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Analyse:Ms/Fragment 135 14b

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Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 135, Zeilen: 14-26
Quelle: Weis 1974
Seite(n): 70,71, Zeilen:
Für Zentner und die Reformer ergab sich aus den großen Umsetzungsschwierigkeiten der Edikte die Erkenntnis, daß zu einer effektiven Gemeindeverfassung die Einbindung der Gemeinde und ihrer Mitglieder erforderlich sei: "Jedem Gemeinde Gliede muß ein ihm angemessener Grad zur Teilnahme an den gemeinsamen Angelegenheiten zugestanden werden, wenn der einzelne sich dadurch selbst als unmittelbares Glied eines Ganzen, einer öffentlichen Gemeinschaft empfindet, so hört er auf, sein Selbst allein zum Zwecke zu nehmen, es wird ein Sinn für das Öffentliche- ein Gemeinsinn wieder entstehen, sei er auch anfänglich nur lokal- sobald den Gemeinde Gliedern gestattet ist, mit eigener Kraft für ihr eigenes, gemeinsames Intere- [ ße zu sorgen und sie nicht beständig durch fremde Einwirkungen irt ihren Handlungen gelähmt werden." ] S. 70

Auch in der bayerischen Bürokratie gewann damals die Überzeugung immer mehr an Boden, die dem Stein sehen Städteedikt und anderen preußischen Reformen zugrunde lag. Zentner formuliert sie in seinem einleitenden Vortrag zum Entwurf des Gemeindeedikts von 1818 so: «Ohne eine dem Geiste der Zeit und der Cultur des Volkes entsprechende Gemeinde-Verfassung ist eine allgemeine Staats-Verfassung nicht denkbar; sie ist eine Grundlage aller politischen Institutionen im Staate, und ohne eine solche läßt sich eine organische Ausbildung des Staats-Körpers nicht ausführen . . . Jedem Gemeinde-Gliede muß ein ihm angemessener Grad von Teilnahme an den gemeinsamen Angelegenheiten zugestanden werden; wenn der

S. 71

einzelne sich dadurch selbst als unmittelbares Glied eines Ganzen, einer öffentlichen Gemeinschaft empfindet, so hört er auf, sein Selbst allein zum Zwecke zu nehmen, es wird ein Sinn für das Öffentliche, ein Gemein-Sinn wieder entstehen, sey’er auch anfänglich nur lokal, - sobald es den Gemeinde-Gliedern gestattet ist, mit eigener Kraft für ihr gemeinsames Interesse zu sorgen, und sie nicht beständig durch fremde Einwirkungen in ihren Handlungen gelähmt werden.» [Fn 1] Solche Gedanken hatte Zentner bereits 1813 vertreten; schon damals hatte er eine völlige Revision des Gemeindeedikts gefordert, dazu 1814 die Rückgabe des Stiftungs- und Kommunalvermögens an die Gemeinden. 1815 und 1816, noch unter Montgelas, kündigten Edikte eine entsprechende Neuordnung beider Bereiche an. Im Mai 1816 verwarf allerdings ein wahrscheinlich auf Montgelas zurückgehender königlicher Befehl den hierzu erarbeiteten Entwurf des Geheimen Rates und erklärte wieder das Edikt von 1808 als Norm.[Fn 2]

...


[Fn 1] Zit. nach Dobmann (s.o. 38) 103; vgl. . auch Seydel-Piloty-Grassmann I 507ff.


[Fn 2] Dobmann 106. Jedoch wurde noch unter Montgelas durch ein Edikt v. 17. 11.1816 die Dezentralisierung der Armenpflege eingeleitet, ferner wurde die Rückgabe des Gemeinde-und Stiftungsvermögens an die Gemeinden vorbereitet (Seydel-Piloty-Grassmann I 506, RB1.

S. 153. vgl- dort S. 185).
Anmerkungen
Sichter

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