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Analyse:Mge/Fragment 014 01

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 14, Zeilen: 1 ff.
Quelle: Berg et al 2007
Seite(n): 134, Zeilen: 134: l.Sp. 15 ff.
Vielfach konnte gezeigt werden, dass die schrittweise Einführung des Vierkammerblickes in das pränatale Ultraschall-Screening sowie die darüber hinaus gehende Darstellung des Abganges und des Verlaufs der beiden großen Arterien zu einer deutlichen Steigerung der Entdeckungsrate führt (Gembruch und Geipel, 2003). So beinhalten die Qualitätsanforderungen an die weiterführende differenzialdiagnostische Ultraschalluntersuchung (DEGUM-Stufe II) neben dem Vierkammerblick auch die Darstellung der linksund rechts- ventrikulären Ausflusstrakte (Merz et al., 2002).

In vielen Ländern wurde die Darstellung des Vierkammerblickes als Anforderung in die Stufe I Screening-Untersuchung zur Fehlbildungsdiagnostik zwischen der 18. und 22. Schwangerschaftswoche integriert (Eichhorn et al., 2006; Garne et al., 2005). Dabei erzielten Länder mit etablierten Screeningprogrammen (Westeuropa, 20-48%) höhere Detektionsraten als solche ohne feste Screeninguntersuchungen (Niederlande, Dänemark, Osteuropa; 8-11%) (Garne et al., 2005). Um das volle Potential einer solchen Untersuchung auszuschöpfen, sind standardisierte Untersuchungstechniken, die Verwendung hochauflösender Ultraschallgeräte und die entsprechende theoretische und praktische Ausbildung der Untersucher unabdingbar.

Analysiert man verschiedene Publikationen zu Screeninguntersuchungen des fetalen Herzens, unterscheiden sich diese in vielerlei Hinsicht, was letztendlich auch die extreme Schwankungsbreite der Entdeckungsraten begründet (Chaoui, 2003; Gembruch und Geipel, 2003). Während Stufe 1 Untersucher überwiegend Schwangere im Niedrigrisikokollektiv untersuchen, ist das Untersuchungskollektiv in Stufe III Zentren meist ein Kollektiv mit gemischtem bis hohem Risiko; damit steigt auch die Prävalenz von Herzfehlern. Die Definition, was als ,,Herzfehler’’ gewertet wurde, ist uneinheitlich. Während einige Studien nur schwere Herzfehler untersucht haben, beziehen sich andere auf im Vierkamerblick ,,potentiell’’ entdeckbare. Unterschiede ergeben sich auch im Follow-up; während in einzelnen Studien postnatal standardisiert nachuntersucht wurde, geschah dies in anderen nur bei Auffälligkeiten oder gar nicht. Einzelne Zentren mit wenigen, hochspezialisierten Untersuchern erreichen höhere Entdeckungsraten als solche, in denen verschiedene Untersucher mit unterschiedlicher Erfahrung untersuchen.

Eine wichtige Rolle spielt auch der Untersuchungszeitpunkt. Als optimal für ein allgemeines Screening wird die 20.-22. Schwangerschaftswoche angesehen, während Untersuchungen vor der 18. Schwangerschaftswoche mit einer schlechteren Visualisierung und damit auch niedrigeren Entdeckungsraten einhergehen.

Vielfach konnte gezeigt werden, dass die schrittweise Einführung des Vier-Kammer-Blickes (4KB) in das pränatale Ultraschallscreening sowie dann auch die darüber hinausgehende Darstellung der Abganges und des Verlaufs der beiden großen Arterien zu einer deutlichen Steigerung der Entdeckungsraten führt [1]. So beinhalten die Qualitätsanforderungen an die weiterführende differenzialdiagnostische Ultraschalluntersuchung (DEGUM-Stufe II) neben dem 4KB auch die Darstellung der links- und rechtsventrikulären Ausflusstrakte [9].

[...]

In vielen Ländern wurde die Darstellung des 4KB als Anforderung in die Stufe-I-Screening-Untersuchung zur Fehlbildungsdiagnostik zwischen der 18. und 22. SSW integriert [5, 6]. Dabei erzielten Länder mit etablierten Screeningprogrammen (Westeuropa, 20–48%) höhere Detektionsraten als solche ohne feste Screeninguntersuchungen (Niederlande, Dänemark, Osteuropa; 8–11%) [5]. Um das volle Potenzial einer solchen Untersuchung auszuschöpfen, sind standardisierte Untersuchungstechniken, die Verwendung hochauflösender Ultraschallgeräte und die entsprechende theoretische und praktische Ausbildung der Durchführenden unabdingbar. Analysiert man verschiedene Publikationen zu Screeninguntersuchungen des fetalen Herzens, unterscheiden sich diese in vielerlei Hinsicht, was letztendlich auch die extreme Schwankungsbreite der Entdeckungsraten begründet [1, 7] (Tab. 1). Während Stufe-1-Untersucher überwiegend Low-risk-Schwangere untersuchen, ist das Untersuchungskollektiv in Stufe-III-Zentren meist ein Kollektiv mit gemischtem bis hohem Risiko; damit steigt auch die Prävalenz von Herzfehlern. Die Definition, was als „Herzfehler“ gewertet wurde, ist uneinheitlich. Während einige Studien nur schwere Herzfehler einschließen, beziehen sich andere auf im Vier-Kammer-Blick „potenziell“ entdeckbare. Unterschiede ergeben sich auch im Follow-up; während in einzelnen Studien postnatal standardisiert nachuntersucht wurde, geschah dies in anderen nur bei Auffälligkeiten oder gar nicht. Einzelne Zentren mit wenigen, hochspezialisierten Untersuchern erreichen höhere Entdeckungsraten als solche, in denen verschiedene Untersucher mit unterschiedlicher Erfahrung untersuchen. Eine wichtige Rolle spielt der auch Untersuchungszeitpunkt. Als optimal für ein allgemeines Screening wird das Intervall 20.–22. SSW angesehen, während Untersuchungen vor der 18. SSW mit einer schlechteren Visualisierung und damit auch niedrigeren Entdeckungsraten einhergehen.


1 Gembruch U, Geipel A. Indications for fetal echocardiography: screening in low- and high-risk populations. In: Yagel S, Silverman NH, Gembruch U (Hrsg). Fetal cardiology. London: Martin Dunitz, 2003: 89–106

5 Garne E, Loane M, Dolk H et al. Prenatal diagnosis of severe structural congenital malformations in Europe. Ultrasound Obstet Gynecol 2005; 25: 6–11

7 Chaoui R. The four-chamber view: four reasons why it seems to fail in screening for cardiac abnormalities and suggestions to improve detection rate. Ultrasound Obstet Gynecol 2003; 22: 3–10

9 Merz E, Eichhorn K, Hansmann M et al. Qualitätsanforderungen an die weiterführende differenzialdiagnostische Ultraschalluntersuchung in der pränatalen Diagnostik (DEGUM-Stufe II) im Zeitraum 18 bis 22 Schwangerschaftswochen. Ultraschall in Med 2002; 23: 11–12

Anmerkungen
Sichter
(SleepyHollow02)

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