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Analyse:Mg/Fragment 058 07

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 58, Zeilen: 7-
Quelle: Adolph 1991
Seite(n): 23,24, Zeilen:
Den Zuständigkeitsanspruch auf die Koordinierung aller gesamtdeutschen Belange musste Thedieck auf dieser Sitzung angesichts aufkommenden Widerstandes der anderen Ressorts jedoch bereits wieder revidieren: „Das Ministerium für gesamtdeutsche Fragen erhebe keinen Anspruch darauf, ein Monopol für alle mit der Wiedervereinigung verbundenen Aufgaben und Maßnahmen zu beanspruchen. Das Ministerium für gesamtdeutsche Fragen habe aber gem. seinem Charakter die Aufgabe, Anregungen zu geben und eine Mittlerstellung zwischen den einzelnen Minis-terien einzunehmen. Durch die koordinierende Funktion des Ministeriums für ge-samtdeutsche Fragen sollten selbstverständlich nicht die Arbeiten anderer Ministe-rien eingeschränkt werden, die sich mit besonderen Problemen im Bundesgebiet, die durch die Trennung Deutschlands hervorgerufen werden, befassen." [Fn 3] Wenig später gestand man sich auch innerhalb des BMG ein, dass man dem er-hobenen Anspruch allein schon aus personeller Sicht nicht gerecht werden konnte: „Das Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen wolle für die einzelnen Gebiete, die einer Ordnung bedürfen, keinesfalls die Federführung übernehmen, weil es zur Lösung der vielen Spezialfragen mangels Fachkräften gar nicht in der Lage

sei."[Fn 4]

...

[Fn 3] Niederschrift über die Besprechung im Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen am 23.1.1952, in: BarchK B 137/ 4086.

[Fn 4] Schreiben innerhalb des BMG an von Zahn vom 15.4.1952, betr. Staatssekretärbesprechung über Maß-nahmen nach der Wiedervereinigung Deutschlands in Freiheit, in: BarchK B 137 1/ 12.

[S 23 ab z. 20]

Thedieck mußte aber bereits auf der ersten Sitzung des neuberufenen interministeriellen Ausschusses am 23.1.1952 angesichts des aufkommenden Widerstandes gegen sein Koordinationsbestreben den ursprünglichen Zuständigkeitsanspruch relativieren: “Das Ministerium für gesamtdeutsche Fragen erhebe keinen Anspruch darauf, ein Monopol für alle mit der Wiedervereinigung verbundenen Aufgaben und Maßnahmen zu beanspruchen. L...1 Durch die koordinierende Funktion des Ministeriums für gesamtdeutsche Fragen sollten selbstverständlich nicht die Arbeiten anderer Ministerien eingeschränkt werden, die sich mit besonderen Problemen im Bundesgebiet, die durch die Trennung Deutschland hervorgerufen werden, befassen."

[S. 24 ab Z. 1]

Wenig später, im darauffolgenden April, gestand man es sich innerhalb des eigenen Hauses dann auch ein, daß schon allein die personelle Ausstattung des Ministeriums der von Thedieck zuvor pauschal beanspruchten Aufgabe, nämlich die eine Wie -dervereinigung betreffenden Maßnahmen ‘vorzuschlagen und vorzubereiten‘, nicht gerecht werden konnte: “Das Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen wolle für die einzelnen Gebiete, die einer Ordnung bedürfen, keinesfalls die Federführung übernehmen, weil es zur Lösung der vielen Spezialfragen mangels Fachkräften garnicht in der Lage sei.“

Anmerkungen

Setzt 2 Passagen aus der Quelle zusammen. Der Inhalt findet sich wahrscheinlich in den Roth-Büchern wieder (s. Roth 2000 S. 93 [Fn 32].

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