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50 ungesichtete Fragmente: Plagiat

[1.] Analyse:Mg/Fragment 049 10 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:34 (Kybot)
Erstellt: 13. August 2011, 16:59 Hotznplotz
Adolph 1995, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, KayH
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 049, Zeilen: 06-17
Quelle: Adolph 1995
Seite(n): 1051; 1052, Zeilen: 18-27; 04-20
Friedrich Ernst, der Vorsitzende der Berliner Landeszentralbank, traf sich im Spätsommer 1950 mit Jakob Kaiser und forderte ihn auf, sich der Vorbereitungen wirtschaftlicher und sozialer Übergangslösungen im Falle einer Wiedervereinigung "besonders anzunehmen"[FN 1]. Rudolf Meimberg, der Leiter der volkswirtschaftlichen Abteilung der Berliner Zentralbank, wurde daraufhin mit der Erarbeitung eines Exposés beauftragt. Außerdem traf sich Ministerialdirigent Werner Friedrich, der Leiter der Berliner Abteilung II des Bundesministeriums für gesamtdeutsche Fragen, mit Ernst zu einem Vier-Augen-Gespräch am 11. Oktober 1950 in der Berliner Landeszentralbank. In diesem Gespräch einigte man sich über die Aufstellung eines umfassenden "Mobilmachungsplanes". Man stimmte auch darüber ein, "dass für die erste Inangriffnahme eines umfassenden Programms eine Persönlichkeit von besonderen Qualitäten notwendig sein werde"[FN 2].

[FN 1] Aufzeichnung über Bemühungen der Abteilung II des Bundesministeriums für gesamtdeutsche Fragen um die Vorbereitung der Wiedervereinigung Deutschlands. Anlage zu einem Schreiben an Staatssekretär Thedieck vom 10.11.1951, in: BarchK NL Kaiser, Nr. 232, fol. 39.

[FN 2] ebenda.

[S. 1052, li. Sp., 10-15]

Die Initiative zu diesem Gespräch ging von Ernst aus. Er hatte bereits zuvor in einem "eingehenden" persönlichen Gespräch mit Jakob Kaiser diesem das Problem "eindringlich nahegelegt" und ihn gleichzeitig gebeten, "sich dieser Sache besonders anzunehmen".[FN 33]

[S. 1052, li. Sp., 15-20]

Daraufhin wurde Rudolf Meimberg, der damalige Leiter der volkswirtschaftlichen Abteilung der Berliner Zentralbank, angesprochen.[FN 34] Meimberg erklärte sich bereit, ein entsprechendes Exposé anzufertigen.

[S. 1051, li. Sp., 18-27]

Tatsächlich wurde auch deshalb bereits am 11. Oktober 1950 in Berlin der erste Stein zur Grundlegung des Forschungsbeirates gelegt. An diesem Tag traf der damalige Leiter der Berliner Vertretung des Bundesministeriums für gesamtdeutsche Fragen, Friedrich, in den Räumen der Berliner Zentralbank mit dem Vorsitzenden des Verwaltungsrates der Zentralbank, dem späteren Vorsitzenden des Forschungsbeirates, Ernst, zusammen.[FN 26]

[S. 1052, li. Sp., 4-9]

Das Stichwort war dabei die Aufstellung eines "Mobilmachungsplanes".[FN 31] Man kam jedoch nur in soweit überein, als "für die erste Inangriffnahme eines umfassenden Programms eine Persönlichkeit von besonderen Qualitäten notwendig sein werde".[FN 32]

[FN 26] Die nachfolgenden Darstellungen beruhen überwiegend auf einer Quelle aus dem Nachlaß Jakob Kaisers. Vgl. dazu BA, NL Kaiser, 232, fol 39-48, Anlage zum Schreiben des Abteilungsleiters II an Staatssekretär Thedieck vom 10. November 1951 - 11/1 - 1 004 - 541/51 geh. vom 10. November 1951, Aufzeichnung über Bemühungen der Abteilung II des Bundesministeriums für gesamtdeutsche Fragen um die Vorbereitung der Wiedervereinigung Deutschlands. [...]

[FN 31] Vgl. BA, NL Kaiser, 232, fol. 39.

[FN 32] Ebd.

[FN 33] Vgl. ebd. In dem Nachlaß Kaisers sind in den einschlägigen Beständen jedoch keine Aufzeichnungen oder Hinweise über dieses Gespräch zu finden. [...]

Anmerkungen

Keine Quellenangabe. Offenbar wird (bis auf den ersten Satz) der erste Absatz des 3. Kapitels vom Verfasser aus Forschungsergebnissen Adolphs kompiliert. Der Zeitpunkt des Gesprächs Ernsts mit Kaiser wird anscheinend aus den übrigen Angaben Adolphs extrapoliert.

Sichter

[2.] Analyse:Mg/Fragment 097 05 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:35 (Kybot)
Erstellt: 14. August 2011, 07:27 Hotznplotz
Adolph 1995, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Goalgetter, KayH
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 097, Zeilen: 04-07
Quelle: Adolph 1995
Seite(n): 1061, Zeilen: li. Sp., 20-23; re. Sp., 106-110
Neben dem Leiter der Hauptabteilung Wirtschaftspolitik des DGB, Kurt Hirche, arbeiteten Ludwig Rosenberg, der Nachfolger Hirches in der wirtschaftspolitischen Abteilung und spätere Vorsitzende des DGB, sowie Ernst Scharnowski, der Vorsitzende des Landesbezirkes Berlin, mit. [li. Sp., 20-23]

Eine Ausnahme bildete jedoch Dr. Kurt Hirche. Er wurde 1953 vom DGB als damaliger Leiter der Hauptabteilung Wirtschaftspolitik in den Forschungsbeirat delegiert.

[re. Sp., 106-110]

[FN 91] Dies waren neben Kurt Hirche noch Ludwig Rosenberg, der Nachfolger Hirches in der wirtschaftspolitischen Abteilung und spätere Vorsitzenden [sic] des DGB, sowie der Vorsitzende des Landesbezirkes Berlin, Ernst Scharnowski.

Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter

[3.] Analyse:Mg/Fragment 038 101 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:34 (Kybot)
Erstellt: 14. August 2011, 09:19 Hotznplotz
Adolph 1995, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Goalgetter, KayH
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 038, Zeilen: 101-103
Quelle: Adolph 1995
Seite(n): 1050, Zeilen: li. Sp., 14-22 u. re. Sp., 117-120
[FN 1] Eine Liste mit 102 allein vom BMG bezuschussten Organisationen wirft ein bezeichnendes Licht auf die Größe des Vorfeldes des BMG; vgl. Liste A, Anlage zu betr. Zusammenstellung der Organisationen vom 4.3.1953, in: BarchK B 137/ 1234. [li. Sp., 14-22]

Eine Liste der 102 allein vom gesamtdeutschen Ministerium bezuschußten Vereinigungen[FN 19] [...] wirft ein bezeichnendes Licht auf die bis dato gänzlich fehlende Koordination zwischen den Bundesressorts.[FN 20]

[re. Sp., 117-120]

[FN 19] Vgl. BA B 137/1234 Bd. 1, Entwurf, Betr.: Zusammenstellung der Organisationen, die von den Referaten des Bundesministeriums für gesamtdeutsche Fragen gemeldet sind, vom 4. März 1953.

Anmerkungen

Offenbar übernimmt der Verfasser hier ein Forschungsergebnis Adolphs.

Sichter

[4.] Analyse:Mg/Fragment 095 21 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:35 (Kybot)
Erstellt: 14. August 2011, 15:14 Hotznplotz
Adolph 1995, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Goalgetter, KayH
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 095, Zeilen: 19-23, 106-108
Quelle: Adolph 1995
Seite(n): 1060, Zeilen: li. Sp. 36-44, re. Sp. 142-148
[Z. 19-23]

Den Vertretern der DP wurde vorgeworfen, dass sie "überhaupt nicht oder in kaum nennenswerter Weise an den Arbeiten des Plenums und der Ausschüsse mitgewirkt haben"[FN 4]. Die von der FDP abgespaltete FVP verzichtete von Beginn an auf die Entsendung weiterer Vertreter – Ludwig Preiss, ein bisheriger Vertreter der FDP, war ebenfalls zur FVP gewechselt.[FN 5]

[Z. 106-108]

[FN 4] Schreiben betr. Berufung in den Forschungsbeirat auf Vorschlag der im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien vom 25.9.1957, in: BarchK B 137/ 3937.

[FN 5] vgl. ebenda.

[li. Sp. Z. 36-44]

Aber auch die Volksvertreter der Deutschen Partei fielen schon wenig später nur noch dadurch auf, daß sie "überhaupt nicht oder in kaum nennenswerter Weise an den Arbeiten des Plenums und der Ausschüsse mitgewirkt haben"[FN 85]. Die mit der FDP zerstrittene FVP verzichtete von Anfang an auf eine Mitgliedschaft im Forschungsbeirat.[FN 86]

[re. Sp. Z. 142-148]

[FN 85] BA, B 137/3937, Durchschrift für I-8, I-8 – 906 – 16479/57 vom 25. September 1957, Betr.: Berufung in den Forschungsbeirat auf Vorschlag der im Deutschen Bundestag vertretenen politischen Parteien.

[FN 86] Vgl. ebd. Der dann von der FDP zur FVP übergetretene Preiß blieb aber weiterhin Mitglied des Forschungsbeirates.

Anmerkungen

Offenbar übernimmt der Verf. hier ein Forschungsergebnis Adolphs. Die Schreibweise "Preiss" wird anscheinend aus Unkenntnis um die Neue Deutsche Rechtschreibung angepasst (richtig ist "Preiß", vgl. Wikipedia).

Sichter

[5.] Analyse:Mg/Fragment 176 05 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:36 (Kybot)
Erstellt: 14. August 2011, 17:42 Hotznplotz
Adolph 1991, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, KayH
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 176, Zeilen: 04-08, 102-103
Quelle: Adolph 1991
Seite(n): 110, Zeilen: 05-08; 109-112
[Z. 4-8]

Direkt nach der Gründung des Forschungsbeirates machten noch Komplementärorganisationen zum Deutschen Bauernverband, der Deutsche Raiffeisenverband und die Arbeitsgemeinschaft der aus der Sowjetzone und Berlin Vertriebenen, ihre Ansprüche vehement geltend, im Forschungsbeirat mitzuarbeiten.[FN 2] Auch diesem Wunsch wurde entsprochen.

[Z. 102-103]

[FN 2] vgl. Schreiben vom 29.5.1952 vom Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes e.V. an Herrn Staatssekretär Thedieck, betr. Ausschuss für die Wiedergewinnung der Ostgebiete, in: BarchK B 137 1/ 47.

Nachdem dann aber unmittelbar nach Gründung des Forschungsbeirates der Deutsche Raiffeisenverband e.V.[FN 347] und die Arbeitsgemeinschaft der aus der Sowjetzone und Berlin Vertriebenen ihre Ansprüche auf Mitwirkung vehement geltend gemacht hatten,[FN 348] wurden auch diese noch in das Plenum aufgenommen.[FN 349]

[FN 347] Vgl. BA B 137 1/25, Schreiben, Deutscher Raiffeisenverband e.V., Der Präsident, an Herrn Staatssekretär Thedieck, betr.: Ausschuß für die Wiedergewinnung der Ostgebiete vom 29. Mai 1952.

[FN 348] Vgl. BA, B 137 1/47, Schreiben von Ernst an Thedieck vom 27. Juni 1952.

Anmerkungen

Offenbar übernimmt der Verfasser hier ein Forschungsergebnis Adolphs. Dass er hier abschreibt, ergibt sich daraus, dass er für das Schreiben des Raiffeisenverbandes an Thedieck eine falsche Archivaliennummer verwendet (BarchK B 137 1/ 47), die Adolph für ein anderes Schreiben in der unmittelbar folgenden Fußnote gebraucht. Auf S. 93 in Fußnote 5 der vorliegenden Dissertation verwendet der Verf. selbst noch die richtige Nummer (BarchK B 137 1/ 25).

Sichter

[6.] Analyse:Mg/Fragment 163 14 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:36 (Kybot)
Erstellt: 14. August 2011, 22:25 Hotznplotz
Fragment, Mg, Roth 2000, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, KayH
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 163, Zeilen: 13-17, 110-111
Quelle: Roth 2000
Seite(n): 024; 093, Zeilen: 37-43; 33-34
[Z. 13-17]

Friedrich Ernst wandte sich im Juli 1952 in einem Schreiben an Jakob Kaiser, damit dieser seinen Ministerkollegen noch einmal verdeutliche, dass der Forschungsbeirat über keinerlei Entscheidungskompetenz verfüge, sondern nur Materialien für die Entscheidungen der Ministerien erarbeite und vorbereite. Die Ministerien müssten also keine Eingriffe in ihre Kompetenzen befürchten.[FN 6]

[Z. 110-111]

[FN 6] Schreiben von Friedrich Ernst an Jakob Kaiser, Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen, vom 8.7.1952, in: BarchK B 137 1/ 8.

[S. 24, 37-43]

Im Juli 1952 schrieb er an Kaiser, noch immer stellten sich einige Ministerien quer, weil sie Eingriffe in ihre Kompetenzen befürchteten.[FN 36] Man müsse ihnen immer wieder klarmachen, daß der Forschungsbeirat über keinerlei Entscheidungskompetenz verfüge, sondern nur Material »für die Entscheidungen der Ministerien vorzubereiten« habe.

[S. 93, 33-34]

[FN 36] Schreiben Friedrich Ernsts an Jakob Kaiser, Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen, 8.7.1952, in: BArchK, B 137 1/8.

Anmerkungen

Offenbar übernimmt der Verf. hier ein Forschungsergebnis Roths.

Sichter

[7.] Analyse:Mg/Fragment 087 10 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 20:27 (Kybot)
Erstellt: 14. August 2011, 22:55 Hotznplotz
Fragment, Mg, Roth 2000, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, KayH
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 087, Zeilen: 09-12
Quelle: Roth 2000
Seite(n): 033, Zeilen: 29-33
Hensel arbeitete im Forschungsbeirat im Kleinen Kreis für Währungsfragen mit und übernahm 1955 den Vorsitz einer neu gegründeten Studiengruppe zur "Umstellung des betrieblichen Rechnungswesens in der SBZ". Ernst nahm ihn zusammen mit Welter in den »Kleinen Währungskreis« auf. 1955 übernahm Hensel zusätzlich den Vorsitz einer neu gegründeten Studiengruppe zur »Umstellung des betrieblichen Rechnungswesens in der SBZ«.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter

[8.] Analyse:Mg/Fragment 102 05 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 20:28 (Kybot)
Erstellt: 15. August 2011, 10:15 Hotznplotz
Fragment, Mg, Roth 2000, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, KayH
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 102, Zeilen: 04-06
Quelle: Roth 2000
Seite(n): 038, Zeilen: 25-29
Dazu wurden Arbeitsgruppen zum Steuer- und Haushaltswesen, zur Organisation des gewerblichen Kredits und zum Sozialen Aufwand, d.h. zur Abschätzung des Finanzvolumens im Bereich der Sozialpolitik, gegründet. Der Finanzausschuß richtete seit der Jahreswende 1952/53 Arbeitsgruppen zur Restauration des Steuer- und Haushaltswesens, des gewerblichen Kredits und zur Abschätzung des Finanzvolumens im Bereich der Sozialpolitik ein.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter

[9.] Analyse:Mg/Fragment 087 25 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:35 (Kybot)
Erstellt: 15. August 2011, 11:46 Hotznplotz
Fragment, Mg, Roth 2000, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, KayH
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 087, Zeilen: 25-26, 105
Quelle: Roth 2000
Seite(n): 033; 094, Zeilen: 11-14; 48-52
[Z. 25-26]

Außerdem veröffentlichte er Aufsätze zu Fragen der Germanisierungs- und Siedlungspolitik in den eroberten Ostgebieten.[FN 5]

[Z. 105]

[FN 5] vgl. Seraphim (1940): 561-591, 650-676.

[S. 33, 11-14]

Während des zweiten Weltkriegs betätigte er sich vor allem als Spezialist bei der Frage der Germanisierungs- und Siedlungspolitik in den annektierten polnischen Westprovinzen.[FN 67]

[S. 94, 48-52]

[FN 67] Vgl. Hans-Jürgen Seraphim, Volkliche Wirtschaftsgestaltung und nationalstaatliche Wirtschaftspolitik im deutschen Osten. Ein Beitrag zur Problematik der Überwindung des Versailler Diktats im deutsch-polnischen Grenzgürtel, in: Jahrbücher für National-ökonomie und Statistik, 152 (1940), S. 561-591, 650-676.

Anmerkungen

Anscheinend übernimmt der Verf. hier ein Forschungsergebnis Roths.

Sichter

[10.] Analyse:Mg/Fragment 086 17 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 20:27 (Kybot)
Erstellt: 15. August 2011, 18:32 Hotznplotz
Fragment, Mg, Roth 2000, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, KayH
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 086, Zeilen: 17-22
Quelle: Roth 2000
Seite(n): 028, Zeilen: 34-43
Nach dem Krieg war er zunächst als Ordnungstheoretiker und Kreditfachmann in der sowjetzonalen Zentralverwaltung für Industrie tätig, wechselte aber bereits 1946 in den Westen Berlins. Er wirkte als volkswirtschaftlicher Berater bei den Vorbereitungen zur Währungsreform mit und wurde 1948 Leiter der Volkswirtschaftlichen Abteilung der Berliner Zentralbank. In dieser Zeit arbeitete er eng mit Friedrich Ernst zusammen. Der Kreditspezialist und Ordnungstheoretiker war nach 1945 zunächst in der sowjetzonalen Zentralverwaltung für Industrie tätig. 1946 setzte er sich in den Westsektor Berlins ab [...]. Seit 1947 wirkte er als volkswirtschaftlicher Berater bei der Vorbereitung der Währungsreform und wurde 1948 Leiter der Volkswirtschaftlichen Abteilung der Berliner Zentralbank. Während seiner Tätigkeit an der Seite von Friedrich Ernst [...].
Anmerkungen

Folgende Fakten werden nicht in dem vom Verf. in Fußnote 2 auf dieser Seite erwähnten Lebenslauf in Feldsieper/Groß (1983) genannt: 1.: Meimberg war Ordnungstheoretiker. 2.: Er war nach 1945 zunächst in der sowjetzonalen Zentralverwaltung für Industrie tätig. 3.: Er ging 1946 nach West-Berlin. 4.: Er war Leiter der Volkswirtschaftlichen Abteilung der Berliner Zentralbank. 5.: Er arbeitete mit Friedrich Ernst zusammen. Aufgrund der sprachlichen Ähnlichkeit und der Nichtangabe der Quelle muss hier von einem Plagiat gesprochen werden.

Sichter

[11.] Analyse:Mg/Fragment 115 24 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:35 (Kybot)
Erstellt: 15. August 2011, 22:55 Hotznplotz
Fragment, Mg, Roth 2000, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, KayH
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 115, Zeilen: 18-29, 103-105
Quelle: Roth 2000
Seite(n): 042; 096, Zeilen: 05-15 u. 33-44; 36-39
[Z. 18-29]

Der Anteil der Konsumgüterindustrie würde nach Ansichten des Forschungsbeirates bis zu einer Wiedervereinigung zu Gunsten vergrößerter Grundstoff- und Produktionsmittelkapazitäten deutlich zurückgehen. Daher sei mit gewaltigen Umstellungs- und Kostenproblemen bei einer Wiedervereinigung zu rechnen, die nur durch umfangreiche Starthilfen und Stützungsaktionen seitens der Bundesrepublik aufgefangen werden könnten. Meimberg veranschlagte den Haushaltsausgleich für den Wegfall der Aufschläge auf HO-Waren mit 5 Milliarden DM. Zusätzlich müssten 500 Millionen DM für die Deckung des zusätzlichen Stoßbedarfs an Verbrauchsgütern aufgebracht werden und noch einmal weitere 1,5 Milliarden DM für eine erste Investitionsfinanzierung.[FN 3] Steuer- und Sondervergünstigungen für Rohstoffimporte sollten die verarbeitende Industrie und die Konsumgüterindustrie ankurbeln.

[Z. 103-105]

[FN 3] vgl. Forschungsbeirat für Fragen der Wiedervereinigung Deutschlands, betr. Arbeitstagungen des Forschungsbeirates. Konstituierende Sitzung am 24.3.1952 und Arbeitstagung am 16. und 17.4.1952, in: BarchKB 1371/12.

[S. 42, 5-15]

Man werde es in der DDR mit deutlich vergrößerten Grundstoff- und Produktionsmittelkapazitäten zu tun haben, während der Anteil der Konsumgüterindustrie erheblich geschrumpft sei, folgerten Thalheim und Gleitze. [...] Es werde gewaltige Umstellungs- und Kostenprobleme geben, und nur durch umfangreiche Starthilfen und Stützungsaktionen könne die Gefahr einer Massenarbeitslosigkeit gebannt werden.

[S. 42, 33-44]

Schon auf den ersten Arbeitstagungen des Forschungsbeirats veranschlagte Meimberg den Haushaltsausgleich für den Wegfall der Aufschläge auf HO-Waren mit fünf Milliarden DM. Für die Deckung des zusätzlichen Stoßbedarfs an Verbrauchsgütern sollten 500 Millionen DM aufgebracht werden, und für die erste Investitionsfinanzierung hielt der Vorsitzende des Finanzausschusses 1,5 Milliarden DM für ausreichend.[FN 87] Zusätzlich sollten die neuen Betriebsleitungen Steuererleichterungen und Sondervergünstigungen für Rohstoffimporte erhalten, um die Produktion vor allem in der verarbeitenden und Konsumgüterindustrie anzukurbeln.

[S. 96, 36-39]

Vgl. Forschungsbeirat für Fragen der Wiedervereinigung Deutschlands, Betr. Arbeitstagungen des Forschungsbeirats. Konstituierende Sitzung am 24.3.1952 und Arbeitstagung am 16. und 17.4.1952, III. Finanzpolitische Fragen. BArchK, B 137 I / 12.

Anmerkungen

Offenbar übernimmt der Verfasser hier Forschungsergebnisse Roths.

Sichter

[12.] Analyse:Mg/Fragment 116 25 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:36 (Kybot)
Erstellt: 16. August 2011, 05:24 Hotznplotz
Fragment, Mg, Roth 2000, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, KayH
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 116, Zeilen: 20-32, 105
Quelle: Roth 2000
Seite(n): 45-46; 97, Zeilen: 09-19, 29-45 u. 01-02; 20-22
[Z. 20-32]

Der Bilanzierungsausschuss hatte bereits mit einer Systematisierung seiner ökonomischen Strukturanalysen begonnen, als durch die Ereignisse des 17. Juni 1953 eine Umsetzung des Sofortprogramms in greifbare Nähe zu rücken schien. In der ersten Juliwoche 1953 trat daher das Plenum erneut zusammen, um eine Reihe zusätzlicher Empfehlungen zu verabschieden.[FN 4] Trotz der ungeklärten Währungsprobleme schlug Gleitze die volle Angleichung der Preise und Löhne an die westdeutschen Verhältnisse vor. Thalheim machte erneut auf die Wichtigkeit umfassender Maßnahmen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit aufmerksam und Meimberg empfahl die sofortige Aufhebung der Überbesteuerung der Konsumgüter. Fauser plädierte für eine sofortige Annullierung der Bewirtschaftungsmaßnahmen in der Landwirtschaft.

[Z. 105]

[FN 4] vgl. Protokoll der Plenarsitzung des Forschungsbeirates am 4./6.7.1953, in: BarchK B 137 1/ 610.

[S. 45, 9-19]

Tatsächlich begann der Bilanzierungsausschuß [...] mit einer Systematisierung seiner ökonomischen Strukturanalysen [...]. Dieser Trend wurde jedoch durch die Ereignisse des 17. Juni 1953 jäh unterbrochen. [...] von der revoltierenden DDR-Bevölkerung schienen jetzt die entscheidenden Impulse für den »Tag X« auszugehen.

[S. 45, 29-45 u. S. 46, 1-2]

Nach hektischen Vorbereitungen in den Ausschüssen trat das Plenum deshalb Ende der ersten Juliwoche 1953 zusammen, um [...] eine Reihe zusätzlicher Empfehlungen zu verabschieden.[FN 99] Gleitze beschwor die Teilnehmer, trotz der noch ungeklärten Währungsprobleme einer vollen Angleichung der Preise und Löhne an die westdeutschen Verhältnisse zuzustimmen. Thalheim forderte umfassende Maßnahmen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit [...].[FN 100] Meimberg [...] empfahl eine Resolution zur sofortigen Aufhebung der Überbesteuerung der Konsumgüter, und Fauser hielt es für möglich, den DDR-Bauern die Wiedereinführung der »marktwirtschaftlichen Ordnung« durch die sofortige Annullierung der landwirtschaftlichen Bewirtschaftungsmaßnahmen [...] schmackhaft zu machen.

[S. 97, 20-22]

[FN 99] Vgl. Protokoll der Plenarsitzung des Forschungsbeirats am 4./6.7.1953. BArchK, B 137 I / 610.

[FN 100] Ebenda, Bl. 27.

Anmerkungen

Der Verfassser übernimmt hier offenbar ein Forschungsergebnis Roths.

Sichter

[13.] Analyse:Mg/Fragment 086 03 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 20:27 (Kybot)
Erstellt: 16. August 2011, 10:54 Hotznplotz
Fragment, Mg, Roth 2000, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, KayH
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 086, Zeilen: 02-07
Quelle: Roth 2000
Seite(n): 030, Zeilen: 02-10
Kramer wurde 1893 im württembergischen Tiefenbach geboren. Nach seinem Studium leitete er zunächst eine landwirtschaftliche Versuchsstation in Rostock. Während des 3. Reiches arbeitete er als Sachverständiger bei der Deutschen Industriebank in Berlin. Nach dem Krieg wurde er Hauptabteilungsleiter der Verwaltung für Land- und Forstwirtschaft in der SBZ, wechselte dann aber bald in den Westsektor Berlins über. Kramer wurde 1893 in Tiefenbach im Württembergischen geboren.[FN 53] Er hatte zunächst eine landwirtschaftliche Versuchsstation in Rostock geleitet. Während der NS-Diktatur hatte er u.a. als Sachverständiger der Deutschen Industriebank in Berlin gewirkt und es nach 1945 in der Sowjetischen Besatzungszone zum Hauptabteilungsleiter der Verwaltung für Land- und Forstwirtschaft gebracht. Nach seiner Übersiedlung in den Westsektor Berlins [...].
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter

[14.] Analyse:Mg/Fragment 082 10 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:34 (Kybot)
Erstellt: 21. August 2011, 21:36 Hotznplotz
Fragment, Klinkmüller 1995, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, KayH
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 082, Zeilen: 08-23
Quelle: Klinkmüller 1995
Seite(n): 009-010; 011, Zeilen: 01-32 u. 01-02; 06-10
Karl Christian Thalheim wurde am 26. Mai 1900 in Reval (Estland) geboren. Sein Vater starb bereits 1902 und so wuchs Thalheim bei seinem Großvater, dem St. Petersburger Handelskaufmann Karl Friedrich Johannson, auf. Nach dem Abitur meldete er sich als Kriegsfreiwilliger, wurde aber bis zum Ende des 1. Weltkrieges nur zur Grundausbildung einberufen. So blieb Thalheim ein Fronteinsatz erspart. Nach Studium der Staats- und Rechtswissenschaften an der Universität Leipzig promovierte er 1925 mit einer Dissertation über Auswanderung und Auswanderungspolitik in Deutschland nach dem Kriege. Er wechselte an die Handelshochschule Leipzig und habilitierte 1928 mit seiner Arbeit "Sozialkritik und Sozialreform bei Abbé, Rathenau und Ford". Schon in dieser Zeit hielt er zahlreiche Vorträge und veröffentlichte etliche Beiträge zu verschiedenen wirtschaftswissenschaftlichen Themen. Im Jahr 1932 wurde er zum nichtplanmäßigen außerordentlichen Professor für Volkswirtschaftslehre ernannt. Sechs Jahre später, 1938, übernahm Thalheim die Leitung des Instituts für Weltwirtschaft und wurde schließlich 1942 Ordinarius. Sein Interesse galt in dieser Zeit der Wirtschafts-, Sozial- und Arbeitsmarktpolitik. [S. 9, 1-30]

Karl C. Thalheim wurde am 26. Mai 1900 in Reval geboren [...]. Bestimmend für seine Kindheit und Jugend[FN 1] war - nach dem frühen (1902) Tod des Vaters - der St. Petersburger Handelskaufmann Karl Friedrich Johannson, sein Großvater. [...] Das Abitur legte er (1917) als Externer am Gymnasium in Görlitz ab. Er meldete sich (kriegs)freiwillig zur deutschen Militäradministration nach Mitau in Kurland. Stattdessen wurde er im Sommer 1918 einberufen und genoß die militärische Grundausbildung [...]. Der Waffenstillstand vom 11. November 1918 ersparte ihm den Fronteinsatz. [...] Nach vier Semestern wechselte er zu den Staats- und Rechtswissenschaften. Mit seiner Dissertation zur Auswanderung und Auswanderungspolitik in Deutschland nach dem Kriege promovierte er 1925 [...]. Danach wechselte er [...] an die [...] Handelshochschule in Leipzig. Dort habilitierte er 1928 mit seiner Schrift Sozialkritik und Sozialreform bei Abbé, Rathenau und Ford

[S. 11, 6-8]

[...] weil er von 1920 bis 1932 seinen Lebensunterhalt[FN 5] hauptsächlich mit Veröffentlichungen und Vorträgen verdienen mußte.

[S. 9, 30-32 u. S. 10, 1-2]

und wurde 1932 zum nichtplanmäßigen außerordentlichen Professor für Volkswirtschaftslehre ernannt. 1938 wurde ihm die Leitung des Weltwirtschaftlichen Instituts übertragen. 1942 folgte die Berufung zum Ordinarius[FN 2].

[S. 11, 9-10]

In seiner Leipziger Zeit galt sein Interesse [...] der Wirtschafts-, Sozial- und Arbeitsmarktpolitik.

Anmerkungen

Keine Quellenangabe. Die biographischen Fakten werden aus der (nicht so genannten) Einleitung von Klinkmüller zusammengestellt.

Sichter

[15.] Analyse:Mg/Fragment 258 13 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:37 (Kybot)
Erstellt: 22. August 2011, 04:55 Hotznplotz
Buchstein 1989, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, KayH
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 258, Zeilen: 12-14
Quelle: Buchstein 1989
Seite(n): 123, Zeilen: 36-38
Bezeichnend ist, dass Stammer und die engsten Mitarbeiter wie Carola Stern, Peter Dietrich, Gert Hecht und Max Gustav Lange fast ausnahmslos DDR-Flüchtlinge waren. Richert, Stammer und die engsten Mitarbeiter [...] wie Carola Stern, Peter Dietrich, Gert Hecht und Max Gustav Lange waren fast ausnahmslos DDR-Flüchtlinge.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter

[16.] Analyse:Mg/Fragment 084 06 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:35 (Kybot)
Erstellt: 23. August 2011, 07:48 Hotznplotz
Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Thalheim 1978, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, KayH
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 084, Zeilen: 05-12
Quelle: Thalheim 1978
Seite(n): 014; 015; 034, Zeilen: 38-41; 08-14 u. 27-30; 29-31
Gleichzeitig hielt er Kontakt zum damaligen Leiter des Instituts für Konjunkturforschung (IfK), Ernst Wagemann. Er ermöglichte Gleitze auch den Abschluss seiner Promotion mit einer Arbeit über "Die konjunkturellen und demographischen Einflüsse auf die Kriminalitätsentwicklung", die 1941 unter dem Titel "Die Konjunkturkriminalität" als Buch erschien. Anfang 1945 wurde Gleitze auf Vorschlag des Berliner Magistrats mit Zustimmung der Alliierten mit der Reorganisation des Statistischen Reichsamtes beauftragt. [S. 14, 38-41]

Jedoch behielt er [...] engste Verbindungen [...] zum [...] damaligen Leiter des "Instituts für Konjunkturforschung", Ernst Wagemann.

[S. 15, 8-14]

Trotzdem ermöglichte ihm Wagemann [...] den Abschluß seiner Promotion [...] mit einer [...] Arbeit über "Die konjunkturellen und demographischen Einflüsse auf die Kriminalitätsentwicklung", die 1941 [...] als Buch unter dem Titel "Die Konjunkturkriminalität" erschien.

[S. 15, 27-30]

Im sowjetisch besetzten Teil Berlins wohnend, wurde er schon Ende Mai 1945 auf Vorschlag des Magistrats Berlin mit Zustimmung aller Alliierten zunächst zum Präsidenten des in Liquidation tretenden Statistischen Reichsamtes berufen.

[S. 34, 29-31]

Ende Mai 1945 vom neugebildeten Magistrat Großberlins unter Zustimmung der Alliierten mit der Reorganisation des zu liquidierenden Statistischen Reichsamtes betraut, hatte Bruno Gleitze [...].

Anmerkungen

Keine Quellenangabe. Die Informationen aus dem letzten Satz werden offenbar aus zwei verschiedenen Sätzen zusammengestückelt. Schleierhaft bleibt jedoch, wie der Verf. behaupten kann, Gleitze sei "Anfang 1945" mit der Reorganisation des Statistischen Reichsamtes beauftragt worden.

Sichter

[17.] Analyse:Mg/Fragment 103 10 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 20:28 (Kybot)
Erstellt: 24. August 2011, 17:10 Hotznplotz
Fragment, Mg, Roth 2000, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 103, Zeilen: 09-11
Quelle: Roth 2000
Seite(n): 038-039, Zeilen: 45; 01-04
So wurden verschiedene Arbeitsgruppen des Bilanzierungsausschusses und des Ausschusses für Fragen der gewerblichen Wirtschaft im neuen Sozialausschuss zusammengefasst. Ende 1956/Anfang 1957 wurden verschiedene Arbeitsgruppen des Bilanzierungsausschusses und des Ausschusses für Fragen der gewerblichen Wirtschaft in einem neu gegründeten Sozialausschuß zusammengefaßt.
Anmerkungen

Offenbar übernimmt der Verf. hier ein Forschungsergebnis Roths.

Sichter

[18.] Analyse:Mg/Fragment 112 06 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 20:28 (Kybot)
Erstellt: 24. August 2011, 19:10 Hotznplotz
Fragment, Mg, Roth 2000, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 112, Zeilen: 06-10
Quelle: Roth 2000
Seite(n): 041, Zeilen: 22-33
In Anlehnung an die Antwort der Westmächte auf die Stalin-Note vom März 1952 wurde von dem Modellfall ausgegangen, dass als erstes gesamtdeutsche Wahlen stattfinden würde. Aus diesen Wahlen ginge eine gesamtdeutsche Regierung mit uneingeschränkten Handlungsvollmachten hervor, um die Sofortmaßnahmen in die Wege zu leiten. Als politische Voraussetzung der Planungen galt 1952/53 die Annahme, daß in Übereinstimmung mit der Antwort der Westmächte auf die Stalin-Note vom März 1952 gesamtdeutsche Wahlen stattgefunden [...] hätten. Des weiteren wurde ein rascher Rückzug der Sowjets aus der DDR angenommen,[FN 84] so daß die nun eingesetzte gesamtdeutsche Regierung über unumschränkte Vollmachten verfügen und sich die aus den Sofortplanungen des Forschungsbeirats hervorgegangenen Handlungsanweisungen des Interministeriellen Ausschusses entsprechend zu eigen machen würde.
Anmerkungen

Keine Quellenangabe. Offenbar kondensiert der Verf. hier Aussagen Roths.

Sichter

[19.] Analyse:Mg/Fragment 088 14 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:35 (Kybot)
Erstellt: 25. August 2011, 09:20 Hotznplotz
Fragment, Mg, Roth 2000, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 088, Zeilen: 13-18, 105
Quelle: Roth 2000
Seite(n): 032; 094, Zeilen: 08-12; 33-35
[Z. 13-18]

Als Wirtschaftsexperte war er von 1940 bis 1943 in der Verwaltung des Militärbefehlshabers in Frankreich tätig. [...] In den Schriften aus dieser Zeit lässt sich seine Begeisterung für die nationalsozialistische Annexionspolitik ablesen. Dabei hob er u.a. die Bedeutung von währungspolitischen Maßnahmen hervor[FN 4] [...].

[Z. 105]

[FN 4] vgl. Welter (1938): 26ff.

[S. 32, 8-12]

Er war ein begeisterter Anhänger der nazistischen Annexionspolitik, bei der er die Bedeutung der währungspolitischen Anschluß-Techniken hervorhob.[FN 60] Von 1940 bis 1943 war er als Wirtschaftsexperte in der Verwaltung des Militärbefehlshabers in Frankreich tätig.

[S. 94, 33-35]

[FN 60] 60 Vgl. Erich Welter, Das Jahr der Entscheidung. Die deutsche Wirtschaft 1938, Sonderdruck der Frankfurter Zeitung, Frankfurt a.M., o.J., S. 26 f.

Anmerkungen

Offenbar eignet sich der Verfasser hier ein Forschungsergebnis Adolphs an, wobei in den Fußnoten die Angabe für das Erscheinungsjahr differiert. Laut Literaturverzeichnis des Verf. ist aber dasselbe Werk gemeint.

Sichter

[20.] Analyse:Mg/Fragment 040 33 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 20:26 (Kybot)
Erstellt: 27. August 2011, 15:20 Hotznplotz
Fragment, Mg, Ruess 1973, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 040, Zeilen: 32-34
Quelle: Ruess 1973
Seite(n): 130, Zeilen: 01-04
Ihre Aufgabe war es, die Flüchtlinge in den mit der Notaufnahme und Eingliederung verbundenen rechtlichen, sozialen und wirtschaftlichen Fragen zu beraten. Mit den [...] Vorprüfstellen [...] wurden auch Beratungsstellen eingerichtet, die die Aufgaben hatten, die Flüchtlinge in den mit der Notaufnahme und der Eingliederung verbundenen rechtlichen, sozialen und wirtschaftlichen Fragen zu beraten.
Anmerkungen

keine Quellenangabe

Sichter

[21.] Analyse:Mg/Fragment 040 05 - Diskussion
Bearbeitet: 11. August 2012, 09:04 (Guckar)
Erstellt: 27. August 2011, 19:28 Hotznplotz
Fragment, Mg, Ruess 1973, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz, Goalgetter
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 40, Zeilen: 5-13
Quelle: Ruess 1973
Seite(n): 88; 89, Zeilen: 13-14, 20-25; 01-03
In der Anfangszeit galten die Ergebnisse der Flüchtlingsbefragungen in den verschiedenen Lagern als wichtigste Informationsquelle für die Arbeit des Archivs. Im Laufe der Zeit wurde jedoch angezweifelt, ob anhand der Einzelschilderungen über die Zustände und Entwicklungen in der SBZ ein Gesamtüberblick über alle Lebensbereiche gewonnen werden konnte, da man bei einer Befragung von 10% der Flüchtlinge nicht sicher sein konnte, einen repräsentativen Querschnitt ausgewählt zu haben. Durch Veröffentlichungen der DDR verloren die Befragungen weiter an Bedeutung und wurden, als nach dem Bau der Mauer die Flüchtlingszahlen deutlich zurückgingen, schrittweise eingestellt. [S. 88, 13-14, 20-25]

In den Anfangsjahren waren die Befragungen in den Flüchtlingslagern eine wichtige Informationsquelle des BMG[FN 20]. [...] Die Unmenge des Materials (es wurden etwa 1O% der Flüchtlinge befragt[FN 24]), brachte Schwierigkeiten mit sich: "Insgesamt war diese Arbeit wenig ergiebig, weil man dazu nun eigentlich wieder Leute gebraucht hätte, die die ganze Zone in ihren Lebensbereichen überblickten und ein Gefühl dafür hatten, welche Personen, die zur Aussage bereit waren, wirklich wichtig sind."[FN 25]

[S. 89, 1-3]

Diese Befragungen verloren in dem Maße ihre Bedeutung, wie die DDR von sich aus Zahlen und Daten veröffentlichte (Statistische Jahrbücher etc.), und wurden nach dem 13. August 1961 sukzessive eingestellt.

Anmerkungen

Keine Quellenangabe. Die wörtliche Äußerung wird abstrahiert. Die Fußnoten werden nicht mit übernommen.

Sichter

[22.] Analyse:Mg/Fragment 067 25 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:34 (Kybot)
Erstellt: 3. September 2011, 09:08 Hotznplotz
Adolph 1991, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 067, Zeilen: 20-37; 107-108
Quelle: Adolph 1991
Seite(n): 085, Zeilen: 09-29; 101-102
Mit dem Kabinettsbeschluss wurde vor allem das Ziel verfolgt, den Forschungsbeirat aus der Masse der anderen Beiräte herauszuheben und der Bevölkerung, der Opposition und den Alliierten zu signalisieren, wie ernst die Bemühungen der Bundesregierungen um eine deutsche Wiedervereinigung zu verstehen seien. Dementsprechend äußerte sich auch Thedieck vor dem interministeriellen Ausschuss für Fragen der Wiedervereinigung:

"Durch den Kabinettsbeschluss sei nunmehr eine klare Arbeitgrundlage gegeben. Die Frage der Wiedervereinigung Deutschlands sei ein Kardinalproblem der deutschen Politik, dem auch das Ausland und im besonderen die zukünftigen Vertragspartner der Bundesrepublik Deutschland großes Interesse entgegen bringen. Es sei zu erwarten, daß nach Abschluß des Deutschland- und des EVG-Vertrages mit den Partnern eine gemeinsame Konzeption auch in der Frage der Wiedervereinigung angestrebt und erreicht werden wird. Es sei daher notwendig, daß man sich mit den Fragen der Wiedervereinigung ständig beschäftige und so politisch einen wesentlichen Beitrag leiste. Die Ernsthaftigkeit der diesbezüglichen Bemühungen müsse unseren Vertragspartnern nachdrücklich vor Augen geführt werden. Auch das bedeute im Hinblick auf die politische Weltlage jedoch nicht, die Arbeiten in einer Sache wenig dienlichen Weise besonders forcieren zu müssen."[FN 4]

[FN 4] Protokoll der Sitzung des Interministeriellen Ausschusses für Fragen der Wiedervereinigung Deutsch-lands am 19.1.1953, in: BarchKB 102/ 13312.

Dadurch, daß man ihn aus der großen Masse der ungezählten Beiräte bei den Bundesbehörden heraushob, wollte man den zukünftigen alliierten Vertragspartnern, aber auch der Opposition und der Bevölkerung die Ernsthaftigkeit des bundesdeutschen Wiedervereinigungsbestrebens nachdrücklich vor Augen führen. [...] Thedieck äußerte sich dementsprechend vor dem interministeriellen Ausschuß für Fragen der Wiedervereinigung:

"Durch den Kabinettsbeschluss sei nunmehr eine klare Arbeitgrundlage gegeben. Die Frage der Wiedervereinigung Deutschlands sei ein Kardinalproblem der deutschen Politik, dem auch das Ausland und im besonderen die zukünftigen Vertragspartner der Bundesrepublik Deutschland großes Interesse entgegen bringen. Es sei zu erwarten, daß nach Abschluß des Deutschland- und des EVG-Vertrages mit den Partnern eine gemeinsame Konzeption auch in der Frage der Wiedervereinigung angestrebt und erreicht werden wird. Es sei daher notwendig, daß man sich mit den Fragen der Wiedervereinigung ständig beschäftige und so politisch einen wesentlichen Beitrag leiste. Die Ernsthaftigkeit der diesbezüglichen Bemühungen müsse unseren Vertragspartnern nachdrücklich vor Augen geführt werden. Auch das bedeute im Hinblick auf die politische Weltlage jedoch nicht, die Arbeiten in einer Sache wenig dienlichen Weise besonders forcieren zu müssen."[FN 268]

[FN 268] PAAA, Abt. 2, Band 215, Protokoll über die Interministerielle Ausschuß-Sitzung für Fragen der Wiedervereinigung Deutschlands am 19. Januar 1953.

Anmerkungen

Hier wird offenbar nicht nur ein schon von Adolph verwandtes Zitat übernommen (und bei dessen Quellenangabe das Politische Archiv des Auswärtigen Amtes durch das Bundesarchiv ersetzt), sondern auch die einleitende politische Bewertung scheint nicht vom Verfasser selbst zu stammen.

Sichter

[23.] Analyse:Mg/Fragment 167 15 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:36 (Kybot)
Erstellt: 4. September 2011, 13:06 Hotznplotz
Adolph 1991, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 167, Zeilen: 14-24; 102
Quelle: Adolph 1991
Seite(n): 116, Zeilen:
"Ich [Ernst, Anm. d. Verf.] setzte Herrn Dr. Müller [Abteilungsleiter im BMG, Anm. d. Verf.] davon in Kenntnis, daß ich sehr ernsthaft den Gedanken erörtert hätte, den notwendigen Rückhalt für den Forschungsbeirat dadurch zu erhalten, daß dem Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit unter dem Vorsitz von Herrn Vizekanzler Blücher die Zusammenfassung der weiteren wirtschaftlichen Vorbereitungen für die Wiedervereinigung übertragen werde. Es sei klar ersichtlich, daß eine solche Arbeit einen größeren ministeriellen Stab von Mitarbeitern, die auf wirtschaftlichen Gebieten gut beschlagen seien, erfordere, und daß dieser Stab im Ministerium Kaiser nicht zu erstellen sei."[FN 2]

Leider konnten Anlass und konkrete Folgen dieser Drohung auf Grund der Aktenlage nicht erhellt werden.

[FN 2] Vermerk von Ernst vom 7.1.1956, in: BarchK B 137 I/ 12.

"Ich [Ernst, d. Verf.] setzte Herrn Dr. Müller[FN 373] davon in Kenntnis, daß ich sehr ernsthaft den Gedanken erörtert hätte, den notwendigen Rückhalt für den Forschungsbeirat dadurch zu erhalten, daß dem Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit unter dem Vorsitz von Herrn Vizekanzler Blücher die Zusammenfassung der weiteren wirtschaftlichen Vorbereitungen für die Wiedervereinigung übertragen werde. Es sei klar ersichtlich, daß eine solche Arbeit einen größeren ministeriellen Stab von Mitarbeitern, die auf wirtschaftlichen Gebieten gut beschlagen seien, erfordere, und daß dieser Stab im Ministerium Kaiser nicht zu erstellen sei."[FN 374] [...] Leider bleiben auch der konkrete Anlaß zu dieser massiven Drohung ebenso im Dunkeln wie ihre konkreten Folgen.

[FN 373] Ministerialdirigent Müller war der damalige Leiter der Abteilung I (SBZ, Deutscher Osten), die mit den Referaten "Wirtschaft, Verkehr und Landwirtschaft, Arbeits- und Sozialpolitik", dessen Leiter Aachenbach war, und dem "Vorbereitung von besonderen Maßnahmen für die Zeit nach der Wiedervereinigung" unter der Leitung von Türk, für die Koordination mit dem Forschungsbeirat zuständig war. Vgl. BA, B 137/2850, Geschäftsverteilungsplan, Abteilung I, Stand: 15. März 1954.

[FN 374] BA, B 137 1/12, Aufzeichnung, signiert von Ernst vom 7. Januar 1956.

Anmerkungen

Bei beiden Autoren werden die Identitäten sowohl der sprechenden Person als auch von Dr. Müller erläutert. Zusammen mit dem inhaltlich identischen Nachsatz und der Quellenangabe muss hier daher von einer Übernahme ausgegangen werden. Wenige Zeilen zuvor wird offenbar bereits ein anderes Zitat aus der gleichen Quelle übernommen.

Sichter

[24.] Analyse:Mg/Fragment 063 33 - Diskussion
Bearbeitet: 5. April 2013, 01:02 (Sotho Tal Ker)
Erstellt: 11. September 2011, 17:10 Hotznplotz
Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, Woeller 2004, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hotznplotz
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 063, Zeilen: 32-33; 01-02
Quelle: Woeller 2004
Seite(n): 064, Zeilen:
Er gab zugleich seinen Hoffnungen auf eine baldige Wiedervereinigung Ausdruck: "Es liegt durchaus im Bereich der Möglichkeit, daß dieser 'Tag X' rascher kommt, als die Skeptiker zu hoffen wagen. Es ist unsere Aufgabe, für alle Probleme bestmöglichst vorbereitet zu sein. [...]"[FN 1]

[FN 1] Protokoll über die am 24.3.1952 stattgefundene Sitzung des Forschungsbeirates für Fragen der Wieder-vereinigung Deutschlands (beim Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen), in: BarchK B 137/ I/12; [...]

Er gab aber seiner Hoffnung Ausdruck, daß »dieser Tag X rascher kommt, als die Skeptiker zu hoffen wagen«.[FN 3] Es sei daher die Aufgabe seines Ministeriums und des Forschungsbeirates, auf alle Probleme im Zusammenhang mit der Wiedervereinigung »bestmöglich vorbereitet zu sein«.[FN 4]

[FN 3] Protokoll über die erste Sitzung des Forschungsbeirates am 24.3.1952, BA, B 137 I/12, S. 2.

[FN 4] Ebd.

Anmerkungen
Sichter

[25.] Analyse:Mg/Fragment 112 11 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:35 (Kybot)
Erstellt: 9. November 2011, 15:44 Bummelchen
Fragment, Mg, Roth 2000, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 112, Zeilen: 11
Quelle: Roth 2000
Seite(n): 140, Zeilen: ab 20
Das Plenum war sich einig, „daß die Wirtschaftsgrenze zwischen den beiden

Gebieten alsbald nach der Wiedervereinigung fallen muss, wenn man die volle Stoßkraft des stärkeren Westdeutschlands auch zum Nutzen von Mitteldeutschland ausnutzen will"2 Für den Forschungsbeirat war deutlich, dass die Aufhebung der Zwangswirtschaft in der DDR als einheitlicher Akt erfolgen müsse. Dies schloss aber nicht aus, dass eine Fülle von Einzelfragen erst im Laufe der Entwicklung beantwortet werden oder bestimmte Schutzmaßnahmen für Übergangszeiten erlassen werden könnten. Die Wiedervereinigung dürfe unter gar keinen Umständen zu einer Art Kolonisation der DDR werden: „Die Gleichberechtigung der mitteldeutschen Interessen und die Rücksichtnahme auf die durch die Entwicklung bedingten Schwächen des Gebietes sind von allen Mitgliedern des Forschungsbeirates als unabdingbar gekennzeichnet worden." [Fn 3]

...

[Fn 2] Vertraulich! Forschungsbeirat för Fragen der Wiedervereinigung Deutschlands, o.D in- AdsD NL Gleitze, 102.

[Fn 3] ebd.

[Z. 20-26]

Die bisherigen Erörterungen im Forschungsbeirat, der sich mit dieser Frage wiederholt sehr eingehend auseinandergesetzt hat, haben immer wieder zu dem Ergebnis ge-führt, daß die Wirtschaftsgrenze zwischen den beiden Gebieten alsbald nach der Wiedervereinigung fallen muß, wenn man die volle Stoßkraft des stärkeren Westdeutschlands auch zum Nutzen von Mitteldeutschland ausnutzen will. .... [Z. 33-40] Auf der anderen Seite ist gerade bei der Behandlung dieser Proble-me immer wieder mit äußerster Schärfe von allen Mitgliedern des Forschungsbeirates betont worden, daß die Wiedervereinigung un-ter gar keinen Umständen zu einer Art Kolonisation Mitteldeutsch-lands führen dürfte. Die Gleichberechtigung der mitteldeutschen Interessen und die Rücksichtnahme auf die durch die Entwicklung bedingten Schwächen des Gebietes sind von allen Mitgliedern des Forschungsbeirates als unabdingbar gekennzeichnet worden.

Anmerkungen
Sichter

[26.] Analyse:Mg/Fragment 125 036 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:36 (Kybot)
Erstellt: 9. November 2011, 16:37 Bummelchen
Fragment, Mg, Roth 2000, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 125, Zeilen: 136-139
Quelle: Roth 2000
Seite(n): 165, Zeilen: 5-15
Ihre Aufgabe würde darin bestehen, die geschäftsführenden Personen der modifizierten VEB zu bestellen und abzuberufen sowie Arbeitsverträge

mit ihnen abzuschließen, für die einzelnen modifizierten VEB wirtschaftliche Aufsichtsorgane zu schaffen, die Tätigkeit der modifizierten VEB zu be-[aufsichtigen]

a) die geschäftsführenden Personen der modifizierten VEB zu bestellen

und abzuberufen sowie Arbeitsverträge mit ihnen abzuschließen; die Behörde soll so schnell wie möglich in den modifizierten VEB ungeeignete geschäftsführende Personen abberufen und geeignete, unternehmerisch befähigte geschäftsführende Personen einsetzen; sie kann auch einstweilige Regelungen treffen. b) für die einzelnen modifizierten VEB wirtschaftliche Aufsichtsorgane zu schaffen und deren Mitglieder zu bestellen und abzuberufen;

Anmerkungen
Sichter

[27.] Analyse:Mg/Fragment 126 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:36 (Kybot)
Erstellt: 9. November 2011, 16:52 Bummelchen
Fragment, Mg, Roth 2000, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 126, Zeilen: 1-10
Quelle: Roth 2000
Seite(n): , Zeilen: 22-34
und in bestimmten Fällen bei Unternehmensentscheidungen mitzuwirken,

Nutzungsverträge über den gesamten Betrieb oder über Teilbetriebe abzuschließen, modifizierte VEB aufzulösen, mit anderen modifizierten VEB zu vereinigen oder zu teilen, wenn dies aus volks- oder betriebswirtschaftlichen Gründen zweckmäßig ist.[Fn 1] Eine völlige Zentralisierung der behördlichen Aufgaben würde aber in den Augen des Forschungsbeirates ihre Erfüllung beeinträchtigen. Deshalb solle die Aufsicht über die einzelnen modifizierten VEB weitgehend dezentralisiert werden. Andererseits sei es aber wegen der mit dem Volkseigentum verbundenen Fragen erforderlich, eine zentrale Stelle zu schaffen, die die Einheitlichkeit wahrt.[Fn 2]

...

[Fn 1] vgl. Forschungsbeirat (1961): 167ffi [Fn 2] Forschungsbeirat (1961): 243.

h) erforderlichenfalls in Vertretung des modifizierten VEB Nut -

zungsverträge über den gesamten Betrieb oder über Teilbetriebe abzuschließen; dadurch erhält die Behörde die Befugnis, auch gegen den Willen der geschäftsführenden Personen Betriebsnutzungsverträge abzuschließen. i) modifizierte VEB aufzulösen, mit anderen modifizierten VEB zu vereinigen oder zu teilen, wenn dies aus volkswirtschaftlichen oder betriebswirtschaftlichen Gründen zweckmäßig ist. Die Behörde kann solche Maßnahmen insbesondere dann anordnen, wenn dadurch für den Wettbewerb am Markt bessere Voraussetzungen geschaffen werden. Dabei hat sie die Rechtsnachfolge und die Schuldenhaftung eindeutig zu klären.

Anmerkungen
Sichter

[28.] Analyse:Mg/Fragment 164 08 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:36 (Kybot)
Erstellt: 9. November 2011, 17:14 Bummelchen
Fragment, Mg, Roth 2000, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 164, Zeilen: 8-18
Quelle: Roth 2000
Seite(n): 135,136, Zeilen:
Obwohl er den For-schungsbeirat nicht explizit nannte, lag es auf der Hand gegen wen seine Kritik ziel-te, wenn er schrieb: „Gleichwohl kann nicht geleugnet werden, daß die Vorstellung von einem so gearteten, vorgefaßten , Wiedervereinigungsplan' die Geister in wei-tem Umfang beherrscht. Ihnen allen ist eigen, daß sie in der Volkswirtschaft eine Organisation' erblicken. Insbesondere geht ihnen jedes Gefühl, jede Einsicht auf die in einem freien Markt zum Ausgleich und Gleichgewicht hindrängenden Kräfte und die damit entfesselte Dynamik völlig ab. Stattdessen glaubt man wieder einmal so viel wie möglich organisieren' zu müssen, obwohl gerade damit Verzerrungen und Diskrepanzen nicht beseitigt, sondern womöglich noch vermehrt und verschärft werden würden." [Fn 3] [S. 135 Ende]

Gleichwohl kann nicht geleugnet werden, daß die Vor-stellung von einem so gearteten, vorgefaßten »«Wiedereingliede-rungsplan« die Geister in weitem Umfang beherrscht. Ihnen allen

[S 136 Z.1-8]

ist eigen, daß sie in der Volkswirtschaft eine »Organisation« erblicken. Insbesondere geht ihnen jedes Gefühl, jede Einsicht auf die in einem freien Markt zum Ausgleich und Gleichgewicht hindrän-genden Kräfte und die damit entfesselte Dynamik völlig ab. Statt dessen glaubt man wieder einmal so viel wie möglich »organisie-ren« zu müssen, obwohl gerade damit Verzerrungen und Diskrepanzen nicht beseitigt, sondern womöglich noch vermehrt und verschärft werden würden.

Anmerkungen
Sichter

[29.] Analyse:Mg/Fragment 196 25 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:37 (Kybot)
Erstellt: 9. November 2011, 17:26 Bummelchen
Fragment, Mg, Roth 2000, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 196, Zeilen: 25-30
Quelle: Roth 2000
Seite(n): 59, Zeilen: 32-34
Vor allem die „Empfehlung zur Einfügung der volkseigenen' Industriebetriebe der SBZ in die nach der Wiedervereinigung zu schaffende im Grundsatz marktwirtschaftliche Ordnung" und die „Empfehlung für eine Umwandlung der landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften' (LPG) in Übergangsgemeinschaften und ihre Auflösung" hätten in den Augen Hartmanns der Treuhandanstalt als „Blaupause" gedient. Die ebenfalls bis zur Verordnungsreife weitergetriebene »Empfehlung für eine Umwand-lung der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossen-schaften (LPG) in Übergangsgemeinschaften und ihre Auflösung« wurde vom Plenum des Forschungsbeirats am 17./18. Januar 1964 verabschiedet.[Fn 157]
Anmerkungen
Sichter

[30.] Analyse:Mg/Fragment 139 19 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:36 (Kybot)
Erstellt: 9. November 2011, 19:38 Bummelchen
Fragment, Mg, Roth 1971, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 139, Zeilen: 19-23
Quelle: Roth 1971
Seite(n): 45, Zeilen: 19-26
Im Vorwort äußerte sich der Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen, Herbert Wehner: „Ob wir die Herausforderung, vor die wir als Nation gestellt sind, bestehen werden, wird davon abhängen, ob es uns gelingt, ständig mit sachkundigem Interesse an dem Schicksal der Menschen im anderen Teil Deutschlands teilzunehmen...." [Fn 2]

...

[Fn 2] Forschungsbeirat (1969): 3.

Die Resultate des von Wehner angekündigten „Umgestaltungs-prozesses" der Funktionen des „Forschungsbeirats" können in dem von diesen im Juli 1969 herausgegebenen „Fünften Tätigkeitsbericht" nach-gelesen werden.[Fn 125] Sie erscheinen, dem Vorwort Wehners zufolge, auf einen „erheblichen Beitrag" reduziert, „die Herausforderung, vor die wir als Nation gestellt sind", dadurch zu meistern, daß „es uns gelingt, ständig mit sachkundigem Interesse an dem Schicksal der Menschen im anderen Teil Deutschlands teilzunehmen".[Fn 126]
Anmerkungen

Fügt Zitatfetzen zu einem Gesamtzitat zusammen.

Sichter

[31.] Analyse:Mg/Fragment 137 28 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:36 (Kybot)
Erstellt: 9. November 2011, 19:58 Bummelchen
Fragment, KomplettPlagiat, Mg, Roth 1971, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 137, Zeilen: 28-30
Quelle: Roth 1971
Seite(n): 28, Zeilen: 19-25
Es genügt nicht, allgemein die deutsche Einheit zu beschwören und die Wiedervereinigung zu fordern. Man muß konkret auf sie hinarbeiten und sie konkret vorbereiten. Er legt Wert auf die Feststellung, daß seine Aktivität nicht die Reproduktion eingefahrener Floskeln, sondern harte und nüchterne Arbeit ist. „Es genügt nicht, allgemein die deutsche Einheit zu beschwören und die Wiedervereinigung zu fordern. Man muß konkret auf sie hinarbeiten und sie konkret vorbereiten," [Fn 43] heißt es beispielsweise im „Vierten Tätigkeitsbericht".
Anmerkungen

Der Autor macht sich ein Zitat ohne Quellenangabe zu eigen.

Sichter

[32.] Analyse:Mg/Fragment 131 35 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:36 (Kybot)
Erstellt: 9. November 2011, 20:39 Bummelchen
Fragment, Mg, Roth 1971, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 131, Zeilen: 35-39
Quelle: Roth 1971
Seite(n): 57, Zeilen: 7-13
Der Forschungsbeirat rechnete mit einem erheblichen Finanzbedarf „und zwar nicht nur zur Finanzierung der vorstehend erwähnten notwendigen Produktionsmit-tel, sondern auch zur Finanzierung der laufenden Betriebsaufwendungen, insbeson-dere wenn die Erfassung der Ernte-Erzeugniss unmittelbar vor der Wiedervereinigung durchgeführt worden ist" [Fn 7].

...

[Fn 6] vgl. Forschungsbeirat (1954): 19.

[Fn 7] ebenda: 21.

6) Zur Aufrechterhaltung und Förderung der Produktion ist ein erheblicher Finanzbedarf zu erwarten, und zwar nicht nur zur Finanzierung der vorstehend erwähnten notwendigen Produktionsmitel, sondern auch zur Finanzierung der laufenden Betriebsaufwendungen, insbesondere wenn die Erfassung der Ernte-Erzeugnisse unmittelbar vor der Wiedervereinigung durchgeführt worden ist. Die Frage des Finanzbedarfs wurde im Agrarausschuß, im Finanzausschuß und im Plenum eingehend beraten.
Anmerkungen

Und wieder ein Zitat aus der Quelle.

Sichter

[33.] Analyse:Mg/Fragment 127 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:36 (Kybot)
Erstellt: 9. November 2011, 20:48 Bummelchen
Fragment, Mg, Roth 1971, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 127, Zeilen: 1-6
Quelle: Roth 1971
Seite(n): 61, Zeilen: 38-47
Über laufende Verträge sollten sich die Vertragspartner - mit Ausnahme der Fälle, in denen es sich um Arbeits - ntereinander oder mit Hilfe ei-ner Schiedsstelle gütlich über die Auflösung oder Änderung eines Vertrages einigen. Wäre keine Einigung zu erzielen, sollte nach den Vorstellungen des Forschungsbei-rates das Vertragshilfegericht entscheiden. [Fn 1]

...

1 vgl. Forschungsbeirat (1954): 26.

a) Der Ausschuß für Fragen der gewerblichen Wirtschaft legte dem Plenum des Forschungsbeirates am 28. September 1953 den Entwurf einer Regelung zur Beschlußfassung vor, der von diesem gebilligt wurde. Die Regelung bietet den Vertragspartnern — mit Ausnahme der Fälle, in denen es sich um Arbeits-, Kredit- und Versicherungsverträge sowie um Verträge nicht vermögensrechtlichen Inhalts handelt — die Möglichkeit, sich untereinander oder mit Hilfe einer im Rahmen der Organisation der gewerblichen Wirtschaft gebildeten Schiedsstelle gütlich über die Auflösung oder Änderung eines Vertrages zu einigen; erst dann, wenn eine solche Einigung nicht erzielt werden konnte, kann das Vertragshilfegericht angerufen werden.
Anmerkungen
Sichter

[34.] Analyse:Mg/Fragment 122 29 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:36 (Kybot)
Erstellt: 9. November 2011, 21:02 Bummelchen
Fragment, Mg, Roth 1971, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 122, Zeilen: 29-35
Quelle: Roth 1971
Seite(n): 65, Zeilen: 5- 17
[S. 122 ]

So heißt es auch im Dritten Tätigkeitsbericht noch: „Der Forschungsbeirat hat stets den Standpunkt vertreten, daß dieser entschädigungslose Eigentumsentzug von Grund und Boden ein Unrecht und mit rechtsstaatlichen Grundsätzen nicht vereinbar ist. Er hat sich daher in seiner These zur Bodenreform, auch dafür ausgesprochen, daß der gesamtdeutsche Gesetzgeber das durch den Unrechtsakt verletzte rechtsstaatliche Prinzip - soweit eine Realrestitution nicht in Betracht kommt - durch Ent-

[S. 123, Z. 1-9]

Schädigung - die vor allem auch in Land erfolgen kann - gesetzgeberisch zu Gel-tung zu bringen haben wird. Es würde allerdings den Rahmen der Arbeiten und die Möglichkeiten des Forschungsbeirates überschreiten, wenn er versuchen würde, zur Verwirklichung der vorerwähnten Grundsätze bereits konkrete Vorschläge zu ma-chen. Die endgültige Regelung der Eigentumsverhältnisse wird zu jenen Aufgaben gehören, die allein der gesamtdeutsche Gesetzgeber lösen kann. Damit wird nicht nur der westdeutschen, sondern auch der mitteldeutschen Bevölkerung Gelegenheit gegeben werden, selbst über die Gestaltung ihrer Lebensverhältnisse zu bestim-men." [Fn 1]

...

[Fn 1] Forschungsbeirat (1961): 18.

Der Forschungsbeirat hat stets den Standpunkt vertreten, daß dieser entschädi-gungslose Eigentumsentzug von Grund und Boden ein Unrecht und mit rechts-staatlichen Grundsätzen nicht vereinbar ist. Er hat sich daher in seiner These zur .Bodenreform" auch dafür ausgesprochen, daß der gesamtdeutsche Gesetz-geber das durch den Unrechtsakt verletzte rechtsstaatliche Prinzip — soweit eine Realrestitution nicht in Betracht kommt — durch Entschädigung — die vor allem auch in Land erfolgen kann — gesetzgeberisch zur Geltung zu bringen haben wird.

Es würde allerdings den Rahmen der Arbeiten und die Möglichkeiten des Forschungsbeirates überschreiten, wenn er versuchen würde, zur Verwirklichung der vorerwähnten Grundsätze bereits konkrete Vorschläge zu machen. Die end-gültige Regelung der Eigentumsverhältnisse wird zu jenen Aufgaben gehören, die allein der gesamtdeutsche Gesetzgeber lösen kann. Damit wird nicht nur der westdeutschen, sondern auch der mitteldeutschen Bevölkerung Gelegenheit gegeben werden, selbst über die Gestaltung ihrer Lebensverhältnisse zu be-stimmen. Daß dabei auch die berufsständischen Vertretungen ihre Auffassung geltend machen können, ist in einer freiheitlichen Demokratie selbstverständlich.

Anmerkungen

Wieder erhebliche Textpassagen, die sich und Angabe auf diese Quelle in der Arbeit befinden.

Sichter
[[Sichter::Roth_1971| ]]Roth_1971

[35.] Analyse:Mg/Fragment 115 35 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:35 (Kybot)
Erstellt: 9. November 2011, 21:33 Bummelchen
Fragment, Mg, Roth 1971, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 115, Zeilen: 35-39
Quelle: Roth 1971
Seite(n): 60, Zeilen: 1-16
[S. 115]

Zur Sicherung der Beschäftigung verabschiedete daher der Forschungsbeirat am 6. Juli 1953 folgende Entschließung: „Nach der Wiedervereinigung Deutsch-lands wird infolge der Verstärkung des gesamtdeutschen Wirtschaftspotentials die Nachfrage nach Arbeitskräften erheblich wachsen. Um die Anpassung an die ge-samtdeutschen Wirtschaftsverhältnisse während einer Übergangszeit zu erleichtern,

[S 116, Z. 1-9]

schlägt der Forschungsbeirat vor: a) dafiir zu sorgen, daß die in der heutigen sowje-tischen Besatzungszone nach der Wiedervereinigung fortbestehenden Arbeitsmög-lichkeiten sofort in vollem Umfang weiter genutzt werden können; b) die rasche Ü-berleitung frei werdender Arbeitskräfte in volkswirtschaftlich dringliche Arbeiten, wie z.B. Wohnungsbau, Wiederherstellung und Ausbau des Verkehrswesens, Erneu-erung und Ergänzung des Maschinenbestandes in der Konsumgüterindustrie zu fördern und dafiir die erforderlichen Mittel bereitzustellen; c) für Sonderfälle und von der Umstellung besonders stark betroffene Gebiete volkswirtschaftlich wertvolle Notstandsarbeiten vorzubereiten und zu finanzieren." [Fn 1]

...

[Fn 1] zit. nach Forschungsbeirat (1954): 24.

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wird infolge der Verstärkung des gesamtdeutschen Wirtschaftspotentials die Nachfrage nach Arbeitskräften erheblich wachsen.

Um die Anpassung an die gesamtdeutschen Wirtschaftsverhältnisse während einer Ubergangszeit zu erleichtern, schlägt der Forschungsbeirat vor:

a) dafür zu sorgen, daß die in der heutigen sowjetischen Besatzungszone nach der Wiedervereinigung fortbestehenden Arbeitsmöglichkeiten sofort in vollem Umfange weiter genutzt werden können;

b) die rasche Uberleitung frei werdender Arbeitskräfte in volkswirtschaftlich dringliche Arbeiten, wie z. B. Wohnungsbau, Wiederherstellung und Aus-bau des Verkehrswesens, Erneuerung und Ergänzung des Maschinen-bestandes in der Konsumgüterindustrie zu fördern und dafür die erforder-lichen Mittel bereitzustellen;

c) für Sonderfälle und von der Umstellung besonders stark betroffene Ge-biete volkswirtschaftlich wertvolle Notstandsarbeiten vorzubereiten und zu finanzieren."

Anmerkungen
Sichter

[36.] Analyse:Mg/Fragment 116 23 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:36 (Kybot)
Erstellt: 9. November 2011, 22:05 Bummelchen
Fragment, Mg, Roth 1998b, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 116, Zeilen: 23-33
Quelle: Roth 1998b
Seite(n): 314, Zeilen:
In der ersten Juliwoche 1953 trat daher das Plenum erneut zusammen,

um eine Reihe zu-sätzlicher Empfehlungen zu verabschieden.4 Trotz der ungeklärten Währungsprob-leme schlug Gleitze die volle Angleichung der Preise und Löhne an die westdeut-schen Verhältnisse vor. Thalheim machte erneut auf die Wichtigkeit umfassender Maßnahmen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit aufmerksam und Meimberg emp-fahl die sofortige Aufhebung der Überbesteuerung der Konsumgüter. Fauser plädierte für eine sofortige Annullierung der Bewirtschaftungsmaßnahmen in der Landwirtschaft. Entsprechende Empfehlungen wurden verabschiedet.Lediglich die Angleichung der Löhne und Gehälter wollten die Mitglieder des Forschungsbeirates dem Markt überlassen und verabschiedeten keine entsprechende Empfehlung.[Fn 5]

...

[Fn 4] vgl. Protokoll der Plenarsitzung des Forschungsbeirates am 4./6.7.1953,

in: BarchK B 137 1/ 610

[Fn 5] vgl. ebenda.

[Z.1-9]

[Nach hektischen Vorbereitungen in den Ausschüssen trat das] Plenum deshalb Ende der ersten Juliwoche 1953 zusammen, um die neue Lage zu beraten und eine Reihe zusätzlicher Empfehlun-gen zu verabschieden.[Fn 92] Gleitze beschwor die Teilnehmer, trotz der noch ungeklärten Währungsprobleme einer vollen Angleichung der Preise und Löhne an die westdeutschen Verhältnisse zuzustim-men. Thalheim forderte umfassende Maßnahmen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, denn sonst würden „mindestens für eine Uber-gangszeit

eine Arbeitslosigkeit in unerwünschtem Umfange" ent-stehen." [Fn 93]

...

[11-20]

Fauser hielt es für möglich, den DDR-Bauern die Wiedereinführung der „marktwirtschaftlichen Ord-nung" durch die sofortige Annullierung der landwirtschaftlichen Bewirtschaftungsmaß-nahmen (Anbaupläne, Viehhaltepläne u nd Ablieferungssoll) schmackhaft zu machen. Das Plenum war begei-stert, und gegen Ende der Sitzung wurden Empfehlungen zur „Be-kämpfung von Arbeitslosigkeit nach der Wiedervereinigung Deutschlands", über die „Außerordentliche Besteuerung des Kon-sums" und die „Beseitigung der sowjetzonalen Zwangswirtschaft auf agrarischem Gebiet" einstimmig angenommen.[Fn 94]

Anmerkungen

Zwei Textpassagen wurden neu zusammengesetzt.

Sichter

[37.] Analyse:Mg/Fragment 115 20 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:35 (Kybot)
Erstellt: 9. November 2011, 22:35 Bummelchen
Fragment, Mg, Roth 1998b, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 115, Zeilen: 20-31
Quelle: Roth 1998b
Seite(n): 311, Zeilen: 4-14
Daher sei mit gewaltigen Umstellungs- und Kostenproblemen bei einer Wiedervereinigung zu rechnen, die nur durch umfangreiche Starthilfen und Stützungsaktionen seitens der Bundesrepu-blik aufgefangen werden könnten. Meimberg veranschlagte den Haushaltsausgleich für den Wegfall der Aufschläge auf HO-Waren mit 5 Milliarden DM. Zusätzlich müssten 500 Millionen DM für die Deckung des zusätzlichen Stoßbedarfs an Verbrauchsgütern aufgebracht werden und noch einmal weitere 1,5 Milliarden DM für eine erste Investitionsfinanzierung.3 Steuer- und Sondervergünstigungen für Rohstoffimporte sollten die verarbeitende Industrie und die Konsumgüterindustrie ankurbeln. Eine zeitweilige Abschirmung des Gebietes der DDR in der Übergangs-zeit wurde abgelehnt.[Fn 4] Die Gefahr einer Massenarbeitslosigkeit müsse auf jeden Fall verhindert werden.[Fn 5]

...

[Fn 4] vgl. Karl C. Thalheim: Maßnahmen für die Übergangszeit in der SBZ. Zeitweilige Abschirmung der Zone? vom 9.3.1953, in: BarchK B 137 1/ 662.

[Fn 5] vgl. Schriftwechsel und Vermerke zur Problematik der Arbeitslosigkeit nach der Wiedervereinigung, in: BarchK B 137 1/ 24; vgl. Schriftwechsel zur Flüchtlingsbefragung bzgl. der Arbeitslosigkeit in der SBZ, in: BarchK B 137 1/ 261.

Schon auf den ersten Arbeitstagungen des Forschungsbeirats veranschlagte Meimberg den Haushaltsausgleich für den Wegfall der Aufschläge auf HO-Waren mit fünf Milliarden DM. Für die Deckung des zusätzlichen Stoßbedarfs an Verbrauchsgütern sollten 500 Millionen DM aufge-bracht werden, und für die erste Investitionsfinanzierung hielt der Vorsitzende des Finanzausschusses 1,5 Milliarden DM für ausrei-chend.Ml Zusätzlich sollten die neuen Betriebsleitungen Steuerer-leichterungen und Sondervergünstigungen für Rohstoffimporte er-halten, um die Produktion vor allem in der verarbeitenden und Konsumgüterindustrie anzukurbeln.
Anmerkungen

Erhebliche Textübernahmen ohne Kennzeichnung.

Sichter

[38.] Analyse:Mg/Fragment 114 34 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:35 (Kybot)
Erstellt: 9. November 2011, 22:58 Bummelchen
Fragment, Mg, Roth 1971, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 114, Zeilen: 34-38
Quelle: Roth 1971
Seite(n): 57, Zeilen: 31-44
[S. 114]

Dennoch verabschiedete der Forschungsbeirat nach langer Diskussion [Fn 2] zum Problemkreis „Bodenreform" folgende These: „Der Forschungsbeirat empfiehlt, daß die Bodenreform in der SBZ nicht unter dem Gesichtspunkt einer Restauration der alten Eigentumsverhältnisse revidiert werden soll. Neubauern, die den Boden in den

...

[Fn 2] vgl. Protokoll der Arbeitstagung des Forschungsbeirates am 16./17.4.1952, in: BarchK B 137 1/ 601; vgl. Protokoll der Arbeitstagung des Forschungsbeirates am 4./5.8.1952, in: BarchK B 137 1/ 604; vgl. Protokoll der Arbeitstagung des Forschungsbeirates am 29./30.9.1952, in: BarchK B 137 1/ 605; vgl. Sitzungsprotokoll des Agrarausschusses vom 28.7.1952, in: BarchK B 137 1/ 545; vgl Schriftwechsel und Vermerke zur Bodenreform These

[115 1-8]

vergangenen Jahren unter persönlichen Opfern bearbeitet haben, soll der Boden er-halten bleiben. Maßgebend ist die Sicherung der Volksernährung und die Schaffung lebensfähiger Betriebe. Die Wiederherstellung und Festigung des selbständigen bäuerlichen Besitzes, insbesondere des Familienbesitzes, wird gerade bei der derzeiti-gen Entwicklung zur Kollektivierung in der SBZ eine der vordringlichsten agrarpolitischen Aufgaben sein. Der gesamtdeutsche Gesetzgeber wird das rechtstaatliche Prinzip der Entschädigung für entzogenes Eigentum gesetzgeberisch zur Geltung zu bringen haben." [Fn 1]

...

[Fn 1] zit. nach Forschungsbeirat (1954): 21f.

8.Das schwierigste und weittragendste Problem auf agrarischem Gebiet stellt die durch die Bodenreform geschaffene derzeitige Agrarstruktur in der SBZ dar. Mit diesem Komplex hat sich der Forschungsbeirat schon in seinen ersten Tagungen eingehend befaßt und ist dabei zu folgender These gekommen:

„Der Forschungsbeirat empfiehlt, daß die Bodenreform in der SBZ nicht unter dem Gesichtspunkt einer Restauration der alten Eigentumsverhältnisse revidiert werden soll. Neubauern, die den Boden in den vergangenen Jahren unter persönlichen Opfern bearbeitet haben, soll der Boden erhalten bleiben. Maßgebend ist die Sicherung der Volksernährung und die Schaffung lebensfähiger Betriebe.

Die Wiederherstellung und Festigung des selbständigen bäuerlichen Besitzes, insbesondere des hamilienbesitzes, wird gerade bei der derzeitigen Ent-wicklung zur Kollektivierung in der SBZ eine der vordringlichsten agrar- politischen Aufgaben sein. [Der gesamtdeutsche Gesetzgeber wird das rechtsstaatliche Prinzip der Ent-schädigung für entzogenes Eigentum gesetzgeberisch zur Geltung zu bringen haben."]

Anmerkungen

Massive Textübernahmen mit identischen Zitaten.

Sichter

[39.] Analyse:Mg/Fragment 094 17 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:35 (Kybot)
Erstellt: 9. November 2011, 23:13 Bummelchen
Fragment, Mg, Roth 1998a, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 94, Zeilen: 17-25
Quelle: Roth 1998a
Seite(n): 414, Zeilen: 9-16
ur Überparteilichkeit hieß es bereits in der Kabinettsvorlage: „Die Beiordnung der Vertreter der politischen Parteien und der genannten Organisationen zu dem Forscherkreis erschien zweck-mäßig, weil durch eine solche Maßnahme politische Meinungsverschiedenheiten und Spannungen ausgeglichen werden und die Gesamtarbeit, insbesondere durch die Einbeziehung von Vertretern auch der Opposition in die Verantwortung, auf eine neutrale Ebene gestellt werden konnte. Diese Erwartungen haben sich nach den bis-herigen Erfahrungen durchaus erfüllt." [Fn 2]

...

[Fn 2] Brief von Kaiser an den Staatssekretär des Bundeskanzleramts vom 21.11.1952, betr. Forschungsbeirat für Fragen der Wiedervereinigung Deutschlands (Kabinettsvorlage), in: BarchK B 1371/ 11.

Die Beiordnung der Vertreter der politischen Parteien und der genannten Organisationen zu dem Forscherkreis erschien zweckmä-ßig, weil durch eine solche Maßnahme politische Meinungsver-schiedenheiten und Spannungen ausgeglichen werden und die Gesamtarbeit,insbesondere durch die Einbeziehung von Vertretern auch der Opposition in die Verantwortung, auf eine neutrale Ebe-ne gestellt werden konnte. Diese Erwartungen haben sich nach den bisherigen Erfahrungen durchaus erfüllt.
Anmerkungen

Text wurde übernommen und als Zitat einer anderen Quelle wieder gegeben.

Sichter

[40.] Analyse:Mg/Fragment 086 09 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:35 (Kybot)
Erstellt: 9. November 2011, 23:30 Bummelchen
Fragment, Mg, Roth 1998b, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 84, Zeilen: 09-31
Quelle: Roth 1998b
Seite(n): 298, Zeilen: 14-31
Rudolf Meimberg zählte bereits zu der Berliner Gruppe um Friedrich Ernst, die sich im Vorfeld der Gründung des Forschungsbeirats mit entsprechenden Vorpla-nungen für die Wiedervereinigungen befasst hatte.[Fn 1] Meimberg wurde am 19. Dezember 1912 in Prüm in Rheinland-Pfalz geboren.[Fn 2] Nach Studium in Innsbruck, Ber-lin und Göttingen, der Promotion und Habilitation an der Friedrich-Wilhelm-Universität zu Berlin arbeitete er ab 1939 zunächst als Dozent in Berlin. Unterbro-chen wurde seine Lehrtätigkeit durch wiederholte Einberufungen zur Wehrmacht. Im Jahr 1944 erhielt er dann eine ordentliche Professur an der deutschen TH Prag. Nach dem Krieg war er zunächst als Ordnungstheoretiker und Kreditfachmann in der sowjetzonalen Zentralverwaltung für Industrie tätig, wechselte aber bereits 1946 in den Westen Berlins. Er wirkte als volkswirtschaftlicher Berater bei den Vorberei-tungen zur Währungsreform mit und wurde 1948 Leiter der Volkswirtschaftlichen Abteilung der Berliner Zentralbank. In dieser Zeit arbeitete er eng mit Friedrich Ernst zusammen. Er veröffentlichte im Rahmen der Schriftenreihe der Berliner Zent-ralbank eine Publikation in mehreren Auflagen, in der er die wirtschaftliche Ent-wicklung in Westberlin und in der sowjetischen Zone untersuchte.[Fn 3] Im Jahr 1953 wechselte er zur Deutschen Bank nach Frankfurt am Main. Gleichzeitig nahm er ei-nen Lehrauftrag an der Universität Marburg wahr. Ein Jahr später wurde er zum Ho-norarprofessor an der Universität Frankfurt ernannt. Ab 1960 lehrte er als Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Mainz.

...

[Fn 1] vgl. Kap. 3. [Fn 2] zum Lebenslauf vgl. Feldsieper/ Groß (Hrsg.) (1983): 58 [Fn 3] vgl. Meimberg (1952).

Meimberg war 1912 in Prüm geboren, hatte an der Berliner Universität eine wirtschaftswissen-schaftliche Karriere begonnen und noch 1944 eine ordentliche Pro-fessur an der Deutschen Technischen Hochschule in Prag ange-nommen. Der Kreditspezialist und Ordnungstheoretiker war nach 1945 zunächst in der sowjetzonalen Zentralverwaltung für Indu-strie tätig. 1946 setzte er sich in den Westsektor Berlins ab und fand dort sein erstes Fortkommen als Berliner Korrespondent des „Europa-Archiv". Seit 1947 wirkte er als Volkswirtschaftlicher Be-rater bei der Vorbereitung der Währungsreform und wurde 1948 Leiter der Volkswirtschaftlichen Abteilung der Berliner Zentralbank. Während seiner Tätigkeit an der Seite von Friedrich Ernst wurde er 1953 von der Deutschen Bank nach Frankfurt am Main als Direk-tor übernommen und lehrte seit 1960 wieder als Professor für Volks-wirtschaftslehre an der Universität Mainz. E,rnst ernannte Meimberg zum Vorsitzenden des Finanzausschusses des Forschungsbeirats. Meimberg hatte diesen Posten bis zur Auflösung des Forschungs-beirats im Jahr 1975 inne.

...

[S.300,Z.3-89

Nach dem Krieg war er zunächst als wissenschaftlicher Referent bei der sowjetzonalen Zentralverwaltung für Industrie tätig. Nach seiner Übersiedlung in den Westsektor übernahm er die Leitung des Berli-ner Funkhauses des NWDR. Rupp erarbeitete seit 1952 mehrere Sonder-gutachten zur sowjetischen Reparationspolitik in der SBZ/DDR.

Anmerkungen
Sichter

[41.] Analyse:Mg/Fragment 059 16 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:34 (Kybot)
Erstellt: 10. November 2011, 00:30 Bummelchen
Fragment, Mg, Roth 1998a, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 59, Zeilen: 16-31
Quelle: Roth 1998a
Seite(n): 416, Zeilen: 2-11
Man einigte sich darauf, dass mit dem Beschluss des Kabinetts zum For-schungsbeirat auch den Arbeiten des Interministeriellen Ausschusses eine feste Ba-sis gegeben werden sollte. In der Kabinettsvorlage für den Forschungsbeirat heißt es dazu: „In Erfüllung der dem Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen übertrage-nen Mittlerstellung wurde am 23. Januar 1952 ein interministerieller Ausschuss für Fragen der Wiedervereinigung Deutschlands' erstmals einberufen. Der Forschungs-beirat erstattet diesem Interministeriellen Ausschuß laufend Bericht und übermittelt ihm die zur Vorlage im Kabinett bestimmten Empfehlungen. Die für die Wiederver-einigung Deutschlands vorzubereitenden Maßnahmen und die von den Sachverständigen Gremien erzielten Ergebnisse werden in diesem Ausschuß abgestimmt." [Fn 4]

...

[Fn 4] Kabinettsvorlage „Forschungsbeirat für Fragen der Wiedervereinigung Deutschlands" vom 21. Novem-ber 1952, in: BarchK B 137/ 4086.

In Erfüllung der dem Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen übertragenen Mittlerstellung wurde am 23. Januar 1952 ein "Inter-ministerieller Ausschuß für Fragen der Wiedervereinigung Deutsch-lands" erstmalig einberufen. Der Forschungsbeirat erstattet diesem Interministeriellen Ausschuß laufend Bericht und übermittelt ihm die zur Vorlage im Kabinett bestimmten Empfehlungen. Die für die Wiedervereinigung Deutschlands vorzubereitenden Massnahmen und die von den Sachverständigen-Gremien erzielten Ergebnisse, werden in diesem Ausschuss abgestimmt.
Anmerkungen

Komplett übernommen.

Sichter

[42.] Analyse:Mg/Fragment 049 07 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:34 (Kybot)
Erstellt: 10. November 2011, 00:39 Bummelchen
Fragment, Mg, Roth 1998b, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 49, Zeilen: 7-16
Quelle: Roth 1998b
Seite(n): 289, Zeilen: 5-14
Rudolf Meimberg, der Leiter der volkswirtschaftlichen Abteilung der Berliner Zentralbank, wurde darauf-hin mit der Erarbeitung eines Exposes beauftragt. Außerdem traf sich Ministerialdi-rigent Werner Friedrich, der Leiter der Berliner Abteilung II des Bundesministeri-ums für gesamtdeutsche Fragen, mit Ernst zu einem Vier-Augen-Gespräch am 11. Oktober 1950 in der Berliner Landeszentralbank. In diesem Gespräch einigte man sich über die Aufstellung eines umfassenden „Mobilmachungsplanes". Man stimmte auch darüber ein, „dass für die erste Inangriffnahme eines umfassenden Programms eine Persönlichkeit von besonderen Qualitäten notwendig sein werde" [Fn 2].

...

[Fn 1] Aufzeichnung über Bemühungen der Abteilung II des Bundesministeriums für gesamtdeutsche Fragen um die Vorbereitung der Wiedervereinigung Deutschlands. Anlage zu einem Schreiben an Staatssekre-tär Thedieck vom 10.11.1951, in: BarchK NL Kaiser, Nr. 232, fol. 39.

[Fn 2] ebenda.

Daraufhin wurde Ru-dolf Meimberg, der unter Ernst als Leiter der Volkswirtschaftlichen Abteilung der Berliner Zentralbank wirkte, mit der Erarbeitung eines entsprechenden Exposés beauftragt. Parallel dazu traf sich der Leiter der. Berliner Vertretung des Bundesministeriums für ge-samtdeutsche Fragen, Friedrich, am 11. Oktober 1950 mit Ernst zu einem Vieraugengespräch in der Berliner Zentralbank. Man einig-te sich über die Aufstellung eines umfassenden „Mobilmachungs-planes", wofür „eine Persönlichkeit von besonderen Qualitäten notwendig sein werde."
Anmerkungen
Sichter

[43.] Analyse:Mg/Fragment 058 07 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:34 (Kybot)
Erstellt: 10. November 2011, 11:23 Bummelchen
Adolph 1991, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 58, Zeilen: 7-
Quelle: Adolph 1991
Seite(n): 23,24, Zeilen:
Den Zuständigkeitsanspruch auf die Koordinierung aller gesamtdeutschen Belange musste Thedieck auf dieser Sitzung angesichts aufkommenden Widerstandes der anderen Ressorts jedoch bereits wieder revidieren: „Das Ministerium für gesamtdeutsche Fragen erhebe keinen Anspruch darauf, ein Monopol für alle mit der Wiedervereinigung verbundenen Aufgaben und Maßnahmen zu beanspruchen. Das Ministerium für gesamtdeutsche Fragen habe aber gem. seinem Charakter die Aufgabe, Anregungen zu geben und eine Mittlerstellung zwischen den einzelnen Minis-terien einzunehmen. Durch die koordinierende Funktion des Ministeriums für ge-samtdeutsche Fragen sollten selbstverständlich nicht die Arbeiten anderer Ministe-rien eingeschränkt werden, die sich mit besonderen Problemen im Bundesgebiet, die durch die Trennung Deutschlands hervorgerufen werden, befassen." [Fn 3] Wenig später gestand man sich auch innerhalb des BMG ein, dass man dem er-hobenen Anspruch allein schon aus personeller Sicht nicht gerecht werden konnte: „Das Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen wolle für die einzelnen Gebiete, die einer Ordnung bedürfen, keinesfalls die Federführung übernehmen, weil es zur Lösung der vielen Spezialfragen mangels Fachkräften gar nicht in der Lage

sei."[Fn 4]

...

[Fn 3] Niederschrift über die Besprechung im Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen am 23.1.1952, in: BarchK B 137/ 4086.

[Fn 4] Schreiben innerhalb des BMG an von Zahn vom 15.4.1952, betr. Staatssekretärbesprechung über Maß-nahmen nach der Wiedervereinigung Deutschlands in Freiheit, in: BarchK B 137 1/ 12.

[S 23 ab z. 20]

Thedieck mußte aber bereits auf der ersten Sitzung des neuberufenen interministeriellen Ausschusses am 23.1.1952 angesichts des aufkommenden Widerstandes gegen sein Koordinationsbestreben den ursprünglichen Zuständigkeitsanspruch relativieren: “Das Ministerium für gesamtdeutsche Fragen erhebe keinen Anspruch darauf, ein Monopol für alle mit der Wiedervereinigung verbundenen Aufgaben und Maßnahmen zu beanspruchen. L...1 Durch die koordinierende Funktion des Ministeriums für gesamtdeutsche Fragen sollten selbstverständlich nicht die Arbeiten anderer Ministerien eingeschränkt werden, die sich mit besonderen Problemen im Bundesgebiet, die durch die Trennung Deutschland hervorgerufen werden, befassen."

[S. 24 ab Z. 1]

Wenig später, im darauffolgenden April, gestand man es sich innerhalb des eigenen Hauses dann auch ein, daß schon allein die personelle Ausstattung des Ministeriums der von Thedieck zuvor pauschal beanspruchten Aufgabe, nämlich die eine Wie -dervereinigung betreffenden Maßnahmen ‘vorzuschlagen und vorzubereiten‘, nicht gerecht werden konnte: “Das Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen wolle für die einzelnen Gebiete, die einer Ordnung bedürfen, keinesfalls die Federführung übernehmen, weil es zur Lösung der vielen Spezialfragen mangels Fachkräften garnicht in der Lage sei.“

Anmerkungen

Setzt 2 Passagen aus der Quelle zusammen. Der Inhalt findet sich wahrscheinlich in den Roth-Büchern wieder (s. Roth 2000 S. 93 [Fn 32].

Sichter

[44.] Analyse:Mg/Fragment 097 12 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:35 (Kybot)
Erstellt: 10. November 2011, 12:20 Bummelchen
Adolph 1991, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 97, Zeilen: 12-18
Quelle: Adolph 1991
Seite(n): 109, Zeilen: Ab 10
Unter den Vertretern des DGB gilt es jedoch, das Engagement von Kurt Hirche besonders hervorzuheben. Nach einhelliger Meinung der Forscher-kreismitglieder Meimberg und Thalheim galt Hirche „als eines der aktivsten, enga-giertesten und verdienstvollsten Mitglieder des Forschungsbeirates"3. Er schied erst bei der Auflösung des Forschungsbeirates 1975 aus. Für die DAG nahmen der Landesverbandsleiter der DAG Berlin, Stefan Aufhäuser, und der stellvertretende Vor-sitzende der DAG, Georg Schneider, an den Sitzungen des Plenums teil. Für die Gewerkschaften, einschließlich der Deutschen Angestellten Gewerkschaft (DAG),[Fn 344] standen augenscheinlich schon zu Beginn der fünfziger Jahre dringlichere Probleme als die der Wiedervereinigung an. Eine Ausnahme bildete hier jedoch Kurt Hirche. Er wurde 1953 vom DGB als damaliger Leiter der Hauptabteilung Wirtschaftspolitik in den Forschungsbeirat delegiert Seit 1955 leitete er die parlamentarische Verbindungsstelle des DGB in Bonn. furche, der erst bei der Auflösung des Forschungsbeirates aus diesem ausschied, galt nach einhelliger Bekundung von Meimberg und Thalheim als eines der aktivsten, engagiertesten und verdienstvollsten Mitglieder des Forschungsbeirates?‘‘ gg. Die Vertretung der Bauern- und Vertriebenenverbände von Hirche ihre Mitgliedschaft jedoch nur noch rein formell wahr. [Interview Hirche vom 21. Juni 1990]. " In diesem Sinne äußerte sich Kurt Hirche dem Verfasser gegenüber." [Interview Hirche vom 21. Juni 1990].

[Fn 342] Vgl. AdsD, NL Gleitze, Korrespondenz 1951-1952, Schreiben von Otto Kunze an Bruno Gleitze vom 1. Februar 1952. Diesem Schreiben ist auch zu entnehmen, daß Aachenbach mit Kunze privat in Köln, und nicht, wie es seinem Aktenvermerk zu entnehmen ist, in Düsseldorf beim DG zusammentraf.

[Fn 343] " Auch der Landesverbandsleiter der DAG Berlin, Stefan Aufhäuser, war auf der ersten Sitzung des Forschungsbeirates anwesend, obwohl eine Mitgliedschaft der DAG ursprünglich nicht geplant war. Kurze Zeit später kam dann noch Georg Schneider, der stellvertretende Vorsitzende der DAG hinzu. Beide machten jedoch wenig von sich reden. Vgl. BA, B 137/937, Abschrift, Betrifft: Besprechung mit Herrn Dr. Ernst am 13. März 1952 vom 13. März 1952; BA, B 137/3933, Forschungsbeirat für Fragen der Wiedervereinigung Deutschlands beim Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen, Stand: 20. Juni 1953. [ausführliche Liste der dem Forschungsbeirat angehörigen Mitglieder und ihrer sie entsandten Organisationen. Entsprechend hoben Meimberg und Thalheim das Engagement Hirches hervor. [Interview Meimberg vom 5. Mai 1990; Interview Thalheim vom 11. Juni 1990].

Anmerkungen

Verkürze Wiedergabe des Inhaltes.

Sichter

[45.] Analyse:Mg/Fragment 0166 04 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:33 (Kybot)
Erstellt: 10. November 2011, 17:34 Bummelchen
Adolph 1991, BauernOpfer, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 166, Zeilen: Ab 4
Quelle: Adolph 1991
Seite(n): 135,139,141, Zeilen:
Im Auswärtigen Amt formierte sich Widerspruch gegen die Veröffentlichung der Thesen. In einer internen Stellungnahme hieß es: „Die Thesen des Forschungs-beirates für Fragen der Wiedervereinigung betreffen Einzelheiten, unter denen die Wiedervereinigung zu vollziehen ist. Damit wird ein Thema berührt, das schon jetzt bei der Konferenz der westlichen Außenminister und gegebenenfalls erst recht bei einer Viererkonferenz den Hauptgegenstand der Verhandlungen bilden wird. Ange-strebt wird hier ein Übereinkommen mit der Sowjetunion, aufgrund dessen sich die Wiedervereinigung auf friedlichem Wege vollziehen soll. Ein derartiges Überein-kommen wird gefährdet werden, wenn wir vorzeitig unseren Standpunkt präjudizie-ren, daß wir Thesen der vom Forschungsbeirat vorgeschlagenen Art veröffentlichen. Auch den Westalliierten wird eine solche Veröffentlichung ungelegen sein, da sie ein Ergebnis vorwegnimmt, das erst im Verhandlungswege erreicht werden soll."2 Weitere Einsprüche erfolgten vom Finanz- und Arbeitsministerium, zielten aber mehr auf den Inhalt der Thesen ab oder stellte das Vorhaben grundsätzlich in Frage. So kritisierte der Vertreter des Finanzministeriums, Ministerialdirigent Fischer-Menshausen, auf der nun doch einberufenen Sitzung des Interministeriellen Aus-schusses am 15. Juli 1953, „daß die eigentliche Funktion des Forschungsbeirates verfälscht werde, wenn man ihn als ein Instrument benutze, um politische Wirkungen zu erzielen"4. Man solle sich auf die wissenschaftliche Erforschung der Grund-lagen konzentrieren und das Erzielen politischer Wirkungen der Bundesregierung bzw. dem Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen überlassen.

...

[Fn 2] Vermerk vom 11.7.1953 betr. Arbeitsergebnisse des Forschungsbeirates für Fragen der Wiedervereini-gung Deutschlands in dessen Sitzung am 6.7.1953, zit. nach: Adolph (1991): 139.

[Fn 3] vgl. Brief von Thedieck an Emst vom 15.7.1953, in: BarchK B 137/ 3930.

[Fn 4] Niederschrift über die Sitzung des Interministeriellen Ausschusses für Fragen der Wiedervereinigung im Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen am 15.7.1953, in: BarchK B 102/ 13312.

[S. 139]

In der Länderabteilung (Abteilung III) und Handelspolitischen Abteilung (HaPol, Abteilung IV) nahm man zu dem Antrag des Bundesministers für gesamtdeutsche Fragen hingegen wie folgt Stellung: Die Thesen des Forschungsbeirates für Fragen der Wiedervereinigung betreffen Einzelheiten, unter denen die Wiedervereinigung zu vollziehen ist. Damit wird ein Thema berührt, das schon jetzt bei der Konferenz der westlichen Außenminister und gegebenenfalls erst recht bei einer Viererkonferenz den Hauptgegenstand der Verhandlungen bilden wird. Angestrebt wird hier ein Übereinkommen mit der Sowjetunion, aufgrund dessen sich die Wiedervereinigung auf friedlichem Wege vollziehen soll. Ein derartiges Übereinkommen wird gefährdet werden, wenn wir vorzeitig unseren Standpunkt dadurch präjudizieren, daß wir Thesen der vom Forschungsbeirat vorgeschlagenen Art veröffentlichen. Auch den Westalliierten wird eine solche Veröffentlichung ungelegen sein, da sie ein Ergebnis vorwegnimmt, das erst im Verhandlungswege erreicht werden sollte. [Fn 441]

...

[Fn 441] PAAA, Abt. III, Bd. 6, gesamtdeutsche Wiedervereinigung Deutschlands und Wahlen), Az. 202-03, Vermerk, Az 202-03 11114229153, betr.: Arbeitsergebnisse des Forschungsbeirates für Fragen der Wiedervereinigung Deutschlands in dessen Sitzung am 6.7.1953 vom 11. Juli 1953, gez. v. Etzdorf.

[S. 141]

‘Zu den Fragen, auf weichem Wege die von Staatssekretär Thedieck als notwendig bezeichneten Wirkungen zweckmäßigerweise ausgelöst werden sollen und ob der Forschungsbeirat hierfür das richtige Gremium wäre, sei sein Haus der Ansicht, daß die eigentliche Funktion des Forschungsbeirates verfälscht werde, wenn man ihn als ein Instrument benutze, um politische Wirkungen zu erzielen. Dies wäre allein die Aufgabe der Bundesregierung bzw. des Bundesministeriums für gesamtdeutsche Fragen. Der Forschungsbeirat solle sich auf die wissenschaftliche Erforschung der Grundlagen für den Fall der Wiedervereinigung beschränken.‘47 Man war im Finanzministerium zudem der Ansicht, daß die diskutierten Thesen ihrem Inhalt nach zu sehr aus dem Zusammenhang gerissen seien und ‘lediglich eine bereits allgemein bekannte programmatische Erklärung darstellen würden. Isoliert betrachtet können sie nur zu Mißverständnissen führen.‘

[S. 135]

[Fn 427] Vgl. PAAA, Abt. II, Bd. 209, Niederschrift über die Sitzung des Interministeriellen Ausschusses für Fragen der Wiedervereinigung Deutschlands im Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen am 15. Juli 1953, fol. 240-251, hier fol. 240f. und 244f.; Niederschrift auch in: BA, B 136/962, fol. 21- 34.

Anmerkungen

Gibt zwar für einen erheblichen Teil die Quelle an, fpr einen anderen unterschlägt er diese.

Sichter

[46.] Analyse:Mg/Fragment 0180 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:34 (Kybot)
Erstellt: 10. November 2011, 18:03 Bummelchen
Adolph 1991, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 180, Zeilen: Ab 1
Quelle: Adolph 1991
Seite(n): 75,76, Zeilen:
[Der Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen, Jakob ]Kaiser, war schon im März 1952 von Friedensburg persönlich über das Vorhaben in Kenntnis gesetzt worden. Die zuständigen Referenten im Ministerium erhielten im Juli Bescheid, während der Präsident des Forschungsbeirates, Friedrich Ernst, erst im Dezember von der Gründung erfuhr. Im letzten Moment konnte Ernst durch eine massive Intervention bei der Berliner Senatsverwaltung für Kreditwesen, die neben dem Achter-Ausschuss des Deutschen Bundestages und der Deutschen Forschungs-gemeinschaft über die Vergabe der Mittel entschied, erreichen, dass die Gelder auf-gesplittet wurden. Nach harten Verhandlungen im Januar 1953 erhielt das DIW mit 110.624 DM zwar noch den größten Teil, musste jedoch 73.219 DM dem Osteuropa-Institut von Karl C. Thalheim sowie 12.557 DM dem volkswirtschaftlichen Insti-tut und 3.600 DM dem Institut für landwirtschaftliche Betriebslehre von Matthias Kramer, die alle an der FU Berlin beheimatet waren, überlassen.[Fn 1]

...

[Fn 1] Vgl. Schriftwechsel und Aktenvermerke in: BarchK B 1371/ 25.

[S. 75]

Jakob Kaiser war von diesem Vorhaben schon im März 1952 von Friedensburg persönlich unterrichtet worden.[Fn 243] Die zuständigen Referenten erfuhren davon jedoch erst im Juli 1952 « Friedrich Ernst bekam von diesem Unternehmen erst im Dezember 1952 Kenntnis, nachdem Friedensburg schon fast alle der zur Bewilligung der Mittel notwendigen Hürden hinter sich gebracht hatte» Ernst vermochte es nur noch im letzten Augenblick durch eine massive Intervention bei der Berliner Senatsverwaltung für

...

[Fn 243] Vgl. BA; B 137/939, Schreiben von Friedensburg au Kaiser vom 27.3.1952, betr.: Wirtschaftliche Probleme der Wiedervereinigung. 2« Vgl. BA, B 137 1/25, Abschrift, Z 3 (BB), Vermerk vom 1. Juli 1952. Vgl. BA, B 137 1/25, Aktenvermerk, Betr.: Besprechung zwischen Herrn Dr. Ernst und Herrn Dr. Friedensburg in Anwesenheit von Herrn Prof. Gleitze und Dr. Stadie am 29. Dezember 1952.

[S 76]

Kreditwesen,M6 die für diesen Zweck vom Marshallplanministerium zu vergebenden 200.000 DM aufzusplitten. So kam es im Januar 1953 zu hartnäckigen Verhandlungen zwischen den beiden Wiedervereinigungs- Forschungs- Konkurrenten, die schließlich mit einem Kompromiß endeten, Friedensburg jedoch fast die Hälfte seines ursprünglich eingeplanten Etats kosteten. Zu guter Letzt gingen aufgrund der Invention von Ernst noch 73.219 DM dem Osteuropa-Institut von Karl C. Thalheim, 12.537 DM dem volkswirtschaftlichen Institut und 3.600 DM dem Institut für landwirtschaftliche Betriebslehre von Professor Kramer zu, die alle an der FU-Berlin beheimatet waren?47 Friedensburg mußte sich schließlich mit 110.624 DM begnügen. Diese hatte als dritte deutsche Instanz neben dem Achter-Ausschuß des Bundestages und der Deutschen Forschungsgemeinschaft über die Vergabe der Mittel zu entscheiden.

Anmerkungen

Übernimmt den Inhalt und verfasst diesen neu.

Sichter

[47.] Analyse:Mg/Fragment 0182 14 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:34 (Kybot)
Erstellt: 10. November 2011, 19:01 Bummelchen
Adolph 1991, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 182, Zeilen: 14-25
Quelle: Adolph 1991
Seite(n): 182,183, Zeilen:
Durch die Bildung von Arbeitskreisen im Jahr 1956 wollte das

Kuratorium über die Propagandatätigkeit aktive politische Maßnahmen für eine Wiedervereinigung vorbereiten. Besonders der Arbeitskreis für wirtschafts- und sozialpolitische Fragen berührte die Arbeit des Forschungsbeirates. Die Bitte des Vorsitzenden dieses KUD-Arbeitskreises, Dr. Franz Reuter, ihm Material des Forschungsbeirates für die Ver-wertung zu überlassen, wurde abgelehnt.Als Begründung diente die Aussage, dass das Material des Forschungsbeirates geheim sei. Der Forschungsbeirat lehnte eine Zusammenarbeit mit dem KUD außerdem ab, weil die Mitglieder der Überzeugung waren, dass sich der Forschungsbeirat um rein sachliche Ergebnisse für die Zukunft bemühe, während das KUD auf der aktuellen politischen Ebene arbeite. Einzig und allein sollte es Dr. Reuter ermöglicht werden an den Sitzungen des Ausschusses für Fragen der gewerblichen Wirtschaft teilzunehmen.[Fn 4]

...

[Fn 4] vgl. Protokoll der Beratungen des Forscherkreises am 11.4.1956, in: BarchK B 137 1/ 567.

[182]

Als man innerhalb des KUD damit begann, Arbeitskreise tu bilden und so in den Augen der Forschungsbeiratsmitglieder über die “werbend- propagandistische Seite‘ hinausging, - man versuche nun auch von dort, so hieß es, “aktive politische Maßnahmen für die Wiedervereinigung einzuleiten‘ - war die direkte Konkurrenz zum Ministerialapparat des gesamtdeutschen Ministeriums,[Fn 595] wie aber auch zum Forschungsbeirat hergestellt. Insbesondere die Gründung des Arbeitskreises

für wirtschaftsund sozialpolitische Fragen wurde von den Mitgliedern

des Forscherkreises mit unverhohlenem Mißtrauen betrachet. Die Bitte des Vorsitzendedieses Arbeitskreises, Reuters,

ihm Material des Forschungsbeirates zu überlassen, wurde mit der 

Begründung, daß das Material des Forschungsbeirates geheim sei, von seiten des Ministeriums abgelehnt. Friedrich Ernst, an den Reuter den gleichen Wunsch persönlich herantragen hatte, mußte dieses aus “grundsätzlichen Erwägungen“ ebenfalls versagen.5 Und auch die Bitte Reuters, ihm wenigstens Material des Forschungsbeirates zur Veröffentlichung im “Volkswirt“ zu übergeben und ihn als Pressereferenten in den Forschungsbeirat einzubeziehen, mußte von Ernst abschlägig beantwortet werden, “da er dem Volkswirt kein Primat zuerkennen könne.“5 Bruno Gleitze, der selbst an einer Tagung des “Kuratoriums Unteilbares Deutschland“ teilgenommen hatte, kam in der darauffolgenden Plenumsdiskussion im Forschungsbeirat

[S 183]

in Übereinstimmung mit allen Mitgliedern des Forschungsbeirates zu der Feststellung, “[...) daß eine Verklammerung des Forschungsbeirates, der sich um rein sachliche Ergebnisse für die Zukunft bemühe, mit dem Kuratorium, dessen Tätigkeit auf der aktuellen politischen Ebene liege, abgelehnt werden müsse, da die Arbeit dieser beiden Institutionen zu unterschiedlich sei.“0 Von dieser Entscheidung des Forscherkreises wurde das gesamtdeutsche Ministerium offiziell in Kenntnis gesetzt. Ernst wurde eigens beauftragt, “den Herrn Staatssekretär entsprechend zu unterrichten.“

Anmerkungen

Schön zusammengefasst ohne korrekt Quellenangabe wiedergegeben.

Sichter

[48.] Analyse:Mg/Fragment 016 02 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:33 (Kybot)
Erstellt: 13. November 2011, 11:43 Bummelchen
Adolph 1991, BauernOpfer, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 19, Zeilen:
Quelle: Adolph 1991
Seite(n): 11, Zeilen: 4-10
Die Arbeit des Forschungsbeirates für Fragen der Wiedervereinigung Deutschlands war von Beginn an durch die Organisationsstruktur, die personelle Zusammenset-zung und die Aufgabenstellung des Bundesministeriums für gesamtdeutsche Fragen determiniert. „Die personellen, parteipolitischen und organisatorischen Eigenheiten dieses einzigartigen Sonderministeriums hatten die Ausformung wie die Besetzung des Forschungsbeirates weitgehend bestimmt."[Fn 1]

...

[Fn 1] Adolph (1991): 11.

Ein fundiertes Verständnis der Gründungsumstände. Organisation, Zusammensetzung und Wirkungsweise der Institution “Forschungsbeirat‘ wäre jedoch ohne eine vorherige Kenntnis auch der Entstehungsgeschichte, Organisationsstruktur, personellen Zusammensetzung und Aufgabenstellung des ihr vorgesetzten Bundesministeriums für gesamtdeutsche Fragen nicht möglich. Die personellen, parteipolitischen und organisatorischen Eigenheiten dieses einzigartigen Sonderministeriums hatten die Ausformung wie die Besetzung des Forschungsbeirates weitgehend bestimmt.
Anmerkungen
Sichter

[49.] Analyse:Mg/Fragment 176 04 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 09:36 (Kybot)
Erstellt: 13. November 2011, 22:50 Bummelchen
Adolph 1991, Fragment, Mg, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 176, Zeilen: 4-8
Quelle: Adolph 1991
Seite(n): 110, Zeilen:
Direkt nach der Gründung des Forschungsbeirates machten noch Komple-mentärorganisationen zum Deutschen Bauernverband, der Deutsche Raiffeisenver-band und die Arbeitsgemeinschaft der aus der Sowjetzone und Berlin Vertriebenen, ihre Ansprüche vehement geltend, im Forschungsbeirat mitzuarbeiten.[Fn 2] Auch diesem Wunsch wurde entsprochen.

...

[Fn 2] vgl. Schreiben vom 29.5.1952 vom Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes e.V. an Herrn Staats-sekretär Thedieck, betr. Ausschuss für die Wiedergewinnung der Ostgebiete, in: BarchK B 137 1/ 47.

Nachdem dann aber unmittelbar nach Gründung des Forschungsbeirates der Deutsche Raiffeisenverband e.V. [Fn 347] und die Arbeitsgemeinschaft der aus der Sowjetzone und Berlin Vertriebenen ihre Ansprüche auf Mitwirkung vehement geltend gemacht hatten [Fn 348], wurden auch diese noch in das Plenum aufgenommen.“[Fn 349]

...


[Fn 347]Vgl. BA B 137 1/25, Schreiben, Deutscher Raiffeisenverband e.V., Der Präsident, an Herrn Staatssekretär Thedieck, betr.: Ausschuß für die Wiedergewinnung der Ostgebiete vom 29. Mai 1952.

[Fn 348]Vgl. BA, B 137 1/47, Schreiben von Ernst an Thedieck vom 27. Juni 1952.

[Fn 349]Dies war für die Arbeitsgemeinschaft der Vertrieben der Bonner Ministerialrat z.Wv. Helmut Radman und für den Raiffeisenverband der Berliner Rechtsanwalt Friedrich Hampel.

Anmerkungen
Sichter

[50.] Analyse:Mg/Fragment 099 00 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 20:28 (Kybot)
Erstellt: 13. November 2011, 23:31 Bummelchen
Fragment, KomplettPlagiat, Mg, Roth 1971, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No
Untersuchte Arbeit:
Seite: 98, Zeilen:
Quelle: Roth 1971
Seite(n): 51, Zeilen:
Übersicht über den Forschungsbeirat Übersicht über den Forschungsbeirat
Anmerkungen

Beide Übersichten sind identisch.

Sichter

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