen zu verabschieden.[FN 4] Trotz der ungeklärten Währungsprobleme schlug Gleitze die volle Angleichung der Preise und Löhne an die westdeutschen Verhältnisse vor. Thalheim machte erneut auf die Wichtigkeit umfassender Maßnahmen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit aufmerksam und Meimberg empfahl die sofortige Aufhebung der Überbesteuerung der Konsumgüter. Fauser plädierte für eine sofortige Annullierung der Bewirtschaftungsmaßnahmen in der Landwirtschaft.

[Z. 105]

[FN 4] vgl. Protokoll der Plenarsitzung des Forschungsbeirates am 4./6.7.1953, in: BarchK B 137 1/ 610.

[S. 45, 9-19]

Tatsächlich begann der Bilanzierungsausschuß [...] mit einer Systematisierung seiner ökonomischen Strukturanalysen [...]. Dieser Trend wurde jedoch durch die Ereignisse des 17. Juni 1953 jäh unterbrochen. [...] von der revoltierenden DDR-Bevölkerung schienen jetzt die entscheidenden Impulse für den »Tag X« auszugehen.

[S. 45, 29-45 u. S. 46, 1-2]

Nach hektischen Vorbereitungen in den Ausschüssen trat das Plenum deshalb Ende der ersten Juliwoche 1953 zusammen, um [...] eine Reihe zusätzlicher Empfehlungen zu verabschieden.[FN 99] Gleitze beschwor die Teilnehmer, trotz der noch ungeklärten Währungsprobleme einer vollen Angleichung der Preise und Löhne an die westdeutschen Verhältnisse zuzustimmen. Thalheim forderte umfassende Maßnahmen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit [...].[FN 100] Meimberg [...] empfahl eine Resolution zur sofortigen Aufhebung der Überbesteuerung der Konsumgüter, und Fauser hielt es für möglich, den DDR-Bauern die Wiedereinführung der »marktwirtschaftlichen Ordnung« durch die sofortige Annullierung der landwirtschaftlichen Bewirtschaftungsmaßnahmen [...] schmackhaft zu machen.

[S. 97, 20-22]

[FN 99] Vgl. Protokoll der Plenarsitzung des Forschungsbeirats am 4./6.7.1953. BArchK, B 137 I / 610.

[FN 100] Ebenda, Bl. 27.

Anmerkungen

Der Verfassser übernimmt hier offenbar ein Forschungsergebnis Roths.

Sichter

[37.] Analyse:Mg/Fragment 122 29 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:36 Kybot
Erstellt: 9. November 2011, 21:02 (Bummelchen)
Fragment, Mg, Roth 1971, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 122, Zeilen: 29-35
Quelle: Roth 1971
Seite(n): 65, Zeilen: 5- 17
[S. 122 ]

So heißt es auch im Dritten Tätigkeitsbericht noch: „Der Forschungsbeirat hat stets den Standpunkt vertreten, daß dieser entschädigungslose Eigentumsentzug von Grund und Boden ein Unrecht und mit rechtsstaatlichen Grundsätzen nicht vereinbar ist. Er hat sich daher in seiner These zur Bodenreform, auch dafür ausgesprochen, daß der gesamtdeutsche Gesetzgeber das durch den Unrechtsakt verletzte rechtsstaatliche Prinzip - soweit eine Realrestitution nicht in Betracht kommt - durch Ent-

[S. 123, Z. 1-9]

Schädigung - die vor allem auch in Land erfolgen kann - gesetzgeberisch zu Gel-tung zu bringen haben wird. Es würde allerdings den Rahmen der Arbeiten und die Möglichkeiten des Forschungsbeirates überschreiten, wenn er versuchen würde, zur Verwirklichung der vorerwähnten Grundsätze bereits konkrete Vorschläge zu ma-chen. Die endgültige Regelung der Eigentumsverhältnisse wird zu jenen Aufgaben gehören, die allein der gesamtdeutsche Gesetzgeber lösen kann. Damit wird nicht nur der westdeutschen, sondern auch der mitteldeutschen Bevölkerung Gelegenheit gegeben werden, selbst über die Gestaltung ihrer Lebensverhältnisse zu bestim-men." [Fn 1]

...

[Fn 1] Forschungsbeirat (1961): 18.

Der Forschungsbeirat hat stets den Standpunkt vertreten, daß dieser entschädi-gungslose Eigentumsentzug von Grund und Boden ein Unrecht und mit rechts-staatlichen Grundsätzen nicht vereinbar ist. Er hat sich daher in seiner These zur .Bodenreform" auch dafür ausgesprochen, daß der gesamtdeutsche Gesetz-geber das durch den Unrechtsakt verletzte rechtsstaatliche Prinzip — soweit eine Realrestitution nicht in Betracht kommt — durch Entschädigung — die vor allem auch in Land erfolgen kann — gesetzgeberisch zur Geltung zu bringen haben wird.

Es würde allerdings den Rahmen der Arbeiten und die Möglichkeiten des Forschungsbeirates überschreiten, wenn er versuchen würde, zur Verwirklichung der vorerwähnten Grundsätze bereits konkrete Vorschläge zu machen. Die end-gültige Regelung der Eigentumsverhältnisse wird zu jenen Aufgaben gehören, die allein der gesamtdeutsche Gesetzgeber lösen kann. Damit wird nicht nur der westdeutschen, sondern auch der mitteldeutschen Bevölkerung Gelegenheit gegeben werden, selbst über die Gestaltung ihrer Lebensverhältnisse zu be-stimmen. Daß dabei auch die berufsständischen Vertretungen ihre Auffassung geltend machen können, ist in einer freiheitlichen Demokratie selbstverständlich.

Anmerkungen

Wieder erhebliche Textpassagen, die sich und Angabe auf diese Quelle in der Arbeit befinden.

Sichter
[[Sichter::Roth_1971| ]]Roth_1971

[38.] Analyse:Mg/Fragment 125 036 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:36 Kybot
Erstellt: 9. November 2011, 16:37 (Bummelchen)
Fragment, Mg, Roth 2000, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 125, Zeilen: 136-139
Quelle: Roth 2000
Seite(n): 165, Zeilen: 5-15
Ihre Aufgabe würde darin bestehen, die geschäftsführenden Personen der modifizierten VEB zu bestellen und abzuberufen sowie Arbeitsverträge

mit ihnen abzuschließen, für die einzelnen modifizierten VEB wirtschaftliche Aufsichtsorgane zu schaffen, die Tätigkeit der modifizierten VEB zu be-[aufsichtigen]

a) die geschäftsführenden Personen der modifizierten VEB zu bestellen

und abzuberufen sowie Arbeitsverträge mit ihnen abzuschließen; die Behörde soll so schnell wie möglich in den modifizierten VEB ungeeignete geschäftsführende Personen abberufen und geeignete, unternehmerisch befähigte geschäftsführende Personen einsetzen; sie kann auch einstweilige Regelungen treffen. b) für die einzelnen modifizierten VEB wirtschaftliche Aufsichtsorgane zu schaffen und deren Mitglieder zu bestellen und abzuberufen;

Anmerkungen
Sichter

[39.] Analyse:Mg/Fragment 126 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:36 Kybot
Erstellt: 9. November 2011, 16:52 (Bummelchen)
Fragment, Mg, Roth 2000, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 126, Zeilen: 1-10
Quelle: Roth 2000
Seite(n): , Zeilen: 22-34
und in bestimmten Fällen bei Unternehmensentscheidungen mitzuwirken,

Nutzungsverträge über den gesamten Betrieb oder über Teilbetriebe abzuschließen, modifizierte VEB aufzulösen, mit anderen modifizierten VEB zu vereinigen oder zu teilen, wenn dies aus volks- oder betriebswirtschaftlichen Gründen zweckmäßig ist.[Fn 1] Eine völlige Zentralisierung der behördlichen Aufgaben würde aber in den Augen des Forschungsbeirates ihre Erfüllung beeinträchtigen. Deshalb solle die Aufsicht über die einzelnen modifizierten VEB weitgehend dezentralisiert werden. Andererseits sei es aber wegen der mit dem Volkseigentum verbundenen Fragen erforderlich, eine zentrale Stelle zu schaffen, die die Einheitlichkeit wahrt.[Fn 2]

...

[Fn 1] vgl. Forschungsbeirat (1961): 167ffi [Fn 2] Forschungsbeirat (1961): 243.

h) erforderlichenfalls in Vertretung des modifizierten VEB Nut -

zungsverträge über den gesamten Betrieb oder über Teilbetriebe abzuschließen; dadurch erhält die Behörde die Befugnis, auch gegen den Willen der geschäftsführenden Personen Betriebsnutzungsverträge abzuschließen. i) modifizierte VEB aufzulösen, mit anderen modifizierten VEB zu vereinigen oder zu teilen, wenn dies aus volkswirtschaftlichen oder betriebswirtschaftlichen Gründen zweckmäßig ist. Die Behörde kann solche Maßnahmen insbesondere dann anordnen, wenn dadurch für den Wettbewerb am Markt bessere Voraussetzungen geschaffen werden. Dabei hat sie die Rechtsnachfolge und die Schuldenhaftung eindeutig zu klären.

Anmerkungen
Sichter

[40.] Analyse:Mg/Fragment 127 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:36 Kybot
Erstellt: 9. November 2011, 20:48 (Bummelchen)
Fragment, Mg, Roth 1971, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 127, Zeilen: 1-6
Quelle: Roth 1971
Seite(n): 61, Zeilen: 38-47
Über laufende Verträge sollten sich die Vertragspartner - mit Ausnahme der Fälle, in denen es sich um Arbeits - ntereinander oder mit Hilfe ei-ner Schiedsstelle gütlich über die Auflösung oder Änderung eines Vertrages einigen. Wäre keine Einigung zu erzielen, sollte nach den Vorstellungen des Forschungsbei-rates das Vertragshilfegericht entscheiden. [Fn 1]

...

1 vgl. Forschungsbeirat (1954): 26.

a) Der Ausschuß für Fragen der gewerblichen Wirtschaft legte dem Plenum des Forschungsbeirates am 28. September 1953 den Entwurf einer Regelung zur Beschlußfassung vor, der von diesem gebilligt wurde. Die Regelung bietet den Vertragspartnern — mit Ausnahme der Fälle, in denen es sich um Arbeits-, Kredit- und Versicherungsverträge sowie um Verträge nicht vermögensrechtlichen Inhalts handelt — die Möglichkeit, sich untereinander oder mit Hilfe einer im Rahmen der Organisation der gewerblichen Wirtschaft gebildeten Schiedsstelle gütlich über die Auflösung oder Änderung eines Vertrages zu einigen; erst dann, wenn eine solche Einigung nicht erzielt werden konnte, kann das Vertragshilfegericht angerufen werden.
Anmerkungen
Sichter

[41.] Analyse:Mg/Fragment 131 35 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:36 Kybot
Erstellt: 9. November 2011, 20:39 (Bummelchen)
Fragment, Mg, Roth 1971, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 131, Zeilen: 35-39
Quelle: Roth 1971
Seite(n): 57, Zeilen: 7-13
Der Forschungsbeirat rechnete mit einem erheblichen Finanzbedarf „und zwar nicht nur zur Finanzierung der vorstehend erwähnten notwendigen Produktionsmit-tel, sondern auch zur Finanzierung der laufenden Betriebsaufwendungen, insbeson-dere wenn die Erfassung der Ernte-Erzeugniss unmittelbar vor der Wiedervereinigung durchgeführt worden ist" [Fn 7].

...

[Fn 6] vgl. Forschungsbeirat (1954): 19.

[Fn 7] ebenda: 21.

6) Zur Aufrechterhaltung und Förderung der Produktion ist ein erheblicher Finanzbedarf zu erwarten, und zwar nicht nur zur Finanzierung der vorstehend erwähnten notwendigen Produktionsmitel, sondern auch zur Finanzierung der laufenden Betriebsaufwendungen, insbesondere wenn die Erfassung der Ernte-Erzeugnisse unmittelbar vor der Wiedervereinigung durchgeführt worden ist. Die Frage des Finanzbedarfs wurde im Agrarausschuß, im Finanzausschuß und im Plenum eingehend beraten.
Anmerkungen

Und wieder ein Zitat aus der Quelle.

Sichter

[42.] Analyse:Mg/Fragment 137 28 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:36 Kybot
Erstellt: 9. November 2011, 19:58 (Bummelchen)
Fragment, KomplettPlagiat, Mg, Roth 1971, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 137, Zeilen: 28-30
Quelle: Roth 1971
Seite(n): 28, Zeilen: 19-25
Es genügt nicht, allgemein die deutsche Einheit zu beschwören und die Wiedervereinigung zu fordern. Man muß konkret auf sie hinarbeiten und sie konkret vorbereiten. Er legt Wert auf die Feststellung, daß seine Aktivität nicht die Reproduktion eingefahrener Floskeln, sondern harte und nüchterne Arbeit ist. „Es genügt nicht, allgemein die deutsche Einheit zu beschwören und die Wiedervereinigung zu fordern. Man muß konkret auf sie hinarbeiten und sie konkret vorbereiten," [Fn 43] heißt es beispielsweise im „Vierten Tätigkeitsbericht".
Anmerkungen

Der Autor macht sich ein Zitat ohne Quellenangabe zu eigen.

Sichter

[43.] Analyse:Mg/Fragment 139 19 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:36 Kybot
Erstellt: 9. November 2011, 19:38 (Bummelchen)
Fragment, Mg, Roth 1971, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 139, Zeilen: 19-23
Quelle: Roth 1971
Seite(n): 45, Zeilen: 19-26
Im Vorwort äußerte sich der Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen, Herbert Wehner: „Ob wir die Herausforderung, vor die wir als Nation gestellt sind, bestehen werden, wird davon abhängen, ob es uns gelingt, ständig mit sachkundigem Interesse an dem Schicksal der Menschen im anderen Teil Deutschlands teilzunehmen...." [Fn 2]

...

[Fn 2] Forschungsbeirat (1969): 3.

Die Resultate des von Wehner angekündigten „Umgestaltungs-prozesses" der Funktionen des „Forschungsbeirats" können in dem von diesen im Juli 1969 herausgegebenen „Fünften Tätigkeitsbericht" nach-gelesen werden.[Fn 125] Sie erscheinen, dem Vorwort Wehners zufolge, auf einen „erheblichen Beitrag" reduziert, „die Herausforderung, vor die wir als Nation gestellt sind", dadurch zu meistern, daß „es uns gelingt, ständig mit sachkundigem Interesse an dem Schicksal der Menschen im anderen Teil Deutschlands teilzunehmen".[Fn 126]
Anmerkungen

Fügt Zitatfetzen zu einem Gesamtzitat zusammen.

Sichter

[44.] Analyse:Mg/Fragment 163 14 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:36 Kybot
Erstellt: 14. August 2011, 22:25 (Hotznplotz)
Fragment, Mg, Roth 2000, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, KayH
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 163, Zeilen: 13-17, 110-111
Quelle: Roth 2000
Seite(n): 024; 093, Zeilen: 37-43; 33-34
[Z. 13-17]

Friedrich Ernst wandte sich im Juli 1952 in einem Schreiben an Jakob Kaiser, damit dieser seinen Ministerkollegen noch einmal verdeutliche, dass der Forschungsbeirat über keinerlei Entscheidungskompetenz verfüge, sondern nur Materialien für die Entscheidungen der Ministerien erarbeite und vorbereite. Die Ministerien müssten also keine Eingriffe in ihre Kompetenzen befürchten.[FN 6]

[Z. 110-111]

[FN 6] Schreiben von Friedrich Ernst an Jakob Kaiser, Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen, vom 8.7.1952, in: BarchK B 137 1/ 8.

[S. 24, 37-43]

Im Juli 1952 schrieb er an Kaiser, noch immer stellten sich einige Ministerien quer, weil sie Eingriffe in ihre Kompetenzen befürchteten.[FN 36] Man müsse ihnen immer wieder klarmachen, daß der Forschungsbeirat über keinerlei Entscheidungskompetenz verfüge, sondern nur Material »für die Entscheidungen der Ministerien vorzubereiten« habe.

[S. 93, 33-34]

[FN 36] Schreiben Friedrich Ernsts an Jakob Kaiser, Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen, 8.7.1952, in: BArchK, B 137 1/8.

Anmerkungen

Offenbar übernimmt der Verf. hier ein Forschungsergebnis Roths.

Sichter

[45.] Analyse:Mg/Fragment 164 08 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:36 Kybot
Erstellt: 9. November 2011, 17:14 (Bummelchen)
Fragment, Mg, Roth 2000, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 164, Zeilen: 8-18
Quelle: Roth 2000
Seite(n): 135,136, Zeilen:
Obwohl er den For-schungsbeirat nicht explizit nannte, lag es auf der Hand gegen wen seine Kritik ziel-te, wenn er schrieb: „Gleichwohl kann nicht geleugnet werden, daß die Vorstellung von einem so gearteten, vorgefaßten , Wiedervereinigungsplan' die Geister in wei-tem Umfang beherrscht. Ihnen allen ist eigen, daß sie in der Volkswirtschaft eine Organisation' erblicken. Insbesondere geht ihnen jedes Gefühl, jede Einsicht auf die in einem freien Markt zum Ausgleich und Gleichgewicht hindrängenden Kräfte und die damit entfesselte Dynamik völlig ab. Stattdessen glaubt man wieder einmal so viel wie möglich organisieren' zu müssen, obwohl gerade damit Verzerrungen und Diskrepanzen nicht beseitigt, sondern womöglich noch vermehrt und verschärft werden würden." [Fn 3] [S. 135 Ende]

Gleichwohl kann nicht geleugnet werden, daß die Vor-stellung von einem so gearteten, vorgefaßten »«Wiedereingliede-rungsplan« die Geister in weitem Umfang beherrscht. Ihnen allen

[S 136 Z.1-8]

ist eigen, daß sie in der Volkswirtschaft eine »Organisation« erblicken. Insbesondere geht ihnen jedes Gefühl, jede Einsicht auf die in einem freien Markt zum Ausgleich und Gleichgewicht hindrän-genden Kräfte und die damit entfesselte Dynamik völlig ab. Statt dessen glaubt man wieder einmal so viel wie möglich »organisie-ren« zu müssen, obwohl gerade damit Verzerrungen und Diskrepanzen nicht beseitigt, sondern womöglich noch vermehrt und verschärft werden würden.

Anmerkungen
Sichter

[46.] Analyse:Mg/Fragment 167 15 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:36 Kybot
Erstellt: 4. September 2011, 13:06 (Hotznplotz)
Adolph 1991, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 167, Zeilen: 14-24; 102
Quelle: Adolph 1991
Seite(n): 116, Zeilen:
"Ich [Ernst, Anm. d. Verf.] setzte Herrn Dr. Müller [Abteilungsleiter im BMG, Anm. d. Verf.] davon in Kenntnis, daß ich sehr ernsthaft den Gedanken erörtert hätte, den notwendigen Rückhalt für den Forschungsbeirat dadurch zu erhalten, daß dem Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit unter dem Vorsitz von Herrn Vizekanzler Blücher die Zusammenfassung der weiteren wirtschaftlichen Vorbereitungen für die Wiedervereinigung übertragen werde. Es sei klar ersichtlich, daß eine solche Arbeit einen größeren ministeriellen Stab von Mitarbeitern, die auf wirtschaftlichen Gebieten gut beschlagen seien, erfordere, und daß dieser Stab im Ministerium Kaiser nicht zu erstellen sei."[FN 2]

Leider konnten Anlass und konkrete Folgen dieser Drohung auf Grund der Aktenlage nicht erhellt werden.

[FN 2] Vermerk von Ernst vom 7.1.1956, in: BarchK B 137 I/ 12.

"Ich [Ernst, d. Verf.] setzte Herrn Dr. Müller[FN 373] davon in Kenntnis, daß ich sehr ernsthaft den Gedanken erörtert hätte, den notwendigen Rückhalt für den Forschungsbeirat dadurch zu erhalten, daß dem Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit unter dem Vorsitz von Herrn Vizekanzler Blücher die Zusammenfassung der weiteren wirtschaftlichen Vorbereitungen für die Wiedervereinigung übertragen werde. Es sei klar ersichtlich, daß eine solche Arbeit einen größeren ministeriellen Stab von Mitarbeitern, die auf wirtschaftlichen Gebieten gut beschlagen seien, erfordere, und daß dieser Stab im Ministerium Kaiser nicht zu erstellen sei."[FN 374] [...] Leider bleiben auch der konkrete Anlaß zu dieser massiven Drohung ebenso im Dunkeln wie ihre konkreten Folgen.

[FN 373] Ministerialdirigent Müller war der damalige Leiter der Abteilung I (SBZ, Deutscher Osten), die mit den Referaten "Wirtschaft, Verkehr und Landwirtschaft, Arbeits- und Sozialpolitik", dessen Leiter Aachenbach war, und dem "Vorbereitung von besonderen Maßnahmen für die Zeit nach der Wiedervereinigung" unter der Leitung von Türk, für die Koordination mit dem Forschungsbeirat zuständig war. Vgl. BA, B 137/2850, Geschäftsverteilungsplan, Abteilung I, Stand: 15. März 1954.

[FN 374] BA, B 137 1/12, Aufzeichnung, signiert von Ernst vom 7. Januar 1956.

Anmerkungen

Bei beiden Autoren werden die Identitäten sowohl der sprechenden Person als auch von Dr. Müller erläutert. Zusammen mit dem inhaltlich identischen Nachsatz und der Quellenangabe muss hier daher von einer Übernahme ausgegangen werden. Wenige Zeilen zuvor wird offenbar bereits ein anderes Zitat aus der gleichen Quelle übernommen.

Sichter

[47.] Analyse:Mg/Fragment 176 04 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:36 Kybot
Erstellt: 13. November 2011, 22:50 (Bummelchen)
Adolph 1991, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 176, Zeilen: 4-8
Quelle: Adolph 1991
Seite(n): 110, Zeilen:
Direkt nach der Gründung des Forschungsbeirates machten noch Komple-mentärorganisationen zum Deutschen Bauernverband, der Deutsche Raiffeisenver-band und die Arbeitsgemeinschaft der aus der Sowjetzone und Berlin Vertriebenen, ihre Ansprüche vehement geltend, im Forschungsbeirat mitzuarbeiten.[Fn 2] Auch diesem Wunsch wurde entsprochen.

...

[Fn 2] vgl. Schreiben vom 29.5.1952 vom Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes e.V. an Herrn Staats-sekretär Thedieck, betr. Ausschuss für die Wiedergewinnung der Ostgebiete, in: BarchK B 137 1/ 47.

Nachdem dann aber unmittelbar nach Gründung des Forschungsbeirates der Deutsche Raiffeisenverband e.V. [Fn 347] und die Arbeitsgemeinschaft der aus der Sowjetzone und Berlin Vertriebenen ihre Ansprüche auf Mitwirkung vehement geltend gemacht hatten [Fn 348], wurden auch diese noch in das Plenum aufgenommen.“[Fn 349]

...


[Fn 347]Vgl. BA B 137 1/25, Schreiben, Deutscher Raiffeisenverband e.V., Der Präsident, an Herrn Staatssekretär Thedieck, betr.: Ausschuß für die Wiedergewinnung der Ostgebiete vom 29. Mai 1952.

[Fn 348]Vgl. BA, B 137 1/47, Schreiben von Ernst an Thedieck vom 27. Juni 1952.

[Fn 349]Dies war für die Arbeitsgemeinschaft der Vertrieben der Bonner Ministerialrat z.Wv. Helmut Radman und für den Raiffeisenverband der Berliner Rechtsanwalt Friedrich Hampel.

Anmerkungen
Sichter

[48.] Analyse:Mg/Fragment 176 05 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:36 Kybot
Erstellt: 14. August 2011, 17:42 (Hotznplotz)
Adolph 1991, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, KayH
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 176, Zeilen: 04-08, 102-103
Quelle: Adolph 1991
Seite(n): 110, Zeilen: 05-08; 109-112
[Z. 4-8]

Direkt nach der Gründung des Forschungsbeirates machten noch Komplementärorganisationen zum Deutschen Bauernverband, der Deutsche Raiffeisenverband und die Arbeitsgemeinschaft der aus der Sowjetzone und Berlin Vertriebenen, ihre Ansprüche vehement geltend, im Forschungsbeirat mitzuarbeiten.[FN 2] Auch diesem Wunsch wurde entsprochen.

[Z. 102-103]

[FN 2] vgl. Schreiben vom 29.5.1952 vom Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes e.V. an Herrn Staatssekretär Thedieck, betr. Ausschuss für die Wiedergewinnung der Ostgebiete, in: BarchK B 137 1/ 47.

Nachdem dann aber unmittelbar nach Gründung des Forschungsbeirates der Deutsche Raiffeisenverband e.V.[FN 347] und die Arbeitsgemeinschaft der aus der Sowjetzone und Berlin Vertriebenen ihre Ansprüche auf Mitwirkung vehement geltend gemacht hatten,[FN 348] wurden auch diese noch in das Plenum aufgenommen.[FN 349]

[FN 347] Vgl. BA B 137 1/25, Schreiben, Deutscher Raiffeisenverband e.V., Der Präsident, an Herrn Staatssekretär Thedieck, betr.: Ausschuß für die Wiedergewinnung der Ostgebiete vom 29. Mai 1952.

[FN 348] Vgl. BA, B 137 1/47, Schreiben von Ernst an Thedieck vom 27. Juni 1952.

Anmerkungen

Offenbar übernimmt der Verfasser hier ein Forschungsergebnis Adolphs. Dass er hier abschreibt, ergibt sich daraus, dass er für das Schreiben des Raiffeisenverbandes an Thedieck eine falsche Archivaliennummer verwendet (BarchK B 137 1/ 47), die Adolph für ein anderes Schreiben in der unmittelbar folgenden Fußnote gebraucht. Auf S. 93 in Fußnote 5 der vorliegenden Dissertation verwendet der Verf. selbst noch die richtige Nummer (BarchK B 137 1/ 25).

Sichter

[49.] Analyse:Mg/Fragment 196 25 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:37 Kybot
Erstellt: 9. November 2011, 17:26 (Bummelchen)
Fragment, Mg, Roth 2000, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 196, Zeilen: 25-30
Quelle: Roth 2000
Seite(n): 59, Zeilen: 32-34
Vor allem die „Empfehlung zur Einfügung der volkseigenen' Industriebetriebe der SBZ in die nach der Wiedervereinigung zu schaffende im Grundsatz marktwirtschaftliche Ordnung" und die „Empfehlung für eine Umwandlung der landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften' (LPG) in Übergangsgemeinschaften und ihre Auflösung" hätten in den Augen Hartmanns der Treuhandanstalt als „Blaupause" gedient. Die ebenfalls bis zur Verordnungsreife weitergetriebene »Empfehlung für eine Umwand-lung der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossen-schaften (LPG) in Übergangsgemeinschaften und ihre Auflösung« wurde vom Plenum des Forschungsbeirats am 17./18. Januar 1964 verabschiedet.[Fn 157]
Anmerkungen
Sichter

[50.] Analyse:Mg/Fragment 258 13 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:37 Kybot
Erstellt: 22. August 2011, 04:55 (Hotznplotz)
Buchstein 1989, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, KayH
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 258, Zeilen: 12-14
Quelle: Buchstein 1989
Seite(n): 123, Zeilen: 36-38
Bezeichnend ist, dass Stammer und die engsten Mitarbeiter wie Carola Stern, Peter Dietrich, Gert Hecht und Max Gustav Lange fast ausnahmslos DDR-Flüchtlinge waren. Richert, Stammer und die engsten Mitarbeiter [...] wie Carola Stern, Peter Dietrich, Gert Hecht und Max Gustav Lange waren fast ausnahmslos DDR-Flüchtlinge.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter


Fragmente (Verdächtig / Keine Wertung)

59 Fragmente

[1.] Analyse:Mg/Fragment 013 031 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 20:26 Kybot
Erstellt: 16. August 2011, 23:39 (Goalgetter)
Adolph 1991, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Goalgetter, Hotznplotz, KayH
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 13, Zeilen: 31-34
Quelle: Adolph 1991
Seite(n): 11, Zeilen: 11-13
Es geht dabei um die personellen, parteipolitischen und organisatorischen Eigenheiten des Bundesmimsteriums für gesamtdeutsche Fragen/ innerdeutsche Beziehungen, die die Arbeit des Forschungsbeirates mitbestimmten und prägten. Die personellen, parteipolitischen und organisatorischen Eigenheiten dieses einzigartigen Sonderministeriums hatten die Ausformung wie die Besetzung des Forschungsbeirates weitgehend bestimmt.
Anmerkungen

Auf S. 20 wird der vollständige Satz von Adolph mit Quelle zitiert. Eigentlich hätte auch hier die Quelle genannt werden müssen.

Sichter

[2.] Analyse:Mg/Fragment 013 39 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 20:26 Kybot
Erstellt: 5. September 2011, 07:15 (Hotznplotz)
Adolph 1991, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 013, Zeilen: 38-40
Quelle: Adolph 1991
Seite(n): 028, Zeilen:
[...] ferner, inwieweit man sich auf administrativer Ebene bereits vor der Gründung des Forschungsbeirates mit der wirtschaftlichen Problematik einer Wiedervereinigung befasste. Hier lagen also bereits vor der Gründung des Forschungsbeirates drei Ministerien im Streit um die Federführung, was die Planung der Wiedervereinigung in wirtschaftlicher Hinsicht anbetraf.
Anmerkungen

Offenbar übernimmt der Verf. hier eine Fragestellung Adolphs.

Sichter

[3.] Analyse:Mg/Fragment 0139 17 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:33 Kybot
Erstellt: 13. November 2011, 13:26 (Bummelchen)
Fragment, Mg, Roth 1971, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 139, Zeilen: 17-
Quelle: Roth 1971
Seite(n): 45, Zeilen:
Im Vorwort äußerte sich der Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen, Herbert Wehner: „Ob wir die Herausforderung, vor die wir als Nation gestellt sind, bestehen werden, wird davon abhängen, ob es uns gelingt, ständig mit sachkundigem Interes-se an dem Schicksal der Menschen im anderen Teil Deutschlands teilzunehmen. Der Forschungsbeirat für Fragen der Wiedervereinigung Deutschlands hat dazu einen erheblichen Beitrag geleistet. Sein hier veröffentlichter Fünfter Tätigkeitsbericht gibt nicht nur Auskunft über die Kennziffern, an denen man die Leistungen von Wirtschaftssystemen und Wirtschaftsgebieten zu messen pflegt, er gibt auch einen Einblick ins Innere des streckenweise erregenden Prozesses, in den seit Beginn der wirtschaftlichen Reformmaßnahmen 1963 alle, die dort für Wirtschaft Verantwor-tung tragen oder suchen sei es vorwärtsdrängend in Richtung größerer Bewe-gungsmöglichkeiten, sei es hemmend, um die Kontrolle durch die SED zu sichern " [Fn 2]

[Fn 1] Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen (Hrsg.) (1969): Das Bundesministerium für inner-deutsche Beziehungen. Sonderdruck aus dem Jahresbericht der Bundesregierung 1969. Bonn: 16. [Fn 2] Forschungsbeirat (1969): 3.

Die Resultate des von Wehner angekündigten „Umgestaltungs-prozesses" der Funktionen des „Forschungsbeirats" können in dem von diesen im Juli 1969 herausgegebenen „Fünften Tätigkeitsbericht" nach-gelesen werden.125 Sie erscheinen, dem Vorwort Wehners zufolge, auf einen „erheblichen Beitrag" reduziert, „die Herausforderung, vor die wir als Nation gestellt sind", dadurch zu meistern, daß „es uns gelingt, ständig mit sachkundigem Interesse an dem Schicksal der Menschen im anderen Teil Deutschlands teilzunehmen."[Fn 126].
Anmerkungen

Nur der 1. scheint sich in den Rothbüchern zu finden.

Sichter

[4.] Analyse:Mg/Fragment 0163 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:33 Kybot
Erstellt: 13. November 2011, 21:38 (Bummelchen)
Adolph 1991, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 163, Zeilen: 1-4
Quelle: Adolph 1991
Seite(n): , Zeilen:
[In einer Staatssekretärsbesprechung bestätigte man sich noch einmal gegensei-tig die Kompetenzen gegenüber dem Forschungsbeirat: „Das Schwergewicht der zu erarbeitenden Maßnahmen liegt bei den einzelnen Ressorts. [...] Dem Forschungs-beirat sind von den einzelnen Ressorts über das Bundesministerium für gesamtdeut-sche Fragen bestimmte Probleme zur Erarbeitung von Stellungnahmen und Empfeh-lungen vorzutragen. Eine selbstständige und von den Arbeiten bei den Ressorts los-]

gelöste Tätigkeit des Forschungsbeirates sollte vermieden werden." [Fn 1] Die Forderung des Staatssekretärs des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, die Tätigkeit des Forschungsbeirates auf das Sammeln und Sichten von Ma-terial zu beschränken, wurde aber abgelehnt. [Fn 2]

...

[Fn 1] Protokoll über die Besprechung der Herrn Staatssekretäre am 21.4.1952 im Bundesministerium für ge-samtdeutsche Fragen über die Maßnahmen nach der Wiedervereinigung Deutschlands im Gebiet der Sowjetzone, in: BarchK B 1371/ 12.

[Fn 2] vgl. ebenda.

Das Ergebnis der diesbezüglichen Aussprache wurde folgendermaßen zusammengefaßt “Das Schwergewicht der zu erarbeitenden Maßnahmen liegt bei den einzelnen Ressorts. [...J. Dem Forschungsbeirat sind von den einzelnen Ressorts über das Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen bestimmte Probleme zur Erarbeitung von Stellungnahmen und Empfehlungen vorzutragen. Eine selbsstständige und von den Arbeiten bei den Ressorts losgelöste Tätigkeit des Forschungsbeirates soll vermieden werden."[Fn 378]

....

[Fn 378] BA, B 141/9170, Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen, 1/2 - 328- 207/52 geh., Protokoll über die Besprechung der Herren Staatssekretäre am 21. April 1952 im Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen über die Maßnahmen nach der Wiedervereinigung Deutschlands im Gebiet der Sowjetzone, vom 21. April 1952, dort S. 4.

Anmerkungen

Im Roth_1971 S. 21 steht: Dem Forschungsbeirat sind von den einzelnen Ressorts über das Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen bestimmte Probleme zur Erarbeitung von Stellungnahmen und Empfehlungen vorzutragen. Eine selbständige und von den Arbeiten bei den Ressorts losgelöste Tätigkeit des Forschungsbeirates soll vermieden werden.

Sichter

[5.] Analyse:Mg/Fragment 0163 05 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:33 Kybot
Erstellt: 13. November 2011, 21:50 (Bummelchen)
Adolph 1991, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 163, Zeilen: 5-11
Quelle: Adolph 1991
Seite(n): 120, Zeilen:
Trotz der Beteiligung gab es aber auch in manchen Ministerien grundsätzliche Vorbehalte. So kam aus dem Arbeitsministerium der Vorwurf, die Arbeit des For-schungsbeirates verliere sich in „akademischen Vorträgen über Grundsatzfragen" [Fn 3] statt seiner eigentlichen Aufgabe nachzukommen und „praktische Vorschläge zu er-arbeiten" [Fn 4]. Aus dem Wirtschaftsministerium kam der Vorwurf, dass man „einige Themen sehr stark vertieft habe, im Übrigen aber von den ihm [dem Forschungsbei-rat, Anm. d. Verf.] vom interministeriellen Ausschuß vorgeschlagenen Themen ab-gewichen sei" [Fn 5].

...

[Fn 3] Vermerk vom 26.6.1952 über die Sitzung des interministeriellen Ausschusses beim Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen am 24.6.1952, in: BarchK B 102/13312.

[Fn 4] ebenda.

[Fn 5] Vermerk vom 18.6.1952 betr.: Vorbereitung einer Sitzung des interministeriellen Ausschusses für Wie-dervereinigung Deutschlands, in: BarchK B 137/ 937.

Dieses hinderte die Ressorts jedoch nicht daran, ihre grundsätzlichen Bedenken und Vorbehalte gegen den Forschungsbeirat geltend zu machen. So kam es im Frühjahr und Sommer des Jahres 1952 zwischen den Fachministerien und dem Forschungsbeirat zu ein paar grundlegenden Unstimmigkeiten. Man warf dem Forschungsbeirat bspw. von seiten des Arbeitsministeriums vor, er verliere sich in akademischen Vorträgen über Grundsatzfragen der Wiedervereinigung“, anstatt praktische Vorschläge tu erarbeiten‘;[Fn 383] genauso wie man es ihm von seiten des Wirtschaftsministeriums zum Vorwurf machte, daß er bisher ‘einige Themen sehr stark vertieft habe, im übrigen aber von den ihm vom interministeriellen Ausschuß vorgeschlagenen Themen abgewichen sei,“ [Fn 384]

...

[Fn 383] BA, B 102/13312, Vermerk über die Sitzung des interministeriellen Ausschusses beim Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen am 24.6.1952, 1 A 2 c, vom 26. Juni 1952.

[Fn 384] BA, B 137/937, Entwurf, Vermerk, 1/3-590, betr.: Vorbereitung einer Sitzung des interministeriellen Ausschusses für die Wiedervereinigung Deutschlands, vom 18. Juni 1952.

Anmerkungen
Sichter

[6.] Analyse:Mg/Fragment 0164 25 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:33 Kybot
Erstellt: 10. November 2011, 13:52 (Bummelchen)
Adolph 1991, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 164, Zeilen: 25-27
Quelle: Adolph 1991
Seite(n): 126, Zeilen:
Deshalb stehe Erhard auch den verschiedenen Gre-mien, „die sich vorausschauend mit den Eingliederungsaufgaben befaßten, allent-halben mit Mißtrauen, Skepsis und Sorge" [Fn 5] gegenüber.

...


[Fn 2] vgl. „Keine Angst vor dem Tag X", in: Die ZEIT vom 10.9.1953, vgl. Erhard, Ludwig: Wirtschaftliche Probleme der Wiedervereinigung. Unbegründete Befürchtungen der Planwirtschaftler hinsichtlich un-günstiger Rückwirkungen, in: Bulletin Nr. 174 vom 12.9.1953:1453f.

[Fn 3] ebenda. [Fn 4] ebenda. [Fn 5] ebenda

Erhard verglich die abzusehende Situation am Tag X der Wiedervereinigung mit der der Währungsreform vom Juni 1948, wo man ihm auch [... mit Hilfe von Statistiken, graphischen Darstellungen, Rohstoffbilanzen, Produktions- und Verbrauchszahlen, Außenhandelsbilanzen u.a.m. scheinbar schlüssig die Unmöglichkeit der Aufhebung der Bewirtschaftung beweisen wollte [...]‘ ohne die hinter dem Geschehen wirksamen menschlichen Kräfte in das Kalkül einzubeziehen. [...] Man mag es mir [Erhard, d. Verf.] darum auch nicht verdenken, wenn ich der Arbeit der verschiedenen Gremien die sich vorausschauend mit den Eingliederungsaufgaben befaßten, allenthalben mit Mißtrauen, Skepsis und Sorge begegne. Wenn auch meine Bedenken im einzelnen zerstreut werden konnten, so Erhard, Ludwig: Keine Angst vor dem Tag X.

Probleme der Wiedervereinigung, in: DIE ZEIT, Nr. 37 vom 10.9.1952, 5. 7.

[Fn 400] Wirtschaftliche Probleme der Wiedervereinigung. Unbegründete Befürchtungen der Planwirtschaftler hinsichtlich ungünstiger Rückwirkungen. Von Professor Dr. Ludwig Erhard, Bundesminister für Wirtschaft, in: Bulletin, Nr. 174 vom 12. September 1953, 5. 1453-1454.

[Fn 401] Erhard, Ludwig: Keine Angst vor dem Tag X. Probleme der Wiedervereinigung, in: DIE ZEIT, Nr. 37 vom 10.9.1952, 5. 7.

Anmerkungen

Das selbe Zitat übernommen

Sichter

[7.] Analyse:Mg/Fragment 0165 18 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:33 Kybot
Erstellt: 10. November 2011, 14:57 (Bummelchen)
Adolph 1991, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 165, Zeilen: 18-39
Quelle: Adolph 1991
Seite(n): 26,84,136, Zeilen:
Im Jahr 1958 kam es zu einer Verzahnung zwischen dem Bundeswirtschaftsministerium und dem Forschungsbeirat. Ministerialdirektor von Boeckh wurde vom Ministerium freigestellt und übernahm als stellvertretender und geschäftsführender Vorsitzender des Forschungsbeiratesdessen Koordination mit den verschiedenen Ressorts. Man hatte sich beim Kabinettsbeschluss

zum Forschungsbeirat im Dezember 1952 darauf geeinigt, dass „Presseverlautbarungen über das Vorhandensein und die Tätigkeit des Forschungsbeirates zwar grundsätzlich nicht ausgeschlossen seien, a-ber doch nur selten herausgegeben werden sollen"[Fn 3]. Dennoch veröffentlichte der Forschungsbeirat nach seinen Sitzungen kurze Pressekommunikees und einzelne Mitglieder berichteten nahestehenden Tageszeitungen etwas ausführlicher. Dies war den Mitgliedern jedoch noch nicht genug und so kamen sie auf der Plenarsitzung am 6. Juli 1953 „einmütig zu der Auffassung, daß im Hinblick auf die gegebene politi-sche Situation die Arbeitsergebnisse des Forschungsbeirates durch die Bundesregie-rung gebilligt und möglichst umgehend publiziert werden sollen" [Fn 4]. Aufgrund der besonderen Dringlichkeit sollte auf die Einberufung des interministeriellen Ausschus-ses verzichtet werden und eine Zustimmung des Bundeskabinetts zur Veröffentlichung - wie sie nach dem Beschluss des Kabinetts vom 12. Dezember 1952 vorge-sehen war - im Umlaufverfahren erreicht werden.

...

[Fn 3] Protokoll der 265. Kabinettssitzung am 12.12.1952, in: Booms (Hrsg) (1989): 743. [Fn 4] Schnellbrief des Bundesministers für gesamtdeutsche Fragen an den Herrn Staatssekretär des Bundes-kanzleramtes vom 7.7.1953, in: BarchK B 136/ 962; auch in BarchK B 141/9188.

[S 26]

Vgl. dazu PAAA, Abt. 2, Bd. 2 t5, Protokoll über die Interministerielle AusschußSitzung für Fragen der Wiedervereinigung Deutschlands am 19. Januar 1953, fol. 136. Von Boeckh wurde 1958 als Ministerialdirektor vom Bundesministerium für Wirtschaft freigestellt und übernahm als stellvertretender und geschäftsführender Vorsitzender des Forschungsbeirates dessen Koordination mit den verschiedenen Ressorts. 76 PAAA, Abt. 2, Bd. 215, Protokoll über die Interministerielle Ausschuß-Sitzung für Fragen der Wiedervereinigung Deutschlands am 19. Januar 1953, fol. 136.

[S 84]

Die Bedeutung dieses Beschlusses konnte zu diesem Zeitpunkt aber von den Beteiligten noch nicht abgesehen werden. Auch nicht, wieviel Bemühen es dann seitens des For265 BA, B 137/937, Abschrift, Der Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen, Z 11K. 1782/52 an den Herrn Staatssekretär des Bundeskanzleramtes vom 21. November 1952, Vertraulich!, etr.: Forschungsbeirat für Fragen der Wiedervereinigung Deutschlands. - Beiräten obliegt es aber prinzipiell sowieso nur, im Vorfeld der staatlichen Willensbildung an der Entscheidungsfindung mitzuwirken. Maßnahmen mit Außenwirkung haben sie nicht zu treffen. Eine Ausnahme bilden hier einzig einige wenige Preisrichterkollegien und qua ihres Sonderstatus die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften. Vgl. dazu Dietzel, a.a.O., 5. t89. 266 BA, B 137/937, Abschrift, Der Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen, Z 1/K. 1782/52 an den Herrn Staatssekretär des Bundeskanzleramtes vom 21. November 1952,Vertraulich!, betr.: Forschungsbeirat für Fragen der Wiedervereinigung Deutschlands. Das vom Forschungsbeirat zu erstellende Sofortprogramm hätte für das erste Jahr nach der Wiedervereinigung gelten sollen. Vgl. Erster Tätigkeitsbericht, S. 10. 267 Das Protokoll der Kabinettssitzung hielt dazu ergänzend zum darüber hinaus bestehenden ‘Einverständnis‘ fest, ‘daß Presseverlautbarungen über das Vorhandensein und die Tätigkeit des Forschungsbeirates zwar grundsätzlich nicht ausgeschlossen seien, aber doch nur selten herausgegeben werden sollten.“ [Fn 265]. Kabinettssitzung 1952, a.a.O., 5. 742.

[ S.136]

Und wohl auch mit Blick auf die unmittelbar bevorstehende Washingtoner Außenministerkonferenz der drei Westmächte kam das Plenum des Forschungsbeirates auf seiner Sitzung vom 6. Juli "[...] einmütig zu der Auffassung, daß im Hinblick auf die gegebene politische Situation die Arbeitsergebnisse des Forschungsbeirates durch die Bundesregierung gebilligt und möglichst umgehend publiziert werden sollen" Thedieck wollte wegen der "besonderen Eilbedürftigkeit" die vom Forschungsbeirat verabschiedeten Thesen am darauffolgenden 11. Juli über "RIAS-Berlin der Bevölkerung der sowjetischen Besatzungszone bekanntgeben lassen und sie gleichzeitig der Presse der Bundesrepublik übermitteln." [Fn 433] Aufgrund der‘besonderen Dringlichkeit und der Tatsache, daß die meisten Bundesressorts auf der Plenarsitzung des Forschungsbeirates vertreten waren und den Arbeitsergebnissen und deren Publizierung zugestimmt hatten‘, glaubte Thedieck zudem, ‘von der Einberufung des interministeriellen Ausschusses Jakob Kaiser‘ und der Führung des ‚bestens als Finanziers Hitlers bekannten Friedrich Ernst‘ als ein Gremium zur Vorbereitung eines Angriffskrieges gegen die DDR dargestellt wurde. Vgl. dazu zusammenfassend: Informationsdienst des Bundespresseamtes, Nr. 5 vom 18.7.1953.

[Fn 431] Vgl. Schwarz, Ära Adenauer 1949-1957, 5. 212.

[Fn 432] BA, B 136/962, Schnellbrief, Der Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen an den Herrn Staatssekretär des Bundeskanzleramtes, 1 B 4 - 906 - 15611/53 (Kab.910/53) vom 7. Juli 1953,fol. 4-5. Ebd.

Anmerkungen

Wieder erhebliche inhaltliche Ähnlichkeiten.

Sichter

[8.] Analyse:Mg/Fragment 0165 19 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 20:26 Kybot
Erstellt: 13. November 2011, 22:12 (Bummelchen)
Adolph 1991, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 165, Zeilen: 19-22
Quelle: Adolph 1991
Seite(n): 26, Zeilen:
Ministerialdirektor von Boeckh wurde vom Ministerium freigestellt und übernahm als stellvertretender und geschäftsführender Vorsitzende [Fn 75]Von Boeckh wurde 1958 als Ministerialdirektor vom Bundesministerium für Wirtschaft freigestellt und übernahm als stellvertretender und geschäftsführender Vorsitzender des Forschungsbeirates dessen Koordination mit den verschiedenen Ressorts.
Anmerkungen
Sichter

[9.] Analyse:Mg/Fragment 0165 23 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:33 Kybot
Erstellt: 13. November 2011, 22:18 (Bummelchen)
Adolph 1991, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 165, Zeilen: 23-26
Quelle: Adolph 1991
Seite(n): 84, Zeilen:
Man hatte sich beim Kabinettsbeschluss zum Forschungsbeirat im Dezember 1952 darauf geeinigt, dass „Presseverlautbarungen über das Vorhandensein und die Tätigkeit des Forschungsbeirates zwar grundsätzlich nicht ausgeschlossen seien, aber doch nur selten herausgegeben werden sollen" [Fn 3].

...

[Fn 3] Protokoll der 265. Kabinettssitzung am 12.12.1952, in: Booms (Hrsg) (1989): 743.

[Fn 267] Das Protokoll der Kabinettssitzung hielt dazu ergänzend zum darüber hinaus bestehenden ‘Einverständnis‘ fest, ‘daß Presseverlautbarungen über das Vorhandensein und die Tätigkeit des Forschungsbeirates zwar grundsätzlich nicht ausgeschlossen seien, aber doch nur selten herausgegeben werden sollten.“ 265. Kabinettssitzung 1952, a.a.O., 5. 742.
Anmerkungen
Sichter

[10.] Analyse:Mg/Fragment 0165 28 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:33 Kybot
Erstellt: 13. November 2011, 22:25 (Bummelchen)
Adolph 1991, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 165, Zeilen: 28-32
Quelle: Adolph 1991
Seite(n): 136, Zeilen:
Dies war den Mitgliedern jedoch noch nicht genug und so kamen sie auf der Plenarsitzung am 6. Juli 1953 „einmütig zu der Auffassung, daß im Hinblick auf

die gegebene politi-sche Situation die Arbeitsergebnisse des Forschungsbeirates durch die Bundesregie-rung gebilligt und möglichst umgehend publiziert werden sollen" [Fn 4].

...

[Fn 4] Schnellbrief des Bundesministers für gesamtdeutsche Fragen an den Herrn Staatssekretär des Bundes-kanzleramtes vom 7.7.1953, in: BarchK B 136/ 962; auch in BarchK B 141/9188.

Und wohl auch mit Blick auf die unmittelbar bevorstehende Washingtoner Außenministerkonferenz der drei Westmächte kam das Plenum des Forschungsbeirates auf seiner Sitzung vom 6. Juli:

"[...] einmütig zu der Auffassung, daß im Hinblick auf die gegebene politische Situation die Arbeitsergebnisse des Forschungsbeirates durch die Bundesregierung gebilligt und möglichst umgehend publiziert werden sollen". [Fn 432]

...

[Fn 432] BA, B 136/962, Schnellbrief, Der Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen an den Herrn Staatssekretär des Bundeskanzleramtes, 1 B 4 - 906 - 15611/53 (Kab.910/53) vom 7. Juli 1953, fol. 4-5.

Anmerkungen
Sichter

[11.] Analyse:Mg/Fragment 0185 10 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:34 Kybot
Erstellt: 10. November 2011, 19:11 (Bummelchen)
Adolph 1991, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 185, Zeilen: 10-15
Quelle: Adolph 1991
Seite(n): 159, Zeilen:
Außerdem wurde an der Treuhänderthese Anstoß genommen.4 Der Satz des Agrarausschusses „Der Forschungsbeirat empfiehlt, dass die Bodenreform in der Sowjetzone nicht unter dem Gesichtspunkt einer Restauration der alten Eigen-tumsverhältnisse revidiert werden soll. Neubauern, die den Boden in den vergange-nen Jahren unter persönlichen Opfern bearbeitet haben, soll der Boden erhalten blei-ben." [Fn 5]

...

[Fn 5] Forschungsbeirat (1954): 21f.

Der Forschungsbeirat empfahl in jener These - und dieses nur wenige Jahre nach der Durchführung der beiden Bodenreformen in der damaligen SBZ und späteren DDR -‚ daß “[...J die Bodenreform in der SBZ nicht unter dem Gesichtspunkt einer Restauration der alten Eigentumsverhältnisse revidiert werden soll Neubauern, die den Boden in den vergangenen Jahren unter persönlichen Opfern bearbeitet haben, soll der Boden erhalten bleiben. Maßgebend ist die Sicherung der Volksernährung und die Schaffung lebensfähiger Betriebe.‘ [Fn 510]

...

[Fn 510] Erster Tätigkeitsbericht, 5. 20f.

Anmerkungen

1:1 das selbe Zitat übernommen.

Sichter

[12.] Analyse:Mg/Fragment 021 21 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:34 Kybot
Erstellt: 13. November 2011, 12:17 (Bummelchen)
Fragment, Mg, Ruess 1973, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 21, Zeilen: 21-29
Quelle: Ruess 1973
Seite(n): 15,16, Zeilen:
Im Tätigkeitsbericht der Bundesregierung von 1950 heißt es dazu: „Das Bundesministerium ver-körpert in seiner Existenz die Forderung der Bundesregierung, über das derzeitige Gebiet der Bundesrepublik hinaus alle Deutschen zu vertreten. Es ist der politische Konzentrationspunkt deijenigen Kräfte, welche sich in aktiver Weise für die Wie-dervereinigung aller Deutschen in Freiheit und für ein entschiedenes Eintreten gegen den kommunistischen Expansionsdrang einsetzen. [...] Als Hüter, Mahner, Förderer hat das Ministerium überall dort einzugreifen, wo gesamtdeutsche Fragen beraten und entschieden werden." [Fn 5]

...

[Fn 5] Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (Hrsg.) (1950): Tätigkeitsbericht der Bundesregie-rung 1950. Bonn. 11.

Das BMG sah 1950 seine Funktion in der Manifestierung des Alleinvertretungsanspruchs: „Das Bundesministerium verkörpert in seiner Existenz die Forderung der Bundesregierung, über das derzeitige Gebiet der Bundesrepublik hinaus alle Deutschen zu vertreten. Es ist der politische Konzentrationspunkt derjeni-gen Kräfte, welche sich in aktiver Weise für die Wiedervereinigung aller Deutschen in Freiheit und für ein entschiedenes Eintreten gegen den kom-munistischen Expansionsdrang einsetzen. Seine Errichtung ist somit als Ant-wort auf die in Gegenwart bestehende unglückselige Teilung Deutschlands zu werten ... Als Hüter, Mahner, Förderer hat das Ministerium überall dort einzugreifen, wo gesamtdeutsche Fragen beraten und entschieden werden." [Fn 49]

...

[Fn 49] Tätigkeitsbericht der Bundesregierung [2] 1950, S. in.

Anmerkungen

Zitat 1:1 übernommen. Vgl. Adolph_1991: Und sie sollte der Information und Beratung der einzelnen Fachministerien dienen: “Als Hüter, Mahner und Förderer hat das Ministerium überall dort einzugreifen, wo gesamtdeutsche Fragen beraten und entschieden werden" [Fn 28] ... [Fn 28] 25 Tätigkeitsbericht der Bundesregierung 1950-1959. Hrsg. vom Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, S. 111.

Sichter

[13.] Analyse:Mg/Fragment 028 25 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:34 Kybot
Erstellt: 5. September 2011, 21:33 (Hotznplotz)
Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, Woeller 2004, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 028, Zeilen: 23-26; 105
Quelle: Woeller 2004
Seite(n): 081, Zeilen:
Die FDP-Minister traten zurück. Daher trat Johann Baptist Gradl für lediglich 33 Tage die Nachfolge von Erich Mende an. Gradl kommentierte diese Zeit mit den Worten, dass man ihm "wie Mose das geheiligte Land zwar zeigte, er es aber nicht betreten durfte"[FN 4].

[FN 4] Interview Gradl vom 8.8.1970, zit. nach Rüss (1973): 58.

Nach dem Rücktritt der F.D.P.-Minister aus dem Kabinett Erhard 1966 übernahm Gradl für 33 Tage geschäftsführend das gesamtdeutsche Ministerium. [...] Von diesem kurzen Intermezzo sagte er selber, »daß man ihm wie Moses das geheiligte Land zwar zeigte, er es aber nicht betreten dürfte«.[FN 123]

[FN 123] Interview Gradl vom 8.8.1970, in: Rüss, Das Bundesministerium, S. 58.

Anmerkungen

Bemerkenswert ist hier auch die Fehlschreibung "Rüss". Korrekt ist gleichwohl nur das Zitat des Verfassers.

Sichter

[14.] Analyse:Mg/Fragment 049 19 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:34 Kybot
Erstellt: 13. August 2011, 18:53 (Hotznplotz)
Adolph 1991, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Hotznplotz, KayH
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 049, Zeilen: 18-21
Quelle: Adolph 1991
Seite(n): 032, Zeilen: 09-14
Staatssekretär Thedieck mahnte jedoch, sich nicht zu weit vorzuwagen, da noch die politischen, die gesellschaftlichen und die wirtschaftlichen Strukturen ständigen Veränderungen unterworfen seien und so ein eventueller "Mobilmachungsplan" bald überholt sein könnte. Thedieck bremste das Vorgehen der Abteilung II: Die Dinge seien noch im Fluß und man solle in den Vorarbeiten nicht zu weit gehen. Die Arbeiten seien vorerst auf das Sammeln von Material zu beschränken: "Im Augenblick erscheint es noch untunlich, einen Mob-Plan aufzustellen, der bei der ungeklärten Entwicklung der wirtschaftlichen und politischen Fragen der Sowjetzone in Kürze vielleicht schon überholt sein dürfte."[FN 95]

[FN 94] BA, NL Kaiser, 232, fol. 40. [FN 95] Ebd.: Antwort des Bonner Ministeriums auf das Schreiben des Abteilungsleiters II an Staatssekretär Thedieck (vom 27. Oktober 1950) = 28. November 1950 - 1 - 1 - 104 - 7492/59.

Anmerkungen
Sichter

[15.] Analyse:Mg/Fragment 054 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:34 Kybot
Erstellt: 10. November 2011, 10:56 (Bummelchen)
Adolph 1991, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 54, Zeilen: 01-6
Quelle: Adolph 1991
Seite(n): 55, Zeilen: 13-19
Külz hatte in ei-nem Interview gesagt: „Härten, die bei den Enteignungen in der Ostzone häufig vor-kamen, sollen ausgeglichen werden, aber im Prinzip kann man die Reformen nicht einfach rückgängig machen. Man wird sie zum großen Teil als vollendete Tatsachen hinnehmen und vielleicht sogar gewisse Zweige der westdeutschen Wirtschaft die-sem Modell anpassen müssen." [Fn 1]

[Fn 1] 1 „Gesamtdeutsche Wahlen. Nicht aus Russenangst", in: Der Spiegel 5. 1951. 40, vom 3.10.1951: 6.

Külz hatte sich dagegen in dem umstrittenen SPIEGEL-Artikel vom 3. Oktober weniger moderat geäußert: ‘Härten, die bei den Enteignungen in der Ostzone häufig vorkamen, sollen ausgeglichen werden, aber im Prinzip kann man die Reformen nicht einfach rückgängig machen. Man wird sie zum großen Teil als vollendete Tatsachen hinnehmen und vielleicht sogar gewisse Zweige der westdeutschen Wirtschaft diesem Modell anpassen müssen."
Anmerkungen

Das Zitat findet sich in Roth 2000 S. 92 [Fn 23] wieder.

Sichter

[16.] Analyse:Mg/Fragment 054 13 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:34 Kybot
Erstellt: 1. September 2011, 17:38 (Hotznplotz)
Adolph 1991, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Hotznplotz, 188.194.114.215
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 054, Zeilen: 12-21; 104-108
Quelle: Adolph 1991
Seite(n): 056, Zeilen: 04-08; 10-14; 101-102; 108-111
Auch die Bekanntgabe Gleitzes auf der nächsten Tagung des Wirtschaftsausschusses vom 26. bis 28. Oktober 1951, dass der Referent des Bundesministeriums für gesamtdeutsche Fragen, Türk, eine Mitteilung ausgegeben hätte, "wonach die vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen zu koordinierende Arbeit an den Problemen der Wiedervereinigung bis zum Beginn des Jahres 1952 eine feste organisatorische Form erhalten wird"[FN 3], muss nicht unbedingt auf die Aussage von Külz zurückgeführt werden.[FN 4] Schon vor Veröffentlichung des Interviews im SPIEGEL hatte Dr. Achenbach am 28. September in einem Vermerk die Bildung eines Gremiums zur Vorbereitung der wirtschaftlichen Wiedervereinung vorgeschlagen.[FN 5]

[FN 3] Protokoll der 2. Tagung des Wirtschaftsausschusses des Königsteiner Kreises vom 26. bis 28.10.1051, in: BarchK B 102/ 13366.

[FN 4] vgl. Adolph (1991): 56.

[FN 5] vgl. Vermerk vom 28.9.1951, betr. Maßnahmen zur wirtschaftlichen Wiedervereinigung Deutschlands, in: BarchK B 1371/47.

[Z. 4-8]

Die Reaktion im Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen blieb nicht aus: Auf der nächsten Tagung des Wirtschaftsausschusses gab Gleitze eine ihm von dem Referenten Türk zuteil gewordene Mitteilung bekannt, "wonach die vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen zu koordinierende Arbeit an den Problemen der Wiedervereinigung bis zum Beginn des Jahres 1952 eine feste organisatorische Form erhalten wird."[FN 183]

[Z. 10-14]

Innerhalb des Ministeriums hatte inzwischen der der FDP nahestehende Referent für Wirtschaft und Soziales in der Abteilung 1, Aachenbach, die bereits im August von Gleitze im Wirtschaftsausschuß vorgebrachte Idee, einen Sachverständigenrat für die bei einer Wiedervereinigung abzusehenden Wirtschaftsprobleme zu schaffen, aufgegriffen.[FN 184]

[Z. 101-102]

[FN 183] BA, B 102/13366, Protokoll der Zweiten Tagung des Wirtschaftsausschusses des Königsteiner Kreises in Königstein a.T. vom 26.-28. Oktober 1951.

[Z. 108-111]

[FN 185] [...] Hier nimmt Aachenbach auf eine Vorlage vom 28. September 1951 Bezug, in der er die 'Bildung eines Gremiums zur Mitwirkung bei der Festlegung geeigneter Maßnahmen für die wirtschaftliche Wiedervereinigung Deutschlands' vorschlug. [...]

Anmerkungen

Offenbar übernimmt der Verf. hier ein Forschungsergebnis Adolphs.

Sichter

[17.] Analyse:Mg/Fragment 058 10 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:34 Kybot
Erstellt: 5. September 2011, 20:16 (Hotznplotz)
Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, Woeller 2004, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 058, Zeilen: 07-17; 106-107
Quelle: Woeller 2004
Seite(n): 034, Zeilen:
Den Zuständigkeitsanspruch auf die Koordinierung aller gesamtdeutschen Belange musste Thedieck auf dieser Sitzung angesichts aufkommenden Widerstandes der anderen Ressorts jedoch bereits wieder revidieren: "Das Ministerium für gesamtdeutsche Fragen erhebe keinen Anspruch darauf, ein Monopol für alle mit der Wiedervereinigung verbundenen Aufgaben und Maßnahmen zu beanspruchen. Das Ministerium für gesamtdeutsche Fragen habe aber gem. seinem Charakter die Aufgabe, Anregungen zu geben und eine Mittlerstellung zwischen den einzelnen Ministerien einzunehmen. Durch die koordinierende Funktion des Ministeriums für gesamtdeutsche Fragen sollten selbstverständlich nicht die Arbeiten anderer Ministerien eingeschränkt werden, die sich mit besonderen Problemen im Bundesgebiet, die durch die Trennung Deutschlands hervorgerufen werden, befassen."[FN 3]

[FN 3] Niederschrift über die Besprechung im Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen am 23.1.1952, in: BarchK B 137/ 4086.

Dennoch sah sich Thedieck genötigt, auf der konstituierenden Sitzung des interministeriellen Ausschusses am 23. Januar 1952 seinen Zuständigkeits- und Koordinierungsanspruch zu relativieren: »Das Ministerium für gesamtdeutsche Fragen erhebe keinen Anspruch darauf, ein Monopol für alle mit der Wiedervereinigung verbundenen Aufgaben und Maßnahmen zu beanspruchen. (...) Durch die koordinierende Funktion des Ministeriums für gesamtdeutsche Fragen sollen selbstverständlich nicht die Arbeiten anderer Ministerien eingeschränkt werden, die sich mit besonderen Problemen im Bundesgebiet, die durch die Teilung Deutschlands hervorgerufen werden, befassen«.[FN 87]

[FN 87] Niederschrift über die Besprechung im Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen am 23.1.1952, BA, B 137/4086 und B. ADOLPH, Anfänge, 1991, S. 23.

Anmerkungen
Sichter

[18.] Analyse:Mg/Fragment 063 03 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:34 Kybot
Erstellt: 10. November 2011, 11:56 (Bummelchen)
Adolph 1991, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 63, Zeilen: 3-
Quelle: Adolph 1991
Seite(n): 67, Zeilen: Ab 3
n einem Brief an Thomas, den Leiter des SPD-Ostbüros, schrieb Gleitze über diese Sitzung: „Vor acht Tagen, anläßlich der letzten Anwesenheit von Minister Kaiser, wurde in der Berliner Zweigstelle des Bundeshauses eifrig beraten. Über Friedensburg bin ich genau unterrichtet, was sich in den Besprechungen der CDU-Strategen abspielte. An der letzten, gewissermaßen konstituierenden Sitzung durfte ich selbst teilnehmen. Danach ist Dr. Ernst als einer der ersten Heimkehrer aus Bonn vom Kanzler Adenauer persönlich beauftragt, von Berlin aus die Wiedervereini-gungsarbeiten in die Hand zu nehmen. Er will sich eine Art Gehirntrust zulegen. Die mir genannten Namen sind astrein. Die FDP ist praktisch ausgeschaltet. Als einzigen Konzessionsschulzen darf ich mich betrachten; im internen Kreis definiert man mich als das nun mal unvermeidbare Übel. Minister Kaiser und Dr. Ernst jedoch versi-cherten mir, daß sie ,froh' sind, mich als Experten dabei haben zu können." [Fn 2]

...

[Fn 2] Brief von Gleitze an Thomas vom 5.2.1952, in: AdsD, NL Gleitze, SPDSchriftwechse

Die bislang federführenden So7ialdemokraten schienen durch eine geschickte und verdeckte Taktik des politischen Gegners ins Abseits gestellt: “Lieber Freund Thomas! Das Rätsel beginnt sich etwas zu lösen, von dem Du bei l)einem letzten Besuch als der Mann, der das Gras wachsen hört, schon sprachst. Das Ministerium für gesamtdeutsche Fragen versucht, sich durch eine bisher nicht gewohnte Aktivität in Position zu setzen, und zwar einmal gegenüber den konkurrierenden Ministerien, mit denen man ressortmäßig in einem kräftigen Kompetenzstreit lebt, als auch den anderen Organisationen gegenüber, die im letzten Jahre ein wenig zu munter wurden. Dazu gehört der Königsteiner Kreis und auch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung. Vor acht Tagen, anläßlich der letzten Anwesenheit von Minister Kaiser, wurde in der Berliner Zweigstelle des Bundeshauses eifrig beraten. Über Friedensburg bin ich genau unterrichtet, was sich in den Besprechungen der CDU-Strategen abspielte. An der letzten, gewissermaßen konstituierenden Sitzung durfte ich selbst teilnehmen. Danach ist Dr. Ernst als einer der ersten Heimkehrer aus Bonn vom Kanzler Adenauer persönlich beauftragt, von Berlin aus die Wiedervereinigungsarbeiten in die Hand zu nehmen. Er will sich eine Art Gehirntrust zulegen. Die mir genannten Namen sind astrein. Die FDP ist praktisch ausgeschaltet. Als einzigen Konzessionsschulzen darf ich mich betrachten; im internen Kreis definiert man mich als das nun mal unvermeidbare Übel. Minister Kaiser und Dr. Ernst jedoch versicherten mir, daß sie ‘froh‘ sind, mich als Experten dabei haben zu können. Dr. Ernst will in vier Wochen - nach einem Urlaub - die Sache in die Hand nehmen. Neben dem wissenschaftlichen Stab soll ein Ausschuß gebildet werden, der ungefähr dem Gremium entspricht, das auf der Herbsttagung des Königsteiner Kreises auf Vorschlag des Wirtschaftsausschusses verlangt worden ist. In diesem Ausschuß sollen die Parteien, Gewerkschaften, Verbände und Organisationen (wie Königsteiner Kreis) vertreten sein. Hier will man offensichtlich alles läutern und notfalls reglementieren, was als Meinung des Westens zur Wiedervereinigung in der Öffentlichkeit zu vertreten ist. Dieser Ausschuß wird zur gegebenen Zeit eine hochpolitische Bedeutung erhalten. Mit dem neuen Geschäftsführer des Königsteiner Kreises, dem ehemaligen Ost- CDU-Minister Dr. Witte, hat mein Wirtschaftsausschuß die bisherige Freizügigkeit bereits eingebüßt. Die Entwicklung hat den zu erwartenden Kurs genommen; die CDU - Regie versucht, den bisherigen Einfluß zu sterilisieren. Man will durch Verschieben der Sitzungstermine hinhalten, um für die Organisation des Ernst-Ausschusses Zeit zu gewinnen. Ich bin froh, die grundsätzlichen Vorschläge unter Dach und Fach zu haben.

[S. 68]

Damit ist die erste Phase, in der der Königsteiner Kreis die wirtschaftspolitische Initialzündung zu geben vermochte, abgeschlossen. Es kommt jetzt darauf an, die in den durchgesetzten Vorschlägen enthaltenen Argumente und Konzeptionen nicht entschärfen zu lassen. Über das weitere Vorgehen werden sich die beteiligten Genossen möglichst bald einig werden müssen. [..] Mit herzlichen Grüßen Dein gez. Prof. Dr. Gleitze“ [Fn 219]


[Fn 219] AdsD, NL Gleitze, SPD-Schriftwechsel 1949-1954, Schreiben von Gleitze an Thomas vom 5.2.1952. Ein mit Bezug auf den ‘Ernst-Ausschuß“ gleichlautendes Schreiben schickte Gleitze noch zusätzlich an Herbert Wehner. Eine Zusammenfassung ging ebenfalls noch an Kurt Schumacher. Vgl. AdsD, NL Gleitze, SPD-Schriftwechsel 1949- 1954, Schreiben von Gleitze an Wehner vom 6.2.1952; ebd., Schreiben von Gleitze an Schumacher vom 6.2.1952; ebd., Schreiben von Wehners an Gleitze vom 11.2.1952.

Anmerkungen

Der Autor übernimmt Auszugweise ein Schreiben Gleitzes. Wahrscheinlich ist der Brief in den Roth-Büchern zu finden.

Sichter

[19.] Analyse:Mg/Fragment 063 05 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:34 Kybot
Erstellt: 4. September 2011, 18:01 (Hotznplotz)
Adolph 1991, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 063, Zeilen: 04-14
Quelle: Adolph 1991
Seite(n): 067; 068, Zeilen:
"Vor acht Tagen, anläßlich der letzten Anwesenheit von Minister Kaiser, wurde in der Berliner Zweigstelle des Bundeshauses eifrig beraten. Über Friedensburg bin ich genau unterrichtet, was sich in den Besprechungen der CDU-Strategen abspielte. An der letzten, gewissermaßen konstituierenden Sitzung durfte ich selbst teilnehmen. Danach ist Dr. Ernst als einer der ersten Heimkehrer aus Bonn vom Kanzler Adenauer persönlich beauftragt, von Berlin aus die Wiedervereinigungsarbeiten in die Hand zu nehmen. Er will sich eine Art Gehirntrust zulegen. Die mir genannten Namen sind astrein. Die FDP ist praktisch ausgeschaltet. Als einzigen Konzessionsschulzen darf ich mich betrachten; im internen Kreis definiert man mich als das nun mal unvermeidbare Übel. Minister Kaiser und Dr. Ernst jedoch versicherten mir, daß sie 'froh' sind, mich als Experten dabei haben zu können."[FN 2]

[FN 2] Brief von Gleitze an Thomas vom 5.2.1952, in: AdsD, NL Gleitze, SPD-Schriftwechsel 1949-1954.

"[...] Vor acht Tagen, anläßlich der letzten Anwesenheit von Minister Kaiser, wurde in der Berliner Zweigstelle des Bundeshauses eifrig beraten. Über Friedensburg bin ich genau unterrichtet, was sich in den Besprechungen der CDU-Strategen abspielte. An der letzten, gewissermaßen konstituierenden Sitzung durfte ich selbst teilnehmen. Danach ist Dr. Ernst als einer der ersten Heimkehrer aus Bonn vom Kanzler Adenauer persönlich beauftragt, von Berlin aus die Wiedervereinigungsarbeiten in die Hand zu nehmen. Er will sich eine Art Gehirntrust zulegen. Die mir genannten Namen sind astrein. Die FDP ist praktisch ausgeschaltet. Als einzigen Konzessionsschulzen darf ich mich betrachten; im internen Kreis definiert man mich als das nun mal unvermeidbare Übel. Minister Kaiser und Dr. Ernst jedoch versicherten mir, daß sie 'froh' sind, mich als Experten dabei haben zu können. [...]"[FN 219]

[FN 219] AdsD, NL Gleitze, SPD-Schriftwechsel 1949-1954, Schreiben von Gleitze an Thomas vom 5.2.1952. [...]

Anmerkungen

Der Verf. übernimmt das Zitat von Adolph nicht vollständig.

Sichter

[20.] Analyse:Mg/Fragment 064 16 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:34 Kybot
Erstellt: 10. November 2011, 00:19 (Bummelchen)
Fragment, Mg, Roth 1998a, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 64, Zeilen: 16-31
Quelle: Roth 1998a
Seite(n): 496, Zeilen: 35-39
Im Anschluss daran sprach der Vorsitzende, Friedrich Ernst, einige Worte. Zum gewählten Namen des Gremiums sagte Ernst: „Die Teilung der Verantwortlichkeit kommt schon klar zum Ausdruck in dem Namen: Forschungsbeirat für Fragen der Wiedervereinigung Deutschlands, also Beirat, der dem Ministerium für gesamtdeut-sche Fragen und damit der Bundesregierung in beratender Art und Weise zur Seite steht. Die Entscheidungen werden von der Bundesregierung gefallt. Damit ist es klar, dass die Arbeiten, die hier geleistet werden sollen, ihren letzten Niederschlag in der Arbeit der Ministerien in Bonn finden müssen." [Fn 2] Er erläuterte die Zusammenset-zung und Organisation von Plenum und Forscherkreis. Die Beschränkungen auf we-nige Mitglieder in beiden Runden begründete er wie folgt: „In der Erkenntnis, dass praktische Arbeit geleistet werden soll, darf dieser Kreis nicht zu groß werden, weil dann die Gefahr besteht, dass die Arbeit zeitlich hinausgezogen wird. [..] Der Tag X darf nicht überraschen, die Gründlichkeit der Arbeit darf nicht beeinträchtigt wer-den. Deshalb darf der Kreis der beteiligten Personen nicht zu weit gesteckt wer-den." [Fn 3]

...

[Fn 2] Protokoll über die am 24.3.1952 stattgefundene Sitzung des Forschungsbeirates für Fragen der Wieder-vereinigung Deutschlands (beim Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen), in: BarchK B 137/ 1/12, auch in BarchK B 141/ 9186.

[Fn 3] ebenda.

Die Teilung der Verantwortlichkeit kommt schon klar zum Ausdruck in dem Namen: Forschungsbeirat für Fragen der Wiedervereinigung Deutschlands, also Beirat, der dem Ministeri-um für gesamtdeutsche Fragen und damit der Bundesregierung in beratender Art und Weise zur Seite steht. Die Entscheidungen [werden von der Bundesregierung gefällt. Damit ist es klar, dass die Arbeiten, die hier geleistet werden sollen, ihren letzten Nie-derschlag in der Arbeit der Ministerien in Bonn finden müssen.]

...

[S. 398, Z. 18-29 ]

In der Erkenntnis, dass praktische Arbeit geleistet werden soll, darf dieser Kreis aber nicht zu gross werden, weil dann die Gefahr besteht, dass die Arbeit zeitlich hinausgezogen wird. Herr Minister Kaiser hat in seinen Darlegungen gesagt, niemand könne wissen, wann der Tag X sein wird. Andererseits stehen wir vor der Aufgabe, auch wenn die Bearbeitung der Fragen einen erhebli-chen Zeitraum beanspruchen, beide miteinander zu vereinigen; Der Tag X darf nicht überraschen, die Gründlichkeit der Arbeit darf nicht beeinträchtigt werden. Deshalb darf der Kreis der betei-ligten Personen nicht zu weit gesteckt werden.

Anmerkungen

Dass die Reden von Herrn Ernst in der Quelle [Roth 1998a] abegedruckt sind, verschweigt der Autor.

Sichter

[21.] Analyse:Mg/Fragment 066 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:34 Kybot
Erstellt: 9. November 2011, 23:55 (Bummelchen)
Fragment, Mg, Roth 1998a, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 66, Zeilen: 1-18
Quelle: Roth 1998a
Seite(n): 409, Zeilen: 4-27
[Nach einer Schilderung über die Konstituierung und die bisher erfolgte Arbeit sprach Ernst das Problem der Koordinierung der Arbeiten an: „Trotzdem habe ich den Eindruck, dass ]diese Arbeiten in Bonn weiter intensiviert und noch stärker zusammengefasst wer-den müssten. Ob diese letzte Aufgabe allgemein durch das Ministerium für gesamt-deutsche Fragen und seinen interministeriellen Ausschuss in ausreichender Weise gelöst werden kann, bedarf meines Erachtens der Prüfung. Das Ministerium Kaiser ist seiner Natur nach in dieser Aufgabe dadurch behindert, dass das wirtschaftliche Referat hierfür wohl nicht ausreichend besetzt ist. Eine bessere Lösung würde sich vielleicht dadurch erzielen lassen, dass unter Ihrer unmittelbaren Autorität ein be-sonderer Kommissar eingesetzt würde, der das Ineinandergreifen der Arbeiten der verschiedenen Ministerien laufend zu prüfen und initiativ zu beeinflussen hätte. Ob ein solcher Beamter dem Bundeskanzleramt anzugliedern oder im Rahmen des sei-nerzeit geplanten Ministeriums Blücher zu bestellen wäre oder ob hierfür noch ande-re Lösungsmöglichkeiten in Betracht kommen, hängt naturgemäß von der weiteren Gestaltung der ministeriellen Verhältnisse in Bonn ab, deren Stand mir in den Ein-zelheiten zur Zeit nicht bekannt ist. Wichtig erscheint mir nur, dass eine Persönlich-keit von Format, die in der Lage ist, auch in der Staatssekretärebene die Gespräche entsprechend zu führen und die Angelegenheiten zu fordern, mit dieser Aufgabe be-traut würde. Leider kann ich Ihnen, hochverehrter Herr Bundeskanzler, von mir aus keinen geeigneten Vorschlag machen." [Fn 1]

...

[Fn 1] Abschrift eines Briefes von Friedrich Emst an Konrad Adenauer vom 7.8.1952, in: BarchK B 137/1/20 das Original oder ein Antwortschreiben konnte im Nachlass von Konrad Adenauer leider nicht ausfin-dig gemacht werden.

Trotzdem habe ich den Eindruck, dass diese Arbeiten in Bonn weiter intensiviert und noch stärker zusammen-gefasst werden müssten. Ob diese letzte Aufgabe allgemein durch das Ministerium für gesamtdeutsche Fragen und seinen intermini-steriellen Ausschuss in ausreichender Weise gelöst werden kann, bedarf meines Erachtens der Prüfung. Das Ministerium Kaiser ist seiner Natur nach in dieser Aufgabe dadurch behindert, dass das wirtschaftliche Referat hierfür wohl nicht ausreichend besetzt ist. Eine bessere Lösung würde sich vielleicht dadurch erzielen lassen, dass unter Ihrer unmittelbaren Autorität ein besonderer Kommis-sar eingesetzt würde, der das Ineinandergreifen der Arbeiten der verschiedenen Ministerien laufend zu prüfen und initiativ zu be-einflussen hätte. Ob ein solcher Beamter dem Bundeskanzleramt anzugliedern oder im Rahmen des seinerzeit geplanten Ministeri-ums Blücher zu bestellen wäre oder ob hierfür noch andere Lö-sungsmöglichkeiten in Betracht kommen, hängt naturgemäss von der weiteren Gestaltung der ministeriellen Verhältnisse in Bonn ab, deren Stand mir in den Einzelheiten zurzeit nicht bekannt ist. Wichtig erscheint mir nur, dass eine Persönlichkeit von Format, die in der Lage ist, auch in der Staatssekretärebene die Gespräche entsprechend zu führen und die Angelegenheiten zu fördern, mit dieser Aufgabe betraut würde. Leider kann ich Ihnen, hochverehr-ter Herr Bundeskanzler, von mir aus keinen geeigneten Vorschlag machen.
Anmerkungen

Der Autor verschweigt, dass der Brief von Herr Ernst in der Quelle abgedruckt ist.

Sichter

[22.] Analyse:Mg/Fragment 066 28 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:34 Kybot
Erstellt: 6. September 2011, 19:38 (Hotznplotz)
Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, Woeller 2004, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 066, Zeilen: 27-31; 108
Quelle: Woeller 2004
Seite(n): 067, Zeilen:
Dr. Ernst führte dann selber am 17. Oktober 1952 ein ausführliches Gespräch mit Ludwig Erhard, in dem ihm Erhard versicherte, "dass er auch seinerseits die Notwendigkeit der Arbeiten des Forschungsbeirats bejahe und mit dem von mir [Ernst, Anm. d. Verf.] dargestellten bisherigen Gang dieser Arbeiten einverstanden sei"[FN 4].

[FN 4] Brief von Ernst an Thedieck vom 24.10.1952, in: BarchK B 137/ 3930.

Um die Behandlung im Kabinett bestmöglich vorzubereiten und mögliche Bedenken einzelner Ressorts auszuräumen, führte Ernst in Anwesenheit von Vockel am 17. Oktober 1952 ein ausführliches Gespräch mit Minister Erhard, der sowohl »die Notwendigkeit der Arbeit des Forschungsbeirates bejahte«, als auch mit dem bisherigen Gang dieser Arbeiten »einverstanden« war.[FN 26]

[FN 26] Schreiben von Dr. Ernst an Staatssekretär Thedieck, 24.10.1952, BA, B 137/39330.

Anmerkungen

Die Archivsignatur Wöllers ist falsch und wird in dessen Quellenverzeichnis auch nicht aufgeführt.

Sichter

[23.] Analyse:Mg/Fragment 076 08 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:34 Kybot
Erstellt: 5. September 2011, 08:16 (Hotznplotz)
Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, Woeller 2004, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 076, Zeilen: 05-09; 16-18; 103; 106
Quelle: Woeller 2004
Seite(n): 126, Zeilen:
Später äußerte sich Ernst [...], "daß Erhard nun einmal unfähig sei, ein Ministerium zu leiten, und außerdem mit seinen ständigen Reden über die freie Wirtschaft der gespannten wirtschaftlichen Lage nicht Rechnung trage"[FN 3]. [...]

Aber auch dieses Angebot lehnte Ernst ab, weil ihm „bei der besonderen Art und Veranlagung des Herrn Erhard eine geordnete Arbeit als Staatssekretär in diesem Ministerium [...] nicht gegeben erscheine"[FN 6].

[FN 3] Lenz (1989): 94.

[FN 6] Heinrich Vockel an Adenauer vom 5.2.1951, in: StBkAH 10.05, zit. nach: Wengst (1984): 254.

Dieser lehnte jedoch »unter den gegebenen Verhältnissen« mit der Begründung ab, »daß bei der besonderen Art und Veranlagung des Herrn Erhard eine geordnete Arbeit als Staatssekretär in diesem Ministerium ihm nicht gegeben erscheine«.[FN 109] Zu anderer Gelegenheit bestätigte Ernst diese Auffassung: »Erhard ist nun einmal unfähig ein Ministerium zu leiten«.[FN 110]

[FN 109] Brief des Bevollmächtigten der Bundesrepublik Deutschland in Berlin, Dr. Heinrich Vockel, an Bundeskanzler Dr. Konrad Adenauer, 5.2.1951, StBKAH, Bestand 10, 10.05, S. 1.

[FN 110] O. LENZ, 1989, S. 93f. Vgl. U. WENGST, 1984, S. 254. V. HENTSCHEL, 1998, S. 195.

Anmerkungen

Die Zitatauswahl und Quellenübereinstimmung sind auffällig.

Sichter

[24.] Analyse:Mg/Fragment 082 31 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 20:27 Kybot
Erstellt: 22. August 2011, 00:02 (Hotznplotz)
Fragment, Klinkmüller 1995, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Hotznplotz, KayH
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 082, Zeilen: 31-32
Quelle: Klinkmüller 1995
Seite(n): 010, Zeilen: 06-11
Nach dem Krieg zog Thalheim 1947 nach Berlin, wurde 1949 stellvertretender Leiter der volkswirtschaftlichen Abteilung der Berliner Landeszentralbank. Im Februar 1947 siedelte sich Karl C. Thalheim um, in die [...] Reichshauptstadt Berlin[FN 4]. 1949 wurde Karl C. Thalheim stellvertretender Leiter der volkswirtschaftlichen Abteilung der Berliner Landeszentralbank.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter

[25.] Analyse:Mg/Fragment 082 36 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 20:27 Kybot
Erstellt: 22. August 2011, 00:10 (Hotznplotz)
Fragment, Klinkmüller 1995, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Hotznplotz, KayH
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 082, Zeilen: 35-37
Quelle: Klinkmüller 1995
Seite(n): 010, Zeilen: 12-13
Ein Jahr später übernahm Thalheim die Leitung der volkswirtschaftlichen Abteilung der Industrie- und Handelskammer Berlin. 1950 übernahm er die Leitung der volkswirtschaftlichen Abteilung der Industrie- und Handelskammer Berlin.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter

[26.] Analyse:Mg/Fragment 082 40 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 20:27 Kybot
Erstellt: 21. August 2011, 23:40 (Hotznplotz)
Fragment, Klinkmüller 1995, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Hotznplotz, KayH
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 082, Zeilen: 39-40
Quelle: Klinkmüller 1995
Seite(n): 010, Zeilen: 13-16
Im Jahr 1951 erfolgte seine Berufung an die FU Berlin als ordentlicher Professor für Weltwirtschaft unter besonderer Be-[rücksichtigung der Ost- und Südosteuropawirtschaft.] 1951 erfolgte seine Berufung an die FU Berlin als ordentlicher Professor der Weltwirtschaftslehre unter besonderer Berücksichtigung der Ost- und Südosteuropawirtschaft [...].
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter

[27.] Analyse:Mg/Fragment 083 33 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:34 Kybot
Erstellt: 6. September 2011, 20:04 (Hotznplotz)
Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, Woeller 2004, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 083, Zeilen: 32-36; 107
Quelle: Woeller 2004
Seite(n): 086, Zeilen:
Am 4. August 1903 als Sohn eines Tischlers in Berlin geboren, besuchte er die Volksschule, absolvierte eine Lehre in der Kommunalverwaltung von 1917 bis 1919 und bereitete sich in Abendkursen auf das Abitur vor.[FN 5] Schon 1919 trat er der SPD bei, mit deren Hilfe er als Werksstudent Wirtschafts- und Staatswissenschaften an der Universität Berlin studierte. [...]

[FN 6] vgl. Thalheim/ Förster/ Merkel (Hrsg.) (1978): 14.

Bruno Gleitze wurde als Sohn eines Tischlers am 4. August 1903 in Berlin geboren. Er bezeichnete sich selbst als ein »Berliner Hinterhofkind«, besuchte die Volksschule und machte nach einer Lehre in der Kommunalverwaltung von 1917 bis 1919 das Abitur. Aus einer Familie mit langer sozialdemokratischer und gewerkschaftlicher Tradition stammend, trat er 1919 der SPD bei, mit deren Unterstützung er an der Friedrich-Wilhelm-Universität Staats- und Wirtschaftswissenschaften studierte. [...]

[FN 148] Vgl. K. C. THALHEIM/W. FÖRSTER/K. MERKEL, 1978, S. 13-31.

Anmerkungen
Sichter

[28.] Analyse:Mg/Fragment 086 02 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:35 Kybot
Erstellt: 9. November 2011, 23:40 (Bummelchen)
Fragment, Mg, Roth 1998b, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 86, Zeilen: 2-8
Quelle: Roth 1998b
Seite(n): 299, Zeilen: ab 24
Kramer wurde 1893 im württembergischen Tiefenbach gebo-ren. Nach seinem Studium leitete er zunächst eine landwirtschaftliche Versuchssta-tion in Rostock. Während des 3. Reiches arbeitete er als Sachverständiger bei der Deutschen Industriebank in Berlin. Nach dem Krieg wurde er Hauptabteilungsleiter der Verwaltung für Land- und Forstwirtschaft in der SBZ, wechselte dann aber bald in den Westsektor Berlins über. Auch Kramer schied 1957 schon wieder aus dem Forschungsbeirat aus. Sein Nachfolger wurde Matthias Kramer, der ebenfalls der Gründer-gruppe des Forschungsbeirats angehörte. Kramer wurde 1893 in Tiefenbach im Württembergischen geboren.[Fn 46] Er hatte zunächst eine Landwirtschaftliche Versuchsstation in Rostock geleitet. Wäh-rend der NS-Diktatur hatte er u.a. als Sachverständiger der Deut-schen Industriebank in Berlin gewirkt und es nach 1945 in der Sowjetischen Besatzungszone zum Hauptabteilungsleiter der Ver-waltung für Land- und Forstwirtschaft gebracht. Nach seiner Uber-siedlung in den Westsektor Berlins wurde er 1950 zum Direktor des Instituts für Landwirtschaftliche Betriebslehre an der Freien Universität Berlin ernannt und trat ein Jahr später als Lehrstuhlin-haber für Landwirtschaftliche Betriebslehre zur Berliner Techni-schen Universität über. F> war Mitglied des Agrarausschusses seit seiner Gründung und leitete ihn von 1954 bis 1957.
Anmerkungen
Sichter

[29.] Analyse:Mg/Fragment 086 31 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 20:27 Kybot
Erstellt: 15. August 2011, 07:23 (Hotznplotz)
Fragment, Mg, Roth 2000, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Hotznplotz, KayH
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 086, Zeilen: 30-34
Quelle: Roth 2000
Seite(n): 031, Zeilen: 31-38
Die Erweiterung des Forscherkreises geht wohl vor allem auf Bestrebungen des Bundeswirtschaftsministeriums zurück, das hinter der bisherigen Zusammensetzung zu starke planwirtschaftliche Auffassungen vermutete und bei einer möglichen Wiedervereinigung nicht ins Hintertreffen geraten wollte. [...] wurde dieser erste Forscherkreis erheblich erweitert. Die Initiative dazu ging vor allem vom Bundeswirtschaftsministerium aus,[FN 57] das hinter der bisherigen Zusammensetzung zu starke dirigistische Konzepte witterte. Hinzu kam die Befürchtung der Spitzenbeamten Erhards, daß ihr Führungsanspruch am »Tag X« durch die Ökonomen des Forschungsbeirats ausgehebelt werden könnte [...].
Anmerkungen

vermutlich Übernahme einer Bewertung Roths

Sichter

[30.] Analyse:Mg/Fragment 094 19 - Diskussion
Bearbeitet: 5. April 2013, 01:03 Sotho Tal Ker
Erstellt: 3. September 2011, 19:17 (Hotznplotz)
Adolph 1991, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 094, Zeilen: 38-40; 01; 18-25; 103-104
Quelle: Adolph 1991
Seite(n): 098, Zeilen: 21-29; 101-102
[S. 93, 38-40 u. S. 94, 1]

Zu den Verbänden zählten der Gemeinschaftsausschuss der Deutschen Gewerblichen Wirtschaft, der Deutsche Bauernverband, der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Deutsche Angestellten-Gewerkschaft.

[S. 94, 18-25]

"Die Beiordnung der Vertreter der politischen Parteien und der genannten Organisationen zu dem Forscherkreis erschien zweckmäßig, weil durch eine solche Maßnahme politische Meinungsverschiedenheiten und Spannungen ausgeglichen werden und die Gesamtarbeit, insbesondere durch die Einbeziehung von Vertretern auch der Opposition in die Verantwortung, auf eine neutrale Ebene gestellt werden konnte. Diese Erwartungen haben sich nach den bisherigen Erfahrungen durchaus erfüllt."[FN 2]

[S. 94, 103-104]

[FN 2] Brief von Kaiser an den Staatssekretär des Bundeskanzleramts vom 21.11.1952, betr. Forschungsbeirat für Fragen der Wiedervereinigung Deutschlands (Kabinettsvorlage), in: BarchK B 1371/ 11.

"Die Beiordnung der Vertreter der politischen Parteien und der genannten Organisationen [gemeint sind DGB, DAG, Bauernverband und der Gemeinschaftsausschuß der gewerblichen Wirtschaft, d. Verf.] zu dem Forscherkreis erschien zweckmäßig, weil durch eine solche Maßnahme politische Meinungsverschiedenheiten und Spannungen ausgeglichen werden und die Gesamtarbeit, insbesondere durch die Einbeziehung von Vertretern auch der Opposition in die Verantwortung, auf eine neutrale Ebene gestellt werden konnte. Diese Erwartungen haben sich nach den bisherigen Erfahrungen durchaus erfüllt."[FN 298]

[FN 298] BA, B 137/937, Der Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen Z 1/K. 1782/52 an den Herrn Staatssekretär des Bundeskanzleramtes vom 21. November 1952, dort S. 2f.

Anmerkungen

Offenbar lagert der Verf. hier eine Erläuterung Adolphs innerhalb des Zitats in den vorangehenden Fließtext aus.

Sichter

[31.] Analyse:Mg/Fragment 097 19 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:35 Kybot
Erstellt: 10. November 2011, 12:36 (Bummelchen)
Adolph 1991, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 97, Zeilen: 19-26
Quelle: Adolph 1991
Seite(n): 110,118, Zeilen:
Als Vertretung des Deutschen Bauernverbandes war ursprünglich dessen Vor-sitzender Andreas Hermes vorgesehen. An dessen Stelle wurde dann aber Friedrich-Karl von Zitzewitz-Mutrin und der Berliner Kammerdirektor i.R. Dr. Franz Mendel-sohn berufen, da es Friedrich Ernst zweifelhaft erschien, ob Hermes „bei seiner be-reits bestehenden Arbeitsüberlastung in der Lage sein wird, so intensiv mitzuarbei-ten, wie dies notwendig ist" [Fn 4]. Unmittelbar nach der Gründung des Forschungsbeira-tes drängte dann auch der Deutsche Raiffeisenverband e.V. auf eine Mitwirkung im „Ausschuß für die Wiedergewinnung der Ostgebiete", wie in der Betreff-Zeile des Schreibens an Staatssekretär Thedieck angegeben war.[Fn 5] Der Verband wurde durch den Berliner Rechtsanwalt Friedrich Hampel vertreten.

...

[Fn 4] Vermerk vom 13.3.1952 betr. Besprechung mit Herni Dr. Ernst am 13.3.1952, in: BarchK B 137/ 937.

[Fn 5] vgl. Brief des Deutschen Raiffeisenverbandes e.V. an StS Thedieck vom 29.5.1952 betr. Ausschuß für die Wiedergewinnung der Ostgebiete, in: BarchK B 1371/ 25.

[S 110]

[Fn 346] Ursprünglich war der damalige Vorsitzende des Deutschen Bauernverbandes, Hermes vorgesehen. Da Ernst es aber fraglich erschien, ob dieser ‘bei seiner bereits be - stehenden Arbeitsüberlastung in der Lage sein wird, so intensiv mitzuarbeiten, wie dies notwendig ist‘, wurde auf Anraten von Ernst Friedrich- Karl v. Zitzewitz-Mutrin und noch zusätzlich der Berliner Kammerdirektor i.R. Dr. Franz Mendelson berufen. BA, B 137/937, Abschrift, Betrifft: Besprechung mit Herrn Dr. Ernst am 13. März 1952 vom 13. März 1952; vgl. BA, B 137/3933, Forschungsbeirat für Fragen der Wiedervereinigung Deutschlands beim Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen, Stand: 20. Juni 1953.

[S 118]


Das Ergebnis der diesbezüglichen Aussprache wurde folgendermaßen zusammengefaßt “Das Schwergewicht der zu erarbeitenden Maßnahmen liegt bei den einzelnen Ressorts. [...J. Dem Forschungsbeirat sind von den einzelnen Ressorts über das Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen bestimmte Probleme zur Erarbeitung von Stellungnahmen und Empfehlungen vorzutragen. Eine selbsstständige und von den Arbeiten bei den Ressorts losgelöste Tätigkeit des Forschungsbeirates soll vermieden werden.“[Fn 375] [Fn 376] Vgl. Kapitel 11.2., S.28ff.

Anmerkungen

Gibt den Inhalt zusammendfassend wieder.

Sichter

[32.] Analyse:Mg/Fragment 102 07 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 20:28 Kybot
Erstellt: 23. August 2011, 04:39 (Hotznplotz)
Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Thalheim 1978, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Hotznplotz, KayH
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 102, Zeilen: 107-111
Quelle: Thalheim 1978
Seite(n): 021, Zeilen: 01-06
Alle verfügbaren Unterlagen über die Wirtschafts- und Sozialstruktur sowie die wirtschaftlichen Kreisläufe in der DDR zusammenzufassen und durch vergleichende Analysen einzelner Wirtschaftsbereiche der Bundesrepublik und der DDR (Bilanzierung) zu überprüfen, war Aufgabe des Bilanzierungsausschusses unter der Leitung von Bruno Gleitze. Dieser nahm am 30. September 1952 seine Arbeit auf. Gleitze wurde im Forschungsbeirat zum Vorsitzenden des sog. "Bilanzierungsausschusses" berufen, der am 30. September 1952 seine konstituierende Sitzung abhielt. Diesem Ausschuß fiel die Aufgabe zu, "alle verfügbaren Unterlagen über die Wirtschafts- und Sozialstruktur sowie die wirtschaftlichen Kreisläufe im mitteldeutschen Raum zusammenzufassen und durch Bilanzierungen zu überprüfen".
Anmerkungen

Thalheim zitiert hier offenbar eine Quelle, die er aber nicht nennt. Die Quelle des Verfassers könnte also auch eine andere sein.

Sichter

[33.] Analyse:Mg/Fragment 104 28 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:35 Kybot
Erstellt: 16. August 2011, 19:03 (Hotznplotz)
Fragment, Mg, Roth 2000, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Hotznplotz, KayH
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 104, Zeilen: 27-30, 111
Quelle: Roth 2000
Seite(n): 038; 096, Zeilen: 06-11; 15
[Z. 27-30]

Die Sitzungen wurden eigenständig von Ernst protokolliert.[FN 7] Die Ergebnisse blieben streng vertraulich, nicht einmal andere Mitglieder des Forscherkreises wurden über die Inhalte aus diesem "Arkanbereich des Forschungsbeirates"[FN 8] informiert.

[Z. 111]

[FN 7] vgl. Protokolle, Vermerke und Korrespondenzen in: BarchK B 137 I/3 und B 137 I/144.

[Z. 112]

[FN 8] Roth (2000): 37.

[S. 38, 6-11]

[...][FN 77] Die Arbeitsergebnisse und Handlungsempfehlungen dieses von Ernst höchstpersönlich geleiteten und protokollierten Gremiums wurden noch nicht einmal den übrigen Mitgliedern des Forscherkreises bekanntgemacht.

[S. 96, 15]

[FN 77] Vgl. BArchK, B 137 I / 3, 144.

Anmerkungen

Es drängt sich der Eindruck auf, dass der Verf. hier ein Forschungsergebnis Roths übernimmt und mit der Zitierung einen Bauern opfert.

Sichter

[34.] Analyse:Mg/Fragment 107 27 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:35 Kybot
Erstellt: 4. September 2011, 11:57 (Hotznplotz)
Adolph 1991, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Hotznplotz, Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 107, Zeilen: 23-31; 108-109
Quelle: Adolph 1991
Seite(n): 120, Zeilen:
Auf den Vorwurf, von den vorgeschlagenen Arbeitsaufträgen abzuweichen, erwiderte ein Vertreter des gesamtdeutschen Ministeriums, "daß die bisherige Arbeit des interministeriellen Ausschusses stark hinter der des Forschungsbeirates nachhinke. Es sei zwischen dem interministeriellen Ausschuß und dem Forschungsbeirat ein Vakuum entstanden, das die erforderliche Zusammenarbeit störe und zur Unzufriedenheit führen müsse. Zwar seien in allen Ressorts Referenten bestellt und Arbeitsstäbe für Fragen der Wiedervereinigung gebildet worden, die aber mehr oder weniger ein Eigenleben fuhren und weder untereinander noch mit dem interministeriellen Ausschuß Verbindung halten."[FN 5]

[FN 5] Vermerk vom 26.6.1952 über die Sitzung des interministeriellen Ausschusses beim Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen am 24.6.1952, in: BarchK B 102/13312.

[...] genauso wie man es ihm von seiten des Wirtschaftsministeriums zum Vorwurf machte, daß er bisher "einige Themen sehr stark vertieft habe, im übrigen aber von den ihm vom interministeriellen Ausschuß vorgeschlagenen Themen abgewichen sei."[FN 384] Wogegen der Vertreter des gesamtdeutschen Ministeriums konterte, "[...] daß die bisherige Arbeit des interministeriellen Ausschusses stark hinter der des Forschungsbeirates nachhinke. Es sei zwischen dem interministeriellen Ausschuß und dem Forschungsbeirat ein Vakuum entstanden, das die erforderliche Zusammenarbeit störe und zur Unzufriedenheit führen müsse. Zwar seien in allen Ressorts Referenten bestellt und 'Arbeitsstäbe' für Fragen der Wiedervereinigung gebildet worden, die aber mehr oder weniger ein Eigenleben führen und weder untereinander noch mit dem interministeriellen Ausschuß Verbindung halten."[FN 385]

[FN 384] BA, B 137/937, Entwurf, Vermerk, 1/3-590, betr.: Vorbereitung einer Sitzung des interministeriellen Ausschusses für die Wiedervereinigung Deutschlands, vom 18. Juni 1952.

[FN 385] BA, B 102/13312, Vermerk über die Sitzung des interministeriellen Ausschusses beim Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen am 24.6.1952, I A 2 c, vom 26. Juni 1952.

Anmerkungen

Obwohl die Quelle für das letzte Zitat bei Adolph mit der des Verf. identisch ist, sind bei Letzterem bei "Arbeitsstäbe" keine Anführungszeichen gesetzt. Wahrscheinlich aus den Roth-Büchern (s. Roth 1998b,S.355,[Fn 33] ).

Sichter

[35.] Analyse:Mg/Fragment 115 21 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 20:28 Kybot
Erstellt: 9. November 2011, 22:16 (Bummelchen)
Fragment, Mg, Roth 1998b, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 115, Zeilen: 21-24
Quelle: Roth 1998b
Seite(n): 310, Zeilen: 24-29
Daher sei mit gewaltigen Umstellungs- und Kostenproblemen bei einer Wiedervereinigung zu rechnen, die nur durch umfangreiche Starthilfen und Stützungsaktionen seitens der Bundesrepu-blik aufgefangen werden könnten. Aufgrunddessen werde die bei der „wirtschaftlichen Wiedervereinigung" fällige Korrektur dieser Entwicklung auf große Schwierigkeiten stoßen. Es werde gewaltige Umstellungs- und Kostenprobleme geben, und nur durch umfangreiche Starthilfen und Stützungsaktionen könne die Gefahr einer Massenarbeitslosigkeit gebannt werden.
Anmerkungen
Sichter

[36.] Analyse:Mg/Fragment 116 19 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:35 Kybot
Erstellt: 9. November 2011, 21:42 (Bummelchen)
Fragment, Mg, Roth 1998b, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 116, Zeilen: 19-25
Quelle: Roth 1998b
Seite(n): 313, Zeilen: 13-26
Daher schlug Thedieck auf einer Sitzung des Interministeriellen Ausschusses vor, die Vorarbeiten nicht mehr auf die Sofortmaßnahmen, sondern mehr auf eine systematische Arbeit zu konzentrieren. [Fn 3] Der Bilanzierungsausschuss hatte bereits mit einer Systematisierung seiner ö-konomischen Strukturanalysen begonnen, als durch die Ereignisse des 17. Juni 1953 eine Umsetzimg des Sofortprogramms in greifbare Nähe zu rücken schien.

[Fn 3] vgl. Aktenvermerk vom 21.1.1953, betr. Sitzung des Interministeriellen Ausschusses am 9.1.1953 beim Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen, in: BarchK B 1371/ 93.

Damit schien die erste E,tappe der Sofortplanungen beendet, zu-mal der von den Akteuren für Oktober/November 1952 erhoffte „Tag X" auf sich warten ließ. Staatssekretär Thedieck gab deshalb auf einer Sitzung des Interministeriellen Ausschusses am 19. Janu-ar 1953 zu bedenken, ob es „angesichts der jetzigen außenpoliti-schen Lage" nicht ratsam erscheine, „die Vorarbeiten ... nicht un-mittelbar auf die Sofortmaßnahmen, sondern mehr auf eine syste-matische Arbeit sowohl des Interministeriellen Ausschusses wie auch des Forschungsbeirates" abzustellen.91 Tatsächlich begann der Bilanzierungsausschuß ab Frühjahr 1953 mit einer Systemati-sierung seiner ökonomischen Strukturanalysen, und auch die ord-nungspolitisch ausgerichteten Ausschüsse begannen über die bis-lang überwiegend personalpolitisch orientierten Revisionsplanungen hinauszudenken.
Anmerkungen

Textfragmente aus einer Passage neu zusammengesetzt.

Sichter

[37.] Analyse:Mg/Fragment 117 18 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:36 Kybot
Erstellt: 9. November 2011, 21:13 (Bummelchen)
Fragment, Mg, Roth 1971, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 117, Zeilen: 18 - 22
Quelle: Roth 1971
Seite(n): 29, Zeilen: 1-10
Außerdem lägen der Arbeit die Annahmen zu Grunde, „daß die Wiedervereinigung dieser beiden Gebiete sich auf friedlichen Wegen vollzieht und eine Neuregelung der in Betracht kommenden Fragen durch einen gesamtdeutschen Ge-setzgeber, der frei in seinen Entschließungen ist, und durch entsprechende Maßnah-men der Exekutive durchgeführt wird" [Fn 4].

...

[Fn 4] Forschungsbeirat (1954): 11.

Um so gewichtiger ist die stille, intensive Arbeit des Forschungsbeirats zu werten, die Grundlagen für den politischen Schritt schafft," [Fn 46] dann betonte er ganz zu Recht, daß diese „Grundlagen" für eine ganz bestimmte Variante des „politischen Schritts" gedacht sind, die die dem „Forschungsbeirat" mitgegebene Grundannahme, „daß die Vereinigung dieser beiden Gebiete sich auf friedlichen Wegen vollzieht und eine Neuregelung der in Betracht kommenden Fragen durch einen gesamtdeutschen Gesetzgeber, der frei in seinen Entschließungen ist, und durch entsprechende Maßnahmen der Exekutive durchgeführt wird," [Fn 47] nicht im geringsten unglaubwürdig machen.
Anmerkungen

Identisches Zitat übernommen.

Sichter

[38.] Analyse:Mg/Fragment 118 01 - Diskussion
Bearbeitet: 5. April 2013, 01:03 Sotho Tal Ker
Erstellt: 4. September 2011, 06:54 (Hotznplotz)
Adolph 1991, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 118, Zeilen: 38; 01-07
Quelle: Adolph 1991
Seite(n): 139, Zeilen:
"Es sei aus diesem Grunde vielleicht erforderlich, bei den künftigen Arbeiten des Forschungs-beirates bewußt die Grundsatzfragen stärker in den Vordergrund zu stellen, um nicht durch zu intensive Behandlung von Detailfragen in die Gefahr zu kommen, allzuviele Arbeitsergebnisse erneut überprüfen zu müssen. Schließlich müsse man aufgrund der letzten politischen Ereignisse auch daran denken, daß die Wiedervereinigung nicht unbedingt unter den Voraussetzungen erfolge, die bisher den Arbeiten des Forschungsbeirates als Hypothese zugrunde gelegt worden waren."[FN 1]

[FN 1] 1 Protokoll der Forscherkreissitzung vom 19.9.1954, in: BarchK B 1371/ 567

"Es sei aus diesem Grunde vielleicht erforderlich, bei den künftigen Arbeiten des Forschungsbeirates bewußt die Grundsatzfragen stärker in den Vordergrund zu stellen, um nicht durch zu intensive Behandlung von Detailfragen in die Gefahr zu kommen, allzuviele Arbeitsergebnisse erneut überprüfen zu müssen. Schließlich müsse man aufgrund der letzten politischen Ereignisse auch daran denken, daß die Wiedervereinigung nicht unbedingt unter den Voraussetzungen erfolge, die bisher den Arbeiten des Forschungsbeirates als Hypothese zugrunde gelegen wurden. [...]"[FN 477]

[FN 475] BA, B 137 1/567, Protokoll der Sitzung des Forscherkreises vom 19.9.1954, dort S. 1.

[FN 476] Ebd., dort S. 3.

[FN 477] Ebd., dort S. 3.

Anmerkungen

Keine vollständige Übernahme des Zitates von Adolph. Anscheinend zitiert dieser am Ende des letzten Satzes nicht korrekt.

Sichter

[39.] Analyse:Mg/Fragment 125 06 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 20:28 Kybot
Erstellt: 13. November 2011, 21:06 (Bummelchen)
Fragment, Mg, Roth 1971, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 125, Zeilen: 6-9
Quelle: Roth 1971
Seite(n): 62,63, Zeilen:
Eine „Abschirmung" lehnte der Forschungsbeirat für die gesamte Übergangs-phase ab. Sie käme einer Beschränkung der Bewegungsfreiheit von Menschen, Wa-ren und Kapital gleich. 4. Die Notwendigkeit der Förderung der Wirtschaft des sowjetischen Besatzungs-gebietes wurde einmütig anerkannt. Die Durchführung einer zeitweisen allge-meinen „Abschirmung" des sowjetischen Besatzungsgebietes vom westdeutschen Wirtschaftsgebiet, die als Beschränkung der Bewegungsfreiheit von Menschen, Waren und Kapital definiert wurde, wurde bisher in eingehenden Aussprachen als ungeeignet abgelehnt.
Anmerkungen
Sichter

[40.] Analyse:Mg/Fragment 132 09 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:36 Kybot
Erstellt: 9. November 2011, 20:20 (Bummelchen)
Fragment, Mg, Roth 1971, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 132, Zeilen: 9-13
Quelle: Roth 1971
Seite(n): 42, Zeilen: 28-35
"... Der Sinn dieser Empfehlung besteht letztlich darin, die Voraussetzung dafür zu schaffen, daß unter Aufrechterhaltung der landwirtschaftlichen Erzeugung ein neues, ein freies Bauerntum in einer modernen Agrarstruktur in Mitteldeutschland wieder entstehen kann." [Fn 2]

....

[Fn 2] Forschungsbeirat (1965): 337.

Der „Agrar-ausschuß", der von der zentralen Bedeutung seiner 1964 verabschiedeten LPG-Resolution wußte, stellte im „Vierten Tätigkeitsbericht" des „Forschungsbeirats" ein für allemal fest: „Der Sinn dieser Empfehlung besteht letztlich darin, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, daß unter Aufrechterhaltung der landwirtschaftlichen Erzeugung ein neues, ein freies Bauerntum in einer modernen Agrarstruktur in Mitteldeutschland wieder erstehen kann." [Fn 117]
Anmerkungen
Sichter

[41.] Analyse:Mg/Fragment 139 35 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:36 Kybot
Erstellt: 9. November 2011, 19:49 (Bummelchen)
Fragment, Mg, Roth 1998b, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 139, Zeilen: 35-37
Quelle: Roth 1998b
Seite(n): 336, Zeilen: 10-15
Dieser habe aber „bequemer Resignation nicht nachgegeben, sondern das Risiko in Kauf genommen, auf der einen Seite als illusionistische, von der anderen Seite als revanchistische Institution betrachtet zu werden." [Fn 3]

...

[Fn 2] Forschungsbeirat (1969): 3. [Fn 3] ebenda: 15.

Gradl schrieb 1969 in der Einleitung zum letzten veröffentlichten Tätigkeitsbericht, der Forschungsbeirat habe der „Versuchung bequemer Resignation nicht nachgegeben, sondern das Risiko in Kauf genommen, auf der einen Seite als illusionistische, von der anderen Seite als revanchistische Instituti-on betrachtet zu werden. ... " [Fn 175]
Anmerkungen
Sichter

[42.] Analyse:Mg/Fragment 142 40 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 20:29 Kybot
Erstellt: 23. August 2011, 06:07 (Hotznplotz)
Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Thalheim 1978, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Hotznplotz, KayH
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 142, Zeilen: 35-42
Quelle: Thalheim 1978
Seite(n): 023, Zeilen: 28-35
Als Gründe für das Scheitern des ersten Siebenjahrplans macht Gleitze neben Scheingründen für das Versagen der sowjetzonalen Planung, wie z.B. das westliche Abwerben von Fachkräften, ausgebildeten Lehrlingen und fertigen Studenten, und systembedingten Schwächen der industriellen Wirtschaftsführung auch Disproportionen zwischen Angebot und Nachfrage aus. Aber auch planwidrige Lageranhäufungen statt elastischer Lagerbildung, außenwirtschaftliche Blockierungen und Störungen durch Autarkieversuche sowie psychische Belastungen der Arbeitskräfte unter der Zwangs-[herrschaft spielen nach Gleitze eine entscheidende Rolle für das Scheitern.] Diese Diskrepanzen führten schließlich zum Abbruch des Siebenjahrplanes; die Ursachen dieses Abbruchs werden von Gleitze vor allem in den systembedingten Schwächen der industriellen Wirtschaftsführung, den Disproportionen zwischen Angebot und Nachfrage, den außenwirtschaftlichen Blockierungen und Störungen durch Autarkisierungsversuche sowie der psychischen Belastung der Arbeitskräfte unter der Zwangsherrschaft gesehen.
Anmerkungen

auffällige Übereinstimmungen in den Formulierungen

Sichter

[43.] Analyse:Mg/Fragment 143 05 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:36 Kybot
Erstellt: 23. August 2011, 06:45 (Hotznplotz)
Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Thalheim 1978, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Hotznplotz, KayH
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 143, Zeilen: 04-11
Quelle: Thalheim 1978
Seite(n): 023, Zeilen: 35-40
Nach einer Analyse der Arbeits- und Einkommensverhältnisse in der DDR liefert Gleitze im Zweiten Teil des Bandes diagnostische Berichte über die Entwicklung der Grundstoffindustrie, der Investitionsgüterindustrien und der Verbrauchsgüterindustrien. [...] Statistiken aus der DDR, Ergebnisse der Planberechnung sowie eine Dokumentation offizieller Reden, Berichte und Beschlüsse in der Siebenjahrplanperiode im Anhang schließen den Band ab. Sehr eingehend werden dann die Arbeits- und Einkommensverhältnisse sowie die Lage in der Grundstoffindustrie und den Investitionsgüter- und Verbrauchsgüterindustrien der DDR untersucht. Beigegeben ist schließlich eine 23 Einzelstücke umfassende Dokumentation offizieller Reden, Berichte und Beschlüsse in der Siebenjahrplanperiode.
Anmerkungen

Übereinstimmungen in der Zusammenfassung der Arbeit Gleitzes

Sichter

[44.] Analyse:Mg/Fragment 148 07 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:36 Kybot
Erstellt: 23. August 2011, 10:23 (Hotznplotz)
Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Thalheim 1978, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Hotznplotz, KayH
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 148, Zeilen: 05-10; 13-14
Quelle: Thalheim 1978
Seite(n): 024, Zeilen: 22-31
[Z. 5-10]

In seinem Beitrag "Planvollzug der abgelaufenen Perspektivpläne der DDR und die Zielsetzung des Fünfjahrplans 1971 bis 1975" stellt Gleitze die Arbeitsergebnisse des Bilanzierungsausschusses vor. Er weist erneute Disproportionen und klaffende Versorgungslücken mit Hilfe von Planvollzugs-Diagrammen für die Jahre 1968 bis 1970 nach.

[Z. 13-14]

Der neue Plan sei eher auf eine Stabilisierung und Konsolidierung ausgerichtet.

Zum Band 9 der genannten Schriftenreihe, erschienen unter dem Titel "Das ökonomische System der DDR nach dem Anfang der siebziger Jahre", steuerte Gleitze einen Beitrag bei über "Planvollzug der abgelaufenen Perspektivpläne der DDR und die Zielsetzungen des Fünfjahrplans 1971 bis 1975". [...] kam der Autor zu dem Ergebnis, daß sich gegen Ende der Perspektivplanperiode 1966 — 1970 erhebliche Disproportionen und Versorgungslücken gezeigt hätten. Der neue Fünfjahrplan für die Jahre 1971 bis 1975 sei deshalb in erster Linie auf Stabilisierung und Konsolidierung der Wirtschaft ausgerichtet [...].
Anmerkungen

Ähnlichkeiten in der Formulierung

Sichter

[45.] Analyse:Mg/Fragment 161 03 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 20:29 Kybot
Erstellt: 5. September 2011, 06:46 (Hotznplotz)
Adolph 1991, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 161, Zeilen: 03-04
Quelle: Adolph 1991
Seite(n): 009, Zeilen:
6.1 Auf welches Interesse stieß der Forschungsbeirat auf Regierungs-, Partei- und Verbandsebene? Auf welches Interesse stieß der Forschungsbeirat also letztlich auf Regierungs-, Partei-, Administrations- und Verbandsebene?
Anmerkungen

Offenbar übernimmt der Verf. hier eine Fragestellung Adolphs.

Sichter

[46.] Analyse:Mg/Fragment 162 20 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:36 Kybot
Erstellt: 10. November 2011, 13:25 (Bummelchen)
Adolph 1991, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 162, Zeilen: Ab 20
Quelle: Adolph 1991
Seite(n): 118,119, Zeilen:
Die beteiligten Ministerien waren vor allem in der Anfangszeit neben ihrer in-haltlichen Mitwirkung jedoch auch darauf bedacht, eine gewisse Kontrolle auszu-üben. In einer Staatssekretärsbesprechung bestätigte man sich noch einmal gegensei-tig die Kompetenzen gegenüber dem Forschungsbeirat: „Das Schwergewicht der zu erarbeitenden Maßnahmen liegt bei den einzelnen Ressorts. [...] Dem Forschungs-beirat sind von den einzelnen Ressorts über das Bundesministerium für gesamtdeut-sche Fragen bestimmte Probleme zur Erarbeitung von Stellungnahmen und Empfeh-lungen vorzutragen. Eine selbstständige und von den Arbeiten bei den Ressorts los-

[

gelöste Tätigkeit des Forschungsbeirates sollte vermieden werden." [Fn 1] Die Forderung des Staatssekretärs des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, die Tätigkeit des Forschungsbeirates auf das Sammeln und Sichten von Ma-terial zu beschränken, wurde aber abgelehnt.[Fn 2]

...

[Fn 1] Protokoll über die Besprechung der Herrn Staatssekretäre am 21.4.1952 im Bundesministerium für ge-samtdeutsche Fragen über die Maßnahmen nach der Wiedervereinigung Deutschlands im Gebiet der Sowjetzone, in: BarchK B 1371/ 12.

[Fn 2] vgl. ebenda.

]

Auf der nachfolgenden Staatssekretärsbesprechung, zu der das gesamtdeutsche Ministerium geladen hatte, zeigte man aber nunmehr gesunden Ressortegoismus. Das Ergebnis der diesbezüglichen Aussprache wurde folgendermaßen zusammengefaßt “Das Schwergewicht der zu erarbeitenden Maßnahmen liegt bei den einzelnen Ressorts. [...J. Dem Forschungsbeirat sind von den einzelnen Ressorts über das Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen bestimmte Probleme zur Erarbeitung von Stellungnahmen und Empfehlungen vorzutragen. Eine selbsstständige und von den Arbeiten bei den Ressorts losgelöste Tätigkeit des Forschungsbeirates soll vermieden werden.“ [Fn 375]

[Fn 376] Vgl. Kapitel 11.2., S.28ff.

BA, B 137/937, Niederschrift über die Sitzung des Interministeriellen Ausschusses: “Wirtschaftliche Wiedervereinigung Deutschlands‘, vertraulich, vom 7. April 1952.

[Fn 378] BA, B 141/9170, Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen, 1/2 - 328- 207/52 geh., Protokoll über die Besprechung der Herren Staatssekretäre am 21. April 1952 im Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen über die Maßnahmen nach der

[S.119] Weiterhin wäre eine [... vorhergehende Abstimmung der Ergebnisse der Arbeiten des Forschungsbeirates in grundsätzlichen Fragen mit den Auffassungen der Fachressorts vor einer schriftlichen Niederlegung wünschenswert, damit keine unerwünschten Formulierungen in die Öffentlichkeit Der von Staatssekretär Sonnemann (Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten) wiederholt vorgebrachten Forderung, die Tätigkeit des Forschungsbeirates auf das Sammeln und Sichten von Material zu beschränken, wurde jedoch entgegnet, daß dem Forschungsbeirat das Recht zur Ausarbeitung von Gutachten, Empfehlungen und Stellungnahmen nicht genommen werden könne. Kein Fachressort sei aber durch diese Gutachten und Empfehlungen gebunden. Der Forschungsbeirat möge die Ergebnisse seiner Arbeiten nicht an andere Stellen als die Ressorts leiten.“

Anmerkungen

1:1 Zitate und Textähnlichkeiten. Wahrscheinlich aus den Rothbüchern (s. Roth 1998b,S. 358,[Fn 77].

Sichter

[47.] Analyse:Mg/Fragment 162 22 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:36 Kybot
Erstellt: 10. November 2011, 13:05 (Bummelchen)
Adolph 1991, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 162, Zeilen: 22-29
Quelle: Adolph 1991
Seite(n): 113, Zeilen:
Dagegen schien das Bundesinnenministerium kein Interesse an den Arbeiten zu haben und verzichtete auf die Entsendung eines Ministerialreferenten. Wie hausinterne Be-sprechungen ergaben, glaubte man im Innenministerium nicht an eine baldige Wiedervereinigung: „Nach den Besprechungen, die in unserem Haus geführt wurden, halte ich den Tag ,X' unter dem jetzigen Besatzungsstatut für unwahrscheinlich. Wir kommen zu dem Ergebnis, daß es unmöglich ist, eine freie Wahl durchzuführen unter dem Status der sowjetischen Besatzungsmacht."[Fn 4]

...

[Fn 4] Diskussionszusammenfassung der .Arbeitstagung des Forschungsbeirates vom 2.7.1952, in- PA/AA B 10/215.

Kein großes Interesse an der Tätigkeit des Forschungsbeirates hatte man nach einer ersten Fühlungnahme auch im Bundesinnenministerium. Der Leiter der Berliner Vertretung des Innenministeriums, Ministerialrat Dr. Frh. von Fritsch, verkündete im Juli 1952 das Ergebnis einer hausinternen Besprechung: “Nach den Besprechungen, die in unserem Haus geführt wurden, halte ich den Tag “X“ unter dem jetzigen Besatzungsstatut für unwahrscheinlich. Wir kommen zu dem Ergebnis, daß es unmöglich ist, eine freie Wahl durchzuführen unter dem Status der sowjetischen Besatzungsmacht." [Fn 367]

...

[367] Im Ausschuß für Sonderfragen der gewerblichen Wirtschaft und Bilan zierungsausschuß.

Anmerkungen

1:1 Übernahme eines Zitates.

Sichter

[48.] Analyse:Mg/Fragment 167 09 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:36 Kybot
Erstellt: 4. September 2011, 12:44 (Hotznplotz)
Adolph 1991, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 167, Zeilen: 08-11
Quelle: Adolph 1991
Seite(n): 115, Zeilen:
"Man kann eine Arbeit, die letzten Endes von der Gesamtheit der Ministerien durch hierfür geschaffene besondere Referate oder gar Abteilungen geleistet werden müßte, nicht durch Jahre auf die Schultern anderweitig stark belasteter und nur ehrenamtlich tätiger Wissenschaftler legen."[FN 1]

[FN 1] Brief von Ernst an Thedieck vom 12.1.1956, in: BarchK B 137/ 3935.

"Man kann eine Arbeit, die letzten Endes von der Gesamtheit der Ministerien durch hierfür geschaffene besondere Referate oder gar Abteilungen geleistet werden müßte, nicht durch Jahre auf die Schultern anderweitig stark belasteter und nur ehrenamtlich tätiger Wissenschaftler legen."[FN 372]

[FN 372] BA, B 137/3935, Schreiben von Ernst an Thedieck vom 12. Januar 1956.

Anmerkungen

Wenige Zeilen später folgt ein weiteres Zitat offenbar aus der gleichen Quelle.

Sichter

[49.] Analyse:Mg/Fragment 167 25 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:36 Kybot
Erstellt: 2. September 2011, 17:41 (Hotznplotz)
Adolph 1991, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 167, Zeilen: 25-42; 103
Quelle: Adolph 1991
Seite(n): 170-171, Zeilen: 18-24; 01-15; 101
Bei der Vorstellung des Zweiten Tätigkeitsberichtes schwingt in den Ausführungen von Ernst mit, dass die Differenzen zwischen den Ministerien und dem Forschungsbeirat zwar behoben wurden, aber nicht vergessen worden sind: "Es ist auf eines entscheidendes Gewicht gelegt worden, daß die Voten des Forschungsbeirates unabhängig sind von der Auffassung der Regierung. Wir haben uns auf den Standpunkt gestellt, daß wir der Bundesregierung, die uns berufen hat, nur dann wirklich dienen können, wenn wir in unserer Meinungsbildung absolut frei sind, und wir haben gar keine Scheu, auch gelegentlich Auffassungen zu bringen, die vielleicht dem einen oder anderen betroffenen Ministerium im Augenblick nicht die Freude erregen, die vielleicht von dort aus erwünscht wird. Auf der anderen Seite muß aber naturgemäß - das ist klar - diese Arbeit eine enge Zusammenarbeit sein. [...] Das gibt ein reges Spiel und Gegenspiel, meine Herren, das in der Auswirkung mit verschiedenen Prädikaten belegt werden kann. Das ist z.B. ganz hervorragend, das ist zum Teil etwas schwächer und das ließ bei der Abfassung unseres ersten Tätigkeitsberichtes noch an einzelnen Stellen zu wünschen übrig. Diese Stellen sind ausgemerzt. Sie finden daher in dem von mir verantwortlich gezeichneten ersten Teil eine Bemerkung, daß die Zusammenarbeit mit den Ministerien sichergestellt ist. Das ist un-sere feste Überzeugung, und soweit wir sehen, läuft das auch alles sehr gut."[FN 3]

[FN 3] Protokoll der Pressekonferenz vom 5.8.1957 im Bundeshaus Berlin, in: BarchK B 137 1/ 32.

Wie sehr die Zusammenarbeit zwischen dem Forschungsbeirat, dem gesamtdeutschen Ministerien und den einzelnen Fachministerien bei der Verabschiedung des ersten Tätigkeitsberichtes noch belastet war, zeigt der Rückblick, den Friedrich Ernst bei der Vorstellung des Zweiten Tätigkeitsberichtes vor den versammelten Pressevertretern tätigte:

"Es ist auf eines entscheidendes Gewicht gelegt worden, daß die Voten des Forschungsbeirates unabhängig sind von der Auffassung der Regierung. Wir haben uns auf den Standpunkt gestellt, daß wir der Bundesregierung, die uns berufen hat, nur dann wirklich dienen können, wenn wir in unserer Meinungsbildung absolut frei sind, und wir haben gar keine Scheu, auch gelegentlich Auffassungen zu bringen, die vielleicht dem einen oder anderen betroffenen Ministerium im Augenblick nicht die Freude erregen, die vielleicht von dort aus erwünscht wird. Auf der anderen Seite muß aber naturgemäß - das ist klar - diese Arbeit eine enge Zusammenarbeit sein. [...] Das gibt ein reges Spiel und Gegenspiel, meine Herren, das in der Auswirkung mit verschiedenen Prädikaten belegt werden kann. Das ist z.B. ganz hervorragend, das ist zum Teil etwas schwächer und das ließ bei der Abfassung unseres ersten Tätigkeitsberichtes noch an einzelnen Stellen zu wünschen übrig. Diese Stellen sind ausgemerzt. Sie finden daher in dem von mir verantwortlich gezeichneten ersten Teil eine Bemerkung, daß die Zusammenarbeit mit den Ministerien sichergestellt ist. Das ist un-sere feste Überzeugung, und soweit wir sehen, läuft das auch alles sehr gut."[FN 557]

[FN 557] BA, B 137 1/32, Protokoll der Pressekonferenz vom 5.8.1957 im Bundeshaus Berlin, dort S. 3/4-3/5.

Anmerkungen

Anscheinend übernimmt der Verf. hier ein Forschungsergebnis Adolphs inkl. Fußnote. Sehr auffällig ist, dass nicht nur der Umfang des, sondern auch die Auslassung in dem Zitat identisch ist.

Sichter

[50.] Analyse:Mg/Fragment 182 17 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:36 Kybot
Erstellt: 13. November 2011, 23:12 (Bummelchen)
Adolph 1991, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 182, Zeilen: 17-25
Quelle: Adolph 1991
Seite(n): 182,183, Zeilen:
Die Bitte des Vorsitzenden dieses KUD-Arbeitskreises, Dr. Franz Reuter, ihm Material des Forschungsbeirates für die Ver-wertung zu überlassen, wurde abgelehnt. Als Begründung diente die Aussage, dass das Material des Forschungsbeirates geheim sei. Der Forschungsbeirat lehnte eine Zusammenarbeit mit dem KUD außerdem ab, weil die Mitglieder der Überzeugung waren, dass sich der Forschungsbeirat um rein sachliche Ergebnisse für die Zukunft bemühe, während das KUD auf der aktuellen politischen Ebene arbeite. Einzig und allein sollte es Dr. Reuter ermöglicht werden an den Sitzungen des Ausschusses für Fragen der gewerblichen Wirtschaft teilzunehmen.[Fn 4]

...

[Fn 4] vgl. Protokoll der Beratungen des Forscherkreises am 11.4.1956, in: BarchK B 137 1/ 567.

[S. 182 ]

Die Bitte des Vorsitzenden dieses Arbeitskreises, Reuters,[Fn 597] ihm Material des Forschungsbeirates zu überlassen, wurde mit der Begründung, daß das Material des Forschungsbeirates geheim sei, von seiten des Ministeriums abgelehnt. Friedrich Ernst, an den Reuter den gleichen Wunsch persönlich herantragen hatte, mußte dieses aus “grundsätzlichen Erwägungen“ ebenfalls versagen.[ Fn 598] Und auch die Bitte Reuters, ihm wenigstens Material des Forschungsbeirates zur Veröffentlichung im “Volkswirt“ zu übergeben und ihn als Pressereferenten in den Forschungsbeirat einzubeziehen, mußte von Ernst abschlägig beantwortet werden, “da er dem Volkswirt kein Primat zuerkennen könne.“ [Fn 599] Bruno Gleitze, der selbst an einer Tagung des “Kuratoriums Unteilbares Deutschland“ teilgenommen hatte, kam in der darauffolgenden Plenumsdiskussion im Forschungsbeirat

...

[Fn 597] Dr. Franz Reuters war der Herausgeber der Zeitschrift “Der Volkswirt“.

[Fn 598] Vgl. dazu den Kurzbericht über die Tagung des “Kuratorium Unteilbares Deutschland“ vom 23./24.3. 1956 in: BA, B 137 1/567, Protokoll der Beratungen des Forscherkreises vom 11.4.1956, dort 5. 3.

[Fn 599 ]Ebd., dort 5. 3.

[S 183]

in Übereinstimmung mit allen Mitgliedern des Forschungsbeirates zu der Feststellung, “[...) daß eine Verklammerung des Forschungsbeirates, der sich um rein sachliche Ergebnisse für die Zukunft bemühe, mit dem Kuratorium, dessen Tätigkeit auf der aktuellen politischen Ebene liege, abgelehnt werden müsse, da die Arbeit dieser beiden Institutionen zu unterschiedlich sei.“[Fn 600]

[Fn 600] Ebd., dort 5. 3.

Anmerkungen
Sichter

[51.] Analyse:Mg/Fragment 188 18 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:36 Kybot
Erstellt: 9. November 2011, 19:21 (Bummelchen)
Fragment, Mg, Roth 1971, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 188, Zeilen: 18-20
Quelle: Roth 1971
Seite(n): 67, Zeilen: 23-26
Der Forschungsbeirat an sich sei - wie die Aller-Zeitung Gradl zitierte - „ein Zeichen für den unbedingten Willen zur Wiedervereinigung und für den uner-schütterlichen Glauben an sie" [Fn 4].

...

[Fn 4] „Zeichen für den Willen zur Einheit", in: Aller-Zeitung vom 7.7.1961.

Er wird das in der Uberzeugung tun, daß er mit dieser Arbeit auch vor aller Welt ein Zeichen für den unbedingten deutschen Willen zur Wiedervereinigung und für den unerschütterlichen Glauben an sie setzt.
Anmerkungen

Der Text aus der Quelle stammt von einem Bericht von MdB Dr. Gradl. Vielleicht wurde er tatsächlich so in der Ausgabe der Aller-Zeitung zitiert.

Sichter

[52.] Analyse:Mg/Fragment 211 22 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 20:29 Kybot
Erstellt: 10. November 2011, 19:20 (Bummelchen)
Adolph 1991, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 211, Zeilen: 22-25
Quelle: Adolph 1991
Seite(n): 82, Zeilen:
Im Jahr 1951 bestanden bereits 49 Beirä-te bei den Bundesministerien.6 Dem Bulletin des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung war die Gründung des Forschungsbeirates keine Meldung wert, lediglich die Berliner und Bonner Tageszeitungen brachten kurze Meldungen zur Gründungsversammlung. Dagegen wurde in der DDR von Beginn an Propaganda gegen den Forschungsbeirat betrieben. [Fn 260] Einzig die Berliner und Bonner Tageszeitungen stellten die Gründung des Forschungsbeirates in eigenen Meldungen heraus. Dem Bulletin des Presse und Informationsamtes der Bundesregierung war die Gründung des Forschungsbeirates bspw. keine Meldung wert. Im “Neuen Deutschland“ und den anderen gleichgeschalteten DDR- Medien begann man dagegen schon frühzeitig, sich auf den Forschungsbeirat als eine “Spionagezelle zur Vorbereitung eines Angriffskrieges einzuschießen.“ Vgl. Neues Deutschland“ Nr. 73 vom 25.3.1952, 5. 3.
Anmerkungen
Sichter

[53.] Analyse:Mg/Fragment 223 10 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:37 Kybot
Erstellt: 9. November 2011, 18:49 (Bummelchen)
Fragment, Mg, Roth 1971, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 223, Zeilen: 10-15
Quelle: Roth 1971
Seite(n): 47, Zeilen:
Dem Vizepräsidenten des Forschungsbeirates, Ministerialdirigent Dr. Hans von Boeckh, wurde vorgeworfen, nach seiner Tätigkeit im Reichswirtschaftsministerium als Leiter der Hauptabteilung Wirtschaft beim Generalkommissar für Finanzen und Wirtschaft, beim Reichskommissar für die besetzten niederländischen Gebiete, Seyß Inquart, maßgeblichen Anteil an der Organisierung der wirtschaftlichen Aus-plünderung Hollands gehabt zu haben. [Fn 6]

Vgl. z.B.: Prof. Dr. Georg Blohm, seit 1962 Stellvertreter des Vorsitzenden des Agrarausschusses und Mitglied im „Forscherkreis" des „Forschungsbeirats". Vor 1945: schreib wütiger Propagandist der Ostexpansion, nach dem Überfall auf Polen u. a. Leiter der Gruppe II des „Landwirtschaftlichen Stabes beim Oberverwaltungs-chef für das besetzte Gebiet in Polen" Dr. Hans von Boeckh, Vizepräsident des „Forschungsbeirates" und Mitglied des „Forscherkreises". Vor 1945: nach der Okkupation der Niederlande, Leiter der Hauptabteilung Wirtschaft beim „General-kommissar für Finanzen und Wirtschaft" beim „Reichskommissar für die besetzten niederländischen Gebiete", Gauleiter Seyß-Inquart. Prof. Dr. Werner Bosch, Mit-glied des „Forscherkreises", leitet zusammen mit Prof. Dr. Erich Walter den „Sozialausschuß" des „Forschungsbeirats". Vor 1945: bis 1943 Leiter der Chefgruppe W der Wirtschaftsinspektion Mitte bei den Verbänden der Heeresgruppe Mitte in den besetzten Gebieten der Sowjetunion....

Anmerkungen
Sichter

[54.] Analyse:Mg/Fragment 228 22 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:37 Kybot
Erstellt: 9. November 2011, 18:19 (Bummelchen)
Fragment, Mg, Roth 1971, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 228, Zeilen: 22-26
Quelle: Roth 1971
Seite(n): 17, Zeilen: 26-33
Als deutlicher Be-weis für die Verstrickungen wurde immer wieder das folgende Zitat aus der Eröffnungsrede von Jakob Kaiser angeführt: „Es liegt durchaus im Bereich der Möglichkeit, daß dieser Tag X rascher kommt, als die Skeptiker zu hoffen wagen. Es ist un-sere Aufgabe auf alle Probleme bestmöglichst vorbereitet zu sein." [Fn 6]

...

[Fn 6] vgl. z.B. „Der Zusammenbruch des faschistischen Abenteuers", in: Neues Deutschland vom 19.6.1953; vgl. „Wer hinter dem faschistischen Putschversuch des 17. Juni steht", in: Neues Deutschland vom 21.6.1953.

Jakob Kaiser, seinerzeit Minister für gesamtdeutsche Fragen, sprach sich darüber in seiner Gründungsrede in aller Offenheit aus: „Es liegt durchaus im Bereich der Möglichkeit, daß dieser Tag ,X' rascher kommt, als die Skeptiker zu hoffen wagen. Es ist unsere Aufgabe, für alle Probleme bestmöglich vorbereitet zu sein . . . Grundsätzlich wird es darauf ankommen, in der Sowjetzone die Gedanken des Rechts und der Freiheit im Geiste abend-ländischer Kultur zu verwirklichen".[Fn 9]
Anmerkungen

Wieder 1:1 das selbe Zitat.

Sichter

[55.] Analyse:Mg/Fragment 234 05 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:37 Kybot
Erstellt: 5. September 2011, 21:08 (Hotznplotz)
Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, Woeller 2004, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 234, Zeilen: 02-09; 102
Quelle: Woeller 2004
Seite(n): 138, Zeilen:
So urteilte Prof. Kurt Hage [sic] auf einer Sitzung des Präsidialrates des Deutschen Kulturbundes, als er die Bevölkerung in der DDR beruhigen wollte: "In einem 300 Seiten umfassenden Bericht ist niedergelegt und bereits in allen Einzelheiten ausgearbeitet, wie die Freiheit des werktätigen Volkes in der DDR erstickt und die militärisch-klerikale Diktatur errichtet werden sollte. Dieser Anschlag auf die Freiheit wurde am 13. August durch die Kampfgruppen der Betriebe und die Nationale Volksarmee vereitelt."[FN 2]

[FN 2] zit. nach Pressestimmen zum Dritten Tätigkeitsbericht 1957-1961, in: BarchK B 1371/ 401.

Das Mitglied des Politbüros Kurt Hager bezeichnete in einer Rede vor dem »Präsidialrat des deutschen Kulturbundes« am 29. September 1961 den Forschungsbeirat als mit ursächlich für die Errichtung der Mauer: »In einem 300 Seiten umfassenden Bericht ist niedergelegt und bereits in alle Einzelheiten ausgearbeitet, wie die Freiheit des werktätigen Volkes in der DDR erstickt und die militärisch-klerikale Diktatur errichtet werden sollte. Dieser Anschlag auf die Freiheit wurde am 13. August durch die Kampfgruppen der Betriebe und die Nationale Volksarmee vereitelt.«[FN 9]

[FN 9] Zitiert nach »Pressestimmen zum Dritten Tätigkeitsbericht 1957-1961«, Anlage zum Protokoll der Forscherkreissitzung am 19.12.1961, BA, B 137 I/570, S. 6.

Anmerkungen
Sichter

[56.] Analyse:Mg/Fragment 240 15 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:37 Kybot
Erstellt: 5. September 2011, 18:01 (Hotznplotz)
Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, Woeller 2004, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 240, Zeilen: 14-16; 18-21; 24-25; 103-105
Quelle: Woeller 2004
Seite(n): 144, Zeilen:
In einer Gedenkschrift für Paul Laufer, seinem Führungsoffizier, heißt es zur Tätigkeit Gronaus: "Er erarbeitete wertvolle Informationen [...]."[FN 3] Und in einer anderen Schrift wird über seine Arbeit resümiert: "Mit Akribie, Detail für Detail, Tag für Tag, Woche um Woche, Monat für Monat durchforstete und ermittelte der Kundschafter. Er setzte sich auf zahllosen Sitzungen und Begegnungen genau ins Bild [...]."[FN 4] Im Jahr 1972 wurde Gronau wegen Spionage in Westberlin festgenommen und ein Jahr später ausgetauscht.

[FN 3] o.A. (1988): Deckname Stabil. Stationen aus dem Leben und Wirken des Kommunisten und Tschekisten Paul Laufer. Leipzig: 88.

[FN 4] o.A (1989): Kundschafter des Friedens. Bd. 1. Leipzig: 297ff.

Nach Einschätzung des Ministeriums für Staatssicherheit lieferte Gronau »äußerst wertvolle Informationen«.[FN 40] So lobte 1989 Markus Wolf die Agententätigkeit Gronaus: »Mit Akribie, Detail für Detail, Tag für Tag, Woche um Woche, Monat für Monat durchforschte und ermittelte er und setzte sich auf zahllosen Sitzungen und Begegnungen genau ins Bild«.[FN 41]

[FN 40] Deckname Stabil: Stationen aus dem Leben und Wirken des Kommunisten und Tschekisten Paul Laufer, Leipzig 1988, S. 86ff. Zitiert nach H. KNABE, Unterwanderte Republik, 1999, S. 373.

[FN 41] Kundschafter des Friedens, Publikation für MfS-Angehörige, Leipzig 1989, S. 297. Zitiert nach ebd., S. 373 und S. 558.

Anmerkungen

teilweise Übereinstimmung von Zitaten und deren Quellen

Sichter

[57.] Analyse:Mg/Fragment 268 04 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:37 Kybot
Erstellt: 3. September 2011, 16:00 (Hotznplotz)
Adolph 1991, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 268, Zeilen: 01-12; 101
Quelle: Adolph 1991
Seite(n): 186-187, Zeilen: 19-20; 01-10; 101
[Stellver-]tretend für viele ähnlich lautende Aussagen über den Forschungsbeirat innerhalb dieser Diskussion soll hier Gero Neugebauer, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der FU Berlin, zitiert werden:

"Der Forschungsbeirat z.B. tat zu seiner Zeit alles andere, als sich mit einem dem Marxismus-Leninismus konkurrenzfähigen Wertesystem zu beschäftigen. Seine nicht offen propagierte Grundhaltung war durch Vertreter neoliberaler Ordnungsvorstellungen geprägt. Sein Theoriedefizit ergab sich aus einer auf 'Wiedervereinigung' gerichteten Tätigkeit, die als Beseitigung der in der DDR eingetretenen politischen wie sozioökonomischen Veränderungen verstanden wurde. Für Denken in gesellschaftspolitischen Alternativen war in diesem Gremium kein Platz; 'ausgetrocknet' war der Beirat von Anfang an. Die Arbeit und das Schicksal des Forschungsbeirates sind zudem exemplarisch für eine Art der Forschung, die an wechselnde politische Anforderungen gebunden ist."[FN 1]

[FN 1] Neugebauer (1973): 1036. [im Lit.-Verz.: Neugebauer, Gero (1973): DDR-Forschung nur als Büttel der Politik?. In: Deutschland Archiv 6. 1973. 10. 1036-1038.]

So wurde 1973 im Rahmen einer im "Deutschland Archiv" dokumentierten Diskussion über "Aufgaben und Ziele der DDR-Forschung heute" folgende Kritik am Forschungsbeirat geübt:

"Der Forschungsbeirat z.B. tat zu seiner Zeit alles andere, als sich mit einem dem Marxismus-Leninismus konkurrenzfähigen Wertesystem zu beschäftigen. Seine nicht offen propagierte Grundhaltung war durch Vertreter neoliberaler Ordnungsvorstellungen geprägt. Sein Theoriedefizit ergab sich aus einer auf 'Wiedervereinigung' gerichteten Tätigkeit, die als Beseitigung der in der DDR eingetretenen politischen wie sozioökonomischen Veränderungen verstanden wurde. Für Denken in gesellschaftspolitischen Alternativen war in diesem Gremium kein Platz; 'ausgetrocknet' war der Beirat von Anfang an. Die Arbeit und das Schicksal des Forschungsbeirates sind zudem exemplarisch für eine Art der Forschung, die an wechselnde politische Anforderungen gebunden ist."[FN 610]

[FN 610] Zitiert nach Thalheim, Entwicklung und Gegenwartslage DDR-Forschung, S. 258.

Anmerkungen

Offenbar benutzt der Verf. hier für die Quellenangabe den von Adolph gegebenen Hinweis.

Sichter

[58.] Analyse:Mg/Fragment 298 04 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:37 Kybot
Erstellt: 9. November 2011, 17:52 (Bummelchen)
Fragment, Mg, Roth 1971, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 298, Zeilen: 4-17
Quelle: Roth 1971
Seite(n): 45,46, Zeilen:
In diesem Sinne hatte auch der Präsident des Forschungsbeirates, Johann Baptist Gradl, im Fünften Tätigkeitsbericht argumentiert: „Ob die Zusammenfügung der beiden Teile Deutschlands in einem gedrängten oder in einem langen Prozeß, in wenigen oder vielen Stufen, mit Zwischenlösungen und Kompromissen verschiedener Art oder wie auch sonst zu vollziehen sein wird -

der Forschungsbeirat hat die Probleme er-kennbar gemacht, die sich in der gewerblichen Wirtschaft, in der Landwirtschaft, im Finanzwesen, in der Sozialpolitik und Sozialordnung ergeben, wenn einmal aus dem nationalen Verlangen nationale Wirklichkeit werden kann. Und er hat dargestellt, wie sich die vielfaltigen und schwierigen praktischen Aufgaben bei der Zusammen-fügung konkret angehen lassen. Sollten sich die Verhältnisse in einem oder in bei-den Teilen Deutschlands wesentlich ändern, so können die bisherigen Stellungnah-men des Forschungsbeirates ohne allzu große Mühe neuen Situationen angepaßt werden." [Fn 2]

...

[Fn 2] Forschungsbeirat (1969): 17f.

[S. 45 Ende]

Nur schien es nicht mehr ratsam — und das ist das einzig Neue — mit diesen Vorschlägen offen hausieren zu gehen. Die Arbeit des „Forschungsbeirats" wurde zum integralen Bestandteil der auf gesamteuropäische „Konvergenz" setzenden Bonner Geheimdiplomatie. Insofern hatten die Mitglieder des „Forschungsbeirats" trotz aller Umstellungen Grund, ihre bisherige Arbeit voll Stolz und Zufriedenheit zu resümieren: „Ob die Zusammenfügung der beiden Teile Deutschlands in einem gedrängten oder in einem langen Prozeß, in wenigen oder vielen Stufen, mit Zwischenlösungen und Kompromissen verschiedener Art oder wie auch sonst zu vollziehen sein wird — der Forschungsbeirat hat die Probleme erkennbar gemacht, die sich in der gewerblichen Wirtschaft,

[S. 46 Z. 1-8]

in der Landwirtschaft, im Finanzwesen, in der Sozialpolitik und Sozialordnung ergeben, wenn einmal aus dem nationalen Verlangen nationale Wirklichkeit werden kann. Und er hat dargestellt, wie sich die vielfältigen und schwierigen praktischen Aufgaben bei der Zusammen-fügung konkret angehen lassen. Sollten sich die Verhältnisse in einem oder in beiden Teilen Deutschlands wesentlich ändern, so können die bisherigen Stellungnahmen des Forschungsbeirats ohne allzu große Mühe neuen Situationen angepaßt werden." [Fn 127]

Anmerkungen

Der Autor zitiert zufälliger Weise den selben Text wie er sich in Roth 1971 befindet.

Sichter

[59.] Analyse:Mg/Fragment 332 15 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:37 Kybot
Erstellt: 10. November 2011, 19:32 (Bummelchen)
Adolph 1991, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verdächtig, ZuSichten

Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 332, Zeilen: 15-19
Quelle: Adolph 1991
Seite(n): 188, Zeilen:
Für alle Gebiete jenseits der Oder-Neiße-Linie war der For-schungsbeirat nicht zuständig. In Betracht kommende Fragen sollten durch einen ge-samtdeutschen Gesetzgeber, der frei in seinen Entschließungen sei, neu geregelt und durch entsprechende Maßnahmen der Exekutive umgesetzt werden. Hier hatten die Forscher im vertrauten Kreis durchaus die ursprüngliche Arbeitshypothese und politische Grundlage des Forschungsbeirates, die besagte, daß eine ‘Neuregelung der in Betracht kommenden Fragen durch einen gesamtdeutschen Gesetzgeber, der frei in seinen Entschließungen ist, und durch entsprechende Maßnahmen der Exekutive durchgeführt wird‘, insoweit modifiziert und an den Eden-Plan angepaßt, als daß für eine Übergangszeit zwei Exekutiven ohne eine sofortige und vorhergehende freie Wahl hätten in Betracht kommen können.
Anmerkungen
Sichter


Fragmente (Kein Plagiat)

2 Fragmente

[1.] Analyse:Mg/Fragment 0164 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:33 Kybot
Erstellt: 13. November 2011, 21:59 (Bummelchen)
Adolph 1991, Fragment, KeinPlagiat, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
KeinPlagiat
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 164, Zeilen: 1-
Quelle: Adolph 1991
Seite(n): , Zeilen:
[Gleitze glaubte nämlich nicht, „daß das Ziel eines gleichmäßigen, in seinen zyklischen Schwankungen geglätteten Konjunkturverlaufes und eines gleichzeitig starken ]Wachstums im freien Spiel der Kräfte zu verwirklichen sei. Zur Erreichung eines größtmöglichen Grades volkswirtschaftlicher Effizienz waren nach seiner Überzeu-gung vorausschauende strukturpolitische Steuerungsmaßnahmen, gegebenenfalls umfassende Investitionslenkungen oder langfristig angelegte Konjunkturprogramme nötig, die auf umfassenden, statistisch fundierten Konjunkturanalysen beruhen müs-sen. "[Fn 1]

...

[Fn 1] Adolph (1991): 123.

Im Gegensatz zum Erhard‘schen Ordoliberalismus glaubte Gleitze jedoch nicht, daß das Ziel eines gleichmäßigen, in seinen zyklischen Schwankungen geglätteten Konjunkturverlaufes und eines gleichzeitig starken Wachstums im freien Spiel der Kräfte zu verwirklichen sei. Zur Erreichung eines größtmöglichen Grades volkswirtschaftlicher Effizienz waren nach seiner Überzeugung vorausschauende strukturpolitische Steuerungsmaßnahmen, gegebenenfalls umfassende Investitionslenkungen oder langfristig angelegt Konj unkturprogramme nötig, die auf umfassenden, statistisch fundierten Konj unkturanalysen beruhen müssen.
Anmerkungen
Sichter

[2.] Analyse:Mg/Fragment 037 26 - Diskussion
Bearbeitet: 11. August 2012, 09:05 Guckar
Erstellt: 27. August 2011, 14:40 (Hotznplotz)
Fragment, KeinPlagiat, Mg, Ruess 1973, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
KeinPlagiat
Bearbeiter
Hotznplotz, Goalgetter
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 37, Zeilen: 25-31
Quelle: Ruess 1973
Seite(n): 076, Zeilen: 11-16
Thedieck lieferte damit die Begründung für ein kaum übersehbares Vorfeld, von dem man annahm, dass es im Falle einer Wiedervereinigung schneller wieder abgebaut werden könnte als der umfangreiche Apparat eines Ministeriums. Die Abhängigkeit der verschiedenen Organisationen reichte von ministeriumseigenen Vereinsgründungen über vollständige Finanzierungen bis zu Organisationen, die lediglich Informationen mit dem Ministerium austauschten. So entstand ein kaum übersehbares Vorfeld, wobei für Aufgaben des Ministeriums Vereine gegründet oder bei der Gründung wesentlich beeinflußt, aber auch unabhängig entstandene Organisationen voll oder teilweise übernommen

wurden. Man glaubte, daß ein solches Vorfeld im Falle einer Wiedervereinigung schneller wieder abbaubar sei, als der umfangreiche Apparat eines Ministeriums.

Anmerkungen

Keine Quellenangabe. Der Verf. schmückt seinen zweiten Satz offenbar etwas aus, da die Originalvorlage recht allgemein gehalten ist.

Sichter


Fragmente (Verwaist)

Kein Fragment



Quellen

Quelle Autor Titel Verlag Jahr Lit.-V. FN
Mg/Adolph 1991 Bernd Adolph Die Anfänge des Forschungsbeirates für Fragen der Wiedervereinigung Deutschlands 1952-1954 [Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität] [1991] ja
Mg/Adolph 1995 Bernd Adolph Die Anfänge des Forschungsbeirates für Fragen der Wiedervereinigung Deutschlands Verlag Wissenschaft und Politik 1995 ja
Mg/Buchstein 1989 Hubertus Buchstein Ideologie und Empirie. Der Versuch einer Rekonstruktion des intellektuellen Profils von Peter C. Ludz Westdeutscher Verlag GmbH 1989 ja
Mg/Klinkmüller 1995 Erich Klinkmüller Die Deutsche Demokratische Republik war nicht der erste Staat, dessen Zusammenbruch Karl C. Thalheim erlebte Osteuropa-Institut 1995 ja
Mg/Roth 1971 Karl-Heinz Roth Invasionsziel DDR. Vom Kalten Krieg zur neuen Ostpolitik. Psychologische Kampfführung Konkret-Buchverlag 1971 ja ja
Mg/Roth 1998a Karl-Heinz Roth Der Forschungsbeirat für Fragen der Wiedervereinigung Deutschlands 1952-1975. Eine Dokumentation Verlag Matthias Kirchner 1998 ja ja
Mg/Roth 1998b Karl-Heinz Roth Wirtschaftspolitik als Anschluß-Planung: Der Forschungsbeirat für Fragen der Wiedervereinigung Deutschlands und die Forschungsstelle für gesamtdeutsche wirtschaftliche und soziale Fragen (1952-1993) Verlag Matthias Kirchner 1998 ja ja
Mg/Roth 2000 Karl Heinz Roth Anschließen, angleichen, abwickeln. Die westdeutschen Planungen zur Übernahme der DDR 1952 bis 1990 KVV konkret 2000 ja
Mg/Ruess 1973 Gisela Rüß Anatomie einer politischen Verwaltung. Das Bundesministerium für Gesamtdeutsche Fragen - Innerdeutsche Beziehungen 1949-1970 C.H. Beck 1973 ja
Mg/Thalheim 1978 Karl C. Thalheim Bruno Gleitze als Wirtschafts- und Kulturforscher : mit e. Bibliogr. als Festgabe anlässl. seines 75. Geburtstages Duncker & Humblot 1978 ja
Mg/Woeller 2004 Roland Wöller Der Forschungsbeirat für Fragen der Wiedervereinigung Deutschlands 1952-1975 : zur politischen und wissenschaftlichen Diskussion der wirtschaftlichen Wiedervereinigung Droste 2004 nein


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