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Analyse:Mt/Fragment 005 02

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 5, Zeilen: 2-7, 9-19
Quelle: Grabowski 2006
Seite(n): 4, Zeilen: 1-9, 12-21
1.1. Historischer Überblick über die Leichenschau

Die ersten in deutschsprachigen Aufzeichnungen erwähnten Leichenschauen unter forensischen Gesichtspunkten wurden im 13. Jahrhundert durchgeführt. Hierbei handelte es sich um Besichtigungen von Ermordeten oder Erschlagenen durch das Gericht. Schon im Jahr 1230 wurde im Sachsenspiegel bestimmt, dass der Verstorbene ohne richterliche Genehmigung nicht beerdigt werden dürfe. [...] Die Besichtigung des Toten erfolgte entweder am Auffindungsort, am Ort der Aufbahrung oder am ständigen Gerichtsplatz. Erst 200 Jahre später wurde in der „Cent-Gerichtsreformation“ von 1447 bestimmt, dass zwei Schöffen und ein Wund- oder Leibarzt die Leichenschau vorzunehmen hatten. Dabei handelte es sich meistens um Barbiere oder Bader, denen vom Gericht anvertraut wurde, dass sie die Verwundeten und Toten untersuchen sollten (Schneider 1987).

Im Jahr 1507 trat die „Bambergische Peinliche Halsgerichtsordnung“ des Johann Freiherr zu Schwarzenberg in Kraft, die als allgemeingültiges Gesetz die gerichtliche Leichenschau regelte und als Vorlage für das umfangreiche Strafgesetz der „Constitutio Criminalis Carolina“, die 1532 erschien, galt.


Schneider, V. (1987): Die Leichenschau – Ein Leitfaden für Ärzte. Elsevier (München): 1-103

1.3 Historische Entwicklung der Leichenschau

Die erste in deutschsprachigen Aufzeichnungen erwähnte Leichenschau unter forensischen Gesichtspunkten wurde im 13. Jahrhundert durchgeführt. Hierbei handelte es sich um eine Begutachtung von Ermordeten oder Erschlagenen durch das Gericht. Schon 1230 wurde im Sachsenspiegel (BRUNE 1999) bestimmt, dass der Verstorbene nur mit richterlicher Genehmigung beerdigt werden durfte, wobei die Besichtigung des Toten durch das Gericht entweder am Tatort bzw. dort, wo der Leichnam aufgebahrt lag, oder am ständigen Gerichtsplatz zu geschehen hatte. [...] Durch die Cent-Gerichtsreformation von 1447 wurde bestimmt, dass bei der Leichenschau neben den zwei geschworenen Schöffen auch ein Wund- oder Leibarzt anwesend sein musste. Hierbei handelte es sich meist um Barbiere oder Bader, welchen die Untersuchung von Verwundeten und Toten vom Gericht anvertraut wurde. 1507 trat die „Bambergische peinliche Halsgerichtsordnung“ als allgemeingültiges Gesetz in Kraft, welches die bestehenden Vorschriften vereinigte. Die „Bambergische peinliche Halsgerichtsordnung“ diente als Vorlage für das weit umfangreichere Strafgesetz der „Constitutio Criminalis Carolina“ (Kaiser Karl V. und des Heiligen Römischen Reiches peinliche Gerichtsordnung), die 1532 erschien (KANNE 1975, SCHNEIDER 1981, SCHNEIDER 1987).


BRUNE, A. (1999):
Kritische Überprüfung von Todesbescheinigungen in einem städtischen Gebiet
Münster, Diss. Med.

KANNE, G.-U. (1975):
Untersuchungen und Gedanken zum Leichenschauwesen in der BRD.
Münster, Diss. Med. Dent.

SCHNEIDER, V. (1981):
Leichenschau und Meldepflicht nicht-natürlicher Todesfälle
Kriminalstatistik 35, 282-289

SCHNEIDER, V. (1987):
Die Leichenschau: ein Leitfaden für Ärzte
Fischer Verlag, Stuttgart und New York

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith

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